
Von Nicola Berger und Peter Pflugshaupt | 06:44 | 16.04.2008
Am Montagabend kracht es zwischen YB-Mittelfeldstar Gilles Yapi (26) und seiner Ehefrau. Es wird so heftig, dass Yapis Frau die Polizei ruft!
Verliert Gilles Yapi nach dem Ehekrach den Fokus auf die Meisterschaft? «Es muss sich niemand Sorgen machen, ich kann das trennen», beruhigt er die Fans. (Sven Thomann)
Alles beginnt mit einem Telefonat. Die Ehefrau von YB-Mittelfeldspieler Gilles Yapi hört zu, als dieser mit einem Fussballer aus Frankreich telefoniert. Dabei äussert sich Yapi offenbar auch kritisch über seine Ehe.
Yapis Gattin wird daraufhin stinksauer. Nachdem ihr Mann weg ist, versteckt sie den Hausschlüssel. Als Yapi nach Hause kommt, kann er die Wohnung nahe des Wankdorfstadions deswegen nicht betreten. Sie lässt ihn nicht rein, er wird stinkwütend, es kommt zum grossen Streit. Yapis Frau, mit der er seit eineinhalb Jahren verheiratet ist, bekommt Angst. Sie alarmiert die Polizei.
Als ob YB im Meisterkampf nicht schon genügend Stress hätte – jetzt hängt auch noch bei Yapi der Haussegen schief. Der YB-Spieler bestätigt den Vorgang: «Ja, es ist richtig, dass die Polizei am Montagabend angerückt ist. Es war ein normaler Ehestreit, beide sind sehr laut geworden. Aber es ist nichts Schlimmes passiert.»
Nichts Schlimmes passiert? Immerhin muss die Polizei den Ehekrach schlichten.
Auch als die Polizei weg ist, kommt Yapi nicht ins Haus. Er verbringt die Nacht im Hotel und erscheint am anderen Morgen wie gewohnt im YB-Training.
Im Gespräch mit BLICK macht er keinen beunruhigten Eindruck. Der Mann von der Elfenbeinküste: «Ich war vor dem Training schon zu Hause und habe mit meiner Frau gesprochen. Die Situation ist für mich nicht einfach, aber es gibt in jeder Ehe schwierige Momente.»
Wer ist Yapi? Der Nationalspieler der Elfenbeinküste und WM-Teilnehmer wechselte im Winter 2006 von Nantes zu YB. Er lebt sehr zurückgezogen und gilt als braver und zuverlässiger Spieler, der keine Probleme macht. Die meiste Zeit verbringt er zu Hause, zwischen den Trainings isst er sogar da. In der Mannschaft ist Yapi beliebt, aber wegen seiner ruhigen Art kein Meinungsmacher.
Auch sportlich läuft es für Yapi nicht nur rund. Zwar ist er (Vertrag bis 2010) mit geschätzten 500 000 Franken Lohn pro Jahr hinter Captain Hakan Yakin Top-Verdiener bei YB. Aber in der Rückrunde wurde er ausgerechnet von seinem jungen Landsmann Thierry Doubai (19) aus der Startformation verdrängt.
Die Ironie: Yapi ist das Vorbild von Doubai. Um den Edeltechniker nicht allzu stark zu verärgern, plant YB auf der Sechser-Position zu rotieren. Trotzdem bleibt Coach Martin Andermatt für die zwei Plätze mit Yapi, Doubai und Hochstrasser die Qual der Wahl.
Alle YB-Fans, die fürchten, Yapi könne sich wegen seines Ehekrachs nicht mehr auf den Meisterkampf konzentrieren, beruhigt er: «Ich kann das trennen. Es muss sich niemand Sorgen machen.»
Ausser seiner Frau.
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SO SIND WIR,
DAS IST UNSER LEBEN,
WAS KANN ES SCHÖNERS GEBEN,
ALS EIN BK ZU SEIN????
