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 Beitrag Verfasst: Montag 31. August 2009, 09:02 
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Der Bund, 31.08.2009

Die Attraktion der Super League

Der Höhenflug der Young Boys hat viele Gründe.

Seydou Doumbia ist mit Sicherheit ein entscheidender Faktor für die YB-Siegesserie. Auch beim 2:1-Sieg in Basel war der Stürmer das Eintrittsgeld beinahe alleine wert.

Heute um Mitternacht schliesst der Transfermarkt für eine halbe Saison, und wenn nicht noch ein kaufwütiger Scheich auftaucht und den Young Boys 25 Millionen Franken bietet, steht Seydou Doumbia auch morgen und in den nächsten Monaten noch auf der YB-Kaderliste. «Doumbia bleibt», sagte Sportchef Alain Baumann auch gestern nach dem 2:1-Sieg der Berner in Basel. Das ist in erster Linie für die Anhänger der Young Boys eine schöne Nachricht, doch eigentlich darf sich die ganze Liga freuen, einen solchen Ausnahmekönner noch einige Zeit aus nächster Nähe bewundern zu dürfen. Selbst FCB-Fans quittierten die Sturmläufe des YB-Stürmers am Sonntag immer wieder mit einer Mischung aus Raunen und Anerkennung. Auch die Defensivkräfte der Basler vermochten Doumbia selten zu stoppen, mit Leichtigkeit, Eleganz und Schnelligkeit tänzelte der Ivorer wie es ihm beliebte an seinen Gegenspielern vorbei. Diese besassen immerhin die besten Plätze, um beim neuesten Vortrag der Attraktion der Super League dabei zu sein.

Karussell mit Huggel

Das Kopfballtor zum 1:1 in Basel war Doumbias siebtes Saisontor im siebten Einsatz, und es gibt nicht wenige, die dem Torschützenkönig der letzten Saison (20 Treffer) in dieser Spielzeit 30 Tore (und mehr) zutrauen. Selten hat die Liga einen derart dominanten Fussballer gesehen, und man benötigt nicht viel Fantasie, um zweierlei zu prophezeien: Doumbia wird dereinst wohl für eine neue Super-League-Rekordsumme ins Ausland wechseln – und er könnte in einigen Jahren als international erfolgreichster Spieler gelten, der jemals für YB spielte. Die Überlegenheit und Finesse des 21-Jährigen symbolisierte am Sonntag vielleicht jene Szene am besten, als er Benjamin Huggel zum Tanz auf dem Karussell bat – und sich der Schweizer Nationalspieler nur mit einem taktischen Foul zu helfen wusste. Es war eine von vier Szenen, in denen Huggel eine Verwarnung hätte erhalten können (oder sollen, wie man bei YB monierte). Doch am Ende spielte der Berner Ärger über Carlo Bertolini keine Rolle mehr. Zumal der Spielleiter in der intensiven Partie immerhin (wie in der Super League beinahe schon obligatorisch) beide Teams benachteiligte – und den Baslern beim Stande von 1:0 für den FCB nach einer Intervention von Saif Ghezal an Marco Streller einen Elfmeter verweigerte. Es war vielleicht das Glück des Erfolgreichen, welches die Young Boys in dieser Szene besassen.

Wölflis Mahnung

Und so werden die YB-Träume vom ersten Meistertitel seit 1986 von Woche zu Woche realistischer. Natürlich besitzt YB neben Doumbia zahlreiche Leistungsträger, die Runde für Runde überzeugen und erheblichen Anteil am wohl besten Berner Saisonstart aller Zeiten haben. «Wir dürfen aber jetzt nicht abheben», mahnte Torhüter Marco Wölfli. Trotz vermutlich einmaligen neun Punkten Vorsprung auf den ersten Verfolger Luzern nach acht Runden glaubt der Captain nicht wie ein Spassvogel gestern an eine YB-Meisterfeier am Zibelemärit.

http://www.derbund.ch/zeitungen/sport/Die-Attraktion-der-Super-League/story/21917560

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 Beitrag Verfasst: Montag 31. August 2009, 10:48 
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NZZ, 31.08.2009

YB macht sich zum Alleingang auf

Die Berner gewinnen beim FC Basel dank zwei späten Toren 2:1

In der achten Runde der Super League hat der Leader YB die Partie gegen den FC Basel zu einem weiteren Stärkebeweis genutzt. Der Rückstand des FCB wuchs auf bereits dreizehn Punkte an, unangenehme Fragen wurden laut.brb. Basel, 30. August

Der FC Basel suchte sich und seine Spielanlage auch in der achten Super-League-Runde während eines ganzen Fussballspieles – und fand die Identität auch gegen YB nur in einzelnen individuellen Szenen. Sie sollten nicht reichen, um eine beeindruckende Berner Einheit zu bezwingen. Der YB-Coach Vladimir Petkovic sprach an der Pressekonferenz zu Recht davon, dass seine Equipe «immer cool» geblieben sei, «die zwei Tore in der zweiten Hälfte waren das Produkt all unserer Steigerungen im Verlauf des Spiels».

Der Rückstand von 13 Punkten nach knapp einem Viertel der Meisterschaft bedeutet für die Basler eine nicht zu unterschätzende Hypothek im Kampf um den ersten Platz, und der Trainer Thorsten Fink tat gut daran, explizit zu erwähnen, dass «wir jetzt vorderhand nicht mehr vom Titel sprechen sollten, vielleicht später wieder einmal, vielleicht . . .». Der FCB habe nach dem frühen 1:0 durch Frei (6.) und einer guten ersten Halbzeit «aufgehört zu spielen», es sei «der falsche Weg» gewesen, nur über Konterangriffe zum Erfolg kommen zu wollen.

Der Vizepräsident Bernhard Heusler musste nach diesem Spitzenkampf der Ansprüche erstmals unangenehme Fragen zum Trainer beantworten. Heusler befand, dass «das Nachlassen für ihn letztlich unerklärlich» gewesen sei, der Treffer kurz vor Schluss «ein Stich ins Herz». Aber der Trainer arbeite professionell, Diskussionen über ihn lasse er nicht zu, «aber klar, die Resultate sind unbefriedigend».
Der FC Basel ist momentan ein Gebilde von Ansprüchen, an denen die Spieler zerbrechen. Die Abwehr ist bemüht, aber immer wieder anfällig, Antonio Da Silva nicht der Regisseur, der die Geschicke lenken kann. Und auch der Torschütze und teure Einkauf Frei ist (noch) nicht der Spieler, an dem sich die anderen aufrichten können. Fink kritisierte denn auch, dass «von den Arrivierten künftig mehr kommen muss».

Die Basler konnten am Sonntag viel Anschauungsmaterial sammeln für eine Entwicklung, die sie anstreben: überzeugendes, durchdachtes Spiel über viele Stationen, Ballsicherheit, individuelle Klasse «im Dienst der Gruppe» (Petkovic) und das Vertrauen, dass sich stetiges Bemühen irgendwann auszahlen muss. Das tat es auch dieses Mal, wenn auch erst in der Endphase.

Scott Sutter setzte sich auf der rechten Flanke durch, spielte den Ball auf Seydou Doumbia, der geduckt mit dem Kopf in der 74. Minute zum 1:1 traf und das labile Basler Nervenkostüm noch ausgeprägter erzittern liess. Es war keine grosse Überraschung, dass der eingewechselte Christian Schneuwly in der Nachspielzeit Alberto Regazzoni nochmals in einen Doppelpass einband, aus spitzem Winkel das 2:1 schoss und wie vor Wochenfrist gegen Sitten traf. Zwei Spiele, zwei Goals – da könne man «nicht viel aussetzen», sagte Christian Schneuwly. Der junge Mann hatte gut lachen.

YB überzeugte nicht in jeder Phase. Die Berner zeigten primär zu Beginn, dass die Gelassenheit auch zu gross sein kann, dass man im Abwarten auch untergehen kann. YB habe gewusst, dass der FCB «wie die Feuerwehr» starten würde, sagte David Degen, der eine ungenügende erste Halbzeit gespielt hatte, sich aber wie viele Kollegen steigerte. Beeindruckend war neben der mannschaftlichen Geschlossenheit der YB-Abwehrchef Emiliano Dudar, der – vom Gegentor abgesehen – ruhender Pol war; Gilles Yapi wählte als Regisseur kluge offensive Züge; das Sturmtrio Marco Schneuwly/Regazzoni/Doumbia arbeitete und arbeitete, kreierte Chance um Chance.

Der Sieg in Basel macht YB endgültig zum Titelfavoriten – nicht nur angesichts des grossen Vorsprungs, sondern auch wegen der überzeugenden Spielkonzeption. Vielleicht war es kein Zufall, dass gerade ein junger Einwechselspieler die Nachspielzeit nicht zum Verteidigen eines Remis nutzte, sondern den Siegestreffer suchte – und fand. «Wir wollen immer und überall drei Punkte», sagt Petkovic. Das sagen andere auch, aber er benützt die Formulierung nicht als Phrase. Auch dies trat in Basel deutlich zutage.

http://www.nzz.ch/nachrichten/zuerich/individualitaet_unterliegt_koordinierter_einheit_1.3452698.html

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 Beitrag Verfasst: Montag 31. August 2009, 10:50 
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BAZ, 31.08.2009

Frei und Huggel sind die Opfer von Fink

Nach acht Runden hat der FC Basel 13 Punkte Rückstand auf Leader YB, erst zweimal gewonnen und liegt auf Platz 7. Das muss Trainer Thorsten Fink zu denken geben.

Alex Frei war nach der Last-Minute-Niederlage gegen die Young Boys am Sonntag ausser sich. Er tobte, fluchte und rief: «13 Punkte Rückstand! 13 Punkte Rückstand, ich glaub es nicht!» Der Captain der Nationalmannschaft war das beste Beispiel, dass es dem FCB nicht an der Bereitschaft und am Willen gefehlt hatte. Er rannte sich wie Sturmpartner Marco Streller die Lunge aus dem Leib. Er liess sich ins Mittelfeld zurückfallen. Doch nach seinem Führungstreffer in der 6. Minute sah Frei keinen brauchbaren Ball mehr.

Der FC Basel hat den Stürmer, der sich in der Ligue 1, der Bundesliga und auf internationaler Ebene einen Namen als Goalgetter gemacht hat, bestimmt nicht geholt, damit er wie ein Duracell-Häschen auf dem Platz herumrennt.

Frei spielt wie ein afrikanischer Superstar

Es ist offensichtlich, dass Frei zu viel will. Er will der Mannschaft helfen, Verantwortung übernehmen. Wenn er die Bälle nicht bekommt, dann holt er sie sich eben selbst in der eigenen Platzhälfte. Dabei erinnert er an afrikanische Stürmerstars, die in ihrer Nationalmannschaft gleichzeitig Verteidiger, Spielmacher und Torschütze sein wollen, weil sie ihrer Rolle als Nationalhelden gerecht werden müssen.

Doch weder Didier Drogba, Samuel Eto'o oder Emanuel Adebayor noch Alex Frei haben ein grosses S auf der Brust. Keiner von ihnen ist Superman und kann eine Mannschaft alleine tragen. An Trainer Thorsten Fink wäre es, ein Spielkonzept zu entwickeln, in dem Frei sich nur auf seine unbestrittenen Qualitäten als Stürmer konzentrieren kann.

Frei ist nicht der einzige Nationalspieler beim FC Basel, der mehr auf seinen Schultern trägt als er tragen kann. Auch Benjamin Huggel ist nicht zu beneiden.

Huggel ist ein Opfer des Systems

Im System von Thorsten Fink, einem 4-1-2-1-2, spielt der Münchensteiner die zentrale Rolle. Als defensiver Mittelfeldspieler muss er einerseits die Verteidigung abschirmen. Das ist doppelt schwierig, weil der FCB immer noch keinen Abwehrchef gefunden hat. Dem Türken Atan Cagdas fehlt die Konstanz. Bei ihm wechseln sich beeindruckende Zweikämpfe und Stellungsfehler ab. So ist Huggel gezwungen, ganz hinten auszuhelfen. Gegen YB musste sich der kräftige, ehemalige Frankfurt-Spieler gar wiederholt um den pfeilschnellen Goalgetter Seydou Doumbia kümmern.

Ausserdem soll Huggel auch das Spiel der Basler aufbauen, lancieren und antreiben. In einer Mannschaft, in der zwei Mannschaftsteile weit auseinander klaffen, ist er das Bindeglied, das hin und her pendeln muss. Huggel ist damit, wenn der Gegner so stark wie YB ist, überfordert. Er leistet sich dabei zu viele Ballverluste und die Stürmer verhungern ohne Bälle. Dass Huggel ein Opfer des Systems, das sich drei offensiv orientierte Mittelfeldspieler leistet, ist, geht dabei unter. Wenn Regisseur Antonio Da Silva seiner Form hinterher läuft oder wie gegen YB verletzt raus muss, verdoppeln sich Huggels Probleme. Denn ein Irrläufer wie Marcos Gelabert ist schon gar keine Hilfe für ihn. Ein Spieler, wie in YB mit Gilles Yapi hat, fehlt den Baslern.

Fink kritisiert und erhält Rückendeckung

Von ihrem noch unerfahrenen Trainer bekommen Frei und Huggel nicht nur keine Hilfe. Sie müssen sich gar Vorwürfe gefallen lassen. «Die erfahrenen Spieler müssen Verantwortung übernehmen und auch einmal den Ball halten», sagte Fink nach dem 1:2 gegen die Berner. Der Deutsche begibt sich dabei auf Glatteis. Er ist auf den Goodwill seiner Leader angewiesen.

Noch verteidigt die FCB-Führung ihren Trainer. Vizepräsident Bernhard Heusler sagte im Interview mit der «Basler Zeitung»: «Thorsten Fink arbeitet sehr professionell, hat einen guten Zugang zur Mannschaft, die Spieler stehen hinter ihm. Wir diskutieren nicht über den Trainer.» Es wäre trotz Platz 7 und 13 Punkten Rückstand ebenso überraschend wie ungerecht, wenn sich die Basler schon von ihrem Trainer abwenden würden. Sie hatten ja im Sommer bewusst einen unverbrauchten und unerfahrenen Mann als Nachfolger von Christian Gross verpflichtet.

http://bazonline.ch/sport/fussball/Frei-und-Huggel-sind-die-Opfer-von-Fink/story/19102882

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 Beitrag Verfasst: Montag 31. August 2009, 14:10 
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Die Blick Kommentare sind ja wieder mal amüsant zu lesen. Besonders dieser gefiel mir richtig gut. :mrgreen:

Zitat:
Peter Rüdisühli, Zürich - 13:30 | 31.08.2009
Der FCB ist nur für Ornithologen interessant: Thorsten ist der Fink, Frei der Star, Streller hat Storchenbeine, Gigi ist ein Huhn und die Zuschauer im Käfig Joggeli sind andere komische Vögel. Eine Verpflichtung von (Johann oder Erich) Vogel würde sich da doch regelrecht aufdrängen...


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 Beitrag Verfasst: Montag 31. August 2009, 14:32 
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Der Boss hat geschrieben:
Die Blick Kommentare sind ja wieder mal amüsant zu lesen. Besonders dieser gefiel mir richtig gut. :mrgreen:

Zitat:
Peter Rüdisühli, Zürich - 13:30 | 31.08.2009
Der FCB ist nur für Ornithologen interessant: Thorsten ist der Fink, Frei der Star, Streller hat Storchenbeine, Gigi ist ein Huhn und die Zuschauer im Käfig Joggeli sind andere komische Vögel. Eine Verpflichtung von (Johann oder Erich) Vogel würde sich da doch regelrecht aufdrängen...


hehe... wirklich amüsant! xD


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 Beitrag Verfasst: Montag 31. August 2009, 17:28 
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springtime87 hat geschrieben:
Der Boss hat geschrieben:
Die Blick Kommentare sind ja wieder mal amüsant zu lesen. Besonders dieser gefiel mir richtig gut. :mrgreen:

Zitat:
Peter Rüdisühli, Zürich - 13:30 | 31.08.2009
Der FCB ist nur für Ornithologen interessant: Thorsten ist der Fink, Frei der Star, Streller hat Storchenbeine, Gigi ist ein Huhn und die Zuschauer im Käfig Joggeli sind andere komische Vögel. Eine Verpflichtung von (Johann oder Erich) Vogel würde sich da doch regelrecht aufdrängen...



:lol1:


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 Beitrag Verfasst: Dienstag 1. September 2009, 09:52 
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sportalplus.com, 30.08.2009

YB meldet Basel aus dem Titelrennen ab

Nach einer verdienten 1:2-Niederlage im Topspiel der 8. Runde hat sich der FC Basel wohl für längere Zeit aus dem Meisterrennen der Axpo Super League abgemeldet. Der noch immer ungeschlagene Leader YB liegt bereits 13 Punkte vor den Baslern.

Die rund 27 000 Zuschauer im St.-Jakob-Park rieben sich verwundert in den Augen. Derart hilflos hatten sie ihre Mannschaft gegen einen Schweizer Gegner im eigenen Stadion seit Jahren nicht mehr gesehen. Mit einer ungewöhnlichen Kontertaktik angetreten, verliess sich das Team von Thorsten Fink in der zweiten Halbzeit ausschliesslich auf das Verteidigen der frühen Führung durch Alex Frei, der schon in der 6. Minute die kämpferische Vorarbeit von Scott Chipperfield mit dem Kopf opportunistisch verwerten konnte.

Doch dieses Unterfangen ging gründlich daneben. Obwohl Fink nach der Pause mit der Hereinnahme von Marcos Gelabert für den angeschlagenen Antonio Da Silva die Defensive verstärkte, zerfiel die Basler Mannschaft im zweiten Durchgang völlig in ihre Einzelteile. Chipperfield und Carlitos auf den Seiten waren die falschen Spieler, um die Aussenbahnen wirkungsvoll schliessen zu können. Die Abwehr geriet unter Dauerstress und vermochte sich kaum mehr aus der Umklammerung der immer mehr Druck erzeugenden Gäste zu befreien. "Ich hätte erwartet, dass meine erfahrenen Spieler in dieser Phase für Ruhe sorgen würden, doch das war diesmal leider nicht der Fall", sagte Fink nach der Partie ziemlich zerknirscht.

Hätten sich die überforderten Basler in der zweiten Halbzeit nicht auf ihren starken Schlussmann verlassen können, wäre der gerechte Ausgleich für YB nicht erst in der 75. Minute gefallen. Franco Costanzo musste beinahe im Minutentakt gegen die nun völlig entfesselten Seydou Doumbia (53.) und Marco Schneuwly (61./69.) klären, doch gegen den Kopfball Doumbias eine Viertelstunde vor Schluss war auch der Argentinier machtlos. Scott Sutter hatte von rechts geflankt und in der Mitte wollte kein Basler für den Ivoirer verantwortlich sein.

Doumbia konnte seinen siebten Saisontreffer bejubeln und löste damit eine zweite Angriffswelle der Berner ein, die frech den dritten Auswärtserfolg in Basel in Serie anpeilten. David Degen prüfte Costanzo nur drei Minuten später mit einem Schuss, dann sah Doumbia seinen zweiten Treffer vom FCB-Goalie vereitelt, ehe nochmals Degen an Costanzo scheiterte. In den letzten Spielsekunden aber fiel der verdiente Siegestreffer für den Spitzenreiter doch noch: Joker Christian Schneuwly umkurvte auf der linken Seite die halbe FCB-Abwehr, ehe er Costanzo den Ball frech durch die Beine schnippelte.

Fragen kann man sich einzig, wie die Partie geendet hätte, wenn Schiedsrichter Carlo Bertolini in der 22. Minute auf den Penaltypunkt gezeigt hätte. FCB-Stürmer Marco Streller war von Saïf Ghezal mit einem klaren Foul am Torschuss gehindert worden. Ob die Berner angesichts ihrer schwachen ersten Halbzeit auch ein 2:0 hätten drehen können, ist nach dem klaren Leistungsverhältnis im zweiten Durchgang allerdings nicht mehr von Belang.

YB konnte in Basel seinen sechsten Vollerfolg in Serie feiern und ist als einziges Team noch ungeschlagen. Die Berner liegen nun neun Punkte vor dem ersten Verfolger Luzern, zehn Zähler vor Titelverteidiger Zürich und bereits 13 Punkte vor dem FCB, der als Titelanwärter in die Saison gestartet war. "Vorderhand werden wir uns anders orientieren müssen und dürfen nicht mehr vom Titelkampf reden", sagt Fink, der mit seinen Spielern nun während der Länderspielpause "zwei Wochen die Wunden lecken und vielleicht irgendwann wieder angreifen will".

YB-Coach Vladimir Petkovic zeigte sich vor allem mit der zweiten Halbzeit seiner Mannschaft sehr zufrieden. "Wir sind lange nicht wunschgemäss ins Spiel gekommen, das konnten wir aber nach der Pause korrigieren, spielten druckvoll nach vorne und wurden noch mit zwei Toren belohnt." Für den Kroaten war es der vierte Sieg in Folge über den FC Basel, gegen den er als YB-Trainer damit noch nie verloren hat.

Seine Spieler scheinen Petkovic' Spielphilosophie immer besser begriffen zu haben und die Gegner zeigen sich vorderhand in Ehrfurcht erstarrt. In der momentan Form können sich die Berner im Titelkampf nur noch selber im Weg zu stehen. Konkurrent FCB scheint sich freiwillig aus dem Rennen genommen zu haben. Und der FCZ dürfte im Herbst angesichts der Champions-League-Highlights mit dem Kopf eh an einem anderen Ort zu sein. Das Remis am Samstag gegen Aarau hat es bereits angedeutet.

http://www.sportalplus.com/sportch/generated/article/fussball/2009/08/30/9405900000.html

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 1. September 2009, 09:54 
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BAZ, 01.09.2009

YB-Fans am Aeschenplatz ausgeraubt

Nach der FCB-Niederlage gegen die Young Boys haben FCB-Fans in Basel drei YB-Fans bedroht und ausgeraubt.

Gastfreundschaft geht anders: Zwischen 18:30 und 19 Uhr wurden am Sonntag auf dem Aeschenplatz drei YB-Fans im Alter zwischen 14 und 22 Jahren von rund zehn Jugendlichen eingekreist und ausgeraubt. Bei der Gruppe handelt es sich um FCB-Fans, welche von ihren Opfern unter Androhung von Schlägen verlangten, dass sie ihre YB-Leibchen ausziehen und ihnen übergeben müssten, wie die Basler Staatsanwaltschaft mitteilt. In einem Fall wurde zusätzlich die Herausgabe des YB-Schals verlangt.

Aufgrund der massiven Bedrohung und der Übermacht der Täterschaft, überreichten die drei YB-Fans den Jugendlichen ihre Fanartikel. Die Täter flüchteten daraufhin zu einer etwa 15- bis 20-köpfigen FCB-Fangruppe, welche sich auf dem Aeschenplatz aufhielt. Danach bestieg die gesamte Gruppe das einfahrende 8er-Tram in Richtung Bahnhof SBB.

Die Basler Jugendanwaltschaft Basel-Stadt sucht Zeugen (Tel. 061 267 71 11).

http://bazonline.ch/sport/fussball/YBFans-am-Aeschenplatz-ausgeraubt/story/23737107

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 1. September 2009, 11:21 
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Zitat:
Zwischen 18:30 und 19 Uhr wurden am Sonntag auf dem Aeschenplatz drei YB-Fans im Alter zwischen 14 und 22 Jahren von rund zehn Jugendlichen eingekreist und ausgeraubt.

Drei gegen Zehn !!!

Aber hallo, was sind den diese Basler für ein feiges Pack!!! :shock:

Wirklich bedauernswert und enorm tiefes Niveau, wenn man eine Niederlage nicht anders verarbeiten kann.

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 1. September 2009, 17:30 
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Zitat:
Zwischen 18:30 und 19 Uhr wurden am Sonntag auf dem Aeschenplatz drei YB-Fans im Alter zwischen 14 und 22 Jahren von rund zehn Jugendlichen eingekreist und ausgeraubt.


ungloublech so züg. di yb-libli wärde sicher bim nächschte heimspiel gäge basel i ihrem sektor verbrönnt.

scho ziemlech primitiv das basler pack!


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