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 Beitrag Verfasst: Montag 7. März 2005, 10:58 
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Bund, 7.3.2005

YB - Aarau verschoben

Young Boys Das Spiel YB - Aarau, angesetzt auf gestern Sonntag, ist am Samstagvormittag verschoben worden. Das Terrain im Neufeldstadion war nicht bespielbar. Auf dem gefrorenen Rasen wäre die Verletzungsgefahr für die Spieler zu gross gewesen. Der Beschluss wurde vom ehemaligen Spielleiter und jetzigen Schiedsrichter-Inspizienten Serge Mumenthaler in Anwesenheit der YB-Techniker und des in Bern wohnhaften Aarau-Trainers André Egli gefasst. Die im Vorverkauf abgesetzten Billette behalten bei der Neuansetzung des Spiels ihre Gültigkeit. Besitzer eines Tickets haben aber auch ein Rückgaberecht an der jeweiligen Kaufstelle.

YB - Aarau war in diesem Winter, in dem es im Schweizer Fussball Absagen «schneit», bereits die dritte Spielverschiebung mit Stadtberner Beteiligung. Auch das Heimspiel gegen Thun und die Partie in Schaffhausen fielen den Winterkapriolen zum Opfer. Das Berner Derby soll am Mittwoch (18.30 Uhr) auf dem Neufeld stattfinden. «Noch ist aber nicht abzusehen, ob das Spiel auch wirklich durchgeführt werden kann», sagt YB-Sportchef Reto Gertschen. (bsp)

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 16. März 2005, 17:56 
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Mittwoch, 27. April, 22. Runde. 18.45 Uhr: Young Boys - Aarau.

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 27. April 2005, 21:16 
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Was für ein Gegurke auf dem Platz. YB ist kein Team mehr.......leider.

Nächsten Sonntag überholt uns Xamax. :cry:


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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 28. April 2005, 07:52 
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BZ, 28.4.2005

...und es wird immer grausamer

Vor noch 4800 Zuschauer enttäuschte YB ein weiteres Mal schwer. Die Leistung beim 1:1 gegen den FC Aarau war blamabel.

Peter Mast stand regunglos auf der Holztribüne des Neufeldstadions und schüttelte immer wieder den Kopf. Dem YB-Präsidenten hatte es die Sprache verschlagen. «Ich bin sprachlos», sagte er also mehrmals, «sprachlos und sehr, sehr enttäuscht.» Der Auftritt der Young Boys gegen das zuletzt kriselnde Aarau war der negative Höhepunkt der miserablen letzten Wochen. In der 91. Minute vergab Francisco Neri zwar noch den Matchball, es war die zweite und letzte Torchance der Young Boys in einer himmeltraurigen zweiten Halbzeit gewesen. Kurz nach der Pause war Fernando Carreño mit einem Kopfball gescheitert, danach schlossen die Berner ihre zuvor schon spärlich engagierte Offensivabteilung gänzlich. Und so schossen die Aarauer nach 58 Minuten das 1:1 – und wie die tapfer kämpfenden, aber äusserst limitierten Gäste dieses Tor erzielten, sagt alles über die Verfassung der Young Boys aus. Gürkan Sermeter vertändelte an der Mittellinie leichtsinnig den Ball, Aaraus Gökhan Inler spazierte seelenruhig durchs Mittelfeld, liess auch die YB-Innenverteidiger aussehen wie verwurzelte Bäume, um dann mit einem zwar harten, aber völlig unplatzierten Schuss auch noch Marco Wölfli tief in die Schuldverantwortung zu ziehen. Der YB-Goalie liess den Ball zwischen seinen Fäusten hindurch ins Netz fallen.


Wo war die Offensive?

Dass die verunsicherten Young Boys überhaupt ein Tor erzielen konnten, hatten sie einem fürchterlichen Aussetzer Arnaud Bühlers zu verdanken. Neri profitierte in der 36. Minute vom Stockfehler des Aarau-Verteidigers und erzielte mit einem wuchtigen Abschluss das 1:0 für YB. Ansonsten aber setzten sich die Offensivspieler der Berner nie durch – und aus dem Mittelfeld fehlte die Unterstützung. Sermeter kämpfte zwar wenigstens, aber die Umschreibung «glücklos» war für die gestrige Spielweise des Captains ein grandioses Lob. Spielmacher Thomas Häberli war unerwartet wirkungslos, Elvir Melunovic baute auf der linken Seite nach flottem Start erschreckend schnell ab, und dass Ivan Knez nicht unbedingt die beste Wahl als defensiver Mittelfeldspieler darstellt, dürfte auch Hans-Peter Zaugg irgendwann registrieren. Der YB-Trainer war geschockt von der Darbietung der Seinen. Mit leiser Stimme analysierte er die blamable Leistung. Er weiss, dass der Druck auf ihn stark zunimmt. Mit einem wütenden Pfeifkonzert wurden die YB-Fussballer nach dem Spiel in die Kabine entlassen.


Eine Bankrotterklärung

Wenige Wochen vor dem Einzug ins schmucke Wankdorf stimmt es derzeit bei YB hinten und vorne nicht. Leidenschaft, Kreativität oder gar Spielfreude, die findet der interessierte Berner Fussballfan nur in Thun. Die YB-Performance gegen den FC Aarau war, da gibt es absolut nichts zu beschönigen, eine Bankrotterklärung auf der ganzen Linie.

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Young Boys - Aarau 1:1 (1:0)

Neufeld. - 4800 Zuschauer (Saison-Minusrekord). - SR Wildhaber. - Tore: 36. Neri 1:0. 58. Inler 1:1.

Young Boys: Wölfli; Steinsson, Carreño, Rochat, Urdaneta; Sermeter, Knez, Häberli (77. Geiser), Melunovic (69. De Napoli); Neri, Chapuisat.

Aarau: Stöckli; Schmid, Tcheutchoua, Bühler, Moretto; Schenker, Menezes, Fejzulahi (77. Opango), Simo, Inler; Bieli.

Bemerkungen: YB ohne Disler (gesperrt), Coubageat, Eugster und Friedli (alle verletzt), Magnin (familiäre Gründe) sowie Aziawonou und Berisha (beide rekonvaleszent). Aarau ohne Bättig, Christ, Colomba, Wardanjan und Giallanza (alle verletzt) sowie Bekiri (krank). 33. Tor von Steinsson aberkannt (abseits). Verwarnungen: 20. Simo, 29. Steinsson, 32. Knez, 42. Schenker (alle Foul).

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 28. April 2005, 07:55 
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Bund, 28.4.2005

Eine Art Bankrotterklärung

Nach drei Heimniederlagen nur ein 1:1-Heimremis: Die Young Boys enttäuschten auch gegen Aarau
Es gibt für die Young Boys keine mildernden Umstände: Ihre gestrige Darbietung gegen den FC Aarau war erneut ungenügend. Die aufopfernd kämpfenden und spielerisch keineswegs schlechteren Gäste haben den Remispunkt auf dem Neufeld redlich verdient.

2:3, 2:5, 2:4 und nun ein 1:1 gegen einen Gegner, der in den letzten Wochen mehrmals vorgeführt worden war: Die Ausbeute der Young Boys auf dem Neufeld in diesem Jahr ist schlicht katastrophal – und die Enttäuschung und die Wut der letzten Unentwegten, die sich regelmässig ins Stadion begeben, wird immer grösser. Und verständlicher.

Zwar haben die Gelb-Schwarzen gestern nicht verloren, aber das 1:1 gegen den FC Aarau ist gleich bedeutend mit einer Niederlage: Das Pünktlein bringt die Berner nicht weiter – im Kampf um Rang 3 oder 4 ist vielmehr erneut entscheidendes Terrain leichtfertig verloren worden. Und noch schlimmer: Wie die Mannschaft gestern nach einigermassen gutem Beginn und insgesamt akzeptabler erster Halbzeit abbaute, war etwas Ähnliches wie eine Bankrotterklärung. Man ist offensichtlich nicht auf dem richtigen Weg.

Oder tut man den ach so sehr gebeutelten YB-Spielern Unrecht? Verlangt man von ihnen Dinge, die sie gar nicht können? Die jüngsten Leistungen deuten in diese Richtung – aber das dürfte auch nur die halbe Wahrheit sein: Die gleichen Young Boys haben in der Vergangenheit in ähnlicher Besetzung auch schon mal begeistert und überzeugt. Deshalb liegt der Schluss nahe: Eigentlich könnten sie mehr – aber es klappt gleichwohl nicht.

Ganz klar: Die Mannschaft, spielerisch ohnehin nicht Spitzenklasse, ist verunsichert. Die beste Medizin gegen eine solche Fussballkrankheit wäre der Erfolg – und der war den Bernern gestern von Aarau auf dem Präsentierteller offeriert worden: Nach sieben (!) Minuten verzeichnete YB bereits drei gute Torchancen (einmal Neri, zweimal Melunovic), und bis zur Pause hätte ein 3:0 dem Spielgeschehen (und den Torchancen) besser entsprochen als die dürftige 1:0-Führung, für die Neri nach einem weiten Pass Urdanetas und einem schweren Fehler des Aarauers Bühler gesorgt hatte.

Wer gedacht hatte, der Vorsprung wirke sich in der Folge für die Berner befreiend und stimulierend aus, sah sich getäuscht. Das Gegenteil war der Fall: Man überliess dem spielerisch keinesfalls schlechteren FC Aarau das Mittelfeld und musste nach einer Fehlerserie (Sermeter, Rochat, Wölfli) prompt den Ausgleichstreffer (58.) hinnehmen. Nun war die alte Verunsicherung wieder da – den Young Boys gelang kaum mehr ein vernünftiger Spielzug, und so etwas wie eine kollektive Trotzreaktion war nicht zu sehen.

Spielmacher als Aussenback

Mit etwas Glück hätten die Gelb-Schwarzen das 1:0 wohl über die Distanz bringen können, denn zwingend waren die Aarauer in der Offensive auch nicht. Und wenn das 1:0 bis zum Schluss Bestand gehabt hätte, wären die personellen Dispositionen des YB-Trainers als richtig eingestuft worden. Doch zuletzt hiess es eben 1:1 – und deshalb muss die Frage erlaubt sein, weshalb Hans-Peter Zaugg seinen (einzigen) Spielmacher Urdaneta als linken Aussenback aufstellte und damit opferte. Natürlich: Personelle Zwänge (Magnin, Friedli und Disler standen nicht zur Verfügung) hatten dazu geführt, dass der Trainer im zentralen Mittelfeld auf Knez (defensiv) und Häberli (offensiver) setzte und hinten die Lücke mit Urdaneta füllte.

Das Resultat der Massnahme zeigte sich schon in der ersten Halbzeit und noch ausgeprägter nach der Pause: Bei den Young Boys war niemand in der Lage, das Spiel zu leiten, die Aktionen zu koordinieren und einen vernünftigen Pass in die Tiefe zu schlagen. Im Mittelfeld sah man Simo und Menezes vom FC Aarau – und dann auch diesen gewissen Gökhan Inler: Er hatte für das Team von Andy Egli bereits am letzten Samstag das 1:1 gegen GC geschossen. Diesmal wiederholte er sein Kunststück mit einem tückischen Flatterball nach 58 Minuten. Er schoss YB vorerst wieder einmal ins Elend.

Young Boys - Aarau 1:1 (1:0) - Neufeld. – 4800 Zuschauer (Saison-Minusrekord). – SR Wildhaber. – Tore: 36. Neri 1:0. 58. Inler 1:1. –Verwarnungen: 20. Simo, 29. Steinsson, 32. Knez, 42. Schenker (alle Foul). – Bemerkungen: YB ohne Disler (gesperrt), Coubageat, Eugster, Friedli (alle verletzt), Magnin (familiäre Gründe), Aziawonou und Berisha (beide rekonvaleszent). Aarau ohne Bättig, Christ, Colomba, Wardanjan, Giallanza (alle verletzt) und Bekiri (krank). 33. Tor von Steinsson wegen Offside aberkannt.

Young Boys: Wölfli; Steinsson, Carreño, Rochat, Urdaneta; Sermeter, Knez, Häberli (77. Geiser), Melunovic (69. De Napoli); Neri, Chapuisat.

Aarau: Stöckli; Schmid, Tcheutchoua, Bühler, Moretto; Schenker, Menezes, Fejzulahi (77. Opango), Simo, Inler; Bieli.

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 28. April 2005, 08:05 
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NZZ, 28.4.2005

Der FC Aarau fasst Mut

1:1 gegen schwache YB-Mannschaft

Nach 16 Sekunden sprintete Neri allein in Richtung gegnerischen Keeper - und vergab die klare Torchance knapp. Wer dies im Anhang der Young Boys als Anfang eines vergnüglichen Fussball-Spektakels der Berner Mannschaft gewertet und sich voller Vorfreude zurückgelehnt hatte, sollte sich täuschen. Der Platzklub tat sich gegen die Mannschaft Aaraus nicht so leicht, wie es zu Beginn den Anschein gemacht hatte. Im Gegenteil: Nach 92 Minuten lautete das Ergebnis 1:1, und dies nach einem Match, der keine hohen Wellen geworfen und aus Berner Sicht einen enttäuschenden Verlauf genommen hatte. Gellende Pfiffe begleiteten die Equipe des Platzklubs in die Kabine. Das Team Aaraus wiederum durfte mit dem Ergebnis zufrieden sein, vermochte es doch nach frühem Rückstand erfolgreich zu reagieren.

Dass die Berner lange nicht auf Touren kamen, hatte viele Gründe. Eine Ursache war sicherlich das mässige spielerische Potenzial der Mannschaft im Aufbau. Mit der Mittelfeldreihe, gebildet aus Sermeter, Häberli, Knez und Melunovic, war kein Staat zu machen - niemand, der hier etwas Linie in das Vorgehen hätte bringen können. Interessant, dass Trainer Zaugg einen der technisch besten Fussballer des Kaders, Urdaneta, als linken Aussenverteidiger nominierte, was die Schwäche der Young Boys im Aufbau akzentuierte. Oft blieb nur das Mittel der weiten Bälle in den gegnerischen Strafraum, wo Chapuisat seine mässige Form nicht verleugnen konnte. Einzig von Neri ging etwas Gefahr aus.

Der Brasilianer schoss denn auch nach 36 Minuten das 1:0 (nach einem Fehler Bühlers), doch zu mehr waren die Gastgeber vor rund 4800 Zuschauern nicht imstande. Zu viele Protagonisten befinden sich dieser Tage in einer mässigen Verfassung. Anders der FC Aarau, dessen Team sich nach den peinlichen Schlappen der letzten Wochen offenbar gefangen hat. Vor kurzem noch von akuten Auflöseerscheinungen gezeichnet, kämpfte es diesen Abend mit Bravour. Trainer Egli verglich die Partie im Neufeld mit jener vom letzten Samstag im Hardturm, als der Aussenseiter ebenfalls durch einen vermeidbaren Treffer zurückgeworfen worden war - und sich trotzdem nicht aus dem Konzept hatte werfen lassen.

An der Mannschaft Aaraus fällt das jugendliche Erscheinungsbild auf. Nach der Ausmusterung Varelas und Vanettas sowie dem verletzungsbedingten Fehlen einiger Titulare ist Egli gezwungen, den Nachwuchs zu forcieren. Dieser nutzte in Bern die Chance, und mit Inler schoss ein Youngster gar den Ausgleich (58. Minute). Der Torschütze kam in der Winterpause gemeinsam mit Fejzulahi vom FC Basel nach Aarau, doch im Unterschied zu seinem 19-jährigen Kollegen ist der 20-jährige Inler im Besitz des FCA. Die Mannschaft fand zwar nur schwer ins Spiel, was aufgrund der mässigen Klasse in dieser Gruppe verständlich ist. Das zweite Remis in Folge auf fremdem Platz gegen einen renommierten Verein dürfte den Aargauern für die nächsten Partien jedoch Mut machen.

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