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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2014/2015
 Beitrag Verfasst: Dienstag 3. Februar 2015, 17:51 
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Sturmduo Hoarau/Gerndt?

YB-Trainer Uli Forte kann zum Auftakt der Rückrunde aus dem Vollen schöpfen: Zahlreiche verletzte Spieler haben sich zurückgemeldet. Darunter will auch der Schwede Alexander Gerndt wieder angreifen.

Am Samstag startet YB beim FC Luzern in die Rückrunde und peilt den achten Sieg in Folge an. Und der Konkurrenzkampf bei den Bernern ist so gross wie lange nicht mehr: Zahlreiche verletzte Leistungsträger haben sich zurückgemeldet, unter ihnen auch Alexander Gerndt. Der schwedische Angreifer laborierte fast ein ganzes Jahr an einer Fussverletzung.

«Ich bin überrascht, wie weit er schon ist», sagte sein Trainer Uli Forte am Dienstag vor den Medien. In den kommenden Tagen folge noch der Feinschliff, aber der Übungsleiter glaubt, es könnte Gerndt sogar für einen Platz in der Startelf reichen. Sollte der Schwede tatsächlich spielen, muss dann Guillaume Hoarau auf die Bank? Oder spielen gar beide? Noch lässt sich Forte nicht zu sehr in die Karten blicken. Doch den Konkurrenzkampf schätzt er sehr, wie er im Video verrät.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/12717848

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2014/2015
 Beitrag Verfasst: Dienstag 3. Februar 2015, 17:52 
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YB wird ab Sommer von Nike ausgerüstet

Der Sportartikelhersteller Nike wird nächste Saison Jako als YB-Ausrüster ablösen. Und: Rochat und Lecjaks haben ihre Verträge verlängert. Bernerzeitung.ch/Newsnet berichtete live von der Pressekonferenz zum Rückrundenstart.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/10471351

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2014/2015
 Beitrag Verfasst: Dienstag 3. Februar 2015, 17:53 
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Ziel: Champions League

YB bläst zum Grossangriff!

Nach den fünf Siegen zum Vorrundenende greift YB an. Vehement! Das neue Ziel lautet: Champions League!

Champions League? Okay – Qualifikation, in einem ersten Schritt. Wie vor vier Jahren, als man in einem epischen Match als erste Schweizer Mannschaft auf Istanbuler Boden gewann – 1:0 bei Fenerbahce. Und kurz darauf nach einem begeisternden Heimsieg gegen die Tottenham Hotspurs mit fliegenden Fahnen ausschied.

Erster Schritt gegen Luzern

«Wir stehen auf Platz drei und haben zum Ziel, uns in der Rückrunde zu verbessern», rechnet Trainer Uli Forte vor. Macht also von drei auf zwei – laut Adam Riese. «Macht von drei auf zwei», bestätigt der Coach. Und Platz zwei heisst: Qualifikation für die Königsklasse.

Der erste Schritt dafür soll in Luzern gemacht werden, wenn der FCL und YB um 17.45 Uhr die Rückrunde einläuten. «Ich habe den Jungs gesagt: Ihr dürft die Tabelle auf dem Smartphone nicht mit aufs Feld nehmen. Diese spielt während des Spiels keine Rolle. Zumal es so schon brutal hart wird. Die Luzerner müssen punkten, das wird sie antreiben. Aber: «Auch wir sind heiss!»
«Gerndt hat mich echt überrascht»

Auch dank Alexander Gerndt. Der Schwede hat nach einer fast einjährigen Verletzungspause eine problemlose Vorbereitung hinter sich. Und ist startklar. Forte: «Er hat mich echt überrascht und ist schon sehr weit. Noch nicht ganz bei hundert Prozent. Aber es geht ja noch ein paar Tage.» Noch Ende Trainingscamp schloss Forte einen Einsatz in Luzern von Beginn weg aus. Und jetzt? «Jetzt nicht mehr. Wieso sollte er nicht von Beginn weg spielen, wenn er so weit ist?», fragt der Trainer rhetorisch.

Lecjaks verlängert bis 2019

In zwei Fällen auslaufender Verträge hat auch Sportchef Fredy Bickel früh Nägel mit Köpfen gemacht. Mit Jan Lecjaks hat er bis 2019 verlängert. «Auch wenn das kompliziert war und die Gespräche schwierig waren. Der Spieler schaute sich um.» Bickel führte vorsorglich Gespräche mit Alternativkandidaten für links hinten. Bickel: «Es sah oft so aus, als ob es nicht klappen würde.» Um ein Jahr verlängert wurde der Vertrag mit Defensive-Allrounder Alain Rochat. Bei den lange Zeit verletzt gewesenen Vitkieviez, Bürki und Zarate wartet man die sportliche Entwicklung ab. Mit Hoarau und Nuzzolo, mit denen YB grundsätzlich verlängern möchte, finden aktuell Gespräche statt.


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 55713.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2014/2015
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 4. Februar 2015, 19:24 
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YB-Pakt mit der Siegesgöttin

Alain Kappeler, CEO der Young Boys und des Stade de Suisse, präsentierte am gestrigen Medientag mit Nike einen neuen Ausrüster. Immer schwieriger wird dagegen die Sponsorensuche.

Es ist ein Deal, der überrascht. YB trennt sich nächsten Sommer nach drei Jahren von Ausrüster Jako, dessen Schweizer ­Filiale sich in der Ostschweiz befindet. Neu werden die Berner nächste Saison von Nike ausgestattet, seit über 30 Jahren der führende Sportartikel­anbieter weltweit. Der ­Firmenname bezieht sich auf die griechische Göttin des Sieges. Dass dieser Pakt den Young Boys sportliche Vorteile verschaffen wird, ist aber nicht mehr als Wunschdenken.

Wie Alain Kappeler, CEO der Young Boys und des Stadions, ausführte, erfolgte die Trennung von Jako nach Gesprächen im Spätherbst, bei denen sich abzeichnete, dass für eine Vertragsverlängerung kein gemeinsamer Nenner mehr gefunden würde. «So ein Wechsel ist heute im Geschäftsleben alltäglich. Wir hatten eine gute Zeit zusammen und sind Jako für die drei Jahre Partnerschaft sehr dankbar», so Kappeler. YB habe danach neue Ausrüster-Angebote geprüft, wobei Nike letztlich das beste Gesamtpaket geschnürt habe, was die kommerzielle Seite wie auch das ­Sortiment und die Verfügbarkeit der Produkte betrifft.

Schwierige Partnersuche

Pendent ist dagegen die Suche nach einem Ersatz für Stadionsponsor BKW, der im Frühjahr nach zehn Jahren beim Stade de Suisse aussteigt und neu Swiss-Ski unterstützen wird. «Wir sind mit ­Interessenten im Gespräch», sagt Kappeler. Die BKW sei gleichzeitig Hauptpartner und Stromlieferant gewesen. ­Offen ist, ob daraus zwei ­Partnerschaften entstehen oder ob es wieder ein Paket gibt. Die kürzliche Aufhebung des Euro-­Mindestkurses habe die Sponsoren­suche «nicht einfacher» gemacht. Deshalb glaubt der Stadionchef nicht, dass schon im Sommer ein direkter Nachfolger für die BKW übernehmen wird. «Das wäre der Idealfall, realistischer ist hingegen eine ­Lösung bis zur Winterpause», sagt Kappeler. Dass dafür die Migros mit dem Baumarkt Obi als Premium-Partner das Sponsoring Ende 2014 aufgestockt hat, «wird mithelfen zu überbrücken».

Zulegen will und muss YB auch beim Dauerkartenverkauf, zurzeit sind es 11'000. Man hofft auf einen guten Rückrundenstart, um den Absatz nochmals anzukurbeln. Sportliche Erfolge würden sich auch positiv auf die Auslastung des Hospitality-Bereichs mit den Logen und Lounges auswirken, bei der Kappeler im Vergleich zum Vorjahr von «Status quo» spricht. Auch hier soll noch eine Steigerung erreicht werden.

Beteiligt am Doumbia-Transfer

Ein unverhoffter Zustupf in die ­Berner Kasse kommt vom Transfer von Seydou Doumbia zur AS Roma, an dem YB partizipieren wird. Wie gross der ­Anteil an den portierten 14,4 Millionen Euro ­Ablöse sein wird, kann Kappeler nicht sagen, weil die offizielle Abwicklung bei der Fifa noch aussteht. Auch eine grobe Schätzung ist ihm nicht zu entlocken. Potenzial für zusätzliche Einnahmen sieht man bei YB auch dank des Kunst­rasens, obwohl damit Länderspiele und der Cupfinal wegfallen. «Wir haben vielleicht 25 Spiele und 3 Konzerte pro Jahr im Stade de Suisse, total aber über 1000 Anlässe», betont Kappeler. Dank der künstlichen Unterlage seien vermehrt Corporate Events möglich, die Firmen im Innern des Stadions durchführen.

Neue Wege geht YB ausserdem im ­Publikumscatering, wo 12 der 16 Boxen jetzt in Eigenregie geführt werden. Im Sommer gibt es für alle Verpflegungsstände ein Facelifting, Anpassungen beim Sortiment und neben dem Bargeld-Verkehr eine neue Mobile-Payment-Lösung. Verzichtet wird auf ein Modell mit Plastikgeld, das nicht populär ist. Noch nicht beziffern konnte der CEO, wie sich die seit Sommer geltende Vereinbarung mit der Stadt betreffend Sicherheit finanziell auswirken wird. YB wie auch der SCB hatten zuvor eine ­Pauschale von 60'000 Franken pro Jahr bezahlt. Die Sicherheitskosten betragen aber ein Mehrfaches. Neu wird eine «Kopfquote» fällig von 1.50 Franken pro Zuschauer und Spiel. Als ­Referenzmarke für die Ausgaben sprach Kappeler von total 2 Millionen Franken, die YB im Jahr 2014 für Stewards, Polizei, Feuerwehr, Sanität usw. aufbringen musste.

Zu reden gaben zuletzt auch mehrere Freistellungen von wichtigen Funktionsträgern im Stadionbetrieb, um Kosten zu sparen. «Wir haben diese Reorganisation jetzt abgeschlossen. Neu dazukommen wird noch ein Leiter Kommerz», sagt Kappeler, der optimistisch ist, dass es vorläufig keine weiteren Einschnitte beim Personal geben wird. Nicht im Fokus steht eine Petition der YB-Fans zur Änderung des Stadion­namens in das alte «Wankdorf». Ein schriftlicher Antrag liegt nicht vor.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/YB ... y/22276029

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2014/2015
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 4. Februar 2015, 19:25 
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Die grosse Zuversicht vor dem Rückrundenstart

YB will in der zweiten Saisonhälfte weiter angreifen.
Platz 3 bleibt das Minimalziel, im Fokus stehen aber Platz 2 und die Qualifikationsphase zur Champions League.

Sieben Spiele – sieben Siege: Wer mit einer solchen Bilanz in die Winterpause geht, läuft nicht Gefahr, vom Januar-Blues erfasst zu werden. Am Medientag der Young Boys herrschte jedenfalls eine aufgeräumte Stimmung. Sowohl die Spieler als auch die Verantwortlichen sind guten Mutes, dass es in der Rückrunde noch besser wird.

Sportchef Fredy Bickel lobte die gute Arbeit während der Vorbereitungsphase und sprach von einem gelungenen Trainingslager in der Türkei. Trainer Uli Forte schwärmte von der «super Arbeit», welche seine Spieler in Belek und nach der Rückkehr auch in Bern geleistet hätten, und fühlte schon mal die ­Temperatur. «Die Mannschaft ist heiss», weiss der YB-Trainer. Und Präsident Werner Müller sagte, das Saisonziel bleibe mindestens Platz 3, und schwelgte bereits in der Vorfreude auf die beiden Spiele in der Europa League gegen den FC Everton.

Nur, welcher Verantwortlicher hat nach einer Vorbereitungszeit schon mal verkündet, die Mannschaft habe schlecht gearbeitet? Das gibt es nicht, ob Fussball, Eishockey oder Ski. Überall wird bei jeder Saisonvorbereitung so gut trainiert wie nie zuvor.

Luzern als Standortbestimmung

Der Tag der Wahrheit ist für YB der kommende Samstag (17.45 Uhr), wenn es zum Rückrundenauftakt zum FC Luzern geht. Beim Tabellenletzten müssen die Berner zeigen, ob sie in der Lage sind, sich mit dem Schwung aus dem ­alten Jahr in die Rückrunde zu katapultieren. Forte sendet trotz aller Zuversicht auch eine Wetterwarnung aus. «Es wird kalt sein in Luzern, wir müssen mit schwierigen Bedingungen rechnen und wir werden auf eine Luzerner Mannschaft treffen, die sich in Aufbruchstimmung befindet. Ich habe gehört, der neue Sportchef Rolf Fringer habe mit seiner positiven Art in Luzern schon ­vieles in Bewegung gebracht.»

Aber Forte kann aus dem Vollen schöpfen. 23 Spieler hat er im Kader und so viele Alternativen wie noch nie – vor allem im offensiven Bereich. Er räumt auch ein: «Wenn alles gut läuft, liegt Platz 2 drin.» Mit dieser Klassierung wäre YB berechtigt, die Qualifikations­spiele für die Champions League zu bestreiten.

Mit Marco Bürki und Alexander Gerndt sind seit dem Trainingsauftakt zwei Langzeitverletzte zurück, auch Gonzalo Zarate ist wieder fit. Ab heute Mittwoch beginnt auch Matias Vitkieviez, der im vergangenen Juni einen Kreuzbandriss im rechten Knie erlitten hatte, wieder mit der Mannschaft zu trainieren, wie der Genfer gestern glücklich verkündete.

Lecjaks und Rochat verlängern

Sportchef Bickel ist weiter dabei, die Baustellen abzubauen. Mit Jan Lecjaks und Alain Rochat wurden die im Sommer auslaufenden Verträge verlängert. Der 24-jährige Tscheche unterschrieb einen Kontrakt bis im Sommer 2019, und der Vertrag des 32-jährigen Allrounders Rochat, der im defensiven Bereich auf fast alle Positionen eingesetzt werden kann, wurde um ein Jahr bis Sommer 2016 verlängert.

Und Bickel hofft, dass es vielleicht in diesem Frühling eine besondere Konstellation mit YB-Erfolgen gibt, damit sich auch der Franzose Guillaume ­Hoarau dazu bewegen lässt, länger als bis Ende Saison in Bern zu bleiben, und die Sehnsucht nach dem französischen Fussball und der dortigen Besoldung vergisst. Auch der Vertrag von Raphaël Nuzzolo läuft im Sommer aus, dann wird er 32. Ob der Bieler mit italienischen Wurzeln bei YB bleibt, hänge auch davon ab, ob er die offerierten Bedingungen akzeptiere, sagt Bickel. Das heisst in anderen Worten: Nuzzolo muss wohl bei der Vertragsdauer und dem Salär Kompromisse machen, sonst neigt sich seine Zeit bei YB dem Ende zu. Der 19-jährige Thomas Fekete dagegen wird ab sofort an den FC Biel ausgeliehen.

Am Wochenende geht es wieder los mit dem helvetischen Fussball, und ­zumindest eines ist bei YB gewiss: Es bleibt alles im Fluss.

Letztes Testspiel:

YB - Biel 1:3 (1:2) Stade de Suisse. – SR Amhof. – 150 Zuschauer. – Tore: 9. Pimenta 0:1. 28. Ukoh (Penalty) 0:2. 31. Steffen 1:2. 81. Safari 1:3.


Young Boys: Mvogo (46. Wölfli); Hadergjonaj, Wüthrich, Rochat, Bürki; Bertone, Sumbula; Steffen (46. Nuzzolo), Pinga, Fekete ; Afum.


Bemerkungen: YB mit den Nachwuchsspielern Pinga und Sumbula, ohne Gerndt, Seferi, Vitkieviez, Zarate (angeschlagen), Von Ballmoos (verletzt). 51. Lattenschuss Peyretti. 55. Pfostenkopfball Afum. 61. Lattenschuss Pinga.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Di ... y/17761128

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2014/2015
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 4. Februar 2015, 19:27 
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Kaum Zahlen, dafür neue Kleider für YB

Das neue Jahr bringt für YB diverse Änderungen. Mit der Weltmarke Nike läuft ab Sommer ein neuer Ausrüstervertrag, zudem wird die Stadionverpflegung neu gestaltet.

Die Hintergrundgeräusche blieben mehrheitlich aus. Obwohl es sportlich einer Berg- und Talfahrt glich: Wirtschaftlich gesehen war das Jahr 2014 wohl ein weiterer Umgang der Konsolidierung, wie die Young Boys ihre Erwartungen bisweilen im sportlichen Bereich anzukündigen pflegten.

Zahlen geben die YB-Besitzer Andy und Hans-Ueli Rihs ja gemeinhin keine mehr bekannt, seit dem von ihnen gedeckten Verlust von gegen 15 Millionen Franken aus dem Geschäftsjahr 2012 traten die Geldgeber aber massiv auf die Bremse – Sparen ist angesagt. Infolgedessen hat die sportliche Abteilung den Kader weiter verkleinert; wie aber gewirtschaftet wurde, bleibt unsicher. «Die Jahresrechnung ist noch nicht abgeschlossen», meint CEO Alain Kappeler.

Doch gerade in diesem Bereich kommen auf die Young Boys im neuen Jahr einige Veränderungen zu. Am Dienstag hat der Klub bekannt gegeben, dass der Vertrag mit dem aktuellen Ausrüster Jako nicht mehr verlängert und ab Sommer eine Zusammenarbeit mit Nike eingegangen wird. Der US-amerikanische Grosskonzern ist eine Weltmarke und im Fussball zusammen mit Adidas Marktführer. Es ist davon auszugehen, dass Nike YB mehr als Jako bezahlen kann, der Vertrag läuft vorderhand für drei Jahre.

«Das Geschäft mit den Ausrüstern ist sehr lebendig», erzählt Kappeler von den Gesprächen mit diversen Interessenten, die seit Herbst laufen. Die Jako AG kleidet auch den FC St.Gallen ein, ihr Hauptsitz befindet sich ebenfalls dort, der Besitzer kommt aus Deutschland. «Die Signale für eine Verlängerung waren nicht unbedingt spürbar», nennt Kappeler Beweggründe für die Neuausrichtung.

Grosse Kontinuität punkto Ausrüster hat es bei YB noch nie gegeben. Ins Stade de Suisse zog YB 2005 noch mit Leibchen der Marke Gems, danach kam der Wechsel zu Puma, bevor man auf Jako umstieg. Die Fluktuation ist bei den Schweizer Spitzenklubs und ihren Sportkleidungssponsoren aber gemeinhin sehr hoch. Einzig beim FC Zürich ist die Zusammenarbeit mit Nike ausserordentlich lang (seit 2002), weiter zählen in der Super League aktuell noch der FC Thun und Aarau zu den Partnern der Marke mit dem berühmten «Swoosh».

Bezahlt wird weiterhin bar

Eine weitere Neuerung kommt auf die Young Boys im Bereich des Stadioncaterings zu. Nachdem schon vor einem Jahr bekannt geworden ist, dass der Vertrag mit Partner Bell nicht mehr verlängert wird und im Sommer ausläuft, hat YB jetzt die Verpflegung seiner Kundschaft selber in Angriff genommen. «Bereits in der Rückrunde werden wir zwölf Essensstände selber betreiben», erklärt CEO Kappeler. Damit beschreiten die Berner ähnliche Wege, wie es der Stadionnachbar SC Bern mit der Sportgastro AG, die in der Postfinance-Arena eigene Restaurants betreibt, schon lange und sehr erfolgreich tut.

Am Sortiment ändert YB indes vorderhand noch wenig, im Sommer würden die Stände dann rundumerneuert. Muss sich der Berner Fussballkonsument nun auf bargeldloses Bezahlen, wie es etwa in St.Gallen oder der Bundesliga üblich ist, einstellen? «Nein, es soll weiter bar bezahlt werden», stellt Kappeler klar. Es gehe mehr darum, an digitalen Möglichkeiten, zum Beispiel der Bezahlung per Mobiltelefon, zu arbeiten.

Weiterhin suchen die Young Boys einen Hauptsponsor. Die BKW beendet ihr Engagement bei den Bernern auf Ende Juli 2015 und steigt als Hauptpartnerin bei Swiss-Ski ein. «Die Gespräche mit potenziellen Nachfolgern laufen», sagt Kappeler, «ideal wäre eine nahtlose Nachfolge im Sommer.» Auch, weil YB sonst den fehlenden Betrag anders berappen muss.

Gewinn mit Doumbia

Eine Möglichkeit dazu wären Einnahmen durch einen Transfer, an dem die Berner sportlich gar nicht mehr beteiligt sind. Der einstige YB-Stürmer Seydou Doumbia wechselt von ZSKA Moskau zur AS Rom – für rund 15 Millionen Franken. Die Young Boys können dabei als früherer Verein Doumbias auf Partizipationen von bis zu einer Million Franken hoffen. «Wir warten, bis der Transfer fertig abgewickelt ist», meint Kappeler vorerst.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/11720165

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2014/2015
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 4. Februar 2015, 19:28 
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Ruhig und intensiv zugleich

Fredy Bickel arbeitet weiterhin an der Verkleinerung des YB-Kaders. Der Sportchef gab am Dienstag aber auch die Vertragsverlängerungen mit Alain Rochat und Jan Lecjaks bekannt.

Mit dem neuen Jahr kamen bei den Young Boys jeweils auch neue Spieler. 2012 trafen etwa die jungen Venezolaner Josef Martinez und Alexander Gonzalez in Bern ein. Im Jahr darauf verpflichtete YB Samuel Afum und Alexander Gerndt, und vor zwölf Monaten tätigte der Klub einen aufsehenerregenden Transfer, als Milan Vilotic von GC geholt wurde.

Diesmal aber blieb es bei den Gelb-Schwarzen vergleichsweise ruhig, die Kontinuität stand im Vordergrund. Zwar wäre es in der Schweiz noch bis Mitte Februar möglich, Transfers zu tätigen, Fredy Bickel will aber allfällige Telefonate von Agenten und Klubs in den nächsten Tagen ignorieren, wie er an der Medienkonferenz vor dem Rückrundenstart mit einem Augenzwinkern verkündete.

Dennoch wusste der Sportchef am Dienstag von einer «sehr intensiven» Winterpause zu berichten, die jedoch zu seiner Zufriedenheit verlaufen sei. «Ich glaube, wir haben sehr gut gearbeitet.»

Zwischenziel erreicht

Bickel beschäftigte sich vor allem mit zwei Pendenzen. So galt es das Kader auf 23 Spieler zu reduzieren. Dies ist Bickel nach dem Ende des Engagements von Adrian Nikci und den leihweisen Abgängen von Moreno Costanzo (zu Aarau), Hélios Sessolo (Le Mont) und Thomas Fekete (Biel) vorerst gelungen. Mit dem bereits seit dem vergangenen Mai feststehenden Zugang des jungen Mazedoniers Taulan Sulejmanov befinden sich nun just 23 Spieler im Kader. «Allerdings», schränkte Bickel gleich selbst ein, seien neben Costanzo, Sessolo und Fekete mit Haris Tabakovic (Wil) und Gonzalez (Thun) noch zwei weitere Akteure ausgeliehen.

Ziegler war kein Thema

Auf den Sommer hin erhält Bickel bei der Kaderplanung dank der zweiten Pendenz aber reichlich Spielraum. Gleich neun Verträge wären Ende Saison ausgelaufen. Nach «intensiven» Gesprächen konnte der Zürcher gestern schon einmal die Fortführung der Zusammenarbeit mit Alain Rochat (bis 2016) und Jan Lecjaks (2019) bekannt geben.

Vor allem die Vertragsverlängerung mit dem 32-jährigen Rochat, der zuletzt kaum noch zum Einsatz kam, ist nicht unumstritten. Das wusste auch Bickel, der sogleich festhielt: «Für das Innenleben der Mannschaft ist Rochat sehr wichtig.» Lecjaks hingegen wusste zuletzt regelmässig zu überzeugen. Mit dem tschechischen Linksverteidiger verhandelte YB seit dem Spätsommer über einen neuen Kontrakt.

Da der 24-Jährige aber zögerte, prüfte Bickel zwei, drei Alternativen, wie er gestern sagte. Der kürzlich von Sion verpflichtete Reto Ziegler, der auch mit YB in Verbindung gebracht worden war, sei aber zu keinem Zeitpunkt ein Thema gewesen.

Zwei Verträge haben Priorität

Demnächst will Bickel mit Raphaël Nuzzolo und Guillaume Hoarau neue Kontrakte aushandeln. Erste Gespräche hätten bereits stattgefunden. Bei den zuletzt verletzten Gonzalo Zarate, Matias Vitkieviez und Marco Bürki, deren Kontrakte im Sommer ebenfalls enden, wartet der Sportchef derweil die nächsten Wochen ab. Mit Pascal Doubai und Josh Simpson plant YB dagegen schon lange nicht mehr.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/11089193

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2014/2015
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 4. Februar 2015, 19:32 
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Hoarau will in Bern bleiben

YB ist heiss auf Doumbia-Million

Der frühere YB-Kicker Seydou Doumbia (27) wechselt von ZSKA Moskau zur AS Roma. Wie viel kassieren die Young Boys?

Rund 15 Millionen Franken zahlt die AS Roma an ZSKA Moskau für den einstigen YB-Angreifer Seydou Doumbia.

Der Ivorer, zurzeit am Afrika-Cup im Einsatz, stand zwischen 2008 und 2010 in Bern unter Vertrag, wurde zwei Mal Torschützenkönig und stürmte sich in die Herzen der YB-Fans.

Danach verliess er die Bundesstadt in Richtung Moskau. Auch ZSKA überweist eine ähnlich hohe Summe wie die Roma nach Bern.

Doch damit nicht genug! Nach dem Weiterverkauf sind die Young Boys nun heiss auf den nächsten Anteil. Denn gemäss der «Berner Zeitung» dürfen sie auf bis zu eine Million Franken hoffen.

«Wir warten, bis der Transfer fertig abgewickelt ist», lässt sich CEO Alain Kappeler zitieren.

Die zusätzlichen Einnahmen könnten die Berner gut gebrauchen. Denn der «gelbe Riese» Guillaume Hoarau (30) überrascht mit einem frühen Bekenntnis.

Der Franzose, der im September seinen bis Ende 2014 auslaufenden Vertrag bis zum Saisonende verlängerte, könnte sich nämlich einen Verbleib vorstellen.

«Ich habe YB signalisiert, dass ich Interesse habe, darüber hinaus zu bleibe. Die Türe steht offen», prescht Hoarau vor.

«Stand jetzt gibt es mehr Plus als Minus. Ich habe hier die totale Lust am Fussball wiedergefunden», so der ehemalige PSG-Star.

Das wäre ein gewaltiges Ausrufezeichen, wenn YB seinen Garanten für wichtige, entscheidende Tore dazu bewegen könnte, weiter im Stade de Suisse auf Torjagd zu gehen anstatt in der grossen weiten Fussballwelt.


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 57911.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2014/2015
 Beitrag Verfasst: Freitag 6. Februar 2015, 14:08 
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Wird Gerndt/Hoarau zum neuen Traum-Duo der Super League?

Die wichtigsten Neuzugänge kommen bei YB aus den eigenen Reihen. Alexander Gerndt kehrt nach einjähriger Verletzungspause ins Kader zurück und auch Matias Vitkieviez und Marco Bürki können auf die Rückrunde hin wieder mittun

Wenn Fredy Bickel von einer «sehr intensiven Zeit» spricht, lässt dies zunächst einmal aufhorchen. Mit dem 18-jährigen Taulan Seferi von Rabotnicki Skopje findet sich vor dem Rückrundenauftakt nämlich gerade mal ein einziges neues Gesicht im Kader der Young Boys. Und weil der Transfer des mazedonischen Talentes schon seit längerer Zeit feststeht, müsste der Sportchef in den letzten Wochen doch eigentlich eine geruhsame Zeit gehabt haben.

«Nein, das war ganz und gar nicht der Fall», sagt Bickel und verweist auf seine unspektakuläre Hintergrundarbeit bei der Reduzierung des aufgeblähten YB-Kaders und mit Vertragsverlängerungen. «Vor allem jene mit Jan Lecjaks hat viel zu tun gegeben», sagt Bickel. Nun möchte auch der 31-jährige Flügel Raphael Nuzzolo einen neuen Kontrakt unterschreiben, doch schwebt ihm eine längere Vertragsdauer vor, als die Berner anzubieten bereit sind. Mit Stürmerstar Guillaume Hoarau würde Bickel den Vertrag lieber heute als morgen verlängern, doch der Franzose will natürlich erst einmal sehen, wohin die Reise mit seiner Mannschaft geht. Ob sie im Sommer vielleicht sogar um den Einzug in die Champions League spielen darf.

Schwierige Momente

«Das ist absolut möglich», sagt Alexander Gerndt. Die sieben Siege in Folge vor der Winterpause haben auch ihn mit viel Selbstvertrauen versorgt. «Aber wir tun gut daran, von Spiel zu Spiel zu schauen und uns jetzt einmal ganz auf die Partie vom Samstag in Luzern zu konzentrieren.» Für den Schweden wird es ein ganz spezieller Moment sein, denn fast auf den Tag genau vor einem Jahr zog er sich in Basel nach einem derben Foul von Taulant Xhaka eine derart gravierende Fussverletzung zu, dass er seither lediglich ein Spiel mit der zweiten Mannschaft in der 1. Liga bestreiten konnte. «Das war meine erste schwere Verletzung überhaupt», sagt Gerndt, «und besonders hart war es, als ich im Sommer dachte, ich sei wieder fit, die Schmerzen aber zurückkamen und ich danach zweimal operiert werden musste.» Immerhin: Die Geburt seines dritten Kindes habe viel Licht ins Dunkel gebracht», sagt Gerndt.

Jetzt aber möchte der 28-Jährige nur noch nach vorne schauen. «Ich bin topfit», sagt Gerndt, «physisch sogar bei 100 Prozent meines Leistungsvermögens.» Dass er übermorgen in der Swissporarena zum YB-Kader gehört, ist sicher, ob er gar bereits wieder zur Startformation zählt, lässt Uli Forte noch offen. «Auszuschliessen ist dies nicht», sagt der Trainer von YB. «Ich war erstaunt, mit welch hoher Qualität Gerndt trainiert und dass er keine einzige Einheit ausgelassen hat.» Und seit sein Stürmer im Testspiel gegen Hertha BSC eine harte Attacke eines Berliners unbeschadet überstanden hat, weiss Forte auch, dass Gerndt wieder bereit ist, jeden Zweikampf anzunehmen.

Dieser hatte beim allerletzten Spiel des Jahres, dem umjubelten 2:0-Sieg gegen Sparta Prag in der Europa League, noch von aussen mitgezittert, möchte aber in zwei Wochen, wenn es im Sechzehntelfinal gegen Everton geht, erstmals seit dreieinhalb Jahren wieder in einem Europacupspiel auf dem Platz stehen. «Der Sieg gegen Sparta hat gezeigt, welche Fortschritte die Mannschaft bezüglich Mentalität gemacht hat», sagt Gerndt. «Sie hat bewiesen, dass sie in der Lage ist, auch dann ein Spiel zu gewinnen, wenn es darauf ankommt und sie unter grossem Druck steht.»

Der Schwede kommt mit Elan zurück

Gerndt, der nach seinem Transfer von Utrecht vor ziemlich genau zwei Jahren beim 3:2-Heimsieg gegen Luzern für YB debütiert hatte und seither in 35 Super-League-Spielen 17 Skorerpunkte (sieben Tore, zehn Assists) sammelte, freut sich auf das Zusammenspiel mit Hoarau. Natürlich will Forte noch nicht verraten, in welcher Anordnung er die beiden spielen lassen will. Ob zusammen im Angriff oder ob Gerndt eine hängende Spitze gibt oder gar am Flügel aufläuft. Forte sagt nur: «Beide sind exzellente Spieler, die zweifellos zusammen auf dem Platz stehen können.» Gerndt sagt: «Ich trainiere jeden Tag so gut wie möglich, gebe alles und dann sehe ich, ob mich der Trainer aufstellt oder vorerst noch als Joker sieht.» Er hatte während der langen Zwangspause zwar nie befürchtet, seine Karriere beenden zu müssen, aber jetzt möchte er diese so richtig neu lancieren.


http://www.aargauerzeitung.ch/sport/fus ... -128800075

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2014/2015
 Beitrag Verfasst: Samstag 7. Februar 2015, 13:19 
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YB traut sich den grossen Schritt nicht zu

AnalyseBeim BSC Young Boys stimmt vor dem Rückrundenstart vieles – bis auf eine mutigere Zielsetzung.

Beim BSC Young Boys herrscht wieder einmal Optimismus. Der Trainer schwärmt davon, wie «heiss» seine Mannschaft vor dem heutigen Startspiel in Luzern sei. Der Sportchef lobt die Mannschaft für «die sehr gute Arbeit» in der Vorbereitung. Die Spieler freuen sich über «die ausgezeichnete Stimmung» innerhalb des Teams. Der starke Endspurt vor der Winterpause wirkt rund um YB spürbar nach. Fünf Siege in Serie hatte YB zuletzt in der Super League aneinandergereiht, was die Berner zum punktgleichen Zweiten FC Zürich aufrücken liess. Als schönes Supplement gelang gar der Vorstoss in die Sechzehntelfinals der Europa League.

Untypisch war die Art und Weise, wie YB in diesen letzten Wochen im November und Dezember Sieg an Sieg reihte. Die Berner spielten selten wirklich besser als der Gegner, sie überzeugten vielmehr mit Stabilität, Geduld und Abgeklärtheit. Alles Faktoren, die YB in den letzten Jahren oft vermissen liess. Sogar Uli Forte sagte diese Woche, sein Team habe in dieser Phase Spiele gewonnen wie jenes beim 2:1 in ­Luzern, «in dem wir nur in den ersten fünf Minuten sowie in den fünf Minuten vor und nach der Pause überzeugt haben». Die Berner eilten plötzlich mit einer Effizienz von Sieg zu Sieg, die den FC Basel stets auszeichnet.

Beim BSC Young Boys herrscht wieder einmal Optimismus. Der Trainer schwärmt davon, wie «heiss» seine Mannschaft vor dem heutigen Startspiel in Luzern sei. Der Sportchef lobt die Mannschaft für «die sehr gute Arbeit» in der Vorbereitung. Die Spieler freuen sich über «die ausgezeichnete Stimmung» innerhalb des Teams. Der starke Endspurt vor der Winterpause wirkt rund um YB spürbar nach. Fünf Siege in Serie hatte YB zuletzt in der Super League aneinandergereiht, was die Berner zum punktgleichen Zweiten FC Zürich aufrücken liess. Als schönes Supplement gelang gar der Vorstoss in die Sechzehntelfinals der Europa League.

Untypisch war die Art und Weise, wie YB in diesen letzten Wochen im November und Dezember Sieg an Sieg reihte. Die Berner spielten selten wirklich besser als der Gegner, sie überzeugten vielmehr mit Stabilität, Geduld und Abgeklärtheit. Alles Faktoren, die YB in den letzten Jahren oft vermissen liess. Sogar Uli Forte sagte diese Woche, sein Team habe in dieser Phase Spiele gewonnen wie jenes beim 2:1 in ­Luzern, «in dem wir nur in den ersten fünf Minuten sowie in den fünf Minuten vor und nach der Pause überzeugt haben». Die Berner eilten plötzlich mit einer Effizienz von Sieg zu Sieg, die den FC Basel stets auszeichnet.


Auch wenn die Vergangenheit bei YB lehrt, dass sich aus einer Reihe von Erfolgen noch keine Winnermentalität ableiten lässt: Ein grösserer Rückschlag ist diesmal nicht zu erwarten. Es spricht indessen vieles dafür, dass sich die Berner in der Rückrunde in der Erfolgsspur halten können. Das Gerüst blieb intakt, der Mix zwischen jungen und älteren Spielern stimmt, die Mannschaft wurde in der Vorbereitung von Verletzungen verschont, die Automatismen funktionieren, der neue Sturmtank Guillaume Hoarau konnte zum Bleiben bewegt werden, und mit Alexander Gerndt hat sich ein wichtiger Offensivspieler zurückgemeldet.

Konsolidieren statt attackieren

Trotz dieser Vorzeichen wagt es bei den Young Boys niemand, zum Angriff auf den FC Basel zu blasen. Die acht Punkte Rückstand seien eben eine zu grosse ­Hypothek, heisst es. Präsident Werner Müller will mindestens Platz 3 aus dem Vorjahr bestätigen. Trainer Uli Forte glaubt, dass bestenfalls Platz 2 möglich ist, wenn ­alles passt. Und Captain Steve von ­Bergen sagt, dass eine Mannschaft, die Dritte ist, jetzt Zweite werden muss. YB plant weiter in kleinen Schritten. Konsolidieren, wie es immer so schön heisst, hat also weiter Priorität.

Nur: Bei YB wird bereits lange konsolidiert. 3./4./2./2./2./3./3./7./3. – so lauten die Klassierungen in der Super League seit dem Einzug ins neue Stade de Suisse vor bald zehn Jahren. Von der missglückten Saison 2012/13 einmal abgesehen, haben die Berner ihre Rolle als zweit- oder drittplatzierte Mannschaft inzwischen förmlich zementiert. So bemerkenswert diese Konstanz auf den ersten Blick auch ist: Die Young Boys haben mit ihrem im Ligavergleich teuren Kader meist nur Minimalziele erfüllt, jedoch nie das Maximum herausgeholt, nie einen Meistertitel ­gewonnen. Vom Abschneiden im Schweizer Cup ganz zu schweigen, von vereinzelten Glanzlichtern im Europacup einmal abgesehen.

Da YB keine Titelambitionen hegt und der FC Zürich offiziell ebenfalls nur Zweiter werden will, muss der FC Basel nicht mehr gross um die sechste Meisterschaft in Serie bangen.

Die Reihe wäre an YB

Doch wer, wenn nicht YB oder der FCZ, soll dem FCB den Titel überhaupt noch streitig machen? Den Zürchern ist es in den letzten 11 Jahren immerhin dreimal gelungen, die Dominanz der Basler in der Super League zu durchbrechen, zuletzt 2009. Die Reihe wäre nun einmal an den Bernern. Aber wann?

Vielleicht – so die kleine Hoffnung des Berner Anhangs – traut sich YB in diesem Frühjahr einen Angriff noch zu, wenn die ersten Spiele optimal verlaufen. Im Sommer könnte es nämlich bereits wieder zu spät sein mit dem passenden Moment. Denn aktuelle Leistungsträger wie Sanogo, Hoarau oder der junge Goalie Mvogo werden auf Europas Transfermarkt kaum an ­Attraktivität einbüssen. Und sollte YB wichtige Spieler abgeben, dürften die Titelambitionen erneut auf unbestimmte Zeit aufgeschoben werden.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/YB ... y/21598322

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