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 Beitrag Verfasst: Montag 4. November 2013, 16:34 
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Ausgerechnet gegen GC

YB läutet die Trendwende ein

von Eva Tedesco - Mit GC hat die YB-Krise begonnen. Nun scheinen die Berner diese Talsohle durchschritten zu haben – wieder mit einer Begegnung gegen GC.

Kann sein, dass sich jetzt vieles in Wohlgefallen auflöst. Nach Wochen in einer Talsohle und hadern mit dem Schicksal, scheint diese schwierige Phase der Berner nach zwei Siegen in Folge beendet. Ausgerechnet gegen GC fiel das Glück wieder auf die gelbschwarze Seite. Ausgerechnet beim ehemaligen Arbeitgeber von Uli Forte, der YB vor fünf Wochen mit einer Niederlage (1:2) ins Straucheln gebracht hat, siegten die Berner am Sonntag 1:0 und sind zumindest in der Tabelle da, wo man sie von Anfang an vermutet hat – unter den drei Topteams.

Aber es waren – mit Respekt - geklaute drei Punkte. GC war von der ersten Minute an spielbestimmend, dominierte YB nach Belieben, spielte sich Chance um Chance heraus, aber verpasste es, mindestens eine davon zu verwerten. Und wieder einmal wurde eine Fussballer-Weisheit belegt: Wer vorne die Tore nicht macht, wird bestraft.

Forte, eine diebische Elster?

Alexander Gerndt ging von GC komplett vergessen und traf in der 74. Minute mit der erst zweiten Chance für YB im Spiel zum Sieg. «Klar, war es ein sehr glücklicher Sieg, aber wir wussten, dass es hier kein Spaziergang werden würde. GC ist sehr stilsicher und spielt einen guten Fussball mit vielen guten Technikern im Team. Es ist unheimlich, dass wir hier einen Dreier mitnehmen konnten», sagte Uli Forte nach dem Spiel.

Als diebische Elster, die im Berner Fall Punkte klaut, fühlte sich Forte indes nicht. «Ich habe noch das Spiel in Bern im Kopf, wo die Elster noch auf der anderen Seite war. Man sieht halt einmal mehr wieder, dass es eine ausgleichende Gerechtigkeit gibt im Fussball und das predige ich auch immer, wenn es nicht so läuft. Gegen GC hatten wir einmal mehr wieder einen Beweis: In Bern haben wir klar dominiert und waren am Schluss enttäuscht und jetzt war es umgekehrt.»

Gut für die Moral

«Der Sieg war sehr wichtig. Nach dem ersten Dreier gegen Aarau nach einer langen Durststrecke, wollten wir auch gegen GC Punkte holen. Dass es gerade die volle Ladung an Punkten gibt, haben wir uns natürlich nicht erträumen lassen», fuhr Forte mit seinen Ausführungen fort. In Euphorie bricht der ehemalige GC-Trainer nicht aus. «Wir sind immer noch dabei, uns zu entwickeln, aber die Erfolge tun gut, was die Moral anbelangt.»

Mit dem zweiten Sieg in Serie arbeitet sich YB wieder in die Top 3 der Super League Tabelle vor. Eine Position, die man YB vor der Saison bereits zugedacht hat und wo die Berner aufgrund ihrer Möglichkeiten auch hingehören, oder?

YB kann vorne mitspielen

Forte: «Wenn man alle Spiele in Betracht zieht, denke ich schon, dass wir da vorne mitspielen können. Es ist unglaublich, wie das manchmal spielt: GC ist genau das Spiel gewesen, nach dem es den Bruch gegeben hat, wenn man im Nachhinein die Resultate anschaut. Und nun ist es wieder ein Match gegen GC, nachdem es hoffentlich wieder aufwärts geht. Das allerdings wird man abwarten müssen, denn das kann man noch nicht mit Bestimmtheit sagen.»

Nach dem letzten Radio-Interview drehte sich der YB-Trainer um und suchte nach Albert Staudenmann, seinem Medienchef. «Albi, hast du die drei Punkte eingepackt?», fragte Forte und verliess lachend den Letzigrund, um die Heimreise nach Bern anzutreten.


http://www.20min.ch/sport/fussball/stor ... n-30492146

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 Beitrag Verfasst: Montag 4. November 2013, 16:38 
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Christoph Spycher

«Wir müssen uns nicht für den Sieg entschuldigen»

von Eva Tedesco - GC dominiert ein ultradefensives YB nach Strich und Faden. Trotzdem stehen die Berner am Ende als Sieger da. Für Routinier Christoph Spycher keine Schande.

Christoph Spycher, sind die drei Punkte gegen GC gestohlen?

Christoph Spycher: GC war klar die bessere Mannschaft. Darüber müssen wir nicht diskutieren. Aber man darf auch nicht vergessen, dass wir in Bern im Direktduell besser waren und auch unglücklich verloren haben. Beide Mannschaften sind je einmal über 90 Minuten besser gewesen und jeder hat einmal gewonnen, wobei die Punkte jeweils verkehrt verteilt wurden und deshalb ist das so korrekt.

YB hat in der ersten Halbzeit kaum versucht, mitzuspielen. War das so geplant?

Wir wollten tiefer stehen und versuchen, über Konter Nadelstiche zu setzen. Nachdem wir gemerkt haben, dass das nicht klappt, sind wir nach der Pause höher gestanden und haben versucht, GC früher etwas entgegenzusetzen. Und dann lief es auch besser. Es ist sicher aus unserer Sicht ein dreckiger Sieg. Ein Arbeitssieg, aber ein wichtiger. Man muss sehen, dass wir aus einer schwierigen Phase kommen. Deshalb nehmen wir die Punkte und entschuldigen uns nicht.

Wobei sicher auch die Torumrandung mitgeholfen hat, dass YB nicht in Rückstand geraten ist.

Ja sicher, das ist so. Aber ich glaube, dass wir im August in Bern die unglaublichere Anzahl an Torchancen hatten und nicht gemacht haben. Noch einmal: Wir müssen uns hier nicht entschuldigen, dass wir drei Punkte mitnehmen.

Die von Ihnen angesprochene schwierige Phase hat just mit der Heimniederlage gegen GC begonnen. Drehen Sie jetzt das Blatt um? Startet YB einen positiven Lauf?

Das hoffen wir natürlich. Wir haben gewusst, dass wir mit dem Sieg in der Tabelle gut positioniert und wieder voll dabei sind. Wenn man dieses Spiel gegen GC anschaut, haben wir sicher noch Steigerungspotenzial, aber wir haben konstant gute Leistungen gezeigt, nur sind die Punkte etwas komisch verteilt. Meistens, wenn wir gut gespielt haben, hat es nicht mit Punkten geklappt. In St. Gallen oder auch gegen GC hatten wir sicher keinen guten Tag, aber konnten Punkte mitnehmen. Schlussendlich kann uns das aber egal sein, denn es wartet schon die nächste schwierige Aufgabe im Cup – ein für uns wichtiges Spiel. Danach kommt die Natipause, in der wir ein wenig durchschnaufen können, denn dann gilt es, bis zur Winterpause einen Schlussspurt hinzulegen.


http://www.20min.ch/sport/fussball/stor ... --23535832

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 Beitrag Verfasst: Montag 4. November 2013, 16:43 
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«Nach so einem Spiel wurde ich mal entlassen»

GC übte gegen YB die totale Dominanz aus, hatte viele Chancen – und blieb trotzdem auf der Strecke. Zwei Protagonisten erklären die schmerzhafte Niederlage.

GC-Trainer Michael Skibbe befindet sich nach der unglücklichen 0:1-Niederlage vom Sonntag gegen YB immer noch in einem Wechselbad der Gefühle. Zum einen ist der Deutsche unglücklich über die Niederlage, zum anderen lobt er gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet seine Mannschaft für die hervorragende Leistung. «Wenn wir auf diesem Niveau weiterfahren und es halten können, dann werden wir ganz schnell wieder zu Punkten kommen und uns in der Spitzengruppe etablieren, was auch unser Saisonziel ist.» Das Spiel sei trotz der Niederlage ein weiterer Schritt in die richtige Richtung gewesen.

«Wichtig ist mir, dass sich die Mannschaft stetig weiterentwickelt», sagt Skibbe. Das Problem habe nicht an einer eklatanten Abschlussschwäche seiner Mannschaft gelegen. «Wenn die Schüsse auf der Torlinie vom Gegner abgewehrt werden und meine Spieler auch noch Pfosten und Latte treffen, dann hat das nichts mit Abschlussschwäche zu tun. Dann fehlte schlicht und einfach das Glück», sagt Skibbe und fügt an: «So brutal kann Fussball sein.»

«Das Problem ist nicht die Abschlussschwäche»

Er habe in seiner Karriere auch schon solche Spiele erlebt, in denen das Resultat nicht die gezeigte Leistung widergespiegelt habe. Das komme im Fussball immer wieder vor. «Das war in Dortmund, in Leverkusen und bei Galatasaray in Istanbul der Fall», erinnert sich Skibbe und pickt besonders ein Spiel heraus. «Wir waren mit Dortmund im Heimspiel gegen Kaiserslautern so krass überlegen, wie wir das mit GC gegen YB waren. Doch wir verloren die Partie ebenfalls mit 0:1. Anderntags wurde ich beim BVB nach so einem verrückten Spiel entlassen.»

Auch GC-Torjäger Nassim Ben Khalifa gewinnt der Niederlage gegen YB viel Positives ab. Doch auch er ist wie sein Trainer hin- und hergerissen. «Natürlich bin ich über das Resultat schwer enttäuscht. Im Fussball zählen nur die Siege. Das ist nun mal so», sagt der U-17-Weltmeister gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet. Er habe in dieser Saison schon einmal eine ähnliche Partie erlebt. «Beim 0:0 gegen Sion haben wir zweimal die Latte und einmal den Pfosten getroffen.» Auch Ben Khalifa sagt, dass das Problem gegen YB nicht unbedingt an der schlechten Chancenauswertung gelegen habe. «Wir haben den Ball ja nicht 10 Meter über oder neben das Tor geschossen. Wir trafen Latte und Pfosten. Es ging um Millimeter oder Zentimeter. Und immerhin haben wir uns viele Chancen erarbeitet, das spricht für unser Spiel und unsere Dominanz.»

Ben Khalifa räumt Fehler ein

YB habe einmal aufs GC-Tor geschossen und praktisch aus dem Nichts den Siegtreffer erzielt. Ben Khalifa räumt beim Gegentreffer allerdings Fehler ein. «Wir waren in Überzahl, spielten sechs gegen zwei. Und trotzdem schoss YB das Tor. Das darf nicht passieren.» Ben Khalifa erklärt auch, wie man sich im Abschluss noch verbessern kann. «Jeder muss noch mehr den absoluten Willen auf den Platz bringen, das Tor zu erzielen. Nur so entwickelt und fördert man den Killerinstinkt.»


http://www.tagesanzeiger.ch/sport/fussb ... y/30242822

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 5. November 2013, 16:18 
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