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 Beitrag Verfasst: Montag 2. Oktober 2017, 00:09 
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Klare Klatsche im Spitzenkampf

Nachdem die Espen in der ersten Halbzeit auswärts beim Tabellenführer den Schaden in Grenzen halten konnten, bricht die St.Galler Defensive in der zweiten Halbzeit wie ein Kartenhaus zusammen. Hier die Spielerbewertung.

Tor:

Daniel Lopar: 4,5

Noch einer der besten St.Galler – das sagt bei einem 1:6 wohl alles. Hielt in der ersten Halbzeit sein Team mit einigen schönen Paraden noch einigermassen im Spiel, beim Torfestival in der zweiten Halbzeit war er meist chancenlos, höchstens das zweite Tor der Berner hält er vielleicht an guten Tagen.

Verteidigung:

Nicolas Lüchinger: 3,0

Beim dritten YB-Tor wird er wie ein Schuljunge ausgedribbelt. Auch ansonsten keine gute Leistung, wehrt sich aber mit einer tollen Grätsche gegen den übermütig zu werden drohenden Assalé wenigstens gegen die Niederlage.

Karim Haggui: 3,0

Gegen die schnellen YB-Stürmer schlicht zu zu langsam, bei Kontern sah er jeweils uralt aus. Auch im Kopfball heute nicht mit dem gewohnten Timing.

Silvan Hefti: 3,5

Trotz ungenügender Leistung noch bester St.Galler Verteidiger. Wurde zwar wie seine Kollegen wiederholt vom trickreichen Assalé vernascht, konnte aber wenigstens offensiv einige Male mit schönen Rushs auf sich aufmerksam machen.

Philippe Koch: 2,5

Weshalb Contini ihn für den stets soliden Wittwer aufbot, wird wohl sein Geheimnis bleiben. Bietet bei der frühen Führung der Berner seinem direkten Gegenspieler nur Geleitschutz, auch ansonsten fast immer zu weit weg vom Gegenspieler.

Mittelfeld:

Marco Aratore: 4,0

In der ersten Halbzeit noch gelegentlich mit guten Offensivvorstössen, in der zweiten Halbzeit dann kaum noch mit Ballkontakten.

Alain Wiss: 3,5

Am Anfang mit vielen gewonnen Zweikämpfen, dann verliert er jedoch immer mehr den Zugriff im Mittelfeld. Leitet den Anschlusstreffer mit einem guten Flachschuss ein, offensiv ansonsten unauffällig.

Stjepan Kukuruzovic: 3,0

Ungewohnt schlechte Leistung von ihm. Immer wieder mit Ballverlusten, nach dem dritten Berner Tor stellt er den Betrieb völlig ein und arbeitet kaum mehr nach hinten.

Danijel Aleksic: 4,0

Auf der Plusseite stehen ein souverän verwandelter Penalty und einige kluge Weiterleitungen, auf der Minusseite aber auch einige ärgerliche Fehlpässe. Insgesamt knapp genügend.
Sturm:

Albian Ajeti: 3,0

War komplett unsichtbar. Von ihm sind wir mehr gewohnt, so wird es sicher nichts mit dem baldigen Nati-Aufgebot.

Roman Buess: 4,5

Hält immer wieder gut den Ball vorne und holt sich auch den Assist beim von Aleksic verwandelten Penalty. Insgesamt noch der beste St.Galler Feldspieler.

FM1Today-Teamschnitt: 3,4

Fazit:

Eine Leistung, welche die Espen hoffentlich auf den Boden der Tatsachen zurückholt. Ohne solide Defensivarbeit von allen Spielern ist gegen spielerisch klar stärkere Mannschaften wie die Young Boys nichts zu holen. Und in einer Liga mit einer derart engen Tabellensituation sollte man sich definitiv bei einem vermeintlich spielentscheidenden Rückstand nicht völlig gehen lassen und das Torverhältnis weiterhin im Auge behalten. Trainer Contini hat jetzt aufgrund der Nati-Pause zwei Wochen Zeit, seine Spieler wieder aufzumuntern – im nächsten Spiel auswärts gegen Sion ist definitiv eine Reaktion auf diese Blamage gefragt.


http://www.fm1today.ch/klare-klatsche-i ... mpf/599236

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 Beitrag Verfasst: Montag 2. Oktober 2017, 00:12 
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FCSG: Eine Demontage in 20 Minuten

SUPER LEAGUE ⋅ Im Spitzenspiel der zehnten Runde ist für den FC St. Gallen bei den Young Boys nichts zu holen, die Ostschweizer unterliegen gleich mit 1:6. Zudem hat Basel wieder Interesse an Albian Ajeti angemeldet.

Es war ein herber Rückschlag. St. Gallens Spieler schlichen geknickt und durchgeschüttelt vom Feld. Erstmals seit der 0:7-Niederlage im April 2016 gegen Basel mussten die Ostschweizer wieder eine Kanterniederlage hinnehmen. 20 Minuten hatten dem Leader in der zweiten Halbzeit gereicht, um den ersten Verfolger in diesem Spitzenspiel zu demontieren und ihm die Grenzen aufzuzeigen. Zwischen der 55. und der 76. Minute stellten die Young Boys alle ihre Qualitäten unter Beweis, sie spielten schnell und trickreich. St. Gallen hatte den Gastgebern nichts mehr entgegenzusetzen, das Team zerfiel in seine Einzelteile. Die Young Boys erhöhten ihre Führung kontinuierlich, spätestens nach dem 1:4 dürfte den St. Galler Verantwortlichen an der Seitenlinie Angst und Bange geworden sein. «Es hat uns an Erfahrung und Cleverness gefehlt. Wir hätten ruhiger bleiben müssen», sagte Trainer Giorgio Contini.

Dabei war im Spiel seiner Mannschaft lange nicht alles so schlecht, wie es das Resultat vermuten lässt. Die St. Galler waren gut in die Partie gekommen. Sie traten den Bernern nach vier Spielen ohne Niederlage selbstbewusst und mutig entgegen. Nur ist in einem Spitzenkampf eben wenig zu holen, wenn gleich zweimal ein Beginn missglückt: Schon in der dritten Minute leisteten sich die St. Galler eine Fahrlässigkeit, die ihren Matchplan durchkreuzte. Nach einem langen Ball auf Roger Assalé verhielten sich Philippe Koch und Stjepan Kukuruzovic zu zögerlich, was Assalé mit einem Alleingang in Richtung Sechzehnmeterraum und mit einem wunderbaren Tor bestrafte. Hatten die Young Boys für diesen ersten Treffer gerade einmal zweieinhalb Minuten benötigt, gelang ihnen das zweite Tor nach der Pause schon nach etwas mehr als einer Minute durch Kevin Mbabu. St. Gallens Spieler reklamierten heftig, nach der Cornerflanke war der Ball vorerst Assalé an die Hand gesprungen, doch der Schiedsrichter unterbrach die Partie nicht, sondern gab das 2:0. Dieses Tor und auch eine nicht geahndete Tätlichkeit von Assalé an Alain Wiss kurz vor der Pause bezeichnete selbst YB-Trainer Adi Hütter als die Schlüsselszenen: «Ich weiss nicht, ob das Spiel so gelaufen wäre, hätten wir die rote Karte gesehen.» Assalé war schliesslich mit zwei Toren und zwei Assists der Mann des Spiels. In Überzahl und gegen ein Team ohne Assalé wäre es den St. Gallern vielleicht eher möglich gewesen, nach dem Anschlusstreffer zum 1:2 in der 53. Minute – Danijel Aleksic hatte einen an Roman Buess verschuldeten Elfmeter verwertet – noch einmal zurückzufinden in dieses Spiel. Stattdessen «sind wir unter die Räder gekommen», wie es Torhüter Daniel Lopar bezeichnete.

Hernandez: «Basel klopft überall an»

Als ob das 1:6 nicht bereits genug zu diskutieren gegeben hätte, sickerte auch noch durch, dass der FC Basel erneut sein Interesse an St. Gallens Stürmer Albian Ajeti angemeldet hat. Nach der schweren Verletzung von Ricky van Wolfswinkel sind die Basler in Not geraten, der 20-jährige Ajeti dürfte aufgrund seines Alters auch ausserhalb der Transferperiode wechseln. St. Gallens Präsident Stefan Hernandez sagte: «Die Basler klopfen im Moment überall an. Aber wir haben Ambitionen, diese werden wir aufrechterhalten. Trotz dieser Niederlage und mit diesem Team.» Natürlich weiss auch er, dass es eine finanzielle Schmerzgrenze gibt: Sollten die Basler nach dem geplatzten Transfer im Frühling nun bereit sein, mehr Geld für ihren früheren Junior Ajeti aufzuwerfen, wird sich der FC St. Gallen sicher gut überlegen, was zu tun ist.


http://www.tagblatt.ch/sport/fc-stgalle ... 92,5101887

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 Beitrag Verfasst: Montag 2. Oktober 2017, 08:17 
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Mit King Roger zum Tennisresultat

Die Young Boys verabschieden sich beim 6:1-Heimsieg gegen St. Gallen mit einer Galavorstellung in die Länderspielpause. Roger Assalé ist beim Tabellenführer die grosse Figur.

Darf man nach einem 6:1-Sieg mit fünf verschiedenen Torschützen einen Spieler herausheben?
Man darf.
Gestatten: Roger Assalé, ivorischer Wirbelwind, St. Galler Albtraum, Berner Überfigur.
Kurz: King Roger.

Vor dem Spitzenduell am Sonntag gegen St. Gallen hat der 23-Jährige in sechs von sieben Partien getroffen. Einzig beim 1:1 im Heimspiel gegen Partizan Belgrad blieb er ohne Torerfolg. Gegen St. Gallen läuft die dritte Minute. Assalé übernimmt am Flügel den Ball, er macht eine Finte, eine zweite, eine dritte, der Stürmer lässt zwei Verteidiger stehen und schiesst den Ball wuchtig ins rechte Toreck.

Der Treffer ist aussichtsreicher Kandidat für das Tor des Jahres. Und ein passender Auftakt zu einer enorm spektakulären Partie, die zuweilen begeistert, oft mitreisst und nie langweilt. Als Christian Fassnacht 73 Spielminuten später für YB herrlich zum 6:1 trifft, erheben sich die meisten der 20'098 Zuschauer nicht zum ersten Mal zu stehenden Ovationen.

Es ist ein Resultat wie im Tennis, eine Machtdemonstration. Die Young Boys liegen nach zehn Runden sechs Punkte vor dem FC Zürich und bereits acht vor dem FC Basel. Die vier Super-League-Partien seit der letzten Länderspielpause haben die Berner mit einem Gesamtskore von 14:2 gewonnen. Sie befinden sich in meisterlicher Form.

Mbabus Bewerbung

Hätte Christian Fassnacht zuvor ähnlich zielsicher agiert wie beim 6:1, ein Stängeli – also zehn Tore – wäre im Bereich des Möglichen gelegen. Und das im Spiel Erster gegen Zweiter. «Ein Supertag für uns, den Klub, die Fans. Wir können sehr zufrieden sein», sagt Rechtsverteidiger Kevin Mbabu. Der 22-Jährige trat einmal mehr dominant auf, kurz nach der Pause erzielte er das 2:0, eine Viertelstunde später bereitete er das 4:1 von Jean-Pierre Nsame vor. Mbabus Bewerbungsschreiben für Nationaltrainer Vladimir Petkovic ist um einige Argumente länger worden.

Assalés Aufgedrehtheit

Als Steve von Bergen nach der Partie gefragt wird, ob dieses Resultat Trainer Adi Hütters intensive Rotation beim 1:1 am Donnerstagabend in Albanien gegen Skënderbeu rechtfertige, sagt der Captain: «Roger hatte ja offensichtlich gute Beine.» Von Bergen meint dies nicht als Kritik am Trainer. Er will damit sagen, dass alles auf verschiedene Weisen interpretiert werden kann.

Denn: Roger Assalé war einer der wenigen YB-Stammspieler, die schon in der Europa League in der Startelf standen. Doch von Müdigkeit ist beim Ivorer am Sonntag nichts zu sehen, er agiert wie aufgedreht. In fast jeder Berner Offensivaktion hat er seine kleinen Füsse im Spiel. Assalé erzielt in der 55. Minute das 3:1, nachdem die St. Galler kurz zuvor nach einem Elfmetertor von Danijel Aleksic zum Anschlusstreffer gekommen sind. Schiedsrichter Fedayi San taxierte eine Intervention Mbabus fälschlicherweise als Foul.

Das 3:1 Assalés ist wegweisend, erneut sehr sehenswert und der Auftakt zum YB-Schaulaufen. Während der nächsten 20 Minuten spielen die Berner die Gäste an die gelb-schwarze Wand. Nsame, Kasim Nuhu und Fassnacht verdoppeln in dieser Zeitspanne die Torausbeute. «Es war beeindruckend, wie wir in dieser Phase spielten», sagt Hütter. Der Sieg sei auch in dieser Höhe verdient, meint der YB-Coach.

Continis Einwand

Neben ihm sitzt St. Gallens Trainer Giorgio Contini. In seiner Zeit beim FC Vaduz hat der 43-Jährige gelernt, hohe Niederlagen zu erklären. Am Sonntag kommt er bald einmal auf die «Schlüsselszenen» zu sprechen. Er meint das 2:0 Mbabus, dem ein nicht absichtliches Handspiel von Assalé vorausgegangen war. Contini wertet den Treffer als irregulär. Zu reden gibt zudem eine Aktion aus der ersten Halbzeit, als Assalé seinem Gegenspieler Alain Wyss den Arm ins Gesicht schlug. «Da hatten wir Glück, dass es der Schiedsrichter bei einer Gelben Karte beliess», sagt Adi Hütter.

Hätte der Schiedsrichter die Szene als Tätlichkeit taxiert, Roger Assalé wäre nun womöglich der Depp. Und nicht King Roger.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/23540352

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 Beitrag Verfasst: Montag 2. Oktober 2017, 08:17 
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Mit King Roger zum Tennisresultat

Die Young Boys verabschieden sich beim 6:1-Heimsieg gegen St. Gallen mit einer Galavorstellung in die Länderspielpause. Roger Assalé ist beim Tabellenführer die grosse Figur.

Darf man nach einem 6:1-Sieg mit fünf verschiedenen Torschützen einen Spieler herausheben?
Man darf.
Gestatten: Roger Assalé, ivorischer Wirbelwind, St. Galler Albtraum, Berner Überfigur.
Kurz: King Roger.

Vor dem Spitzenduell am Sonntag gegen St. Gallen hat der 23-Jährige in sechs von sieben Partien getroffen. Einzig beim 1:1 im Heimspiel gegen Partizan Belgrad blieb er ohne Torerfolg. Gegen St. Gallen läuft die dritte Minute. Assalé übernimmt am Flügel den Ball, er macht eine Finte, eine zweite, eine dritte, der Stürmer lässt zwei Verteidiger stehen und schiesst den Ball wuchtig ins rechte Toreck.

Der Treffer ist aussichtsreicher Kandidat für das Tor des Jahres. Und ein passender Auftakt zu einer enorm spektakulären Partie, die zuweilen begeistert, oft mitreisst und nie langweilt. Als Christian Fassnacht 73 Spielminuten später für YB herrlich zum 6:1 trifft, erheben sich die meisten der 20'098 Zuschauer nicht zum ersten Mal zu stehenden Ovationen.

Es ist ein Resultat wie im Tennis, eine Machtdemonstration. Die Young Boys liegen nach zehn Runden sechs Punkte vor dem FC Zürich und bereits acht vor dem FC Basel. Die vier Super-League-Partien seit der letzten Länderspielpause haben die Berner mit einem Gesamtskore von 14:2 gewonnen. Sie befinden sich in meisterlicher Form.

Mbabus Bewerbung

Hätte Christian Fassnacht zuvor ähnlich zielsicher agiert wie beim 6:1, ein Stängeli – also zehn Tore – wäre im Bereich des Möglichen gelegen. Und das im Spiel Erster gegen Zweiter. «Ein Supertag für uns, den Klub, die Fans. Wir können sehr zufrieden sein», sagt Rechtsverteidiger Kevin Mbabu. Der 22-Jährige trat einmal mehr dominant auf, kurz nach der Pause erzielte er das 2:0, eine Viertelstunde später bereitete er das 4:1 von Jean-Pierre Nsame vor. Mbabus Bewerbungsschreiben für Nationaltrainer Vladimir Petkovic ist um einige Argumente länger worden.

Assalés Aufgedrehtheit

Als Steve von Bergen nach der Partie gefragt wird, ob dieses Resultat Trainer Adi Hütters intensive Rotation beim 1:1 am Donnerstagabend in Albanien gegen Skënderbeu rechtfertige, sagt der Captain: «Roger hatte ja offensichtlich gute Beine.» Von Bergen meint dies nicht als Kritik am Trainer. Er will damit sagen, dass alles auf verschiedene Weisen interpretiert werden kann.

Denn: Roger Assalé war einer der wenigen YB-Stammspieler, die schon in der Europa League in der Startelf standen. Doch von Müdigkeit ist beim Ivorer am Sonntag nichts zu sehen, er agiert wie aufgedreht. In fast jeder Berner Offensivaktion hat er seine kleinen Füsse im Spiel. Assalé erzielt in der 55. Minute das 3:1, nachdem die St. Galler kurz zuvor nach einem Elfmetertor von Danijel Aleksic zum Anschlusstreffer gekommen sind. Schiedsrichter Fedayi San taxierte eine Intervention Mbabus fälschlicherweise als Foul.

Das 3:1 Assalés ist wegweisend, erneut sehr sehenswert und der Auftakt zum YB-Schaulaufen. Während der nächsten 20 Minuten spielen die Berner die Gäste an die gelb-schwarze Wand. Nsame, Kasim Nuhu und Fassnacht verdoppeln in dieser Zeitspanne die Torausbeute. «Es war beeindruckend, wie wir in dieser Phase spielten», sagt Hütter. Der Sieg sei auch in dieser Höhe verdient, meint der YB-Coach.

Continis Einwand

Neben ihm sitzt St. Gallens Trainer Giorgio Contini. In seiner Zeit beim FC Vaduz hat der 43-Jährige gelernt, hohe Niederlagen zu erklären. Am Sonntag kommt er bald einmal auf die «Schlüsselszenen» zu sprechen. Er meint das 2:0 Mbabus, dem ein nicht absichtliches Handspiel von Assalé vorausgegangen war. Contini wertet den Treffer als irregulär. Zu reden gibt zudem eine Aktion aus der ersten Halbzeit, als Assalé seinem Gegenspieler Alain Wyss den Arm ins Gesicht schlug. «Da hatten wir Glück, dass es der Schiedsrichter bei einer Gelben Karte beliess», sagt Adi Hütter.

Hätte der Schiedsrichter die Szene als Tätlichkeit taxiert, Roger Assalé wäre nun womöglich der Depp. Und nicht King Roger.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/23540352

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 Beitrag Verfasst: Montag 2. Oktober 2017, 08:19 
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«Es bleiben noch 26 Spiele»

YB dominiert das Spitzenspiel und baut seine Führung aus. Nur einer ist danach nicht ganz glücklich - ein anderer warnt vor Euphorie.

Roger Assalé war die Figur des gestrigen Spiels. Einer seiner Mitspieler in der starken YB-Offensivabteilung hätte den Doppeltorschützen bezüglich Torausbeute aber noch übertreffen können. «Realistisch betrachtet hätte ich heute vier Tore erzielen müssen, wenn nicht mehr», rechnete Christian Fassnacht vor. Aber nur eines, wenn auch ein sehr schönes zum 6:1 - ein Schlenzer aus 16 Metern in die hohe Torecke - stand am Ende auf seinem Konto. Zuvor hatte er es fertiggebracht, aus besten Abschlusspositionen zu hoch zu zielen, an St. Gallens Goalie Daniel Lopar zu scheitern oder den Ball schlicht und einfach zu verstolpern. Es habe ihm selber «weh getan», solche Chancen auszulassen, gab er später zu. Weil das Team aber so gut gespielt habe und andere beim Toreschiessen aushalfen, taxierte er die verpassten Möglichkeiten als «verkraftbar» - und schmunzelte bei diesen Worten.

Dass nun ein 14-tägiger Unterbruch folgt und YB den Tritt verlieren könnte, glaubt er nicht. «Wir haben einen Lauf, der nicht auf Glück basiert», deshalb sieht er in der folgenden Auszeit keine Gefahr. Er schätzt es stattdessen, dass nun einige Tage der erholsameren Art kommen, weil das Training zumindest im ersten Teil der Länderspielpause nicht zu intensiv sein werde.

Froh um die Pause ist auch Steve von Bergen. Der YB-Captain, gestern wieder sehr bissig, zweikampfstark und ein umsichtiger Organisator der Abwehr, findet die Pause für seine Mannschaft «sehr wichtig» nach dem Effort in den letzten Wochen. «Wir haben heute nochmals viel Energie aufgewendet, das hat sich bezahlt gemacht», sagte er. Gefallen hat dem YB-Teamleader, «dass wir sehr präsent, sehr aggressiv waren und mit viel Kreativität im Spiel nach vorne agiert haben.» Gründe, warum YB nach zehn Spielen diesmal so viel besser dasteht als in den letzten Jahren, nennt er mehrere. «Die Gruppe ist gut und funktioniert, wir sind reifer und abgeklärter geworden, die Jungen haben in der letzten Saison wichtige Erfahrungen gesammelt, jetzt sind sie einen Schritt weiter», betont von Bergen. Trotz des schönen Vorsprungs in der Tabelle lacht er beim Stichwort «Meistertitel» aber bloss. «Es bleiben noch 26 Spiele», lautet seine Replik. Mehr gebe es nicht zu sagen.

Holt der FCB Albian Ajeti?

Beim FC St. Gallen war man nach dem 1:6 nicht nur mit dem Verarbeiten des klaren Verdikts im Spitzenspiel beschäftigt. Wie Präsident Stefan Hernandez bestätigte, hat es der FC Basel bei der Suche nach einem Ersatz für den länger ausfallenden Topskorer Ricky van Wolfswinkel unter anderen auf St. Gallens Stürmer Albian Ajeti abgesehen. Die Transferfrist läuft heute Montag um Mitternacht ab. Affaire à suivre.


https://www.derbund.ch/sport/fussball/E ... y/14642525

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 Beitrag Verfasst: Montag 2. Oktober 2017, 09:48 
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Fassnacht: «Ich kam mir komplett veräppelt vor»

Christian Fassnacht schien beim 6:1-Sieg gegen St. Gallen die tragische Figur zu sein. Trotz etlichen Chancen wollte dem YB-Offensivakteur lange Zeit kein Tor gelingen.

Wie viele Tore hätten Sie heute erzielen können?
Christian Fassnacht: Vier wären sicher möglich gewesen. Sogar noch mehr, bei optimalem Spielverlauf.

Ihr einziges Tor gelang Ihnen in der 76. Minute. Sie wirkten zwischenzeitlich nahe an der Verzweiflung.
Definitiv. Meine Gefühlslage war speziell. Einerseits war ich überglücklich, dass wir so hoch führten. Anderseits hatte ich meine vergebenen Chancen im Kopf. Ich kam mir komplett veräppelt vor. Der Ball wollte einfach nicht reingehen. Doch jetzt ist gut. Ich bin zufrieden.

Haben Sie nach den vielen vergebenen Chancen überhaupt noch an einen Torerfolg geglaubt?
Eine Zeit lang befand ich mich schon im Tief. Ich dachte: Ich kann den Match doch nicht auf diese Weise beenden. Es schmerzt auch jetzt noch ein bisschen, wenn ich mir meine ver­gebenen Chancen vor Auge führe. Aber nun, nach dem 6:1, ist das verkraftbar.

Das 6:1 gegen den vormals Zweiten St. Gallen ist ein dickes Ausrufezeichen. Einverstanden?
Wir kamen super ins Spiel und liessen uns nach dem Gegentor zum 2:1 auch nicht aus der Ruhe bringen, das zeugt von mentaler Stärke. Und in der Offensive sind wir mittlerweile eingespielt, jeder weiss, wie der andere funktioniert. Unsere Verfassung ist beeindruckend.

Sie waren einer der Spieler, die von Trainer Adi Hütter am Donnerstag beim 1:1 in Albanien gegen Skënderbeu geschont wurden. Zahlte sich das gegen St. Gallen aus?
Klar, wir erhofften uns in Albanien mehr. Wir sind dennoch Gruppenzweiter, es ist weiterhin alles möglich. Nach dem hohen Sieg gegen St. Gallen darf man die Massnahme des Trainers als gelungen bezeichnen.

Sind Sie froh, ist nun zwei Wochen Länderspielpause? Oder hätten Sie am liebsten weitergespielt?
Es ist gut, können wir nun verschnaufen, runterfahren und für einmal ein freies Wochenende verbringen. Zumindest diejenigen, die nicht zum Nationalteam reisen. Wir haben die Qualität, danach wieder gleich stark auf­zutreten wie jetzt.

In der Tabelle liegt YB sechs Punkte vor dem FC Zürich, acht vor dem FC Basel. Hängen Sie sich einen Ausruck der Tabelle übers Bett?
Das ist nicht nötig, die Tabelle habe ich im Kopf gespeichert. Wir haben gezeigt, dass wir die Qualität haben, diese Saison die beste Mannschaft der Schweiz zu sein. Aber vor uns liegen noch ganz viele Spiele, die Tabelle ist eine Momentaufnahme. Es gibt keinen Grund, nun in Euphorie zu ver­fallen.

https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/30109998

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 Beitrag Verfasst: Montag 2. Oktober 2017, 09:50 
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Ein halbes Dorf im Wankdorf

Nicht weniger als 3000 Tickets hat Wynigen für den YB-Match gegen St. Gallen vom Sonntag gewonnen. Notabene mehr, als die Gemeinde Einwohner hat. Unterwegs mit den glücklichen Gewinnern, die vor allem dem YB-Torwart David von Ballmoos zujubelten.

Die Menge tobt. Aber ein Tor ist in diesem Augenblick keins gefallen. Nein, der YB-Torhüter hat gerade einen harmlosen Schuss eines St. Gallers problemlos pariert. Normalerweise weder einer Erwähnung noch eines Applauses wert. Doch die Masse in den Sektoren C7 und C9 feiert einen der ersten Ballkontakte von David von Ballmoos wie einen wunderbaren Schlenzer ins Lattenkreuz.

Kein Wunder, sind doch viele von ihnen nur wegen des Keepers überhaupt im Stadion. Denn die Plätze in den beiden Sektoren sind vornehmlich von Leuten aus Wynigen und Umgebung besetzt. Und Wynigen ist die ehemalige Schulgemeinde des Torwarts.

3000 Tickets für das Spitzenspiel gegen St. Gallen hat das Dorf bei einem Spiel von Radio Bern 1 gewonnen. Doch Wynigen hat gemäss Website lediglich 2020 Einwohner, weswegen Teile des restlichen Billettkontingents an umliegende Gemeinden abgetreten wurden. «2500 Tickets haben wir etwa verteilen können», sagt Christian Hulliger, der für die Aktion verantwortlich zeichnete. Die übrigen Karten seien an die Young Boys zurückgeschickt worden und in den offenen Verkauf gelangt.

Dass überhaupt so viele Eintrittskarten weggingen, ist wohl David von Ballmoos zu verdanken, der als Lokalmatador das Interesse an YB erhöht haben dürfte. Auf Anfrage äusserte sich von Ballmoos im Vorfeld wie folgt: «Ich habe mitgekriegt, dass die Wyniger den Wettbewerb gewonnen haben und am Sonntag im Stadion sein werden. Ich freue mich natürlich sehr, dass viele Leute aus meiner Heimatregion uns unterstützen werden.» Und so ist nun fast eine ganze Gemeinde an diesem Nachmittag im Stade de Suisse.

Yannick allerdings wirkt zunächst nicht sonderlich motiviert. Ziemlich lustlos antwortet er auf eine Frage seines Vaters. Der 14-Jährige ist enttäuscht, dass sein Kollege, der ihn eigentlich an den YB-Match begleiten wollte, ausgerechnet an diesem Sonntag krank ist. Nun muss er sich mit seinen Eltern zufriedengeben. Fussball möge er sehr, erklärt Yannick. An vielen Spielen der Young Boys sei er aber noch nicht gewesen. Und mit seinem Freund wäre es bestimmt noch cooler geworden, ergänzt er. Der musste aber zu Hause bleiben. Doch spätestens nach dem 4:1 für YB findet es Yannick auch mit seinen Eltern zusammen ziemlich cool.

Schon in der ersten Halbzeit geht es hoch her. Young Boy Roger Assalé wird nach einer angeblichen Tätlichkeit vom St. Galler Anhang ausgepfiffen und als «Hurensohn» bezeichnet. «Was säge sie ihm, Papi?», fragt ein etwa 7-Jähriger. «Eh, sie säge ihm wüescht», erklärt der Vater in ruhiger Emmentaler Art. Der Sohnemann gibt sich mit dieser Erklärung zufrieden und staunt darüber, wie doch alle Spieler fast die gleichen Schuhe anhaben. Sein Vater, der nach über zehn Jahren wieder einmal an einem Spiel ist, erklärt seinem Söhnchen auch hier geduldig, wie es sich mit Sponsorenverträgen und so weiter verhält.

Fast ebenso beeindruckt vom ganzen Drumherum eines Fussballspiels ist eine ältere Frau. Noch nie sei sie in einem so grossen Stadion gewesen. Die Neumatt in Burgdorf – laut Fussballverband mit 350 Sitzplätzen bestückt – sei bisher das grösste gewesen. Nun sitzt sie im Stade de Suisse; Kapazität: 31 789. Vor allem eins gibt ihr zu denken: «Das ist ja ein Riesenchrampf, all das Kartonzeugs, das die da rumwerfen, wieder einzusammeln.

Mir wäre das zu viel, da wische ich lieber vor dem eigenen Haus.» Aber auch das Geschehen auf dem Kunstrasen ist für die Frau interessant: Sechsmal reisst es sie vom Sitz – bei jedem Tor von neuem. «Wenn i scho mau i dere Schüssle hie bi, de wotti doch die Gou o z grächtem fiire.» Ja, zu feiern gab es viel. Und nicht nur für die YB-Fans aus Wynigen.


https://www.bernerzeitung.ch/region/emm ... y/24060830

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