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 Beitrag Verfasst: Samstag 26. April 2025, 11:50 
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Cup-Duell gegen YB

Der FC Biel ist sportlich im Hoch – und will noch höher hinaus

Der FC Biel bestreitet zum sechsten Mal einen Halbfinal des Schweizer Cups. Die Seeländer versetzen eine Region in Euphorie und träumen vom Aufstieg in die Challenge League – und vom Coup gegen YB.

Ein paar Sessel laden zum Verweilen ein, in der Buvette ist für Erfrischung gesorgt, und auf dem Rasen wird Fussball gespielt. Es ist eine Szenerie, die abgesehen vom mit Regenwolken verhangenen Himmel das Herz eines jeden Fussballromantikers höherschlagen lässt. Auch Oliver Zesiger ist am Mittwochabend zugegen im Pavillon unweit der Bieler Tissot Arena. Wie er das regelmässig ist, wenn der FC Biel ein Training absolviert, schliesslich ist er als Sportkoordinator des Klubs aus der Promotion League stets daran interessiert, den Puls der Mannschaft zu fühlen.

An diesem Abend hat der 42-Jährige aber noch ganz andere Hüte auf. Denjenigen des Medienkoordinators beispielsweise. Im Pavillon vor dem Trainingsplatz stehen nämlich nicht nur gemütliche Sessel, sondern auch Kameras, Mikrofone und Lichtkegel. Es ist Equipment, das erahnen lässt, dass der FCB gerade viel mehr im Fokus steht, als er sich das gewohnt ist, dass auf einmal Medien aus der ganzen Schweiz wissen wollen, was für ein Klub dieser FC Biel ist und welche Menschen hinter einem Verein stehen, der in dieser Saison auf einer sportlichen Erfolgswelle reitet, die am Samstag (20.30 Uhr) einen neuerlichen Höhepunkt bereithält.

Dzonlagics Ansage

Im Halbfinal des Schweizer Cups treffen die Bieler dann auf die Young Boys, den Schweizer Meister. Es ist eine Partie, welche die Stadt und Grossteile des Kantons Bern in einen Ausnahmezustand versetzt. «Wir hätten über 20'000 Tickets verkaufen können», sagt Zesiger. Die Bieler Arena hat allerdings ein Fassungsvermögen von lediglich 5200 Fans. Auf einer Zusatztribüne, die extra aufgestellt wird, werden weitere 800 Menschen Platz finden, was nicht viel an der Tatsache ändert, dass das Motto für dieses Spiel für das Gros der Leute sein wird: Sofa und Fernbedienung, statt Schalensitz und Bratwurst. Er erhalte immer noch stündlich Anrufe, sagt Zesiger. Und jedes Mal muss er die Hoffnungen der Personen am anderen Ende der Leitung enttäuschen. Trotz vieler Hüte – denjenigen des Ticketdruckers hat er nicht auf.

Zum sechsten Mal in der Vereinsgeschichte steht der FC Biel in diesem Jahr im Halbfinal des Schweizer Cups. Einmal wurde auch diese Hürde genommen, 1961 mit einem 3:1-Erfolg gegen den FC Luzern, ehe dann La Chaux-de-Fonds mit einem 1:0 den ersten Cuptitel verhinderte. Es war eine andere Zeit. Heute sind die Bieler ein ambitionierter Klub aus der Promotion League, dessen oberstes Saisonziel es ist, in die Challenge League zurückzukehren. Bis zum Konkurs und Zwangsabstieg 2016 war der FCB schon während acht Saisons in Serie Teil der zweithöchsten Spielklasse gewesen.
Volle Konzentration beim FC Biel vor dem Cup-Halbfinal-Kracher gegen YB

«Das ist das, was wir vor der Saison festgelegt haben. Und das wollen wir unbedingt schaffen», sagt Trainer Samir Chaibeddra. Fünf Runden vor Schluss liegen die Bieler in der Liga punktgleich mit Leader Kriens auf Rang 2, auch Rapperswil-Jona hegt zwei Punkte dahinter noch Hoffnungen auf die Spitzenposition. Es wäre aber falsch, daraus zu schliessen, Biel steige ohne Ambitionen in das Cup-Duell mit YB. «Wenn alles passt, steht uns nichts im Weg, auch YB zu schlagen», sagt Omer Dzonlagic. Der Flügelspieler ist mit elf Treffern hinter Malko Sartoretti der zweitbeste Torschütze in der Meisterschaft, und auch im Cup hat der 29-Jährige schon viermal getroffen, darunter auch im Viertelfinal gegen Lugano zum wegweisenden 1:0. «Klar wäre es eine Riesensensation, wenn wir weiterkommen. Aber genau für solche Träume spielt man Fussball.»

Mvengs Routine

Der frühere Akteur des FC Thun ist nicht der einzige Spieler im Kader mit viel Erfahrung auf Profistufe. Ein anderer ist Freddy Mveng. Der 32-jährige Mittelfeldspieler hat 92 Super-League-Einsätze in seinem Resümee, einen davon für die Young Boys. Und mit Xamax und Sion stand er 2011 und 2017 zweimal in einem Cupfinal. Solche Spieler seien extrem wichtig für seine Mannschaft, konstatiert Chaibeddra. Weil sie mit ihrer Erfahrung die jüngeren Teamkollegen führen und für Ruhe sorgen könnten. «Biel ist eine Arbeiterstadt. Diese Mentalität wollen wir auch auf den Platz bringen, indem alle hart und füreinander arbeiten. Es ist wichtig, dass wir alle mit den Füssen am Boden bleiben.»

Die Erfahrung kommt auch zum Vorschein, wenn Mveng vor der Kameralinse steht. Hatten vorhin noch einige Spieler Witze darüber gemacht, in Interviews alle genau dasselbe zu sagen und sich so vom Gehalt ihrer Aussagen her den Profis anzunähern, die sie Wochenende für Wochenende vor den Bildschirmen sehen, tönt es bei Mveng so: «Seit ein paar Monaten schauen wir von Spiel zu Spiel. Mit dieser Herangehensweise sind wir gut unterwegs. Das Spiel gegen YB ist ein Match wie jeder andere.» Er hält kurz inne. «Ausser, dass das Fest grösser wäre, wenn wir gewinnen.» Mveng lacht.

Kelvins vielsagender Blick

Als Letzter stellt sich im Pavillon Damian Kelvin ins mediale Kreuzfeuer. Taktisch und mental bereit sein, müssten sie, sagt der Innenverteidiger. Abgezockt schiebt er nach, zu viel wolle er nicht verraten. Nicht, dass YB-Trainer Giorgio Contini plötzlich die Blaupause für den Erfolg aus der Zeitung kopieren könnte. «Wenn wir so spielen wie gegen Lugano, wird es für jeden Gegner schwierig.» Sprich: Aufsässig, diszipliniert, geduldig und konzentriert. Zusammen etwas Schönes kreieren, wollten sie, sagt der 22-Jährige.

Doch was wäre ihm denn persönlich wichtiger, der Aufstieg in die Challenge League oder ein Sieg gegen YB? Kelvin lacht. Sein Blick schweift rüber zu Aushilfsmedienchef Zesiger, der mit ebenso breitem Grinsen gespannt auf die Antwort wartet. Er sagt: «Unsere erste Priorität ist der Aufstieg.» Nonverbal hat er da aber längst kommuniziert, dass er wohl am liebsten «beides» gesagt hätte.


https://www.bluewin.ch/de/sport/fussbal ... 68184.html

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 Beitrag Verfasst: Samstag 26. April 2025, 11:54 
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YB – Christian Fassnacht: «Vielleicht braucht es mal so eine Saison»

Mit einem Cupsieg könnte YB aus dieser Saison noch eine erfolgreiche machen. Rückkehrer Christian Fassnacht betont aber: «Nichts ist selbstverständlich!»

Das Wichtigste in Kürze

- Um 20.30 Uhr geht YB als haushoher Favorit in den Cup-Halbfinal gegen den FC Biel.
- In der Meisterschaft scheint der Zug abgefahren, die Berner kassieren zuviele Rückschläge.
- Christian Fassnacht erklärt: «Vielleicht braucht es mal so eine Saison.»

Heute Abend kann YB in Biel einen grossen Schritt machen, eine durchzogene Saison trotzdem mit einem Titel zu krönen. Mit einem Sieg beim Unterklassigen stehen die Berner im Cupfinal, wo sie auf den FCB oder Lausanne treffen würden.

In der Liga ist der Meisterzug nach schwachen Auftritten gegen Yverdon (1:1) und in Luzern (0:5) wohl abgefahren.

Christian Fassnacht (31) bestätigt deshalb im Gespräch mit der «NZZ», was auch sein Trainer Giorgio Contini zuletzt sagte: «Rang zwei ist jetzt ein gutes Ziel für uns.»

Nach einem schwachen Saisonstart rappelten sich die Berner unter dem früheren Nati-Co-Trainer wieder auf. Trotz weiterer Rückschläge gelang phasenweise der Anschluss an die Spitze.
Christian Fassnacht: «Nichts ist selbstverständlich»

«Natürlich haben wir nach Siegen gegen Basel und Servette wieder davon geträumt, sogar noch Meister werden zu können. Aber dann haben wir wieder Tiefschläge erlebt», so Fassnacht weiter.

Der Rückkehrer ist neben Goalie Marvin Keller der Hauptgrund, wieso YB wieder leichte Meisterträume hegte. Acht Tore in 13 Spielen hat «Fasi» bereits auf dem Konto. Und zeigt als einziger aus dem Neuzugangs-Trio (neben Rayan Raveloson und Chris Bedia) konstant starke Leistungen.

Trotz der 0:5-Klatsche in Luzern ist das Stadion Wankdorf am Ostermontag gegen den FCZ ausverkauft. 31'500 Zuschauende sehen einen 2:1-Sieg. Und Christian Fassnacht sagt dazu einen Satz, den auch die Fans in dieser Saison mehrfach unterstrichen: «Nichts ist selbstverständlich.

Der Routinier erklärt bei der «NZZ» weiter: «Vielleicht braucht es auch einmal eine solche Saison mit vielen Rückschlägen. Um allen bewusst zu machen, was YB hier aufgebaut hat.»

Ansprüche bei Serienmeister YB gestiegen

Es ist immer noch möglich, dass die Berner die Saison als Vizemeister und Cupsieger beenden. Vor dem Start der YB-Dominanz ab 2018 hätte man von einer Traum-Saison gesprochen. Es zeigt sich deutlich, wie sich die Ansprüche und der Druck in Bern verändert haben.

«Fasi», der von seinem England-Abenteuer in Norwich zurückgekehrt ist, erklärt: «Hier liebe ich es, Druck zu haben. Weil ich sehe, wie ich dem Klub, den Mitspielern und den Fans helfen und Freude bereiten kann.»

Die nächste Möglichkeit, den Fans Freude zu bereiten, bietet sich heute Abend: Anpfiff in der Tissot Arena in Biel ist um 20.30 Uhr.


https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-ch ... n-66975141

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Gelingt Coup gegen YB?

Woher in Biel das Geld kommt und wie Spieler-Pipeline funktioniert

Die Firma Core Sports Capital hält den neuen FC Biel am Leben. Mit Geld, Knowhow, vielen Daten und Manpower. Und einer Mehrklub-Philosophie à la Red Bull.

Nein, er werde derzeit nicht reden, sagt Ahmed Schäfer nett, aber bestimmt. Der starke Mann hinter dem FC Biel, Gründer und CEO von Core Sports Capital (CSC) und Vorstandsmitglied des FCB (womit nicht Basel gemeint ist), hat derzeit andere Sorgen als den Cup-Halbfinal-Knüller des Promotion-League-Klubs. CSC hat Beteiligungen an drei Klubs in Europa: Clermont Foot in Frankreich, Austria Lustenau in Österreich und eben Biel. Und dem wichtigsten Baby dieses Trios geht es schlecht. Clermont ist Zweitletzter in der Ligue 2, steht also auf einem Abstiegsplatz. Vielleicht muss man zur Rettung sogar auf den Konkurs von Ajaccio hoffen. Und auch Lustenau kämpft in der 2. Liga gegen die Relegation.

Der Aufstieg ist nah - und doch weit weg

Da ist es schön, macht Biel positive Schlagzeilen. Der Aufstieg ist nah. Allerdings werden die Seeländer hart bedrängt von Kriens und Rapperswil-Jona. Keinen Druck haben sie hingegen im Cup. Da steht das Spiel des Jahrtausends an: der Halbfinal gegen das grosse YB!

Auch dank dem Geld von CSC, das 33 Prozent der Aktien hält, kann Biel von zwei grossen Coups träumen. Clermont hingegen gehört zu 100 % Schäfers Firma. Der Klub stand 2019 zum Verkauf, für weniger als vier Millionen Franken. Da griff der ehemalige Weggefährte von Fifa-Boss Sepp Blatter zu, der sein Geld unter anderem als Mitgründer des Gulf Cups im saudischen Raum und als TV-Rechte-Vermarkter gemacht hat. Zwei Jahre später steigt Clermont gar in die Ligue 1 auf.

Zesiger leitet die Geschicke als Sportkoordinator

Zurück zum FC Biel, wo CSC seit 2023 das Sagen hat. Mit Schäfers Statthalter Oliver Zesiger als wichtigstem Mann. Er ist Sportkoordinator. «Einen eigentlichen Sportchef haben wir nicht», sagt der Mann, der wie Augsburg-Star Cédric Zesiger aus dem Seeland kommt, aber nicht direkt mit ihm verwandt ist. Seine Rolle komme der eines Sportchefs am nächsten. Zesiger ist verantwortlich für Transfers, Scouting, Verträge, «und ich helfe auch als Teammanager. Biel ist ein Halbprofi-Klub. Da macht jeder überall etwas».

CSC ist also eine Art Dienstleister am Klub, der seinerseits für Budget, Sponsoren, Merchandising und Ticketing verantwortlich ist. «Wir kümmern uns um den Sport. Dabei agieren wir mit unseren drei Klubs wie ein Pipeline-System. Da kommen die Spieler rein und am richtigen Ort raus. Dort, wo sie ihrem Niveau entsprechend am besten untergebracht sind.» Vieles ist dabei datenbasiert. «Ich bin ein totaler Datenmensch», sagt Zesiger. «Wir haben eine sehr breit geführte Datenbank. Natürlich ist das menschliche Auge auch sehr wichtig. Man muss schauen, dass diese beiden Faktoren eine Symbiose bilden.» Im Moment sind drei Spieler von Clermont in Biel. Der Austausch stimmt also. «Und es ist nicht so, dass der Hauptklub uns Spieler aufzwingen kann. Die wählt der Klub selber aus.»

Tönt alles sehr gut. Was nichts daran ändert, dass derzeit zwei der drei Klubs im Liga-Überlebenskampf stehen. Nicht Biel. Am Samstag ist sogar der ganz, ganz grosse Coup möglich. Auch dank CSC.


https://www.blick.ch/sport/fussball/cup ... 15030.html

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 27. April 2025, 00:40 
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FC Biel schreibt Geschichte

Ein Amateurclub im Cupfinal – YB blamiert sich auf die Knochen

Die Young Boys scheitern gegen den FC Biel, verlieren mit 0:1. Die Entscheidung fällt in der dramatischen Verlängerung.

Die Hoffnung des Aussenseiters rasch im Keim ersticken. So wünscht sich das YB-Trainer Giorgio Contini, als er vor dem Cuphalbfinal in Biel zu seiner Mannschaft spricht.

Der Wunsch bleibt unerfüllt. Und wie! In der neunten Minute der Verlängerung erzielt Malko Sartoretti mittels Penalty das 1:0 für die Seeländer. Weshalb der VAR nicht eingreift, bleibt sein grosses Geheimnis. Klar, YB-Goalie von Ballmoos verhält sich ungeschickt. Aber Bongué hebt ohne Grund ab.

Die Young Boys, die seit der 76. Minute und der Roten Karte gegen Kastriot Imeri in Unterzahl spielen, finden keine Antwort. Ihr vermeintlicher Ausgleich in der 125. Minute (!) wird vom VAR wegen Hands aberkannt. Die Berner scheitern im Halbfinal gegen den Zweiten der Promotion League und verspielen den Final im Wankdorf. Erstmals überhaupt steht ein Amateurclub in der hundertjährigen Geschichte des Wettbewerbs im Endspiel. Es ist die Mutter aller YB-Cupblamagen.

YB fehlt es an fast allem

Biel wehrt sich von Beginn an tapfer. 0:0 steht es zur Pause, 0:0 steht es auch, als die Partie in die Schlussphase geht. YB fehlt es an vielem, vor allem an Tempo und Esprit gegen den tief stehenden Gegner. Flanken und hoffen – das scheint lange die einzige Spielidee.

Imeri verliert das Laufduell, obwohl er eigentlich noch spritzig sein müsste, er ist soeben eingewechselt worden. Und Imeri weiss sich nicht besser zu helfen, als Coulibaly zu foulen. Schiedsrichter Alessandro Dudic entscheidet auf Penalty – und Platzverweis für Imeri. Den Penalty zieht er nach VAR-Intervention zurück, weil Imeri seinen Gegner ausserhalb des Strafraums trifft.

So kommen die Young Boys vorerst mit dem Schrecken davon. Aber sie müssen sich fortan in Unterzahl gegen das peinliche Aus stemmen. Christian Fassnacht bietet sich eine Chance, doch sein Abschluss aus kurzer Distanz gerät zentral. Seine kitschige Rückkehrergeschichte ist nicht um ein Kapitel reicher.

So geht es in die Verlängerung. In dieser lehnt sich YB endlich gegen das Aus auf, Mittelfeldspieler Lukasz Lakomy trifft die Latte. Zum Unvermögen kommt Pech dazu. Und so können die Young Boys ihren Kollaps nicht verhindern. Die Bieler werden diesen Abend nie mehr vergessen.


https://www.bernerzeitung.ch/fussball-s ... 4089453313

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 27. April 2025, 00:43 
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Dank strittigem Penaltytreffer

Biel schaltet YB aus und steht sensationell im Cupfinal

- Der FC Biel steht als erster drittklassiger Klub überhaupt im Final des Schweizer Cups.
- Im Halbfinal schlagen die Seeländer die Young Boys mit 1:0 nach Verlängerung.
- Das entscheidende Tor fällt nach einem höchst strittigen Penalty.

Die entscheidende Szene ereignete sich in der 96. Minute. Der Ball kullerte im YB-Strafraum langsam auf David von Ballmoos zu, der aus seinem Kasten eilte und sich die Kugel krallen wollte. Gleichzeitig stürmte der Bieler Loïc Socka Bongué auf den Ball zu. Das erkannte von Ballmoos, weshalb er abrupt abbremste. Socka Bongué ging jedoch zu Boden, Schiedsrichter Alessandro Dudic zeigte auf den Punkt.

Lautstark protestierten die YB-Spieler gegen den diskutablen Entscheid. Und die Wiederholung zeigte auf: Von Ballmoos wich dem Stürmer fast schon spektakulär aus, ein Kontakt ist auf den TV-Bildern nicht zu erkennen. Der VAR schaltete sich allerdings nicht ein, Dudic schritt nicht zum Bildschirm. So blieb es beim Elfmeter und der damit verbundenen goldenen Chance auf den Führungstreffer für Underdog Biel.

Malko Sartoretti übernahm die Verantwortung – und er verwandelte souverän mit einem Schuss in die linke Ecke. In der vollen Tissot Arena brachen alle Dämme. Die Sensation, das Einziehen in den Cupfinal, rückte näher und näher.

YB kommt zum Ausgleich – doch er zählt nicht

Der haushohe Favorit lehnte sich in der verbleibenden Spielzeit in Unterzahl gegen das Ausscheiden auf. Und er kam dem Ausgleich nahe. Sehr nahe. Nach einem Lattenschuss Lukasz Lakomys in der 113. und einem Fehlschuss Chris Bedias aus vielversprechender Position in der 121. Minute fiel er nämlich doch noch, der ersehnte Treffer für die Stadtberner. Nach einem langen Pass Christian Fassnachts setzte sich Felix Tsimba etwas glücklich im Duell mit Goalie Raphael Radtke durch und traf zum vermeintlichen 1:1.

Vermeintlich, weil der Ball vor Tsimbas Schuss an dessen Hand prallte und der Treffer deshalb nicht zählen durfte. Wenig später war Schluss. Und der Jubel über die historische Sensation kannte kaum Grenzen. Als erste drittklassige Mannschaft überhaupt steht der FC Biel im Final des Schweizer Cups!

Vom Meister kommt zu wenig

Trotz des aufgrund des strittigen Schiedsrichter-Entscheids äusserst bitteren Ausscheidens kam von den Young Boys über die gesamte Spieldauer gesehen zu wenig, um sich den Finaleinzug gegen den krassen Aussenseiter zu verdienen. Der Super-Ligist trat zwar dominant auf, erarbeitete sich aber nur selten hochkarätige Torchancen. Goalie Radtke wurde zwar immer wieder gefordert, musste aber nur beim Lattenschuss in der Verlängerung wirklich eine Glanzparade zeigen.

Zwar musste er nach einem Tor Alan Virginius' schon gegen Ende der ersten Halbzeit hinter sich greifen. Wegen eines vorangegangenen Abseits von Cedric Itten zählte das Tor jedoch nicht. Statt des ärgerlichen Rückstands vor der Pause tankten die Seeländer von Minute zu Minute mehr Mut. Dieser dürfte nach Kastriot Imeris roter Karte wegen eines Fouls als letzter Mann an der eigenen Strafraumgrenze noch grösser geworden sein. Bis Sartoretti in der 99. Minute das entscheidende Tor erzielte und den Bieler Traum wahr werden liess.

So geht es weiter

Am Sonntag wird Biels Gegner im Endspiel ausgemacht. Ab 15:30 Uhr gastiert Lausanne beim FC Basel. Die Partie sehen Sie live bei SRF. Der Cupfinal findet am 1. Juni im Berner Wankdorfstadion statt.


https://www.srf.ch/sport/fussball/schwe ... m-cupfinal

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 27. April 2025, 00:47 
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Biel gelingt die Sensation gegen YB – als erster drittklassiger Klub steht es im Cupfinal

Die Young Boys scheitern im Schweizer Cup am FC Biel aus der Promotion League. Malko Sartoretti lässt die Seeländer mit einem Penaltytreffer in der Verlängerung jubeln, die als erster Klub dieser Stufe im Cupfinal stehen.

Abdoulaye Coulibaly ist ein bulliger, flinker Stürmer aus Paris, der bei Saint-Etienne ausgebildet wurde. Grosse Stricke hat der 23-Jährige in seiner Karriere noch nicht verrissen. Nachdem er sich in seiner Heimat nicht durchsetzen konnte, fand er beim FC Biel Unterschlupf. Seine zweite Saison absolviert Coulibaly derzeit bei den Seeländern, sieben Treffer sind ihm dabei gelungen. Seit Samstag ist er aber derjenige, der massgeblich daran beteiligt war, dass für die Young Boys der Traum vom Titel im Schweizer Cup jäh zerplatzte.

In der Verlängerung dieses Halbfinals gegen den Kantonsrivalen in der Bieler Arena wuselte Coulibaly ein weiteres Mal im Strafraum der Berner. David von Ballmoos eilte aus seinem Tor und brachte den Gegenspieler zu Fall. Dem Emmentaler, der zu seinem ersten Einsatz zwischen den Pfosten seit dem Viertelfinal gegen den FC Zürich Ende Februar (3:2) kam, war nicht nur in diesem Moment anzumerken, dass sein Platz zuletzt vorwiegend auf der Bank gewesen war. Beim fälligen Penalty von Malko Sartoretti blieb der Goalie chancenlos, und YB rannte einem Rückstand hinterher, den es nicht mehr aufholen sollte.

Das sagte Schiri Dudic:
«Ich hatte eine sehr gute Position und gesehen, dass der Stürmer den Ball berührt und der Goalie zu spät kommt. Dann habe ich einen Kontakt gesehen und auch gehört. Der Goalie berührt den Stürmer mit dem Körper, ich würde auch nach Betrachten der Bilder so entscheiden. Ich entscheide nach Fakten.»

Selbstbewusste Bieler

Dass die Bieler ein unangenehmer Gegner sein wollen, hatte Trainer Samir Chaibeddra im Vorfeld angekündigt – und das hatten die Seeländer nicht zuletzt im Viertelfinal bewiesen, als sie mit Lugano eine Mannschaft aus dem Wettbewerb bugsierten, die in den letzten Jahren gerade im Cup mehrmals um die Trophäe hatte spielen können.

Insofern gingen auch die Bieler Fans mit gesundem Selbstvertrauen in den sechsten Cup-Halbfinal ihrer Vereinsgeschichte. Mit einem grossen, rotweissen Transparent liessen sie die Fussballschweiz wissen: «Bieu isch ä Cupmannschaft». Auch die Young Boys bekamen das Cup-Gesicht des Klubs aus der Promotion League zu sehen.

Zwar war der Schweizer Meister mehr in Ballbesitz, wie schon gegen Lugano schaffte es der Aussenseiter aber immer mal wieder, mit schnellen Gegenstössen in die gefährliche Zone vor dem Tor von David von Ballmoos vorzudringen. Vorab Brian Beyer brachte sich vor YBs Nummer 2 mehrmals gefährlich in Position.

Der Weitschuss des Franzosen in der ersten Halbzeit zischte aber knapp am Pfosten vorbei (29.) und als er nach einem schön vorgetragenen Konter einschussbereit gewesen wäre, konnte der Berner Rechtsverteidiger Lewin Blum im letzten Moment den Fuss dazwischen halten (58.).

Die Frage der Zentimeter

Die vermeintlich beste Chance offerierte sich dem Underdog dann eine knappe Viertelstunde vor Ablauf der 90 Minuten. Abdoulaye Coulibaly entwischte dem erst kurz zuvor eingewechselten Kastriot Imeri, und der Genfer in Berner Diensten riss den bulligen Stürmer um. Schiedsrichter Alessandro Dudic entschied erst auf Penalty, die Intervention des Videoschiedsrichters ergab aber, dass das Foul wenige Zentimeter ausserhalb des Berner Strafraums stattgefunden hatte.

Diesmal war der VAR aufseiten des Super-League-Klubs, auch wenn er fortan in Unterzahl agieren musste, da Imeri für seine Aktion die Rote Karte gezeigt bekam. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit waren die Zentimeter nämlich nicht aufseiten der Young Boys gewesen.

Das sagte Schiri Dudic:
«Ich habe auf dem Platz ein Halten vom Verteidiger festgestellt und auf Penalty entschieden, und weil es eine Notbremse war auch Rot gegeben. Auf den Bildern war aber kein penaltywürdiges Halten festzustellen, weshalb sich der VAR eingeschaltet hat. Es gab jedoch ein Fussfoul ausserhalb des Strafraums, weshalb es einen Freistoss gab, es war aber trotzdem eine Notbremse.»

Ein Treffer von Alan Virginius wurde da aberkannt, weil Cedric Itten bei einer vorangegangenen Schussabgabe von Filip Ugrinic knapp im Abseits gestanden war. Es hätte der Moment sein können, der für die Mannschaft von Giorgio Contini einen signifikant weniger nervenaufreibenden Abend hätte einläuten können. Und weil Chris Bedias vermeintlicher Last-Minute-Treffer aufgrund eines Handspiels aberkannt wurde, blieben sämtliche Bemühungen der Young Boys unbelohnt.

Die Berner müssen demnach in einer Saison voller Auf und Abs ein nächstes Ziel begraben – und sich angesichts der acht Punkte Rückstand auf den FC Basel in der Meisterschaft wohl auf eine titellose Spielzeit einstellen.

Der FC Biel hingegen schrieb mit seinem Erfolg Cup-Geschichte: Noch nie stand ein drittklassiger Klub im Final des Wettbewerbs. Dort treffen die Bieler am 1. Juni entweder auf den FC Basel oder Lausanne-Sport, die sich am Sonntag entgegenstehen.

Biel - Young Boys 1:0 (0:0) n.V.
6000 Zuschauer (Stadionrekord). SR Dudic.
Tor: 99. Sartoretti (Penalty) 1:0.
Biel: Radtke; De Freitas, Rizvanovic, Kelvin, de Oliveira, Socka Bingue (112. Dib); Dzonlagic (71. Arrivas), Mveng (71. Moulin), Massombo (122. Avdyli), Coulibaly (Ndema); Beyer (67. Sartoretti).
Young Boys: Von Ballmoos; Blum, Zoukrou, Lauper, Abdu Conté (74. Athekame); Males (74. Imeri), Ugrinic, Raveloson, Virginius (102. Tsimba); Fassnacht; Itten (61. Bedia).
Bemerkungen: 77. Rote Karte gegen Imeri (Notbremse). 112. Lattenschuss von Lakomy. 125. Tor von Bedia wegen Handspiels annulliert. Verwarnungen: 16. Blum. 44. Conté. 103. Ugrinic. 105. Athekame. 105. De Oliveira. 123. Rizvanovic.


https://www.watson.ch/sport/fussball/48 ... geschichte

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«Ich würde wieder so entscheiden»: So erklärt Schiri Dudic den Penalty für Biel

Im Cup-Halbfinal zwischen dem FC Biel und YB sorgte ein umstrittener Penalty für den Aussenseiter für die Entscheidung. Das sagte Schiedsrichter Alessandro Dudic dazu – und so euphorisch waren die Bieler nach dem Spiel.

Der FC Biel steht dank des 1:0-Siegs nach Verlängerung gegen YB im Cupfinal – als erster Klub aus der dritthöchsten Liga. So richtig glauben konnte es der Aussenseiter nach dem Spiel noch nicht wirklich. «Ich hoffe, dass ich jetzt nicht aus einem Traum aufwache und denke, dass das Spiel erst noch gespielt werden muss», sagte Omer Dzonlagic nach dem Spiel beim SRF.

«Wir brauchen jetzt ein paar Tage, bis wir realisieren, was hier passiert ist.»
Omer Dzonlagic


Ähnlich klang es auch bei Goalie Raphael Radtke: «Es ist unglaublich, ich kann es auch selbst nicht beschreiben. Was die Mannschaft hingekriegt hat, bis zum Schluss, ist phänomenal. Es ist unglaublich, dieser Stadt so etwas zu geben. Das geniesse ich jetzt einfach.»

Eine besonders emotionale Angelegenheit war es auch für Dietmar Faes, den Präsident des FC Biel. Er erinnerte sich auch an das Erstrundenduell in der Cupsaison 2018/19 mit demselben Gegner zurück. Damals unterlag Biel YB 2:3 nach Verlängerung. «Wir wurden betrogen und jetzt haben wir uns gerächt. Das ist eine grosse Genugtuung.»

«Es ist fantastisch, unglaublich für unsere Stadt und unsere Region. Wir sind im Final! Wir haben gekämpft und das ist eben der Unterschied: Wir sind Fighter, wir sind Arbeiter.

Vor einigen Wochen hatten wir Sitzungen mit dem Verband und den Sicherheitsverantwortlichen wegen des Finals. Da waren YB, Basel, Lausanne und wir. Ich dachte einfach, dass es wunderschön ist, dass ich da auch dabei sein darf. Dann haben wir die Anmeldeformulare für den Europacup gekriegt. Es ist unglaublich, dass mir das passiert.»

Faes kritisierte auch die gegnerischen Fans, die sich seiner Meinung nach beim umstrittenen Penalty nicht gut verhalten hätten. «Ich bin stolz auf unsere Fans, die den Bernern gezeigt haben, was Verhalten ist», so der Vereinspräsident, der anfügte: «Ich war sehr enttäuscht, was passiert ist, bei unserem Penalty.» Biels Abdoulaye Coulibaly kam im Strafraum nach einem Kontakt mit Goalie David von Ballmoos zu Fall – die Zeitlupe lässt eher eine Schwalbe vermuten. Dennoch schaltete sich der VAR nicht ein. YB-Trainer Giorgio Contini erklärte nach dem Spiel: «Ich sehe noch immer keinen Penalty.»

Schiedsrichter Alessandro Dudic verteidigte seinen Entscheid nach dem Spiel: «Ich hatte eine sehr gute Position und gesehen, dass der Stürmer den Ball berührt und der Goalie zu spät kommt. Dann habe ich einen Kontakt gesehen und auch gehört. Der Goalie berührt den Stürmer mit dem Körper, ich würde auch nach Betrachten der Bilder so entscheiden. Ich entscheide nach Fakten.»

Schon in der regulären Spielzeit hatte Dudic auf Penalty für Biel entschieden, diesen aber zurückgenommen. Auch diese Situation sorgte für Diskussionen, der 36-Jährige erklärte sich so:
«Ich habe auf dem Platz ein Halten vom Verteidiger festgestellt und auf Penalty entschieden, weil es eine Notbremse war, zeigte ich zudem die Rote Karte. Auf den Bildern war aber kein penaltywürdiges Halten festzustellen, weshalb sich der VAR eingeschaltet hat. Es gab jedoch ein Fussfoul ausserhalb des Strafraums, weshalb es einen Freistoss und wegen der Notbremse einen Platzverweis gab.»
Schiedsrichter Alessandro Dudic


YB-Coach Giorgio Contini kritisierte den Schiedsrichter zwar dafür, sich die Bilder beim Penalty in der Verlängerung nicht noch einmal angesehen zu haben, wollte darin aber keine Ausrede für die Niederlage wissen. «Wir hatten genug Chancen, um das Spiel zu gewinnen, aber die haben wir nicht genutzt.»

«Es war kein Problem der Mentalität. Wir haben unseren Match gemacht, auch in Unterzahl nach vorne zu spielen versucht. Uns fehlte einfach die Effizienz. Es ist eine grosse Enttäuschung für uns als Team, was wir den Fans angetan haben. Das haben sie nicht verdient. Deshalb müssen wir auch den Kopf hinhalten und anhören, was die Fans zu sagen haben. Solange es keine Grenzen überschreitet, nehmen wir diese Schläge in Kauf.»
YB-Coach Giorgio Contini


Die mitgereisten Berner Fans hatten das Team nach dem Spiel vor die Kurve gebeten und angezählt. Für YB starb mit dem Ausscheiden wohl die letzte Titelhoffnung in dieser insgesamt verkorksten Saison. In der Super League stehen die Berner fünf Runden vor Schluss acht Punkte hinter dem FC Basel auf Platz 3.


https://www.watson.ch/sport/fussball/46 ... hiri-dudic

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Sensation im Schweizer Cup

Drittligist Biel schaltet YB aus und steht im Final

Der FC Biel schafft den Sprung in den Cup-Final. Der Drittligist gewinnt in Überzahl einen turbulenten Halbfinal gegen YB nach Verlängerung.

Abdoulaye Coulibaly ist ein bulliger, flinker Stürmer aus Paris, der bei Saint-Etienne ausgebildet wurde. Grosse Stricke hat der 23-Jährige in seiner Karriere noch nicht verrissen. Nachdem er sich in seiner Heimat nicht durchsetzen konnte, fand er beim FC Biel Unterschlupf. Seine zweite Saison absolviert Coulibaly derzeit bei den Seeländern, sieben Treffer sind ihm dabei gelungen. Seit Samstag ist er aber derjenige, der massgeblich daran beteiligt war, dass für die Young Boys der Traum vom Titel im Schweizer Cup jäh zerplatzte.

In der Verlängerung dieses Halbfinals gegen den Kantonsrivalen in der Bieler Arena wuselte Coulibaly ein weiteres Mal im Strafraum der Berner. David von Ballmoos eilte aus seinem Tor und brachte den Gegenspieler zu Fall. Dem Emmentaler, der zu seinem ersten Einsatz zwischen den Pfosten seit dem Viertelfinal gegen den FC Zürich Ende Februar (3:2) kam, war nicht nur in diesem Moment anzumerken, dass sein Platz zuletzt vorwiegend auf der Bank gewesen war. Beim fälligen Penalty von Malko Sartoretti blieb der Goalie chancenlos, und YB rannte einem Rückstand hinterher, den es nicht mehr aufholen sollte.

Selbstbewusste Bieler

Dass die Bieler ein unangenehmer Gegner sein wollen, hatte Trainer Samir Chaibeddra im Vorfeld angekündigt – und das hatten die Seeländer nicht zuletzt im Viertelfinal bewiesen, als sie mit Lugano eine Mannschaft aus dem Wettbewerb bugsierten, die in den letzten Jahren gerade im Cup mehrmals um die Trophäe hatte spielen können.

Insofern gingen auch die Bieler Fans mit gesundem Selbstvertrauen in den sechsten Cup-Halbfinal ihrer Vereinsgeschichte. Mit einem grossen, rotweissen Transparent liessen sie die Fussballschweiz wissen: «Bieu isch ä Cupmannschaft». Auch die Young Boys bekamen das Cup-Gesicht des Klubs aus der Promotion League zu sehen.

Zwar war der Schweizer Meister mehr in Ballbesitz, wie schon gegen Lugano schaffte es der Aussenseiter aber immer mal wieder mit schnellen Gegenstössen in die gefährliche Zone vor dem Tor von David von Ballmoos vorzudringen. Vorab Brian Beyer brachte sich vor YBs Nummer 2 mehrmals gefährlich in Position.

Der Weitschuss des Franzosen in der ersten Halbzeit zischte aber knapp am Pfosten vorbei (29.) und als er nach einem schön vorgetragenen Konter einschussbereit gewesen wäre, konnte der Berner Rechtsverteidiger Lewin Blum im letzten Moment den Fuss dazwischen halten (58.).

Die Frage der Zentimeter

Die vermeintlich beste Chance offerierte sich dem Underdog dann eine knappe Viertelstunde vor Ablauf der 90 Minuten. Abdoulaye Coulibaly entwischte dem erst kurz zuvor eingewechselten Kastriot Imeri, und der Genfer in Berner Diensten riss den bulligen Stürmer um. Schiedsrichter Alessandro Dudic entschied erst auf Penalty, die Intervention des Videoschiedsrichters ergab aber, dass das Foul wenige Zentimeter ausserhalb des Berner Strafraums stattgefunden hatte.

Diesmal war der VAR aufseiten des Super-League-Klubs, auch wenn er fortan in Unterzahl agieren musste, da Imeri für seine Aktion die Rote Karte gezeigt bekam. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit waren die Zentimeter nämlich nicht aufseiten der Young Boys gewesen.

Ein Treffer von Alan Virginius wurde da aberkannt, weil Cedric Itten bei einer vorangegangenen Schussabgabe von Filip Ugrinic knapp im Abseits gestanden war. Es hätte der Moment sein können, der für die Mannschaft von Giorgio Contini einen signifikant weniger nervenaufreibenden Abend hätte einläuten können. Und weil Chris Bedias vermeintlicher Last-Minute-Treffer aufgrund eines Handspiels aberkannt wurde, blieben sämtliche Bemühungen der Young Boys unbelohnt.

Die Berner müssen demnach in einer Saison voller Auf und Ab ein nächstes Ziel begraben – und sich angesichts der acht Punkte Rückstand auf den FC Basel in der Meisterschaft wohl auf eine titellose Spielzeit einstellen.


https://www.bluewin.ch/de/sport/fussbal ... 68083.html

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FC Biel schafft Cup-Sensation gegen YB

Der FC Biel steht als erster Drittligist überhaupt im Cup-Final. Meister YB blamiert sich und muss einen bitteren Penalty akzeptieren.

Das Wichtigste in Kürze

- Drittligist FC Biel steht sensationell im Final des Schweizer Cups.
- Die Seeländer gewinnen gegen YB nach Verlängerung 1:0.
- Das spielentscheidende Tor fällt nach 99 Minuten per Penalty.

Der FC Biel sorgt für die grosse Cup-Sensation! Die Seeländer aus der Promotion League bezwingen im Halbfinal zuhause YB und stehen im Final. Das ist bisher noch keinem Drittligisten gelungen!

Ab der 77. Minute spielt der klare Aussenseiter in Überzahl. In der Verlängerung wird Biel dann ein Penalty geschenkt. Diesen verwertet Marko Sartoretti in der 99. Minute zum entscheidenden 1:0.

Biel jubelt – YB blamiert sich!

Bieler verteidigen alles weg

YB hat nach dem Anpfiff wenig überraschend das Zepter in der Hand und kontrolliert das Spielgeschehen. Dem Tor ein erstes Mal nahe kommen die Berner in der 18. Minute. Der Schuss von Raveloson wird vor dem leeren Bieler Tor gerade noch abgewehrt.

Zehn Minuten später wird es vor dem YB-Tor gefährlich: Brian Beyers Abschluss rollt nur knapp am Pfosten vorbei.

Vor der Pause erhöht YB den Druck und kommt zu guten Möglichkeiten. Filip Ugrinic und Alan Virginius scheitern aber an Biel-Goalie Raphael Radtke. In der 45. Minute jubelt der Meister vergeblich – Virginus' Tor wird wegen eines Abseits vom VAR aberkannt.

Der Zweitplatzierte der Promotion League geht so mit einem 0:0 in die Pause – und schlägt sich auch danach wacker. YB hat gegen das zwei Ligen tiefer spielende Biel Mühe. Für die Seeländer setzt Beyer in der Offensive Akzente, jedoch auch ohne Erfolg.

VAR nimmt Biel Penalty weg

In der 76. Minute überschlagen sich dann die Ereignisse: Biel kontert YB aus – Abdoulaye Coulibaly zieht auf das Tor. Kastriot Imeri bringt den Bieler zu Fall. Der Unparteiische entscheidet auf Penalty und Rot für Imeri!

Nach VAR-Interaktion nimmt der Schiri den Penalty-Entscheid zurück, weil das Foul ausserhalb des Strafraums passiert sein soll. Die Rote Karte für Imeri bleibt damit aber erst recht bestehen. Der YB-Mann steht nach seiner Einwechslung gerade mal drei Minuten auf dem Feld.

In Unterzahl drückt YB in der Folge auf das 1:0, kann dieses aber nicht erzielen. Das Spiel muss in die Verlängerung!

Und dort kriegen die Bieler ihren Penalty doch noch. Loïc Socka Bongué soll von YB-Goalie David von Ballmoos berührt worden sein.

Auf den TV-Bildern ist aber kein Kontakt zu sehen. Doch der VAR greift nicht ein – so verwandelt Marko Sartoretti zum 1:0 für den Aussenseiter. «So bitte den Videoschiedsrichter abschaffen», sagt SRF-Kommentator Dani Kern im TV. «So bringt dieser Videoschiedsrichter gar nichts.»

YB trifft in der Folge trotz vieler Chancen nur die Latte. Unglaublich: In der 125. Minute wird YB das 1:1 wegen Handspiels vom VAR aberkannt!

Die Berner kassieren eine der schlimmsten Cup-Niederlagen. Denn beim 1:0 bleibt es tatsächlich bis zum Ende.

Am Sonntag spielen der FC Basel und Lausanne-Sport ab 15.30 Uhr um das zweite Ticket. Der Final findet am 1. Juni im Berner Wankdorf statt.


https://www.nau.ch/sport/fussball/fc-bi ... b-66976159

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YB – Contini nach Biel-Debakel: «Absolut kein Mentalitätsproblem»

Der FC Biel steht als erster Drittligist überhaupt im Cup-Final. Meister YB blamiert sich und muss einen bitteren Penalty akzeptieren.

Das Wichtigste in Kürze

- Drittligist FC Biel steht sensationell im Final des Schweizer Cups.
- Die Seeländer gewinnen gegen YB nach Verlängerung 1:0.
- Das spielentscheidende Tor fällt nach 99 Minuten per Penalty.

Der FC Biel sorgt für die grosse Cup-Sensation! Die Seeländer aus der Promotion League bezwingen im Halbfinal zuhause YB und stehen im Final. Das ist bisher noch keinem Drittligisten gelungen!

Ab der 77. Minute spielt der klare Aussenseiter in Überzahl. In der Verlängerung wird Biel dann ein Penalty geschenkt. Diesen verwertet Marko Sartoretti in der 99. Minute zum entscheidenden 1:0.

Biel jubelt – YB blamiert sich!

Wir haben unseren Match gemacht. Es war die Effizienz, die gefehlt hat», sagt YB-Trainer Giorgio Contini nach dem Spiel zu SRF. «Was sicher nicht hilft, ist, dass du in Unterzahl bist.»

Der Coach sieht bei seiner Mannschaft aber «absolut kein Mentalitätsproblem».

Contini will keine Ausreden suchen. «Wir hatten genügend Chancen, um diesen Match zu gewinnen.»

Aber: «Ich lasse es nicht gelten, dass es am Willen oder an der Bereitschaft gefehlt habe. Sonst hätten wir uns nicht bis zum Schluss diese Chancen erarbeitet.»

Bieler verteidigen alles weg

YB hat nach dem Anpfiff wenig überraschend das Zepter in der Hand und kontrolliert das Spielgeschehen. Dem Tor ein erstes Mal nahe kommen die Berner in der 18. Minute. Der Schuss von Raveloson wird vor dem leeren Bieler Tor gerade noch abgewehrt.

Zehn Minuten später wird es vor dem YB-Tor gefährlich: Brian Beyers Abschluss rollt nur knapp am Pfosten vorbei.

Vor der Pause erhöht YB den Druck und kommt zu guten Möglichkeiten. Filip Ugrinic und Alan Virginius scheitern aber an Biel-Goalie Raphael Radtke. In der 45. Minute jubelt der Meister vergeblich – Virginus' Tor wird wegen eines Abseits vom VAR aberkannt.

Der Zweitplatzierte der Promotion League geht so mit einem 0:0 in die Pause – und schlägt sich auch danach wacker. YB hat gegen das zwei Ligen tiefer spielende Biel Mühe. Für die Seeländer setzt Beyer in der Offensive Akzente, jedoch auch ohne Erfolg.

VAR nimmt Biel Penalty weg

In der 76. Minute überschlagen sich dann die Ereignisse: Biel kontert YB aus – Abdoulaye Coulibaly zieht auf das Tor. Kastriot Imeri bringt den Bieler zu Fall. Der Unparteiische entscheidet auf Penalty und Rot für Imeri!

Nach VAR-Interaktion nimmt der Schiri den Penalty-Entscheid zurück, weil das Foul ausserhalb des Strafraums passiert sein soll. Die Rote Karte für Imeri bleibt damit aber erst recht bestehen. Der YB-Mann steht nach seiner Einwechslung gerade mal drei Minuten auf dem Feld.

In Unterzahl drückt YB in der Folge auf das 1:0, kann dieses aber nicht erzielen. Das Spiel muss in die Verlängerung!

Und dort kriegen die Bieler ihren Penalty doch noch. Loïc Socka Bongué soll von YB-Goalie David von Ballmoos berührt worden sein.

Auf den TV-Bildern ist aber kein Kontakt zu sehen. Doch der VAR greift nicht ein – so verwandelt Marko Sartoretti zum 1:0 für den Aussenseiter. «So bitte den Videoschiedsrichter abschaffen», sagt SRF-Kommentator Dani Kern im TV. «So bringt dieser Videoschiedsrichter gar nichts.»

YB trifft in der Folge trotz vieler Chancen nur die Latte. Unglaublich: In der 125. Minute wird YB das 1:1 wegen Handspiels vom VAR aberkannt!

Die Berner kassieren eine der schlimmsten Cup-Niederlagen. Denn beim 1:0 bleibt es tatsächlich bis zum Ende.

Am Sonntag spielen der FC Basel und Lausanne-Sport ab 15.30 Uhr um das zweite Ticket. Der Final findet am 1. Juni im Berner Wankdorf statt.


https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-co ... m-66976688

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