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 Beitrag Verfasst: Montag 21. Oktober 2013, 15:05 
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Ein Punkt dank Wölfli und Frey

Die Young Boys verhindern in Luzern dank ihres Torhüters und eines späten Treffers eine Niederlage. Doch die Berner sind nun bereits seit sieben Runden ohne Sieg, und der Rückstand auf Tabellenführer Basel beträgt sieben Punkte.

Seine Wangen glühten immer noch ein bisschen, auch die Dusche vermochte die Emotionen noch nicht ganz zu kühlen, als Michael Frey zum Mannschaftsbus stapfte. Mit seinem Treffer in der 85. Minute zum 1:1-Ausgleich auf der Allmend hatte Frey die fünfte Saisonniederlage der Young Boys verhindert. Es war sein drittes Saisontor – letztmals hatte er am 4. August beim 3:1-Auswärtssieg gegen den FCZ auf dem Letzigrund getroffen.

«Weitermachen, Vollgas geben, positiv denken», so sein Credo. Mit 19 Jahren sprüht man noch vor Energie. «Jetzt müssen wir herunterfahren, damit die Beine wieder spritzig werden und wir beim nächsten Spiel wie kleine Rehe über den Platz laufen.» Der YB-Torschütze sprach von einem verdienten Unentschieden und war mit seiner Meinung nicht alleine. Auch Carlos Bernegger zollte der Willensleistung der Young Boys Respekt. «YB hat einen beachtlichen Aufwand betrieben, und wir vergaben unsere Penaltychance. Das Unentschieden ist gerecht, auch wenn der späte Ausgleich für uns natürlich ärgerlich ist», meinte Luzerns Trainer.

Forte: «Letztes Aufgebot»

Und Uli Forte bekannte. «Ich bin gottenfroh, dass wir aus Luzern etwas mitnehmen, denn es lief erneut nicht für den BSC YB.» Am Samstag beim Abschlusstraining hatte sich Alain Rochat eine Adduktorenverletzung zugezogen. Die Verletztenliste von YB wurde so noch länger. «Rochat war als linker Verteidiger vorgesehen», sagte Forte. «Nach seinem Ausfall stellte sich die Mannschaft von selber auf.»

Man sei in Luzern mit dem letzten Aufgebot angetreten, meinte der YB-Trainer. «Deshalb ist dies ein sehr guter Punkt, den wir aus Luzern mitnehmen.» Für Rochat kam Thomas Fekete, der am 19. Mai 18 Jahre alt geworden ist, erstmals in die Startformation. Auf der rechten Seite verteidigte erneut der 19-jährige Florent Hadergjonaj, und den Platz im Mittelfeld für den gesperrten Routinier Christoph Spycher nahm der ebenfalls 19-jährige Leonardo Bertone ein.

Tatsache ist aber: Die Young Boys sind mittlerweile seit sieben Runden ohne Sieg. Den letzten Dreier holten sie am 10. August auf dem Brügglifeld, beim 4:0 gegen Aufsteiger Aarau. Und auch in Luzern schlitterten die Young Boys haarscharf an einer weiteren schmerzlichen Niederlage vorbei: Nach 69 Minuten entschied Schiedsrichter San nach einer Intervention von Afum an Kahraba auf Elfmeter. Goalie Wölfli wehrte den Schuss von Bozanic ab und hielt so seine Mannschaft im Spiel.Ein 2:0 zu diesem Zeitpunkt wäre wohl die Entscheidung gewesen. Dem Spielverlauf indes hätte ein Luzerner Sieg nicht entsprochen. Dazu machte das Team nach dem frühen Führungstor zu wenig. Erstaunlich, dass die Zentralschweizer nach dem 1:0 nicht in der Lage waren, die Young Boys unter Druck zu setzten und ihnen den Rhythmus aufzuzwingen. Die Berner wirkten wohl mit ihren Angriffsbemühungen auch nicht sehr zwingend, aber sie schufen sich dennoch ein Chancenplus. Zárate, der nach seiner vierten Verwarnung im nächsten Spiel gesperrt ist, vergab bereits nach 45 Sekunden eine erstklassige Möglichkeit, auch Frei und Nuzzolo waren vor der Pause nicht auf der Höhe ihrer Aufgabe, als sie fünf Meter vor dem Tor den Ball verstolperten.

Lob für die Jungen

Und trotz dem Cornerverhältnis von 11:3 für die Gäste: Bei Freistössen und Eckbällen kam kaum ein YB-Spieler zu einem Kopfball. Und Fekete musste ganz schnell Lehrgeld bezahlen. Nach fünf Minuten liess er sich den Ball von Lezcano wegspitzeln, der 19-jährige Ägypter Mahmoud Kaharba erfasste die Situation blitzschnell und brachte Luzern mit dem ersten Torschuss in Führung. «Ich ärgere mich sehr über diesen Fehler», sagte Fekete. «Deshalb habe ich nach diesem Unentschieden gemischte Gefühle.»

Forte aber lobte die Jungen. «Sie haben sich sehr gut gehalten, auch Thomas Fekete fing sich nach seinem Fehler auf. Ich bin froh, dass ich ihn nicht auswechseln musste.» Die Leistung von Goalie Wölfli nannte Forte «sensationell». Die Feststellung, dass YB nach 12 Runden nun bereits 7 Punkte hinter Leader Basel zurückliegt, bezeichnete Forte dagegen als «uninteressant». Viel lieber macht er auf Optimismus. «Ich bin überzeugt, dass wir am nächsten Wochenende gegen Aarau auf die Siegesstrasse zurückkehren werden.»

http://www.derbund.ch/sport/fussball/Ei ... y/12118544

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 Beitrag Verfasst: Montag 21. Oktober 2013, 15:09 
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Marco Wölfli

«Jetzt erst recht»

von Eva Tedesco - Seit sieben Spielen hat YB nicht mehr gewonnen, zählt wöchentlich neue Ausfälle und läuft am Krückstock. Goalie Marco Wöfli malt jedoch nicht schwarz.

Gegen Luzern konnte YB gerade noch den Kopf aus der Schlinge ziehen. Die Serie der sieglosen Spiele verlängerte sich auf nunmehr sieben. Seit dem 10. August - einem 4:0 gegen den FC Aarau - haben die Berner nicht mehr gewonnen und verlieren zunehmend den Anschluss an die Tabellenspitze. Die Teilerfolge wie die Remis gegen St. Gallen (0:0), Sion (2:2) und eben den FC Luzern (1:1) in den letzten sieben Partien ändern nichts daran, dass der Rückstand auf Leader Basel immer mehr anwächst und nach 12 Runden schon sieben Punkte beträgt.

«Ich bin glücklich, dass wir überhaupt etwas Zählbares mitnehmen konnten», sagte YB-Trainer Uli Forte nach dem Remis in Luzern. Die Partie sei gar nicht für YB gelaufen. Statt nach zehn Minuten mit einem Zwei-Tore-Vorsprung zu führen, lagen die Berner nach fünf Minuten 0:1 in Rückstand. Denn während Gonzalo Zarate (2.) und Michael Frey (9.) am starken FCL-Keeper David Zibung scheiterten, blieb Mamoud Kahraba (5.) Sieger gegen YB-Goalie Marco Wölfli. Linksverteidiger Thomas Fekete, er wurde am 19. September erst 18 Jahre alt, zahlte Lehrgeld im zweiten Auftritt in der Super League. Seine zaghafte Intervention gegen Dario Lezcano war der Ausgangspunkt zur Luzerner-Führung.

Die Aufstellung macht sich praktisch von selbst

Das Berner Eigengewächs musste für Alain Rochat in die Bresche springen, der für die Position des Linksverteidigers vorgesehen war. Der Routinier verletzte sich am Samstag aber im Training und fiel mit einer Zerrung aus. Vorher fehlten schon Gajic (muskuläre Probleme), Simpson, Sutter und Bürki (alle Beinbruch). Zudem war Christoph Spycher gegen Luzern gesperrt. Deshalb war Fekete auch nicht der einzige Jungspund, der sich am Sonntag in der YB-Defensive wiederfand. Leonardo Bertone, spielte auf der Position des Sechsers, und Rechtsverteidiger Florent Hadergjonaj sind auch erst 19 Jahre alt. «Die Aufstellung hat sich praktisch von selbst gemacht und ist wie von allein aufs Papier gekommen», so Forte achselzuckend.

Die Kohlen holte aber ein «Oldie» aus dem Feuer. Hätte Goalie Marco Wölfli einen Penalty von Oliver Bozanic (68.) nicht gehalten, wäre die fünfte Saisonniederlage der Berner wohl Tatsache gewesen. Darum sagte Forte auch: «Dank Marco sind wir im Spiel geblieben. Er ist ganz klar unser Punktwinner. Danach hat die Mannschaft mit viel Charakter und Moral den Punkt geholt. Mit etwas Glück hätten es auch zwei mehr sein können, aber am Ende bin ich froh, dass wir überhaupt einen Punkt mitnehmen können».

Wölfli hält YB im Spiel

«Dafür sind wir ja im Goal, dass wir ab und zu einen Ball halten», sagt Wölfli zum Kompliment seines Trainers. «Nach dem Rückstand ist es für uns nicht einfacher geworden. Schon gar nicht mit so einer jungen Mannschaft. Wir mussten mit fünf, sechs 18- und 19-Jährigen spielen - das ist unglaublich. Aber sie haben die Sache gut gemacht. Vor allem dafür ein Kompliment, dass wir nach dem frühen Führungstreffer nicht ganz eingebrochen sind».

Wie schwierig ist so eine «Pampers-Abwehr» aber für den Torhüter? «So etwas habe ich bei YB glaube ich noch nie erlebt. Fast jede Woche kommt ein neuer Verletzter hinzu – das ist ein Phänomen. Aber die Jungen machen es wirklich gut. Ich versuche viel mit ihnen zu reden, ihnen zu helfen und so klappt das ganz gut.» Wölfli war einfach glücklich, dass er der Mannschaft helfen konnte. «Wichtiger war aber, dass der Michi fünf Minuten vor Schluss doch noch den Ausgleich reindrücken konnte».

Durchhalteparolen nach 12 Runden

Mit der mageren Ausbeute von drei Punkten aus sieben Spielen ist der YB-Keeper zwar nicht zufrieden, aber Schwarzmalen will er auch nicht. «Wenn man die Spiele analysiert, waren wir nie ganz chancenlos – ausser in St. Gallen, wo wir keinen Stich hatten. Das ist positiv und jetzt müssen wir halt schauen, dass wir das Glück wieder auf unsere Seite ziehen und umso wichtiger dafür ist, dass wir mit einem Punkt nach Bern heimreisen. Wir haben sieben Spiele in Folge nicht mehr gewonnen, jetzt heisst es zu Hause gegen Aarau halt: Jetzt erst recht». Nur – Aarau bodigte am Sonntag den FCZ und schickte die Zürcher mit einer 5:1-Packung heim.


http://www.20min.ch/sport/dossier/super ... y/14005401

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 Beitrag Verfasst: Montag 21. Oktober 2013, 15:29 
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YB-Coach rasiert sich einen Punkt

Der Bart ist Forte – die Moral zurück

YB-Coach Uli Forte greift vor dem Spiel zum Rasierer. Und Penaltykiller Wölfli hält YB im Spiel.

Was ist das denn? YB-Trainer Uli Forte zieht sich kurz vor Anpfiff in die Katakomben zurück. Im Spielerausgang ist bereits das Scharren der Metallstollen zu hören. Doch in Fortes Hand surrt etwas. Der Coach rasiert sich!

Forte zu BLICK: «Ich habe jetzt lange genug Bart getragen – genützt hats nichts. Deswegen wollte ich etwas Neues versuchen.»

Forte hat die Barthaare kaum aus dem Gerät geklopft, als sein Stürmer Gonzalo Zarate alleine vor David Zibung steht. Der FCL-Goalie rettet mit einem Reflex. Erst 45 Sekunden sind gespielt!

Die Partie beginnt munter: Auch, weil Forte in der Abwehr schon wieder umstellen muss. Rochat fällt kurz vor dem Spiel mit einer Adduktorenzerrung aus. Für ihn muss der 18-jährige Thomas Fekete ran und leistet sich sogleich einen Riesenbock. Luzerns Kahraba luchst ihm den Ball ab und trifft zum 1:0.

Das Spiel wogt hin und her: Nuzzolo, Puljic und Frey vergeben Hundertprozentige. Die Fans haben ihren Spass – nur die Trainer findens nicht lustig.

In der zweiten Halbzeit geht es im gleichen Stil weiter: Vor allem die seit sieben Spielen sieglosen Berner lassen mehrere Hochkaräter aus: Nuzzolo haut den Ball 60 Sekunden nach Wiederanpfiff aus sechs Metern übers Tor.

Als der Ausgleich nur noch eine Frage der Zeit scheint, foult Afum Luzerns Kahraba im Sechzehner (68.). Aber Bozanic scheitert am reflexschnellen Wölfli. Forte: «Wir müssen uns bei ihm bedanken. Das wäre die Entscheidung gewesen.»
Forte «gottenfroh»

YB beweist Moral: Das Team ackert und wird belohnt. Michael Frey erlöst die Berner in der 85. Minute: 1:1. Forte: «Ich bin gottenfroh, ist uns dieses Tor noch gelungen. Das ist ein ganz, ganz wichtiger Punktgewinn.»

Und der Bart? Wird der jetzt vor jedem Spiel rasiert? Forte: «Mal schauen.»


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 83703.html

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