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 Betreff des Beitrags: ESP Wankdorf
 Beitrag Verfasst: Freitag 15. April 2005, 08:45 
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
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Bund, 15.4.2005

Das neue Fussballstadion als Zugpferd

Der Entwicklungsschwerpunkt (ESP) Wankdorf ist nach eher zögerlichem Start zu einem begehrten Wirtschaftsstandort geworden
Eine neue S-Bahn-Station, ein neues Fussballstadion, neue Hotels, mehrere Firmen, die ihren Sitz ins Nordquartier verlegt haben – der ESP Wankdorf boomt. Doch nun stösst er an Grenzen.

Im ESP Wankdorf wird in diesem Jahr tüchtig gefeiert. Am 3. Mai werden die S-Bahn-Stationen Wankdorf Nord und Süd offiziell eingeweiht. Am 17. Juni schreitet das Institut für Geistiges Eigentum auf dem Ruag-Gelände zum Spatenstich für einen Neubau. Ende Juli findet im Stade de Suisse Wankdorf Bern der dreitägige Eröffnungsakt statt. Knapp einen Monat später lädt Coop gleichenorts zur grossen Eröffnungsparty seines Einkaufszentrums und der unterirdischen Ladenpassage ein.

Feierliche Rituale sind in den letzten Jahren im grössten der total 31 Entwicklungsschwerpunkte im Kanton Bern zur schönen Gewohnheit geworden. Letztes Jahr nahmen am Guisanplatz die drei Accor-Hotels ihren Betrieb auf, eröffnete die Post das neue Paket- und Briefverteilzentrum im Ostermundiger Mösli und präsentierte die Emmi gleich nebenan ihr neues Tiefkühl-Hochregallager. 2002 konnte das Geschäftszentrum Baumgarten an der Autobahn A 6, das als Lärmriegel für die gleichnamige Wohnsiedlung fungiert, den Nutzern übergeben werden; zudem startete die Druckerei Stämpfli mit dem Neubau im Schermenareal. Ein Jahr zuvor hatte die Firma Multitec in der gleichen Industriezone neue Räumlichkeiten bezogen.
Entsprechend kann der ESP Wankdorf heute mit Zahlen hausieren, von denen der ESP Ausserholligen nur träumen kann (siehe Text unten): 20 000 Arbeitsplätze sind es aktuell, gar 25 000 sollen es in ein paar Jahren sein, wenn rund um die S-Bahn-Station Wankdorf und bei der BernArena weitere Bauvorhaben realisiert sind.
Wieso haben sich der ESP Wankdorf und der gleichzeitig gestartete ESP Ausserholligen derart unterschiedlich entwickelt? Arthur Stierli vom Amt für Gemeinden und Raumordnung, der beide Standorte gut kennt, sagt, der Schwerpunkt Wankdorf habe mit dem neuen Fussballstadion ein Zugpferd gehabt, das Ausserholligen bis zum heutigen Tag fehle. Zudem verfüge das Gebiet nicht nur über Dienstleistungs- und Gewerbezonen, sondern habe auch einen Sport- und Messegürtel und attraktivere Terrains für neue Wohnsiedlungen (Baumgarten, Schönberg Ost).


Wo der Schuh drückt

Bei allen Erfolgsmeldungen rund um den ESP Wankdorf: Es gibt auch Projekte, wo Sand im Getriebe steckt. Bekanntestes Beispiel ist die BernArena, wo seit mehreren Jahren kontroverse Diskussionen laufen, ob ein Neubau oder ein Umbau des bestehenden Stadions sinnvoller sei. Lange Zeit sah es so aus, als hätten die Verfechter der Neubauvariante die besseren Karten in der Hand. In den letzten Monaten hat der Wind allmählich gedreht. Sollten sich für die Umbaupläne der Schwaar-Architekten Investoren finden lassen, so dürfte das politisch weit umstrittenere Neubauprojekt fallen gelassen werden.
Die noch grössere planerische Hürde ist die Umgestaltung des Wankdorfplatzes. Die grösste Strassenkreuzung im Kanton Bern soll bis 2014 für rund 80 Millionen Franken saniert werden. Das Projekt mit einem unterirdischen Kreisel für den motorisierten Individualverkehr ist bei Wirtschaftsverbänden wie auch rot-grünen Parteien nicht eben gut angekommen. Man werde nicht darum herumkommen, die Kreuzung aufwändig zu sanieren, denn die Verkehrssituation sei schon heute prekär, sagt Paul Moser, Vorsitzender der Projektkommission ESP Wankdorf.


Weniger Tempo schadet nicht

Dass es am nördlichen Stadtrand nicht mehr im gleichen Tempo vorwärts geht wie zuletzt, kommt niemandem ungelegen. Im Quartier gibt es nicht wenige Stimmen, die einen Verkehrskollaps befürchten, wenn Fussballstadion und Einkaufszentrum in Betrieb sind und es eine neue multifunktionale BernArena gibt. «Wenn es im gleichen Stil weiterginge, würden Quartierbevölkerung und bestehende Infrastruktur überfordert», bestätigt Moser. Wichtig sei, dass es zu keinem Stillstand komme wie beim ESP Ausserholligen. Stadtpräsident Alexander Tschäppät hat keine Angst, dass ein solches Szenario eintritt: «Auch wenn der ESP Wankdorf in absehbarer Zeit an seine Grenzen stösst und sein Potenzial vor allem in der Verdichtung liegt, bleibt er wegen seiner sehr guten Erschliessung mit dem öV eine attraktive Adresse für Investoren.»

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