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 Beitrag Verfasst: Sonntag 27. September 2009, 00:04 
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NZZ, 26.09.2009

Doumbia rettet dem Leader drei Punkte

3:2-Siegtreffer des YB-Topscorers in der Nachspielzeit beim FC St. Gallen

Die Young Boys haben sich zum Auftakt der 11. Runde auch in der Ostschweiz nicht vom (Titel?-)Kurs abbringen lassen. Die Berner setzten sich in St. Gallen 3:2 durch und verbuchten nunmehr den neunten Sieg im Championat. Für Aufsteiger St. Gallen bedeutete dies die erste Saison-Niederlage im heimischen Stadion.

(si) Wie die Berner bleiben auch die Cracks des FC Basel in der Erfolgsspur. Sie gewannen in Aarau 2:0 und rückten dank dem fünften Saisonsieg zumindest bis am Sonntag vom sechsten auf den dritten Tabellenplatz vor.

St. Gallen musste gegen YB die erste Meisterschafts-Heimniederlage in der AFG-Arena hinnehmen. Mit einem riesigen Kraftaufwand holte der Aufsteiger bis zur 89. Minute einen 0:2-Rückstand auf, doch in der Nachspielzeit garantierte Seydou Doumbia mit seinem zweiten Tor für den 3:2-Auswärtssieg.

Alberto Regazzoni und Seydou Doumbia erzielten in der ersten Halbzeit die YB-Tore mit relativ wenig Aufwand. Puncto Laufbereitschaft, Schnelligkeit und Effizienz bot YB Anschauungsunterricht. St. Gallen gab aber nie auf und kam in der Schlussviertelstunde mirakulös zurück. Der erstmals zu Hause zu Beginn eingesetzte Nico Abegglen verkürzte mit einem Flachschuss-Aufsetzer zum 1:2 und brachte die zuvor souveränen Berner in Schieflage. Abegglen selbst vergab darauf den Ausgleich (81.) freistehend mit einem Kopfball direkt in Wölflis Arme.

Glückhafter Sieg des Leaders

Abegglen stand dennoch am Ursprung des von 16'026 Zuschauern frenetisch gefeierten Ausgleichs. Er kam im Strafraum zu Fall, der Portugiese Zé Vitor verwertete den Foulelfmeter (89.) zum 2:2. Doch YB konterte nochmals. Einen abgelenkten Freistoss von Yapi vermochte St. Gallens Torhüter Daniel Lopar zwar abzuwehren, doch der nachgerückte Seydou Doumbia drückte den Abpraller mit der Brust zum letztlich glückhaften Sieg über die Linie.

Doppelter Schmerz für den FC St. Gallen: Die Ostschweizer verloren im Heimstadion nicht nur erstmals, sie müssen monatelang auf Mittelfeldspieler Philipp Muntwiler verzichten. Kurz vor Schluss der Partie zog sich der 22-jährige Ostschweizer einen Achillessehnenriss zu und muss sich einer Operation unterziehen.

http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/fussball_super_league_doumbia_rettet_dem_leader_die_drei_punkte_1.3681323.html

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 27. September 2009, 00:06 
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NZZ, 26.09.2009

Der YB-Meisterexpress rollt weiter

St. Gallen musste gegen YB die erste Meisterschafts-Heimniederlage in der AFG-Arena hinnehmen.

Mit einem riesigen Kraftaufwand holte der Aufsteiger bis zur 89. Minute einen 0:2-Rückstand gegen YB auf, doch in der Nachspielzeit sorgte Seydou Doumbia mit seinem zweiten Tor für den 3:2-Auswärtssieg.

Alberto Regazzoni und Seydou Doumbia schossen in der ersten Halbzeit die YB-Tore mit relativ wenig Aufwand. Punkto Laufbereitschaft, Schnelligkeit und Effizienz bot YB Anschauungsunterricht. St. Gallen gab aber nie auf und kam in der Schlussviertelstunde mirakulös zurück. Der erstmals zu Hause zu Beginn eingesetzte Nico Abegglen (19) verkürzte mit einem Flachschuss-Aufsetzer zum 1:2 und brachte die zuvor souveränen Berner in Schieflage. "Eigengewächs" Abegglen selbst vergab darauf den Ausgleich (81.) freistehend mit einem Kopfball direkt in Wölflis Arme.

Abegglen stand dennoch am Ursprung des von 16 026 Zuschauern frenetisch gefeierten Ausgleichs. Er kam im Strafraum zu Fall, der Portugiese Zé Vitor verwertete den Foulelfmeter (89.) zum 2:2. Doch YB konterte nochmals. Einen abgelenkten Freistoss von Yapi vermochte St. Gallens Torhüter Daniel Lopar zwar abzuwehren, doch der nachgerückte Seydou Doumbia drückte den Abpraller mit der Brust zum letztlich glückhaften Sieg über die Linie.

Doppelter Schmerz für den FC St. Gallen: Die Ostschweizer verloren im Heimstadion nicht nur erstmals, sie müssen monatelang auf Mittelfeldspieler Philipp Muntwiler verzichten. Kurz vor Schluss der Partie zog sich der 22-jährige Ostschweizer einen Achillessehnenriss zu und muss sich einer Operation unterziehen.

St. Gallen - Young Boys 2:3 (0:2).

AFG-Arena. - 16 026 Zuschauer. - SR Studer. - Tore: 20. Regazzoni 0:1. 37. Doumbia 0:2. 75. Abegglen 1:2. 89. Zé Vitor (Foulpenalty) 2:2. 91. Doumbia 2:3.

St. Gallen: Lopar: Zellweger, Koubsky, Schenkel, Fernando; Zé Vitor, M. Costanzo (70. Frei), Muntwiler (80. Merenda), Nushi (72. Hämmerli); Frick, Abegglen.

Young Boys: Wölfli; Mardassi (46. Ghezal), Dudar, Affolter; Sutter, Yapi, Hochstrasser , David Degen (71. Liechti); Doumbia, Marco Schneuwly, Regazzoni (83. Doubai).

Bemerkungen: St. Gallen ohne Haas, Winter, Kollar und Knöpfel (alle verletzt), Ciccone (U21) und Lang (U19-EM-Qualifikation). YB ohne Raimondi (verletzt), Coly (nicht im Aufgebot) und Pasche (U19-EM-Qualifikation). 25. Pfostenschuss von Frick. 61. Abseitstor von David Degen. 78. Muntwiler verletzt ausgeschieden. Verwarnungen: 22. Degen, 26. Abegglen, 30. Koubsky (alle Foul), 57. Marco Schneuwly (Unsportlichkeit).

http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/aktuell/sporttickerdepartment/urnnewsmlwwwsda-atsch20090926brz024_1.3681380.html

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 27. September 2009, 00:27 
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20min.ch, 26.09.2009

YB beendet St. Gallens Serie mit Glück

Viel Pech für St. Gallen. Nach einer starken Aufholjagd zum 2:2 gegen YB in den Schlussminuten, antwortet der Leader mit dem Siegtreffer in der Nachspielzeit. St. Gallens Ungeschlagenheit in der AFG-Arena ist beendet.

Mit einem riesigen Kraftaufwand holte St. Gallen bis zur 89. Minute einen 0:2-Rückstand gegen YB auf, doch in der Nachspielzeit sorgte Seydou Doumbia mit seinem zweiten Tor für den 3:2-Auswärtssieg.

Alberto Regazzoni und Seydou Doumbia schossen in der ersten Halbzeit die YB-Tore mit relativ wenig Aufwand. Punkto Laufbereitschaft, Schnelligkeit und Effizienz bot YB Anschauungsunterricht. St. Gallen gab aber nie auf und kam in der Schlussviertelstunde mirakulös zurück. Der erstmals zu Hause zu Beginn eingesetzte Nico Abegglen (19) verkürzte mit einem Flachschuss-Aufsetzer zum 1:2 und brachte die zuvor souveränen Berner in Schieflage. "Eigengewächs" Abegglen selbst vergab darauf den Ausgleich (81.) freistehend mit einem Kopfball direkt in Wölflis Arme.

Abegglen stand dennoch am Ursprung des von 16 026 Zuschauern frenetisch gefeierten Ausgleichs. Er kam im Strafraum zu Fall, der Portugiese Zé Vitor verwertete den Foulelfmeter (89.) zum 2:2. Doch YB konterte nochmals. Einen abgelenkten Freistoss von Yapi vermochte St. Gallens Torhüter Daniel Lopar zwar abzuwehren, doch der nachgerückte Seydou Doumbia drückte den Abpraller mit der Brust zum letztlich glückhaften Sieg über die Linie.

Muntwiler monatelang verletzt

Doppelter Schmerz für den FC St. Gallen: Die Ostschweizer verloren im Heimstadion nicht nur erstmals, sie müssen monatelang auf Mittelfeldspieler Philipp Muntwiler verzichten. Kurz vor Schluss der Partie zog sich der 22-jährige Ostschweizer einen Achillessehnenriss zu und muss sich einer Operation unterziehen.

St. Gallen - YB 2:3 (0:2)
AFG-Arena. - 16 026 Zuschauer. - SR Studer.
Tore: 20. Regazzoni 0:1. 37. Doumbia 0:2. 75. Abegglen 1:2. 89. Zé Vitor (Foulpenalty) 2:2. 91. Doumbia 2:3.
St. Gallen: Lopar: Zellweger, Koubsky, Schenkel, Fernando; Zé Vitor, M. Costanzo (70. Frei), Muntwiler (80. Merenda), Nushi (72. Hämmerli); Frick, Abegglen.
Young Boys: Wölfli; Mardassi (46. Ghezal), Dudar, Affolter; Sutter, Yapi, Hochstrasser , David Degen (71. Liechti); Doumbia, Marco Schneuwly, Regazzoni (83. Doubai).
Bemerkungen: St. Gallen ohne Haas, Winter, Kollar und Knöpfel (alle verletzt), Ciccone (U21) und Lang (U19-EM-Qualifikation). YB ohne Raimondi (verletzt), Coly (nicht im Aufgebot) und Pasche (U19-EM-Qualifikation). 25. Pfostenschuss von Frick. 61. Abseitstor von David Degen. 78. Muntwiler verletzt ausgeschieden. Verwarnungen: 22. Degen, 26. Abegglen, 30. Koubsky (alle Foul), 57. Marco Schneuwly (Unsportlichkeit).

http://www.20min.ch/sport/fussball/story/27867499

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 27. September 2009, 09:35 
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Bieler Tagblatt, 27.09.2009

Drei Verletzte bei Ausschreitungen

Am Rande des Fussballspiels zwischen dem FC St. Gallen und den Berner Young Boys ist es am Samstagabend in St. Gallen zu Zusammenstössen zwischen YB-Fans und der Polizei gekommen. Zwei Polizisten und ein YB-Anhänger wurden verletzt. Zwei Personen wurden festgenommen.

(sda) Bereits im Vorfeld des Spiels sei nach einer Kontrolle 16 gewaltbereiten YB-Anhängern der Zugang zum Stadion verwehrt worden, teilte die Kantonspolizei St. Gallen am Samstagabend mit. Sie wurden wieder nach Hause geschickt

Nach dem Spiel hätten dann dutzende angetrunkene YB-Fans versucht, auf dem Weg zum Bahnhof die Abschrankungen zu durchbrechen. Ausserdem hätten sie die Polizei mit faustgrossen Steinen angegriffen, hiess es. Diese habe Gummischrot und Pfefferspray eingesetzt. Es kam zu diversen Sachbeschädigungen und längeren Verkehrsbehinderungen.

http://www.bielertagblatt.ch/News/Ausland/154764

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 27. September 2009, 09:37 
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NZZ, 27.09.2009

Der Leader siegt im letzten Moment

Der FC St. Gallen holt mit viel Aufwand zwei Tore auf und verliert gegen die Young Boys trotzdem 2:3

Das Konzept des FC St. Gallen war klar: bremsen, bremsen, bremsen, YB nur ja keine Räume zugestehen. Keine Anlaufstrecke für Doumbia, kein Platz für die Rushes von Degen, keine Zeit für Yapi, um mit präzisen Pässen Schneuwly oder Regazzoni in Fahrt zu bringen. Doch damit waren die Platzherren bereits ausgelastet – und teilweise überfordert.
Andreas Kneubühler, St. Gallen

Zweimal brannte es in den ersten 20 Minuten lichterloh im Strafraum, zweimal spedierten die St. Galler den Ball mit Glück aus der Gefahrenzone. Trotzdem fiel in dieser Phase das 0:1. Regazzoni schoss überraschend von der Strafraumgrenze. Der nicht allzu scharf getretene Ball drehte sich in der Luft und landete im Netz, der St. Galler Keeper Lopar sah dabei nicht gut aus.

Nun folgte die beste Phase des Leaders. Immer wieder schaltete YB ultraschnell um von der Defensive in die Offensive. In der 37. Minute standen sieben Berner in und um den St. Galler Strafraum, noch bevor Marc Zellweger in seine Position zurückgelaufen war. Der Verteidiger konnte nur noch zusehen, wie sich Doumbia mit dem Ball am Fuss schneller drehte, als Koubsky und Schenkel reagieren konnten. So besass der Ivoirer plötzlich frei Bahn und schoss flach zum 0:2 ein.

Damit war das Spiel gelaufen – dies zumindest dürfte die Meinung des allergrössten Teils der 16 000 Zuschauer gewesen sein. Ohne wirklich etwas falsch gemacht zu haben, lag St. Gallen gegen die starken Young Boys klar im Rückstand. Vielleicht erinnerte Trainer Forte seine Mannschaft an das Hinspiel. Dort hatte St. Gallen zur Pause mit einem Tor im Rückstand gelegen, danach aber unbeeindruckt weitergespielt. YB liess sich einlullen und musste kurz vor Schluss den Ausgleich hinnehmen. Die zweite Halbzeit entwickelte sich ähnlich. Die Berner schienen sich auf ihren Lorbeeren auszuruhen – Degen versuchte im St. Galler Strafraum einen dreifachen Übersteiger, statt abzuspielen. Trainer Petkovic rügte denn auch hinterher «Undiszipliniertheiten». Trotzdem fiel der Anschlusstreffer aus heiterem Himmel.

Nach einem Eckball traf Nico Abegglen einen Abpraller. Nun erwachte das Heimpublikum. Die Berner fanden nicht mehr zu ihrer überlegenen Leichtigkeit der ersten Halbzeit zurück. Es folgte eine spektakuläre Schlussviertelstunde. In der 89. Minute schien das Glück der St. Galler vollkommen. Abegglen konnte im Strafraum nur durch Foul gestoppt werden. Den Penalty verwandelte Zé Vitor zum Ausgleich. Die erste Heimniederlage in der AFG-Arena schien abgewendet. «Wir können auch in solchen Stresssituationen noch umschalten», sagte Petkovic nach dem Schlusspfiff mit demonstrativem Selbstbewusstsein. Den Beweis dafür hatte er kurz zuvor miterlebt: In der 91. Minute trat Yapi eine Freistoss, der Ball wurde abgelenkt, Lopar reagierte mit einer Glanzparade, aber nur an die Brust von Doumbia, der mit seinem zehnten Tor den Siegestreffer erzielte.

Mehr Sorgen als die Niederlage bereitet Forte die Verletzung von Muntwiler – kurz vor Schluss zog sich der 22-Jährige einen Achillessehnenriss zu. Er muss sich einer Operation unterziehen. «Dieser Ausfall ist bitterer als die unglückliche Heimniederlage gegen YB», sagte Forte.

http://www.nzz.ch/nachrichten/wissenschaft/der_leader_siegt_im_letzten_moment_1.3682879.html

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 27. September 2009, 11:51 
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Zitat:
Degen versuchte im St. Galler Strafraum einen dreifachen Übersteiger, statt abzuspielen. Trainer Petkovic rügte denn auch hinterher «Undiszipliniertheiten».


Das war schon ziemlich verspielt von Degen in dieser Situtation, da hätte er wirklich abspielen sollen.

Degen gegen Zé Vitor, - das war m.E. keine Tätlichkeit. Gelb kann man geben, muss man aber nicht unbedingt. Linienrichter stand sehr nahe und hätte es eigentlich sehen müssen.


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 Beitrag Verfasst: Sonntag 27. September 2009, 20:53 
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St. Galler Tagblatt, 27.09.2009

Drei Verletzte bei Krawallen

Nach dem Fussballspiel zwischen dem FC St. Gallen und den Berner Young Boys kam es am Samstag zu heftigen Zusammenstössen zwischen der Polizei und YB-Fans.

Stefanie Schnelli

St. Gallen. Zwei Polizisten und ein Fan der Berner Young Boys wurden bei Krawallen nach dem Fussballspiel zwischen dem FC St. Gallen und den Berner Young Boys am Samstagabend verletzt. Zwei Personen wurden festgenommen. «Es war eine Ausnahmesituation», sagt Benjamin Lütolf von der Stadtpolizei St. Gallen. Die Polizei musste Pfefferspray und Gummigeschosse einsetzen, um die YB-Anhänger am Durchbrechen der Sicherheitszäune zu hindern. Bei den St. Galler Fans sei es ruhig geblieben, sagt Lütolf.

Der Umzug der rund 500 Fans aus Bern vom Bahnhof Winkeln zum Stadion verlief noch ohne grosse Zwischenfälle. «Abgesehen von Knallkörpern und Rauchbomben, die abgefeuert wurden», relativiert Lütolf. An der Kreuzung Zürcherstrasse/Herisauerstrasse habe es in den Drahtzäunen eine Schwachstelle gegeben. Dort hätten die vordersten Berner Fans einen Teil des Trenngitters lösen können. Die Polizei verhinderte jedoch ein Durchbrechen der Gruppe mit dem Einsatz von Pfefferspray.

16 Berner Fans weggewiesen

Schon vor Beginn des Spiels hatte die Polizei am Bahnhof Winkeln 16 bekannte, gewaltbereite YB-Anhänger festgehalten und weggewiesen. «Wir wussten, dass eine solche Gruppe unterwegs war», sagt Lütolf. Die Polizei hat mit Berner Fanbetreuern zusammengearbeitet, die an Ort waren.

Bereits als der FC St. Gallen am 18. Juli in Bern gegen die Young Boys gespielt hatte, war es zu Angriffen von YB-Fans auf St. Galler gekommen. «Wir haben mit einem Risikomatch gerechnet. Das Polizeiaufgebot war darum entsprechend gross», sagt Lütolf. Die Stadtpolizei wurde von Polizeikräften des Ostschweizer Polizeikonkordates unterstützt.

Die Unterstützung war nötig, wie Lütolf die Ereignisse vom Samstag analysiert: «Wir mussten die Berner Fans nach dem Match mit Polizeiketten zum Bahnhof drängen.» Wiederholt wurde Gummischrot eingesetzt, um ein Ausbrechen der Randalierer in die angrenzenden Quartiere zu verhindern. Dabei warfen YB-Fans mit bis zu faustgrossen Steinen auf die Polizisten. Die Helme hätten schwere Kopfverletzungen verhindert. Es kam zu diversen Sachbeschädigungen und Verkehrsbehinderungen.

Aufeinandertreffen verhindert

Zwei Berner Fans wurden festgenommen. Sie sind nach der Befragung noch in der Nacht auf Sonntag entlassen worden. Gemäss Lütolf ist eine Anzeige wegen Tätlichkeiten und eine wegen Hinderung einer Amtshandlung erfolgt. Ein direktes Aufeinandertreffen von YB-Anhängern und St. Galler Fans konnte die Polizei verhindern.

http://www.tagblatt.ch/aktuell/ostschweiz/sg-os/Drei-Verletzte-bei-Krawallen;art192,1390196

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 27. September 2009, 22:35 
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Wohnort: In der Brauerei
YB-Sieg in der Nachspielzeit

YB schloss in St.Gallen in der ersten Halbzeit an die Leistung vom FCZ-Spiel an. Mit grosser Effizienz und läuferischer Arbeit erzielten die Gelbschwarzen zwei Tore zur verdienten Führung. Regazzoni (20.) war Mitte der ersten Halbzeit für die Führung besorgt. Doumbia (37.) schoss auf Vorarbeit von Marco Schneuwly den zweiten Treffer vor dem Seitenwechsel.

St. Gallen kam nach der Pause besser ins Spiel und gab nie auf. Der junge Abegglen verkürzte mit einem Flachschuss zum 1:2 (75.). Der selbe Spieler stand dennoch am Ursprung des Ausgleichs. Abegglen kam kurz vor Schluss im Strafraum zu Fall, der Portugiese Ze Vitor verwertete den Foulelfmeter (89.) zum 2:2.

Doch YB behielt die Ruhe und griff noch einmal an. Den abgelenkten Freistoss von Yapi vermochte St. Gallens Torhüter Lopar abzuwehren, aber der nachgerückte Seydou Doumbia drückte den Abpraller mit der Brust zum 3:2-Sieg über die Linie (91.).

YB fügte so dem Aufsteiger die erste Meisterschaftsniederlage in der vor über einem Jahr eröffneten AFG-Arena zu. Zuvor musste sich der FC St.Gallen im neuen Stadion nur einmal im Cup geschlagen geben. Die Young Boys festigen mit diesem Sieg den ersten Tabellenplatz. Topscorer Seydou Doumbia erzielte heute seine Saisontore 9 und 10.

Stadion: AFG Arena
Zuschauer: 16026
Schiedsrichter: Studer

Tore:
20. Regazzoni (Rechtsschuss; Doumbia) 0:1.
37. Doumbia (Rechtsschuss; M. Schneuwly) 0:2.
75. Abegglen 1:2.
89. Ze Vitor (Foulpenalty) 2:2.
91. Doumbia (Yapi) 2:3.

Auswechslungen:
46. Ghezal für Mardassi.
69. Frei für Costanzo.
71. Liechti für Degen.
72. Hämmerli für Nushi.
80. Merenda für Muntwiler.
83. Doubaï für Regazzoni.

Ersatz:
YB: Collaviti, Gourmi, C. Schneuwly, Schneider.
St.Gallen: Bolli, Oehri, Pa Modou, Caceres.

Bemerkungen:
YB ohne Coly, Raimondi (verletzt) und Pasche (Nationalteam). St. Gallen ohne Haas, Winter, Kollar und Knöpfel (alle verletzt). 25. Pfostenschuss Frick. 61. Abseitstor von Degen.

Verwarnungen:
22. Degen, 26. Abegglen, 30. Koubsky (alle Foul), 57. M. Schneuwly (Unsportlichkeit), 88. Affolter (Foul).


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 Beitrag Verfasst: Montag 28. September 2009, 08:37 
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Der Bund, 28.09.2009

YB-Fans erneut im Brennpunkt

Die Anhänger der Young Boys haben auch am Samstag in St.Gallen für Ärger gesorgt – und dem Verein geschadet.

«So ein Verhalten einiger weniger Idioten kann man nicht akzeptieren. Ich hoffe, dass diese Männer entdeckt werden und auf immer und ewig Stadionverbot bekommen.» Dieses Zitat stammt von Markus Babbel. Der Trainer des VfB Stuttgart reagierte am Samstag mit einer derartig heftigen Aussage, weil Stuttgarter Anhänger in Frankfurt beim 3:0-Sieg der Gäste in der 87.Minute (einmalig) pyrotechnisches Material gezündet hatten. In Deutschland kennt man kein Pardon mit fehlbaren Fans, die Partie stand vor dem Abbruch, Babbel und Stuttgart-Spieler beschwichtigten die Fans. Und der Deutsche Fussballbund nimmt Ermittlungen nach diesem in der Bundesliga seltenen Vorfall vor.

Wieder Busse für YB

In der Schweiz geht man derweil nicht wirklich streng gegen Fans vor, welche gegen die Regeln verstossen – beinahe in jeder Begegnung werden jedenfalls munter Feuerwerkskörper gezündet. Die YB-Fans brannten am Samstag, beim 3:2-Erfolg in St.Gallen, mehrmals viel Pyro ab, dazu auch sehr laute Knallpetarden. Die Busse für die Young Boys wird mal wieder einige tausend Franken betragen. «Das ist sehr ärgerlich für uns», sagt YB-Medienchef Charles Beuret. «Wir verurteilen dieses Verhalten aufs Schärfste.»

So spektakulär die Pyro-Einlagen aussehen mögen, so unnötig sind sie – das sieht auch Lukas Meier, YB-Fanarbeiter, so. «Auch wir von der Fanarbeit distanzieren uns von strafbaren Handlungen. Allerdings gehören Pyros zur Fankultur der Ultras. In dieser Thematik sind die Fronten leider total verhärtet, ein Dialog ist kaum möglich.» Vielleicht würde weniger Material abgebrannt, wenn die Strafen erheblich härter wären? «Das kann gut sein. Aber die Verhältnismässigkeit muss immer gewahrt bleiben», sagt Meier.

Die Vorfälle in St.Gallen werfen erneut ein schlechtes Licht auf die YB-Fangemeinde. Rund tausend Berner Fans begleiteten die Young Boys nach St.Gallen und sorgten für einen fantastischen Support – eigentlich.

Fankritik an Polizei

Mit der helvetischen Kuscheljustiz für gewaltbereite Chaoten könnte es bald vorbei sein. Der «SonntagsBlick» berichtete gestern, ab nächster Saison sollen endlich Polizisten in den Stadien für Ruhe und Ordnung sorgen dürfen. Peter Gilliéron, der neue Präsident des Fussballverbandes, sagt: «Private Sicherheitsleute stossen in den Stadien an ihre Grenzen. Es braucht dort Polizisten.» Allerdings bleibt zu hoffen, dass die Ordnungshüter dabei mit mehr Gelassenheit vorgehen werden als am Samstag in St.Gallen. Laut YB-Fanarbeiter Luke Meier reagierte die Polizei vor dem Spiel (und vor der AFG-Arena) sehr aggressiv und unverhältnismässig auf einen einzelnen angetrunkenen YB-Fan, der an einem Zaun gerüttelt hatte. Die Polizei setzte Pfefferspray und Tränengas ein und sei damit hauptverantwortlich für die Eskalation gewesen.

Denn nach dem YB-Sieg kam es in St. Gallen wieder einmal zu Ausschreitungen Berner Fans. Dabei setzte die Polizei Gummischrot ein – auch gegen Berner Steinewerfer. Lukas Meier verurteilt die Gewaltbereitschaft einiger YB-Fans. «Sie sind allerdings eine deutliche Minderheit aller Anhänger», sagt er.

http://www.derbund.ch/zeitungen/sport/-YBFans-erneut-im-Brennpunkt-/story/11144156

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 Beitrag Verfasst: Montag 28. September 2009, 08:39 
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Der Bund, 28.09.2009

YB und das späte Glück

YB hat in St.Gallen dank eines Last-Minute-Tores von Seydou Doumbia eine turbulente Begegnung mit 3:2 gewonnen.

Und dann kommt die 91. Minute und der Höhepunkt einer aufregenden Veranstaltung. St.Gallens Fabian Frei stoppt Gilles Yapi – fair, sagt Schiedsrichter Stephan Studer und lässt das Spiel weiterlaufen. Assistent Francesco Buragina aber signalisiert ein Foulspiel Freis, und so erhält YB in der Nachspielzeit einen finalen Freistoss zugesprochen. Es folgt die ivorische Produktion in drei Akten: Yapi schlägt den Freistoss relativ flach in die Mitte, Thierry Doubai fälscht ab, St. Gallens unglücklicher Goalie Daniel Lopar wehrt ab, genau auf die Brust Seydou Doumbias – und von dort kullert der Ball ins Tor. Das in jeder Beziehung sehr glückhafte Siegtor des Berner Torjägers sorgt für allerlei Diskussionsstoff. Die St.Galler sind erzürnt über den eifrigen Assistenten Buragina, der die durchaus regelwidrige Intervention Freis an Yapi angezeigt hat. Und die Young Boys dürfen das Fazit ziehen: so wird man Meister.

Flatterball und «Spitzgagu»

Doumbias Last-Minute-Treffer beendet eine Partie mit zwei unterschiedlichen Halbzeiten. Vor der Pause hat YB alles im Griff und kommt mit geringem Aufwand zu zwei Toren. Zuerst erzielt Alberto Regazzoni mit einem guten, neuen Flatterball das 0:1, als Lopar von der unberechenbaren Flugbahn des modernen Spielgeräts überrascht wird. Und später umläuft Doumbia den unbeweglichen Jiri Koubsky mühelos und trifft mit der guten, alten Pike (oder Fussspitze – oder berndeutsch: «Spitzgagu») zum 0:2. Verteidiger Koubsky wirkt in dieser Szene wie eine Strassenlaterne. Der unfassbar schnelle und wendige Doumbia stellt aber wie die Teamkollegen nach der Pause mehr oder weniger den Betrieb ein.

Erste Heimniederlage

Und weil die St.Galler leidenschaftlich kämpfen, wird der beamtenmässige Verwalterfussball der Berner in der Schlussphase bestraft. Der 19-jährige Nico Abegglen erzielt in der 75. Minute das 1:2 und holt in der 89. Minute jenen Foulpenalty heraus, den Zé Vitor zum umjubelten Ausgleich verwandelt. Doch der letzte Freistoss und das Brusttor Doumbias sorgen für eine Fortsetzung des YB-Höhenflugs – und für konsternierte St.Galler. Im 21.Liga-Heimspiel (Challenge League und Super League) in der neuen, schmucken und stimmungsvollen AFG-Arena verlieren die Ostschweizer erstmals.

http://www.derbund.ch/zeitungen/sport/-YB-und-das-spaete-Glueck-/story/30278818

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