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 Beitrag Verfasst: Samstag 19. Juli 2008, 12:26 
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NZZ, 19.07.2008

FCB mit Auftaktsieg gegen YB

Die Einwechselspieler Marko Perovic und Benjamin Huggel haben das Saisoneröffnungsspiel der Axpo Super League für den FC Basel gegen die Young Boys entschieden.

Dank den Toren des Duos in der 69. und 87. Minute siegte der Meister in Bern 2:1.

Ausgerechnet Benjamin Huggel wurde am Ende zum Matchwinner für den FC Basel. Der Internationale musste zunächst auf der Ersatzbank Platz nehmen. Im Gerangel um die fünf Plätze im Mittelfeld muss er, so scheints, zunächst hinten anstehen, obwohl mit Scott Chipperfield und Carlitos zwei Akteure vorerst noch verletzt sind. Doch in der 87. Minute, 21 Minuten nach seiner Einwechslung, drückte der "Lange" den Ball aus kurzer Distanz über die Linie, nachdem YB-Keeper Marco Wölfli nach einem Corner den Kopfball von Eren Derdiyok noch an den Pfosten lenken konnte.

Der FCB wurde am Ende mit drei Punkten reichlich belohnt. Vielleicht war der Sieg zu guter Lohn, weil der Meister eine Stunde lang das schlechtere Team gewesen war. Gestohlen haben die Basler den Erfolg aber trotzdem nicht. Denn sie haben nach dem 1:1 durch Perovic mittels Freistoss weiter die Offensive gesucht und in der Schlussphase auswärts beim am Ende allzu passiven Zweiten der letzten Saison den Sieg angestrebt. Glückhaft war der Sieg zumindest darum, weil der FCB aus dem Spiel heraus eigentlich kaum Chancen kreierte. Die Tore mussten quasi nach Standardsituationen fallen.

Young Boys - Basel 1:2 (1:0).

Stade de Suisse. - 23 250 Zuschauer. - SR Busacca. - Tore: 19. Eudis 1:0. 69. Perovic 1:1. 87. Huggel 1:2.

Young Boys: Wölfli; Schwegler, Zayatte, Ghezal, Schneider; Varela, Yapi, Hochstrasser, Raimondi; Eudis (62. Doumbia), Häberli (82. Frimpong).

Basel: Costanzo; Zanni, Abraham, Marque, Hodel; Gelabert (56. Huggel); Frei (56. Perovic), Ergic, Gjasula, Stocker; Derdiyok.

Bemerkungen: Young Boys ohne Regazzoni (gesperrt) sowie Doubaï, Dénervaud und Liechti (alle verletzt), Basel ohne Chipperfield, Streller, Carlitos, Eduardo und Safari (alle verletzt). 8. Lattenschuss von Raimondi. 19. Kopfball von Häberli an die Latte (Eudis verwertet den Abpraller). Verwarnungen: 10. Frei (Foul). 66. Varela (Foul). 87. Ghezal (Foul).

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 Beitrag Verfasst: Samstag 19. Juli 2008, 12:27 
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swissinfo.ch, 19.07.2008

Basel siegt zum Meisterschaftsstart

Der FC Basel hat die neue Fussball-Saison so begonnen, wie er am 10. Mai die alte aufgehört hatte: Mit einem Sieg gegen die Berner Young Boys. YB war diesmal besser, der FCB aber effizienter.
Aus der Revanche für die verlorene "Finalissima" von Mai in Basel ist aus Sicht von YB nichts geworden: Obwohl der Vizemeister den Meister zum Saisonauftakt von Freitagabend dominierte, hiess der Sieger am Schluss auch diesmal FCB.

Dies dank zwei Einwechselspielern, mit denen Basel-Trainer Christian Gross einmal mehr sein gute Nase bewies: Marko Perovic glich in der 69. Minute zum 1:1 aus, Benjamin Huggel erzielte in der 87. Minute den 2:1-Siegestreffer.

Der Sieg Basels entsprach aber nicht den Kräfteverhältnissen auf dem Kunstrasen im Berner Stade de Suisse. YB war in den ersten 70 Minuten die klar bessere Mannschaft. Beide Treffer Basels fielen nach Freistössen, also aus Standardsituationen. Aus dem Spiel heraus wurde das Gross-Team kaum je zu einer Gefahr für YB-Hüter Marco Wölfli.

Der Meister zeigte seinem Gegner aber in Sachen Effizienz den Meister. Aus zahlreichen Torchancen resultierte für den Herausforderer nur ein einziges Tor. Neuzugang Eudis schoss die Platzherren in der 19. Minute verdient in Führung.

Der grosse "Sünder" bei den Gelb-Schwarzen war Stürmer Thomas Häberli, der den Ball gleich mehrmals an das Basler Torgehäuse setzte. In der letzten Saison war der neue YB-Kapitän mit 18 Treffern ein Torgarant gewesen.

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 Beitrag Verfasst: Samstag 19. Juli 2008, 12:30 
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Basler Zeitung, 19.07.2008

FC Basel gewinnt das Auftaktspiel gegen YB

Fussball. si/baz. Die Einwechselspieler Marko Perovic und Benjamin Huggel haben das Saisoneröffnungsspiel der Axpo Super League für den FC Basel gegen die Young Boys entschieden. Dank den Toren des Duos in der 69. und 87. Minute siegte der Meister in Bern 2:1.

Ausgerechnet Benjamin Huggel wurde am Ende zum Matchwinner für den FC Basel. Der Internationale musste zunächst auf der Ersatzbank Platz nehmen. Im Gerangel um die fünf Plätze im Mittelfeld muss er, so scheints, zunächst hinten anstehen, obwohl mit Scott Chipperfield und Carlitos zwei Akteure vorerst noch verletzt sind. Doch in der 87. Minute, 21 Minuten nach seiner Einwechslung, drückte der «Lange» den Ball aus kurzer Distanz über die Linie, nachdem YB-Keeper Marco Wölfli nach einem Corner den Kopfball von Eren Derdiyok noch an den Pfosten lenken konnte.


Standardsituationen entschieden das Spiel

Der FCB wurde am Ende mit drei Punkten reichlich belohnt. Vielleicht war der Sieg zu guter Lohn, weil der Meister eine Stunde lang das schlechtere Team gewesen war. Gestohlen haben die Basler den Erfolg aber trotzdem nicht. Denn sie haben nach dem 1:1 durch Perovic mittels Freistoss weiter die Offensive gesucht und in der Schlussphase auswärts beim am Ende allzu passiven Zweiten der letzten Saison den Sieg angestrebt. Glückhaft war der Sieg zumindest darum, weil der FCB aus dem Spiel heraus eigentlich kaum Chancen kreierte. Die Tore mussten quasi nach Standardsituationen fallen.

Und die Young Boys? Es war eine viel diskutierte Frage vor der Saison: wie schlägt sich YB ohne Hakan Yakin? Nun, nach den ersten 90 Minuten, gegen den Meister notabene, kann Coach Martin Andermatt den Daumen zumindest schräg nach oben halten. 60, 70 Minuten lange erfreuten die Berner das Publikum mit schnellem, offensivem Spiel; ganz so, wie man YB (zu Hause) aus der letzten Saison (und mit Hakan Yakin) gekannt hatte.

Am System änderte Andermatt kaum etwas. An Stelle von Yakin liessen sich nun abwechslungsweise der neue Captain Thomas Häberli und sein Sturmpartner Eudis zurückfallen. Das Duo harmonierte im ersten Ernstkampf verblüffend gut. Am besten klappte das Zusammenspiel in der 19. Minute, wenn auch ungewollt und zufällig. Nachdem Häberli nach einem Corner mittels Kopfball nur die Latte getroffen hatte, verwertete Eudis den Abpraller.

Der Neuzugang vom FCZ war auch an anderen gefährlichen Szenen beteiligt. Mit einer Finte ermöglichte er Mario Raimondi den Lattenschuss in der 9. Minute, und kurz vor der Pause scheiterte der Brasilianer mit einem Kopfball an FCB-Keeper Franco Costanzo (40.). Diese Chance fiel in die YB-Schlussoffensive vor der Pause, in der Costanzo den FCB vor einem womöglich vorentscheidenden Handicap bewahrte.

Wie die beiden Stürmer hob sich auch Gilles Yapi im zentralen Mittelfeld vom guten Rest ab. Der Ivorer, der im Verlaufe der letzten Saison seinen Platz im Team verloren hatte, gab dem Spiel der Berner Konturen und engte den Radius des designierten Basler Spielmachers Jürgen Gjasula wirkungsvoll ein.

Viele Fehlpässe von Gelabert

Der FC Basel hatte Mühe in die Gänge zu kommen. In der unaufgeregten Startphase trat er zwar noch wie ein selbstbewusster Titelträger auf und überzeugte 20 Minuten lang trotz neuer Achse (Abraham, Gelabert, Gjasula) mit geordnetem Aufbau. Doch auf den Rückstand konnten die Basler lange Zeit und ausser bei der postwendenden Chance von Jürgen Gjasula (20.) nicht reagieren. Der in der Startphase dominante Marcos Gelabert hemmte den Spielfluss in der Folge mit vielen Abspielfehlern, Jürgen Gjasula war in der offensiveren Rolle kaum gesehen und stand klar im Schatten von Ivan Ergic.

So dauerte es eine geschlagene Dreiviertelstunde, bis der einzige Stürmer im FCB-Ensemble, Eren Derdiyok, zum ersten Mal erfolgsversprechend in Abschlussposition gebracht wurde. Der Schuss des Internationalen nach dem Zuspiel von Ergic flog aber um Meter am Tor vorbei (45.). Druckvoller wurde das Spiel der Basler erst, nachdem Trainer Christian Gross in der 56. Minute einen Doppelwechsel vorgenommen und Benjamin Huggel (für Gelabert) und Marko Perovic (für Fabian Frei) gebracht hatte.

Jetzt war Derdiyok nicht mehr isoliert, sondern hatte im Serben einen Partner auf dem Flügel, und auch Valentin Stocker auf der rechten Seite spielte nun offensiver. Der Druck war nun da, Torchancen nach Kombinationen gab es für den FCB trotzdem kaum. Aber dank seiner seit jeher bekannten Stärke bei Standardsituationen reichte es in der verrückten Schlussphase nicht nur zum Ausgleich sondern sogar noch zum Startsieg.

Super League, 1. Runde

Young Boys - Basel 1:2 (1:0)
Stade de Suisse. - 23 250 Zuschauer. - SR Busacca. - Tore: 19. Eudis 1:0. 69. Perovic 1:1. 87. Huggel 1:2.
Young Boys: Wölfli; Schwegler, Zayatte, Ghezal, Schneider; Varela, Yapi, Hochstrasser, Raimondi; Eudis (62. Doumbia), Häberli (82. Frimpong).
Basel: Costanzo; Zanni, Abraham, Marque, Hodel; Gelabert (56. Huggel); Frei (56. Perovic), Ergic, Gjasula, Stocker; Derdiyok.
Bemerkungen: Young Boys ohne Regazzoni (gesperrt) sowie Doubaï, Dénervaud und Liechti (alle verletzt), Basel ohne Chipperfield, Streller, Carlitos, Eduardo und Safari (alle verletzt). 8. Lattenschuss von Raimondi. 19. Kopfball von Häberli an die Latte (Eudis verwertet den Abpraller). Verwarnungen: 10. Frei (Foul). 66. Varela (Foul). 87. Ghezal (Foul).

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 Beitrag Verfasst: Samstag 19. Juli 2008, 12:32 
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Tagesanzeiger, 19.07.2008

Basel schlägt YB

Der FC Basel kam zum Meisterschaftsauftakt der Axpo Super League zu einem glücklichen, aber nicht unverdienten Auswärtserfolg bei den Berner Young Boys.

Ausgerechnet Benjamin Huggel wurde am Ende zum Matchwinner für den FC Basel. Der Internationale musste zunächst auf der Ersatzbank Platz nehmen. Im Gerangel um die fünf Plätze im Mittelfeld muss er, so scheints, zunächst hinten anstehen, obwohl mit Scott Chipperfield und Carlitos zwei Akteure vorerst noch verletzt sind. Doch in der 87. Minute, 21 Minuten nach seiner Einwechslung, drückte der «Lange» den Ball aus kurzer Distanz über die Linie, nachdem YB-Keeper Marco Wölfli nach einem Corner den Kopfball von Eren Derdiyok noch an den Pfosten lenken konnte.

Der FCB wurde am Ende mit drei Punkten reichlich belohnt. Vielleicht war der Sieg zu guter Lohn, weil der Meister eine Stunde lang das schlechtere Team gewesen war. Gestohlen haben die Basler den Erfolg aber trotzdem nicht. Denn sie haben nach dem 1:1 durch Perovic mittels Freistoss weiter die Offensive gesucht und in der Schlussphase auswärts beim am Ende allzu passiven Zweiten der letzten Saison den Sieg angestrebt. Glückhaft war der Sieg zumindest darum, weil der FCB aus dem Spiel heraus eigentlich kaum Chancen kreierte. Die Tore mussten quasi nach Standardsituationen fallen.

Häberli und Eudis in der Yakin-Rolle

Und die Young Boys? Es war eine viel diskutierte Frage vor der Saison: wie schlägt sich YB ohne Hakan Yakin? Nun, nach den ersten 90 Minuten, gegen den Meister notabene, kann Coach Martin Andermatt den Daumen zumindest schräg nach oben halten. 60, 70 Minuten lange erfreuten die Berner das Publikum mit schnellem, offensivem Spiel; ganz so, wie man YB (zu Hause) aus der letzten Saison (und mit Hakan Yakin) gekannt hatte.

Am System änderte Andermatt kaum etwas. An Stelle von Yakin liessen sich nun abwechslungsweise der neue Captain Thomas Häberli und sein Sturmpartner Eudis zurückfallen. Das Duo harmonierte im ersten Ernstkampf verblüffend gut. Am besten klappte das Zusammenspiel in der 19. Minute, wenn auch ungewollt und zufällig. Nachdem Häberli nach einem Corner mittels Kopfball nur die Latte getroffen hatte, verwertete Eudis den Abpraller.

Der Neuzugang vom FCZ war auch an anderen gefährlichen Szenen beteiligt. Mit einer Finte ermöglichte er Mario Raimondi den Lattenschuss in der 9. Minute, und kurz vor der Pause scheiterte der Brasilianer mit einem Kopfball an FCB-Keeper Franco Costanzo (40.). Diese Chance fiel in die YB-Schlussoffensive vor der Pause, in der Costanzo den FCB vor einem womöglich vorentscheidenden Handicap bewahrte.

Wie die beiden Stürmer hob sich auch Gilles Yapi im zentralen Mittelfeld vom guten Rest ab. Der Ivorer, der im Verlaufe der letzten Saison seinen Platz im Team verloren hatte, gab dem Spiel der Berner Konturen und engte den Radius des designierten Basler Spielmachers Jürgen Gjasula wirkungsvoll ein.

Der FC Basel hatte Mühe in die Gänge zu kommen. In der unaufgeregten Startphase trat er zwar noch wie ein selbstbewusster Titelträger auf und überzeugte 20 Minuten lang trotz neuer Achse (Abraham, Gelabert, Gjasula) mit geordnetem Aufbau. Doch auf den Rückstand konnten die Basler lange Zeit und ausser bei der postwendenden Chance von Jürgen Gjasula (20.) nicht reagieren. Der in der Startphase dominante Marcos Gelabert hemmte den Spielfluss in der Folge mit vielen Abspielfehlern, Jürgen Gjasula war in der offensiveren Rolle kaum gesehen und stand klar im Schatten von Ivan Ergic.

Doppelwechsel brachte Wende

So dauerte es eine geschlagene Dreiviertelstunde, bis der einzige Stürmer im FCB-Ensemble, Eren Derdiyok, zum ersten Mal erfolgsversprechend in Abschlussposition gebracht wurde. Der Schuss des Internationalen nach dem Zuspiel von Ergic flog aber um Meter am Tor vorbei (45.). Druckvoller wurde das Spiel der Basler erst, nachdem Trainer Christian Gross in der 56. Minute einen Doppelwechsel vorgenommen und Benjamin Huggel (für Gelabert) und Marko Perovic (für Fabian Frei) gebracht hatte.

Jetzt war Derdiyok nicht mehr isoliert, sondern hatte im Serben einen Partner auf dem Flügel, und auch Valentin Stocker auf der rechten Seite spielte nun offensiver. Der Druck war nun da, Torchancen nach Kombinationen gab es für den FCB trotzdem kaum. Aber dank seiner seit jeher bekannten Stärke bei Standardsituationen reichte es in der verrückten Schlussphase nicht nur zum Ausgleich sondern sogar noch zum Startsieg.



Spieltelegramm
Young Boys - Basel 1:2 (1:0)
Stade de Suisse. -- 23 250 Zuschauer. -- SR Busacca. -- Tore: 19. Eudis 1:0. 69. Perovic 1:1. 87. Huggel 1:2.

Young Boys: Wölfli; Schwegler, Zayatte, Ghezal, Schneider; Varela, Yapi, Hochstrasser, Raimondi; Eudis (62. Doumbia), Häberli (82. Frimpong).

Basel: Costanzo; Zanni, Abraham, Marque, Hodel; Gelabert (56. Huggel); Frei (56. Perovic), Ergic, Gjasula, Stocker; Derdiyok.

Bemerkungen: Young Boys ohne Regazzoni (gesperrt) sowie Doubaï, Dénervaud und Liechti (alle verletzt), Basel ohne Chipperfield, Streller, Carlitos, Eduardo und Safari (alle verletzt). 8. Lattenschuss von Raimondi. 19. Kopfball von Häberli an die Latte (Eudis verwertet den Abpraller). Verwarnungen: 10. Frei (Foul). 66. Varela (Foul). 87. Ghezal (Foul).

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 20. Juli 2008, 13:41 
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NZZ, 20.07.2008

Basler Glück unter dem YB-Stern

Der Meister startet dürftig, aber umso effizienter in die neue Saison

Peter B. Birrer, Bern

Am Freitagabend nach 22 Uhr sprach der FCB-Trainer Christian Gross einen Satz aus, der von Verlegenheit und dürftigem Argumentarium zeugt. Aber weil in diesem Business der Zahlen nur das Resultat und kein Eindruck richtet, lässt sich das locker äussern. Vor allem, wenn man glücklicher Tagessieger ist. Also liess Gross verlauten: Jene Mannschaft habe gewonnen, die den Sieg mehr «gewollt» habe. Das ist eine Frage der Interpretation, zumal der FC Basel im Stade de Suisse eher moderat auftrat, während vieler, vieler Minuten Rätsel zurückliess und nicht den stechenden Beweis erbrachte, «mehr zu wollen» als der Herausforderer.

Als Marko Perovic in der 69. Minute per Freistoss und mit Präzisionsarbeit zum 1:1 ausglich, kam dies ohne Einleitung. Als Huggel in der 87. Minute das 2:1 erzielte, war dies die ungefähr dritte Basler Torchance. Doch im Gegensatz zur Meistersaison, als der FCB in Bern mit dem Gesamtskore von 1:7 zweimal verloren hatte, vermochte er jetzt den Spiess umzudrehen. Wie der Erfolg zustande kam, wird später in der Saisonanalyse nicht mehr von Interesse sein. Hauptsache effizient. Hauptsache gewonnen. Hauptsache keine Diskussionen zum Saisonstart.

Der FC Basel erneuerte zunächst – verglichen mit dem gegen YB im Mai gewonnenen Finalspiel – mehr als die Hälfte des Zentrums und der Achse. Neben Costanzo, Marque und Ergic kamen Abraham, Gelabert, Gjasula und Derdiyok zum Einsatz, was ein Erklärungsansatz für die Heterogenität sein kann. David Angel Abraham, der junge designierte Abwehrchef aus Argentinien, hatte etwelche Probleme, stand aber erst zum zweiten Mal in seinem Leben auf einem Kunstrasen und äusserte sich nach dem für ihn ungewohnten Erlebnis perplex. Der Kunstrasen war Gegenstand eines kleinen Schlagabtauschs zwischen den Trainern, weil Gross die matte Darbietung der Seinen auch mit der Unterlage begründete. Daraufhin schob der YB-Trainer Martin Andermatt während seiner Ausführungen über den Match irgendwann die spitze Bemerkung ein, dass «dies überhaupt nichts mit dem Kunstrasen zu tun» habe.

Die Young Boys erzielten auf ihrer heimischen Kunststoffunterlage in der letzten Saison bis kurz vor Schluss tadellose Resultate. Das ist diesmal nach dem Auftaktspiel bereits anders, doch viel falsch gemacht hatten sie im für sie wichtigen Spitzenspiel nicht. Deshalb hielten sich auch die (Selbst-)Vorwürfe in Grenzen. In der nächsten Woche reisen sie allerdings ins Sittener Tourbillon. Sollten sie auch dort nicht reüssieren, käme womöglich schon die etwas unangenehme Frage auf, wie viel Publikum am nächsten Sonntag gegen Vaduz ins Stade de Suisse kommen würde. Mit ihrer letzten Saison haben sich die Berner die Messlatte hoch gesetzt, die Ansprüche sind gestiegen.

«Dr Stärn lüchtet witer», war vor dem Spiel die Botschaft und die Hoffnung in grossen Lettern in der YB-Fankurve gewesen. Nun, der YB-Stern leuchtete auch ohne Hakan Yakin, dessen Rückkehr die YB-Chefetage kategorisch ausschliesst, auch wenn der Transfer nach Katar noch immer nicht Fakt ist. Der Stern leuchtete also tatsächlich weiter – zumindest bis in die Schlussminuten. Carlos Varela ärgerte sich über das Verdikt, nahm als Vergleich die Euro hinzu und setzte die Spielweise des Gegners mit derjenigen Deutschlands gleich. Die YB-Art verglich Varela, der Sohn spanischer Einwanderer, mit derjenigen der Europameister aus Spanien. Das ist etwas gar hoch gegriffen, verdeutlicht aber den Berner Ärger. Als der FCB ausglich, hätte YB nach dem Tor von Eudis und den Stangenschüssen Raimondis und Häberlis 3:0 führen können. Aber eben: Am Schluss wollte der FCB den Erfolg «mehr». Oder wie auch immer.

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 Beitrag Verfasst: Montag 21. Juli 2008, 07:25 
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Auf bscyb.ch gibt's keine Highlights. Die Lust scheint verschwunden zu sein. Schade eigentlich. Es gab immerhin drei Tore und sonst noch ein paar zeigenswerte Szenen.

Schöne Woche!


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 Beitrag Verfasst: Montag 21. Juli 2008, 16:44 
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esapce.ch, 21.07.2008

Bereits früh unter Zugzwang

Die ärgerliche und bittere 1:2-Heimniederlage am Freitag gegen Meister Basel hat YB in eine ungemütliche Lage manövriert. Schon nach nur einer Runde befinden sich die Berner unter Zugzwang und in der Rolle des Verfolgers.

Hakan Yakin bestritt in den letzten sieben Jahren zahlreiche Duelle YB - Basel – zuerst auf Basler, später auf Berner Seite. «Selten war ein Spiel einseitiger», sagte Yakin gestern, «YB hat 60 Minuten sehr gut gespielt. Aber dann kam der FC Basel mit seinen zwei Freistössen und drehte die Partie.» Yakin, der letztjährige YB-Captain und Torschützenkönig, hatte die Begegnung am Freitagabend am TV verfolgt, und er sagte gestern, die Niederlage sei «sehr schade». Noch immer fühlt er sich offenbar als YB-Spieler, am Donnerstag aber beginnt mit allergrösster Wahrscheinlichkeit sein Katar-Abenteuer (siehe Kasten).

«Typisch YB»

Ohne Hakan Yakin befinden sich die Young Boys nach der ärgerlichen und bitteren 1:2-Heimniederlage im Startspiel gegen den FC Basel bereits in Rücklage. Wie schön hatte sich diese Saison eins nach Yakin für YB angehen können, hätten die Berner ihren furiosen Sturmlauf mit dem 2:0 und dem 3:0 gekrönt und gleich zu Saisonbeginn ein Ausrufezeichen gesetzt! Die Berner trafen Latte, Latte und Pfosten, aber nur einmal ins Tor, kassierten jedoch gegen einen erschreckend harmlosen FC Basel, der kaum eine Chance herausspielte, zwei Tore nach Freistössen. Jetzt ist alles ein bisschen anders, ein wenig komplizierter und um einiges ungemütlicher für YB. Die zwei späten Treffer der kühlen Basler haben die ambitionierten Berner in eine heikle Lage manövriert, die ersten Auswärtsspiele führen den Basel-Verfolger nach Sion und zum FC Zürich.

Unmittelbar nach der Niederlage vor immerhin 23250 Zuschauern hörte man rund ums Stade de Suisse einige Male die zwei in Bern gefürchteten Wörter «typisch YB». Tatsächlich war vieles wie früher, wie zu jenen Zeiten, die man überwunden geglaubt hatte, als YB oftmals gut spielte, am Ende aber Spiele verlor, die man im Prinzip gar nicht verlieren konnte. «Wir müssen die Niederlage und unser Nachlassen gegen Ende der Partie in Ruhe analysieren und dürfen jetzt auf keinen Fall hektisch werden», sagte Martin Andermatt am Sonntag. Auch der Trainer wies darauf hin, dass es nach einer Stunde 3:0 hätte heissen können. Doch er sagte auch: «Wir haben die Tore nicht erzielt und sind bestraft worden. Das muss uns ein Fingerzeig sein.»

Weil seine Offensivspieler im Abschluss sündigten, das Glück am Freitag kein Begleiter der Young Boys war und die Berner die Begegnung nicht frühzeitig entschieden, musste sich Andermatt auch mit kritischen Fragen zu seiner Wechselpolitik befassen. Während Basels Trainer Christian Gross auf die sehr dürftige Leistung der Seinen in der zweiten Halbzeit reagierte und die späteren Torschützen Marko Perovic und Benjamin Huggel einwechselte, gestalte Andermatt seine personellen Dispositionen relativ ideenlos: Er tauschte die beiden Stürmer Eudis und Thomas Häberli einfach gegen die Backups Seydou Doumbia und Joetex Frimpong aus, unterliess es aber, das unter Druck geratene Mittelfeld mit einem zusätzlichen Akteur zu verstärken. «Im Nachhinein ist man immer schlauer», sagte Andermatt. Und sowieso: «Die Tore haben wir ja nicht aus dem Spiel heraus erhalten. Bei den Freistössen hätte uns ein zusätzlicher Mittelfeldspieler auch nichts gebracht.» Möglicherweise aber hätten die Defensive sowie der entkräftete Gilles Yapi im Zentrum dennoch eine zusätzliche Unterstützung (wie den robusten Baykal) benötigt.

Euphorie bald verflogen?

Und so stellt sich die Frage, ob es überhaupt eine günstigere Gelegenheit gibt, den FC Basel zu bezwingen. Der Meister war sehr schwach, sehr uninspiriert, noch nicht eingespielt, er musste auf fünf Stammspieler (Marco Streller, Scott Chipperfield, Eduardo, Carlitos, Behrang Safari) verzichten und erhielt dennoch einen fürstlichen Lohn in Form von drei wertvollen Punkten. Trainer Gross durfte wieder einmal den ungeliebten Kunstrasen als zusätzliches Handicap für seine Mannschaft erwähnen, er färbte die Basler Vorstellung nicht schön, behauptete aber etwas gar gewagt: «Wir haben den Sieg heute mehr gewollt als YB.»

Der Sieger hat immer Recht, und die wütenden Ausführungen von YB-Mittelfeldspieler Carlos Varela unmittelbar nach der Partie, der FCB würde «hässlich» und «defensiv» spielen, waren zwar nicht falsch, aber auch vom Frust geleitet. Trotz der Niederlage besitzen die Young Boys Potenzial, aber das allein garantiert keine Punkte. Die linke Seite mit Marc Schneider und Mario Raimondi muss sich steigern, die Chancenauswertung besser werden, insgesamt aber darf YB, so merkwürdig das klingen mag, Selbstvertrauen aus der Saisonpremiere ziehen. Von den Zugängen überzeugte allerdings keiner restlos, und die gewachsene Euphorie in Bern mit einem Zuschauerschnitt von über 20000 im Kalenderjahr 2008 könnte bald verflogen sein. Nach der delikaten Partie am Donnerstag in Sion, wo YB vor diesem Mai in der Liga während 22 Jahren nicht gewonnen hatte, folgt das Heimspiel gegen Aufsteiger Vaduz.

Fabian Ruch

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 Beitrag Verfasst: Montag 21. Juli 2008, 16:49 
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Wir waren viel besser als Basel aber leider war das Glück nicht auf unserer Seite.

Man muss den Kopf jetzt nicht in den Sand stecken, schnell vergessen, und auf den ersten 60 Minuten aufbauen.

Hop YB :clap: :clap: :clap: :clap: :clap: :clap: :clap: :clap:

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wir siegen yb


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 Beitrag Verfasst: Montag 21. Juli 2008, 23:19 
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Wohnort: Ostkurve Bern
Ist es nötig, dass wir in diesem Thread mehr Presseartikel als Postings von Usern haben? :roll:

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 30. Juli 2008, 12:09 
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20min.ch, 30.07.2008

Rayonverbote nach Scharmützel bei YB-FCB

Die Kantonspolizei Bern hat nach den Ausschreitungen nach dem Fussballspiel der Berner Young Boys gegen den FC Basel vom 18. Juli gegen vier Personen Strafanzeigen eingereicht. Drei Personen wurden Rayonverbote auferlegt.

Eine Person wurde wegen Landfriedensbruchs angezeigt, wie die Kantonspolizei Bern am Mittwoch meldete. Zwei Personen erhielten eine Anzeige wegen Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte, eine weitere Person wegen Sachbeschädigung.

Nach dem Fussballspiel der Berner Young Boys gegen den FC Basel hatten sich Fangruppierungen Scharmützel geliefert. Fans bewarfen die Polizei beim Bahnhof Wankdorf mit Steinen und Flaschen. Die Polizei setzte Reizstoffe und Gummischrot ein. Sechs Fans und sieben Polizeibeamte wurden dabei verletzt.

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