Registrieren    Anmelden    Forum    Suche    FAQ

 

 

 

     

 

 

Foren-Übersicht » www.ybfans.ch » BSC Young Boys Stammtisch




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 313 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1 ... 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18 ... 32  Nächste
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2024/2025
 Beitrag Verfasst: Dienstag 8. Oktober 2024, 22:08 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
08.10.2024

Bild

Zitat:
Rahmen weg, Probleme immer noch da

Was die YB-Bosse verbockt haben – und was jetzt hilft

Es kam, wie es trotz des Hin und Hers am Montag kommen musste: YB entlässt Trainer Patrick Rahmen. Als Bauernopfer der Fehler der Klubleitung. Die YB-Bosse müssen sich unangenehme Fragen gefallen lassen.

YB steckt in der grössten sportlichen Krise der letzten Jahre. Die Bosse handeln branchenüblich und schicken den Trainer in die Wüste. Das ist nachvollziehbar, weil Spieler einem notorisch erfolglosen Trainer irgendwann nicht mehr glauben.

Doch den monumentalen Misserfolg in der Meisterschaft haben andere zu verantworten. Ebendiese Bosse! Denn was bei YB nach Jahren der Ruhe, der Harmonie, der Titel – der Hauptstadt-Klub war eine perfekte Wohlfühloase mit allerdings gnadenlosem Erfolgsstreben – zuletzt folgte, kann dem einen oder anderen Theaterstück des FC Bayern durchaus Paroli bieten. YB als FC Hollywood 2.0.

Da folgte Fehltransfer auf Fehltransfer. Nach den wirtschaftlich starken Deals letzte Saison gab es diesen Sommer keinen einzigen Abgang, der Geld einbrachte. Die so schön geölte YB-Transfermaschine rostete vollständig ein. Allerdings kann man es sich leisten: Die Champions-League-Qualifikation bringt rund 40 Millionen ein. Im Geschäftsjahr 2023 generierte der Klub über 100 Millionen an Einnahmen, er verfügt über ein Eigenkapital von mehr als 50 Millionen.

Das Personalkarussell dreht immer schneller

Dies trotz der Entlassung von Trainer Raphael Wicky (47) Anfang Jahr. Diese erfolgte, obwohl man auf Platz 1 lag und der Oberwalliser Double-Gewinner und Champions-League-Überwinterer all seine Ziele mit Ausnahme des Cups erreicht hatte – welch Wohlstandsverwahrlosung! Der in der Branche top-verankerte, smarte, gleichzeitig aber forsche CEO Wanja Greuel nahm seinen Hut. Und kam so wohl einer Entlassung zuvor. Die Vorstellungen über die Führung eines Klubs deckten sich mittlerweile nicht mehr, sagte Greuel offiziell. Vor allem aber soll er in seiner Handlungsfreiheit beschränkt worden sein. Am Ende machte man ihn in einer hässlichen Schmierenkomödie zur persona non grata.

Mit vielen Spielern lag man im Clinch, allen voran Klub-Legende Jean-Pierre Nsame (31), den man regelrecht vergraulte, bis dieser nachtrat. Viele Spielerberater beklagen sich mittlerweile über die YB-Bosse und monieren ein divenhaftes, unnahbares Verhalten.

Auch in der Goalie-Frage konnte man sich bei YB nicht zu einer klaren Lösung durchringen, machte Versprechungen, die dann nicht eingehalten wurden. Weshalb auch Anthony Racioppi (25) den Klub im Groll verliess.

Und nun holte man mit Patrick Rahmen (55) einen zweiten Trainer nach David Wagner (52), der sich als Fehlbesetzung herausstellte. Nicht, dass Rahmen ein schlechter Coach wäre, das nicht. Aber er war der falsche Mann zum falschen Zeitpunkt im falschen Klub. Und diese Fehleinschätzung müssen sich Christoph Spycher, der Delegierte Sport des Verwaltungrates, und sein Adlat, Sportchef Steve von Bergen, ankreiden lassen.

Ein Hin und Her, das die Chefs nicht gut dastehen lässt

Dass auch die Entlassung von Rahmen von einem Hüst und Hott begleitet wurde, passt bestens ins Bild, das YB derzeit abgibt. Nach der Basel-Pleite schien alles klar. Doch dann schickt man die Spieler trotz der sich abzeichnenden Entlassung des Coaches in ihren freien Tag, anstatt sie am Montag in Bern zu behalten.

Dann hätte man nach den ersten Diskussionen am Sonntagabend und der Fortsetzung der Gespräche am Montagmorgen am Nachmittag Nägel mit Köpfen machen können. Stattdessen gibts ein Hin und Her. Immerhin setzt man mit Meistercoach Joël Magnin (53) den richtigen Mann ein, bis man einen neuen Trainer gefunden hat. Und dieser Schuss muss sitzen. 101-prozentig!


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 07748.html

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2024/2025
 Beitrag Verfasst: Dienstag 8. Oktober 2024, 22:45 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
08.10.2024

Bild

Zitat:
Der YB-Trainer muss gehen

Patrick Rahmen wird Opfer einer schwierigen Gemengelage

Nach 15 Spielen endet Patrick Rahmens Zeit als YB-Trainer. Joël Magnin aus dem Nachwuchs übernimmt. Doch die Probleme in Bern sind vielschichtiger.

In Kürze:

- Trainer Patrick Rahmen wird nach schwachen Ergebnissen entlassen.
- Rahmens Amtszeit ist die kürzeste bei YB in diesem Jahrtausend.
- Rahmens grösster Erfolg: die Qualifikation für die Champions League.

Manchmal sind die lautesten Worte die, die jemand nicht sagt. Am Sonntag, kurz nachdem die Young Boys beim FC Basel verloren hatten, standen Chefstratege Christoph Spycher und Sportchef Steve von Bergen bei den TV-Stationen und verzichteten darauf, ihrem Trainer Patrick Rahmen das Vertrauen auszusprechen.

Am Montag trafen sich alle Berner Protagonisten zu den vielen Gesprächen, die Spycher am Sonntag angekündigt hatte. Offenbar auch, um Rahmen nochmals die Chance zu geben, einen Weg aus den Tiefen der Tabelle aufzuzeigen. Das gelang dem 55-jährigen Basler nicht.

Am Dienstag kam um 10.25 Uhr die Meldung: Die Young Boys stellen Rahmen frei. Mit ihm geht auch Enrico Schirinzi, einer von Rahmens Assistenten.

Interimistisch übernimmt U-21-Trainer Joël Magnin das Team, das nach neun Runden auf dem letzten Platz der Super League steht. Magnin hat die Mannschaft bereits letzte Saison nach der Entlassung von Raphael Wicky übernommen und sie zum 17. Meistertitel geführt. In der Medienmitteilung wird Spycher so zitiert: «Wir haben die Überzeugung, dass es mit Joël Magnin gelingen wird, der Mannschaft wieder mehr Selbstvertrauen zu vermitteln und Stabilität zu verleihen.»

Magnin wird nach seinem Temporäreinsatz wieder in den Nachwuchs zurückkehren. YB sucht ab sofort also einen Trainer.

Kürzer war niemand YB-Trainer in diesem Jahrtausend

Rahmen hatte im Mai einen Vertrag bis Sommer 2026 unterschrieben. Die Meisterschaft lief zu diesem Zeitpunkt noch, Rahmen bestritt mit dem FC Winterthur gerade die Meisterrunde. Das hatte dem Zürcher Verein mit einem der kleinsten Budgets der Liga kaum jemand zugetraut.

Mit diesem Leistungsausweis trat Rahmen sein Amt in Bern an. 79 Tage nach dem Saisonauftakt ist seine Zeit abgelaufen. Er hat siebenmal verloren, dreimal unentschieden gespielt und fünfmal gewonnen. Die zwei wichtigsten Siege holte Rahmen gegen Galatasaray Istanbul. Dank diesen qualifizierte sich YB für die Ligaphase der neu konzipierten Champions League, die Berner nehmen damit mindestens einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag ein.

In der Super League aber ist der Sieg gegen Winterthur Rahmens einziger. Er kommt in der Liga auf einen Durchschnitt von 0,67 Punkten pro Partie, über alle Wettbewerbe sind es 1,2 Punkte. Die 15 Spiele von Rahmen sind die kürzeste Amtszeit eines YB-Trainers in diesem Jahrtausend, Interimstrainer ausgenommen.

Für Rahmen ist es die zweite Entlassung in wenigen Jahren. Im Februar 2022 musste er den FC Basel verlassen, nach 37 Spielen, in denen er 2,11 Punkte im Schnitt holte. Basels Präsident David Degen sollte später sagen, Rahmens Entlassung sei sein grösster Fehler gewesen.

Bei YB schätzen sie die Lage anders ein. Spycher spricht in der Medienmitteilung zwar davon, dass es schwergefallen sei, Rahmen freizustellen, und es sei bitter, dass es nicht geklappt habe. Die Trennung aber kommt, weil die sportliche Führung die Lage als ernst einstuft. Spycher sagt: «Wir müssen in unserer Situation nicht vom Meistertitel reden, sondern davon, Schritt für Schritt aus dem Tief zu finden.»

Fehlende Transfers und Verletzungen

Rahmen sagt: «Ich war voller Energie und der vollen Überzeugung, dass wir es zusammen schaffen würden, uns aus dieser Situation zu befreien.» Und weiter: «Ich muss den Entscheid natürlich vollumfänglich akzeptieren.»

Trainer Rahmen ist das logische Opfer dieser Resultat-Krise. Aber die Gemengelage in Bern ist vielschichtiger.

Rahmen fand bei seinem Antritt ein Kader vor, das seit Sommer 2023 Substanz verloren hat: Aurèle Amenda, Fabian Rieder, Cédric Zesiger, Christian Fassnacht, Ulisses Garcia oder Jean-Pierre Nsame haben den Verein verlassen; viele von ihnen Nationalspieler, alle Stammpersonal bei YB. Für sie haben die Berner unter anderem Darian Males geholt, Topskorer aus Basel, Lukasz Lakomy, Silvere Ganvoula oder viele junge Spieler aus Frankreich. Diese Transfers haben den Qualitätsverlust nicht eins zu eins aufgefangen.

Dazu kam Verletzungspech. Rahmen begann die Saison mit einer Innenverteidigung zweiter Wahl. Das Duo Loris Benito/Mohamed Ali Camara, auf dem Papier gesetzt, fehlte zum Auftakt verletzt. Für sie verteidigte unter anderem Mittelfeldspieler Sandro Lauper im Abwehrzentrum. Das Resultat waren drei Niederlagen in Folge zum Saisonauftakt. Sportchef von Bergen sagte damals: «Es ist nicht geplant, noch einen Innenverteidiger zu holen, weil wir sonst in ein paar Wochen ein massives Überangebot hätten.»

Im August kehrte Camara zurück, die Hoffnung auf eine funktionierende Abwehr lebte. Dann holte er sich eine Rote Karte gegen Yverdon, und Rahmen stand wieder ohne Abwehrchef da. Die sportliche Führung änderte ihre Meinung und holte doch noch einen Innenverteidiger: Patric Pfeiffer vom FC Augsburg. In seinem ersten Spiel verletzte er sich, auch er fiel aus. Das alles war grosses Pech.

In dieser Gemengelage hat es jeder Trainer schwer

Dazu kamen Aktionen von Spielern, die das Team schwächten: Jaouen Hadjam, Tanguy Zoukrou, Camara und Lauper wurden je einmal vom Platz gestellt. YB beendete also 4 von 15 Partien mit 9 Feldspielern. Keines dieser Spiele gewannen die Berner.

Rahmen ist in letzter Instanz verantwortlich dafür, was auf dem Fussballplatz passiert. Allerdings wäre es in dieser Lage jedem Trainer schwergefallen, die Berner auf Kurs zu bringen.

Interimstrainer Magnin hat zwei Wochen Zeit, um Wege zu finden, eine verunsicherte Mannschaft aufzurichten. Nach der Nationalmannschaftspause stehen drei englische Wochen an. In diesen Wochen muss Magnin siegen.


https://www.bazonline.ch/yb-entlaesst-p ... 5031699197

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2024/2025
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 9. Oktober 2024, 11:31 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
08.10.2024

Bild

Zitat:
Wer traut sich den Meister in der Krise zu?

YB hat nur eine kleine Chance auf Toplösung Urs Fischer

YB würde liebend gern Urs Fischer als neuen Coach verpflichten. Doch das ist ein schwieriges Unterfangen. Was sind die Alternativen? Eine Auslegeordnung.

Meistertrainer Joël Magnin hat seinen Job angetreten. Interimistisch. Wie lange definiert sich darüber, bis wann YB einen fixen neuen Cheftrainer findet.

Und auch über die Wortwahl. Denn in der Medienmitteilung steht, U21-Coach Magnin werde das Team «interimistisch und bis auf Weiteres übernehmen». Christoph Spycher, VR-Delegierter Sport, spricht indes in seinem Video-Interview davon, dass angedacht sei, bis im Winter mit Magnin zu gehen.

Wie auch immer und wie lange auch immer: Irgendwann braucht YB einen neuen Coach. Wer könnte auf Rahmen folgen? Eine kleine Auslegeordnung.

Die Luxuslösung wäre ein Zürcher

Urs Fischer (58) haben die Berner schon mehrfach angefragt. Und er wäre im Mai 2018 wohl als Nachfolger von Adi Hütter YB-Trainer geworden, wenn da nicht das Angebot von Union Berlin ins Haus geflattert wäre. Den Rest der Geschichte kennt man. Und heute? Fischers Millionenvertrag mit Union läuft noch bis Sommer 2025. Da würde wohl ein finanzieller Kraftakt nötig sein. Fischer selber würde sich die Ideen der YB-Bosse sicher mal anhören. Ein Ja wäre nur denkbar, wenn er eine Unterschrift bei YB nicht als Schritt zurück taxiert und wenn für ihn alles stimmt. Fischer ist da pedantisch und fordernd. Übrigens: Er spricht sehr gut Französisch.

YB ist aber sicher nicht die Wunschlösung des Zürchers. Lieber würde er in der Bundesliga bleiben. Da kann durchaus mit Borussia Mönchengladbach spekuliert werden, sollte Gerry Seoane das Ruder nicht ganz schnell herumreissen können. Bochum hingegen, wo die Halbwertszeit von Peter Zeidler (könnte der dann ein Kandidat bei YB sein?) sich schon bald dem Ende zuneigen könnte, wäre für Fischer möglicherweise bereits eine Nummer zu klein. Er hat dem VfL im April bereits einmal abgesagt. Und sonst? Wenn Fischer nicht mag?

Die welsche Fraktion will wohl Geiger

Erneut geistert der Name Alain Geiger (63) durchs Wankdorf. Vor allem die welsche Fraktion in der Sportkommission würde sich sicher starkmachen für den ersten Romand nach einem Österreicher, einem Deutschen und drei Deutschschweizern. Immerhin ist die Hälfte des Teams frankophon. Der Walliser ist seit seinem Abgang bei Servette – er hat ja den Klub wieder gross gemacht – vor einem Jahr ohne Anstellung.

Lustrinelli und Contini als Optionen

Auch Mauro Lustrinelli (48) ist ein Name, den man immer wieder hört. Der Tessiner mit YB-Vergangenheit kennt den Laden und einige Profis aus seiner U21-Nati-Zeit. Thun würde ihn gegen ein im Oberland immer willkommenes Entgelt sicher ziehen lassen, wenn der grosse Bruder ruft. Sprachbarrieren gibts keine. Wie auch beim sprachbegabten Giorgio Contini nicht, dem aktuellen Nati-Assistenten. Der Winterthurer hat bei Lausanne und GC bewiesen, unter schwierigsten Umständen erfolgreich arbeiten zu können. Und er hat seinen Anteil daran, dass Murat Yakin die Nati an der EM wieder in die Spur gebracht hat. Allerdings hat er eben den Vertrag mit dem SFV verlängert.

Und sonst? Mattia Croci-Torti (42) wird Lugano während der laufenden Saison sicher nicht verlassen. Dasselbe gilt wohl auch für Mario Frick (50) in Luzern. Er stand wie Contini und Lustrinelli auf einer ersten YB-Liste im Frühling dieses Jahres. Auch Marc Schneider (44) müsste man bei Vaduz zuerst loseisen.

Oder machts am Ende ein Deutscher?

Spannend wäre die Lösung André Breitenreiter (51). Der FCZ-Meistercoach von 2022 ist allerdings danach sowohl bei Hoffenheim als auch bei Huddersfield gigantisch gescheitert, was ein gewichtiges Argument gegen ihn ist. Auch der Name Thomas Letsch (56) schwirrt herum. Ein Produkt der Salzburger RB-Schmiede, das zuletzt in Bochum tätig war. Auch Niko Kovac (52) ist arbeitslos, aber sehr teuer.

Aber eben: Sollte es wirklich so sein, wie Spycher sagt, nämlich dass Magnin bis Jahresende interimistisch das YB-Schiffchen führt, kann sich der Meister viel Zeit lassen und sogar auf bald frei werdende Trainer spekulieren.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 09603.html

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2024/2025
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 9. Oktober 2024, 11:35 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
08.10.2024

Bild

Zitat:
Sie werden als neue YB-Trainer gehandelt – will sich der Kronfavorit das antun?

Kehrt Urs Fischer in die Schweiz zurück? Der einstige Erfolgstrainer des FC Basel und von Union Berlin könnte bei YB auf Patrick Rahmen folgen.

Patrick Rahmens Gastspiel wird nicht als Erfolg in die Geschichte der Young Boys eingehen. Zwar gelang unter ihm die Qualifikation für die Champions League, wodurch der Klub viele Millionen Franken einnehmen kann. Aber in der heimischen Super League ist der Titelverteidiger nach neun Runden mit nur einem Sieg Tabellenletzter. YB sah sich gezwungen, zu handeln und feuerte Rahmen, als Trainer das schwächste Glied in der Kette, am Dienstag. Als «Opfer einer schwierigen Gemengelage» bezeichnete die «Berner Zeitung» den 55-Jährigen.

Fürs erste übernimmt Joel Magnin. Der Trainer der U21-Mannschaft der Berner übernahm schon in vergangenen Saison die Rolle des Feuerwehrmanns, nachdem im März Raphael Wicky entlassen wurde. Schon jetzt ist klar, dass Magnin wieder das U21-Team coachen wird, wenn der Nachfolger Rahmens gefunden ist.

Gut möglich, dass es schnell geht. Momentan ist Länderspielpause, die nächste Partie bestreitet YB in zehn Tagen, am 19. Oktober gegen den Leader FC Luzern. Ein passender Moment, um als neuer Trainer einige Übungseinheiten durchführen zu können, ehe es erstmals ernst gilt. Danach ist der YB-Spielplan wieder dicht gedrängt.

Fischer dürfte auf einen Job in der Bundesliga spekulieren

«Kommt nun Urs Fischer?», fragen sich die Blätter von CH Media (das Mutterhaus von watson) und der «Blick» behauptet, YB habe in der Vergangenheit schon mehrmals bei Fischer angefragt. «Fischer würde sich die Ideen der YB-Bosse sicher anhören», schreibt der «Blick» und meint: «Ein Ja wäre denkbar, wenn er eine Unterschrift bei YB nicht als Schritt zurück taxiert.» Die Young Boys seien aber bestimmt nicht die Wunschlösung Fischers, lieber würde der 58-Jährige wieder in der Bundesliga arbeiten.

Sein guter Ruf in der Deutschland dürfte dafür sorgen, dass Urs Fischer wohl dort einen Klub übernehmen kann. In der Bundesliga sind die ersten Trainerstühle ins Wackeln geraten – unter anderem jener von Ex-YB-Trainer Gerardo Seoane in Mönchengladbach.

Breitenreiter, Geiger, Lustrinelli?

Dem Vernehmen nach wird in Bern auch über André Breitenreiter diskutiert. Im Sommer 2022 führte er den FC Zürich überraschend zum Meistertitel, danach hatte der Deutsche aber weder bei Hoffenheim noch in Huddersfield Erfolg.

Ohne Job ist seit rund einem Jahr Alain Geiger. Der 63-Jährige hatte Servette zurück ins Schweizer Spitzenfeld geführt und könnte es wohl als Welscher mit der grossen französischsprachigen Gruppe der YB-Spieler gut.

Aufgezählt wird bei den Kandidaten für die Rahmen-Nachfolge auch Mauro Lustrinelli. Er arbeitet beim FC Thun in der Challenge und trainierte zuvor die U21-Nati – wo er einige YB-Spieler schon damals betreute.

Und wenn in Bochum bald Zeidler entlassen wird?

Auf dem Markt ist der Deutsche Thomas Letsch, einer der vielen bei Red Bull Salzburg ausgebildeten Trainer, zuletzt in Bochum tätig. Dieser Klub ist ein gutes Stichwort. Denn womöglich will YB nicht auf Teufel komm raus schon jetzt den neuen Trainer präsentieren, sondern vielleicht auch erst in der Winterpause. So deutete das zumindest Obersportchef Christoph Spycher an.

Dann könnte Peter Zeidler verfügbar sein, lange Jahre erfolgreicher Trainer des FC St.Gallen und nun beim VfL Bochum. Der Klub ist sieglos Tabellenletzter, wer weiss, wie lange sich Zeidler bei anhaltender Erfolglosigkeit halten kann. Vielleicht ist sein Bundesliga-Abenteuer schneller vorbei als gedacht und Zeidler kehrt in die Schweiz zurück.


https://www.watson.ch/sport/fussball/33 ... -gehandelt

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2024/2025
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 9. Oktober 2024, 11:46 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
09.10.2024

Bild

Zitat:
YB: Fans gehen nach Rahmen-Rauswurf auf Sportchef von Bergen los

YB zieht die Reissleine und stellt Trainer Patrick Rahmen per sofort frei. Das kommt bei vielen Fans nicht gut an – sie fordern in den sozialen Medien anderes.

Das Wichtigste in Kürze

- Patrick Rahmen muss seine Arbeit bei YB bereits aufgeben.
- Viele Fans zeigen Mitgefühl für den freigestellten Trainer.
- Ihre Kritik richtet sich vor allem an Sportchef Steve von Bergen.

«Gehört zu einer umgehenden Analyse nicht auch eine kritische Betrachtung des Sportchefs?», fragt ein Instagram-Nutzer nach YBs Freistellung von Patrick Rahmen. «Fragwürdige Transfers, ein Team ohne genügend Leaderfiguren und sehr häufige Trainerwechsel sind von ihm zu verantworten.»

Mit dieser Ansicht ist er bei weitem nicht alleine. In der Kommentarspalte zum Trainerwechsel-Post von YB wird Rahmen in Schutz genommen. Nicht so die sportliche Führung – allen voran kritisiert wird Sportchef Steve von Bergen.

Von Bergens Transfers hätten bisher nicht eingeschlagen. Zudem spreche es auch nicht für den Sportchef, wenn der neue Trainer nach kurzer Zeit schon wieder gehen muss.

Viele fordern deshalb den Abgang des früheren YB-Spielers. Rahmens Rausschmiss sei ein «absoluter Fehlentscheid», kommentiert ein Nutzer. Von Bergen solle «die Koffer auch gleich packen!»

Die zweite Freistellung eines Trainers bei YB innert sieben Monaten erinnert einige an den Aufsteiger aus dem Wallis: «Sind wir der neue FC Sion der Liga? Zwei Trainerentlassungen innerhalb von sieben Monaten. Wenn die Trainerwahl so fälschlich ist, dürfte das Problem anderswo liegen...»

Der Tabellenletzte hat nun einige Tage Zeit, sich auf das erste Spiel unter Interimstrainer Joël Magnin vorzubereiten. Den Meistertrainer des Sommers erwartet ab übernächstem Samstag gleich ein happiges Programm: sieben Spiele in 23 Tagen!

Los geht es mit dem Duell gegen Tabellenführer Luzern, gefolgt vom Champions-League-Kracher gegen Inter Mailand. Zudem trifft man bis Mitte November auf den FC Basel, Zürich und zweimal auf Lugano. In der Königsklasse kommt es zudem zum Duell mit Schachtar Donezk.


https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-fa ... s-66841996

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2024/2025
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 9. Oktober 2024, 11:54 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
08.10.2024

Bild

Zitat:
Nach Rahmen-Entlassung:

«Lausige YB-Führung»: Fans sind nach Blitz-Rausschmiss stinksauer

Patrick Rahmen ist per sofort nicht mehr Trainer bei den Young Boys. Dieser Entscheid der Führungsetage sorgt auch in der Community für Redebedarf.

Darum gehts

- Patrick Rahmen ist nicht mehr Trainer von YB.
- Für ihn übernimmt Joël Magnin interimistisch die Leitung der ersten Mannschaft.
- Die Community sieht die Fehler auch in der Führungsetage.

Es war ein absehbarer Knall in Bern: Patrick Rahmen (55) ist per sofort vom Posten des Cheftrainers bei den Young Boys freigestellt. Interimistisch und bis auf weiteres übernimmt Joël Magnin die Leitung an der Seitenlinie. Sobald ein neuer Trainer gefunden wurde, wird der 53-Jährige wieder seine Rolle als U-21-Coach übernehmen. Urs Fischer ist als Nachfolger im Gespräch.

In der Community ist dieser Entscheid zwar nachvollziehbar, allerdings wird auch die Führung von YB kritisiert. So schreibt der 20-Minuten-User Aeschbi10: «Endlich … Schon nach dem dritten Spiel der Saison war das für mich klar, dass hier ein falscher Trainer sitzt.»

Aeschbi10 fragt sich, wie Rahmen überhaupt ins Amt gekommen sei. «Wer hat diese Entscheidung zu verantworten? Diese Leute sollten auch hinterfragt werden und zu ihren Fehlentscheidungen stehen und selber die Konsequenzen ziehen», fordert der Leser.

Pit84 geht sogar noch einen Schritt weiter: «Eher mal zuoberst Klarschiff machen!» Swissness@ pflichtet dem bei und schreibt, dass man neben dem «Erfolglos-Trainer» auch den «Erfolglos-Sportchef» und «Erfolglos-YB-Boss» entlassen solle.

User Shawa schlägt in eine ähnliche Kerbe: «Spycher hat die Meister-Mannschaft zusammengestellt. Aber seit von Bergen Sportchef ist, geht nichts mehr. Keine Führungsspieler, fast keine Junioren aus dem eigenen Nachwuchs, denen YB ins Herz gemeisselt ist. Ein Haufen orientierungsloser Spieler, die sich auf dem Platz nicht verstehen.»

Für viele ist klar, dass jetzt dringend etwas geschehen muss. Der Vergleich zu Basel oder GC liegt nahe, wie User Lobhudelei schreibt. «Der Trainer ist schuld, nur die anderen nicht. Lausige YB-Führung, zuerst holen, dann abservieren, wenns mal nicht läuft», so der Leser. Es nehme Tendenzen an wie dazumal beim FC Basel. «Bravo, eine Glanzleistung der YB Führung», fügt der User an.

Rahmens Wechsel wird kritisiert

Allerding muss sich auch Rahmen Kritik gefallen lassen. Der 55-Jährige wechselte im Sommer von Winterthur nach Bern. Bei den Eulachstädtern trainierte der Ex-Nati-U-21-Coach mehrheitlich junge Spieler. User thaimac richtet seine Worte an Rahmen: «In Winterthur hättest du was Tolles aufbauen können, jetzt stehst du vor einem Scherbenhaufen.»

Der Leser dmafa glaubt dabei sogar an eine höhere Macht: «Das ist der FC-Winterthur-Fluch. Ein Trainer, der bei Winti Erfolg hat, darf den Verein niemals freiwillig wechseln! Siehe Frei und Berner!»

Für den User Selberdenken wiederholt sich die Geschichte, aber auch er verweist auf Frei und Berner: «Irgendwann lockt das grosse Geld, wie bei Frei, Breitenreiter, Berner, etc. Alle beim neuen Verein kläglich gescheitert. Leute: Geld allein macht nicht glücklich.»


https://www.20min.ch/story/nach-rahmen- ... -103199055

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2024/2025
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 9. Oktober 2024, 21:48 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
09.10.2024

Bild

Zitat:
Wochenduell

Ist es falsch, dass YB Patrick Rahmen entlassen hat?

Patrick Rahmen ist nicht mehr Trainer des BSC Young Boys. Nach einem schwachen Saisonstart will der Meister nicht mehr mit dem Basler zusammenarbeiten.

Ja! Denn nicht erfüllt hat beim Meister die sportliche Führung – und nicht der Trainer.

«Ich erachte die Entlassung von Patrick Rahmen als Fehler.» Dieser Satz stammt aus dem Mund von David Degen, dem Verwaltungsratspräsidenten des FC Basel. Im Februar 2022 haben Degen und Co. Patrick Rahmen per sofort von seiner rotblauen Trainertätigkeit entbunden – bei einem Schnitt von 2,11 Punkten pro Partie.

Ein gutes Jahr nach dieser Entlassung reflektierte Degen in einem Interview das erste FCB-Halbjahr 2022 und machte dabei diese bemerkenswerte Aussage. Man hätte geduldiger sein, dem Trainer bis im Sommer Zeit geben müssen.

Nun ist Patrick Rahmen seinen Job wieder los. Diesmal beim Schweizer Meister BSC Young Boys. Gewiss, der Saisonstart war miserabel. Das zeigt der Blick auf die Tabelle der Super League. Aber: Rahmen hat YB in die Champions League gecoacht. Dorthin, wo es für einen Schweizer Club so viel Geld zu holen gibt, um sich damit gegenüber der nationalen Konkurrenz wieder Vorteile verschaffen zu können. Und wo sich die Spieler im Glanz der Königsklasse sonnen können.

Dass Rahmen nun nach 15 Spielen mit den Bernern wieder arbeitslos ist, ist falsch. Es ist nicht sein Fehler, dass in den letzten Wochen praktisch die gesamte Verteidigung verletzt ausgefallen ist. Und es ist auch nicht sein Fehler, dass es YB nicht geschafft hat, in der Vergangenheit gewichtige Abgänge im Kader adäquat zu ersetzen.

Captain Fabian Lustenberger hat zwar in der letzten Saison nicht mehr regelmässig gespielt – aber er war ein Leader. Und Spieler wie Fabian Rieder, Ulisses Garcia, Jean-Pierre Nsame, Christian Fassnacht, Cédric Zesiger oder Michel Aebischer, die das goldene YB der letzten Jahre prägten, fehlen dem aktuellen YB an allen Ecken und Enden. Nicht erfüllt hat beim Meister die sportliche Führung – und nicht der Trainer.

Kommt noch eine andere Komponente hinzu: Patrick Rahmen ist ein überaus ehrlicher und loyaler Mensch. Einer, der Wort hält. Einer, der authentisch ist. Und einer, der die Regeln dieses teils schummrigen Fussballgeschäfts befolgt. Deshalb hätte er die Chance verdient gehabt, seine Fähigkeiten nochmals zu zeigen, mit den Young Boys durch die nächsten Wochen zu gehen. Man hätte ihm nicht nur in Basel, sondern auch in Bern mehr Zeit geben müssen.

Denn bereits in einer frühen Saisonphase den Trainer zu entlassen, ist vielleicht der einfachste Weg für einen Verein. Aber in diesem Fall kaum der richtige. Denn ob ein anderer Experte an der Seitenlinie das Ungleichgewicht in der Berner Kaderplanung ausbügeln kann, ist fraglich. Dominic Willimann


Nein! Eine sportliche Führung, die in einer solchen Situation nicht handelt, macht sich lächerlich.

Zuerst ein Blick auf die Fakten: YB hat von den ersten neun Meisterschaftspartien in dieser Saison genau eine gewonnen. Fünf Mal gingen die Berner als Verlierer vom Feld – in der gesamten Spielzeit 2023/24 gab es nur sechs Niederlagen. Und als aktueller Meister und mit dem Anspruch, diesen Titel zu verteidigen, belegen sie rund drei Monate nach Saisonstart den letzten Rang in der Super-League-Tabelle. Eine sportliche Führung, die in einer solchen Situation nicht handelt, macht sich lächerlich.

Klar kann man sich fragen, ob es richtig ist, auf eine sportliche Krise mit der Entlassung des Trainers zu reagieren. Ungeduld wird den Verantwortlichen in solchen Fällen dann oft vorgeworfen, fehlendes Vertrauen in den Coach, der zu wenig Zeit bekommen habe. In Basel kennt David Degen diese Vorwürfe bestens.

Doch Fakt ist eben auch: In einer laufenden Saison sind die Optionen der sportlichen Führung begrenzt. Gut möglich, dass der derzeitige Misserfolg eher auf ungünstige Strukturen des Vereins oder auf eine missglückte Transferstrategie zurückzuführen ist. Doch eine Neuorganisation der Verantwortlichkeiten oder die Entlassung des Sportchefs haben nun mal kaum einen Effekt auf den Ausgang des nächsten Fussballspiels. Ein Trainerwechsel hingegen sendet zumindest dieses berühmte «Signal», von dem sich ein Club in einer solchen Situation einen kurzfristigen Effekt erhofft.

Und dann ist da noch der Zeitpunkt. Ein Blick auf das Programm der Berner in den nächsten Wochen dürfte bei den YB-Verantwortlichen zur Frage geführt haben: Wenn nicht jetzt, wann dann?

In der Meisterschaft spielt man in den kommenden sechs Runden zweimal gegen den Tabellenersten aus Luzern, zweimal gegen Lugano (3.), einmal gegen Zürich (2.) und einmal gegen den FCB. Dazu kommen die Champions-League-Partien gegen Inter Mailand, Schachtar Donezk und Atalanta Bergamo. Wie viele dieser Spiele hätte YB in seiner derzeitigen Verfassung wohl gewonnen?

Dank der Nationalmannschaftspause hat Interimstrainer Joël Magnin nun ein paar Tage Zeit, um ein neues Gefühl in die Mannschaft zu bringen, sodass man dieses Mammutprogramm mit einer anderen Einstellung angehen kann.

Leidtragender dieser Umstände ist Patrick Rahmen. Ist er also ein unglückliches Bauernopfer? Nun, der Basler wusste genau, worauf er sich einlässt, als er im Sommer den FC Winterthur verliess, um beim Spitzenclub aus Bern anzuheuern. Vom Underdog, bei dem man kaum etwas zu verlieren hat, zum Serienmeister, der nie verlieren sollte. Rahmen hat mit diesem Wechsel für seine Karriere bewusst eine Risikostrategie gewählt.

99 Tage nach seinem Amtsantritt in Bern ist klar: Sie ist nicht aufgegangen. Fabian Löw

https://www.bazonline.ch/trainerwechsel ... 6787011300

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2024/2025
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 9. Oktober 2024, 21:53 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
09.10.2024

Bild

Zitat:
Beide Trainer in seiner Amtszeit wurden entlassen

YB-Fans haben sich auf Sportchef von Bergen eingeschossen

Der Trainer ist weg. Jetzt bleibt nur noch ein Gesicht der Krise bei YB zurück. Jenes von Sportchef Steve von Bergen. Die Fans haben den Ex-Captain als Hauptschuldigen ausgemacht.

Es war nie Patrick Rahmen, der Coach, der nun nicht mehr Coach ist, auf den sich die Kritik der YB-Fans fokussierte. Dieses Resultat ergibt ein Mix aus Gesprächen, Leserbriefen, Mails, Posts, Forumseinträgen.

«Nullkommanull Ahnung als Sportchef. Er sollte entlassen werden», schreibt zum Beispiel O. Z., ein Fan, der YB auch auswärts überallhin begleitet. Der Rest der Mitteilung ist nicht zitierbar. Ganz kurz auf den Punkt bringt es in den Kommentaren bei Blick Barbara Lüscher: «Von Bergen raus!» Etwas differenzierter Samuel Meyer: «Um mittelfristig und langfristig Erfolg zu haben, muss von Bergen auch weg, und zwar jetzt. Nur dann kann ein neuer Sportchef mit genügend Vorlauf versuchen, im Winter das Kader mit den willenlosen, erfolgsverwöhnten Spielern auszumisten, um hungrige, willige Spieler zu holen. Es bringt nichts, wenn man von Bergen weiter wursteln lässt. Er hat bewiesen, dass er nicht für diesen Job geeignet ist.»

Von Bergens Bilanz ist eigentlich ... überragend!

Ist denn die Bilanz von Steve von Bergen (41), der seit 2022 im Amt ist, als der bisherige Sportchef Christoph Spycher Delegierter Sport des Verwaltungsrates und damit von Bergens Chef wurde, derart verheerend? Das Gegenteil ist der Fall!

- Erste Saison: Meister und Cupsieger
- Zweite Saison: Champions League und Meister
- Dritte Saison (die aktuelle): Champions League

«Erfolgreichster Sportchef ever», schreibt einer süffisant im YB-Forum 1898 unter seine Auflistung. Und fügt ganz zum Schluss bei der dritten Saison dazu: «... Abstieg?»

Ganz bestimmt als ungenügend muss die Transferbilanz der laufenden Saison taxiert werden. Auf der Abgangsseite steht kein einziger Spieler, der wirklich Geld eingebracht hat. Einzig der als dritter Goalie überzählig gewordene Anthony Racioppi konnte verkauft werden: für rund eine Million Franken zu Hull City.

Kein einziger Zugang überzeugt wirklich

Und von den Zugängen Virginius, Conté und Zoukrou hat keiner richtig eingeschlagen. Sonst stünde YB nicht dort, wo es steht. Pech hingegen war, dass sich Facinet Conte und Lucas Pfeiffer verletzt haben, bevor sie ein erstes Spiel machen konnten. Bei Letzterem hat YB mittlerweile bestätigt, was Blick schon vor zwei Tagen vermeldete, nämlich, dass er sich erneut verletzt hat und bis Ende Jahr ausfällt: Innenbandverletzung am rechten Knie. Offiziell: wochenlanger Ausfall.

Von Bergen ist mittlerweile der Mann, der die Hauptverantwortung für die Transfers trägt – auch wenn am Ende Spycher alles absegnet. Und die Bilanz ist schlecht. Doch von Bergen scheint resistent zu sein, die gemachten Fehler konkret aufzuzeigen.

Ein Auszug aus dem Interview mit der «Berner Zeitung» vom Dienstag: «Wir alle haben Fehler gemacht: die Spieler, der Staff, die sportliche Führung. Da müssen wir selbstkritisch sein.»

Von Bergen, der Ausweicher

Auf die Frage, wo er sich denn selber kritisiere, sagt er: «Wie gesagt, es wurden Fehler und Fehleinschätzungen gemacht. Wir überlegen uns immer, was wir besser machen können, wie wir uns verstärken, im Staff, bei den Spielern, bei der sportlichen Führung.»

Dann kommt die Frage, welche Fehler in der sportlichen Führung denn gemacht worden seien. Die Antwort: «Da sind viele Sachen zusammengekommen. Wir hatten Verletzungen, vier Platzverweise und Spieler, die sich kurz nach Ankunft in Bern verletzten und noch kein ganzes Spiel gemacht haben.»

Konkrete Selbstkritik? Nein. Dabei gibt es durchaus weitere Ansatzpunkte. Zum Beispiel den Umstand, dass in der Amtszeit von Bergens beide Trainer (Wicky, Rahmen) entlassen wurden. In der Ära Spycher nur Wagner. Hütter und Seoane gingen von selbst.

Das Versprechen, das man nicht machen durfte

Oder dass von Bergen im Frühling 2023 das Versprechen abgab, dass David von Ballmoos gleich wieder die Nummer 1 werden würde, sobald er nach seiner Schulteroperation wieder fit ist. Doch als das der Fall war, blieb Racioppi im Tor, weil er bis dann sehr stark gehalten hatte. Dieser Entscheid ist völlig normal und okay. Fussball ist tagesaktuell. Aber ein Versprechen dieser Art darf man schlicht nicht abgeben. Zum einen kann es sehr schnell über den Haufen geworfen werden. Zum anderen generiert es böses Blut. Wie in diesem Fall zuerst bei von Ballmoos. Danach bei Racioppi, als dieser dann fallengelassen wurde.

Kein Versprechen, sondern Fakt, ist von Bergens Vertragsdauer bei YB. Ein Forum-User giert zu diesem Thema sehnsüchtig: «Wie viel Zeit muss noch vergehen, bis hier auch mal was passiert. Vertrag läuft im Sommer 2025 aus.» Trotz des Wunsches einiger Fans erscheint eine vorzeitige Trennung unwahrscheinlich. Aber damit der Vertrag verlängert wird, muss der dritte Trainer in der Ära von Bergen einschlagen. Ohne Wenn und Aber. Und Interimscoach Joël Magnin muss das Team zuvor auf die Erfolgsstrasse zurückführen.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 10969.html

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2024/2025
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 9. Oktober 2024, 22:10 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
09.10.2024

Bild

Zitat:
Entlassung von Patrick Rahmen

Zubi geht mit Spycher und Co. hart ins Gericht: «Die YB-DNA ist weg»

Patrick Rahmen ist nicht mehr Trainer bei YB. Geht es nach Pascal Zuberbühler, wäre Rahmen noch im Amt. Der blue Sport Experte zieht die Vereinsverantwortlichen in die Verantwortung.

Patrick Rahmen ist seinen Trainerposten bei YB los. Im Sommer präsentierten die Berner Klubverantwortlichen den 55-jährigen Basler als Wunschlösung, 15 Pflichtspiele später ziehen Spycher und Co. die Reissleine.

«Für mich ist die Entlassung von Patrick Rahmen der falsche Entscheid», sagt Michael Wegmann, Leiter Sport Online, im Talk bei blue Sport. «Es ist eine Bankrotterklärung der Führung.» YB habe es verpasst, hinzustehen und gemeinsame Fehler, die gemacht wurden, zuzugeben.

Fehler wurden gemäss Pascal Zuberbühler in der Kaderplanung gemacht. «Klar, die Leistungen von YB in der Liga sind eine Katastrophe. Aber wir müssen auch die Transferpolitik des Vereins anschauen. Ich hoffe, die YB-Führung dreht auch jeden Stein bei sich selbst um.»

Keller-Transfer ein «ganz schlechter Schachzug der YB-Führung»

Für Zubi ist die Rückkehr von Keeper Marvin Keller im Sommer ein Paradebeispiel bezüglich der fehlerhaften Kaderplanung. «Das war für mich ein ganz schlechter Zug der YB-Führung.» Das habe ein Durcheinander reingebracht, zumal der Vertrag von David von Ballmoos vorzeitig bis 2027 verlängert wurde.

Auch der Fakt, dass viele YB-Spieler Französisch sprechen, ist für den blue Sport Experten ein «kleines Problem». Rahmen philosophiere und analysiere auf Deutsch hervorragend, auf Französisch sei er weniger sprachgewandt.

Zubi hält fest: «Die YB-DNA ist weggegangen. Rahmen sollte diese wieder zurückbringen. Ich hätte ihn nicht entlassen.» Ausserdem hätte Rahmen dem Verein mit der Qualifikation für die Champions League viel Geld gebracht.

Viel Geld, aber wenig Punkte: Unter Patrick Rahmen erspielte sich YB in neun Ligaspielen grade mal sechs Zähler. «Rahmen hat nicht das Maximum aus der Mannschaft herausgeholt», glaubt Wegmann. Dennoch sei YB nicht so gut, wie es die Vereinsverantwortlichen meinen würden. Dem pflichtet auch Zubi bei: «In diesem Jahr war die Mannschaft nicht gut genug.»

Mammut-Programm für Interimstrainer Magnin

Ob Interimstrainer Joël Magnin den Meister aus dem Sumpf ziehen kann? Die bevorstehenden Spiele haben es zumindest in sich: mit Leader Luzern, Inter Mailand, Lugano, Basel und Zürich stehen gleich fünf happige Spiele in Folge auf dem Programm. Was zu einem Vorteil für Magnin verkommen könnte: YB ist in keinem dieser Spiele Favorit, meint Wegmann.

Zuerst hat Magnin während der Nationlmannschafts-Pause aber elf Tage Zeit, die Mannschaft neu einzuschwören, um dann am 19. Oktober im Wankdorf gegen Luzern voll anzugreifen und den YB-Kurs zu drehen.


https://www.bluewin.ch/de/sport/super-l ... 98427.html

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2024/2025
 Beitrag Verfasst: Freitag 11. Oktober 2024, 11:14 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Montag 24. Mai 2004, 18:21
Beiträge: 3440
Wohnort: In der Brauerei
YB-Spieler mit den Nationalteams im Einsatz

Folgende Spieler der 1. Mannschaft des BSC Young Boys sind in den kommenden Tagen mit ihren Nationalteams unterwegs:

- Filip Ugrinic und Joël Monteiro, A-Nationalmannschaft Schweiz.
12.10.2024, Serbien - Schweiz; 15.10.2024, Schweiz - Dänemark.

- Marvin Keller und Zachary Athekame, U21-Nationalmannschaft Schweiz.
11.10.2024, Schweiz - Finnland; 15.10.2024, Rumänien - Schweiz.

- Jaouen Hadjam, Nationalmannschaft Algerien.
10.10.2024, Algerien - Togo; 14.10.2024, Togo - Algerien.

- Miguel Chaiwa, Nationalmannschaft Sambia.
11.10.2024, Sambia - Tschad; 15.10.2024, Tschad - Sambia.

- Meschack Elia, Nationalmannschaft DR Kongo.
10.10.2024, DR Kongo - Tansania; 15.10.2024, Tansania - DR Kongo.

- Silvere Ganvoula, Nationalmannschaft Kongo.
11.10.2024, Südafrika - Kongo; 15.10.2024, Kongo - Südafrika.

- Alan Virginius, U21-Nationalmannschaft Frankreich
11.10.2024, Zypern - Frankreich; 15.10.2024, Frankreich - Zypern.

- Mats Seiler und Ardian Bajrami, U20-Nationalmannschaft Schweiz.
11.10.2024, Schweiz - Ghana; 14.10.2024, Rumänien - Schweiz.


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
 
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 313 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1 ... 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18 ... 32  Nächste

Foren-Übersicht » www.ybfans.ch » BSC Young Boys Stammtisch


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Majestic-12 [Bot] und 22 Gäste

 
 

 
Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de