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 Beitrag Verfasst: Samstag 28. Oktober 2017, 11:29 
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 Beitrag Verfasst: Sonntag 29. Oktober 2017, 10:48 
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Bühne frei für die Statisten

Am Sonntag beim Heimspiel gegen den FC Sion werden Marco Bürki und Gregory Wüthrich die Innenverteidigung der Young Boys bilden. Für die Eigengewächse blieb bisher nur eine kleine Rolle übrig. Sie gehen damit unterschiedlich um.

Als Steve von Bergen am Sonntag in der Schlussphase der Partie bei Luzern die Gelbe Karte sieht, verändert sich die Perspektive von Marco Bürki und Gregory Wüthrich schlagartig. Da zuvor bereits Kasim Nuhu verwarnt worden war, ist in dem Moment klar, dass die Stammdefensive im Heimspiel gegen den FC Sion gesperrt fehlen wird. Bürki und Wüthrich, Innenverteidiger 3 und 4 oder 4 und 3, werden plötzlich gebraucht.

In der Erfolgsgeschichte der Young Boys blieb für die beiden bisher nur eine Statistenrolle übrig. Die Konkurrenten von Bergen und Nuhu haben von allen YB-Akteuren am meisten Minuten absolviert. Und wenn Bürki und Wüthrich mal gemeinsam von Beginn an zum Einsatz kamen, wie etwa im Cup gegen Breitenrain und in der Europa League bei Skënderbeu, dann in der Dreierkette an der Seite Nuhus oder von Bergens.

Man kann dies als fehlendes Vertrauen des Trainers in die Ersatzkräfte werten. Man kann aber auch finden, dass Adi Hütter bisher vieles richtig gemacht hat, zumal die Innenverteidigung mit das stabilste Element im Spiel der Berner ist. Und als der Österreicher in der Super League das einzige Mal eine Rochade vornahm, im Heimspiel gegen Thun Bürki für Nuhu brachte, verlor YB 0:4. «Klar möchte ich immer zum Einsatz kommen», sagt Gregory Wüthrich. Und Marco Bürki meint, er habe sich den persönlichen Saisonverlauf anders vorgestellt. «Aber uns läuft es als Team sehr gut. Da muss man auch mal hintenanstehen.»

Bürkis Vermutung

Die YB-Eigengewächse sitzen am Freitagnachmittag in den Katakomben des Stade de Suisse. Sie wirken topfit, ihre Schultern sind beinahe doppelt so breit wie die Rückenlehne der Stühle, auf denen sie Platz genommen haben. Sie lachen viel, treiben Spässe mit Betreuern und Mitspielern, die vorbeilaufen.

Sie vermitteln nicht den Eindruck, frus­triert zu sein. Wüthrich unterlegt die Bilder mit Ton, er sagt: «Ich brauchte nach meiner langwierigen Verletzung Zeit.» Fast die komplette Vorsaison hatte er nach einer Operation am Kreuzband verpasst. Es sei deshalb klar gewesen, dass er sich gedulden müsse, meint der 22-jährige Stadtberner. Bürki hingegen offenbart, dass es Tage gebe, an denen er sich zum positiven Denken zwingen müsse. «Meine Situation ist nicht befriedigend.»

Beim FC Thun hatte sich der 24-jährige Münsinger in den zwei Jahren zuvor zum Abwehrchef hochgearbeitet. Er hoffte, durch sein Leihengagement im Oberland habe sich sein Standing bei YB verändert. «Aber als ehemaliger Junior ist es nicht ganz einfach», sagt er einmal. Dann wieder meint Bürki, es könne schnell gehen. «In Thun erlebte ich zu Beginn eine ähnliche Phase. Ich muss einfach weitermachen.» Er ist hin- und hergerissen.

Hütters Gedankenspiele

Zwei Stunden zuvor redet an gleicher Stelle Trainer Adi Hütter. Er meint gleich zu Beginn, dass Wüthrich und Bürki gegen den FC Sion beginnen werden. Er habe auch mit dem Gedanken gespielt, den beiden im Cup Matchpraxis zu verschaffen. «Aber das Risiko, dass sich einer der beiden verletzt, war mir zu gross.» Hütter sagt: «Jetzt bekommen sie ihre Chance.»

Unter Druck setzen wollen sich die Innenverteidiger deshalb nicht. «Wir sind ja keine 18 mehr», sagt Marco Bürki. Und Gregory Wüthrich fragt zurück: «Was haben wir zu verlieren?»


Trainerrochade, die x-te

Seit dieser Woche hat Sion mal wieder einen neuen Trainer: Gabriel García de la Torre, kurz Gabri. Der 38-jährige Spanier ist nicht nur mutig, sondern offenbar auch leicht vergesslich: Vor drei Jahren, als er sich in Lausanne am Ende seiner Spielerkarriere befand, sagte er im Fussballmagazin «Zwölf» zu seinem vorherigen Verein Sion: «Dass es so einen Klub im Jahr 2014 noch gibt, und dann erst noch in der Schweiz!» Die Zeit im Wallis betitelte er als die schlimmste seiner Karriere. Nun ist Gabri doch wieder in Sitten, wo er bei seiner Vorstellung verkündete, einen ähnlichen Fussball spielen lassen zu wollen, wie ihn Barcelona pflegt, bei dem er zuletzt im Nachwuchs gearbeitet hat.

YB-Trainer Adi Hütter glaubt jedoch nicht, dass Gabri in dieser kurzen Zeit viel Einfluss auf die Spielweise nehmen konnte. Der Österreicher sagt aber vor dem morgigen Match (16 Uhr), Gabri könne seinen Akteuren Selbstvertrauen vermitteln. «Sie werden befreiter aufspielen.» Bei seinem Team hat der umkämpfte 3:0-Sieg im Cupachtel­final am Mittwoch in Münsingen keine grösseren Spuren hinterlassen, einzig Mittelfeldakteur Sékou Sanogo ist leicht angeschlagen. Der Ivorer sollte jedoch mittun können. Hütter zeigt sich am Freitagmittag entspannt, er ist zufrieden mit den letzten Darbietungen. «Wir haben eine gute Konstanz», sagt er einmal. «Und bis auf die Partie in Lausanne stimmten auch die Resultate.» Nach dem 1:2 vor zwei Wochen sind die Berner auswärts in drei Partien ungeschlagen geblieben, haben zweimal gewonnen. Jetzt kehren sie ins Stade de Suisse zurück, wo sie in der Super League in 5 von 6 Partien siegten, mit einem Torverhältnis von 18:6.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/15671192

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 29. Oktober 2017, 21:07 
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YB gewinnt gegen Sion deutlich

Die Young Boys gaben sich gegen Sion keine Blösse und siegten gleich mit 5:1. Damit bauen die Berner ihren Vorsprung in der Tabelle weiter aus.

Die Dreifachbelastung scheint den Young Boys nichts anhaben zu können. Vier Tage nach dem Cupspiel in Münsingen und vier Tage vor dem wichtigen Europa-League-Auftritt gegen Dinamo Kiew überfuhren die Berner den FC Sion.

Trainer Adi Hütter konnte an der Seitenlinie fast jede Berner Aktion beklatschen. Nicht nur Hütter gefiel, was er sah. Schon nach 19 Minuten führte YB 2:0. Das Gast aus dem Wallis, im Stade de Suisse in der Meisterschaft seit 21 Jahren sieglos (!), schaffte durch Pajtim Kasami nach einem Goalie-Fehler von David von Ballmoos in der 36. Minute zwar den Anschlusstreffer, kassierte aber bloss acht Minuten später bereits wieder das 1:3 (durch Jean-Pierre Nsame).

Danach verwalteten die Young Boys den Vorsprung nicht nur souverän, sie bauten das Skore sogar noch aus. Der Vorsprung in der Tabelle beträgt neu sieben Punkte auf den ersten Verfolger Basel. Nie mehr seit der Saison 2009/10, als YB einen Vorsprung von 13 Punkten auf Basel preisgab, grüssen die Berner Ende Oktober noch als Tabellenführer. Eine Schlüsselfigur im Berner Freudentaumel ist das 23-jährige Kraftpaket Roger Assalé aus der Elfenbeinküste. Assalé traf auch gegen Sion wieder. Sein 2:0 in der 19. Minute hielt als perfektes Beispiel für das rassige Berner Umschaltspiel hin. Sékou Sanogo eroberte im Zentrum den Ball, lancierte Assalé, der kaltblütig einschoss.

In den letzten zehn Wettbewerbsspielen gelangen Assalé elf Tore, dreimal traf er doppelt, nur zweimal gelang ihm kein Goal. Dank Assalé fällt bei YB die Absenz von Goalgetter Guillaume Hoarau nicht ins Gewicht. Und Sion? Die Handschrift des neuen Trainers war noch nicht zu erkennen, was nach bloss vier Vorbereitungstagen aber auch nicht erstaunte. Sion trat in Bern naiv auf. Immer wieder standen die Gäste schon in der Startphase einer Überzahl Angreifern gegenüber. YB hätte nach 20 Minuten schon 4:0 führen können. Und obwohl nachlässig und fahrlässig verteidigt wurde, resultierten vorne für Sion kaum Torchancen. (sda)

Telegramm

Young Boys - Sion 5:1 (3:1) 18'077 Zuschauer. - SR Jaccottet. - Tor: 10. Sulejmani (Mbabu) 1:0. 19. Assalé (Sanogo) 2:0. 36. Kasami (Cunha) 2:1. 44. Nsame 3:1. 60. Sulejmani (Foulpenalty) 4:1. 82. Nsame (Assalé) 5:1.

Young Boys:von Ballmoos; Mbabu (84. Joss), Wüthrich, Bürki, Lotomba; Fassnacht (80. Moumi), Sow, Sanogo (72. Aebischer), Sulejmani; Assalé, Nsame.

Sion:Mitrjuschkin; Zverotic, Ricardo, Neitzke (68. Angha), Lenjani; Kasami, Zock (46. Milosavljevic), Constant; Cunha, Uçan (68. Medja); Schneuwly.

Bemerkungen: Young Boys ohne Nuhu, von Bergen (beide gesperrt), Bertone, Hoarau und Seferi, Sion ohne Adryan, Carlitos, Cümart, Dimarco und Kukeli (alle verletzt). Debüt von Medja (17), erster Super-League-Einsatz eines Spielers mit Jahrgang 2000. - Verwarnungen: 49. Assalé (Foul); 14. Zock (Foul).


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/15802000

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 29. Oktober 2017, 21:09 
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YB mit 7 Punkten Vorsprung Leader

So geht Gabris Sion-Debüt in die Hose!

Die Young Boys geben sich gegen Sion keine Blösse. Für Gabri, den neuen Coach bei den Wallisern, ist es ein Einstand zum Vergessen.

Das Spiel: Die Young Boys geben Sion gleich durch, wer hier Herr im Haus ist. Nach 19 Minuten liegt der Leader bereits zwei Nasenlängen voraus. Die Offensiv-Maschinerie präsentiert sich auch in der Folge bestens geölt. Der Walliser Anschlussstreffer lässt das Team von Adi Hütter kalt. Man weiss um die eigenen Qualität vor dem gegnerischen Kasten. Und diese schlägt zu. Fünfmal insgesamt. Es hätten noch zwei, drei mehr sein können. Eine wahre Horror-Premiere für Gabriel Francisco Garcia de la Torre als Sion-Coach.

Die Tore:

1:0, 10. Minute | Mbabu zündet über rechts den Turbo, spielt die Kugel ins Zentrum. Dort schlägt Nsame zwar ein Luftloch, aber hinter ihm steht Miralem Sulejmani mutterseelenallein und verwertet eiskalt.

2:0, 19. Minute | Nach einer Balleroberung schalten die Berner blitzschnell um. Sanogo wird von der Sion-Abwehr nicht angegriffen und schlägt daraus Profit. Er lanciert Roger Assalé in die Tiefe, der Sion-Schlussmann Mitrjuschkin mit einem Flachschuss überwindet.

2:1, 36. Minute | Was für ein Bock in der YB-Abwehr! Nach einem Horror-Missverständnis zwischen Bürki und von Ballmoos luchst Cunha dem Berner Goalie das Leder ab. Am linken Flügel legt er zurück in die Mitte, wo Pajtim Kasami aus dem Hinterhalt einschiebt.

3:1, 44. Minute | Vorhang auf für Jean-Pierre Nsame! Der Kameruner lässt Ricardo mit atemberaubendem Antritt wie einen Schulbuben stehen und pfeffert das Ding herrlich unter die Latte. Eine Kiste zum mit der Zunge schnalzen!

4:1, 61. Minute | Zverotic zieht Nsame im Strafraum das Bein weg – vermeintlich! Schiri Jaccottet zeigt sofort auf den Punkt, wohl eine Fehlentscheidung. Miralem Sulejmani kümmerts keinen Deut. Er übernimmt die Verantwortung und verlädt Mitrjuschkin.

5:1, 82. Minute | Die Sion-Abwehr steht Spalier für Jean-Pierre Nsame. Der Knipser bucht seinen zweiten Treffer mit einem satten Flaschschuss.

Der Beste: Jean-Pierre Nsame. Ein Zaubertor. Ein «normales» Tor. Seine Nummern 7 und 8 für YB.

Der Schlechteste: Bei Sion spielen ganz, ganz viele sehr, sehr schlecht. Am schlechtesten der Brasilianer Paulo Ricardo. Bei nicht weniger als drei der fünf YB-Tore hat er seine Füsse im Spiel – und hilft den Bernern.

Das gab zu reden: Also irgendwas muss man schon machen, um einen Penalty zu verursachen. Aber einfach dastehen wie Sion-Zverotic gegen YB-Nsame? Das darf niemals Elfmeter geben. Ref Jaccottet steht zwei Meter daneben – und schätzt die Situation dennoch falsch ein. Schwach!

So gehts weiter: YB empfängt in der Europa League am Donnerstag (19 Uhr) Dynamo Kiew. Am Sonntag (5. November, 16 Uhr) gastieren die Hauptstädter beim FC Basel. Sion lädt tags zuvor (19 Uhr) zum Tanz gegen den FC Zürich.

*******
YB – Sion 5:1 (3:1)

Stade de Suisse, 18'077 Fans
SR: Jaccottet (3)

YB: Von Ballmoos; Mbabu, Wüthrich, BürkuNuhu, Lotomba; Fassnacht, Sanogo, Sow, Sulejmani; Nsame, Assalé.

Sion: Mitrjuschkin; Zverotic, Ricardo, Neitzke, Lenjani; Kasami, Zock, Constant; Cunha, Schneuwly, Ucan.

Tore: 10. Sulejmani (Mbabu) 1:0, 19. Assalé (Sanogo) 2:0, 36. Kasami (Cunha) 2:1, 44. Nsame (Bürki) 3:1, 61. Sulejmani (Foulpenalty) 4:1, 81. Nsame (Assalé) 5:1

Einwechslungen:
YB: Aebischer (72. für Sanogo), Ngamaleu (80. für Fassnacht), Joss (84. für Mbabu)

Sion: Milosavljevic (46. für Zock), Angha (68. für Neitzke), Medja (68. für Ucan)

Gelb: 14. Zock. 49. Assalé (beide Foul).

Bemerkungen:

YB ohne Hoarau, Bertone, Seferi (verletzt), Von Bergen, Nuhu (gesperrt). Sion ohne Dimarco, Mboyo, Carlitos, Kukeli, Cümart, Ndoye, Adao, Adryan (verletzt).


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 27458.html

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 29. Oktober 2017, 21:11 
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Erneutes Spektakel: YB lässt Sion keine Chance

YB schlägt im Heimspiel Sion diskussionslos 5:1 und baut die Leaderposition auf 7 Punkte aus. Bei den Gästen stand erstmals der neue Trainer Gabri an der Seitenlinie.


- Nach 20 Minuten führt YB bereits vorentscheidend mit 2:0
- Nur dank gütiger Mithilfe von YB-Keeper Von Ballmoos erzielt Sion einen (Ehren-)Treffer
- Sulejmani und Nsame treffen für die Berner doppelt. Das Fehlen der kompletten Innenverteidigung (Von Bergen und Nuhu sitzen eine Sperre ab) fällt nicht ins Gewicht.

Das Debüt von Sions neuem Trainer Gabri misslang komplett. Sein Team ging bei YB regelrecht unter. Und die Niederlage hätte auch höher ausfallen können. Beispiel gefällig? Solche Chancen wurden ausgelassen:

Berner Offensiv-Wucht erledigt Sion

YB dominierte nach Belieben. Vor allem in den ersten 20 Minuten wurden die Walliser vom Druck der Berner regelrecht erdrückt. Miralem Sulejmani (10.) und Roger Assalé (19.) schlugen aus der Überlegenheit Kapital in Form von je einem Tor.

Zwar konnte Sion dank einem groben Patzer von YB-Keeper David von Ballmoos durch Pajtim Kasami verkürzen, doch nur wenig später stellte Jean-Pierre Nsame den Zweitore-Vorsprung wieder her. Nach dem Seitenwechsel reduzierte YB das Tempo – erhöhte aber durch Sulejmani (60./Elfmeter) und Nsame (82.) auf 5:1.

Sion naiv und gut bedient

Der Vorsprung in der Tabelle beträgt neu 7 Punkte auf den ersten Verfolger Basel. Nie mehr seit der Saison 2009/10 grüssen die Berner Ende Oktober noch als Tabellenführer. In jener Saison hatte YB einen Vorsprung von 13 Punkten auf Basel preisgegeben.

Und Sion? Die Handschrift des neuen Trainers war noch nicht zu erkennen, was nach bloss 4 Vorbereitungstagen aber auch nicht erstaunte. Sion trat in Bern naiv auf. Immer wieder standen die Gäste schon in der Startphase einer Überzahl Angreifern gegenüber. YB hätte nach 20 Minuten schon 4:0 führen können.

Immerhin für eine Schlagzeile war Sion doch noch besorgt: Mit Nicky Medja wurde in der 68. Minute der erste Spieler in der Super League eingewechselt, der Jahrgang 2000 hat.


https://www.srf.ch/sport/fussball/super ... ine-chance

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 29. Oktober 2017, 21:13 
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Gabri nach YB - Sion: «Resultat ist eine Katastrophe»

Der katalanische Trainer Gabriel Garcia de la Torre, kurz Gabri, hat bei Sion in 4 Tagen noch nichts bewirkt. Gabri realisiert beim 1:5 gegen YB, dass er mit Sion vor einer Herkules-Aufgabe steht.

Gabri (38) muss sich zusammen nehmen, um seiner überforderten Mannschaft nicht zu sehr an den Karren zu fahren. Aber am Resultat führt keine Analyse vorbei. "Und wenn du das Resultat ansiehst, dann ist das eine Katastrophe", so Gabri.

Nicht alles sei aber mies gewesen. Die ersten sieben, acht Minuten gefielen dem neuen Trainer. In dieser Startphase versuchte sein Team, mit Ballbesitz die Partie in den Griff zu bekommen. Gabri: "Aber nach dem ersten Gegentreffer war alles Selbstvertrauen weg. Verschwunden! Nicht mehr da! Danach wurde offensichtlich, wie verunsichert diese Mannschaft nach Bern gereist ist. Wir sind jetzt vor allem sehr traurig."

Gabri gratulierte aber auch den Young Boys. Natürlich habe seine Defensive überhaupt nicht gut ausgesehen, "aber wir dürfen auch nicht vergessen, dass wir gegen die offensiv stärkste Equipe der Liga spielten." Und dann folgten Durchhalteparolen. Seine Mannschaft brauche jetzt vor allem Zeit. Aber er weiss: Zeit ist für Trainer in Sitten ein kostbares Gut. Jedes Spiel sei jetzt wie ein Final. Und ja, er traue der Mannschaft weiter zu, die immens hohen Erwartungen im Wallis zu erfüllen. Gabri: "Wir werden zumindest alles unternehmen, um besser zu werden."

Hütter: "Sion war noch gut bedient!"

Derartige Probleme stellen sich YB's Trainer Adi Hütter nicht. Hütter verteilte seinen Akteuren Komplimente. Sion sei mit nur fünf Gegentoren noch gut bedient gewesen, stellte Hütter fest. "In der Offensive spielten wir unglaublich gut. Unser Umschaltspiel lief hervorragend."

Die anstehenden Aufgaben in der Europa League gegen Dinamo Kiew (am Donnerstag) und in der Meisterschaft in Basel (am nächsten Sonntag) bereiten ihm keine Sorgen.

Der einzige Tolggen im Berner Reinheft war am Sonntag das Gegentor nach 36 Minuten, bei welchem Goalie David von Ballmoos viel zu undezidiert agierte. Schon vorher hatte Hütter seinen Goalie nach einer nicht optimalen Auslösung während des Spiels wachgerüttelt. Hütter: "Junge Spieler machen Fehler. Und sie dürfen auch Fehler machen. Wichtig ist, wie die Mannschaft auf Fehler reagiert. Heute haben wir grandios reagiert. Allerdings habe ich in den letzten zwei Jahren in Bern das auch schon anders erlebt. Im Moment können wir reagieren, weil wir vor Selbstvertrauen strotzen. Und dieses Selbstvertrauen haben wir uns dank guter Resultate und harter Arbeit verdient."

Zur Tabellensituation mit den sieben Punkten Vorsprung auf Basel will sich Hütter nicht gross äussern. Der Fokus richtet sich jetzt auf den Europacup, denn "da wird sich in den nächsten Tagen die Spreu vom Weizen trennen". Und erst nach dem Spiel gegen Kiew will sich Hütter mit Basel und dem Spitzenspiel vom nächsten Sonntag beschäftigen. "Die Tabellensituation ist gut und schön. Aber die Wahrheit wird sich auf dem Platz zeigen."


https://www.aargauerzeitung.ch/sport/fu ... -131854461

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 29. Oktober 2017, 21:14 
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YB siegt mit viel Leichtigkeit

Einen starken Auftritt legen die Young Boys auf den Rasen. YB besiegt Sion 5:1 und vermiest Gabri, dem neuen Trainer der Walliser, das Debüt. Schon in der ersten Hälfte fiel die Vorentscheidung.

Sie wollen nicht rechnen in Bern. Schon gar nicht öffentlich. Doch sie können natürlich rechnen. Sie rechnen aber im Geheimen. Und sie wollen auch nicht der Herausforderer des FC Basel sein, und der Verfolger wollten sie nach traumatischen Erfahrungen in der Vergangenheit irgendwann auch nicht mehr sein. Aber mittlerweile sind sie sowieso nicht der Verfolger, die Young Boys, sie sind die Verfolgten. Sie führen die Tabelle mit sattem Vorsprung an. Und nächste Woche fährt das Team nach Basel. Im Geheimen wird gerechnet: ein Sieg, und man hätte zehn Punkte Vorsprung und das massiv bessere Torverhältnis, das macht fast elf Punkte Vorsprung.

Auf jeden Fall hat YB den Druck auf den Krösus der Liga erhöht. Das wird YB freuen. Heimlich. Aber klar, die Berner werden liefern müssen in einer Woche, es wird eine Art Reifeprüfung sein für ein Team, das gegen Sitten als gefestigte Einheit auftrat; und viele kleine Gesten deuteten darauf hin, dass der Spirit stark ist. Nach dem 3:1 lief Nsame zum Trainer und umarmte ihn, nach dem 2:0 durch Assalé lief der Goalie Von Ballmoos zum Verteidiger Bürki und herzte ihn. Sie hatten zuvor zusammen ein paar Unsicherheiten gezeigt, und der Torhüter hatte beim Gegentreffer durch Kasami (2:1, 36.) gepatzt, indem er gar nonchalant den Ball wegschlagen wollte.

«Ja, man merkt, dass wir Selbstvertrauen haben.»

Den Trainer Hütter freute, dass sein Team auch ohne die Stamm-Innenverteidigung Von Bergen und Nuhu (beide gesperrt) funktionierte, als wäre nichts geschehen. Bürki und Wüthrich hätten «einen tadellosen Job» gemacht, sagte Hütter, der seinem Team eine «sehr gute Leistung» attestierte, mit guten Umschaltbewegungen, guter Balance – «und ja, man merkt, dass wir Selbstvertrauen haben». Das Team sei ein anderes als vor einem Jahr, ein reiferes, «aber nur, wenn wir 100 Prozent geben».

Und Sitten? Der Präsident Christian Constantin dürfte nicht schöne Worte gefunden haben irgendwo vor dem TV. Sein Team präsentierte sich als eine Ansammlung von Individualisten ohne Bindung untereinander. Der neue Trainer Gabri konnte einem leidtun. Der Katalane sagte an der Pressekonferenz, dass man die Mentalität ändern müsse, er habe sieben oder acht gute Minuten mit Ballbesitz gesehen. Das war zu Beginn des Spiels. Sieben oder acht Minuten, das ist nicht sehr lange.

Young Boys - Sitten 5:1 (3:1)

18'077 Zuschauer. - SR Jaccottet. - Tor: 10. Sulejmani (Mbabu) 1:0. 19. Assalé (Sanogo) 2:0. 36. Kasami (Cunha) 2:1. 44. Nsame 3:1. 60. Sulejmani (Foulpenalty) 4:1. 82. Nsame (Assalé) 5:1.

Young Boys: von Ballmoos; Mbabu (84. Joss), Wüthrich, Bürki, Lotomba; Fassnacht (80. Moumi), Sow, Sanogo (72. Aebischer), Sulejmani; Assalé, Nsame.

Sitten: Mitrjuschkin; Zverotic, Ricardo, Neitzke (68. Angha), Lenjani; Kasami, Zock (46. Milosavljevic), Constant; Cunha, Uçan (68. Medja); Schneuwly.

Bemerkungen: Young Boys ohne Nuhu, von Bergen (beide gesperrt), Bertone, Hoarau und Seferi, Sitten ohne Adryan, Carlitos, Cümart, Dimarco und Kukeli (alle verletzt). Debüt von Medja (17), erster Super-League-Einsatz eines Spielers mit Jahrgang 2000. - Verwarnungen: 49. Assalé (Foul); 14. Zock (Foul).


https://www.nzz.ch/sport/fussball/yb-si ... ld.1324873

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 29. Oktober 2017, 22:50 
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das war heute ein ganz souveräner auftritt! macht enorm freude die jungs spielen zu sehen. ich denke wir sind bereit für die beiden nächsten meisterschaftsspiele gegen basel und den fcz.


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 Beitrag Verfasst: Sonntag 29. Oktober 2017, 23:19 
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Goldene Leistung auf dem Silbertablett

Mit einer Gala baut YB die Tabellenführung aus. Beim 5:1-Heimsieg gegen den inferioren FC Sion brillieren die Young Boys. Sie liegen vor dem Gipfeltreffen am nächsten Sonntag in Basel sieben Punkte vor Serienmeister FCB.

Diese Young Boys sind anders. Es wäre am Sonntag ja ein typisches Spiel gewesen, nach dem man mal wieder die hässliche Wortkreation hätte bemühen können, weil YB eine ideale Ausgangslage nicht ausgenutzt hat. Die Verfolger Zürich und Basel hatten sich am Samstag 0:0 getrennt, es war eine Steilvorlage für die Young Boys, die das Präsent auf dem Silbertablett stilsicher mit einer goldenen Leistung veredelten.

Sie liessen beim 5:1-Heimsieg gegen Sion am Sonntagnachmittag nie Zweifel über den Sieger der Veranstaltung aufkommen – und hätten gegen einen inferioren Gegner problemlos doppelt so viele Tore erzielen können. Sie trafen früh, nach zehn Minuten, und mit Miralem Sulejmanis brillantem linkem Fuss, wobei das nicht einmal die erste Topchance war. Sie erhöhten bald durch Roger Assalé und mit Sion-Defensivspielern als stabilen Slalomstangen zum Winterzeitstart.

Das Anschlusstor der Gäste nach einem Aussetzer von YB-Torhüter David von Ballmoos konterten sie kurz vor der Pause spektakulär mit einem satten Schuss Jean-Pierre Nsames unter die Latte. Und in der zweiten Halbzeit legten sie aus einer reichen Palette an ausgezeichneten Möglichkeiten noch zweimal nach, mit einem Elfmeter von Linksfuss Sulejmani sowie einem kühlen Abschluss Nsames.

Souverän und stilsicher

Die Young Boys zelebrierten allerbeste Unterhaltung inklusive einer Slapstickeinlage des überragenden Nsame, der aus fünf Metern übers leere Tor schoss. «Sion ist mit diesem Resultat noch gut bedient», sagt Adi Hütter. Dem YB-Trainer gefielen Souveränität, Selbstverständlichkeit und Balance seines Teams, das in diesen Herbstwochen erstaunliche Stabilität beweist.

Dem 1:0-Arbeitssieg in Luzern liessen die Young Boys eine Gala gegen Sion folgen, wobei die Walliser zwar jede Menge spannende Kicker präsentierten, dummerweise aber vergassen, dass es sich beim Fussball um eine Mannschaftssportart handelt.

Immerhin trug der FC Sion ebenfalls zu einer interessanten Veranstaltung bei, seine Offensivbegabung Nicky Medja, mit vollem Namen Stéphane Medja Beloko, wurde Mitte der zweiten Hälfte eingewechselt – und firmiert als erster Fussballer mit Jahrgang 2000 in der Super League. Der gebürtige Kameruner traf im Rasta-Duell auf Kevin Mbabu, er gilt als grosses Versprechen, könnte aber möglicherweise nicht im geeigneten Klub für ein entwicklungsfähiges Talent engagiert sein.

Die Young Boys braucht das nicht zu kümmern. Sie stiessen immer wieder lustvoll in die grosszügigen Lücken in der Sion-Defensive vor, dominierten den Gegner in allen Belangen und zementierten den Leaderthron. «Das war eine starke Leistung», sagt Jean-Pierre Nsame, «aber sie gibt wie der 1:0-Sieg in Luzern nur drei Punkte.»

Die YB-Akteure geben sich bescheiden und demütig, das Programm der nächsten Tage ist intensiv und attraktiv: Am Donnerstag geht es in der Europa League gegen Dynamo Kiew, am Sonntag steht das Gipfeltreffen in Basel auf der Agenda. Bei einem Auswärtssieg betrüge der Vorsprung auf den Serienmeister FCB zehn Punkte, selbst eine Niederlage wäre kein Beinbruch. Der Druck im St.-Jakob-Park wird einseitig verteilt sein.

Bemerkenswerte Zahlen

Die souveräne Tabellenführung nach 13 Runden ist der Lohn für eine überzeugende Spielzeit. YB ist in allen bedeutenden Kategorien Branchenleader, totalisiert neun Siege und gleich drei mehr als Basel und St. Gallen, hat wie Zürich erst zweimal verloren – und hat vor allem mit 32 Treffern zehn Tore mehr geschossen als die erstaunlich treffsicheren Abstiegskandidaten Lausanne und Thun.

Und das alles ohne den dauerverletzten Torjäger Guillaume Hoarau, den in diesen gelb-schwarzen Festwochen niemand so richtig vermisst. Der Franzose erhält die notwendige Zeit, um wieder fit zu werden. Hoaraus Klasse könnte im Frühling schon noch hilfreich sein.

Und ganz sicher verschmerzen können die Young Boys, dass sie nicht mehr das defensivstärkste Team der Liga sind. Der FCZ führt in dieser Disziplin mit 10:11. Selbst dieses YB kann sich noch verbessern.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/26414986

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 Beitrag Verfasst: Montag 30. Oktober 2017, 00:39 
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Beiträge: 6742
Kompliment an Bürki und Wüthrich, haben Nuhu und SvB gut vertreten.


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