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 Beitrag Verfasst: Montag 11. Mai 2009, 23:41 
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BSC Young Boys - FC Sion

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Stadion Wankdorf
Mittwoch, 13. Mai 2009
Zeit: 19:45 Uhr

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 13. Mai 2009, 08:14 
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Vorschau YB - Sion

BSC Young Boys - FC Sion, Mittwoch, 12. Mai 2009, 19:45 Uhr, STADE DE SUISSE, Bern.

Vor dem morgigen Spiel gegen den FC Sion präsentiert sich die Situation bei YB wie folgt:

Verletzte Spieler:
Thierry Doubaï (rekonvaleszent), Mario Raimondi und Miguel Portillo (beide leicht angeschlagen, Einsatz fraglich).

Gesperrte Spieler:
Saïf Ghezal, Alberto Regazzoni, Marco Schneuwly (alle mit Gelbsperre).

Diverses:
YB hat sich vom brasilianischen Defensivspieler Augusto im gegenseitigen Einvernehmen getrennt (keine Einigung zwischen den Klubs).

Resultate in dieser Saison:
27. Juli 2008: Sion – YB 2:1 (Tore: 25. Kali-Eigentor 0:1, 64. Monterrubio 1:1, 79. Adeshina 2:1; YB mit Trainer Andermatt, Sion mit Trainer Stielike).
5. Oktober 2008: YB – Sion 5:0 (29. Schneuwly 1:0, 37. Schneider 2:0, 72. Häberli 3:0, 74. Schneuwly 4:0, 89. Degen 5:0; YB mit Trainer Petkovic, Sion mit Trainer Stielike).
28. Februar 2009: Sion – YB 2:3 (7. Degen 0:1. 47. Raimondi 0:2. 65. Monterrubio 1:2. 69. Doumbia 1:3, 91. M’Futi 2:3; Sion mit Trainer Barberis).

Vorverkauf:
Bis Dienstag 16:00 Uhr wurden 13‘500 Tickets (inklusive Jahreskarten) abgesetzt.

Matchprogramm:
Download Matchprogramm (ZIP/PDF) http://www.mysds.ch/mp/mp.zip


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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 13. Mai 2009, 09:51 
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Berner Zeitung, 13.05.2009

YB - Sion im Schatten des Cupfinals

YB hat sich aus dem Titelrennen verabschiedet. Heute empfangen die Berner den Cupfinalgegner Sion, der im Abstiegskampf unter Druck steht. Über der Partie schwebt der grosse Schatten des Endspiels am 20.Mai.

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Walliser Fest im Stade de Suisse: 2006, beim Cupfinal YB - Sion, waren die Gästefans stimmgewaltiger, farbenfroher, präsenter. (Andreas Blatter)

Vladimir Petkovic ist ein Mann der deutlichen Worte. Manchmal aber weiss auch er keine konkrete Antwort. «Jein», antwortet der YB-Trainer auf die Frage, ob es schwierig sei, die Konzentration auf die Liga hoch zu halten, wenn alle nur vom Cupfinal am 20.Mai gegen Sion sprechen. Jein ist eine Wortkreation. Ja, es ist ein Mischwort, und nein, es ist kein unerlaubtes Wort. Schliesslich steht es sogar im Duden. Selbstverständlich liefert Vladimir Petkovic eine Ausführung seiner Kurzantwort. «Ja, es ist schwierig, weil alle im Umfeld nur vom Cupfinal sprechen. Und nein, es ist trotzdem nicht schwierig, weil wir uns mit zwei Siegen gegen Sion und am Samstag in Aarau Selbstvertrauen für den Final holen wollen. Und wir können Sion am Mittwoch mit einem Sieg in grosse Schwierigkeiten im Abstiegskampf bringen.»

Die Kritik des Trainers

Wenn man möchte, könnte man sagen, die heutige Partie gegen Sion sei die erste seit Monaten, in der es für YB sportlich um nicht viel geht. «Wir hatten in den letzten Monaten nur entscheidende Spiele», sagt Petkovic. «Wir siegten und siegten, waren aber trotzdem immer nur Dritter. Das war nicht einfach.» Auf die beeindruckende Siegesserie zum Rückrundenstart folgte eine Baisse mit mehreren schwächeren Leistungen wie zuletzt am Sonntag bei der 1:2-Niederlage in Bellinzona. «Ich glaube, es wäre in dieser Saison relativ einfach gewesen, Meister zu werden», sagt Petkovic offen. Und er kritisiert seine Spieler: «Leider haben bei uns teilweise die volle Konzentration und der absolute Siegeswille gefehlt.» Und so beendet YB die Saison mit grösster Wahrscheinlichkeit auf Rang drei – es sei denn, Basel schwächelt weiterhin. Für Petkovic ist es kein Zufall, läuft es auch dem FCB seit Wochen nicht rund: «Der Cuphalbfinal war physisch und psychisch eine anstrengende Angelegenheit für YB und Basel. Das spürt man vor allem, wenn man alle drei Tage eine Partie austragen muss.»

Alle Berner in Gelb

Dem Primus Basel droht eine Spielzeit ohne Titel. YB dagegen kann ein ordentliches Jahreszeugnis in einer Woche gegen Sion noch zur besten Saison seit 22 Jahren veredeln. «Natürlich spüren wir die Vorfreude auf den Cupfinal und die Erwartungen», sagt Petkovic. Und: «Es ist ein positiver Druck.» Die Beweisführung für letztere Aussage hat YB in den letzten Jahren grandios verweigert, stets scheiterten die Berner in wichtigen Partien. So wie vor drei Jahren, im Cupfinal gegen Sion, als der Favorit YB gegen den Aussenseiter aus der Challenge League verlor.

Damals waren die Sion-Fans im Stade de Suisse stimmgewaltiger, farbenfroher, präsenter. Die Young Boys wollen das in einer Woche unbedingt verhindern. Alle Berner Zuschauer sollen am Cupfinal, bitte schön, gelb gewandet erscheinen. Offenbar überlegen sich die Verantwortlichen sogar, ein Kleidungsstück an die YB-Fans in entsprechender Kolorierung abzugeben. In US-Sportligen ist es in Playoff-Spielen längst Normalität, dass den Zuschauern Leibchen in den Klubfarben verteilt werden. In Pittsburgh, bei den Heimspielen der Penguins, sitzen regelmässig 20000 Besucher in weissen Shirts auf den Rängen. Die NHL ist nicht in der Schweiz, und bestimmt überlegt sich auch der FC Sion Massnahmen für seine Anhänger. Die Frage, ob es den YB-Supportern gelingen wird, in einer Woche tatsächlich dominanter zu sein, darf man ruhig beantworten mit: «jein».

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 13. Mai 2009, 09:53 
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Berner Zeitung, 13.05.2009

Didier Tholot und die «mission possible»

Sion spielt innerhalb von einer Woche zweimal im Stade de Suisse. Bevor Didier Tholot, Sion-Trainer mit YB-Vergangenheit, aber an den Cupfinal denken will, erwartet er von seinen Spielern heute Wiedergutmachung.

Es gibt Tage, da ist auch Didier Tholot guter Laune, ganz sicher. Aber jetzt ist nicht der Moment, um lustig zu sein. Er sitzt im Hotel Porte d’Octodure, der Klub-Schaltzentrale in Martigny. Der Blick ist finster, die Stimmung entsprechend, und das hat nur einen Grund: das 1:4 vom Sonntag gegen GC. Der 45-jährige Trainer Sions kann noch immer nicht verstehen, was passiert ist. Irgendwann sagt er: «Es muss ein einmaliger Unfall bleiben.»

Ausgerutscht sind die Walliser in dieser Saison schon oft, bevor sich Tholot entschloss, das Wagnis einzugehen und unter der Herrschaft von Präsident Christian Constantin eine stark abstiegsbedrohte Mannschaft zu übernehmen. Als er die Offerte bekam, zögerte Tholot nicht. Er definierte die Aufgabe als «mission possible», wollte aber keinen Vertrag über das Saisonende hinaus. «Zuerst den Ligaerhalt sichern und die erfolgreiche Cup-Geschichte weiterschreiben», sagt er, «dann sehen wir weiter.» Wobei der Cupfinal in weiter Ferne liegt und keine Silbe wert ist: «Für uns geht es jetzt nur ums Überleben in der Super League. Da haben Gedanken an den Cupfinal noch überhaupt keinen Platz.»

Gross, Hitzfeld, Gerets

Vorderhand lebt Tholot im Hotel. Die Sicherheit, die ihm ein mehrjähriger Vertrag bieten würde, braucht er nicht: «Dann hätte ich nicht Trainer, sondern Funktionär werden müssen.» Ihn reizen an seinem Job auch der Druck und der Faktor Risiko: «Vor Herausforderungen verstecke ich mich auf keinen Fall.» Er bezeichnet sich als «harten Trainer», der drei Namen nennt, wenn es um Vorbilder geht: Christian Gross, Ottmar Hitzfeld, Eric Gerets. «Von Gross habe ich in Basel im mentalen Bereich sehr viel gelernt, Hitzfeld hat mir bei Bayern München mit seiner disziplinierten Art gefallen. Und Gerets ist bei Marseille einer, der die richtige Mischung zwischen Härte und Menschlichkeit gefunden hat.»

Tholot, aufgewachsen in St.Etienne, erreichte als Spieler 1996 mit Bordeaux zusammen mit Zinédine Zidane den Uefa-Cup-Final gegen Bayern. 1997 schlug er den Weg in die Schweiz ein, als Erstes landete der Stürmer in Sion. Nach zwei Jahren wechselte er zum FC Basel und verbrachte nach der Jahrtausendwende sechs Monate in Bern bei YB unter Trainer Marco Schällibaum. Deutsch lernte er nie oder vielleicht besser: Er nahm sich die Mühe nicht, die Sprache zu lernen. «Zu schwierig für einen Franzosen», sagt er.

Das Lob des Präsidenten

Mit 37 Jahren wurde Tholot Spielertrainer bei Erstligist Vevey und kehrte danach ins Wallis zurück. 2003 war er der Trainer jener Mannschaft, die mit vier Monaten Verzögerung in den Spielbetrieb der Challenge League eingriff – rechtlich erzwungen durch Constantin. Gehen musste er aber trotzdem, weil er nicht über das nötige Diplom verfügte. Tholot kehrte nach Frankreich zurück, erwarb die Uefa-Pro-Lizenz und führte Libourne-Saint-Seurin in die Ligue 2, bevor er ein halbes Jahr Stade Reims in derselben Liga trainierte. Das Abenteuer endete im Winter mit der Entlassung. Jetzt ist Tholot wieder in Sion, und geht es nach Constantin, soll er über den Sommer hinaus bleiben: «Tholot ist ein Arbeiter und hat Energie. Ich halte ihn für fähig, uns zum Ligaerhalt zu führen.»

Vier Runden stehen noch aus, YB, Xamax, Vaduz und Bellinzona sind die Gegner. In Sion rechnen sie damit, dass es wohl nur zur Barrage reicht, und darum ist der mögliche Gegner Lugano bereits beobachtet worden. Was nicht heisst, dass Tholot die Hoffnung auf Platz acht bereits begraben hat: «Durchsetzen wird sich, wer im Kopf am stärksten ist.» Heute soll der Anfang gemacht werden, gegen YB in Bern. «Ein Punkt wäre bereits gut», sagt Tholot, blickt auf und schmunzelt dann doch noch: «Aber warum soll es nicht mehr werden?» Peter M. Birrer

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 14. Mai 2009, 10:33 
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NZZ, 14.05.2009

YB-Sieg dank Doumbia

Die Young Boys besiegten im eher mässigen Duell der Cup-Finalisten den FC Sion 2:1.
Das 1:0 von Xavier Hochstrasser, der nach einem Hands von Sarni im Strafraum traf, konnte Sion noch korrigieren. Kurz vor der Pause lancierte Berisha seinen Copain Crettenand, der den Angriff perfekt vollendete. YB betrieb in der Generalprobe für den Cupfinal vom nächsten Mittwoch mehr Aufwand. Die Vorwärtsstrategie zahlte sich in der 70. Minute aus. Topskorer Doumbia markierte nach einer Massflanke von Joker Degen per Kopf den Siegtreffer. Die hochprozentige Möglichkeit zum erneuten Ausgleich vergab Joker M'Futi zwei Minuten vor Schluss.
Young Boys - Sion 2:1 (1:1).

Stade de Suisse. -- 14 740 Zuschauer. -- SR Bertolini. -- Tore: 27. Hochstrasser (Handspenalty) 1:0. 40. Crettenand 1:1. 70. Doumbia 2:1.
Young Boys: Wölfli; Portillo, Baykal, Affolter; Schwegler, Hochstrasser, Pereyra (68. Degen), Raimondi (55. Bastians); Varela (59. Yapi), Häberli, Doumbia.
Sion: El Hadary; Vanczak, Sarni, Alioui, Bühler; Crettenand, Ahoueya, Serey Die, Paito (72. M'Futi); Berisha (68. Monterrubio); Afonso (79. Reset).
Bemerkungen: YB ohne Schneuwly, Regazzoni, Ghezal (alle gesperrt), Doubai (verletzt), Sion Fermino (gesperrt), Saborio, Adeshina, Obradovic (alle verletzt). Verwarnungen: 25. Alioui (Foul), 26. Sarni (Hands), 29. Serey Die, 86. Affolter (beide Foul), 88. Wölfli (Unsportlichkeit).

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 14. Mai 2009, 10:37 
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NZZ, 14.05.2009

YB mit Notstrom, der FC Sion weiter in Not

YB - FC Sion – diese Affiche steht für steten Wandel. Im vierten Duell der Saison stand zum vierten Mal ein anderes Trainerduo an der Seitenlinie. Den Kombinationen Andermatt/Stielike (Juli 2008), Petkovic/Stielike (Oktober) und Petkovic/Barberis (Februar) folgte Petkovic/Tholot. Für Wandel standen am Mittwoch aber auch just die Trainer. Der YB-Coach Petkovic veränderte das Team im Vergleich zur letzten Partie auf sieben Positionen (drei Spieler gesperrt), der Antipode Tholot auf deren fünf. Die Umstellungen spiegelten partiell die Unzufriedenheit über die Leistungen am Sonntag (Niederlagen gegen Bellinzona und GC), waren aber auch dem Ausblick auf nächsten Mittwoch geschuldet, wenn sich dieselben Equipen auf derselben Kunstrasen-Unterlage zum Cup-Final treffen. Tholot liess zuerst etwa Silberfuss Monterrubio auf der Bank; Petkovic schonte während knapp einer Stunde Yapi, der eigentlich als unerlässliche Schaltstelle gilt.

Weil die Walliser zu Beginn kaum erkennen liessen, dass sie Punkte im Kampf gegen die Barrage-Verbannung brauchen, war Yapis Absenz für YB verschmerzbar. Nach zehn Minuten verbuchten die Berner schon drei gute Chancen, in der 27. Minute traf Hochstrasser per Penalty zum 1:0. Erst danach merkten die Gäste, dass die YB-Mannschaft nach dem Abschied aus dem Titelrennen mit Notstrom lief und allenfalls als Punkte-Lieferantin dienen könnte. Kurz vor der Pause – von Eigengewächs zu Eigengewächs – spielte Berisha (19 Jahre alt) fein auf Crettenand (23), was zum 1:1 führte und einmal mehr die Frage provozierte, warum der FC «Constantin» Sion die vermeintlichen Silberfüsse auf der halben Welt zusammensucht, wenn doch auch im eigenen Ausbildungszentrum Talente zu finden wären.

Als Inspiration für die konzeptlos ins Wallis gelotsten Kollegen dienten Berisha und Crettenand nicht. Die heterogene Sittener Equipe erarbeitete sich in der zweiten Hälfte kaum Chancen und liess in der 70. Minute den entscheidenden Gegentreffer durch Doumbia (17. Saisontor) zu. Der FC Sion ergab sich fast der Niederlage und schien das Vorhaben, Luzern auf den 9. Rang zu verdrängen, auf später zu vertagen. Möglicherweise dominierten aber auch – etwas gar früh – die Gedanken an den Cup-Final. Nächste Woche, wenn Sitten den elften Sieg im elften Endspiel anstrebt, dürften beidseits andere Mannschaften mit mehr Leidenschaft auf dem Feld stehen. Vielleicht wechseln zur Abwechslung bis dahin die Namen der Trainer nicht.

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 14. Mai 2009, 10:43 
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Berner Zeitung, 14.05.2009

YB bezwang Sion in der Cupfinal-Hauptprobe

Die Young Boys liessen sich gegen Sion nicht aus der Reserve locken und siegten im eher mässigen Duell der Cup-Finalisten 2:1.

Die Karten wurden in der «Generalprobe» aber nicht aufgedeckt. Für die Berner markierten Hochstrasser (27.) und Doumbia (70.) die entscheidenden Tore.

Aus Sicht der Walliser ist nicht nachvollziehbar, weshalb sie erst in den letzten 20 Minuten auf die Stammkräfte Reset und Monterrubio setzten. Offenbar rechneten die Entscheidungsträger Sions nicht zwingend mit einem Punktgewinn beim Tabellendritten.

Ein Punktgewinn lag gegen die in der Schlussphase unkonzentrierten Berner aber durchaus im Bereich des Möglichen. M'Futi, vor allem er, und Reset vergaben Sekunden vor dem Abpfiff zwei hochprozentige Chancen. Damit sind die Walliser weiterhin einen Punkt hinter Luzern an vorletzter Stelle klassiert.

Vor dem (zu späten) Aufflackern der Hoffnung liess Sion die Risikobereitschaft weitgehend vermissen - oder anders formuliert: YB liess nicht mehr zu. Die Berner führten dank einem Handspenalty von Hochstrasser (27.) 1:0. Dem sehenswerten Solo Crettenands zum 1:1 folgte in der zweiten Halbzeit ein temporärer Sturm, den Doumbia mit seinem 17. Saisontor veredelte.

Young Boys - Sion 2:1 (1:1)
Stade de Suisse. - 14'740 Zuschauer. - SR Bertolini. - Tore: 27. Hochstrasser (Handspenalty) 1:0. 40. Crettenand 1:1. 70. Doumbia 2:1.
Young Boys: Wölfli; Portillo, Baykal, Affolter; Schwegler, Hochstrasser, Pereyra (68. Degen), Raimondi (55. Bastians); Varela (59. Yapi), Häberli, Doumbia.
Sion: El Hadary; Vanczak, Sarni, Alioui, Bühler; Crettenand, Ahoueya, Serey Die, Paito (72. M'Futi); Berisha (68. Monterrubio); Afonso (79. Reset).
Bemerkungen: YB ohne Schneuwly, Regazzoni, Ghezal (alle gesperrt), Doubai (verletzt), Sion Fermino (gesperrt), Saborio, Adeshina, Obradovic (alle verletzt). Verwarnungen: 25. Alioui (Foul), 26. Sarni (Hands), 29. Serey Die, 86. Affolter (beide Foul), 88. Wölfli (Unsportlichkeit).

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 14. Mai 2009, 16:24 
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Berner Zeitung, 14.05.2009

Häberli: «Ich war das Bauernopfer»

Seltenes Erlebnis für Thomas Häberli: Der 35-Jährige durfte während 94 Minuten spielen. Bald steigt er ins Trainermetier ein.

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YB-Stürmer Thomas Häberli: Hier im Zweikampf mit Basel-Torhüter Franco Costanzo.
Bild: Andreas Blatter

Sie wurden gestern, in der 33. Runde, erstmals in dieser Saison über die volle Distanz eingesetzt. War es ein Genuss?

Thomas Häberli: Von einem Genuss würde ich nicht sprechen. Es war wahrscheinlich eine meiner schlechtesten Leistungen, ich fand nie ins Spiel. Sion spielte mit zwei Sechsern im Mittelfeld, ich war als Mittelstürmer sozusagen das Bauernopfer. Aber was zählt, ist der Sieg.

Das Rendezvous eine Woche vor dem Cupfinal war heikel.

Ja, die Affiche war speziell. Es war von beiden Seiten kein Riesenmatch. Bei uns weiss jeder, dass eine solche Leistung im Cupfinal nicht reichen wird.

Was erwarten Sie von Sion im Endspiel?

Sion ist eine launische Mannschaft, ein Stimmungsteam. Das macht es in einem Cupfinal besonders gefährlich. Ich erwarte einen Gegner, der sehr gut organisiert sein und kompakt stehen wird. Sion hat gute Einzelspieler, die für Überraschungen sorgen können.

Vor dem Final steht am Samstag das Spiel in Aarau auf dem Programm – ein Pflichttermin.

Wir sind es unseren tollen Fans und unserer Reputation schuldig, dass wir kein Spiel auf die leichte Schulter nehmen. In Aarau wird es wahrscheinlich eine ähnliche Begegnung geben wie am Mittwoch gegen Sion. Es gilt, über den Kampf zu unserem Spiel zu finden.

Ihr Vertrag bei YB läuft noch ein Jahr. Parallel dazu wollen Sie bei Perlen/Buchrain in der luzernischen 3. Liga Ihre ersten Gehversuche als Trainer machen. Was hätten Sie gestern als YB-Coach in der Halbzeit gesagt?

Ich hätte gesagt, dass jeder versuchen soll, zehn Prozent mehr Leistung zu zeigen und darauf zu achten, in den Zweikämpfen nicht einen Schritt zu spät zu kommen. Unser Trainer Vladimir Petkovic hat schon die richtigen Worte gefunden.

Stichwort Perlen/Buchrain. Wie kann man sich Ihr Engagement vorstellen?

Keine Angst, es wird nicht so sein, dass ich wegen Perlen/Buchrain ein YB-Spiel verpasse (lacht). Ich will meinen Vertrag bei YB erfüllen. Gleichzeitig bietet sich mir etwa 15 Minuten von meinem Wohnort Ballwill entfernt die Möglichkeit, ins Trainermetier einzusteigen. Meine Arbeit beginnt dort am 13. Juli. Aber demnächst werde ich Spielergespräche führen. Und sofern wir auf dem Transfermarkt noch zuschlagen können, ist der Aufstieg in die 2. Liga ein Thema (lacht). Übrigens spielen wir auch in Perlen/Buchrain auf Kunstrasen. Das passt doch bestens.

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 14. Mai 2009, 22:15 
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Mehr getan, verdient gewonnen

Eine Woche vor dem Cupfinal YB – Sion kam es im STADE DE SUISSE zum Aufeinandertreffen zwischen den selben Teams im Rahmen der Meisterschaft.

Die ersten Minuten gehörten klar den Young Boys. Dabei verpassten die Berner einen frühen Führungstreffer. Pereyras Kopfball nach einem Corner landete knapp neben dem Tor (4.), ebenso Häberlis Abschluss aus vollem Lauf im Anschluss an eine Flanke Raimondis (9.). Zudem hatte Doumbia zwei Riesenchancen, welche er jedoch ungenutzt liess (8./26.).

Sion besass nach einem Paito-Freistoss (10.) und einem Kopfball Afonsos zwei Möglichkeiten (23.), ansonsten machte YB das Spiel. Belohnt wurden die Young Boys nach einer halben Stunde. Sarni beging im Strafraum ein Handspiel, Hochstrasser verwandelte den folgenden Penalty sicher (26.).

Praktisch aus dem Nichts gelang Sion vor der Pause der Ausgleich. Crettenand schloss einen Angriff ab, in welchem sich die Sittener relativ einfach durch die YB-Hintermannschaft spielen konnten (40.).

Nach der Pause kamen die Gäste bald zu einem Schuss von Berisha, welcher für Wölfli aber kein Problem darstellte. Danach verteidigte Sion oftmals mit 6 Spielern auf einer Linie und liess YB kaum Raum zur Entfaltung. Ein Angriff über den rechten Flügel überwand das Bollwerk ein erstes Mal, Bastians schloss jedoch nicht wunschgemäss ab (66.). Besser endete der nächste Angriff, welcher nach demselben Muster ablief: Yapi bediente Degen auf der rechten Seite mustergültig, dessen Flanke verwertete Doumbia mit dem Kopf zum verdienten 2:1 (70.).

In der Schlussphase löste Sion seinen Defensiv-Verbund durch die Hereinnahmen von Monterrubio und Reset auf und versuchte den Ausgleich zu erzielen. In der Nachspielzeit hatte Reset nach einer Unachtsamkeit in der YB-Hintermannschaft die Chance zum Ausgleich, er verfehlte das Tor jedoch aus kurzer Distanz (91.).

Letztlich war der YB-Sieg verdient, weil sie mehr fürs Spiel taten und sich vorallem in der Startphase etliche Chancen erspielten.


Stadion: STADE DE SUISSE Wankdorf Bern
Zuschauer: 14'740
Schiedsrichter: Bertolini

Tore:
28. Hochstrasser (Handspenalty) 1:0.
40. Crettenand 1:1.
70. Doumbia (Kopfball; Degen) 2:1.

Auswechslungen:
55. Bastians für Raimondi.
58. Yapi für Varela.
68. Degen für Pereyra.
68. Monterrubio für Berisha.
72. Mfuti für Paito.
79. Reset für Afonso.

Ersatz:
YB: Collaviti, Schneider, Battista, Traore.
Sion: Beney, Kali, Dominguez, Brellier.

Bemerkungen:
YB ohne Schneuwly, Regazzoni, Ghezal (alle gesperrt) und Doubaï (rekonvaleszent). Sion ohne Fermino (gesperrt), Adeshina, Obradovic (verletzt), Saborio und Nwaneri (kein Aufgebot).

Verwarnungen:
25. Alioui (Foul), 28. Sarni (Hands), 29. Serei (Foul), 87. Affolter (Foul), 87. Wölfli (Ballwegschlagen).


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