Registrieren    Anmelden    Forum    Suche    FAQ

 

 

 

     

 

 

Foren-Übersicht » www.ybfans.ch » BSC Young Boys Stammtisch




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 94 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1 ... 6, 7, 8, 9, 10  Nächste
Autor Nachricht
 Beitrag Verfasst: Sonntag 11. Mai 2008, 19:45 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Samstag 15. April 2006, 09:54
Beiträge: 245
Wohnort: Wiedlisbach
30*Bern*13 hat geschrieben:
hellbob hat geschrieben:
Christoph_YB hat geschrieben:
Ergic ist ein grosser Sportsmann, nicht so arrogant, wie der Rest (Streller, Majstorovic, Huggel)!


Aber genau diese Arroganz machte den Unterschied aus! Schau mal wie die Basler auftreten! Jeder von dennen ist sich so sicher, dass er gut ist und etwas reissen wird!


Um etwas zu reissen braucht es ein angemessenes Selbstvertrauen und keine Arroganz! Schau dir Stocker an, der war nicht überheblich, sondern sprühte vor Selbstvertrauen. So überrascht es nicht, dass er gestern der Match-Winner war. Wäre YB nicht mit dieser Unsicherheit auf den Platz gekommen, hätte man das Spiel wohl ausgeglichener gestalten können.



genau!!niemand braucht arroganz um gut zu sein. das ist einfach nur unsympathisch. was man braucht ist die nötige coolness um halt auch in einer finalissima gut zu spielen. arroganz stinkt

_________________
!!!!Böhse Onkelz!!!!


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Sonntag 11. Mai 2008, 19:56 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Dienstag 15. April 2008, 18:13
Beiträge: 57
m@co hat geschrieben:
Derdyiok kann immern noch nichts. Wird sich nie durchsetzen können. In Stocker sehe ich da viel mehr Potential. Streller ist einfach nur ein unsymphatischer Schwalben-Idiot.


und Varela dass Superarschloch der ASL. Immer noch scheierhaft, wieso der nach dem Nachtreten nicht in die Hölle geschickt wurde.

Appropos Signature... nicht mit fremden Federn schmücken... :wink:

_________________
Schweizermeister 2002,2004,2005,2008,2010 (2006 durch Schirri, 2007 am grünen Tisch geklaut !!!!) Cubholder 2002,2003,2007,2008,2010
Der NIED der übrigen Fussballschweiz ist unserer ganzer Stolz


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Sonntag 11. Mai 2008, 20:08 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Dienstag 15. April 2008, 18:13
Beiträge: 57
Christoph_YB hat geschrieben:
Aber genau diese Arroganz machte den Unterschied aus! Schau mal wie die Basler auftreten! Jeder von dennen ist sich so sicher, dass er gut ist und etwas reissen wird!


Genau, kann ich die 100% zustimmen. Ich denke und sage es auch hier nochmals, arragant wird mit überzeugendem Auftreten verwechselt. Lächerlich wie dies dann immer wieder zum Thema wird. Dann kommt noch NEID bis HASS (was alle Erfolgreichen "erdulden"). Habt hier die Körpersprache euer Mannschaft in Basel beobachtet... :wink:

Ich hatte nie bedenken dass hier an diesm Abend etwas schiefgehen könnte ! :verycool:

_________________
Schweizermeister 2002,2004,2005,2008,2010 (2006 durch Schirri, 2007 am grünen Tisch geklaut !!!!) Cubholder 2002,2003,2007,2008,2010
Der NIED der übrigen Fussballschweiz ist unserer ganzer Stolz


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Sonntag 11. Mai 2008, 20:14 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Dienstag 15. April 2008, 18:13
Beiträge: 57
m@co hat geschrieben:
Streller ist einfach nur ein unsymphatischer Schwalben-Idiot.


... und der lacht sich einen ab... nein im Ernst habe mich auch tötlich aufgeregt. Wäre er verdammt nochmals durchgelaufen hätte bestimmt dass eine und andere Törchen noch rausgeschaut.

_________________
Schweizermeister 2002,2004,2005,2008,2010 (2006 durch Schirri, 2007 am grünen Tisch geklaut !!!!) Cubholder 2002,2003,2007,2008,2010
Der NIED der übrigen Fussballschweiz ist unserer ganzer Stolz


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Sonntag 11. Mai 2008, 20:33 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Dienstag 27. März 2007, 17:58
Beiträge: 210
Wohnort: Ostkurve Bern
Schade, schade! Bin gerade am ausnüchtern und versuche den Kater zu vertreiben.. :x

@mister: edit kennsch?

_________________
\o/ \o/ \o/ \o/ \o/ \o/ \o/ \o/ \o/ \o/ \o/ \o/


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Montag 12. Mai 2008, 10:15 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
12. Mai 2008, 09:24, NZZ Online

Rot-blaue Leidenszeit hat ein Ende

FC Basel gewinnt die Finalissima gegen die Young Boys verdient 2:0

Der FC Basel hat im letzten Saisonspiel im ausverkauften St.-Jakob-Park gegen die Young Boys 2:0 gewonnen und sicherte sich so den zwölften Meistertitel der Vereinsgeschichte. Die Tore für das Team von Christian Gross erzielten Valentin Stocker und Marco Streller. ...

Der FC Basel hat im letzten Saisonspiel im ausverkauften St.-Jakob-Park gegen die Young Boys 2:0 gewonnen und sicherte sich so den zwölften Meistertitel der Vereinsgeschichte. Die Tore für das Team von Christian Gross erzielten Valentin Stocker und Marco Streller.

Von Peter B. Birrer aus Basel

Seit über zwei Jahrzehnten rennen die Berner Young Boys dem Titelgewinn hinterher. 2008 sind sie wieder einmal nahe dran, die Emotionen werden hoch gekocht und Zeitungsseiten gefüllt. Die Spannung und die Hoffnung steigen, weil sie dem FC Basel bis zum letzten Spieltag Paroli bieten. Und dann das: Über 38'000 Personen sind am Samstag im St.-Jakob-Park, der erstmals seit dem Ausbau in einem FCB-Spiel ausverkauft ist. Sie sehen, wie ihre Mannschaft nach 13 Minuten 1:0 führt, nach 23 Minuten bereits 2:0, und weil der zunehmend entkräftete Gegner seine zwei grossen Torchancen zu Beginn der zweiten Halbzeit nicht verwertet, kann er während vielen, vielen Minuten nur noch eines: dem gefeierten FC Basel Spalier stehen.

Kurz nach 22 Uhr erleben am Samstag die rotblauen Feierstunden ihre erste Kulmination. Der hervorragende Schiedsrichter Massimo Busacca pfeift die Saison ab, während sich die Basler in die Arme fallen, müssen sich die Berner zuerst wieder fangen. Im Stadion, in dem vor zwei Jahren nach dem Finalspiel FCB - FCZ die schlimmsten Krawalle des Schweizer Fussballs stattfanden, blieb diesmal alles gesittet. Der FC Basel hat nicht nur die nationale Krone zurück, sondern auch ein Stück Vergangenheit abgestreift.

Kein Abend für die Berner

Kaum jemand glaubte, dass die Partie mit so deutlichen Konturen verlaufen würde, nachdem YB dem Favoriten seit Wochen gefährlich nahe geblieben war. Doch es war von A bis Z kein Abend für die Berner. Sie starteten erstaunlich defensiv, ihr taktisches Konzept deutete zunächst die Parole «Abwarten» an, obschon gerade sie unter Siegzwang standen. Sicher, Schneuwly hatte nach fünf Minuten nach dem Pass Hochstrassers eine grosse Torchance, doch er verfehlte das Ziel. Vielleicht wäre alles etwas anders herausgekommen, wenn die Einheimischen am Anfang unter Druck geraten wären. Doch die Reise ging in die andere Richtung, in die komplett andere Richtung.

Wie schon im letzten Heimspiel gegen den abtretenden Meister FC Zürich (4:0) legten sich die FCB-Stürmer Marco Streller und Valentin Stocker die (Meister-)Bälle auf und trafen vor allem das Tor. Zuerst lenkte der lange Streller mit dem Kopf den Ball im Zweikampf gegen Ghezal zur Mitte weiter, wo sich der junge Stocker, von Portillo ungenügend gestört, um die Achse drehte und zum 1:0 traf. Zehn Minuten später bot der Abend das für ihn symptomatische Bild. Yakin, in Bern zuletzt zum Halbgott gekürt, rannte Stocker bis weit in die eigene Platzhälfte hinterher, der Kontakt riss ab, Stocker eilte mit direktem Zug zum Tor weiter, passte in die Tiefe zu Streller, der den Ball gekonnt über den YB-Goalie Wölfli hinweg ins Tor hob – 2:0. Damit hatte sich YB eine erhebliche Hypothek aufgeladen. Drei Tore gegen FCB? In dessen Stadion?

Yakin nur ein Schatten seiner selbst

Unmittelbar nach dem 0:2 erhielt Yakin, wie der Sturmpartner Häberli (beide schossen zusammen über 40 Saisontore) für einmal nur ein Schatten seiner selbst, Anweisungen von YB-Trainer Martin Andermatt. Doch an der Partie und deren Richtung änderte sich auch danach nicht viel. Mit Ausnahme des von den Baslern mit vereinten Kräften abgeblockten Abschlussversuchs von Raimondi passierte vor der Pause fast nichts mehr.

Danach kamen die Berner als erste aus der Kabine auf den Rasen zurück – als wollten sie das Signal senden: Jetzt wenden wir die Dinge doch noch. Andermatt wechselte Varela ein, später auch die Offensivspieler Frimpong und Regazzoni. Aber auch das fruchtete nichts. Nachdem der ständig ausgepfiffene Varela in den ersten Minuten der zweiten Halbzeit zwei Möglichkeiten verpasst hatte, kam dies dem Berner Knackpunkt gleich. Fortan spielten nur noch die willigeren, frischeren und physisch überlegenen Basler. Stocker war – wie schon so oft – eine Bereicherung und Streller (Gross: «Seine Rückkehr und die Frische Stockers sind wesentliche Bausteine.») der unermüdliche Strafraum-Stürmer. Dazu gesellte sich die Technik Carlitos' und die Präsenz Huggels, der sehr viele Bälle eroberte. Der FCB (Streller) verpasste innert zehn Minuten mindestens vier grosse Torchancen. Doch darauf war er gar nicht mehr angewiesen.

Der FCB erreichte mit erstaunlicher Leichtigkeit den zwölften Titel; das Double unterstreicht die unter dem Strich erfolgreiche Saison. Der sichtlich euphorisierte FCB-Trainer Christian Gross, seit 1999 am gleichen Ort tätig, mochte hinterher mit der Lobrede über alle und alles nicht mehr aufhören. Der Erfolg gehört auch ihm. Er ist sein achter Titel in Basel. Am Samstagmorgen um sechs Uhr joggte Gross Richtung Tinguely-Museum. Er hatte die Sonne im Gesicht und wusste: «Das wird ein guter Tag.» Wie wahr.

FC Basel - Young Boys 2:0 (2:0)
St.-Jakob-Park. - 38'015 Zuschauer. - Schiedsrichter: Busacca. - Tore: 13. Stocker 1:0. 23. Streller 2:0.

Basel: Costanzo; Zanni, Majstorovic, Marque (33. Ferati), Hodel; Huggel; Carlitos, Ergic, Eduardo (90. Perovic), Stocker; Streller (86. Derdiyok).

Young Boys: Wölfli; Schwegler, Portillo, Ghezal (54. Frimpong), Zayatte; Hochstrasser, Baykal (64. Regazzoni); Marco Schneuwly (46. Varela), Yakin, Raimondi; Häberli.

Bemerkungen: Basel ohne Chipperfield, Nakata, Degen (alle verletzt) und Malick Ba (gesperrt), Young Boys ohne Tiago, Doubai und Yapi (alle verletzt). 62. Pfostenschuss von Huggel. - Verwarnungen: 16. Streller (Unsportlichkeit). 19. Ghezal. 32. Stocker. 59. Schwegler. 81. Regazzoni (alle Foul). 82. Ergic (Unsportlichkeit). 83. Hochstrasser (Foul).

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Montag 12. Mai 2008, 10:17 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
11. Mai 2008, NZZ am Sonntag

Die Berner kommen einen Schritt zu spät

Die Young Boys gegen den FCB «wirklich schlecht» – aber zum Saisonende besser placiert als einst erwartet

Die Aufholjagd der Young Boys hätte etwa in der 25. Minute beginnen können. Als YB 0:2 zurücklag, präparierte Hakan Yakin einen Freistoss aus mehr oder minder gefährlicher Distanz – Yakin, der Captain; Yakin, der sagt, er möge Partien in derart emotionaler, entscheidender Atmosphäre. Die Berner Fans hielten die Daumen, die Basler den Atem an – und Yakin drosch den Ball in hohem Bogen über das Tor. Von wegen Gefallen am «Endspiel»! Das Versagen des Leithammels musste Unliebsames verheissen, denn Yakin weiss, dass die Equipe in einer Baisse versinkt, wenn sein Motörchen nicht anspringt – oder jenes Thomas Häberlis; oder jenes Carlos Varelas. Ein jedes Motörchen verweigerte am Samstag den Dienst. Der Basler Benjamin Huggel brauchte Yakin nicht einmal ständig im Auge zu behalten, um ihn zu kontrollieren; Häberli verhungert ohnehin, wenn Yakins Service versagt; und Varela hielt sich der YB-Coach Martin Andermatt während 45 Minuten als Joker im Ersatzbank-Ärmel. Der Poker wäre vielleicht aufgegangen, wenn Varela kurz nach der Pause allein vor dem Basler Tor getroffen hätte. Er vergab. Das YB-Motörchen sollte nicht anspringen, die Aufholjagd nie beginnen. In der ersten Hälfte sei die Leistung «wirklich schlecht» gewesen, sagte Häberli; «der Wille, unbedingt zu gewinnen, hat gefehlt», meinte Yakin. Merkwürdig eigentlich, wenn Meisterehren nicht Ansporn genug sind.

Die Berner kamen also einen Schritt zu spät. Doch so langsam die Berner sein sollen, so schnell lebt das Fussballgeschäft – wer neigt heute nicht dazu, den zweiten Platz des Showdown-Partners als Selbstverständlichkeit zu bezeichnen? YB 14 Punkte vor dem FC Zürich, logisch – noch Fragen? Ja, sehr wohl! Wer hätte dieses Verdikt am 25. August 2007 erwartet, nachdem der FCZ gegen YB 5:1 gewonnen hatte und sieben Punkte mehr aufwies? Damals pfiff eisiger Boulevard-Wind um die Ohren des Trainers Andermatt, doch die Verantwortlichen sagten sich, wer mit seinem Persönlichkeitsprofil vor knapp einem Jahr recht gewesen war, könne nicht so bald schlecht sein.

Das Vertrauen in Andermatt, dessen Lehrergeschick, Wettbewerbsvorteile auf dem heimischen Kunstrasen und sieben Siege in Serie führten in der Hauptstadt zu Elan, Erfolg, Euphorie. Immer mehr Berner fragten sich: «Was meinst du, schafft es YB?» Die Antwort ist abschlägig, doch der Frageprozess schürte das Interesse markant – wenn Bern nicht gerade ein schlafender Riese ist, so zumindest ein schlummernder Bär, der zu durchaus stattlicher Grösse auswachsen kann. Die YB-Zuschauerzahl 2008 (rund 20 000) stellt hierzulande alles in den Schatten – alles ausser Basel, was vorderhand auch auf dem Feld so ist.

Noch schuldet YB den Beweis, dereinst aus dem Basler Schatten treten zu können. Es ist ungeprüft, ob die Berner genügend vernetzt sind, um Leistungsträger zu ersetzen, die aus halb Europa weggekauft werden; es ist ungewiss, ob die Führung auch im nächsten Sturm an Andermatt glaubt. Die Verlängerung des Vertrags spricht zwar für Kontinuität, doch ist die Dauer (ein Jahr plus Option) kein Gelöbnis blinden Vertrauens. Immerhin hat sich Andermatt zuletzt gegen den stillen Vorwurf gewehrt, er gewinne keine wichtigen Spiele. Um Basel kitzeln zu dürfen, führte Andermatt die Berner seit Februar zu manch bedeutendem Sieg. Bloss das Spiel um die grösste Ehre, dieses Spiel hat Andermatt verloren.

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Montag 12. Mai 2008, 10:24 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Dienstag 8. November 2005, 20:18
Beiträge: 907
Wohnort: Bärn
30*Bern*13 hat geschrieben:
hellbob hat geschrieben:
Christoph_YB hat geschrieben:
Ergic ist ein grosser Sportsmann, nicht so arrogant, wie der Rest (Streller, Majstorovic, Huggel)!


Aber genau diese Arroganz machte den Unterschied aus! Schau mal wie die Basler auftreten! Jeder von dennen ist sich so sicher, dass er gut ist und etwas reissen wird!


Um etwas zu reissen braucht es ein angemessenes Selbstvertrauen und keine Arroganz! Schau dir Stocker an, der war nicht überheblich, sondern sprühte vor Selbstvertrauen. So überrascht es nicht, dass er gestern der Match-Winner war. Wäre YB nicht mit dieser Unsicherheit auf den Platz gekommen, hätte man das Spiel wohl ausgeglichener gestalten können.


Naja du kannst dem auch angemessenes Selbstvertrauen sagen... Ich denke aber, dass Streller sich in seinen Aktionen immer so sicher ist, dass diese schlussendlich auch gelingen. Und dieses selbstsichere Auftreten mag für viele Arrogant erscheinen...

_________________
Ska Timer (1012997)

Bild

meetyourmeat


Zuletzt geändert von hellbob am Montag 12. Mai 2008, 10:25, insgesamt 1-mal geändert.

Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Montag 12. Mai 2008, 10:24 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
20min.ch, 11.05.2008

«Basel ist ein überaus verdienter Meister»

Zweimal ist der FC Basel in den letzten Jahren kurz vor dem Zielstrich noch gestolpert. Jetzt haben die Basler den Titel geholt. Fussball-Legende und 20-Minuten-Online-Kolumnist Georges Bregy ist sich sicher, dass der FCB der verdiente Meister ist.

Der 54-fache Nationalspieler Georges Bregy spielte jahrelang in der damaligen Nationalliga A für diverse Vereine. Dabei wurde der Walliser Nicht nur Meister (1986) und Cupsieger (1980, 1982), sondern in einer Saison auch als Torschützenkönig (1984) ausgezeichnet. Nach Trainerengagements bei Lausanne, Thun und dem FC Zürich arbeitet er heute als Unternehmensberater. In seiner Freizeit verfolgt er den Schweizer Fussball genau und steht nebenbei beim FC Stäfa (2. Liga interregional) an der Seitenlinie.

Bei der «Finalissima» am Samstagabend hat der FC Basel den Young Boys keine Chance gelassen. Sie haben von Anfang an alles richtig gemacht und YB stark unter Druck gesetzt. Die Berner waren während des ganzen Spiels wie gelähmt, weil der FC Basel von der ersten Minute an auf Sieg gespielt hat. Erstaunlich, dass das Team von Martin Andermatt zu keiner Reaktion fähig war. Benjamin Huggel hat Spielmacher Hakan Yakin schon in den ersten Minuten den Schneid abgekauft. Das war entscheidend. Denn Yakin kam in der Folge nie ins Spiel. Selbst seine stehenden Bälle gingen teilweise zehn Meter übers Tor. So etwas sieht man vom Captain der Young Boys nur sehr selten.

Doch wie gesagt: Der FC Basel ist ein überaus verdienter Meister. Über die ganze Saison gesehen hatten sie das beste Kader und haben vor allem in der Vorrunde permanent solide Leistungen gezeigt. In der Rückrunde sind sie dann - vermutlich wegen interner Probleme – etwas überraschend in ein Loch gefallen und haben unnötig Punkte verschenkt. Es spricht aber für die Mannschaft von Christian Gross, dass sie dem Druck diesmal bis zum Schluss standgehalten haben. Und Trainer Gross selbst ist nach dem Schlusspfiff mit Sicherheit ein riesiger Stein vom Herzen gefallen. Denn wenn er mit dem FCB, der Mannschaft mit dem grössten Saisonbudget, zum dritten mal hintereinander so kurz vor dem Ziel gescheitert wäre, hätte er auch seine eigene Person und seine Trainings-Methoden hinterfragen müssen. Im Falle eines erneuten Scheiterns wäre es für Gross auch sehr schwierig gewesen, seine Spieler auf die neue Saison hin wieder entsprechend zu motivieren.


YB hat eine grosse Chance verpasst

Was die Young Boys betrifft: Die haben in dieser Saison eine grosse Chance verschenkt. Ich sage immer, man ist nie reif für einen Meistertitel. Man muss die Chance packen, wenn sie da ist. Vor 22 Jahren bin ich mit YB selber Meister geworden. Wir waren in diesem Sinne als Mannschaft auch nicht reif genug für den Titel. Aber wir haben uns immer gesagt, wir wollen es. Wir wollen es unbedingt, und wir werden es schaffen! Keiner kann wissen, ob die Berner nächste Saison wieder in eine derart gute Ausgangslage kommen. Selbst wenn die Mannschaft noch weiter verstärkt wird, hat man nie eine Garantie. Es kann vielleicht Jahre dauern, bis die Berner wieder eine ähnliche Chance bekommen.

Die Young Boys sind in der Rückrunde völlig unerwartet in die Rolle des Mitfavoriten um den Meistertitel gerutscht. Damit haben sie sich schwer getan. Und das grösste Pech für die Berner war die bevorstehende Europameisterschaft in der Schweiz. Denn eines ist klar: Vom Zeitpunkt an, als sie zu Hause wegen der EM auf dem neu verlegten Naturrasen spielen mussten, sind sie kurzzeitig aus dem Tritt geraten. Wer Meister will, darf Heimspiele gegen Luzern und Xamax nicht verlieren.


Fussball auf Kunstrasen ist wie eine andere Sportart

Doch als der Kunstrasen entfernt wurde, hat die Mannschaft von Trainer Martin Andermatt einen Riesenvorteil verloren. Fussball auf Kunstrasen ist wie eine andere Sportart. Der Ball ist viel schneller, man muss viel genauer spielen. Mit der Zeit trainiert man sich da automatisch Mechanismen an, die man nach zwei, drei Trainings auf Naturrasen nicht schon wieder ablegen kann. Solche Dinge können eine Mannschaft schnell mal für zwei, drei Spiele aus dem Tritt bringen.

Hakan Yakin und Ivan Ergic sind für mich die beiden herausragenden Spieler in dieser Rückrunde. Yakin hat mich sogar äusserst positiv überrascht, auch wenn er ausgerechnet im entscheidenden Spiel vom Samstag einen schlechten Tag eingezogen hat. Ich gebe zu, dass ich von diesem Spieler lange Zeit nicht besonders begeistert war. Aber Trainer Martin Andermatt hat ihm alle Freiheiten gegeben, um sich optimal zu entwickeln. Yakin ist ein Spieler, der das hundertprozentige Vertrauen des Trainers spüren muss. Nur so kann er konstant gute Leistungen abliefern. Andermatt hat auch das ganze Spiel-System seinem Führungsspieler angepasst. In seiner Rolle hinter dem Einmann-Sturm fühlte sich Hakan Yakin offensichtlich immer wohl.


Kuhn muss voll auf Yakin setzen - oder ihn zu Hause lassen

In dieser Hinsicht muss sich jetzt auch Köbi Kuhn etwas überlegen. Dem Nationaltrainer bleiben noch zwei Testspiele, um zu entscheiden, ob er bei der EM mit einem Einmann- oder Zweimann-Sturm spielen will. Und er muss herausfinden, ob Yakins Fitness auf diesem Niveau über ein ganzes Spiel ausreicht. Was die Spielgestaltung und stehende Bälle angeht, kann der Nationaltrainer auf einen wie den YB-Captain eigentlich kaum verzichten. Aber etwas Entscheidendes fehlt immer noch: Yakin spürt im National-Team nicht das hundertprozentige Vertrauen vom Trainer und seinen Spielerkollegen. Es ist nicht so, wie im Club. Er merkt, dass er noch nicht voll akzeptiert ist. Genau dieser Umstand könnte ihn daran hindern, bei der Europameisterschaft eine optimale Leistung zu bringen. Nationaltrainer Köbi Kuhn muss voll also auf Yakin setzen und dem sensiblen Spieler das auch deutlich zeigen. Wenn Kuhn das nicht will, ist es besser, Yakin gleich zu Hause zu lassen.


Georges Bregy, 20 Minuten Online

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Montag 12. Mai 2008, 10:26 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
BAZ, 11.05.2008

593 000 Zuschauer sahen FCB - YB auf SFzwei

Zürich. si/baz. Durchschnittlich 593 000 Zuschauer verfolgten am Samstagabend die «Finalissima» zwischen dem FC Basel und den Young Boys auf SFzwei. Der Martanteil lag bei 40,6 Prozent. Der Höchstwert während der Partie betrug 764 000 Zuschauer (49,8 Prozent Marktanteil).

Beim spannender verlaufenen Meisterschaftsfinale 2006 zwischen dem FCB und dem FC Zürich hatte SF damals im Durchschnitt 734 000 Zuschauer (58,9 Prozent Marktanteil) verzeichnet.

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
 
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 94 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1 ... 6, 7, 8, 9, 10  Nächste

Foren-Übersicht » www.ybfans.ch » BSC Young Boys Stammtisch


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 23 Gäste

 
 

 
Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de