Registrieren    Anmelden    Forum    Suche    FAQ

 

 

 

     

 

 

Foren-Übersicht » www.ybfans.ch » BSC Young Boys Stammtisch




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 22 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3  Nächste
Autor Nachricht
 Beitrag Verfasst: Samstag 13. März 2010, 18:30 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
Berner Zeitung, 13.03.2010

Schöne Zeiten, heikle Zeiten

Heute feiert François Affolter seinen 19.Geburtstag, morgen spielt er mit YB gegen Sion – und übermorgen bezieht er eine eigene Wohnung. Das Berner Verteidigertalent erlebt gerade in vielerlei Hinsicht aufregende Wochen.

Es gibt bestimmt angenehmere Gesprächsthemen für François Affolter. Man könnte den YB-Verteidiger zum Beispiel über die spannenden Tage befragen, die er gerade erlebt. Heute feiert er seinen 19.Geburtstag, morgen trifft er mit YB im Heimspiel auf den FC Sion, und übermorgen erhält er die Schlüssel für seine erste eigene Wohnung.

Aber die ersten Fragen drehen sich halt um diese Sache, die Affolter vor zwei Wochen, nach dem 2:1-Sieg gegen Zürich, ins Rampenlicht katapultierte. Der Boulevard griff die Story gierig auf, die Zutaten versprachen ja eine würzige Story: Jungstar, 18 Jahre, vergreift sich leicht alkoholisiert an einem weiblichen DJ. Vieles wurde überzeichnet, so dramatisch war die Angelegenheit nicht. Affolter nennt den Griff an den Hintern von She-DJ Carol Fernandez «einen Fehler». Er hat sich längst entschuldigt, vom Verein wurde er gebüsst, von der Dame gabs eine Ohrfeige, von den Mitspielern ein paar nette Sprüche und von Klub-CEO Stefan Niedermaier einen flotten Vortrag über Rechte und Pflichten eines Fussballprofis.

Die starke Reaktion

Nur vier Tage nach dem Zwischenfall in einer Berner Disco bestritt Affolter mit der Schweizer U21-Auswahl in Spanien gegen Norwegen ein Testspiel – und benötigte drei Minuten, um beim 2:1-Erfolg mit einem Kopftor wieder sportlich zu brillieren. Weitere vier Tage später überzeugte Affolter mit einer abgeklärten Leistung bei der 0:1-Niederlage von YB bei Xamax. «Die Sache hat mich nicht gross belastet», sagt Affolter. Aber er sei froh gewesen, sofort wieder spielen zu können. «Leider haben wir in Neuenburg verloren», sagt Affolter. «Doch jetzt folgen wichtige Wochen, in denen wir im Titelkampf vorlegen wollen.»

Der Bieler spricht, wie er auf dem Feld auftritt, und das bedeutet, dass er älter und reifer wirkt, als er ist. Man vergisst gerne, dass dieser junge und (meistens) zurückhaltende Mann erst im letzten Sommer die Schule beendet hat und noch bei den Eltern wohnt. Affolter war im Herbst 2008 alles andere als ein Fehlgriff von Vladimir Petkovic, seit eineinhalb Jahren verrichtet er nun den Abwehrdienst für die Berner. Mit seinen Fähigkeiten ist er ein perfekter Vertreter des in der Dreierkette bei Trainer Petkovic geforderten Verteidigertyps. Affolter ist relativ schnell, er ist zweikampfstark und robust, das Kopfballspiel ist überdurchschnittlich wie das Aufbauspiel. Petkovic sagt: «Affolter ist so jung, dass er sogar überall noch Steigerungspotenzial besitzt.»

Die guten Perspektiven

In der YB-Abwehrhierarchie rangiert Affolter nach dem Abgang Saif Ghezals bereits auf Rang zwei hinter Sicherheitschef Emiliano Dudar – aber vor den Ausländern Issam Mardassi und Hassan Lingani oder Routinier Marc Schneider. Und da passt es, zieht Affolter am Montag in jenes Appartement in Ostermundigen, in welchem Ghezal zuletzt residierte. Obwohl Affolter von ausländischen Klubs beobachtet wird, möchte er noch das eine oder andere Jahr in Bern bleiben. «In meinem Alter braucht ein Fussballer Spielpraxis. Hier trage ich Verantwortung. Und wir können Titel gewinnen», sagt er.

Am 3.März, als Affolter mit der U21 gegen Norwegen spielte, wäre der Teenager übrigens lieber für die A-Auswahl im Einsatz gestanden. «Die Schweiz hat in der Innenverteidigung Personalsorgen. Ich war schon ein wenig enttäuscht, wurde ich gegen Uruguay nicht aufgeboten», sagt Affolter. «Deshalb gehe ich davon aus, dass ich auch für die WM noch kein Thema bin.» Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld aber schätzt die sachliche Spielweise Affolters, der bei stabilen Vorstellungen in diesem Frühling durchaus noch Perspektiven besitzt, einen Teil des Sommers in Südafrika zu verbringen. Am liebsten als Schweizer Meister – und nach einer ausgelassenen Titelfeier in Bern. Ohne Vorfälle.

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Schoene-Zeiten-heikle-Zeiten/story/23367675

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Sonntag 14. März 2010, 14:32 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
NZZ, 14.03.2010

Jäger und Gejagter belauern sich

Der Leader YB und der Verfolger Basel suchen Sicherheit

Es war das Wochenende der vergebenen Chancen. Nachdem der FCB am vorletzten Samstag im eigenen Stadion 1:2 gegen die Grasshoppers verloren hatte, stolperte tags darauf auch YB – 0:1 in Neuenburg.
Stephan Ramming

Es war das Wochenende der vergebenen Chancen. Nachdem der FCB am vorletzten Samstag im eigenen Stadion 1:2 gegen die Grasshoppers verloren hatte, stolperte tags darauf auch YB – 0:1 in Neuenburg. Damit verpassten die Berner die Gelegenheit, den Vorsprung auf 7 Punkte auszubauen; aber auch den FCB ärgerte die eigene Niederlage, der Rückstand wäre ohne Patzer auf 1 Punkt geschmolzen. Jäger und Gejagter belauern sich und kämpfen mit kleineren und grösseren Problemen.

Der Basler Trainer Thorsten Fink lässt durchblicken, wer die grösseren Sorgen hat. Er misst die Enttäuschung gegen den GC nicht nur an der Leistung der eigenen Mannschaft – «die Leistung war gut, nur die Entschlossenheit fehlte» –, sondern setzt den Rückschlag direkt in Beziehung zum Konkurrenten: «Für YB war die Enttäuschung viel grösser, weil es unsere Niederlage nicht ausnutzen konnte.»

Fink schlüpft also in die Rolle des Jägers, der mit vorgeschützter Gelassenheit auf seine Gelegenheit wartet: «Im Cup haben wir die Chance auf den Titel, in der Meisterschaft konzentrieren wir uns auf den 2. Rang – aber wir wollen bereit sein, wenn der Leader ausrutscht.»

Gegen die Grasshoppers war seine Mannschaft nicht bereit. Obwohl sie auch Pech hatte und der Goalie nicht den besten Abend, fehlte die Abgeklärtheit des gesperrten Huggel oder die Kaltblütigkeit des verletzten Alex Frei. Trotz dem besten Kader der Liga spürt auch der FCB den Ausfall von Schlüsselspielern, nachdem Basel in der Rückrunde in 4 Spielen 12 Punkte geholt und zu Beginn den direkten Konkurrenten YB 4:0 besiegt hatte.

Gegen den FC Luzern heute Sonntag soll abermals der alte Haudegen Chipperfield in die Bresche springen. Dass für sein Team die Aufgabe als Jäger in den kommenden Wochen vor allem eine mentale Herausforderung sein wird, glaubt Fink nicht: «Wir haben die mentale Prüfung bestanden, als wir im Herbst mit 13 Punkten Rückstand ruhig geblieben sind. Und meine Mannschaft hat Erfahrung im Meisterrennen.»

Das gilt auch für die Young Boys, allerdings unter negativen Vorzeichen – sie scheiterten in den vergangenen Jahren, sie verloren den letzten Cup-Final.

Der YB-CEO Stefan Niedermaier spürt, dass «Bern wieder einmal einen Meistertitel feiern» wolle. Der Preis dafür sei eben, dass es «an der Spitze auf dem Weg zum Gipfel luftig, rau und verschneit» sei. Tatsächlich steht YB in diesem Jahr in der kalten Bise.

Denn nachdem das Team von Trainer Vladimir Petkovic in der Hinrunde mit Leichtigkeit, Tempo und Witz bezaubert hatte, wirkt in der Rückrunde das YB-Spiel trotz 9 Punkten in bisher 5 Spielen zäh, abwartend und mutlos.

Petkovic stellt in Rechnung, dass er bis zu fünf neue Spieler einbauen musste, zudem ist Yapi, der nach glänzenden Leistungen im Herbst Ende Saison ausgerechnet nach Basel wechselt, ausser Form.

Es brauche Zeit, «Ordnung und Sicherheit wieder zu finden», sagt Petkovic. So komme ihm «die Rückrunde manchmal wie eine neue Meisterschaft» vor, doch an die Rolle des Gejagten hätten er und seine Mannen sich seit der dritten Runde gewöhnt – damals hatte YB die Spitze übernommen.

Heute Sonntag kann YB gegen Sitten den Nachweis erbringen, dass es den Stolz des Leaders wieder finden will und sich dagegen zu wehren weiss, vom Gejagten zum Jäger zu werden.

http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/aktuell/jaeger_und_gejagter_belauern_sich_1.5210092.html

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Sonntag 14. März 2010, 18:32 
Offline

Registriert: Sonntag 24. Februar 2008, 19:15
Beiträge: 96
Wohnort: figö
Mein Gott war das schwach sackschwach keine Leidenschaft keine Emotionen nichts.

Warum sass Doumbia auf der Bank? Weiss da jemand was?

So wirds nichts :fluch: :fluch: :fluch: :fluch:

_________________
wir siegen yb


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Sonntag 14. März 2010, 18:48 
Offline

Registriert: Sonntag 1. März 2009, 13:59
Beiträge: 36
yb fan hat geschrieben:
Mein Gott war das schwach sackschwach keine Leidenschaft keine Emotionen nichts.

Warum sass Doumbia auf der Bank? Weiss da jemand was?

So wirds nichts :fluch: :fluch: :fluch: :fluch:


stimmt schon aber sei doch froh das wir gewonnen haben


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Sonntag 14. März 2010, 19:41 
Offline

Registriert: Donnerstag 14. Mai 2009, 14:48
Beiträge: 317
Naja froh können wir jetzt ja schon sein, aber so kann das nicht weitergehn. Das war ja wirklich pures Glück, dass wir das 1:0 noch geschossen haben. Verdient war es sicherlich nicht... -.-


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Sonntag 14. März 2010, 21:09 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Samstag 23. August 2008, 18:26
Beiträge: 52
Wohnort: Burgdorf
yb fan hat geschrieben:
Mein Gott war das schwach sackschwach keine Leidenschaft keine Emotionen nichts.

dem gibts nichts hinzu zu fügen! :thumbup:


yb fan hat geschrieben:
Warum sass Doumbia auf der Bank? Weiss da jemand was?


schonen für Moskau?

und ja, bin eifach froh haben wir 3 punkte.

_________________
YB - äs läbe lang!
Fuck off Kunstrasen, dä stinkt nämlich!


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Sonntag 14. März 2010, 23:02 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Samstag 26. Juni 2004, 00:48
Beiträge: 566
Wohnort: Bern
Zitat:
Warum sass Doumbia auf der Bank? Weiss da jemand was?

gemäss petkovic, hatte er eine leichte verletzung. dazu sicherlich auch das schwache spiel in xamax.


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Montag 15. März 2010, 09:51 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
Der Bund, 15.03.2010

Risse in der heilen YB-Welt

YB schlägt den ultradefensiven FC Sion mit 1:0. Einiges zu reden gaben die Umstellungen, die Trainer Petkovic vorgenommen hatte.

Doumbia auf der Ersatzbank, Yapi auf der Ersatzbank, Lustrinelli auf der Ersatzbank. Glücklich kann sich ein Trainer schätzen, der sich leisten kann, auf drei Akteure dieser Klasse zu verzichten. Anstelle der drei genannten Tenöre nominierte Vladimir Petkovic Hochstrasser, Bienvenu und Christian Schneuwly für die Startelf. Zudem kehrten der wiedergenesene Sutter und der vor Wochenfrist gesperrte Mardassi in die Mannschaft zurück. Die zahlreichen Umstellungen hatten nicht die Wirkung, die sich Petkovic erhofft hatte. YB kam gegen die sehr defensiv eingestellten Gäste aus dem Wallis lange Zeit gar nicht in die Gänge. Dem Spiel der Berner fehlte das Überraschungsmoment, zum Teil auch die Inspiration und der Mut. Über 70 Minuten lang sah es danach aus, als brächte der Tabellenleader erstmals in dieser Saison kein Tor zustande im eigenen Stadion. Dann begann die YB-Viertelstunde - und mit ihr so etwas wie ein Lebenszeichen der Gastgeber. Die Initialzündung kam von Scott Sutter, der sich auf der rechtenSeite energisch durchsetzte, in der Mitte Lustrinelli bediente, der bei seinem Abschlussversuch knapp scheiterte. Eine Minute später machte der Tessiner alles richtig: Er erspurtete einen langen Ball von Dudar und bezwang den herauseilenden Goalie Vanins mit einem satten Schuss. YB hatte das Tor, das ihm drei weitere Punkte bescherte - und mit Lustrinelli einen glücklichen Goalschützen. Er sei mit der festen Absicht auf den Platz gekommen, «es heute besser zu machen als in Neuenburg, wo mir nicht viel gelungen ist», sagte er nach dem Match.

Wie 2 Boxer in Doppeldeckung Es war ein unansehnliches Spiel, welches die beiden Mannschaften am «Kids-Day» boten. Eine Halbzeit lang belauerten sie sich wie zwei Boxer im Ring, die voreinander den grössten Respekt haben und deshalb nicht bereit sind, ihre Deckung mehr als nur eine Handbreit zu öffnen. Sion war augenscheinlich mit der Absicht in die Hauptstadt gereist, ein Unentschieden zu «ermauern». Kaum hatte YB den Ball, zogen sich die Walliser mit acht bis neun Mann in die eigene Platzhälfte zurück. Waren sie einmal in der Vorwärtsbewegung, geschah das meistens so zögerlich, dass spätestens an der gegnerischen Strafraumgrenze der Ball wieder verloren ging. Angesichts der Inexistenz des Offensivspiels wurde Sion-Trainer Didier Tholot an der Pressekonferenz zu Recht mit der Frage konfrontiert, wieso er Spielmacher Obradovic, den belgischen Stürmer Mpenza und den Franzosen Marin draussen belassen hatte? Seine Antwort war wenig überraschend: Er habe sich für drei Spieler entschieden, die besser in das von ihm gewählte taktische Schema gepasst hätten.

Wie geht es mit Yapi weiter? Auch Petkovic musste zu personellen Entscheidungen Stellung beziehen. Doumbia und Lustrinelli habe er zuerst nicht berücksichtigt, weil diese letzte Woche wegen leichter Blessuren nur einmal mit der Mannschaft trainiert hätten, sagte er. Dem jungen Ivorer machten die Adduktoren zu schaffen, die in Neuenburg bei einem Foul von Varela in Mitleidenschaft gezogen wurden. Lustrinelli klagte über Leistenprobleme.

Auf die Personalie Yapi wollte Petkovic wie schon nach der in extremis gewonnenen Begegnung gegen den FCZ nicht näher eingehen. Was den Spekulationen neue Nahrung gibt, wonach das Verhältnis zwischen dem ivorischen Spielmacher und dem Übungsleiter ziemlich getrübt ist, seit der Wechsel von Yapi zu Basel feststeht. Fakt ist: Das schöne Bild einer harmonischen Mannschaft, die nichts auseinanderreissen kann, hat in den letzten Wochen Risse bekommen. Die Transfers von Doumbia und Yapi gaben einiges zu reden und haben zu Änderungen in der Hierarchie geführt. Yapi, im Herbst der unbestrittene Chef, ist zum Ergänzungsspieler zurückgestuft worden. Gestern gehörte er nicht einmal mehr der Gruppe der Ersatzspieler an, die Petkovic im Verlauf der zweiten Halbzeit zum Warmlaufen schickte. Scott Sutter wollte sich zu Yapis Nichtnominierung nicht äussern. Eine andere Äusserung von Sutter liess hingegen aufhorchen: «Yapi gehört im Training immer noch zu den Besten.»

http://www.derbund.ch/sport/fussball/Risse-in-der-heilen-YBWelt/story/28406020

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Montag 15. März 2010, 14:25 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
NZZ, 15.03.2010

Young Boys und Basel im Gleichschritt

Die Berner besiegen den FC Sion 1:0 – der FCB gewinnt in Luzern 1:0

Der Leader Young Boys und der zweitplacierte FC Basel haben ihre Spiele der 24. Runde gewonnen. Somit führt die Mannschaft von Vladimir Petkovic in der Tabelle weiterhin mit vier Punkten Vorsprung vor dem FCB.

(si) Die Young Boys und Verfolger Basel gaben sich in der 24. Runde keine Blösse. Die Berner gewannen ihr Heimspiel gegen Sitten mit 1:0. Der FC Basel siegte mit dem gleichen Resultat in Luzern.

Luzern verliert erneut

Die drittplacierten Luzerner fanden sich auf dem tiefen Terrain erstaunlicherweise schlechter zurecht als die Gäste, die zielstrebiger und präsenter wirkten. Basel hätte bereits nach neun Minuten in Führung gehen können, als Scott Chipperfield freistehend vor David Zibung zum Abschluss kam, den Ball aber nicht am FCL-Goalie vorbeibrachte.

In der 33. Minute aber stand es dennoch 1:0 für die Gäste: Benjamin Huggel hatte eine Flanke von Behrang Safari aus fünf Metern mit dem Kopf ins Netz gewuchtet. Luzern steigerte sich zwar im zweiten Durchgang deutlich, ein Torerfolg blieb dem Team von Trainer Rolf Fringer jedoch verwehrt. Joao Paiva besass in der 57. Minute die beste Ausgleichschance nach einem schönen Zuspiel von Davide Chiumiento. Der Portugiese brachte seinen Hechtkopfball aber nicht am starken Franco Costanzo im FCB-Tor vorbei.

Lustrinelli als YB-Retter

Die Berner bezwangen den FC Sion 1:0 – dank einem Tor des eingewechselten Mauro Lustrinelli in der 79. Minute. Er wurde von seinem Abwehrchef Emiliano Dudar mit einer weiten Flanke lanciert, sein Gegenspieler Jamal Alioui war nicht auf der Höhe des Geschehens, was der frühere Schweizer Nationalstürmer souverän ausnützte.

Die Young Boys taten sich in der ruppigen Partie lange Zeit schwer. Zwar waren sie mehr in Ballbesitz, doch sie kamen bei tiefen Temperaturen mit dem auf Zerstörung ausgerichteten Konzept der Sittener nicht zurecht. Im Spiel der Gelb-Schwarzen mangelte es an Kreativität. Die Einwechslungen von Doumbia und Lustrinelli brachten etwas Besserung. Und die Mannschaft verlor nie die Geduld, was schliesslich belohnt wurde.

Der GC überholt St. Gallen

Während im Letzigrund vieles für den GC lief, stellten sich die Gäste aus der Ostschweiz in gewissen Szenen sehr ungeschickt an. So musste der St. Galler Innenverteidiger Jiri Koubsky nach einem Foul an Davide Calla bereits nach einer Viertelstunde mit der gelb-roten Karte vom Platz. Schiedsrichter Massimo Busacca liess keine Gnade walten. Entscheidenden Charakter hatte auch eine Aktion von Lukas Schenkel, der in der 78. Minute im eigenen Strafraum Paulo Menezes foulte. Den Penalty verwandelte Boris Smiljanic souverän zum 2:1-Schlussresultat.

Davor hatten die St. Galler Moral bewiesen. In Unterzahl konnten sie ausgleichen. Moreno Costanzo traf mit einem abgefälschten Weitschuss, nachdem die Grasshoppers im Anschluss an einen Corner den Ball nicht aus der Gefahrenzone spediert hatten.

Auf Seiten der Grasshoppers dürfte nach der Partie Vincenzo Rennella besonders glücklich gewesen sein. Der Stürmer, der im vergangenen Sommer mit viel Vorschusslorbeeren von Lugano nach Zürich gewechselt hatte, schoss kurz vor der Pause sein erstes Meisterschaftstor für seinen Arbeitgeber. Ihm wurde der Ball pfannenfertig von St.-Gallen-Verteidiger Fernando vor die Füsse gelegt. Rennella schloss kaltblütig ab.

http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/super_league_1.5214631.html

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Montag 15. März 2010, 14:26 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
NZZ, 15.03.2010

«Ein anderes YB, ein produktives»

Leader kommt gegen Sitten durch Lustrinelli erst spät zum Siegestreffer

Die Berner Young Boys verteidigen den Vier-Punkte-Vorsprung vor dem FC Basel mit taktischem Geschick, die Schwächen im offensiven Spiel sind aber nicht zu kaschieren.

brb. Es sei der erste Wunsch des Trainers gewesen, Mauro Lustrinelli in der Winterpause zu verpflichten, sagte der YB-CEO Stefan Niedermaier im Vorfeld des Spiels gegen Sitten. Lustrinellis für ein Team förderliche Charaktereigenschaften und Intelligenz seien ja in eingeweihten Kreisen bekannt. Nun, just dieser schlaue Stürmer vermochte die momentan um jeden Punkt ringenden Berner ein erstes Mal aus einer verzwickten Lage zu befreien.

Es stand auch eine Viertelstunde vor Ende noch immer 0:0, und man glaubte auf der Tribüne angesichts der spielerischen Ereignislosigkeit in beiden Strafräumen ein wenig zynisch, dass es zwei Teams theoretisch gelingen müsste, 90 Minuten plus Nachspielzeit torlos zu spielen – wenn nur beide hartnäckig genug dieses Ziel anstrebten. Aber manchmal geschieht im Leben Unvorstellbares, und das war – auf dieses Spiel bezogen – ein Torerfolg.

Es war bezeichnenderweise ein Mann von der Ersatzbank, dem dieses Kunststück gelang – unbekümmerter in seiner Spielweise als seine auf taktische Disziplin geschulten Kollegen. Lustrinelli verwertete vier Minuten nach der Einwechslung einen weit geschlagenen Ball des Verteidigers Dudar zum heimlich wohl doch ersehnten 1:0-Siegestreffer (79.).

Der Trainer Vladimir Petkovic wollte in seiner Analyse die Schwächen im offensiven Spiel nicht überbewerten. Man sehe jetzt halt «ein anderes YB, ein produktives», das die Kontrolle behalte und in der Abwehr keinen Treffer zulasse. Eine hartnäckige Geduldsprobe nannte der Kroate die Aufgabe gegen einen FC Sitten, der «für YB alle Räume schliessen wollte», wie der Walliser Trainer Didier Tholot die taktische Ausrichtung mit Marin, Obradovic und Mpenza auf der Ersatzbank begründete. Fast wäre es ihm gelungen, einen Punkt aus Bern zu entführen, nur wenige Minuten und ein wenig mehr an Konzentration haben gefehlt.

YB findet in dieser Rückrunde nicht mehr in die bestechende und das Publikum begeisternde Form der Hinrunde, aber gerade in einer Phase, in der man «ein wenig hinkt», sei es wichtig zu siegen, sagte der Goalie Wölfli. Und der Stürmer Regazzoni wollte vermerkt haben, dass «es schwierig ist, gegen elf Gegner im Fünferraum zu spielen». Vielleicht ist es ja so, dass solche Siege ohne Schönheitspreis zum Titelgewinn führen, vielleicht aber auch nicht. Es beschleicht einen bisweilen das Gefühl, die Berner müssten irgendwann vom Verwaltungs-Modus wieder in einen kreativeren umschalten.

http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/aktuell/verwaltung_gegen_verwaltung_1.5216202.html

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
 
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 22 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3  Nächste

Foren-Übersicht » www.ybfans.ch » BSC Young Boys Stammtisch


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 33 Gäste

 
 

 
Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de