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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2013/2014
 Beitrag Verfasst: Dienstag 11. März 2014, 12:32 
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Unentschlossen im Schneckenrennen

Im Titelkampf der Super League überzeugt kein Team konstant. Und so ist selbst YB noch im Meisterrennen. Doch die Young Boys müssen sich in einigen Bereichen steigern.

Will denn keiner Meister werden? Der Titelkampf in der Super League gleicht einem Schneckenrennen. Luzern und St.Gallen, die Überraschungsteams der Vorrunde, haben abreissen lassen, GC und YB siegen mal, verlieren mal, während Leader Basel zwar fünf Punkte Vorsprung hat, aber keineswegs unwiderstehlich auftritt. Im Gegenteil: Der Meister wirkt ziemlich anfällig.

Doch weil bei der Konkurrenz die Inkonstanz die Konstante ist, thront der FCB weiter auf Rang 1. Derzeit ist Zürich das stärkste Team, sechsmal siegte der FCZ seit der Winterpause. Aber das muss nichts heissen. YB triumphierte zu Saisonbeginn fünfmal in Serie, ehe eine Baisse begann.

Bescheidenheit ist Trumpf

Irgendein Team wird am Ende Meister. Vermutlich doch der FCB, die Rivalen sind bescheiden. «Basel ist weiter als wir», sagt YB-Sportchef Fredy Bickel. Sein Trainer Uli Forte meint: «Die Basler sind klare Favoriten.» Und der Berner Regisseur Moreno Costanzo sagte nach der 1:3-Niederlage am Sonntag gegen Zürich: «Wir müssen auf uns schauen, nicht auf Basel.»

Dabei wären die Young Boys, so hatte man noch vor zwei Wochen das Gefühl, kompatibel, um diesen mittelmässigen FCB herauszufordern. Es folgten ungenügende YB-Auftritte in Sitten (0:3) und gegen Zürich (1:3), und schon hat der Wind gedreht. Das Berner Fussballpublikum traut YB nach unruhigen Jahren nicht – am Sonntag war das wenig stimmungsvolle Stade de Suisse trotz herrlichem Wetter bestenfalls zur Hälfte gefüllt. Dabei war die Affiche mit dem Verfolgerduell gegen Zürich interessant, zumal der FCB am Tag vorher gegen St.Gallen (1:1) mal wieder gepatzt hatte.

Die YB-Baustellen

Noch ist YB ein Teilnehmer des Schneckenrennens. Doch es muss seine aktuellen Baustellen schleunigst aufräumen. Brennpunkte gibt es gerade einige.

Zu zögerlich. YB ist nicht aggressiv genug, gegen Zürich wurde vor allen Gegentoren zurückhaltend verteidigt. Zuletzt setzte es 13 Gegentore in 5 Partien ab. Winterpausenzugang Milan Vilotic ist nicht restlos fit, er kann wegen Knieproblemen seit Monaten nicht voll trainieren. Vilotic, eigentlich ein Topinnenverteidiger, agiert ungenügend. Die Aussenverteidiger Alain Rochat und Scott Sutter sind derzeit durchschnittlich, und selbst Abwehrchef Steve von Bergen, sonst ein Muster an Zuverlässigkeit, hat sich von den Fehlern der Mitspieler anstecken lassen. Zudem unterstützte das Mittelfeld die Verteidigung nicht optimal.

Zu einfallslos. YB agiert oft relativ statisch im 4-2-3-1-System. Es gibt wenig Überraschungen, die Akteure rochieren selten, hinterlaufen wird kaum, die Flanken und Standards waren zuletzt ungenügend. Trainer Forte wechselt zudem oft ähnliche Spielertypen gegeneinander aus, darauf kann sich der Gegner einstellen.

Zu wenig Stabilität. Die Young Boys haben in brenzligen Situationen keinen Chef im Aufbau, darüber wird seit langem debattiert. Und: Die Körpersprache vieler Akteure ist meistens nicht besonders kämpferisch. Es fehlt zuweilen an Entschlossenheit. Einzig von Bergen verkörpert derzeit Leadership. Nach der miesen letzten Saison haben sich die Berner immerhin in der Spitzengruppe eingereiht. Die Verantwortlichen Bickel und Forte betonen stets, dass es dieses Jahr noch nicht darum gehe, Basel anzugreifen. So gesehen waren die Young Boys nach dem tollen Saisonstart auch ein Opfer des eigenen Erfolges. Und jetzt schwächelt der FCB, doch YB ist offenbar nicht so weit, um zu profitieren.

Zu viele Verletzte. Goalie Marco Wölfli, Captain Christoph Spycher und Stürmer Alexander Gerndt fehlen wegen ihrer Klasse und ihrer Erfahrung. Die jungen, begabten Akteure können sich in einen Rausch spielen, wenn es läuft. Aber die Talente müssen angeleitet werden. Auch der verletzte Pascal Doubai, robust und kräftig, stünde dem Aufbau gut an.

Die Rechnung

Und so weiss man mal wieder nicht, was man von YB halten soll. Es gibt ja auch noch die Rechnung, wonach die Berner Leader wären, wenn sie in Basel (2:3) nicht dreimal von den Spielleitern benachteiligt worden wären. Das beweist erstens, dass YB keine schlechte Saison absolviert –und zweitens unterstreicht es das Bummeltempo der Teams im Punktesammeln.

Den nächsten Auftritt hat die Wundertüte YB am Samstag in St.Gallen. Vielleicht holten sich die Young Boys ja gestern in Genf Inspiration, um im Schneckenrennen bald auf der Überholspur unterwegs zu sein. Das Team weilte auf Einladung von Hauptsponsor Honda am Automobilsalon.


Minusrekord

Seit dem Jahr 2003 trägt die oberste Spielklasse die Bezeichnung Super League. Und in diesen bis jetzt elf Saisons hatte der Leader nach 24 Spieltagen noch nie wie jetzt Basel bloss 45 Punkte auf dem Konto. Vor einem Jahr beispielsweise totalisierten der FCB und GC zu diesem Zeitpunkt je 49 Punkte. Und in anderen Saisons hatte Basel oder YB nach 24 Runden über 50 oder sogar über 60 Zähler gesammelt.

Man kann jetzt natürlich behaupten, die Liga sei ausgeglichener geworden. Allerdings dürfte eher das Niveau gesunken sein, nicht einmal der FC Basel überzeugt. Er sammelt Unentschieden um Unentschieden um Unentschieden, jede zweite Partie des Serienmeisters endet mit einem Remis. Er hat mehr Unentschieden (12) als Siege (11) – hat aber auch erst einmal verloren.

Die Young Boys wiederum sind mit 40 Punkten aus 24 Begegnungen ordentlich unterwegs. Sie lassen aber immer wieder Gelegenheiten verstreichen, näher an Rang 1 zu rücken. Zudem spricht die Tendenz nach dem sensationellen Saisonstart – mit fünf Erfolgen nacheinander – klar gegen die Berner. Immerhin haben sie nach zwei Dritteln der Saison gleich neun Zähler mehr als in der miesen letzten Spielzeit geholt. Damals wurde YB am Ende bekanntlich nur Siebter.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/31134786

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2013/2014
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 13. März 2014, 12:10 
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YB zahlt künftig acht Mal mehr an die Sicherheit

Aktualisiert um 11:43 Drucken Die Young Boys und der SC Bern sind bereit, künftig deutlich höhere Beiträge an die Sicherheitskosten der öffentlichen Hand zu leisten. Darauf haben sich die beiden Sportklubs mit der Stadt Bern geeinigt.

YB und der SCB hatten 2008 einen mehrjährigen, für sie sehr vorteilhaften Deal mit der Stadt Bern abgeschlossen. Pro Jahr zahlten sie seither je 60'000 Franken an die Sicherheitskosten. Das entspricht einem Bruchteil der tatsächlichen Kosten für die öffentliche Hand. Der Vertrag läuft in diesem Frühling aus.

Sicherheitsdirektor Reto Nause drängte darauf, dass die Klubs tiefer in die Taschen greifen. Bestärkt wurde er durch das klare Volks-Ja zum verschärften Hooligan-Konkordat am 9. Februar. Nun konnte er die Verhandlungen mit YB-Chef Alain Kappeler und SCB-CEO Marc Lüthi abschliessen.

Das «Berner Modell» ist an die Zuschauerzahlen gekoppelt, aber auch an die effektiv geleisteten Polizeieinsatz-Stunden. Die Klubs zahlen einen Beitrag pro Zuschauer und helfen die Polizeikosten tragen. wie viel die Klubs unter dem Strick effektiv bezahlen, ist also offen.

YB müsste rund acht Mal mehr zahlen

YB hätte in der Saison 2012/13 gestützt auf die Zuschauerzahlen beispielsweise 490'648 Franken bezahlen müssen, in der Saison vorher nur minim weniger.

Beim SCB wären 2011/12 insgesamt 122'550 Franken fällig geworden. In der darauffolgenden Saison wäre aufgrund der wenigen Einsatzstunden der Polizei gar keine Abgeltung erfolgt.

«Das ist die Konsequenz des Modells», erklärte Gemeinderat Nause gemäss Redetext. «Uns geht es nicht darum, möglichst viel Geld einzunehmen, sondern einem Anreiz zur weiteren Reduktion der Polizeieinsatz-Stunden zu schaffen.»


http://www.bernerzeitung.ch/region/bern ... y/14787619

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2013/2014
 Beitrag Verfasst: Freitag 14. März 2014, 09:40 
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YB und SCB lenken ein – Nause erhält mehr Geld für Polizeikosten

YB und SCB beteiligen sich in Zukunft bis zu zehnmal stärker an den öffentlichen Sicherheitskosten. Die Kostenbeteiligung hängt von variablen Faktoren ab – die jährlichen Beiträge können zwischen 0 und 600'000 Franken schwanken.

In den letzten fünf Jahren war es einfach. Jedes Jahr haben YB und der SCB jeweils 60'000 Franken an die Stadt Bern überwiesen. Das war der Pauschalbetrag, mit dem sich die beiden Klubs an den Polizeikosten beteiligten.

In den nächsten vier Jahren wird es komplizierter. Denn die neue Kostenbeteiligung der Klubs hängt von variablen Faktoren ab, die sich von Saison zu Saison ändern können. Niemand kann derzeit genau sagen, wie viel Geld die beiden Vereine den Stadtbehörden künftig überweisen werden. An der gestrigen Medienkonferenz wurden zur Erklärung fiktive Beispiele herangezogen, bei denen Zuschauer- und Polizeieinsatzzahlen aus der Vergangenheit auf den neuen Vertrag angewendet wurden. In der Saison 2010/2011 hätten die Young Boys demnach 633'500 Franken bezahlen müssen (10-mal mehr als der damals gültige Pauschalbetrag), in der aktuellen Saison hätte sich der YB-Beitrag auf 300'500 Franken belaufen (5-mal mehr als der Pauschalbetrag).

Der SC Bern hätte in der Meistersaison 2009/2010 Sicherheitskosten von 270'300 Franken abdrücken müssen (4,5-mal mehr als der Pauschalbetrag). In der Saison 2012/2013 (ebenfalls eine SCB-Meistersaison) wäre der Schlittschuhklub ohne Beitrag an die Polizeikosten davongekommen, weil die polizeiliche Grundversorgung nicht überschritten wurde.

Kostendach schützt die Klubs

Der neue Vertrag beginnt in der kommenden Saison und dauert vier Jahre. Grundsätzlich bezahlen beide Vereine pro Zuschauer 1.50 Franken an die Sicherheitskosten. «Doch der Gemeinderat will die Sportvereine nicht für deren Zuschauererfolg bestrafen», sagt Sicherheitsdirektor Reto Nause (CVP). Deshalb gebe es ein Kostendach, das sich gemäss den effektiven Polizeieinsatzstunden berechne.

Bei diesem Kostendach werden den Klubs 50 bis 60 Prozent der Polizeikosten berechnet (Details siehe Kasten), wobei eine Polizeieinsatzstunde mit 100 Franken zu Buche schlägt. Vom Gesamtbetrag werden pro Spiel 200 Polizeieinsatzstunden abgezogen, weil das der Grundversorgung entspricht, welche die Polizei – von Gesetzes wegen – auch für SCB und YB kostenlos zur Verfügung stellen muss. Unterscheiden sich der «Pauschalbetrag pro Zuschauer» und das Kostendach, kommt der günstigere Betrag zum Zug.

«Schmerzgrenze ist erreicht»

Das ausgehandelte «Berner Modell» sei dynamisch und habe das oberste Ziel, für die Vereine Anreize zu schaffen, damit die Polizeizahlen rund um ihre Spiele tief ausfielen, sagt Reto Nause. «Es waren harte Verhandlungen mit den Sportklubs. Aber dass wir alle hier am Tisch sitzen, zeigt: Wir stehen alle hinter diesem Vertrag.»

Der gleiche Satz tönt aus der Optik von YB-CEO Alain Kappeler dann so: «Wir können mit dem Vertrag leben.» Die rückläufigen Polizeikosten der letzten Jahre würden ihn optimistisch stimmen. «Wir glauben, dass für YB das Kostendach zum Tragen kommt.» Irgendwann sollte die Schmerzgrenze erreicht sein, betont SCB-CEO Marc Lüthi. «Wir müssen immer mehr Abgaben leisten.» Lüthi zählte auf: eine halbe Million Franken, damit die Zuschauer gratis mit dem Tram an die Spiele fahren dürfen; Abgaben für Feuerwehr und Sanität.

Werden die Vereine die Kosten auf die Zuschauer überwälzen? Das sei momentan kein Thema, sagt YB-CEO Alain Kappeler. Und Marc Lüthi fügt an: «Nach der aktuellen SCB-Saison habe ich null Grund, die Ticketpreise zu erhöhen.»

Das Kostendach

Der Vertrag zwischen der Stadt Bern und den beiden Sportklubs YB und SCB enthält ein Kostendach. Die Beiträge der Klubs an die Sicherheitskosten dürfen dieses Kostendach nicht überschreiten. Es liegt zwischen 50 und 60 Prozent der effektiven Polizeikosten rund um YB- oder SCB-Spiele.

Der Betrag von 50 Prozent kommt dann zum Zug, wenn die Vereine speziell definierte Massnahme erfüllen. Diese Massnahmen sind: Kostenbeitrag an den Libero-Tarifverbund, damit Fans gratis im ÖV an die Spiele reisen können; Unterstützung der Fanarbeit; einen klubeigenen Sicherheitsdienst, der die Polizei entlastet; klubinterne Schulungen im Bereich Sicherheit; für YB die Weiterführung des bewährten Extrazugprojekts bei Auswärtsspielen.
Kommentar: Fairer Vertrag – mit einem Makel

Der neue Vertrag zwischen der Stadt Bern und den Sportklubs YB und SCB ist fair. Die zusätzlichen Abgaben, die auf die Vereine zukommen, sind kausal begründet – und im Millionengeschäft Spitzensport verkraftbar. Gemeinderat Reto Nause (CVP) hätte die beiden Stadtberner Sportklubs sogar noch härter zur Kasse bitten können. Er hatte in den Verhandlungen alle Trümpfe in der Hand. Die Mehrheit der Stadträte, die den Vertrag am Ende absegnen müssen, stand hinter ihm. Genau genommen hätte Nause gar nicht verhandeln müssen. Gemäss einem Bundesgerichtsentscheid dürften die Behörden 80 Prozent der Polizeikosten auf Vereine abwälzen.

Die Berechnungsmethode im neuen Vertrag ist kompliziert. Einfach zusammengefasst lässt sich dennoch sagen: YB und SCB müssen im für sie schlechtesten Fall höchstens 60 Prozent der effektiven Polizeikosten übernehmen. Selbst in diesem Worst-Case-Szenario wird der vom Bundesgericht gesetzte Rahmen nicht ausgeschöpft.

Einen Makel aber hat dieser Vertrag. Die Sportklubs haften auch für das Verhalten der Gästefans in der Innenstadt. Ein einziger Marsch der Basler Fussballfans durch Bern erhöht die Polizeieinsatzstunden schlagartig um 600 Stunden – oder 60'000 Franken. Die YB-Verantwortlichen müssen bezahlen, obschon sie keinen Einfluss auf die Anreise der Gästefans haben. Das geht zu weit. Die Kausalhaftung der Sportklubs für die Zuschauer sollte Grenzen haben. Im konkreten Fall mit einem Perimeter vom Stadion bis zum Wankdorf-Bahnhof.


http://www.bernerzeitung.ch/region/bern ... y/14787619

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2013/2014
 Beitrag Verfasst: Freitag 14. März 2014, 13:41 
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Brauchts viele Polizisten, wird es für die Sportklubs teuer

YB bezahlt wohl deutlich mehr an Sicherheit – der SCB vielleicht gar weniger.

«Hart, aber fair» seien die Verhandlungen gewesen, sagt Reto Nause, Sicherheitsdirektor der Stadt Bern. Das Resultat sei ein «gutes und tragfähiges Package». «YB kann mit dieser Vereinbarung leben», sagt Alain Kappeler, der CEO des BSC Young Boys, «aber wir haben keine Freude daran.» Marc Lüthi, Chef des Schlittschuh-Clubs Bern, würde am liebsten gar nichts sagen. Dann sagt er doch noch: «Irgendwann ist die Schmerzgrenze für Abgaben jeglicher Art erreicht.»

Es ist augenscheinlich an diesem Morgen im Festsaal des Erlacherhofs: Die Chefs der beiden grossen Berner Sportvereine sind nicht eben erbaut über die Vereinbarung, die festschreibt, wie viel Geld sie in den nächsten vier Jahren an die Polizeikosten beisteuern müssen, die rund um ihre Veranstaltungen geleistet werden. Sie wussten natürlich: So günstig wie bis anhin würden sie nicht mehr wegkommen. 60'000 Franken bezahlten die Vereine bisher je pro Jahr – ein Bruchteil der tatsächlichen Kosten. Im Juni läuft die geltende Abmachung aus.

Beschränkter Einfluss

Und nun werden die Vereine in die Pflicht genommen: Erfordern ihre Spiele einen massiven Polizeieinsatz, bezahlen sie künftig deutlich mehr. Bleibt es rund um die Spiele ruhig, kommen sie günstiger weg. Es gehe darum, einen «maximalen Anreiz» zu schaffen, dass die Klubs mithälfen, die Sicherheitskosten zu senken, sagt Nause. Die Konsequenzen für die Vereine werden unterschiedlich sein: YB budgetiert laut Kappeler jährlich 300'000 Franken – sechs Mal mehr als bis anhin. Und das sei «sehr sportlich gerechnet», sagt Kappeler. Anders sieht es beim SCB aus, dessen Spiele in den letzten Jahren deutlich weniger grosse Polizeiaufgebote verursachten als jene von YB. Verändert sich die Situation rund um die SCB-Spiele nicht stark, wird der Verein kaum mehr als 100'000 Franken pro Jahr beisteuern müssen. Unter Umständen wird der SCB überhaupt nichts bezahlen müssen.

Für beide Vereine gilt: Wie viel sie künftig bezahlen, hängt erstens davon ab, wie sich die Fans verhalten – insbesondere die Auswärtsfans, auf die sie beschränkten Einfluss haben. Und zweitens davon, wie viele Polizisten aufgeboten werden – und das entscheidet die Polizei. Das sei «der Haken» an dieser Vereinbarung, sagt Marc Lüthi, der lieber eine Pauschale ausgehandelt hätte. Es sei klar, dass die Hoheit über die Einsätze bei der Polizei liegen müsse. «Aber es ist befremdlich, dass wir unter Umständen für etwas bezahlen müssen, das wir gar nicht wünschen.»

Parlament muss erst zustimmen

Ob die Vereinbarung aber überhaupt in Kraft tritt, ist noch nicht gewiss. Weil es sich faktisch um eine Gebührenbefreiung handelt, muss der Stadtrat einer Anpassung des Gebührenreglements zustimmen – möglichst vor Beginn der neuen Fussballsaison. Tut er das nicht, «haben wir ein handfestes Problem», sagt Nause. Dann müssten die Stadt und die Vereine die Kostenbeteiligung von Spiel zu Spiel aushandeln, bis eine neue Abmachung vorläge.


http://www.derbund.ch/bern/kanton/Brauc ... y/12291538

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2013/2014
 Beitrag Verfasst: Freitag 14. März 2014, 13:43 
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Ein kompliziertes Mischmodell

Die Sicherheitskosten für Spiele der Young Boys und des SC Bern werden neu aufgeteilt. Das Modell ist schwer zu durchschauen.

Das «Berner Modell» ist ein Hybrid zwischen jenen Vereinbarungen, die heute in Basel und in St. Gallen gelten. Der FC Basel bezahlt den Behörden 1.80 Franken pro Zuschauer eines Heimspiels – egal, wie viele Polizisten im Einsatz sind. Der Nachteil des Modells aus Vereinssicht: Je mehr Zuschauer kommen, desto teurer wird es für den FC Basel – egal, wie viele Polizisten im Einsatz sind.

Ein anderes Modell kennt der FC St. Gallen: Hier bezahlt die Stadt die polizeiliche Grundversorgung: 200 Einsatzstunden pro Spiel. Sind mehr Polizisten im Einsatz, muss der FC St. Gallen 60 Prozent der Zusatzkosten übernehmen.

Bis zu 600'000 Franken für YB

Das «Berner Modell» knüpft erst einmal an jenes von Basel an: Grundsätzlich bezahlen die Vereine 1.50 Franken pro Heimspielzuschauer – bei internationalen wie bei nationalen Spielen. Die Vereine haben sich aber ein «Kostendach» ausbedungen. Es legt fest, wie viel sie maximal bezahlen müssen, und wird nach dem St.-Galler-Modell berechnet: Eine geleistete Polizeistunde kostet hundert Franken. Im Fall von YB waren das im Jahr 2012 knapp 17'000 Stunden – das ergibt 1,7 Millionen Franken.

Davon abgezogen wird die Grundversorgung: 200 Einsatzstunden pro Spiel. Im Jahr 2012 trug YB 24 Heimspiele aus. 24-mal 200 Stunden à 100 Franken ergeben knapp 500'000 Franken. 1,2 Millionen bleiben übrig. Nun sieht die Regelung Folgendes vor: Die Vereine bezahlen 60 Prozent dieser Summe. Erfüllen sie bestimmte vereinbarte Massnahmen, reduziert sich ihr Beitrag auf 50 Prozent. Eine dieser Vorgaben ist, dass die Klubs ihren Fans weiterhin die Anreise mit Bus oder Tram finanzieren. Der BSC Young Boys hätte in diesem Fall 2012 maximal 600'000 Franken bezahlt – auch wenn er immer vor ausverkauftem Haus gespielt hätte.

Sieht man sich die letzten drei Jahre an, zeigt sich: YB hätte nach dem neuen Modell zwischen 450'000 und 600'000 Franken bezahlen müssen. Für den SCB sehen die Zahlen erfreulicher aus. In den Jahren 2011 und 2013 kam die Polizei an dessen Spielen mit weniger Einsatzstunden aus, als sowieso schon in der Grundversorgung inkludiert sind. Das heisst: Er hätte nichts bezahlen müssen. 2012 hätte der SCB 120'000 Franken beisteuern müssen.


http://www.derbund.ch/bern/nachrichten/ ... y/15074669

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2013/2014
 Beitrag Verfasst: Freitag 14. März 2014, 13:44 
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Kommentar: Eine vernünftige Lösung

Die Young Boys müssen künftig wohl mit höheren Sicherheitskosten rechnen. Der Klub wird das aber verkraften.

Kommt es rund um Fussball- oder Eishockeyspiele in Bern zu Ausschreitungen, müssen sich die Vereine künftig mit namhaften Beträgen an den Kosten beteiligen. Das ist richtig. Die Pauschale von 60'000 Franken, die sie bisher entrichteten, war angesichts der tatsächlichen Kosten ein Witz. Er wolle die Sportvereine nicht für ihren Zuschauererfolg bestrafen, sagt Berns Sicherheitsdirektor Reto Nause. Im neuen Modell wurde deshalb nicht einfach ein fixer Betrag pro Ticket festgesetzt, es nimmt die Klubs in die Verantwortung: Um einen Anreiz zu schaffen, dass die Vereine mithelfen, die Polizeieinsätze zu minimieren, wurden die Beträge an die tatsächlichen Einsatzkosten gekoppelt.

Von der Regelung profitiert der SCB – weil seine Spiele deutlich weniger Polizisten erfordern, obwohl er mehr Zuschauer anzieht als YB. Nur: YB hat es nur in beschränktem Masse in der Hand, wie gross die Polizeiaufgebote rund um seine Spiele sind. Es ist der Chef der Regionalpolizei, der entscheidet, wie viele Polizisten im Einsatz sind. Am meisten Kräfte bietet er dann auf, wenn die Fans eines Gastklubs einen Marsch organisieren – und auf diese kann YB kaum einwirken. Der Klub wird wohl damit leben müssen, künftig ein paar Hunderttausend Franken pro Jahr an die Polizeikosten beisteuern zu müssen. Für einen Verein, der mit einem zweistelligen Millionenbudget operiert, ist das verkraftbar.


http://www.derbund.ch/bern/nachrichten/ ... y/16473495

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2013/2014
 Beitrag Verfasst: Dienstag 18. März 2014, 17:41 
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YB-Beirat wird Verwaltungsrat

Der 49-jährige Richard Gostony ist an einer ausserordentlichen Generalversammlung der Sport & Event Holding AG als neuer Verwaltungsrat gewählt worden.

Der 49-jährige Stadtberner Richard Gostony ist von der Sport & Event Holding AG in den Verwaltungsrat aufgenommen worden, teilt das Unternehmen am Dienstag mit. Gostony ist Besitzer und VR-Präsident der Beutler Fashion Group AG und hat weitere Verwaltungsratsmandate inne. Er ist seit Kindheit eng mit YB vertraut und gehört auch seit Jahren dem YB-Beirat an. Als Unternehmer werde er seine Beziehungen aktiv einbringen können, heisst es weiter.

Mit seiner Wahl setzt die Sport & Event Holding AG weiter auf Berner Persönlichkeiten. Hanspeter Kienberger, Präsident, sagt, der Verwaltungsrat freue sich sehr über den Zuzug: «Richard Gostony hat in der Vergangenheit gezeigt, dass er ein grosses YB-Herz hat und sich für die Anliegen des Klubs und des Stade de Suisse stark einsetzt.» Er werde YB viele Türen öffnen und dazu beitragen, dass die Unternehmungen weiterbringen. Auch Richard Gostony freut sich: «Es ist für mich als Berner eine tolle Herausforderung, für diese einzigartigen Marken tätig sein zu dürfen.»

Der Verwaltungsrat setzt sich neu wie folgt zusammen: Hanspeter Kienberger (Präsident), Werner Müller (Vize-Präsident und YB-Präsident), Andy und Hansueli Rihs, Peter Marthaler, Barbara Hayoz und Richard Gostony.


http://www.bernerzeitung.ch/region/bern ... y/17493849

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2013/2014
 Beitrag Verfasst: Dienstag 18. März 2014, 17:53 
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AFG-Arena: Keine Intimdurchsuchung mehr

Der FCSG verzichtet neu weitgehend auf Leibesvisitationen vor dem Stadion. Der Kurswechsel erfolgte auf die Rückrunde hin. Gästefans - allen voran die von YB – sind erleichtert.

Vier Spiele hat der FCSG in der Rückrunde der Super League bereits absolviert. Mit der sportlichen Leistung dürften die grün-weissen Fans wohl weniger zufrieden sein, dafür aber umso mehr mit dem Eingangsprozedere. Gemäss einem Bericht des Magazins «Saiten» konstatieren die Fans einen deutlich milderen Umgangston und weniger Staus vor den Eingängen der AFG-Arena, weil die Kontrollen speditiver abliefen.

FCSG-Sprecher Daniel Last bestätigt den Kurswechsel gegenüber dem Magazin: «Wir wollen offener auf unsere Gäste zugehen.» Man habe den Sicherheitsaufwand in allen Bereichen zurückgefahren. Der Vorwurf, der FC St.Gallen gehöre zu den Hardlinern, ist laut Last nun nicht mehr gerechtfertigt.

YB-Fans erfreut

Besonders erfreut reagieren die YB-Fans. «Beim Spiel vom letzten Samstag haben wir eine markante Veränderung bemerkt», so Adrian Werren. Der Präsident des YB-Fanverbands «gäubschwarzsüchtig» erzählt: «Man fühlte sich im Gegensatz zu früher wieder mehr als Gast denn als Sicherheitsrisiko.» Allein das Auftreten der Sicherheitsleute sei deutlich freundlicher geworden: «Nun hört man nach der Kontrolle sogar ein Merci, während in der Vorrunde noch Befehlston herrschte.»

Mit den YB-Fans hatte der FCSG in der Vorrunde einige Querelen: So wurde im Januar mehreren YB-Fans der Eintritt verwehrt, weil sie statt in den Gästesektor auf die Tribüne wollten. Die Fangruppe Ostkurve Bern wollte mit der Tribünenbesetzung gegen die «unverhältnismässigen Kontrollen am Eingang» und Kontrollen im Intimbereich protestieren. Schliesslich betrieben die YB-Fans den FCSG wegen Ticket- und Reisekosten.

«Wir konnten uns mittlerweile mit dem FCSG einigen», sagt Werren. «Und zwar dank des konstruktiven Dialogs im Vorfeld der Rückrunde.» Die Betreibung sei nun zurückgezogen worden. Werren hofft, dass der neue Umgangston auch längerfristig die Fan-Klub-Beziehungen prägen wird.


http://www.20min.ch/schweiz/ostschweiz/ ... r-24433635

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2013/2014
 Beitrag Verfasst: Samstag 22. März 2014, 08:33 
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Die Frauen bleiben bei YB – vorerst

Die Frauenabteilung bleibt einstweilen bei den Young Boys. Ein Übertritt im Sommer 2015 steht nach wie vor im Raum.

Am Freitag trafen sich Vertreter von YB, sowie dem nationalen und dem regionalen Fussballverband, um über die Zukunft der YB Frauen zu beraten. Es sei ein „sehr positives Gespräch“ gewesen, sagte Marco von Ah, der Pressesprecher des Verbandes. Deutlich spürbar sei gewesen, dass alle Seiten die beste Lösung für den Frauenfussball anstreben würden.

Sie sieht im Moment so aus: Auf nächste Saison hin geschieht nichts, für die Saison 15/16 ist der Übertritt möglich. Der FC Bern wünscht sich eine Übernahme nach wie vor sehr, YB könnte es sich vorstellen und die Verbände haben reglementarisch nichts dagegen. Der FC Bern muss nun seine Tauglichkeit für den Frauen-Spitzenfussball mit einem Konzept nachweisen. YB beharrt darauf, dass das Niveau des Frauenfussballs in Bern nicht sinken dürfe. Alle Seiten betonen, dass der Prozess offen und der Transfer weder beschlossene Sache noch einfach aufgeschoben sei.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Di ... y/16499170

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2013/2014
 Beitrag Verfasst: Dienstag 25. März 2014, 09:56 
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«Der erste Platz ist für uns weg»

Zehn Runden vor Schluss sind bereits alle Titelträume begraben: YB wird ein 28. Jahr auf einen Pokal warten müssen.

Die 0:4-Pleite gegen GC hat den Young Boys offenbart, dass sie auch in dieser Saison nichts gewinnen werden. Die Berner haben die Titelträume begraben. «Der erste Platz ist für uns weg», so Trainer Uli Forte. «Viel mehr müssen wir schauen, dass wir nach diesem Schock wieder in die Spur finden.»
Weil sich die Berner im Cup schon beim Unterklassigen Le Mont verabschiedet haben, kann die Sehnsucht nach einem Titel frühestens 2015 gestillt werden. 1987 feierte YB den letzten Cupsieg, 1986 den letzten Meistertitel.

«Wir haben diese Saison nie von Platz 1 gesprochen. Dieser ist für uns weit weg und damit auch kein Thema», hält Verteidiger Steve von Bergen fest. «Unser Ziel sind die Top vier. Der zweite Platz ist noch möglich. Wir sind zwar am Boden, aber wir sind noch nicht geschlagen.» Platz 2 visiert auch Christoph Spycher an: «Es ist in dieser Meisterschaft schon viel passiert, und es wird noch mehr geschehen.» Die Titelambitionen hat indes auch der Captain nach der bitteren Niederlage, «im Spiel, in dem es um viel ging», begraben.

Statistik spricht gegen YB

Ein Blick ins Archiv zeigt, dass der Meisterzug für YB auch statistisch abgefahren ist. Die Berner stehen zehn Runden vor Schluss schon mit neun Niederlagen zu Buche. Noch nie seit der Ligareform 2003/04 hat ein Meister mehr als sieben Mal verloren. Und Basel liess letzte Saison auf dem Weg zum Titel 36 Punkte liegen, so viele wie nie ein Meister in den vergangenen zehn Jahren. YB steht seit Sonntag bereits bei 37 Verlustpunkten.


http://www.20min.ch/sport/fussball/story/15262884

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