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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2008/2009
 Beitrag Verfasst: Dienstag 28. Oktober 2008, 10:21 
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ebund.ch, 28.10.2008

Scoutingsystem und eine Datenbank

Die Pläne der Young Boys

Alain Baumann ist bei YB, was Sven Leuenberger beim SCB ist: eine Vereinslegende, die jetzt als junger Sportchef arbeitet. Baumann ist trotz des Fehlstarts in die Saison nicht unzufrieden. «Wir sind im Europacup eine Runde weiter gekommen als letztes Jahr, wir wollen im Cup überwintern, und in der Liga ist noch alles möglich.» Die Young Boys sind gerade dabei, die Strukturen zu professionalisieren. Ein Scoutingsystem soll auf den 1.Januar eingerichtet werden, der frühere YB- und Thun-Sportchef Werner Gerber ist einer der Kandidaten als Chefscout, auch Stéphane Chapuisat wird bei der Spielersuche mithelfen. Dazu wird eine Spielerdatenbank aufgebaut, und der Verein überlegt sich, ein Kamerasystem zu installieren, mit dem man alle Partien umfassend analysieren kann. Im Kader laufen nur die Verträge von Baykal und Marco Wölfli aus. Wölfli, der starke Torhüter, soll gehalten werden. «Und wenn er YB einmal verlässt, wird der 17-jährige Roman Bürki ein würdiger Nachfolger sein», sagt Baumann. Der Kampf um junge Spieler werde immer härter und teurer. Derzeit hat YB zehn Junioren-Nationalspieler. Sportchef Baumann sagt, er sei erfreut, dass YB bereits heute die meisten Schweizer Spieler in der Super League habe. «Diesen Weg wollen wir weitergehen.» Am 18-jährigen Luca Zuffi ist YB stark interessiert. Der talentierte Mittelfeldspieler von Winterthur ist der Sohn von Dario Zuffi, dem früheren YB-Stürmer und Publikumsliebling.fdr

http://194.209.226.170/pdfdata/bund/2008/10/28/SPBU-018-2810-3.pdf

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2008/2009
 Beitrag Verfasst: Dienstag 4. November 2008, 09:34 
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Berner Zeitung, 04.11.2008

Affolter als grosse Entdeckung

12 Punkte hinter Basel, zehn Punkte hinter Zürich: YB steckt trotz guter Ansätze im Niemandsland der Tabelle. Immerhin hilft Werner Gerber bald bei der Spielersuche als Chefscout. Supertalent Thierry Doubai steht vor dem Comeback.

Zwischen dem 31. August (1:3 gegen GC) und dem 2:2 am letzten Sonntag gegen den FC Zürich durften die Young Boys in der Super League in den Monaten September und Oktober nur gerade ein Heimspiel austragen (5:0 gegen Sion am 5. Oktober). Vielleicht erschienen deshalb gegen den FCZ über 20000 Zuschauer, was eine respektable Kulisse darstellt, dümpeln die Young Boys doch im Mittelfeld der Tabelle. Aber es wird ja auch immer allerhand geboten an YB-Heimspielen. Trainer Vladimir Petkovic ist ein Freund der Offensive, in den vier Heimspielen unter seiner Leitung fielen 19 Tore (11 für YB). Und noch haben die Berner trotz des Fehlstarts und des unverständlichen Zeitpunkts beim Trainerwechsel die Sympathien nicht verspielt, die sie beim Publikum in der fantastischen letzten Saison erworben hatten. Verbleiben die Young Boys aber im sportlichen Niemandsland, dürften die Zuschauerzahlen rapide sinken – Spektakel hin, Torflut her.

Viele gute Stürmer

Trainer Petkovic erklärte am Sonntag nach dem unterhaltsamen Duell mit Zürich denn auch: «Bis zur Winterpause wollen wir uns auf Rang drei verbessern. Und in der Rückrunde wird uns genug Zeit bleiben, um Basel und Zürich einzuholen.» Ein Blick auf die Statistik zeigt, dass YB in dieser Saison Akteure mit herausragenden Skorerqualitäten fehlen. Hakan Yakin (24 Tore und 18 Assists in 31 Partien) und Thomas Häberli (19 Tore und 14 Assists in 27 Partien) sammelten in der letzten Spielzeit zusammen sensationelle 75 Punkte. Das waren nationale Bestwerte, die unmöglich zu wiederholen sind. Immerhin besitzt YB mit Marco Schneuwly und Thomas Häberli zwei torgefährliche Mittelstürmer und mit Alberto Regazzoni, Carlos Varela, David Degen und Seydou Doumbia vier flinke, starke Flügel. In die Saison waren die Berner sogar mit drei– nun, ja – Sturmreihen gestartet: Eudis sass am Sonntag auf der Tribüne, und Lucien Dénervaud (zu Yverdon) sowie Joetex Frimpong (zu Luzern) haben den Verein verlassen.

Das Überangebot an Offensivspielern schürt die Unzufriedenheit bei Akteuren wie David Degen, dem teuren Arbeitnehmer, oder Thomas Häberli, der noch vor einem halben Jahr als «König der Stadt» firmierte, derzeit aber keinen Stammplatz besitzt und vermutlich die Wertschätzung vermisst. «Das ist ein schwierige Situation», sagt Häberli, «und es ist hart, nur auf der Bank zu sitzen.» Aber es sei ja nicht das erste Mal, dass er sich in den über acht Jahren in Bern von der Bank aus ins Team kämpfen müsse.

Doumbia als bester Zugang

Als Entdeckung der Saison darf Doumbia gelten, der mit seinen tempofesten Dribblings in der Regel tänzelnd an den Gegenspielern vorbeizieht, über den Status des Edeljokers aber noch nicht hinausgekommen ist. Der schnelle Doumbia, 20 Jahre jung, war der Glücksgriff unter den ?insgesamt unglücklichen Transfers im Sommer – von sieben Akteuren ist derzeit keiner Stammspieler: Eudis und Marc Schneider enttäuschten bisher, Sven Lüscher überzeugte ebenfalls nicht, Dénervaud ist (vorerst) nicht mehr da, Felix Bastians ist immerhin ein Versprechen – und Degen deutete sein grosses Potenzial einige Male an.

Die bisher stärksten YB-Spieler in dieser Saison waren – nicht nur bezüglich Noten in dieser Zeitung – Torhüter Marco Wölfli und der sehr robuste, teilweise brillante 17-jährige Verteidiger François Affolter. Mit beiden Akteuren streben die Berner bekanntlich Langzeitkontrakte an.

Gerber und zwei Ivorer

Auf der (erfolgreicheren) Suche nach Verstärkungen hilft YB in Zukunft wie erwartet der 57-jährige Werner Gerber. Der frühere Sportchef von YB, Thun und Vaduz tritt am 1. Januar sein Amt als Chefscout an. Gerber hat sein Näschen für talentierte Fussballer schon oft bewiesen. Zurzeit befinden sich zwei Ivorer von jener Fussballakademie, mit der YB in Abidjan zusammenarbeitet, in Bern. Der 16-jährige Kouadio Doubai, Bruder von YB-Spieler Thierry Doubai, und der 17-jährige Youssouf Traore sind im Testtraining beim U21-Team.

Der Heilungsverlauf beim talentiertesten YB-Akteur, Thierry Doubai, verläuft derweil ausgezeichnet. Nach seinem Ende April zugezogenen Kreuzbandriss soll der 20-jährige Mittelfeldspieler am Sonntag beim U21-Spiel von YB gegen Le Mont sein Comeback mit einem Teileinsatz geben. Doubai ist der grosse Hoffnungsträger für die Zukunft. (Berner Zeitung)

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2008/2009
 Beitrag Verfasst: Dienstag 18. November 2008, 18:00 
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Berner Zeitung, 18.11.2008

YB will endlich einen Titel holen

1987 feierte YB mit dem Cupsieg den letzten Titelgewinn. Das lange Warten der Berner soll bald zu Ende sein. Alain Baumann, vor 21 Jahren Spieler, heute Sportchef bei YB, sagt: «So gut wie heute ging es dem Klub noch nie.»

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1987 besuchte Erich Honecker als erster DDR-Staatschef die Bundesrepublik Deutschland. 1987 unterzeichneten der sowjetrussische Staatschef Michail Gorbatschow und US-Präsident Ronald Reagan den Vertrag über den vollständigen Abbau aller nuklearen Mittelstreckenwaffen. 1987 räumten die Schweizer Skihelden an der WM in Crans-Montana ab, in der Männerabfahrt feierten Peter Müller, Pirmin Zurbriggen, Karl Alpiger und Franz Heinzer einen Vierfachsieg. 1987, und damit nähern wir uns der Thematik immer stärker an, stand der 1. FC Lokomotive Leipzig im Endspiel des Cupsiegercups gegen Ajax Amsterdam.

Ja, und 1987 holte YB den letzten Titel. Es war ein Cupsieg, der Gegner im Final hiess Servette, am 8.Juni 1987 waren im Wankdorfstadion selig in Bern 28000 Zuschauer anwesend, als Dario Zuffi und Robert Prytz in der regulären Spielzeit sowie Joachim Siwek und Reto Gertschen in der Verlängerung die Treffer zum 4:2-Erfolg erzielten. Ein Jahr nach dem elften und bis heute letzten Meistertitel wurde YB zum sechsten Mal in der Vereinsgeschichte Schweizer Cupsieger.

Grosser Optimismus

Der heutige YB-Sportchef Alain Baumann stand damals als linker Aussenverteidiger im Team. «Ich spielte gegen den schnellen und trickreichen José Sinval, und nach zwanzig Minuten hatte ich Ohrensausen», sagt Baumann lachend. «Aber in den nächsten 100 Minuten hatten wir Spiel und Gegner ziemlich im Griff.» 21 Jahre ist das her, es waren turbulente Zeiten seither, YB stand mehrmals vor dem Konkurs, mutierte kurzzeitig zur Liftmannschaft zwischen NLA und NLB. «Vor acht, neun Jahren war der Verein eigentlich tot. Es ist sensationell, wie sich YB entwickelt hat», sagt Baumann. Man kann natürlich selbst im langen Warten der Young Boys auf den nächsten Titelgewinn positive Aspekte finden: In den letzten sechs Saisons waren die Berner nie schlechter als auf Rang vier klassiert, sie sind ein Spitzenverein, wurden zweimal Vizemeister, doch die entscheidenden Duelle verloren sie: 2006 den Cupfinal gegen Sion (wie bereits 1991) im Penaltyschiessen, vor wenigen Monaten die Finalissima um die Meisterschaft in Basel. «Es waren schwierige Jahre für den Verein», sagt Baumann. «Aber wir sind auf einem guten Weg und daran, die Strukturen weiter zu verbessern. Ich bin YB seit über 20 Jahren sehr eng verbunden. Und so gut wie heute ging es dem Klub noch nie.» Sogar noch einen Schritt weiter geht Stefan Niedermaier, CEO des Stadions. «YB ist finanziell gesund wie wohl nie und gut gerüstet für die Zukunft.»

Petkovic als Hoffnung

Geld schiesst zwar keine Tore, aber im YB-Kader figurieren einige Akteure, die bald wie zuletzt zum Beispiel Kader Mangane mit erheblichem Gewinn ins Ausland verkauft werden können. Und Erfolg ist planbar, vielleicht gehören die ständigen Rochaden bei Trainer, Sportchef und Spielern bei YB ja tatsächlich der Vergangenheit an. Vladimir Petkovic trat sein Amt als YB-Trainer Mitte August an. Er sagte damals: «Ich setze mir immer sehr hohe Ziele. Ich will mit YB Meister werden, je früher, umso besser.» Petkovic hat bei den Young Boys einen Vertrag bis 2010 (mit Option für eine weitere Saison), und nach drei Monaten darf er zufrieden mit seiner bisherigen Arbeit sein. Basel und Zürich sind zwar nach dem Fehlstart enteilt, aber letzte Saison lag YB Ende November auch neun Punkte hinter dem FCB. «Wir wollen als Dritter in die Winterpause und in der Rückrunde angreifen», sagt Petkovic. Und im Cup sollte die Qualifikation für den Viertelfinal machbar sein, am Sonntag treten die Berner in Gossau (Vorletzter der Challenge League) an.

In den letzten Jahren hat YB zahlreiche Anhänger gewonnen, im Schnitt verkaufen die Berner pro Heimspiel annähernd 20000 Tickets. Grosse Hoffnungen setzt man bei YB auf die neu aufgebaute Scoutingabteilung. «In diesem Bereich waren und sind uns Basel und Zürich voraus», sagt Sportchef Baumann. Interessanterweise wartete auch der FCB zwischen 1980 (Meister) und 2002 (Meister und Cupsieger) 22 Jahre auf den nächsten Titel, ehe er zu einer sehr erfolgreichen Ära ansetzte. Und auch beim FCZ waren es zwischen 1981 (Meister) und 2000 (Cupsieger) beinahe zwei titellose und frustrierende Jahrzehnte.

21 Jahre Warten, so lautet der Tenor in Bern, sind mehr als genug. Es ist schmerzhaft für YB, müssen so weit entfernte (und unwirkliche) Dinge wie DDR, Kalter Krieg und dominierende Schweizer Skifahrer erwähnt werden, um die historischen Dimensionen der YB-Erfolglosigkeit einzuordnen. Immerhin: Dem 1. FC Lokomotive Leipzig erging es nach seiner Niederlage im Final des Cupsiegers-Cups 1987 noch viel schlechter. Nach finanziellen Kapriolen und einer Neugründung 2003 spielt der Verein derzeit in der Oberliga Nordost in der fünfthöchsten Spielklasse.

Info-Box

13 Vereine erfolgreicher

Nach dem Cupsieg der Young Boys 1987 begann die sportliche Baisse des Vereins. Seither waren (gemessen an den Titelgewinnen sowie Teilnahmen an der Champions League) gleich 13 Vereine erfolgreicher als YB! Die Liste reicht von Rekordmeister GC bis zu den einfachen Cupsiegern Lugano und Wil sowie dem Champions-League-Teilnehmer Thun. Diese drei Klubs spielen heute wieder in der Challenge League.

Neun verschiedene Mannschaften wurden zwischen 1988 und 2008 Meister, neun verschiedene Teams Cupsieger, sechs schafften sogar beides, und der FC Thun, der kleine Kantonsrivale von YB, erreichte vor drei Jahren die Champions League. Die Young Boys wurden in diesen 21 Saisons dreimal Vizemeister (1993, 2004 und 2008) und verloren zwei Cupfinals gegen Sion (1991 und 2006).
Es waren teilweise sehr triste Jahre für YB, die Heimspiele wurden (gerade in den NLB-Jahren) vor manchmal 2500 Zuschauern ausgetragen. Mittlerweile gehört YB sportlich, wirtschaftlich und infrastrukturell wieder zu den Grössen des Landes – allein: Die Titel sammeln weiterhin andere.

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2008/2009
 Beitrag Verfasst: Montag 8. Dezember 2008, 13:02 
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7. Dezember 2008, NZZ am Sonntag

«Uns fehlt der letzte Sprung»
Die Young Boys haben Fahrt – und treten trotzdem an Ort

Der BSC Young Boys kommt vorwärts, muss vorwärtskommen. Die PR-Abteilung leistet ganze Arbeit. Die Elogen beginnen zuoberst, ungefiltert. Andreas Rihs, Verwaltungsrat im Stade de Suisse, weilt in Chicago und lobt den «mit vielen Leuten» gefüllten VIP-Bereich und die «17-, 18-, 19-tausend Zuschauer» im Stadion, die zeigten, dass YB getragen werde – «wie der SC Bern nebenan». Den YB-Trainer Vladimir Petkovic rühmt Rihs gleich als «besten Trainer der Schweiz». Andere Verwaltungsräte haben mehr Bodenhaftung. YB sei «wieder einigermassen auf dem Weg», befindet Fritz Bösch.

Für den mächtigen Stadion-CEO Stefan Niedermaier, der öffentlich weniger Präsenz hat als auch schon, ist YB eine Erfolgsstory. Der Verein sei «mit beständigem Schritt auf geradem Weg» und «wieder ein gesellschaftliches Ereignis geworden». Eine Kampagne heisst: «YB. Wahre Leidenschaft.» Im Fan-Voting steht der Aufruf: «Bekenne Farbe!» Ein Fernsehmoderator habe ihm, Niedermaier, mitgeteilt, dass «gigantisch» sei, was in Bern für den Schweizer Fussball geleistet werde. Im Büro Niedermaiers köchelt die Inbrunst, züngelt das Feuer.
Zwei Etagen weiter unten herrscht mehr Realismus und weniger PR. Der nach fünf Runden inthronisierte Trainer Petkovic erwähnt taktische und sonstige Umstellungen, die das Team zu bewältigen gehabt habe. «Es war und ist nicht einfach, alle von allem zu überzeugen», ergänzt der unaufgeregte Trainer, eine Art Antithese zu Niedermaier, mit ruhiger Stimme und noch ruhigerem Blick. Das Team stuft er auf «75, 80 Prozent» des Leistungsvermögens ein. Mit Petkovic hat es in der Meisterschaft nur einmal verloren, 1:3 gegen den GC, gegen den es am Sonntag im Letzigrund spielt.
Der Spieler Christian Schwegler situiert YB so: «Wenn wir gegen GC und Bellinzona gewinnen, sind wir dort, wo wir auch schon waren.» YB ist jetzt schon dort, ist seit Jahren dort; oben, aber eben nicht ganz oben. Wollen die Berner Meister werden, müssten sie 2009 durchziehen und der FCB und der FCZ einbrechen – es müsste also einiges zusammenkommen.
10 Punkte Rückstand
Die Konstanz ist belegt: Die Berner sind nach 16 Runden etwa am gleichen Ort wie 2005, 2006 und 2007: 4. Rang, 10 Punkte Rückstand. «Uns fehlt der letzte Sprung», sagt Schwegler. Das ist nicht neu, das ist auch logisch, wenn man unmittelbar nach dem Saisonstart den Trainer ins kalte Wasser wirft. Petkovic ist nach Hans-Peter Zaugg, Gernot Rohr und Martin Andermatt seit 2005 der vierte Trainer im Stade de Suisse. 3 Jahre, 4 Trainer – das sind etliche Brüche, das zeugt von Ungeduld.
Was wirtschaftlich unter dem Dach des Stadions läuft, ist nur zu erahnen, weil keine Transparenz herrscht. Am 15. Dezember wollen die Betreiber des Stadions mit dem Motto «YB in Bewegung» ihr Konstrukt zuhanden der Öffentlichkeit näher erläutern. 2008 geht die Rechnung wohl knapp auf, wobei YB nach wie vor quersubventioniert werden muss, was nichts Anrüchiges ist, aber trotzdem bestritten wird. YB macht im Stadion-Komplex (Abteilung Sport) etwa 60 Prozent aus. Das lässt auf ein Budget von gegen 20 Millionen Franken schliessen.
Mit dem Abgang Yakins verloren die Berner zwar eines der wichtigsten Puzzleteile der letzten Saison und womöglich dieses Jahr auch ihre meisterlichen Träume, erhielten aber Geld und entlasteten die Lohnsumme. Zudem übernimmt der englische Klub Hull City definitiv für mehrere Millionen den früheren YB-Verteidiger Zayatte, was ebenfalls die Rechnung aufpoliert. «Alles Geld fliesst der YB-AG zu, der hinterste und letzte Rappen, in unserem Haus verdienen keine Privatpersonen an Transfers», versichert Niedermaier. Die Transfers decken laut Niedermaier im Budget 10 bis 12 Prozent ab. «Das Stadion kostet kein Geld. Es gibt Geld», behauptet seinerseits Rihs. Auf YB bezogen stimmt das nicht. YB benötigte wie Basel im Schnitt 20 000 bis 25 000 Zuschauer.
Höhere Zuschauerzahl
Die Zeiten sind auch hart. Der Klub hat den Gerichtsfall mit der ausgebooteten Vermarktungsfirma V+F. Es droht ein Millionen-Abschreiber. YB dürfte in schwierigem wirtschaftlichem Umfeld Mühe haben, die Auslastung der VIP-Zone zu halten. Zudem müssen 2009 Grosskonzerte durchgeführt werden, um zusätzliches Geld zu generieren. Noch nichts ist fixiert. Dass die Marke «YB» weiter gestärkt werden muss, deutet die künstliche Erhöhung der Zuschauerzahlen an. Neuerdings gilt nicht mehr die Zahl der anwesenden, sondern der zahlenden Zuschauer. Mit höheren Zahlen steigt der Verkaufswert. Rihs und andere VIP-Prominenz müssen schliesslich in Euphorie gehalten werden. Graue, leere Sitze, die das Fernsehen zeigt, mindern die Marke wie Fan-Krawalle. YB muss im grossen Haus vorwärtskommen.

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„Ich habe viel von meinem Geld für Alkohol, Weiber und schnelle Autos ausgegeben... Den Rest habe ich einfach verpraßt“ George Best (†)


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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2008/2009
 Beitrag Verfasst: Samstag 13. Dezember 2008, 11:05 
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Berner Zeitung, 13.12.2998

Varelas Bekenntnis, Degens Baisse

YB und die Stürmer: Carlos Varela wird von Servette umworben, will aber in Bern bleiben. Eudis spielt schwach. Und im Hintergrund schwebt immer noch Kristian Ianu.

Vielleicht kommt die Winterpause für die Young Boys nach dem Heimspiel am Sonntag gegen Bellinzona zum falschen Zeitpunkt. Seit dreieinhalb Monaten sind die Berner in der Super League ohne Niederlage, im Cup stehen sie nach dem mühevollen 1:0 am Mittwoch gegen Gossau im Viertelfinal, und insgesamt ist die Entwicklung unter Vladimir Petkovic sehr positiv. «Ich bin zufrieden», sagte der Trainer gestern, «aber ich bin froh, kommt die Winterpause. In der Vorbereitung auf die Rückrunde können wir weiter an den vielen Details arbeiten.»

Doumbia, der ideale Joker

Einen Abwehrchef suchen die Berner bekanntlich, Ozeia vom portugiesischen Erstligisten Pacos Ferreira dürfte es kaum sein – beim Brasilianer stimmt offenbar das Verhältnis zwischen Preis und Leistung nicht. Spannend ist die Situation im Angriff, wo sich sieben Angreifer um drei Plätze balgen. Petkovic gab gegen Gossau der zweiten Sturmreihe Einsatzgelegenheiten, an den Kräfteverhältnissen hat sich jedoch nichts geändert. Der wirblige Alberto Regazzoni hat sich unter Petkovic in kurzer Zeit vom YB-Tribünengast ins Umfeld des Schweizer Nationalteams gespielt. Marco Schneuwly, der Kämpfer, ist ebenfalls ein Aufsteiger der Saison, er duelliert sich mit Altmeister Thomas Häberli um eine Position. Und Seydou Doumbia, der Torschütze gegen Gossau, ist ein flinker, sehr schneller Stürmer, der aber vorerst als Topjoker besser aufgehoben scheint, weil es dem 21-Jährigen manchmal (noch) an der taktischen Reife mangelt.

Degen muss stark zulegen

Hinter Doumbia stehen in der Hierarchie ausgerechnet zwei weitere (allerdings prominente) Zugänge. Der Brasilianer Eudis wirkte auch am Mittwoch unglücklich und ohne Selbstvertrauen. Und David Degen, vermutlich der talentierteste und teuerste YB-Angestellte, agierte derart lustlos und unauffällig, dass Trainer Petkovic zu einem selten eingesetzten Druckmittel griff: Er kritisierte einen YB-Spieler öffentlich. «Ich habe Degen zur Pause ausgewechselt, weil er nicht gut spielte.» Gestern konkretisierte Petkovic sein Anliegen: «Degens Potenzial ist riesig. Er muss aber merken, dass Fussball ein Teamsport ist. Ab Januar muss er seine Stärken abrufen.»

Varela gut und diszipliniert

Mit einem Stürmer, der auf Degens Position gesetzt ist, sind die Young Boys dagegen sehr zufrieden: Carlos Varela trifft regelmässig, er sorgt mit seiner Klasse oft für den Unterschied und hat sich zuletzt deutlich disziplinierter verhalten. Man hört immer wieder, Varela liebäugle mit einem Abgang zu Servette. Gestern sprach der 31-Jährige Klartext: «Ich kann mir im Moment nicht vorstellen, YB zu verlassen. Es läuft mir jetzt sehr gut, ich fühle mich wohl, wir haben uns etwas erarbeitet und wollen in der nächsten Zeit den Titel holen.» Varela sagt, Servette möchte vom Abstiegskampf in der Challenge League weg und wieder eine grosse Mannschaft aufbauen. «Und die Verantwortlichen sehen mich als ersten Stein auf dem Weg zurück.» Das Interesse freue ihn, klar, er sei Genfer mit Herz und Seele, und Servette sei sein Lieblingsverein, aber konkret sei nichts.

Vielleicht gehört es ja zum Reifeprozess des auf dem Feld als Hitzkopf bekannten Varela, dass er sich mittlerweile bewusst ist, welche Wirkung seine Aussagen haben. «Ich identifiziere mich voll mit YB», sagt Varela, der heute auf dem Standesamt heiratet. Eines sei aber klar: «Wenn aus Genf plötzlich ein Angebot des Lebens kommt, das ich unmöglich ablehnen kann, dann muss ich mir natürlich überlegen, was ich mache. Aber derzeit ist das unvorstellbar.»

Möglicherweise stürmt neben Varela in der Rückrunde auch Aaraus Kristian Ianu. Im Umfeld des FC Aarau gibt es Leute, die behaupten, der Rumäne habe sich mit YB bereits geeinigt, was Alain Baumann, Sportchef der Berner, dementiert: «Wir haben nicht einmal verhandelt.» Vladimir Petkovic schätzt Ianu, mit dem er in Bellinzona erfolgreich zusammenarbeitete. Der Trainer sagte gestern: «Ianu ist ein Stürmer, den jeder Super-League-Trainer gerne im Team hätte.»

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2008/2009
 Beitrag Verfasst: Dienstag 16. Dezember 2008, 15:42 
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20minunten.ch, 16.12.2008

YB will die Talente aus Biel und Thun an sich binden

YB geht neue Wege: Die Berner arbeiten in Zukunft neben dem FC Biel auch mit dem Ex-Rivalen aus Thun zusammen.

Trainer Vladimir Petkovic verabschiedete sich gestern bei der Bilanz-Medienkonferenz mit folgender Bemerkung in die Ferien: «Wir haben viele kurzfristige Ziele erreicht, aber noch nichts gewonnen.» Er fordert eine Weiterentwicklung. Deshalb wollen die Berner in der Winterpause einen neuen Abwehrchef verpflichten. «Aber er muss deutlich besser sein als die momentanen Spieler», sagt Sportchef Alain Baumann.

Neu geht YB nächste Saison neben Biel auch eine Partnerschaft mit Thun und dem Team Bern-West ein. «Dass Talente aus der Region nach Basel oder Zürich gehen, ist für uns ein Horror und muss aufhören», sagt YB-Verwaltungsrat und Stadion-CEO Stefan Niedermaier. YB will mit Thun und Biel junge Spieler austauschen und auch eine gemeinsame U17- und U18-Auswahl lancieren. Zudem schliessen sich die Frauen des FFC Bern dem Klub an und treten ab der nächsten Saison als YB Frauen auf.

2008 erhöhte die Stade de Suisse AG den Umsatz auf 50,7 Millionen, davon wurden 13 Mio. mit VIP-Catering generiert. Das Business Center im Stadion zählte 90  485 Besucher, YB hatte im Schnitt 19  569 Fans pro Heimspiel, und 92  853 YB-Würste wurden verkauft.

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2008/2009
 Beitrag Verfasst: Dienstag 16. Dezember 2008, 15:45 
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Berner Zeintung, 16.12.2008

Gemeinsame Philosophie

Die Young Boys, Biel, der FC Thun und das Team Bern-West streben im Nachwuchsbereich eine enge Zusammenarbeit an.

Seit Sommer 2008 kooperieren die Young Boys im Nachwuchsbereich mit dem FC Biel. Gestern erst lieh YB den 19-jährigen Dario Dussin bis Ende Rückrunde an die Seeländer aus. Dussin trifft in Biel auf Christian Schneuwly, Erhan Kavak und Aron Liechti – ebenfalls YB-Talente, die in der Challenge League Spielpraxis sammeln.

Künftig werden YB und Biel im Nachwuchs-Spitzenfussball auch mit dem FC Thun und dem Team Bern-West eng zusammenarbeiten. «Von nächster Saison an soll im Kanton Bern das Prinzip gelten: ‹Vier Trägerschaften, eine Philosophie›», sagte Stefan Freiburghaus, der technische Leiter der YB-Nachwuchsabteilung gestern an der Jahresmedienkonferenz der Young Boys. Das Projekt sieht vor, dass an der U17- und der U18-Meisterschaft unter dem Namen Team YB-Biel-Thun je eine Mannschaft teilnimmt, die sich aus den talentiertesten Junioren der vier beteiligten Klubs zusammensetzt. Von dort aus sollen die jungen Fussballer den Sprung ins Kader von YB, Biel oder Thun schaffen. Nach wie vor wird jeder Klub bis zur Stufe U16 eine eigene Juniorenabteilung unterhalten (Team Bern-West bis U15). Die U21-Equipen von YB und Thun werden wie bisher in der 1.Liga, bzw. der interregionalen 2.Liga spielen.

Die Hauptverantwortung für die neue Nachwuchsorganisation übernehmen die Young Boys. Die Leitung dürfte Stefan Freiburghaus übernehmen. YB ist auch der Ansprechpartner für den Schweizerischen Fussballverband (SFV).

Verband prüft Projekt

«Wir wollen Synergien schaffen. Das soll uns unter anderem helfen, die Selektion talentierter Spieler zu professionalisieren», sagte Freiburghaus. Berner Talente sollen bei Berner Klubs ihre ersten Schritte im Profifussball machen. Ein Fall wie jener des Thuners Zdravko Kuzmanovic, der sich als Junior für den FC Basel entschied und von dort nach Florenz wechselte, soll nicht mehr vorkommen.

Im Moment prüft der SFV, ob die Vorstellungen aus Bern den Qualitätsvorgaben des Verbandes entsprechen. «Ich gehe davon aus, dass unsere Idee gutgeheissen wird», sagte Freiburghaus, «schliesslich standen wir immer in engem Kontakt.»

Allerdings sind auch zwischen den vier Klubs noch nicht alle Fragen geklärt. Sie müssen sich zum Beispiel darüber einigen, wem die Rechte eines Spielers gehören. Eine Frage, die bei einem allfälligen Transfer nicht unwesentlich ist. Stefan Freiburghaus geht von einer raschen Einigung aus: «Wir werden Vereinbarungen treffen, die alle Prozesse in der Karriere eines jungen Fussballers abbilden.»

Auch Thun zufrieden

Vom Projekt überzeugt ist man auch in Thun. Im Sommer noch fanden die YB-Talente den Weg ins Seeland statt ins Oberland. «Künftig wird auch der FC Thun von den Synergien profitieren», sagte der Leiter Nachwuchs, Beni von Gunten. Von einer Reduktion der Nachwuchsarbeit, die in Thun in den letzten Jahren aufgebaut wurde, könne keine Rede sein. Vor einigen Monaten hat Von Gunten seinen Posten beim FC Thun gekündigt. Nun schliesst er nicht aus, dass er in der neuen Nachwuchsorganisation eine Funktion übernehmen und Freiburghaus unterstützen wird.

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2008/2009
 Beitrag Verfasst: Dienstag 6. Januar 2009, 09:51 
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Berner Zeitung, 06.01.2009

«... dann wollen wir profitieren»

Alain Baumann, Sportchef der Young Boys, äussert sich nach dem Trainingsauftakt vom Montag über einige Personalien.

Nach dreiwöchiger Pause hat YB am Montag das Training wieder aufgenommen. Wie sieht der Fahrplan bis zum ersten Meisterschaftsspiel des Jahres am 7. Februar zu Hause gegen Basel aus?
Alain Baumann: In der Regel stehen zwei Trainings pro Tag auf dem Programm. Der Kunstrasen bietet uns beste Bedingungen. In den ersten Trainingstagen wird vor allem in den Bereichen Kondition und Kraft gearbeitet. In rund zwei Wochen reisen wir ins Trainingslager nach Estepona (Südspanien, die Red.). Dort wollen wir uns den Feinschliff für die Rückrunde holen.

YB befindet sich auf der Suche nach einem Abwehrchef. Sind Sie fündig geworden?
Es ist noch zu früh, um über Namen zu reden. Wir sondieren weiterhin den Markt und haben einige Kandidaten im Blickfeld. Ideal wäre es, wenn der neue Spieler mit uns ins Trainingslager reisen könnte.

Hängt die Suche damit zusammen, dass Saif Ghezal unter den Erwartungen geblieben ist?
Ghezal kann mehr als er gezeigt hat. Er ist mit seinen Leistungen selber unzufrieden. Wir hoffen, dass er sich im zweiten Halbjahr steigert. In der Abwehr sind wir aber ohnehin relativ dünn besetzt. Demnächst testen wir Felix Bastians als linken Verteidiger in der Dreierabwehr. Mit ihm hätten wir dann sechs Abwehrspieler im Kader.

Der italienische Verteidiger Jacopo La Rocca von Bellinzona ist auch auf der Kandidatenliste.
Er ist ein guter Spieler und für uns ein Thema, auch wenn er nicht der Typ Leader ist, den wir suchen. Trainer Vladimir Petkovic kennt ihn aus Bellinzona-Zeiten.

Gibt es YB-Spieler, die auf dem Absprung sind?
Es könnte sein, dass uns der eine oder andere Spieler im Winter verlassen wird. Aber derzeit liegen keine Angebote anderer Klubs vor.

Handelt es sich bei den abwanderungswilligen Spielern um Stammspieler?
Nein, es geht um solche, die zuletzt nicht immer zum Einsatz gekommen sind. In diesen Fällen muss man prüfen, ob es sinnvoller ist, den Spieler auszuleihen.

Um Carlos Varela gibt es immer wieder Gerüchte. Bleibt er?
Ja, ich rechne fest mit ihm. Es gab bei Varela nie einen Klub, der mit einem konkreten Angebot an uns getreten wäre. Da läuft auch im Moment nichts.

Wie reagierten Sie, wenn Varela um die Freigabe bitten würde?
Grundsätzlich sitzen wir mit Spielern, die weg wollen, zusammen und diskutieren. Wer sich nicht mehr mit YB identifiziert, bringt uns auch nicht weiter. Aber nochmals: Bei Varela ist das nicht der Fall.

Aaraus Stürmer Cristian Ianu wurde als möglicher Zuzug bezeichnet.
Wir haben acht Stürmer und damit in der Offensive keinen Bedarf. Ianu ist für die nächste Saison eine Überlegung wert.

Über das Wochenende ist wieder einmal Wirbel um Hakan Yakin entstanden. Falls er sein Katar-Abenteuer vorzeitig abbrechen würde: Wäre er bei YB wieder willkommen?
Es ist müssig, darüber zu diskutieren, weil Yakin nicht auf dem Markt ist. Er hat ja selber gesagt, dass er in Katar bleiben will.

Ein anderer Name: Marco Wölfli hat den Sprung zum Nationalgoalie geschafft. Gibt es für ihn Angebote?
Zum Glück nicht. Aber wir müssen damit rechnen, dass Wölfli im Sommer von anderen Klubs umworben wird. Wenn ein YB-Spieler von einem Klub aus einer grossen Liga gelockt wird, sieht er ganz andere Verdienstmöglichkeiten als bei uns. Wölfli hat für solch einen Fall eine Ausstiegsklausel im Vertrag.

Haben Sie in der Winterpause neue Ziele definiert?
Nein, es gelten immer noch die gleichen: Wir wollen im Cup unbedingt GC schlagen und so weit wie möglich kommen, und in der Meisterschaft hoffen wir, dass wir noch einmal angreifen können. Das erste Spiel gegen Basel wird wegweisend sein – vor einem Jahr war die Ausgangslage ähnlich. Wir müssen darauf hoffen, dass Leader Zürich mit seinem Vorsprung hin und wieder stolpert, dann wollen wir profitieren.

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2008/2009
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 5. Februar 2009, 12:26 
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20min.ch, 05.02.2009

Eklat im YB-Training

Bei den Berner Young Boys wird vor dem Rückrundenstart mit harten Bandagen gekämpft. Heissblüter Carlos Varela hat David Degen im Training mit einem Faustschlag traktiert. Auch bei Bayern München sorgt ein ähnlicher Vorfall für Schlagzeilen.

Carlos Varela ist am Montag offenbar mit dem falschen Bein aufgestanden. Gemäss dem «Tages-Anzeiger» gerieten sich Varela und David Degen in die Haare und der Spanier soll Degen einen Faustschlag versetzt haben. Die beiden Streithähne wurden von Trainer Vladimir Petkovic unter die Dusche geschickt und es gab eine interne Aussprache.

Auch bei den Bayern kamen sich zwei Spieler im Training gefährlich nahe. Am Mittwoch standen sich Franck Ribéry und Lukas Podolski plötzlich Kopf an Kopf gegenüber, berichtet der «Express». Das «Tête à Tête» dauerte zehn Sekunden, ehe Poldi den Franzosen wegschubste. «Das war nur Spass», wird Podolski zitiert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2008/2009
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 5. Februar 2009, 12:28 
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Berner Zeitung, 05.02.2009

YB-Profis im Interview

Die Young Boys nehmen am Samstag mit dem Heimspiel gegen Basel (17.45 Uhr, Stade de Suisse) ihr Meisterschaftspensum wieder auf. Goalie Marco Wölfli und Stürmer Thomas Häberli blicken voraus und zurück. Interviews mit sämtlichen 20 YB-Spielern finden Sie am Donnerstag in der Berner Zeitung.

Marco Wölfli

Wie lange bleiben Sie YB noch erhalten?

Marco Wölfli : Es gab Kontakte mit Vereinen im Ausland. Wenn ich gewollt hätte, hätte ich gehen oder bis Sommer pokern können. Aber mit der Vertragsverlängerung wollte ich auch Dankbarkeit zum Ausdruck bringen. Ich habe YB viel zu verdanken. Der Verein gab mir als jungem Goalie die Chance, dass ich spielen konnte.

Das Risiko hat sich gelohnt. Mittlerweile sind Sie Nationalgoalie.

Mir ist wichtig, dass ich mich stets weiterentwickle. Ich weiss, dass es nicht immer nur aufwärts geht. Aber man wird älter und mit jedem Spiel reifer.

Der Tipp scheint nicht gewagt zu sein, dass Sie trotz Vertragsverlängerung in absehbarer Zeit im Ausland landen werden.

Das Ausland ist ein Ziel von mir, so wie es auch die Nationalmannschaft war. Deshalb habe ich eine Ausstiegsklausel im Vertrag. Träume sind wichtig im Leben. Aber wenn ich YB verlasse, dann muss der Wechsel einen klaren Schritt nach vorn bedeuten.

Thomas Häberli

Häberli hier, Häberli da, Häberli überall: Das war die letzte Saison. Wie denken Sie mit Distanz darüber?

Thomas Häberli: Es war sensationell. Aber es lief nicht nur mir nach Wunsch, sondern auch der Mannschaft. Wir hatten bis zum letzten Spiel die Chance, Meister zu werden.

Züri West alias «The Häberlis» spielten zum 110. YB-Geburtstag im Stade de Suisse.

Das werde ich natürlich nie vergessen. Es war unbeschreiblich, auch wenn die Bühne nicht meine Aufgabe ist. Auf dem Rasen fühle ich mich besser.

Wie interpretieren Sie als Captain Ihre Rolle im Team?

Ich musste mich nicht gross verändern. Ich ordne fast alles dem Erfolg unter. Und ich bemühe mich, manchmal vorzugreifen, damit nichts passiert. In einem Team ist vieles eine Frage der Kommunikation. Als Captain versuche ich, Dinge abzuklären.

Sie sind seit 2000 bei YB und damit «treuester» Spieler der Liga. Wie stufen Sie das Team im Vergleich zu den Vorjahren ein?

Es ist die beste Mannschaft, seit ich bei YB bin. Dass wir jeden Gegner schlagen können, haben wir bewiesen – zum Beispiel mit dem Sieg in Basel. Aber auf Grund der Rangliste können wir uns nichts mehr erlauben. (Berner Zeitung)

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