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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 14. April 2005, 08:30 
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BZ, 14.4.2005

Heute gegen YB, bald mit YB siegen

Als Kind war er YB-Fan. Heute Abend spielt er für den FC Thun im Neufeld gegen YB. Nächste Saison wird er für YB agieren. Im Wankdorf, dort, wo er früher als YB-Fan jeweils mit einer Fahne an die YB-Spiele ging.

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Mit Thun-Leibchen und YB-Fahne: Mario Raimondi besucht das Stade de Suisse Wankdorf / Keystone

«Läck, das isch ja Wäutklass.» Mario Raimondi steht ganz oben im Wankdorf, seitlich hinter dem Tor, und schaut ins wunderbare weite Rund des Nationalstadions. Fasziniert ist er, und elektrisiert. Hier unten, auf dem Rasen, der bereits verlegt ist, wird er nächste Saison für YB spielen, in dieser herrlichen Arena, die jeden Tag ein bisschen mehr wächst und sich zum echten Bijou entwickelt. Das Thun-Leibchen hat er angezogen für diesen Fototermin, und eine YB-Fahne hält er verschmitzt lächelnd in der Hand. So wie früher, als er als Bub ins Wankdorf pilgerte, zusammen mit den Kollegen, und jeweils unterhalb des Totomaten stand und die Gelb-Schwarzen, vor allem sein Idol Georges Bregy, lautstark unterstützte.


Locker vor dem Derby

«Läck, das isch ja Wäutklass.» Noch aber spielt Raimondi für den FC Thun. «Meine Konzentration gilt bis im Sommer nur Thun», sagt der 24-Jährige. Man merkt, dass diese Aussage nicht nur eine Floskel ist. Super sei die Kameradschaft in Thun, man spüre jeden Tag im Training den Zusammenhalt im Team. «Wir schauen nicht auf die Tabelle, wir nehmen Spiel für Spiel», sagt Raimondi. So simpel das Rezept, so unbeschwert dieser talentierte und polyvalente Mittelfeldspieler. «Ich denke wirklich nie daran, ob wir jetzt Meister werden können», sagt Raimondi beispielsweise, «aber wenn wir zwei Runden vor Schluss immer noch zwei Zähler hinter Basel sind – ja, dann könnten wir den FCB im Direktduell ja überholen.»

So ist es, und deshalb will der FC Thun heute seine sensationelle Siegesserie auch gegen YB fortsetzen. Raimondi kennt die miserable Statistik der Thuner im Neufeldstadion, und genau deshalb sei es Zeit für einen ersten Sieg in Bern. «Wir sind nicht der Favorit, YB muss gewinnen», sagt er locker.
Und im Sommer geht für den freundlichen Oberländer der Kindertraum in Erfüllung. Früher, als Junior bei Oberdiessbach, da sei er immer furchtbar eifersüchtig auf den jüngeren Teamkollegen Goran Grubesic gewesen. «Er hat immer geprahlt, er gehe jetzt dann zu YB.» Grubesic ging irgendwann zu YB, heute spielt er bei Yverdon in der Challenge League, und es ist Raimondi, der zwischen GC und YB als neuem Arbeitgeber auswählen durfte. «Es war eine Entscheidung des Herzens», sagt Raimondi, «zu GC wäre ich nur wegen Trainer Hanspeter Latour gegangen, dem ich sehr viel zu verdanken habe.»


Keine Angst um Thun

«Läck, das isch ja Wäutklass.» Der langjährige Nachwuchs-Nationalspieler glaubt nicht, dass der FC Thun Ende Saison zusammenbricht. «Es ist nach Latour weitergegangen», sagt er, «dann wird es doch auch einen FC Thun geben, wenn der Raimondi oder der Baykal nicht mehr dabei sind.» Sagts und lacht, und weil man mittlerweile im Bauch des Wankdorf-Neubaus in einem Restaurant sitzt, wird Raimondi von Peter Jauch, der am Nebentisch sitzt, bemerkt. Der starke Mann im Wankdorf – und bei den Young Boys – stellt sich vor und scherzt: «Man hätte ihnen das Stadion früher zeigen sollen. Sie hätten wohl sogar noch Geld dafür gegeben, hier für YB spielen zu dürfen.» Raimondi grinst. Später, bei einem letzten Rundgang durchs Stadion, fragt er mit leuchtenden Augen: «Ob die Tornetze wohl gelb-schwarz sein werden?»

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 14. April 2005, 08:32 
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BZ, 14.4.2005

«… und wir hatten nur Glück»

Hans-Peter Zaugg erwartet von seinem Team heute eine Reaktion. Der YB-Trainer über das wichtige Spiel gegen Thun.

YB-Trainer Hanspeter Zaugg. / Andreas BlatterHans-Peter Zaugg, was erwarten Sie von Ihrem Team heute?

Hans-Peter Zaugg: Wir haben das 2:5 gegen Basel ausführlich analysiert. Es darf nicht sein, dass man uns vorwerfen kann, wir hätten mit zu wenig Engagement gespielt. Ich erwarte eine deutliche Reaktion und drei Punkte.

Das wird nicht einfach werden.

Das stimmt. Thun spielt stark und verspürt keinen Druck. Ich habe immer gesagt, dass der Monat April für uns spannend wird.

Inwiefern?

Wir spielen in der nächsten Saison in einem Stadion, wo wir 20 000 bis 30 000 Zuschauer erwarten. Dazu braucht YB Spieler, die mit Druck umgehen können. Und jetzt haben wir eine Drucksituation, insbesondere für Akteure, deren Verträge auslaufen.

Sie spielen also ganz bewusst mit diesem Druck? Immerhin kann es sein, dass der FC Thun nächste Saison seine Champions-League-Qualifikationsspiele ausgerechnet im YB-Wohnzimmer, dem Wankdorf, austrägt …

Es ist klar, dass wir Druck haben, nicht nur in der Liga, auch im Cup. Wir wollen europäisch spielen. Aber das hat nichts mit Thun zu tun. Es würde mich sogar freuen, wenn beide Teams im Wankdorf Europacup-Spiele hätten.

Dazu brauchts eine Steigerung. Auswärts ist YB das beste Team der Super League. Warum sind die Leistungen im Neufeld dürftig?

Ich denke, wir sind auswärts sehr diszipliniert. In Bern müssen wir mehr Risiko eingehen. Hinzu kommt, dass wichtige Kreativspieler wie Gürkan Sermeter oder Thomas Häberli nicht die Form der letzten Saison erreichen. Sie haben mit ihren Dribblings und Toren oft den Unterschied ausgemacht, wenn wir das Spiel gestalten mussten.

YB ist die Liga-Wundertüte. 5:0 in Zürich, 2:5 gegen Basel …

… es ist gut, dass Sie dieses Thema anschneiden. Wer sich im Fussball auskennt, der weiss, wie schnell aus einem 0:2 ein 0:5 wird. Und sowieso, es ist nicht fair, wie wir in den Medien behandelt werden. YB und Thun haben auf die gleiche Art 1:0 in Schaffhausen gewonnen. Thun war dann clever und abgeklärt, wir dagegen hatten nur Glück.

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 14. April 2005, 14:04 
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Hopp :yb: !!! Ich will Euch siegen sehen heute Abend!!!

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 14. April 2005, 21:41 
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eifach nume himmutrurig settigs...

u die nächste 3 spiel wärde sicher nid eifacher... :cry:


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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 14. April 2005, 22:05 
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disizlapeste hat geschrieben:
eifach nume himmutrurig settigs...


meh giits nid drzue zsägä......... :roll:


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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 14. April 2005, 22:11 
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Langsam aber sicher reichts mir auch! :angryfire: Die Mannschaft spielt unter aller Sau. Bidu kann meines erachtens nichts dafür. Er plädierte für Verstärkungen wurde aber von Verwaltungsrat massiv gerügt.

Die Halunken welche für diese miserablen Leistungen sind in der Person von P. Jauch zu finden. :finger1:

JAUCH RAUS !!!

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 14. April 2005, 22:42 
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news.ch, 14.4.2005

SCHEISSSPIEL !!!

Thun bleibt Basel auf den Fersen

Der FC Thun verblüfft weiter. Mit dem 4:2 im Berner Derby bei den Young Boys festigten die erstaunlichen Berner Oberländer ihren zweiten Tabellenplatz in der Super League und bedrängen mit einem Spiel Rückstand sogar Leader Basel. (bert/Si)

Fünf Tage nach dem 7:1 in Aarau kanterte Thun auch die Young Boys auf deren Platz nieder. Mit Blitzstarts in beide Halbzeiten überraschte das selbstbewusst auftrumpfende Team von Urs Schönenberger die total verunsicherten Young Boys.
Silvan Aegerter (3.) und der Brasilianer Gelson (7.) sorgten für eine frühzeitige 2:0-Führung, als die Young Boys noch im kollektiven Tiefschlaf dösten. Den verdienten Vorsprung bauten der künftige Young Boy Mario Raimondi (47.) und Mauro Lustrinelli (51.) zum zwischenzeitlich brutalen 4:0 aus.

YB war völlig von der Rolle, liess jeden Zusammenhang vermissen, verlor praktisch alle Zweikämpfe und präsentierte sich als Team ohne Leidenschaft.

Korrektur

Die nach der Pause eingewechselten Patrick De Napoli und Thomas Häberli vermochten die Blamage mit zwei Toren wenigstens noch etwas zu korrigieren, der erneut verunglückte Heimauftritt war aber nicht mehr zu kaschieren.

Zwei deutliche Heim-Schlappen (2:5 gegen Basel, 2:4 gegen Thun) werden in den YB-Etagen einiges zu besprechen geben. Mit einer solch leblosen Mannschaft dürfte man nicht in ein neues Stadion einziehen.

Das kompakt auftretende und erfrischend offensiv aufspielende Thun feierte den vierten Sieg in Serie, festigte seinen zweiten Tabellenplatz und kommt der Qualifikation für die Champions League immer näher und bringt sogar Titelverteidiger Basel in Bedrängnis. YB hingegen sieht seine Meisterschaftsambitionen geknickt.

Young Boys - Thun 2:4 (0:2)
Neufeld. - 8800 Zuschauer. - SR Rutz. - Tore: 3. Aegerter 01. 7. Gelson 0:2. 47. Raimondi 0:3. 51. Lustrinelli 0:4. 61. De Napoli 1:4. 77. Häberli 2:4.

Young Boys: Bettoni; Eugster (76. Steinsson), Knez, Disler, Rochat; Sermeter, Friedli, Magnin, Melunovic (46. Häberli); Neri, Chapuisat (46. De Napoli).

Thun: Coltorti; Pallas, Milicevic, Deumi, Cerrone; Gerber (74. Ferreira), Renggli, Aegerter, Raimondi (87. Savic); Gelson (67. Baykal), Lustrinelli.

Bemerkungen: YB ohne Aziawonou, Carreño und Coubagéat (alle verletzt) sowie Berisha (rekonvaleszent). Thun ohne Sinani (verletzt). Verwarnungen: 41. Melunovic, 58. Häberli (beide Foul), 71. Sermeter (Unsportlichkeit, "Schwalbe"), 72. Baykal, 79. Milicevic (beide Foul). 81. De Napoli (Unsportlichkeit, Ball wegschlagen).

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 14. April 2005, 23:30 
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Die Vorstellung war einfach nur :peinlich:.


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 Beitrag Verfasst: Freitag 15. April 2005, 07:57 
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BZ, 15.4.2005

YB miserabel – Thun souverän

Nach dem 2:5 gegen Basel verlor YB gestern das Derby gegen Thun 2:4. Nach miserablen 60 Minuten kämpfte YB erst gegen Ende der Partie. Das reichte gegen die starken und abgeklärten Oberländer nicht.

Eine Reaktion seines Teams hatte Hans-Peter Zaugg vor dem gestrigen Derby gegen Thun angekündigt. Was der YB-Trainer in der letzten halben Stunde sah, dürfte sein Herz erfreut haben. Die YB-Spieler rannten, sie kämpfen, sie spielten mit Leidenschaft und mit Engagement, und sie dominierten die Thuner und schossen zwei Tore. Bloss: Es waren die Treffer zum 1:4 und zum 2:4 und damit reine Kosmetik am brutalen Resultat. Nach dem harten 2:5 am Sonntag gegen den FC Basel verlor YB gestern gegen den FC Thun verdient mit 2:4. Neun Gegentore in drei Tagen sind auch gegen die zwei deutlich besten Teams der Schweiz einige zuviel. YB hat ein massives Abwehrproblem.


Totale Thuner Dominanz

Nach 51 Minuten bereits hatte Thun mit 4:0 geführt. Jeweils in den ersten sieben Minuten beider Hälften hatten die überlegenen Gäste ihre Tore geschossen. Silvan Aegerter mit einem platzierten Weitschuss (3. Minute), Gelson mit einem Abstauber (7.), der zukünftige YB-Spieler Mario Raimondi ebenfalls mit einem Abstauber nach einem Gelson-Kopfball (47.) sowie Mauro Lustrinelli nach einem feinen Zuspiel Raimondis (51.) hatten die Young Boys schwindlig gespielt und lächerlich gemacht. Damit erzielten die spielstarken Thuner innerhalb von nur 14 Minuten doppelt soviele Tore gegen YB wie zuvor in insgesamt sechs Berner Derbies auf dem Neufeld zusammen.

Dass die selbstbewussten und abgeklärten Oberländer am Ende noch halbwegs ins Zittern gerieten, hatte mit der erwähnten und viel zu späten YB-Leistungssteigerung zu tun. Die zur Pause eingewechselten Patrick De Napoli und Thomas Häberli verkürzten auf 2:4, zu mehr reichte der Sturmlauf der Gastgeber nicht mehr. Weil auch die Thuner bei ihren Kontern gefährlich blieben, wäre letztlich selbst ein 4:7 möglich gewesen – auch weil Schiedsrichter Reto Rutz beiden Teams einen Elfmeter unterschlug. «Wenn man soviele Tore kassiert, hat die Abwehr Fehler gemacht», sagte YB-Captain Mark Disler frustriert.


«Bidu raus»-Rufe der Fans

Es wäre jedoch zu einfach, die aktuelle Misere der Young Boys nur an den krassen Mängeln in der Defensive zu manifestieren. Erschreckend verunsichert, grausam fehlerhaft und grotesk leidenschaftslos verrichteten die YB-Akteure eine Stunde lang ihre Arbeit. Auch Hans-Peter Zauggs taktische Dispositionen gaben zur Kritik Anlass. Warum stellt der YB-Trainer nicht endlich Alain Rochat ins defensive Zentrum? Dort fehlt ein Akteur, der auch einmal einen klugen Pass spielen kann. Warum wurden Thomas Häberli und vor allem der zuletzt starke Patrick De Napoli erst zur Pause eingewechselt? Stéphane Chapuisat präsentiert sich in diesen Wochen saftlos wie selten, und Elvir Melunovic überzeugte auf der linken Seite ebenfalls nicht. Und der auch nur eingewechselte Gretar Steinsson hatte in einer Viertelstunde mehr gelungene Aktionen als Rechtsverteidiger als Adrian Eugster in den letzten vier Spielen zusammen.

Als der enttäuschte Zaugg an der Pressekonferenz die bittere Niederlage analysierte, grölten einige YB-Fans vor dem Medienraum lautstark «Bidu raus» und skandierten den Namen des immer noch beliebten Zaugg-Vorgängers Marco Schällibaum. «Wir waren zu lange blockiert», sagte Zaugg. Und: «Die krassen Fehler in unserer Abwehr haben das Spiel entschieden.» Das Innenverteidiger-Duo der starken Thuner – Ljubo Milicevic und Armand Deumi – mit jenem der Young Boys – Mark Disler und Ivan Knez – zu vergleichen, das war gestern Abend so, als ob man einen Formel-1-Wagen einem Go-Kart gegenüberstellen würde.



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Neufeld. - 8800 Zuschauer. - SR Rutz. - Tore: 3. Aegerter 01. 7. Gelson 0:2. 47. Raimondi 0:3. 51. Lustrinelli 0:4. 61. De Napoli 1:4. 77. Häberli 2:4.

Young Boys: Bettoni; Eugster (76. Steinsson), Knez, Disler, Rochat; Sermeter, Friedli, Magnin, Melunovic (46. Häberli); Neri, Chapuisat (46. De Napoli).

Thun: Coltorti; Pallas, Milicevic, Deumi, Cerrone; Gerber (74. Ferreira), Renggli, Aegerter, Raimondi (87. Savic); Gelson (67. Baykal), Lustrinelli.

Bemerkungen: YB ohne Aziawonou, Carreño und Coubagéat (alle verletzt) sowie Berisha (rekonvaleszent). Thun ohne Sinani (verletzt). Verwarnungen: 41. Melunovic, 58. Häberli (beide Foul), 71. Sermeter (Unsportlichkeit, «Schwalbe»), 72. Baykal, 79. Milicevic (beide Foul). 81. De Napoli (Unsportlichkeit, Ball wegschlagen).

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 Beitrag Verfasst: Freitag 15. April 2005, 07:58 
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NZZ, 15.4.2005

Thun bleibt Basel auf den Fersen

(si) Der FC Thun verblüfft weiter. Mit dem 4:2 im Berner Derby bei den Young Boys festigten die erstaunlichen Berner Oberländer ihren zweiten Tabellenplatz in der Super League und bedrängen mit einem Spiel Rückstand sogar Leader Basel.

Fünf Tage nach dem 7:1 in Aarau kanterte Thun auch die Young Boys auf deren Platz nieder. Mit Blitzstarts in beide Halbzeiten überraschte das selbstbewusst auftrumpfende Team von Urs Schönenberger die total verunsicherten Young Boys. Silvan Aegerter (3.) und der Brasilianer Gelson (7.) sorgten für eine frühzeitige 2:0-Führung, als die Young Boys noch im kollektiven Tiefschlaf dösten. Den verdienten Vorsprung bauten der künftige Young Boy Mario Raimondi (47.) und Mauro Lustrinelli (51.) zum zwischenzeitlich brutalen 4:0 aus. YB war völlig von der Rolle, liess jeden Zusammenhang vermissen, verlor praktisch alle Zweikämpfe und präsentierte sich als Team ohne Leidenschaft.

Die nach der Pause eingewechselten Patrick De Napoli und Thomas Häberli vermochten die Blamage mit zwei Toren wenigstens noch etwas zu korrigieren, der erneut verunglückte Heimauftritt war aber nicht mehr zu kaschieren. Zwei deutliche Heim-Schlappen (2:5 gegen Basel, 2:4 gegen Thun) werden in den YB-Etagen einiges zu besprechen geben. Mit einer solch leblosen Mannschaft dürfte man nicht in ein neues Stadion einziehen.

Das kompakt auftretende und erfrischend offensiv aufspielende Thun feierte den vierten Sieg in Serie, festigte seinen zweiten Tabellenplatz und kommt der Qualifikation für die Champions League immer näher und bringt sogar Titelverteidiger Basel in Bedrängnis. YB hingegen sieht seine Meisterschaftsambitionen geknickt.

Young Boys - Thun 2:4 (0:2)

Neufeld. - 8800 Zuschauer. - SR Rutz. - Tore: 3. Aegerter 01. 7. Gelson 0:2. 47. Raimondi 0:3. 51. Lustrinelli 0:4. 61. De Napoli 1:4. 77. Häberli 2:4.

Young Boys: Bettoni; Eugster (76. Steinsson), Knez, Disler, Rochat; Sermeter, Friedli, Magnin, Melunovic (46. Häberli); Neri, Chapuisat (46. De Napoli).

Thun: Coltorti; Pallas, Milicevic, Deumi, Cerrone; Gerber (74. Ferreira), Renggli, Aegerter, Raimondi (87. Savic); Gelson (67. Baykal), Lustrinelli.

Bemerkungen: YB ohne Aziawonou, Carreño und Coubagéat (alle verletzt) sowie Berisha (rekonvaleszent). Thun ohne Sinani (verletzt). Verwarnungen: 41. Melunovic, 58. Häberli (beide Foul), 71. Sermeter (Unsportlichkeit, "Schwalbe"), 72. Baykal, 79. Milicevic (beide Foul). 81. De Napoli (Unsportlichkeit, Ball wegschlagen).

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