Registrieren    Anmelden    Forum    Suche    FAQ

 

 

 

     

 

 

Foren-Übersicht » www.ybfans.ch » BSC Young Boys Stammtisch




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 64 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1, 2, 3, 4, 5 ... 7  Nächste
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Presse-Thread Saison 2008/2009
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 3. Juli 2008, 10:15 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
http://www.espace.ch, 03.07.2008

«deshalb ist die Aufregung so gross»

Fussball: YB-Trainer Martin Andermatt

Martin Andermatt, Trainer der Young Boys, äussert sich im Interview zur Kontroverse um Spielmacher Hakan Yakin.

«BUND» Erwarten Sie, dass Hakan Yakin heute im YB-Training erscheint?

MARTIN ANDERMATT: Ich nehme an, er ist zumindest da. Ob er dann auch mit uns trainiert, kann ich aber nicht sagen.


Zuletzt hatte es Unstimmigkeiten gegeben. Yakin sagte, er werde heute bei YB zurückerwartet. Sie waren der Meinung, er hätte bereits am Montag erscheinen müssen.

Aus meiner Sicht ist die Sachlage klar. Wir hatten zuvor zusammen gesprochen, und ich sagte ihm damals, er würde durch Sportchef Alain Baumann informiert, wann er zurück sein müsse. Baumann hat ihm dann mitgeteilt, dass das am Montag der Fall sei. Ich wollte ihn an diesem Tag sehen und mit ihm sprechen. Falls Yakin dann einige Tage für Verhandlungen benötigt oder nach der Euro noch ein paar Freitage gewollt hätte, wäre das ein Diskussionspunkt gewesen. Pünktliches Erscheinen wäre aber auch gegenüber der Mannschaft das richtige Vorgehen gewesen. Sie hat ihn immer unterstützt.

Sie sehen Yakin also in einer gewissen Bringschuld?

Er hat eine tolle Saison gespielt und danach an der Europameisterschaft überzeugt. Dass er im Nationalteam so oft zum Einsatz kam und drei EM-Tore erzielte, verdient Respekt. Vor eindreiviertel Jahren war Yakin aber nicht der gefragte Spieler, der er jetzt ist. YB aber hat immer an ihn geglaubt, und deshalb sollte er alles daransetzen, in Bern einen guten Abschluss zu haben. Das wäre auch in seinem Sinn.

Wird Yakin je wieder für YB spielen?

Das weiss ich zu diesem Zeitpunkt nicht. Tatsache ist aber, dass er nach wie vor bei YB unter Vertrag steht und bisher bei keinem anderen Klub unterschrieben hat. In unserem Gespräch wollte ich ihn überzeugen, bei uns zu bleiben. Er hätte in der nächsten Saison noch einmal an Stärke gewinnen können. Letztlich liegt die Entscheidung aber bei Hakan Yakin, denn er verfügt über diese Klausel im Vertrag, die ihm gegebenenfalls einen Vereinswechsel erlaubt.

Kann YB auch ohne Yakin die hohen Ziele in der nächsten Saison erreichen?

Damit werde ich mich auseinandersetzen, wenn sein Abgang feststeht. Er ist nach wie vor da, und falls er weggehen sollte, spreche ich nur über die Leute, die mir zur Verfügung stehen. Ein Spieler kann nie eins zu eins ersetzt werden. Statt Yakin würde jemand zum Einsatz kommen, der seine eigenen Stärken und Schwächen hat. Aber natürlich ginge uns mit ihm auch eine Persönlichkeit verloren. Yakin lässt niemanden kalt. Deshalb ist jetzt die Aufregung auch so gross.


Abgesehen von der Personalie Yakin: Welche Transfers sind von YB noch zu erwarten?

Wir werden sehen, wer noch kommt. Bisher haben wir uns punktuell verstärkt. Uns ist bewusst, dass wir einige Spieler verpflichtet haben, die eine gewisse Anlaufzeit benötigen. Ziel ist es dennoch, die Kontinuität der letzten Saison zu erreichen. Deshalb arbeiten wir zurzeit am Feinschliff.

Interview:Alexander Wäfler

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2008/2009
 Beitrag Verfasst: Freitag 11. Juli 2008, 11:24 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
http://www.espace.ch, 11.07.2008

Es gilt: Näher zusammenrücken

Heute ab 17 Uhr steigt im Stade de Suisse das Saisonstartfest, am Samstag und am Dienstag spielen die Young Boys am OBI-Cup: Für die Berner geht es bereits vor dem Saisonstart am 18.Juli zu Hause gegen Basel Schlag auf Schlag.

Im Stade de Suisse hat YB wieder das Zepter übernommen. Der Kunstrasen präsentiert sich im Zustand der Vor-Euro-Phase. Die Young Boys haben die Enttäuschung über den Yakin-Abgang zu verkraften. Sie versuchen aber, vor dem OBI-Cup vom Samstag (18.30 Uhr Wolfsburg - Guimarães, 20.45 Uhr YB - Botafogo Rio de Janeiro) und Dienstag (Finals) Optimismus zu verbreiten. Stefan Niedermaier, der CEO des Stade de Suisse, sagt, kein Klub verliere gern seinen Captain, «wir schon gar nicht». Dennoch sei klar: «Wir haben eine hervorragende Mannschaft.» Niedermaier hofft darauf, dass das Team «die letzte Saison bestätigt, im Schweizer Cup deutlich besser abschneidet und im Uefa-Cup überwintert».

Häberli neuer Captain

Zum jetzigen Zeitpunkt sind das forsche Ziele, zumal noch niemand weiss, wer für die entscheidenden YB-Tore sorgen soll. Es gibt im Angriff die Neulinge Doumbia (aus Japan gekommen), Eudis (Zürich) und Dénervaud (Bulle) sowie Frimpong, der nach der letzten Saison grossen Nachholbedarf haben dürfte. Vor allem aber gibt es Thomas Häberli, den sicheren und überaus treuen Wert. Der 34-Jährige war nie so wertvoll wie in der letzten Spielzeit. In den Spielen nach der Yakin-Ära wird er nun noch wichtiger. Das lässt sich auch daran ablesen, dass ihn Trainer Martin Andermatt als Yakin-Ersatz zum Captain ernannt hat (Assistenten sind Raimondi und Goalie Wölfli) und Häberlis Vertrag abermals verlängert wurde. Der Luzerner spielt seit 2000 bei YB. Er trug in seinen Berner Anfängen wesentlich dazu bei, dem Verein zum Aufstieg zu verhelfen. Nun wurde sein noch ein Jahr laufender Vertrag vorzeitig bis 2010 verlängert – mit Option auf eine weitere Saison.

Die Frage, ob Häberli in der Tat gesamthaft elf Saisons in Gelb-Schwarz bestreiten wird, steht nicht im Vordergrund. Wichtiger ist aus YB-Sicht, dass es der Mannschaft gelingt, Wege aufzuzeigen, die auf eine erfolgreiche Saison ohne Yakin hindeuten. «Wir haben uns im Frühling als richtige Mannschaft präsentiert. Das muss so weitergehen», sagt Häberli. Trotz grösserer Verantwortung will er sich nicht anders verhalten. «Mein Auftreten wird genau gleich bleiben, nun trage ich zusätzlich die Captainbinde.»

Nicht nur beim gestrigen Medientermin galt es für die Spieler, näher zusammenzurücken. Wenn Häberli Häberli bleibt, Doumbia eine Tore schiessende Entdeckung ist, Varela und Raimondi je zwölf Saisontreffer erzielen und Frimpong mehr als ein Joker ist, kann es gut gehen. Yakins Flug nach Doha eröffnet anderen Spielern Freiräume. Trainer Martin Andermatt sagt, an der EM habe man gesehen, dass das Kollektiv entscheidend sei. «Mit Yakin ist eine Figur weg, die manchmal geliebt wurde und manchmal angeeckt ist. Nun kann sich keiner mehr hinter Yakin verstecken.»

Vertrag für Bastians

Sein Potenzial ausspielen soll auch Felix Bastians. YB verpflichtete den Deutschen für zwei Jahre. Der 20-Jährige kann sowohl in der Abwehr als auch im Mittelfeld eingesetzt werden. Der 1,88 Meter grosse Bastians, der regelmässig in deutsche Nachwuchsauswahlen berufen wurde, hinterliess in den Testspielen einen guten Eindruck.

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2008/2009
 Beitrag Verfasst: Samstag 12. Juli 2008, 23:02 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
espace.ch, 12.07.2008

YB-Sportchef Baumann lobt Offensive

Mit dem Obi-Cup beginnt für die Young Boys heute die letzte Phase der Vorbereitung auf die neue Saison. YB-Sportchef Alain Baumann spricht vor dem Spiel gegen Botafogo über die Perspektiven des Teams ohne Hakan Yakin.

Alain Baumann: Die Begegnungen sind die Hauptproben vor dem Spiel gegen Basel nächsten Freitag. Trainer Martin Andermatt wird letzte Aufschlüsse erhalten, und es wird sich eine Startformation herauskristallisieren. Zudem wird das Turnier für die Spieler zu einem Erlebnis.


Inwiefern?

Während meiner Aktivkarriere habe ich mit YB im alten Wankdorf jeweils den Philips-Cup bestritten. Mir hat es immer Spass gemacht, mich mit ausländischen Mannschaften zu messen, und es herrschte immer eine gute Stimmung.


Ist der Termin nicht ein wenig unglücklich gewählt? Nach dem zweiten Spiel am Dienstag bleiben YB nur zwei Tage zur Vorbereitung auf das Basel-Spiel.

Nicht die Daten des Obi-Cups sind das Problem. Dass die Saison für uns schon am Freitag beginnt, ist nicht ideal. Wir hätten es vorgezogen, erst am Sonntag gegen den FCB zu spielen, oder sonst halt am Samstag. Aber das war ein Wunsch des Schweizer Fernsehens, das die Partie live überträgt. Positiv könnte sich immerhin auswirken, dass das Team rasch den Rhythmus findet. Zu Saisonbeginn stehen für uns auch drei Partien in zehn Tagen an.


Werden die Young Boys den FC Basel auch in dieser Saison fordern können?

Davon gehe ich aus. Bis auf Tiago, der zu Duisburg wechselte, und Hakan Yakin, den wir wohl definitiv verlieren, haben wir keine Abgänge von Stammspielern zu verkraften. Der Grossteil der Mannschaft spielt seit längerer Zeit zusammen. Mit Eudis, Seydou Doumbia, Marc Schneider, Sven Lüscher, Lucien Dénervaud und Felix Bastians ist es uns gelungen, junge, hungrige Spieler zu verpflichten. Wenn das Team sein Potenzial ausschöpft, sind die Perspektiven für uns ausgezeichnet.


Zuletzt wurde der Deutsche Felix Bastians verpflichtet. Was erwarten Sie von ihm?

Er ist ein Spieler, der auf beiden Seiten in der Abwehr oder im Mittelfeld eingesetzt werden kann. Seine Fähigkeiten hat er in der Vorbereitung unter Beweis gestellt. Ausserdem verfügt Bastians über die deutsche Winnermentalität. Die wird dem Team gut tun.

Welche Mannschaften ausser Basel sehen Sie als stärkste Konkurrenz zu YB?

GC hat sich geschickt verstärkt. Der FC Sion verfügt wie letzte Saison – zumindest auf dem Papier – über eine sehr gute Equipe. Und wenn es dem FC Luzern gelingt, sich im Angriff noch zu verstärken, traue ich ihm ebenfalls einiges zu.


Wie haben sie die YB-Mannschaft in den letzten Wochen erlebt?

Ich bin sehr zufrieden mit der Vorbereitung. Im Trainingslager in Meiringen wurde hart gearbeitet, die neuen Spieler wurden gleich integriert. Anders als im letzten Jahr stand das Kader bereits früh fest. Nur Doumbia ist später angekommen und verpasste einen Teil der Vorbereitung, dazu Kamil Zayatte und Saif Ghezal, die mit ihren Nationalteams unterwegs waren.


Allerdings haben die Young Boys in den letzten Testspielen nicht gerade brilliert.

Die Resultate waren nicht berauschend, das stimmt. Für mich ist es aber nicht ungewöhnlich, wenn in dieser Phase nicht alles klappt. Im ersten Test, beim 4:1 gegen Schaffhausen, hat die Mannschaft trotz Müdigkeit überzeugt. Da ist es beinahe zu gut gelaufen. Dass die Leistungen danach weniger überzeugend waren, ist kein Grund zur Beunruhigung.


Beim 0:0 gegen Yverdon am Mittwoch erspielte YB sich zwar viele Chancen, der Torerfolg blieb aber aus. Machte sich da bereits das Fehlen von Torschützenkönig Hakan Yakin bemerkbar?

Auf Grund der Chancen hätten wir gegen Yverdon zwei, drei Tore erzielen müssen. Ob uns da Yakins Treffer gefehlt haben, darüber lässt sich streiten. Fest steht: Er spielte eine sensationelle Rückrunde, in dieser Form werden wir ihn sicher vermissen. Zu Torgelegenheiten sind wir gegen Yverdon aber gekommen. Das bedeutet, dass uns immerhin der Vorbereiter Yakin nicht fehlte.


Yakin hat am Freitag bei Al-Gharafa einen Vertrag unterschrieben. Wie gross wird der Aufwand bei YB sein, um einen neuen Spielmacher zu verpflichten?

Auf die Frage nach einem Yakin-Ersatz sage ich wie immer: Eins zu eins werden wir ihn nicht ersetzen können. Mit einem Spieler aus der Schweiz sowieso nicht. Wir müssten im Ausland nach einer Lösung suchen, die wäre teuer. Wir sind in der Offensive gut besetzt. Trotzdem sehen wir uns weiter auf dem Markt um und werden gegebenenfalls handeln.


Ist dieses zurückhaltende Vorgehen im Sinn von Trainer Andermatt? Bei Misserfolg würde er als Erster seinen Job verlieren.

Unser Vorgehen auf dem Transfermarkt bestimme ich nicht allein. Andermatt, Stadion-CEO Stefan Niedermaier und ich fällen die Entscheide gemeinsam, vorab aber diskutieren wir das in der operativen Leitung des BSC Young Boys.

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2008/2009
 Beitrag Verfasst: Montag 14. Juli 2008, 15:30 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
sportalplus.com, 14.07.2008

''Haki's Abgang ist keine Entschuldigung!''

''Ich erwarte von allen Spielern, dass sie sich in Szene setzen.''

sportal.ch: Für YB beginnt die Saison 08/09 so, wie die letzte aufgehört hat: Mit dem Knüller gegen Basel. Das Finale hat man 2:0 verloren. Was will man im Startspiel besser machen?

Andermatt: Gut, diese beiden Partien kann man nicht vergleichen. Im Finale spielten wir auswärts, nun spielen wir zu hause. Im Stade de Suisse wurde nach der Euro wieder der Kunstrasen verlegt, wir werden also im eigenen Stadion auf Kunstrasen in diese Saison starten können. Basel wird weiterhin der Gejagte sein, sonst hat sich nichts geändert. Dass die beiden Mannschaften aus dem Finale gleich im Startspiel aufeinander treffen sollen, hat die Liga bestimmt. Wahrscheinlich um eine gute Quote zu setzen. Ob das günstig so ist, stelle ich jetzt mal in Frage. Das Spiel war aber in der Vorbereitung bei uns immer ein Thema. Was im Finale war, zählt nicht mehr. Es ist eine neue Begegnung!

Ein anderes Spiel wird es nur schon, weil Hakan Yakin nicht mehr bei YB ist, oder?

Jeder Spieler kann und muss mehr Verantwortung übernehmen. Wir sind nicht mehr nur noch auf einer oder zwei Positionen unberechenbar. Der Abgang von Hakan sollte keine Entschuldiung für die Spieler sein. Ich erwarte von allen Spielern, dass sie sich in Szene setzen.


Und wie sieht das im taktischen Bereich aus? Das Spiel von YB war ja auf Yakin abgestimmt.

Hakan Yakin's Ziel war es immer, dass er hinter zwei Spitzen zum Einsatz kommt. So haben wir aber nie gespielt. Wir spielen so, wie es für die Mannschaft am besten ist und nicht, was ein einziger Spieler will. Wir müssen uns aber nicht über Spieler Gedanken machen, die wir nicht mehr haben. Wir müssen die ansprechen, die wir jetzt im Team haben.

Was ist die Spielphilosophie dieses Teams?

Das wird die gleiche sein wie bis anhin. Dank der wir nun da stehen, wo wir jetzt sind: Mit schnellen Ballstafetten nach vorne spielen und schlussendlich ist das Ziel natürlich immer zu gewinnen.

''Schnelle Ballstafetten'' das tönt nach holländischer Spielweise. Die holländische Fanmasse hat Bern während der Euro angesteckt. Und die holländische Nationalmannschaft YB?

Nein, das hat nichts mit der Euro zu tun. Wir haben letztes Jahr schon so gespielt. Letzte Saison haben wir am zweitmeisten Tore von allen Fussballmannschaften in Europa geschossen und haben daher sehr attraktiv gespielt.

Versucht man dennoch den Schwung der Euro in Bern mit in die Super League zu nehmen?

Die Zahlen der letzten Saison zeigen, dass in Bern das Interesse am Fussball mit dieser Art von Fussball gewachsen ist. Es spricht für sich, dass wir bei YB über 10'000 Mitglieder haben. Der Vergleich zu den Holländer passt daher, dass auch sie sehr attraktiven Fussball an der Euro gezeigt haben. Die Freude und die Euphorie der Euro gilt es bestimmt in die Super League mitzunehmen. Die Meisterschaft ist aber ein anderes Pflaster als die Euro es war.

Ist YB bereit für das Pflaster ''Schweizer Meisterschaft''?

Wir haben sehr gut gearbeitet in der Vorbereitung. Die einzelnen Automatismen müssen noch ineinander greifen und die neuen Spieler müssen noch mehr integriert werden. Im ersten Spiel wird das noch nicht ganz der Fall sein, aber es geht ja um die ganze Meisterschaft und nicht um ein einziges Spiel.

von Oliver Spieser

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2008/2009
 Beitrag Verfasst: Dienstag 15. Juli 2008, 09:17 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
Blick, 15.07.2008

Bienen auf Hirschjagd

Ohne Hakan Yakin vertraut YB auf das Kollektiv. Die Frage ist: wie viel Geduld haben die Bosse mit Trainer Martin Andermatt?

Das Plus

Das Mittelfeld. Viel hängt von der Fitness des oft angeschlagenen Yapi ab. Der sensible Edeltechniker von der Elfenbeinküste kämpft mit Achillessehnen-Beschwerden, hat zuletzt aber Fortschritte gemacht. Wenn der verletzte Doubai zurückkehrt, verfügt YB auch ohne Yakin über eine hochklassige Auswahl. Das Supertalent hat sich von seinem Kreuzbandriss wundersam erholt und könnte statt im Januar bereits im Herbst wieder spielen. Ein weiterer Trumpf: Varela und Doumbia sind mit die schnellsten Angreifer der Liga.

Die Trainersicherheit

In seinen anderthalb Jahren bei YB hat Martin Andermatt die Berner «kontinuierlich» – eines seiner Lieblingswörter – vorangebracht. Damit sind in Bern nicht nur die Zuschauerzahlen, sondern auch die Erwartungen massiv gestiegen. Doch YB-Boss Stefan Niedermaier ist kein Andermatt-Fan. Er hat den Vertrag des (Erfolgs-)Trainers im Winter zu dessen Ärger nur um ein Jahr verlängert. Vertrauen sieht anders aus. Gerüchtehalber hat Niedermaier zudem schon mehrfach mit einem Andermatt-Rauswurf geliebäugelt Und auch wenn Andermatt es nie sagen würde, wird es ihm kaum gefallen, dass YB praktisch nur noch Spieler aus dem Dunstkreis der Spielerberater Beytrison/Boli/Payot verpflichtet. Mit den Zuzügen von Eudis, Doumbia und Dénervaud stehen nun schon elf (!) Akteure dieses
Berater-Trios im YB-Kader. Starten die Berner ähnlich schlecht wie im Vorjahr, wackeln die Stühle von Andermatt und Sportchef Alain Baumann schnell.

Die Ersatzbank

Hier muss sich YB kaum Sorgen machen. Es kann nicht schaden, Spieler wie Regazzoni, Frimpong, Baykal, Doumbia oder Zayatte in der Hinterhand zu haben. Besonders im Angriff ist das YB-Kader dicht besetzt. Trainer Andermatt sagt: «Jeder muss sich immer
aufdrängen.» Allerdings läuft YB Gefahr, den Ivorer Doumbia Seydou während den olympischen Spielen in Peking abstellen zu müssen. Möglich, dass die Berner den Yakin-Abgang noch mit Oscar Scarione (Thun) kompensieren.

Der Sex-Appeal

YB ist in Bern grausam in. Die Fans strömen ins Stadion, und YB läuft dem langjährigen Platzhirschen, dem SCB, langsam aber sicher den Rang ab. Unter den Berner Lauben ist YB ohnehin pausenlos das grosse Thema. Für zufriedene Gesichter haben die neuen Biene-Maja-­Trikots gesorgt, welche die YB-Macher schon seit drei Jahren im Auge hatten. Aber: Nach dem Abgang von Superstar Yakin fehlt dem Vizemeister ein Aushängeschild.

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2008/2009
 Beitrag Verfasst: Dienstag 15. Juli 2008, 16:28 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
Blick, 15.07.2008

Streifen machen FCB schlank und YB unsichtbar

Alles über die Nebenwirkungen der neuen Trikots von YB und Basel.

Johann Georg Bujan vom «Bund europäischer Farbberater» weiss um die Wirkung von Farben und Mustern. «Rot ist bekannt für seine aggressive Wirkung, allerdings gewöhnt sich das menschliche Auge daran,» sagt Bujan. Was sagt er zu den «Biene Maja»-Trikots der Berner Young Boys? «Die Spieler sehen natürlich viel dicker aus in quergestreiften Leibchen als in längsgestreiften.» Gott sei Dank ist Hakan Yakin nicht mehr da, wird sich da mancher YB-Fan sagen.

Yakin hätte dick ausgesehen

Paradox ist: Die queren Streifen machen zwar optisch dicker, sind aber – für den Gegner – weniger gut sichtbar. «Eine einheitliche Fläche ist besser sichtbar als eine gestreifte. Somit besteht die Gefahr, dass auch die eigenen Spieler die Mitspieler übersehen.» Wie anno dazumal Die ersten Young Boys spielte übrigens schon 1889, neun Jahre vor der Gründung, in quergestreiften Leibchen.

Barça wegen FCB rot-blau

Historisch interessant ist auch die Verwandtschaft der Trikots des FC Basel und des FC Barcelona. Der Schweizer Hans Gamper versuchte 1899 mittels Zeitungsinserat, in Barcelona Fussballspiele zu organisieren. Interessenten wurden gebeten, sich in der Redaktion zu melden. Daraus entstand der mitgliederstärkste Fussballverein der Welt. Gamper war ein bekennender Anhänger des FC Basel und wählte deshalb für Barça die Vereinsfarben Rot und Blau. Auch der Fussball, der das Basel-Wappen ziert, ist genau gleich auf dem Barcelona-Wappen zu finden.

Trikottausch Barcelona-Basel

Die neuen FCB-Leibchen erinnern denn auch stark an die traditionellen Barça-Trikots. Kurios: Barcelona spielt diese Saison wie Basel letzte Saison, halb in blau, halb in rot. Der 1930 verstorbene Gamper hätte seine wahre Freude. Die Fussball-Klubs freuen sich vor allem über die Einnahmen dank den alljährlich wechselnden Leibchen.

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2008/2009
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 17. Juli 2008, 08:12 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
espace.ch, 16.07.2008

YB-Trainer Andermatt im Interview

Vor dem Saisonstart am Freitag (20.15 Uhr) im Stade de Suisse gegen Basel äussert sich YB-Trainer Martin Andermatt über seine Philosophie, die Charaktere der Spieler, den Abgang Hakan Yakins und die Konstanz von Christian Gross.

Der Trainerjob gilt als Traumjob – mit Tücken, oder?
Martin Andermatt: Natürlich. Aber wenn einer jammert, wenn er Trainer sein darf, verstehe ich das nicht. Allerdings ist es schon so: Der Erfolg hat viele Väter, der Misserfolg ist ein Waisenkind. Ich weiss, dass ich als Trainer eine gute Rolle habe, aber der Ausdruck mit dem schwächsten Glied in der Kette, wenn es nicht läuft, trifft zu.

Belastet Sie diese Gewissheit?
Ich kümmere mich nicht darum. Was ich will, ist mit YB vorwärts kommen und in der Region etwas bewegen.

Auf welche Art wollen Sie die Spieler für die Sache begeistern?
Man muss fordern, die vielen Charaktere unter einen Hut bringen und alle Spieler auf ein gemeinsames Ziel einstimmen. Als ich nach Bern kam, lag YB an siebenter Stelle. Wir haben dennoch konsequent vom Ziel Uefa-Cup-Teilnahme gesprochen. Wir haben das Ziel erreicht.

YB hat mit der Vertragsverlängerung gezögert und Ihren Kontrakt im Spätwinter nur um ein Jahr verlängert.
Ich sehe das nicht mehr so eng wie früher. Vielleicht ist auch der Verein ein Risiko eingegangen, den Vertrag nur für ein Jahr zu verlängern. Fussball ist schnelllebig. Es wird ihn immer geben, aber die Menschen wechseln. Man darf sich nicht zu wichtig nehmen, muss aber die Übersicht bewahren.

Eines der Ziele eines Trainers muss sein, dass man seine Handschrift auf dem Feld erkennt.
Ich will meine Philosophie vermitteln, mutig nach vorn zu spielen. Aber alles muss seine Ordnung haben. Nur wer geordnet auftritt, kann kreativ sein. Stimmt die Grundeinstellung, kann delegiert werden.

Was gehört sonst noch dazu?
Es geht immer darum, Erfolg zu haben. Unsere Taktik muss darauf aufgebaut sein, schlauer als die anderen zu sein. Ein Trainer muss schlitzohrig sein und die Leute manchmal so führen, dass sie nicht merken, dass sie geführt werden (lacht).

War das bei Hakan Yakin der Fall?
Ja, auch. Schwierige Spieler fordern mich mehr. Als Trainer muss ich alle Spieler begleiten. Aber die Ideen umsetzen, das müssen sie allein. Ich ärgere mich fürchterlich, wenn einer sein Talent vergeudet, weil ihm vieles gleichgültig ist. Talent bekommt man geschenkt. Das muss man sich bewusst sein. Wenn ich höre, dass man als Trainer die Spieler ständig zu motivieren habe, muss ich schmunzeln. In diesem Bereich hilft der Zauber eines Trainers nur kurzfristig. Die Spieler müssen ein richtiges Mass an Eigenmotivation mitbringen.

Wie äussert sich das im Alltag?
Bei einigen muss man streng sein, auch dazwischenhauen. Anderen muss man Wege aufzeigen. Welche Route sie dann wählen, entscheiden die Spieler. Darf einer nichts mehr sagen, ist es nicht mehr gut.

Sie haben Yakin einmal aus der Startformation genommen, weil er zu spät zur Teamsitzung kam.
Es ging nicht um Machtspiele, sonst hätte ich ihn im Verlauf des Spiels nicht eingewechselt. Er kam vor der Partie zu spät. Also brachte er – notabene als Captain – nicht den nötigen Respekt gegenüber den Kollegen auf. Ordnung und Disziplin müssen zum Wohl des Ganzen sein.

Wie teuer kam Yakin die Verspätung zu stehen?
Das gehört nicht an die Öffentlichkeit. Aber wenn er vor dem Training auf dem Weg nach Bern im Stau stecken blieb, hat das gekostet. Das war nicht billig.

Wie denken Sie über Yakins Abgang?
Ich sage, der Neid ist der älteste Schweizer. Geht einer, der keine Ausstiegsklausel im Vertrag hat, ist das anders als bei Yakin. Ich hoffe, es stimmt für ihn. Den Schritt wird er sich gut überlegt haben. Ich kann den Wechsel mit all den Annehmlichkeiten nachvollziehen. Und ich mag ihn Yakin von Herzen gönnen.

Sie haben ihn zum Captain gemacht und gestärkt.
Seine Leistungen auf dem Feld haben gezeigt, dass wir richtig lagen. Yakin sprach zuvor immer von zwei Stürmern, die er vor sich brauche, um sich zu entfalten. Ich sagte ihm: «Du musst einfach gut spielen.»

Wie gehen Sie mit Ersatzspielern um?
Hat man 25 Spieler, sind jene elf, die spielen dürfen, glücklich, und 14 unzufrieden. Die Frage ist: Wie gehe ich mit den 14 um? Ich kümmere mich um sie, weil ich genau weiss, dass wir in einer langen Saison alle brauchen.

Wie muss die Mischung im Kader sein?
Sie ist sehr wichtig. Im Fussball braucht man Künstler, Spassvögel und Nörgler. So kann ein Gebilde wachsen. Wir haben ein Team, das sehr sauber arbeitet. Auf die Dauer einer Saison ist das von grosser Bedeutung.

Wer sind gegenwärtig der Künstler, Spassvogel und Nörgler?
Das will ich nicht personifizieren. Es geht um die Entwicklung jedes Einzelnen. Mario Raimondi hat gute Fähigkeiten. Aber er kann noch viel mehr, als er bisher gezeigt hat. Thomas Häberli hat in der letzten Saison vieles richtig gemacht. Aber jetzt ist er als Captain noch mehr gefordert. Es braucht Stabilität, Kontinuität und Mentalität. Veränderungen werden nie gegen etwas, sondern immer für jemanden vorgenommen.

In der «Finalissima» war bei YB in Basel von einer Winnermentalität nichts zu sehen.
Wir haben das Fehlverhalten angesprochen und arbeiten gezielt daran, die Mentalität zu verbessern. Für mich ist klar: Spielt YB am Obi-Cup, muss es alles versuchen, um das Turnier zu gewinnen. Mir hat gefallen, wie wir gegen Wolfsburg bis zuletzt den Sieg gesucht haben. Diesen Vorwärtsdrang will ich sehen.

Am Freitag steht zum Saisonstart bereits wieder das Treffen mit Basel auf dem Programm.
Der FCB wird wie gewohnt dominant auftreten wollen. Aber wir spielen zu Hause. Unsere Entwicklung zeigt weiterhin nach oben, davon bin ich überzeugt. Basel ist sehr selbstsicher. Aber wir waren in der letzten Saison nahe dran, obwohl zu Beginn keiner damit rechnete, dass wir Basel fordern würden.

Christian Gross ist beim FCB seit 1999 im Amt. Die restlichen Trainer in der Super League sind höchstens zwei Jahre bei ihrem jetzigen Verein. Wie erklären Sie sich diesen Zustand?
Man muss auf den Erfolg schauen. In der Wirtschaft wechseln die erfolgreichen Unternehmen ihre Führungskräfte auch nicht jedes Jahr aus. Der Weg von Gross ist sehr beeindruckend. Ich habe mit ihm keinen engen Kontakt. Ich glaube, er will das gar nicht. Aber ich verfolge seine Entwicklung intensiv. Man erkennt seine Philosophie beim FCB.

Nach dem Yakin-Abgang rätseln viele: Wie stark ist YB?
Vor dem Saisonstart weiss keiner genau, wo er steht. Wir haben die Abwehr stabilisiert und im Angriff mehr Varianten. Yakins Abgang hatte sich abgezeichnet. Ihn kann man nicht eins zu eins ersetzen. Das war auch beim Transfer von Kader Mangane vor einem Jahr so. Aber mit unseren Möglichkeiten haben wir sehr gut gearbeitet.

Drängen Sie darauf, noch einen fertigen Spieler zu holen?
Die Frage ist: Brauchen wir noch einen grossen Namen? Und die Anschlussfrage: Garantiert uns ein grosser Name das, was wir uns wünschen?

Wie lauten die Antworten?
Wir machen uns intern immer Gedanken. Gilles Yapi nimmt im Mittelfeld eine Schlüsselposition ein. Man muss aber abwarten, ob er das gesundheitlich verkraftet. Wenn nicht, besteht Handlungsbedarf. Die Transferfrist läuft noch lange.

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2008/2009
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 17. Juli 2008, 08:15 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
http://www.sf.tv, 16.07.2008

Brave Bienen oder wütende Wespen?

Das neue Trikot der Young Boys erinnert an ein Insekt mit Stachel. Die Frage ist nur, was drin steckt: Brave Honigbienen oder aggressive Wespen? Die Formulierung des Saisonziels ist eher brav, die Mannschaft hat aber durchaus Potenzial, zuzustechen.


Rückblick: Der 10. Mai dieses Jahres kurz nach 22 Uhr - YB-Spieler verlassen nach der 0:2-Niederlage mit hängenden Köpfen den Rasen des St. Jakob-Parks. Ein Sieg in der «Finalissima» hätte den Bernern den ersten Titel seit 21 Jahren gebracht. Doch YB schien gelähmt und blieb ohne Chance.

Die Spieler seien nicht bereit gewesen und man müsse nun aus der ungenügenden Leistung die nötigen Lehren ziehen, sollte YB-Coach Martin Andermatt unmittelbar nach der verpassten Chance auf den Titel sagen.

Selbstvertrauen an Heimturnier getankt

«Die Enttäuschung musste in Leistung umgesetzt werden», sagt Andermatt nun und er habe in der Vorbereitungsphase erkannt, dass seine Spieler willig seinen, diese Leistung zu bringen. Die Resultate der letzten Testspiele stimmten zumindest. Am Heimturnier deklassierten die Berner zuerst die inferioren Brasilianer von Botafogo mit 6:0 und bezwangen danach den VfL Wolfsburg 3:2.

«Wichtig war für mich, dass wir gegen Wolfsburg trotz eines Rückstandes gewinnen konnten», sagt Andermatt. «Das zeigt für mich, dass meine Mannschaft über die geforderte Winner-Mentalität verfügt.»

«Finalissima» noch nicht vergessen

Am Freitag kommt es also gleich zum Saisonstart zur Neuauflage der «Finalissima» zwischen Basel und YB. «Wir haben dieses Spiel noch nicht vergessen», sagt Andermatt. «Aber es sind komplett andere Voraussetzungen: Die Saison beginnt erst und wir spielen zu Hause.» Der YB-Coach ist auch der Meinung, dass die Niederlage in der «Finalissima» der vergangenen Saison sein Team mental gestärkt hat.

Schwieriges Auftaktprogramm

Der Auftaktschlager YB gegen Basel, Vizemeister gegen Meister, ist nur der Beginn eines happigen Startprogramms der Berner. Nach dem Heimspiel am Freitag gegen Basel folgt eine erfahrungsgemäss schwierige Auswärtspartie gegen Sion. Danach gastiert Aufsteiger Vaduz im Stade de Suisse, ehe die Berner beim FC Zürich antreten müssen.

«Das ist eben kein Wunschkonzert», kommentiert Andermatt das Startprogramm. «Aber wir haben hart darauf hingearbeitet und jeder Spieler ist sich bewusst, dass es gleich von Anfang an los geht.»

Yakin-Abgang nicht nur negativ

Der grosse Abwesende bei den Bernern wird Hakan Yakin sein. Der letztjährige YB-Captain hat die Berner in Richtung Katar verlassen. Nachtrauern will man im Stade de Suisse dem Torschützenkönig der letzten Saison (24 Tore) aber nicht. «Wir kümmern uns um Spieler, die wir haben», so Andermatt und kann dem Abgang seines ehemaligen Leistungsträgers auch Positives abgewinnen: «Wir sind nicht mehr so leicht auszurechnen und nicht mehr von der Tagesform eines Einzelnen abhängig», sagt er.

Interessante Zuzüge

So schwer Yakins Weggang wiegen könnte, YB war auf dem Transfermark aktiv und hat vielversprechende Spieler in die Bundeshauptstadt geholt. Erwähnt seien die Stürmer Eudis vom FC Zürich und der Ivorer Seydou Doumbia von Tokushima in Japan. Der 20-Jährige sei ein interessanter Spieler mit grossem Entwicklungspotenzial, so Andermatt über den Neuzuzug. Seine grösste Stärke ist die Schnelligkeit. «Doumbia ist ein Flugzeug», sagte Eudis jüngst über seinen Teamkollegen.

Der zweite Spieler, auf den man in Bern gespannt ist, heisst Felix Bastians. Dieser verliess bereits als 16-Jähriger seine Heimat und spielte zuletzt in der Reservemannschaft von Nottingham Forest. Der unterdessen 20-jährige Deutsche brauche aber noch ein wenig Adaptionszeit, meint sein Trainer, der sich auch über den Zuzug von Routinier Marc Schneider aus St. Gallen freut.

«Müssen im richtigen Moment zustechen»

Yakins Abgang hin, «Finalissima» zum Auftakt her - zu reden gibt in Bern derzeit vor allem das neue, horizontal gelb-schwarz-gestreifte Trikot von YB, das an Wespen oder Bienen erinnert. Was denn nun, brave und emsige Honigbienen oder aggressive und kampfeslustige Wespen? «YB muss ein Mix aus beiden sein. Wir müssen fleissig sein und im richtigen Moment zustechen», sagt Andermatt.

Bescheidenes Saisonziel

Die Ausgabe des BSC YB 2008/2009 gehört ohne Zweifel zu den Titelaspiranten, auch wenn man das Wort «Titel» in Bern anscheinend scheut wie der Teufel das Weihwasser. So wird als Saisonziel vorerst «ein Rang in den Top 3» genannt - wohl auch, um sich selbst nicht allzu sehr unter Druck zu setzen. Eine Strategie, die vergangene Saison beinahe hingehauen hätte. (Vincent Bongard)

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2008/2009
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 17. Juli 2008, 08:17 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
20min.ch, 16.07.2008

Welcher ist hier der Arbeiterklub?

von Patrick Toggweiler

Wer schröpft seine Fans am meisten? Vor dem Start in die neue Super-League-Saison hat 20 Minuten Online die Preise für Saisonkarten verglichen und ist dabei auf ein erstaunliches Ergebnis gestossen.


Wer beim FCZ nicht von einer Sonderaktion profitieren konnte, muss nun 410 Franken für eine Saisonkarte bezahlen. Am billigsten sind nicht, wie erwartet, die kleinen Vereine, sondern die renommierten Klubs wie YB, GC und Basel – alles Teams, die in einem neuen Stadion beheimatet sind. Schlusslicht ist der FCZ, der sich alle Mühe gibt, sein Image als Arbeiterklub loszuwerden.

1. GC
199 Franken für 18 Heimspiele, Mitglieder bezahlen gar nur 159 Franken. Der ehemalige Nobelklub zeigt sich mit seinen Fans generös und blamiert mit diesem Angebot den Stadtrivalen. Mit diesem Preis stellt sich GC in der Tabelle der billigsten Eintritts-Abonnemente in der Axpo Super League ganz oben aufs Treppchen.

2. Young Boys
Bei YB kostet die Jahreskarte 220 Franken. Alternativ kann man für 110 Franken auch nur die Vorrunde buchen. Es erstaunt, dass ausgerechnet ein Klub in einem der neuen Stadien dieses Angebot bereitstellen kann.

3. Basel
Das günstigste Jahresabo kostet in Basel 260 Franken. Saisonkarten gibt es keine, dafür das grösste und fussballwürdigste Stadion der Schweiz.

4. Aarau
Trotz allen Unkenrufen gibt es auch in der Saison 2008/2009 Super-League-Niveau in Aarau. Ungläubige können sich für 280 Franken pro Saison selbst überzeugen.

5. Luzern
Auf der Allmend kostet das Abonnement 286 Franken. Mitglieder müssen nur 226 Franken bezahlen.

6. Bellinzona
Der Homepage kann man entnehmen, dass die Saisonkarte 200 Franken kostet – so war das wenigstens in der Spielzeit 2004/2005. Es war zu hoffen, dass dieser Preis auch heute noch seine Gültigkeit besitzt. Doch dem ist nicht so. In dieser Spielzeit kostet das Abonnement 300 Franken.

7. Sion
In Sitten darf man 18 Spiele lang stehen und dafür 300 Franken bezahlen. Unten wirbeln Monterrubio und Obradovic, auf der Trainerbank sitzt Uli Stilike. Irgendwer muss diese Gehälter ja bezahlen.

8. Xamax
Was Xamax letzte Saison sportlich bot, riss nicht vom teuer gemieteten Stadionhocker. 350 Franken kostet die Saisonkarte in Neuchâtel. Dafür darf Mann ein Kind unter 14 Jahren gratis mit hinein nehmen.

9. Vaduz
Man könnte meinen, im Ländle könnte man sich günstige Eintrittspreise leisten. Für den Fussballklub gilt das aber nicht. Wer bis zum 19. Juli zugreift, kriegt die Saisonkarte für 351 Franken – alle Spätzünder müssen 374 Franken springen lassen. Dafür wird gestanden und nicht gesessen.

10. FCZ
Bis zum 11. Juni kostete das Saisonticket beim FCZ 290 Franken. Wer sich jetzt noch eine Saisonkarte zulegen will, muss dafür 410 Franken bezahlen. So viel Geld verlangt sonst kein Klub. Zu diesem stolzen Preis darf man dann zwar die schönsten Schweizer Fan-Choreographien bewundern, gleichzeitig muss man aber eine Leichtathletik-Bahn zwischen sich und den Spielern dulden. Bei der stadtinternen Alternative kostet dieselbe Leistung nur die Hälfte.

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2008/2009
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 17. Juli 2008, 10:39 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
20min.ch, 17.07.2008

YB und Basel senken Ticketpreise für Gästefans
von Adrian Müller
Am Freitag erfolgt der Anpfiff zur Super-League-Saison 2008/09. Auswärtsfahrer können sich teilweise über tiefere Ticketpreise freuen. Aber nicht alle Vereine zeigen sich gastfreundlich.

Vergangene Saison sorgte die Preispolitik des FCZ in den Gästesektoren für rote Köpfe: Die Anhänger des FC Basel und von YB boykottierten sogar die Spiele ihrer Lieblinge im Letzigrund. Darauf senkte der FCZ die Eintrittspreise von 38 auf 28 Franken. Die Swiss Football League griff die Problematik auf und erliess ein neues Reglement: Dieses schreibt vor, dass die Preise in den Gästesektoren nicht höher als in vergleichbaren Heimsektoren sein dürfen.

Der 20-Minuten-Online-Preisvergleich für die Saison 2008/09 zeigt ein klares Bild: Die meisten Klubs verlangen 25 Franken Eintritt. Massiv gesenkt haben die Preise der FC Basel und YB: Statt 33 respektive 30 Franken kostet ein Billet für die Gästefans in den komfortablen Euro-Arenen neu nur 25 Franken. Die Vereine reagierten mit den Preissenkungen auf den Druck der Fans.

Preise Gästesektoren

Bild

Am meisten verlangt der FCZ für ein Gästeticket , dicht gefolgt vom Aufsteiger Vaduz mit 26 Franken – für einen Stehplatz notabene. Der FC Aarau hat die Preise wegen höheren Sicherheitskosten in allen Sektoren erhöht. Ebenfalls angestiegen sind die Preise beim FC Sion. Der günstigste Verein ist Aufsteiger Bellinzona, welcher nur 20 Franken verlangt.

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
 
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 64 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1, 2, 3, 4, 5 ... 7  Nächste

Foren-Übersicht » www.ybfans.ch » BSC Young Boys Stammtisch


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 39 Gäste

 
 

 
Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de