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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Montag 5. September 2022, 22:02 |
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05.09.2022  Zitat: Traumtor, Horror-Verletzung und 2 Platzverweise – St.Gallen schlägt YB und ist Leader
Wie zuletzt immer wenn die Young Boys in St. Gallen gastieren, gibt es Tore und Drama. Die St. Galler gewinnen 2:1 und übernehmen die Tabellenführung. YB sieht zweimal Rot.
Was die Tore betrifft, spielte sich alles innerhalb von zehn Minuten ab. Vor etwas mehr als 19'000 Zuschauern sorgte der 19-jährige Aussenverteidiger Daouda Guindo für den ersten riesigen Jubel unter den St. Galler Fans. Mit einem phänomenalen Weitschuss aus gut 30 Metern brachte er seine Mannschaft in Führung. Es wäre ein würdiges Siegtor gewesen, doch nur kurz darauf war die Ostschweizer Hintermannschaft bei einem Eckball unvorsichtig und liess Cedric Zesiger zum 1:1 einköpfeln. So wurde der kurz zuvor eingewechselte Isaac Schmidt in der 64. Minute zum Siegtorschützen.
Es wäre ein würdiges Siegtor gewesen, doch nur kurz darauf war die Ostschweizer Hintermannschaft bei einem Eckball unvorsichtig und liess Cedric Zesiger zum 1:1 einköpfeln. So wurde der kurz zuvor eingewechselte Isaac Schmidt in der 64. Minute zum Siegtorschützen.
«Wir haben verdient gewonnen am Ende. In der zweiten Halbzeit war es natürlich nicht mehr so schwer mit zwei Mann mehr.» Basil Stillhart, St.Gallen
Zesiger, der YB-Torschütze, steht gut für Stärke und Schwäche der Young Boys an diesem Sonntagnachmittag. Der robuste Innenverteidiger war immer zum Duell bereit. Aber: Er stand auch für ein nervlich etwas fragiles YB. Kurz nach der Pause kassierte er seine erste Gelbe Karte für einen überflüssigen Rempler und eine Viertelstunde vor Schluss flog er vom Platz, weil er Julian von Moos den Ellenbogen ins Gesicht stiess und ihn dort provokant lange liess.
Die St. Galler spielten damit zum Ende hin in doppelter Überzahl, nachdem sie ab der 21. Minute schon in einfacher Überzahl gespielt hatten. Ulisses Garcia verdiente sich den frühen Platzverweis mit einem unkontrollierten Tackling gegen Fabian Schubert, der sich bei dieser Aktion wohl einen Beinbruch zuzog. Dass sein erzieltes Tor wegen Abseits nicht zählte, war dabei das viel kleinere Übel.
«Gute Besserung an Fabian Schubert, wir wünschen ihm nur das Beste. Das Spiel haben wir uns natürlich anders vorgestellt. Der Platzverweis hat uns nicht in die Karten gespielt.» Cedric Itten, Young Boys
Die St. Galler waren für den Kampf trotz des frühen Schocks besser gerüstet und kamen auch zu mehr Torchancen. Ohne die guten Interventionen von YB-Goalie David von Ballmoos hätten die Ostschweizer schon zur Pause geführt.
St. Gallen - Young Boys 2:1 (0:0) 19'200 Zuschauer. - SR San. Tore: 54. Guindo (Witzig) 1:0. 62. Zesiger (Ugrinic) 1:1. 64. Schmidt 2:1. St. Gallen: Zigi; Sutter (81. Maglica), Stergiou, Stillhart, Guindo; Görtler, Quintillà, Witzig (63. Schmidt); Akolo (63. Latte Lath), Schubert, Guillemenot (63. Schneider). Young Boys: von Ballmoos; Rüegg (46. Blum), Ali Camara, Zesiger, Garcia; Niasse (71. Moumi Ngamaleu); Sierro (28. Benito), Rieder, Ugrinic (76. Lustenberger); Itten (71. Nsame), Elia. Bemerkungen: St. Gallen ohne Besio und Kempter (beide verletzt). Young Boys ohne Fassnacht (verletzt). 21. Rote Karte gegen Garcia. Verwarnungen: 17. Witzig. 28. Quintillà. 28. Itten. 47. Zesiger. 69. Guindo. https://www.watson.ch/sport/fussball/84 ... uer-leader
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shalako
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Verfasst: Montag 5. September 2022, 22:06 |
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05.09.2022  Zitat: Sieg gegen neun (!) Berner St. Gallen nach Schubert-Schock und Traumtor LeaderVerrücktes Spitzenspiel mit zwei Roten Karten gegen YB: Der FC St. Gallen gewinnt 2:1 und überholt die Berner an der Super-League-Spitze! Wermutstropfen ist die schlimme Verletzung von Stürmer Schubert. Das SpielDer Schubert-Schock steht am Anfang des St.-Gallen-Siegs im Spitzenkampf. In der 18. Minute holt YB-Verteidiger Garcia den Espen-Stürmer mit voller Wucht von den Beinen. Die brutale Zeitlupe zeigt, wie Schuberts Bein einknickt. Für den Österreicher gehts mit der Bahre vom Feld. Und Garcia sieht Rot. Gleich nach dem Spiel wird klar: Schubert erlitt eine Schien- und Wadenbeinfraktur. Er wird direkt nach Abpfiff operiert. Wenig später meldet sich auch Garcia zu Wort. Er veröffentlicht auf Instagram ein Statement, in dem er sich emotional entschuldigt und Schubert gute Besserung wünscht. «Das geht mir sehr nahe, ich bin traurig und am Boden zerstört.» YB muss sich über 70 Minuten in Unterzahl wehren – nach dem Ellbogen-Einsatz von Zesiger (72.) sogar in doppelter Unterzahl! Eine zu grosse Hypothek, um nach zwei Rückständen zurückzukommen. Vor dem zweiten Platzverweis gelingt den Bernern der Widerstand zuerst gut. Auf das Traumtor von Guindo (54.) reagiert der entthronte Serienmeister mit einem Eckball-Tor durch den späteren Rot-Sünder Zesiger (62.). Doch der YB-Ausgleich hält ganze 124 Sekunden. Dann nämlich sorgt Joker Schmidt für die erneute St. Galler Führung (64.). Mit dem Leaderthron vor Augen spielen die Espen vor ausverkauften Rängen (19'200 Fans) die 2:1-Führung gegen neun Berner runter. Die Tore54., Guindo, 1:0: Traumtor des 19-jährigen Linksverteidigers. Guindo fasst sich im Vorwärtsgang ein Herz und haut aus rund 28 Metern voll drauf. Sein Ball schlägt im Lattenkreuz ein. 62., Zesiger, 1:1: Ein Eckball bringt den Ausgleich. Ugrinic bringt den Ball in die Nähe des ersten Pfostens, wo Zesiger am höchsten steigt und Zigi aus kürzester Distanz düpiert. 64., Schmidt, 2:1: Der flinke St. Galler trifft eine Minute nach seiner Einwechslung. Schmidt leitet das Tor selber ein, kommt nach einem Abpraller wieder dran und schiebt flach ein. Das gab zu redenDie Gelbrote gegen Cédric Zesiger. Gelb für den Ellbogen gegen Von Moos ist okay. Aber die erste Gelbe gleich nach der Pause? Ein harmloser Bodycheck gegen Guillemenot. Da wird der Seeländer dafür bestraft, dass er eine andere Gewichtsklasse hat als Schwalbenkönig Guillemenot. Diese Gelbe ist falsch und Gelbrot in der Summe deshalb auch. Der BesteWas ist denn das für ein Strich aus 28 Metern? Wer im Spitzenkampf solch einen raushaut wie der erst 19-jährige Malier Daouda Guindo, der verdient diesen Titel vorbehaltlos. Der SchlechtesteWas ist denn in Ulisses Garcia gefahren, Fabian Schubert mit einer eingesprungenen Karate-Grätsche niederzumähen? Solch ein totaler Kontrollverlust darf einem Nationalspieler niemals passieren! Notenschlüssel6 super 5 gut 4 genügend 3 schwach 2 sehr schwach 1 unbrauchbar FC St. Gallen – BSC Young Boys 2:1 (0:0) Kybunpark, 19’200 Fans (ausverkauft) SR: San (3) Tore: 54. Guindo (Witzig) 1:0. 62. Zesiger (Ugrinic) 1:1. 64. Schmidt (Latte Lath) 2:1 St. Gallen: Zigi; Sutter, Stergiou, Stillhart, Guindo; Quintillà; Görtler, Schubert, Witzig; Akolo, Guillemenot. YB: Von Ballmoos; Rüegg, Camara, Zesiger, Garcia; Niasse; Sierro, Rieder, Ugrinic; Itten, Elia. Einwechslungen: St. Gallen: Von Moos (22. für Schubert), Schmidt (63. für Witzig), Latte Lath (63. für Akolo), Schneider (63. für Guillemenot), Maglica (81. für Sutter). YB: Benito (28. für Sierro), Blum (46. für Rüegg), Nsame (71. für Itten), Ngamaleu (71. für Niasse), Lustenberger (76. für Ugrinic). Gelb: 17. Witzig. 28. Quintillà. 28. Itten. 46. Zesiger. 69. Guindo (alle Foul). Gelbrot: 72. Zesiger (Foul) Rot: 21. Garcia (Foul) Bemerkungen: St. Gallen ohne Kempter, Münst, Besio (verletzt). YB ohne Fassnacht, Zbinden (verletzt), Amenda (gesperrt). So gehts weiterMit je einem Heimspiel: St. Gallen empfängt nächsten Samstag Sion (10.9., 18 Uhr) als neuer Leader – und Jäger YB trifft am Sonntag im Wankdorf auf Lugano (11.9., 16.30 Uhr). https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 47226.html
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Verfasst: Montag 5. September 2022, 22:08 |
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05.09.2022  Zitat: Sieg im Spitzenkampf
Tabellenspitze ist grün-weiss: Der FC St.Gallen bezwingt dezimierte Young Boys
Der FC St.Gallen holt sich vor ausverkauftem Haus die Tabellenführung. Die Espen bezwingen die Berner Young Boys mit 2:1. Das Spiel bot viel Spektakel – und einen Schockmoment.
Wie zuletzt immer wenn die Young Boys in St.Gallen gastieren, gibt es Tore und Drama. Die St. Galler gewinnen trotz früher, wohl schwerer Verletzung von Fabian Schubert 2:1 und übernehmen die Tabellenführung. YB sieht zweimal Rot.
Was die Tore betrifft, spielte sich alles innerhalb von zehn Minuten ab. Vor etwas mehr als 19'000 Zuschauern sorgte der 19-jährige Aussenverteidiger Daouda Guindo für den ersten riesigen Jubel unter den St.Galler Fans. Mit einem phänomenalen Weitschuss aus gut 30 Metern brachte er seine Mannschaft in Führung. Es wäre ein würdiges Siegtor gewesen, doch nur kurz darauf war die Ostschweizer Hintermannschaft bei einem Eckball unvorsichtig und liess Cedric Zesiger zum 1:1 einköpfeln. So wurde der kurz zuvor eingewechselte Isaac Schmidt in der 64. Minute zum Siegtorschützen.
YB nervlich fragil
Zesiger, der YB-Torschütze, steht gut für die Stärke und Schwäche der Young Boys an diesem Sonntagnachmittag. Der robuste Innenverteidiger war immer zum Duell bereit. Aber: Er stand auch für ein nervlich etwas fragiles YB. Kurz nach der Pause kassierte er seine erste gelbe Karte für einen überflüssigen Rempler und eine Viertelstunde vor Schluss flog er vom Platz, weil er Julian von Moos den Ellenbogen ins Gesicht stiess und ihn dort provokant lange liess.
Die St.Galler spielten damit zum Ende hin in doppelter Überzahl, nachdem sie ab der 21. Minute schon in einfacher Überzahl gespielt hatten. Ulisses Garcia verdiente sich den frühen Platzverweis mit einem unkontrollierten Tackling gegen Fabian Schubert, der sich bei dieser Aktion wohl einen Beinbruch zuzog. Dass sein erzieltes Tor wegen Abseits nicht zählte, war dabei das viel kleinere Übel.
Die St. Galler waren für den Kampf trotz des frühen Schocks besser gerüstet und kamen auch zu mehr Torchancen. Ohne die guten Interventionen von YB-Goalie David von Ballmoos hätten die Ostschweizer schon zur Pause geführt.
Freude über verdienten Sieg
Nach dem Spiel war die Freude bei den St.Gallern riesig. Schliesslich hatte man gerade die Tabellenspitze erklommen. Basil Stillhart sagte nach dem Spiel im Interview: «Schlussendlich haben wir verdient gewonnen.» Und wie fühlt man sich als Leader? «Super, was will man mehr», sagt Stillhart mit einem Grinsen im Gesicht. Auch Trainer Peter Zeidler freute sich über den Sieg, bremste aber die Euphorie ein wenig. Nach sieben Spieltagen könne man noch keine Prognosen machen. Aber Zeidler sagt auch: «Wir haben jetzt schon fast so viele Punkte wie letztes Jahr an Weihnachten.» https://www.fm1today.ch/sport/fcsg/tabe ... -147808909
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shalako
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Verfasst: Montag 5. September 2022, 22:12 |
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05.09.2022  Zitat: YB-Kicker am «Boden zerstört»
So erging es Garcia nach seinem Horror-Foul an Schubert
Der FC St. Gallen ist neuer Super-League-Leader. Erstmals seit Februar 2020. Und doch: Freude kommt kaum auf – wegen der Horror-Verletzung von Fabian Schubert. Auch der Verursacher Ulisses Garcia leidet. Und wird für mehrere Spiel gesperrt.
Dass der neue Leader St. Gallen heisst, ist bemerkenswert. Die Espen machen einfach in ihrem Flow weiter, der sie schon die gesamte letzte Rückrunde getragen hat.
Der 2:1-Sieg im emotionalen Spiel gegen YB hievt die Mannen von Peter Zeidler erstmals seit der Rückrunde 2019/20 auf den Thron, als sich Ostschweizer und Berner lange Zeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten und YB sich erst fünf Runden vor Schluss absetzte. Zehn Runden lang war St. Gallen damals Tabellenführer gewesen.
Doch Freude über die Ranglistenposition kommt kaum auf. Dies wegen eines üblen Fouls des eigentlich netten Ulisses Garcia an St. Gallens Fabian Schubert. Der Genfer mäht den Österreicher mit einer eingesprungenen Kung-Fu-Grätsche weg, als dieser das wegen Offside annullierte 1:0 macht.
Garcia-Aktion: Täter wollte Schuberts Nummer
Auf den TV-Bildern ist zu sehen, wie der Unterschenkel wie ein Zündhölzchen wegknickt. Horror-Bilder, die kaum auszuhalten sind. Die Diagnose ist niederschmetternd: Fraktur von Schien- und Wadenbein. Als Schubert auf dem Operationstisch liegt, läuft im Kybunpark noch die Pressekonferenz.
Zu diesem Zeitpunkt sitzt der Täter im YB-Car. Niedergeschlagen, geschockt, ein Häufchen Elend. Das hat man auch gesehen, als sich Garcia nach dem Spiel gesenkten Hauptes und den Tränen nahe bei jedem einzelnen St. Galler entschuldigt. «Es tut mir extrem leid, was passiert ist. Das geht mir sehr nahe. Ich bin am Boden zerstört. Ich habe zuvor noch nie einen Gegenspieler verletzt. Ich möchte mich von ganzem Herzen bei Fabian Schubert entschuldigen und wünsche ihm gute Besserung», lässt Garcia ausrichten.
«Ich habe ihm das abgenommen», sagt St. Gallens Coach Peter Zeidler. «Ich habe gesehen, wie ihn das richtig bewegt. Er wird sich auch bei Schubert entschuldigen, hat um dessen Nummer nachgefragt. Und doch: Es ist gerade schwierig.»
Auch Zesiger fliegt
Das ist es auch für Espen-Captain Lukas Görtler, der schon in der Pause sagt: «Eigentlich ist der Tag gelaufen. Nach so etwas ist es schwierig, wieder ins Spiel zu finden.» Aber die St. Galler tun das. Es sei ja das Einzige gewesen, was man noch habe machen können, so Görtler. Mit einem Mann mehr, denn Garcia wird nach VAR-Intervention des Feldes verwiesen. Erstaunlich, dass Fedayi San dafür den Support aus Volketswil braucht.
Und es ist nicht der einzige YB-Marschbefehl an diesem Tag. Cédric Zesiger kriegt Gelb-Rot (72.), wobei die erste Gelbe unberechtigt war. Der Seeländer rastet beim Verlassen des Platzes komplett aus. Und die Hoffnung auf einen Punkt schwindet bei YB dann immer mehr.
Görtler: «Würde Tabellenführung eintauschen»
Der Fussball hat aber nicht nur seine hässliche Fratze gezeigt, sondern auch seine wunderschöne Seite: Mit dem Tor des malischen Teenagers Daouda Guindo, der aus 28 Metern zum 1:0 ins Lattenkreuz trifft. Prädikat: Tor des Monats. Mindestens. Zesigers Ausgleich per Kopf ist dann eher profan. Und Isaac Schmidts Siegtreffer eine Minute nach dessen Einwechslung ein Zufallsprodukt, weil ihm der Ball im Flipperkasten-Stil via zwei Berner Beine vor die Füsse fällt.
Aber das Tor ist symptomatisch für ein Team, dem es einfach läuft. Einfach so. Und doch: «Ich würde die Tabellenführung und die drei Punkte gerne gegen einen gesunden Schubi eintauschen», schliesst Görtler.
Vier Spiele Sperre
Einen Tag nachdem Ulisses Garcia wegen seinem Horror-Foul an Fabian Schubert mit Rot vom Platz geflogen ist, hat die Swiss Football League SFL das Strafmass bekannt gegeben. Der YB-Verteidiger wird für vier Spiele gesperrt.
Er verpasst damit die Partien gegen Lugano (11.9.), Luzern (2.10.), St. Gallen (8.10.) und Zürich (16.10.).
Cédric Zesiger, der im Spiel gegen St. Gallen mit Gelb-Rot ebenfalls vorzeitig unter die Dusche geschickt wurde, muss für ein Spiel aussetzen. https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 49330.html
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shalako
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Verfasst: Montag 5. September 2022, 22:18 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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05.09.2022  Zitat: FC St.Gallen: Schockiert auf den Leaderthron – was von diesem aufwühlenden Spitzenspiel bleibt
Fabian Schuberts schwere Verletzung überschattet das famose 2:1 des FC St.Gallen gegen die Young Boys. Ein Hintergrund zu den Vorgängen nach dem Schlusspfiff.
Lukas Görtler war aufgewühlt, kämpfte in den Katakomben sichtlich mit den Emotionen. Der Captain des FC St.Gallen hatte sich verkehrtrum ein Dress des Teamkollegen Fabian Schubert übergestülpt, und er sagte: «Wenn ich wählen könnte, hätte ich jetzt lieber nicht drei Punkte mehr auf dem Konto und wäre Leader. Ich hätte lieber einen gesunden Schubi. Wir mussten uns in der Pause sagen, dass wir ihm nur helfen können, wenn wir gewinnen. Es ist bitter.»
Görtlers Gedanken beschrieben gut die Gefühlslage des FC St.Gallen, ebenfalls jene vieler Fans. 2:1 besiegten die Ostschweizer dank Toren von Daouda Guindo (54.) und Isaac Schmidt (64.) in einer aufwühlenden Partie die Young Boys. Weil sie das im sechsten Spitzenspiel zwischen diesen beiden Teams in jüngerer Vergangenheit erstmals taten, bestiegen sie nach knapp zwei Jahren wieder einmal den Leaderthron der Super League. Und empfangen dort oben sitzend am kommenden Samstag den FC Sion mit Starstürmer Mario Balotelli.
98 Minuten und nur ein einziges Mal wegschauen
Doch die St.Galler mussten den Erfolg teuer bezahlen, vor allem mussten sie davor zuerst einen veritablen Schock verarbeiten, was nicht einfach war. Denn es gab sie leider, die Szene, bei der man lieber und das einzige Mal während den 97, 98 mitreissenden Minuten weggeschaut hätte; auch die Nacherzählung lässt einen erschaudern.
Es war nach 19 Zeigerumdrehungen, als sich Jérémy Guillemenot den Ball von Mohamed Camara ergatterte. Der St.Galler passte zu seinem Sturmpartner Chadrac Akolo, der mit der Hacke Fabian Schubert bediente. Der Österreicher schoss, gleichzeitig grätschte Ulisses Garcia mit offener Sohle brutal in dessen rechtes Bein. Der Ball lag im Tor, Schubert schreiend am Boden. Der Schiedsrichter Fedayi San entschied richtigerweise auf Abseits, doch es meldete sich der Videoschiedsrichter. Die TV-Bilder, bei denen einem schlecht werden konnte, liessen keine zwei Meinungen zu. Rot für den Übeltäter Garcia.
Schubert bereits operiert – Garcia entschuldigt sich
Schubert musste sofort ins Kantonsspital, wo bereits kurz nach dem Schlusspfiff die Ärzte den Bruch des Schien- und Wadenbeins operierten. Etwa zeitgleich zeigten sich die St.Galler mit einem Transparent – «Gueti Besserig Schubi!» – bei den Fans und liessen sich dezent feiern, derweil Garcia sich bei Peter Zeidler und anderen entschuldigte; der Berner Verteidiger wirkte untröstlich, fragte nach Schuberts Nummer. Und noch am Abend schrieb Garcia via soziale Medien:
«Es tut mir extrem leid, was passiert ist. Das geht mir sehr nahe, ich bin traurig und am Boden zerstört. Ich habe zuvor noch nie einen Gegenspieler verletzt. Ich möchte mich von ganzem Herzen bei Fabian Schubert entschuldigen und wünsche ihm gute Besserung.»
Frühestens in einem halben Jahr dürfte der beliebte 28-Jährige zurückkehren, eher später. Auch Wicky und Zeidler ringen um Worte
Auch die beiden Trainer, Zeidler und Raphael Wicky, wirkten von den Ereignissen gezeichnet. «Garcia fühlt sich sehr schlecht, er wollte mit Sicherheit seinen Gegenspieler nicht verletzten. Wir wünschen Fabian Schubert alles Gute», sagt Wicky. Und Zeidler: «Ich kann mich gar nicht richtig freuen. Ich hatte danach grosse Mühe, mich von der Szene zu lösen und wieder ins Coaching zu kommen.»
Ob all der Anteilnahme und den Eindrücken ging tatsächlich vergessen, was für eine ausserordentliche Partie die 19200 Zuschauerinnen und Zuschauer vorgesetzt bekamen. Denn es war wieder passiert gegen die Young Boys. Schon wieder, musste man sagen. Abermals wurde man Zeuge eines temporeichen Ritts zwischen diesen beiden Mannschaften im Kybunpark, in diesem Tollhaus, das so manchen Gegner einzuschüchtern vermag.
Man sah prickelnden Fussball, der atemlos blieb. Es war wie so oft viel Zunder zwischen den Rivalen. Ebenfalls Cedric Itten kam beim St.Galler Anhang und Görtler schlecht weg, auch weil der nun für Bern auflaufende Stürmer einen Ball nicht der Fairness halber (Basil Stillhart lag am Boden) über die Seitenlinie schoss. Sondern einen Angriff lancierte.
YB am Schluss nur noch mit neun Spielern
Die Young Boys starteten gut, die St.Galler waren gefühlt bald einmal besser, spätestens in Überzahl waren sie es tatsächlich. Dennoch hätte Meschack Elia die Führung für YB erzielen müssen, doch der flinke Stürmer scheiterte an Lawrence Ati Zigi. Vor der Pause verpassten die St.Galler mehrfach Zählbares, allen voran Julian von Moos, der für Schubert ins Spiel gekommen war, wusste zu gefallen.
Es brauchte dann eben Guindo und seinen Schuss ins Lattenkreuz aus 30 Metern Distanz, um die Führung zu erzielen. Sie hatte nur acht Minuten Bestand, nach einem Corner glich YB dank Cédric Zesigers Kopfball aus. Und dann kam Schmidt, und mit ihm der Sieg, auch weil Zesiger nach einem Ellbogenschlag an von Moos mit der zweiten gelben Karte als nächster Berner den Platz verlassen musste.
Mit neun Spielern blieben die Gäste zwar weiter präsent, richtige Torgefahr entstand aber nur bei ihrem Goalie, David von Ballmoos. Die St.Galler gingen in der Schlussphase etwas gar fahrlässig mit den Chancen um, aber am Ende konnte das egal sein. Sie hatten in diesem Spitzenspiel mit der ersten Saisonniederlage der Berner ein Zeichen gesandt an die Liga: Dieses YB, gerade mit Blick auf das imposante, starke Spielerkader, ist nicht unbezwingbar – zumindest nicht für den FC St.Gallen. Das lässt hoffen. Wie sagte Patrick Sutter? «Wenigstens eine kleine Freude an diesem Nachmittag.» https://www.tagblatt.ch/sport/fcstgalle ... duced=true
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shalako
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Verfasst: Montag 5. September 2022, 22:20 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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05.09.2022  Zitat: Der FC St. Gallen erlebt gegen YB den nächsten Rausch und setzt sich an die Tabellenspitze – doch die Feier ist getrübt
Die Ostschweizer zelebrieren in ihrem ausverkauften Stadion ein emotionales Fest. Sie leben die regionale Vereinigung, melden Ambitionen an und wollen den Cup-Final vergessen machen. Aber sie verlieren beim 2:1-Sieg gegen YB einen Spieler mit doppeltem Beinbruch.
Die mit über 19 000 Personen gefüllte Fussballarena in St. Gallen, viel Geschrei, noch mehr Aufregung, emotionale Grenzverschiebung. Ein um einen und später um zwei Spieler dezimierter, wankender Leader YB und eine Furie namens FC St. Gallen, die knapp mit 2:1 gewinnt und sich auf die Position des Leaders hievt.
Die Erwartungen sind in der Ostschweiz wieder einmal hochgeschraubt. «Wir erzeugen nicht künstlich Euphorie, aber wir stoppen sie auch nicht», sagt der Klubpräsident Matthias Hüppi nach dem Match. Ein Schal in den Klubfarben liegt um seinen Hals. Alles scheint möglich, weniger im Schlechten, mehr im Guten. Und dies, nachdem Alain Sutter, der Sportchef des FC St. Gallen, vor acht Monaten noch den Notstand und den Existenzkampf ausgerufen hatte.
Damals verlor die Mannschaft kurz vor Weihnachten im Letzigrund gegen den FC Zürich, sie lag am Boden und hatte aus 18 Spielen nur 16 Punkte angehäuft. Krisensymptome, Angst, Zerfall. Derweil flog der FC Zürich, der spätere Meister, schon damals oben weg. Doch wie schnell sich die Richtung ändern kann, zeigt der Blick auf die Tabelle im September 2022. Nach oben in St. Gallen, nach unten in Zürich. St. Gallen hat schon jetzt fast mehr Punkte als 2021 an Weihnachten.
St. Gallen verlor den Cup-Final überdeutlich
Die Ostschweizer erholten sich nach jenem weihnächtlichen Sturmtief erstaunlich schnell. Im Halbjahr bis zum Sommer 2022 errangen sie doppelt so viele Punkte wie zuvor. Zudem zogen sie in den Cup-Final gegen den FC Lugano ein, der für sie nach dem von Pathos begleiteten Vorspiel ein Triumph und ein schäumendes Volksfest werden sollte.
Aber das System kollabierte, das Projekt «Wir sind St. Gallen, wir sind Fussballstadt» schlug hart auf dem Boden auf. Hüppi sah sich nach der heftigen 1:4-Niederlage genötigt, sich auf dem Rasen des Wankdorf-Stadions ein paar vermummten St. Galler Anhängern entgegenzustellen. Das sind Wechselbäder und letztlich auch der Preis im Spiel der Emotionen.
Wer glaubt, dass der Kollaps im Cup-Final Spuren hinterlassen haben könnte, revidiert spätestens jetzt die Meinung. Natürlich profitieren die St. Galler an diesem Sonntag vom Platzverweis gegen den YB-Verteidiger Ulisses Garcia, der bei einem Rettungsversuch in der 18. Minute viel Risiko nimmt und dem Gegner Fabian Schubert Schien- und Wadenbein bricht. Das Verdikt kommt auf Intervention des Videoschiedsrichters zustande, was einmal mehr dessen Wert beweist.
Die schwere Verletzung Schuberts schmälert hinterher das St. Galler Wohlbefinden. Garcia, der sich mehrfach entschuldigt, stehe «unter Schock», wie der YB-Trainer Raphael Wicky berichtet. Der St. Galler Coach Peter Zeidler kann sich «gar nicht richtig freuen» und hat nach dem Vorfall Mühe bekundet, «wieder die Fassung zu finden».
Und spätestens als auch der YB-Innenverteidiger Cédric Zesiger nach einer zweiten gelben Karte in der 73. Minute den Rasen vorzeitig verlassen muss, ist es um YB geschehen. Wicky sucht keine Ausflüchte und sagt: «Zesiger darf in einer solchen Situation nicht so in den Zweikampf, er wird daraus Lehren ziehen müssen.»
St. Gallen sehnt sich nach einer Trophäe
Der einzige Vorwurf, den sich der Sieger unter diesen Umständen gefallen lassen muss, ist das Faktum, den Match nicht früher entschieden und die Angst beseitigt zu haben. Die St. Galler Festgemeinde tritt entschlossen und aufgeputscht den Cup-Final-Gegenbeweis an. Ja, sie kann die Gefühle in Erfolg verwandeln, ja, viel ist möglich, ja, irgendeine Trophäe müsste doch zu holen sein.
Im Jahr 2000 ist der FC St. Gallen Schweizer Meister geworden. Jetzt folgt an Zeidler die Frage, inwiefern St. Gallen YB Paroli bieten kann. «Wir waren schon einmal nahe dran, aber 2020 erhielten wir in der Corona-Zeit im eigenen Stadion plötzlich fünf Tore gegen Basel – und weg war der Traum.»
Zeidler vergisst in der Medienkonferenz nach dem Spiel weder seinen Spieler Fabian Schubert noch Widersacher, die sich ihm in den Weg stellen könnten. «Im FC Sion entsteht etwas», sagt er, «und der FC Lugano kauft mal schnell den Renato Steffen ein.» St. Gallen ist in einer anderen Welt. Der Klub wies 2021 Personalkosten von 14 Millionen Franken aus, YB und Basel waren bei 37 Millionen.
Seit 2018 ist die Führungscrew um den früheren Fernsehmoderator Hüppi im FC St. Gallen am Werk. Sie zeichnet sich durch Stabilität und Krisenresistenz aus und stimmt das Hohelied des regionalen Kollektivs an.
Das Personal des Klubs tourt durch Ostschweizer Lande und versucht noch mehr zu vereinen, wo in Abwesenheit anderer Sportklubs und örtlicher Konkurrenz ohnehin schon viel vereint ist. St. Gallen ist die Antithese zum FC Sion, der sich Mario Balotelli leistet, dem Erfolg mit monetärem Grossaufwand hinterherläuft und im sprachlich geteilten Wallis nur noch sporadisch Amalgam-Wirkung erzielt. Die Walliser gastieren am nächsten Samstag beim neuen Leader, der das nächste Ausrufezeichen setzen will.
Hüppi schwimmt im St. Galler Sprudelbad mit, wirkt aber Minuten nach dem Match erstaunlich abgeklärt. Er steht auch für Erdung. «Wir verkaufen hier keine Traumschlösser», sagt er. Der Klub lässt im Volk Aktien zeichnen und will «jeder und jedem ein Stück FC St. Gallen 1879» geben. Die Aktion mit den Aktien sei gut angelaufen, sagt Hüppi. Sein Klub überlebt nicht mit Balotelli, sondern mit ausverkauften Heimspielen. Wobei am nächsten Samstag das eine zum anderen führen könnte.
https://www.nzz.ch/sport/fc-st-gallen-i ... duced=true
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Verfasst: Donnerstag 15. September 2022, 22:31 |
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15.09.2022  Zitat: Trotz Horror-Foul
Schubert verzichtet auf Zivilklage gegen Garcia
Ulisses Garcia (26) wurde für sein Foul an Fabian Schubert (27) für vier Spiele gesperrt. Die Angelegenheit hätte auch ein juristisches Nachspiel haben kommen. Doch der FCSG-Stürmer verzichtet auf eine Zivilklage.
Die Bilder des Horror-Fouls von Ulisses Garcia (26) an Fabian Schubert (27) werden wohl noch einige Wochen in den Köpfen von Schweizer Fussballfans stecken. Der YB-Verteidiger mäht den Stürmer des FC St. Gallen übel um, die Folge ist ein Waden- und Schienbeinbruch.
Die Konsequenz für den Berner ist eine Sperre von vier Spielen. Diese Massnahme wurde in der Öffentlichkeit heiss diskutiert, viele forderten eine härtere Bestrafung. Und die wäre durchaus möglich gewesen – mittels Zivilklage.
Verletzung wäre «strafrechtlich relevant»
Doch der Österreicher verzichtet, wie die Espen auf Anfrage von Radio SRF mitteilen. Der 27-Jährige hätte mit einem Strafverfahren aber durchaus Chancen auf Erfolg gehabt.
«Wenn man eine Verletzung in Kauf nimmt, ist dies durchaus strafrechtlich relevant», sagt Anwalt Marc Kirchhofer gegenüber SRF. Die Verletzung müsse aber einen gewissen Schweregrad haben, damit das Strafverfahren sinnvoll wäre. Schuberts Verletzung würde gemäss Kirchhofer dazuzählen.
Zwei Fouls landeten vor Gericht
Bislang kam es zu zwei Fällen im Schweizer Fussball, die vor Gericht landeten. Zum einen das «schlimmste Foul im Schweizer Fussball» von Pierre-Albert Chapuisat (74), der 1985 dem heutigen Nizza-Trainer Lucien Favre übel ins Knie grätschte.
Favre klagte wegen vorsätzlicher Körperverletzung, Chapuisat wurde verurteilt und erhielt eine Busse von 5000 Franken. Zudem warf ihn sein damaliger Verein Vevey raus.
Der zweite Vorfall betrifft Sandro Wieser, der als Spieler des FC Aarau 2014 den FCZ-Profi Gilles Yapi folgenschwer gefoult hat. Der Ivorer warf dem heute 29-Jährigen schwere Körperverletzung vor. Auch er wurde verurteilt, in zweiter Instanz jedoch freigesprochen. https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 79764.html
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Verfasst: Montag 26. September 2022, 16:00 |
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26.09.2022  Zitat: Schuberts Berater ist stinksauer
«Das war Körperverletzung von Garcia»
Mehr als drei Wochen nach seinem Schien- und Wadenbeinbruch darf FCSG-Stürmer Fabian Schubert (28) heute das Spital verlassen. Dessen Berater ist aber immer noch stinksauer auf YB-Verteidiger Ulisses Garcia (26).
Es sind schlimme TV-Bilder, nichts für schwache Nerven. Ulisses Garcia, der YB-Verteidiger, springt in Kung-Fu-Manier in St. Gallens Stürmer Fabian Schubert hinein. Dessen rechtes Bein knickt weg. Schien- und Wadenbeinbruch. Schuberts Schreie sind bis unters Tribünendach des Kybunparks zu hören.
Seit drei Wochen liegt der Österreicher im Spital, heute darf er endlich nach Hause. Fussballspielen wird der 28-Jährige in dieser Saison wohl nicht mehr. «Wir wissen noch nicht, wie lange Fabian ausfallen wird. Es werden mehrere Monate sein», sagt Schuberts Berater Max Hagmayr.
Berater sauer auf Garcia
Und er ist noch immer stinksauer auf Ulisses Garcia. «Das war Körperverletzung», sagt der Österreicher. «Fabian hatte sechs Operationen, eine grosse wegen des Bruchs. Und fünf kleine wegen des Muskels rundherum. Er liegt seit drei Wochen ununterbrochen im Spital. Er musste eine Hauttransplantation über sich ergehen lassen.»
Die Aktion sei «grob fahrlässig» gewesen, so Hagmayr. «So reinzurutschen, das geht einfach nicht.» Auf eine Klage verzichte man zwar, weil man Garcia keine Absicht unterstelle. «Aber», so Hagmayr. «Wir wollen sensibilisieren. Damit ein solches Horrorfoul in Zukunft nicht mehr passiert.» Bitter sei, dass Schuberts Vertrag im Juni auslaufen werde.
Beim FCSG habe man laut Hagmayr aber verlauten lassen, dass man «Schubi», wie der Publikumsliebling in der Ostschweiz genannt wird, alle Zeit geben werde, die er benötige.
Das sagt der Arzt
Wie lange das sein wird, steht in den Sternen. Andreas Bischof, Leiter des Medical Teams des FCSG, sagt im Interview mit FM1: «Wie lange Fabian Schubert ausfallen wird, ist schwer zu sagen, denn die Knochenheilung ist sehr individuell. Geht man von einer durchschnittlichen Heilung aus, sprechen wir von rund zwei bis drei Monaten, die der Knochen braucht, um zu heilen und die Muskeln ihre Funktionsfähigkeit zurückerhalten. Aber auch nach Abheilung wird es sicher noch einmal bis zu drei Monaten dauern, bis er wieder auf dem Leistungsniveau eines Super-League-Fussballers ist. Das braucht Geduld.»
Ulisses Garcia, der für sein Foul vier Spielsperren aufgebrummt bekommen hat, möchte sich nicht mehr zum Fall äussern. Er lässt via YB-Mediensprecher Albert Staudenmann ausrichten, er könne sich nur wiederholen, dass ihm die schwere Verletzung von Fabian Schubert sehr leid tue und ihm selber nahe gegangen sei. Auf keinen Fall habe er die Absicht gehabt, Schubert zu verletzen. Er habe sich bei ihm entschuldigt und wünsche ihm von Herzen gute Besserung. https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 09799.html
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