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 Beitrag Verfasst: Montag 14. Februar 2011, 12:22 
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Der Bund, 14.02.2011

Farneruds eindrückliche Visitenkarte

Der Schwede schoss sich bei seinem Debüt im Wankdorf mit zwei Toren in die Herzen der YB-Fans. Er war der auffälligste Akteur bei den spielfreudigen Bernern, die ihren Lieblingsgegner Zürich 4:2 besiegten.

Bern hat einen neuen Fussballhelden. Er heisst Alexander Farnerud, ist im Winter von Bröndby Kopenhagen zu YB gestossen und bestritt gestern sein erstes Wettkampfspiel im Stade de Suisse. Bei seinem Debüt verzückte er die einheimische Fangemeinde mit zwei Toren, zwei gefährlichen Kopfstössen, die knapp am Tor vorbeiflogen, sowie einigen herrlichen Steilpässen. Auch punkto Zweikampfverhalten und Laufpensum verdiente sich Farnerud gute Noten. Von den physischen Defiziten, auf die sein Trainer Vladimir Petkovic vor dem Rückrundenstart hingewiesen hatte, war lange Zeit nichts zu merken.

Als der Match vorüber war und sich die Sieger vor der Fankurve im Sektor D versammelten, wurde Farnerud die erste Ehrerbietung zuteil. Der Neuzuzug bedankte sich zur Freude der Anhänger mit einem Tänzchen und bewies bei dieser Gelegenheit, dass er kein Kind von Traurigkeit ist. Manch einer der älteren Matchbesucher mag in diesem Moment gedanklich eine Zeitreise in die 1980er-Jahre gemacht haben, als ein anderer Schwede im gelb-schwarzen Trikot für Furore sorgte. Die Rede ist von Robert Prytz, der massgeblichen Anteil hatte am letzten YB-Meistertitel. Die Young Boys hatten den klein gewachsenen Mittelfeldspieler nach einer mässig verlaufenen Vorrunde verpflichtet. Dieser zog anschliessend neben Georges Bregy im Mittelfeld die Fäden, und die Berner legten eine unvergleichliche Rückrunde hin, die am 24. Mai 1986 in Neuenburg in einem Showdown endete, den YB mit 4:1 für sich entschied.

Ein perfekter Tag

Farnerud hat von den Meisterstücken seines Landsmannes Prytz mitbekommen. Verrückt lassen macht er sich deswegen nicht. Für ihn zählt die Gegenwart, und die ist für ihn «perfekt». «Zwei Spiele, zwei Tore, sechs Punkte, was will man mehr.» Für einen Spieler, der sich in seiner bisherigen Karriere nicht unbedingt als Goalgetter hervorgetan hat, war es gestern ein aussergewöhnlicher Nachmittag. Er hoffe, in naher Zukunft noch des Öftern über erfolgreiche Torschüsse sprechen zu können, gab Farnerud grinsend zu Protokoll. Frühestens wird er das am nächsten Sonntag im Meisterschaftsspiel gegen Thun machen können, denn im Europa-League-Heimspiel gegen Zenit St. Petersburg ist er nicht einsatzberechtigt. Dies, weil er in dieser Saison bereits für Bröndby in der Europa League im Einsatz stand.

Sutter, Spycher, Raimondi, Doubai

Alexander Farnerud war im Spitzenkampf YB - Zürich der Mann des Tages. Neben dem Nordländer zeigten bei den Siegern auch andere Spieler eine starke Leistung. Angefangen beim schnellen Scott Sutter, der vor allem in der ersten Halbzeit immer wieder gefährlich vorrückte und vor dem 1:0 Magnin um die Ohren lief. Auf der linken Mittelfeldseite war Christoph Spycher ein fleissiger und zuverlässiger Flankengeber. Sekundiert wurde er von Mario Raimondi, der als hängende Spitze manche gute Szene hatte (siehe Text unten). Weit besser als in der Vorrunde präsentierte sich Thierry Doubai. Der Ivorer schlug etliche kluge Pässe und fing vor der Abwehr manchen Ball der Gäste aus Zürich ab.

Problemzone Abwehr

YBs Stärken lagen am gestrigen Nachmittag eindeutig in der Offensive. Bedeutend weniger makellos erledigte das Heimteam die Abwehrarbeit. Vor der Pause entstand bei fast jedem stehenden Ball der Zürcher Gefahr vor dem Berner Tor. Eine der Unsicherheiten nutzte Aegerter zum zwischenzeitlichen 1:1. Bei zwei weiteren Freistossflanken, die zu gefährlichen Abschlüssen führten, hob der Linienrichter wegen einer sehr knappen Offsideposition eines FCZ-Akteurs die Fahne. «Wir hatten Probleme bei stehenden Bällen», bekannte Petkovic bei seiner Spielanalyse. Diese hätten weniger mit Abstimmungsproblemen in der YB-Hintermannschaft zu tun gehabt als mit der Qualität der Freistösse. «Die Zürcher haben diese Bälle sehr gut getreten.» Alain Nef meinte selbstkritisch, sie seien in der einen oder anderen Freistosssituation «vielleicht ein bisschen gar lange stehen geblieben».

Fischer: «Ein paar Fehler zu viel»

YB war ein verdienter Sieger einer rassigen und über weite Strecken unterhaltsamen Partie. Die Berner hatten auch das nötige Quäntchen Glück. Beispielsweise in den aufregenden ersten 30 Minuten, als die Gäste zweimal den Aussenpfosten trafen. Zudem profitierte YB von der schwachen Tagesform des Gäste-Keepers Andrea Guatelli. Der Italiener griff vor dem ersten Gegentreffer (Eigentor Teixeira) ins Leere; vor dem 1:2 durch Farnerud liess er einen Schuss von Verteidiger Nef abprallen. FCZ-Trainer Urs Fischer mochte an seinen Goalie gedacht haben, als er an der Pressekonferenz meinte: «Wir haben heute leider ein paar Fehler zu viel gemacht.»

Den Berner Young Boys konnte das egal sein. Für sie präsentiert sich die Ausgangslage nach den ersten zwei Umgängen der Rückrunde um einiges freundlicher als noch im Dezember. Zwar liegen sie immer noch sieben Punkte hinter Leader Basel. Doch den Abstand zum Zweiten Luzern und Dritten Zürich haben sie um je drei Zähler reduzieren können. Erfreulich ist auch, dass die Equipe die Ladehemmungen vor dem gegnerischen Tor ablegen konnte, die sie in der Vorrunde hatte. Nach den fünf Toren in Bellinzona gelangen YB gestern gegen den FC Zürich vier Treffer. Zur Erinnerung: In den ersten 18 Meisterschaftsspielen erzielten die Berner nur 24 Tore.


YB-Beirat gibt sich Verfassung

Der Beirat des BSC Young Boys, dem 20 Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik, Kultur und Fussball angehören, hat sich an seinerersten Sitzung des Jahres im Vorfeld des Spiels YB – FC Zürich über die Entwicklungen und Pläne des Vereins ins Bild setzen lassen. Er ist überzeugt, dass die getroffenen Massnahmen auf sportlicher und administrativer Ebene greifen werden. Um den Austausch mit der Vereinsleitung zu intensivieren, ist ein Beiratsausschuss gebildet worden. Dieser wird die Aufgaben des Beirats und die Art der Zusammenarbeit in einem schriftlichen Dokument, einer Art «Verfassung», niederlegen.

http://www.derbund.ch/bern/Farneruds-eindrueckliche-Visitenkarte-/story/23736769?dossier_id=449

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 Beitrag Verfasst: Montag 14. Februar 2011, 12:44 
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Berner Zeitung, 14.02.2011

Mobiler Zaun hielt Fans auseinander

Der mobile Sperrzaun zwischen Bahnhof Wankdorf und Stadion hat sich am Sonntag bewährt. Die FCZ-Fans blieben insgesamt friedlich.

Fence-Box heisst der mobile Zaun, der am Sonntag in Bern beim Fussballspiel YB gegen Zürich zum ersten Mal zum Einsatz kam und der im Vorfeld des Matchs für Diskussionen sorgte. Der Aufbau ging rasch: Zuerst platzierten Polizisten über zwei Meter hohe Metallstangen auf der Winkelriedstrasse. Zum Teil wurden die Pfosten in Löchern verankert oder mit Platten fixiert. Zuoberst zogen Techniker ein Kabel durch Schlaufen und montierten bei jeder Stange eine Rolle. Anschliessend rollten sie aus einem Container den Gitterzaun ab und schoben ihn am Kabel hängend über die Strasse.

Der Aufbau wurde geübt, während das Spiel lief. Der Zaun wurde jedoch wieder in die Container eingerollt, damit der Verkehr auf der Winkelriedstrasse zirkulieren konnte. Er wurde erst wieder montiert, nachdem die Berner Fans das Stadion verlassen hatten. Die Zürcher Fans wurden im Stadion so lange zurückgehalten, bis der Zaun wieder stand. Und durch diesen Gitterkorridor mussten die Zürcher Fans vom Stade de Suisse marschieren, um zum nahen Bahnhof Wankdorf zu gelangen. Auf beiden Seiten des Korridors standen Polizeigrenadiere bereit. Auch Absperrfahrzeuge und der Wasserwerfer waren vor Ort.

Polizei zufrieden

«Das System mobiler Zaun hat sich sehr bewährt», sagte am Sonntagabend Michael Fichter, Mediensprecher der Kantonspolizei. «Wir konnten so verhindern, dass Fans aus Bern und Zürich aufeinandertrafen.» Laut Fichter konnte dank dem Zaun das Polizeiaufgebot im Vergleich zu früheren Risikospielen reduziert werden. Der Polizeieinsatz sei insgesamt ruhig und positiv verlaufen und die Separierung der Fangruppen gelungen, so Fichter. «Es gab nur einen kurzen Einsatz nach dem Spiel, als Fans am Gitterzaun rüttelten.»


Nause sagt Sorry

Der Stadtberner Sicherheitsdirektor Reto Nause (CVP) entschuldigt sich bei den YB-Fans: «99 Prozent der Berner Fans haben ein dickes Sorry verdient», sagte Nause am SonntagAbend auf Anfrage dieser Zeitung.

Doch Nause betont: Die Abreise der FCZ-Fans sei problematisch gewesen. «Ein Fussballfest stelle ich mir anders vor.» Bei der Abreise hätten FC-Zürich-Fans die Polizei attackiert. «Es brauchte einen Wasserwerfer, um die Chaoten in Schach zu halten.» Solche Szenen würden zeigen: «Dieser Fanzaun ist leider nötig.» Ohne Zaun sei es schwierig, Zusammenstösse zwischen Fangruppen zu verhindern.

Im Vorfeld der Risikopartie hatte Reto Nause den Sicherheitszaun zwischen der S-Bahn-Station Wankdorf und dem Stade de Suisse als Raubtierkäfig bezeichnet. Die YB-Fanorganisationen Gäubschwarzsüchtig und Ostkurve Bern sahen in diesem Ausdruck eine «Beleidigung an alle Schweizer Fussballfans». Sie forderten von Nause eine Entschuldigung. tob

http://www.bernerzeitung.ch/region/bern/Sicherheitszaun-kommt-erstmals-vollstaendig-zum-Einsatz/story/30981526

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 Beitrag Verfasst: Montag 14. Februar 2011, 12:45 
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NZZ, 14.02.2011

Ein paar Fehler zu viel

Der FC Zürich verliert das offene und attraktive Spiel im Stade de Suisse gegen YB 2:4
So schnell wachsen die Bäume für den Stadtklub nicht in den Himmel. Nicht nur der Goalie Guatelli war daran beteiligt, dass eine lange FCZ-Serie riss.

bir. Bern ⋅ Urs Fischer verhielt sich am Ende wie ein Beschützer und wie einer, der vom Boulevardjournalismus nicht angetan ist: Der FCZ-Trainer mochte nicht personalisieren, stellte sich vor die Mannschaft, verallgemeinerte und ging nicht auf einzelne Fehler und ihre Urheber, sondern auf die Fehlerketten ein. Seine Mannschaft hätte das offensive, temporeiche Spiel nicht zwingend verlieren müssen. In der 94. Minute vergab Chaker Zouaghi beim Stand von 2:3 die Ausgleichschance zum 3:3. Im Gegenzug traf dafür Mario Raimondi zum 4:2. Die Berner haben in 2 Spielen 9 Tore erzielt und tun, was sie derzeit tun können. Sie setzen Duftmarken und hauchen den Spitzenklubs in den Nacken.

Guatelli mit Fehlgriff

Die über 21 000 Zuschauer genossen einen ansehnlichen Match, der viele Geschichten schrieb. Eine war der Fehlgriff des FCZ-Goalies Andrea Guatelli, der in der 5. Minute hechtend danebenlangte, worauf der Ball ans Bein Jorge Teixeiras und von dort ins Tor sprang – 0:1. Eine andere war der 1:2-Rückstand kurz vor der Pause, bei dessen detaillierter Schilderung Fischer nicht aufhörte, Fehler aufzulisten. Zuerst die mangelhafte Vorwärtsbewegung, der Ballverlust, der Goalie, der den Schuss des YB-Spielers Alain Nef abprallen liess – und kein Zürcher kümmerte sich um den besitzlosen Ball, sondern der YB-Schwede Alexander Farnerud. Es hiess 1:2.

So holten sich die Young Boys die Regie des Spiels zurück. Sie erhöhten durch Farnerud (2 Tore, dazu 2 grosse Torchancen, generell wechselhafte Momente) in der 55. Minute auf 3:1 und gaben sich bald zu sehr in die Passivität. Nach einem Ballverlust Farneruds verpasste Amine Chermiti knapp den 2:3-Anschluss (63.), der erst in der 85. Minute Tatsache wurde, als der gleiche Chermiti im YB-Strafraum hinfiel. Eric Hassli verwertete den strengen Penalty zum 2:3. Das führte zur Geschichte, dass der FCZ doch noch ins Spiel zurückkam und YB plötzlich noch zu zittern begann. Der Epilog fügte sich in den Nachmittag ein, der aufreibend verlief und nicht nur zwei fehlerhafte, sondern auch mutige und vorwärts orientierte Kontrahenten gebar.

YB erwartet nächstes «Fest»

Was YB aus der zweiten Reihe zu leisten imstande ist, wird sich noch weisen. Die Berner scheinen an Sicherheit und Stil gewonnen zu haben und nehmen Risiko. Sie spielen wieder mit der Dreier-Abwehr und dem Dreier-Sturm. Sie setzten im Zentrum des Mittelfelds auf Kosten Moreno Costanzos auf das Duo Farnerud / Thierry Doubai und konnten auf dem Plastic-Terrain den Zürchern, die leichtfüssig, technisch und direkt zu spielen versuchten, phasenweise arg zusetzen. Am Donnerstag soll für YB «ein anderes Fest» folgen, wie der Trainer Vladimir Petkovic voller Vorfreude den ersten Vergleich in der Europa League gegen Zenit St. Petersburg nennt.

Der FC Zürich hat Europa nicht in Sichtweite und will aus der Mehrbelastung der Basler und Berner Profit schlagen. Nach dem Startsieg gegen Luzern ist er auf den Boden zurückgeholt worden. Seit dem Meisterjahr 2007 hat er in Bern nicht mehr gewonnen, zudem riss die Serie von 9 Spielen ohne Niederlage. Will der Stadtklub ganz oben hinaus, muss er irgendwann den FCB oder YB besiegen. Wenn's auf dem «Scheissplatz», wie Ludovic Magnin den Kunstrasen im Stade de Suisse nannte, nicht geht, klappt's vielleicht im Letzigrund. Oder im St.-Jakob-Park. Aber auch dort kann man viele Fehler machen.

http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/aktuell/ein_paar_fehler_zu_viel_1.9512817.html

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 Beitrag Verfasst: Montag 14. Februar 2011, 12:59 
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isch äs genials spiel gsi mit ämä verdiente sieger! dr farnerud het igschlage wie ä bombe! schad isch ä gäge zenit st. petersburg nid derbi.

übrigens d'verteidigung het mit em dudar us chef ä guete u stabile idruck hinterla. het me so nid chöne erwarte.


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 Beitrag Verfasst: Montag 14. Februar 2011, 14:45 
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Wohnort: In der Brauerei
Meisterschaft, YB - FC Zürich 4:2 (2:1)

YB schlägt in einem attraktiven Spiel den FCZ 4:2 (2:1). Teixeira traf ins eigene Tor, zweimal war Farnerud erfolgreich, den Schlusspunkt setzte Raimondi.

Bei wunderbaren äusseren Bedingungen ging es gleich gut los. Das Heimteam war zuerst in der Platzhälfte der Zürcher anzutreffen. Dudar schlug einen weiten Ball, den Sutter nach langem Spurt noch vor das Zürcher Tor spedieren konnte. Dort beförderte FCZ-Verteidiger Teixeira den Ball ins eigene Netz - YB führte bereits (5.). Es ging hin und her im Stade de Suisse. Mehmedi sah Augenblicke nach der Berner Führung seinen Schuss von Wölfli abgewehrt. Der FCZ-Stürmer war später dem Ausgleich sehr nahe, als er eine Hereingabe ablenkte. Der Ball flog via Aussenpfosten knapp am Tor vorbei. Dazwischen setzten die Young Boys, die in der Startphase etwas mehr vom Spiel hatten, immer wieder offensive Zeichen: Raimondi versuchte es mit einem tückischen Schuss aus der Distanz, Farneruds Kopfball ging links am Tor vorbei.

Mitte der ersten Halbzeit übernahm der Gast aus Zürich vorübergehend das Spieldiktat. In dieser Phase gelang Aegerter nach einem Freistoss von Djuric mit einem Kopfball der Ausgleich (25.). Wenig später lag das Leder nach einem Freistoss erneut im Netz, Mehmedi stand bei seinem Abschluss jedoch im Abseits.

YB kämpfte sich zurück ins Spiel und beendete die Druckphase der Zürcher noch vor der Pause. Tatsächlich gelang den Bernern die erneute Führung. Nef erkämpfte sich einen verlorenen Ball zurück, setzte sich energisch durch und schoss aus 20 Metern. FCZ-Goalie Guatelli liess den Ball abprallen, Farnerud erbte zum 2:1 (44.).

Unmittelbar nach der Pause erzielte der FCZ den vermeintlichen Ausgleich, doch auch Béda stand bei einem Freistoss wie zuvor sein Kollege Mehmedi im Abseits. Dann schlug Raimondi den sechsten YB-Corner zur Mitte, Dudar köpfte Richtung Tor und Farnerud drückte den Ball über die Linie zum 3:1 (55.). Der Schwede feierte mit zwei Toren und einer starken Vorstellung im Mittelfeld ein tolles Heimdebüt.

Vor 21‘527 Zuschauern - der höchsten Kulisse im Stade de Suisse zu Rückrundenbeginn - warf der FCZ in der Schlussphase alles nach vorne. Fünf Minuten vor Schluss pfiff Schiedsrichter Studer nach einem Duell zwischen De Pierro und Mehmedi einen Elfmeter. Hassli versenkte den Penalty und brachte den Gast noch einmal heran (85.). In der Nachspielzeit hielt Wölfli für sein Team den Sieg fest, als er einen Volleyschuss von Zouaghi abfing. Im Gegenstoss lancierte Mayuka den mitgelaufenen Raimondi, dieser bezwang Guatelli sicher zum 4:2.

Der Start in die Rückrunde ist YB mit zwei Siegen gelungen. Nun geht es am Donnerstag weiter mit der Europa-League-Spiel gegen Zenit St. Petersburg.

Stadion: Stade de Suisse
Zuschauer: 21527
Schiedsrichter: Studer

Tore:
5. Eigentor Teixeira (Vorarbeit Sutter) 1:0.
25. Aegerter 1:1.
44. Farnerud (Linksschuss; Nef) 2:1.
55. Farnerud (Linksschuss, Dudar) 3:1.
85. Hassli (Foulpenalty) 3:2.
94. Raimondi (Linksschuss, Mayuka) 4:2.

Auswechslungen:
63. Mayuka für Bienvenu.
64. Hassli für Djuric.
71. Zouaghi für Margairaz.
76. Nikci für Schönbächler.
77. Jemal für C. Schneuwly.
81. De Pierro für Sutter.

Ersatz:
YB: Benito, M. Schneuwly, Costanzo, Tosetti.
Zürich: Leoni, R. Koch, Nikci, Stahel, Buff.

Bemerkungen:
YB ohne Degen, Lulic (beide gesperrt) und Dussin (verletzt). Zürich ohne Alphonse und Chikhaoui (beide verletzt). 29. Tor von Mehmedi wegen Offside aberkannt. 46. Tor von Béda wegen Offside aberkannt.

Verwarnungen:
42. Chermiti (Foul).


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 Beitrag Verfasst: Montag 14. Februar 2011, 15:21 
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farnerud war wirklich ganz stark, aber auch die leistungen von raimondi und dudar haben mich positiv überrascht. raimondi ist ja kaum wiederzuerkennen!


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 Beitrag Verfasst: Dienstag 15. Februar 2011, 10:12 
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Berner Zeitung, 14.02.2011

Nause entschuldigt sich bei den YB-Fans

Wie angekündigt hat sich Gemeinderat Reto Nause im YB-Fanforum für den Ausdruck «Raubtierkäfig» entschuldigt. Einstecken muss er für seine Worte aber vor allem Kritik und Spott.

Im Vorfeld der Risikopartie gegen den FC Zürich hatte Reto Nause (CVP) den Sicherheitszaun zwischen der S-Bahn-Station Wankdorf und dem Stade de Suisse als «Raubtierkäfig» bezeichnet. YB-Fanorganisationen sahen in diesem Ausdruck eine «Beleidigung an alle Schweizer Fussballfans» und forderten eine Entschuldigung.

Mit den Worten «Liebe YB-Fans! 99 Prozent von Euch haben ein dickes Sorry für meine Äusserung von letzter Woche verdient – sie war unüberlegt. Zum vollends gelungenen Fussballfest hat aber leider die Abreise der FCZ-Fans nicht wirklich gepasst: Der mobile Zaun war leider nötig, um ein Aufeinandertreffen zu verhindern.» hat sich Reto Nause am Montagmittag im YB-Forum zu Wort gemeldet.

Die Stadt Bern bestätigte gegenüber bernerzeitung.ch, dass die Entschuldigung tatsächlich aus den Fingern von Reto Nause stammt.

Nicht nur positive Reaktionen

Nicht alle YB-Fans reagieren positiv auf die Worte des Berner Sicherheitdirektors. Sie nutzen die Gelegenheit stattdessen, um mit Nause hart ins Gericht zu gehen. «Das ist keine Entschuldigung, das ist nur warme Luft! BaNause bisch u blibsch», schreibt ein Fan beispielsweise.

Ein anderer hält den «kleinen Wischi-Waschi Beitrag» für eine «schwache Entschuldigung von einem Politiker, der sonst nur zu gerne mit grosser Polemik auf sich aufmerksam macht».

Es gibt aber auch YB-Anhänger, die sich versöhnlicher zeigen und die Entschuldigung akzeptieren. Es sei allerdings unnötig, via Medien Öl ins Feuer zu giessen und die Spirale von Gewalt und Sensationsberichten weiter anzuheizen, gibt ein Diskussionsteilnehmer zu bedenken.

Ein weiterer Fan sieht die Situation noch lockerer, fordert von Nause aber ein gratis Bier für alle Fans beim nächsten Heimspiel.

http://www.bernerzeitung.ch/region/bern/Nause-entschuldigt-sich-bei-den-YBFans/story/10730496

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 15. Februar 2011, 14:28 
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Berner Zeitung, 14.02.2011

Die Noten zum Spiel YB gegen den FCZ (13. Februar 2011)

In seinem zweiten Spiel für YB hat Alexander Farnerud seine Verpflichtung erstmals gerechtfertigt.

Marco Wölfli: Note 5 Der YB-Goalie hatte gestern weit mehr zu tun als noch gegen Bellinzona. In der 7.Minute lenkte er einen Mehmedi-Schuss reflexschnell an den Pfosten. Auch im weiteren Spielverlauf war Wölfli auf dem Posten.

Alain Nef: Note 5 Mit viel Herz und etwas Glück leitete Nef gegen seinen Ex-Verein das zweite Tor der Berner durch Alexander Farnerud ein. In der Abwehr meist sicher. Bei Standardsituationen des Gegners war aber auch Nef nicht immer ganz auf der Höhe.

Emiliano Dudar: Note 5 Lieferte sich in der zweiten Halbzeit ein Privatduell mit dem FCZ-Stürmer Chermiti. Es wurde diskutiert, gestossen und auch ein bisschen getreten. Dudar liess sich aber nicht provozieren und hatte die Organisation der YB-Abwehr weitgehend im Griff.

François Affolter: Note 3,5 Der Bieler leistete sich beim Ausgleich der Zürcher einen fürchterlichen Stellungsfehler und reklamierte danach auch noch Abseits. Steigerte sich aber in der zweiten Halbzeit.

Scott Sutter: Note 5 Mit grossem Einsatz provozierte Sutter kurz nach Spielbeginn Teixeiras Eigentor. Sutter war auch danach an vielen Aktionen beteiligt. Zehn Minuten vor Schluss wurde er müde und etwas angeschlagen ausgewechselt.

Thierry Doubai: Note 5 Glänzte im Mittelfeld mit Übersicht und hielt Farnerud den Rücken frei.

Alexander Farnerud: Note 5,5 Farnerud als Torschütze und Spielmacher: So hatte sich das YB-Chef Ilja Kaenzig wohl vorgestellt, als er Farnerud vor ein paar Wochen verpflichtete.

Christoph Spycher: Note 5 Spycher fand im rechten Mittelfeld die richtige Mischung zwischen Offensive und Defensive.

Christian Schneuwly: Note 4 Ersetzte im Angriff den gesperrten Senad Lulic. Schneuwly zeigte eine ordentliche Leistung. Ganz grosse Momente blieben ihm im Spiel gegen Zürich aber verwehrt.

Henri Bienvenu: Note 4,5 Kam zu weniger Offensivaktionen als in Bellinzona, wo er zwei Tore erzielt hatte. Der Kameruner verrichtete als Mittelstürmer viel Laufarbeit und versuchte Zürichs Spielaufbau zu stören.

Mario Raimondi: Note 4,5 Mit dem Tor zum 4:2 belohnte sich Raimondi für eine engagierte Leistung auf der linken Angriffsseite.

Emmanuel Mayuka: Note 4,5 Der Sambier ersetzte nach 63 Minuten Bienvenu. Mit grossem Einsatz gegen Ludovic Magnin bereitete er das 4:2 vor.

Ammar Jemal und Adriano De Pierro waren zu kurz im Spiel, um benotet zu werden.

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Die-Noten-zum-Spiel-YB-gegen-den-FCZ-13-Februar-2011/story/13585907

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 15. Februar 2011, 14:28 
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Blick, 14.02.2011

Der blonde Engel

Zwei Spiele, neun Treffer. YB wird zur Tormaschine der Liga. Und zwingt dank Farnerud auch den starken FCZ in die Knie.

Die lange propagierte Serie scheint gestartet. Nach dem 5:1 in Bellinzona gewinnt YB auch den Spitzenkampf gegen den FCZ. Rein mathematisch sind die Auswirkungen nicht eklatant: Auf Leader Basel hat YB immer noch 7 Punkte Rückstand. Doch nicht immer zählen nur die Zahlen. YB, so hat man das Gefühl, ist eine neue Mannschaft. Eine voller Selbstvertrauen. Eine, die zu Hause wieder eine Macht ist. Eine, der man ein Aufrollen des Feldes zutraut.

Das Wort Titel nimmt aber weiterhin niemand in den Mund, auch nicht der Zürcher in Berner Diensten, Alain Nef: «Wir sind in Lauerstellung und hoffen, dass die ganz vorne schwächeln.»

So wie der FCZ gestern. Offensiv überzeugend, leisteten sich die Zürcher hinten zu viele Aussetzer. «Es ist unglücklich, nach solch einem Scheiss-Tor schon nach fünf Minuten in Rückstand zu geraten», kommentierte FCZ-Boss Ancillo Canepa Teixeiras Eigentor. «Wir haben zu viele Eigenfehler gemacht» – dies nach Coach Urs Fischer der Hauptgrund für die Niederlage.

FCZ-Keeper Guatelli bringt YB auf die Siegesstrasse
Was er allerdings nicht so genau einzuordnen vermochte: Ging der Sieg der Berner nun in Ordnung? «Wir hätten einen Punkt verdient gehabt», sagte Fischer. Zwei Sätze später: «Am Ende haben wir YB den verdienten Sieg zugestanden.»

Fakt ist: Kurz vor und nach Aegerters Ausgleich (25.) dominieren die Zürcher. Doch ausser Mehmedis Aussenpfosten-Treffer (19.) ist es nie richtig heiss vor Wölfli. So bringt wieder FCZ-Keeper Andrea Guatelli YB auf die Siegesstrasse, als er Nefs Schuss nicht festhalten kann. Farnerud staubt ab.

Und der Schwede tut das nochmals, kurz nach der Pause: «Ich habe sicherheitshalber mal den Fuss hingehalten», kommentierte er lachend. Und zum Umstand, dass er als Nicht-Skorer verschrien ist? «Wenn es so läuft, können alle gerne sagen, ich schiesse keine Tore.» Zweimal hat der auf seinen Unterarm tätowierte Schutzengel dem Schweden und YB nun schon Glück gebracht. «Wir wollen uns weiter selbst überraschen», sagt Coach Vladimir Petkovic bloss zu den nächsten Spielen.

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 15. Februar 2011, 14:32 
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Der Bund, 14.02.2011

«Mändu» meldet sich zurück

Mario Raimondi reihte sich erstmals in dieser Saison unter die Torschützen.

Es ist schon eine ganze Weile her, dass sich etliche Pressevertreter um Mario Raimondi scharten. Der gebürtige Oberdiessbacher war in der Vorrunde nur Ergänzungsspieler; am meisten Einsatzzeit schenkte ihm Trainer Vladimir Petkovic noch im Cup. Da interessierte es kaum jemanden, was der 30-jährige zu sagen hatte. Seit Beginn der Rückrunde ist das wieder anders: Raimondi ist zumindest vorübergehend in die Stammelf zurückgekehrt. Gestern reihte er sich gar unter die Torschützen ein. In der Nachspielzeit verwertete er einen Querpass von Mayuka mit einem Flachschuss. Der Berner liess sich danach von seinen Mitspielern und dem Publikum feiern. Und der Speaker verkündete mit bebender Stimme den Kosenamen des Torschützen: «Mändu». So wird Raimondi im Umfeld von YB seit Jahren genannt.

Ein paar Minuten später gab der zuvor Gefeierte in seiner gewohnt freundlichen Art Auskunft. Es sei schön, wieder regelmässig zum Einsatz zu kommen, sagte er. Auf den Systemwechsel angesprochen, der mit ein Grund ist, dass Raimondi sich unter die ersten Elf zurückgekämpft hat, antwortete er floskelhaft: «Ich mag mich nicht über solche Dinge äussern. Das überlasse ich dem Trainer.»

Mit dem Trainer kommt der ausgesprochene Teamspieler Raimondi gut zurecht, auch wenn dieser ihn in der ersten Saisonhälfte kaum berücksichtigte. Anders als die ebenfalls oftmals überzähligen und entsprechend unzufriedenen Alberto Regazzoni und Xavier Hochstrasser mochte der Oberländer in der Winterpause nicht einen neuen Verein suchen. YB ist ihm in den mittlerweile fast sechs Jahren, die er für den Berner Verein kickt, ans Herz gewachsen. Es ist eine Liebe, die er nicht so schnell aufgeben will. «Mir gefällt es immer noch bei YB, auch wenn in dieser Saison längst nicht alles so gelaufen ist wie ich mir das vorgestellt habe.»

«Wir haben vorwärts gespielt»

Gestern war einer der Fussballtage, die Raimondi in besonderer Erinnerung bleiben. «Wir sind auf den Platz gegangen und haben ohne lange zu überlegen vorwärts gespielt.» Ohnehin mag er die Begegnungen gegen seinen Ex-Verein. «Der FCZ ist ein Gegner, der mitspielt.» Ob das auch Zenit St. Petersburg, der nächste Widersacher der Berner, macht, weiss Raimondi nicht. Wie seine Teamkollegen weiss er von den Russen «noch nicht viel im Moment». Ob der Mittelfeldspieler gegen Zenit auch wieder inder Startelf steht, ist ungewiss, da der gestern gesperrte Senad Lulic in die Mannschaft zurückkehrt.(ruk)

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