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 Beitrag Verfasst: Sonntag 7. Oktober 2007, 17:37 
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NZZ, 07.10.2007

Stehend und mit Kopf zum 6:1

Die Young Boys lassen dem FC Luzern nach 0:1-Pausenrückstand keine Chance

Dank drei Kopftoren nach stehenden Bällen wenden die Berner die Partie zwischen den Minuten 49 und 64.

Von Benjamin Steffen aus Bern


«Alle Mann an Bord», vermeldete der YB-Trainer Martin Andermatt vor dem Heimspiel gegen den FC Luzern. Kein Verletzter, kein Gesperrter – eine Rarität, die nicht alleine bleiben sollte, denn die Young Boys schickten gleich die nächste Seltenheit hinterher. Auf dem Weg zum 6:1-Kantersieg erzielten sie sämtliche Tore erst nach der Pause. Die Vorverlegung der legendären YB-Viertelstunde entwickelt sich allmählich zum Running Gag: Nachdem die Berner bereits die letzten beiden Heimspiele gegen St. Gallen und Aarau mit drei Toren innert 15 Minuten vorentschieden hatten, gaben sie der Partie dank Treffern Raimondis (49.), Yakins (55.) und Häberlis (64.) in besagter Frist die Wende. Alle Goals wurden nach stehendem Ball per Kopf erzielt.

Es passte zur Seemanns-Rhetorik Andermatts, dass just Yakin, der Kapitän, das YB-Schiff in der zweiten Halbzeit auf Kurs brachte. Zuerst zirkelte er aus rund 35 Metern einen Freistoss auf den Kopf Raimondis, ehe er nach Zuspiel Varelas selber traf. Den dritten Treffer durch Häberli bereitete abermals Varela vor, womit einmal mehr klar wird, wann das Berner Boot zumindest auf Schweizer Binnengewässern vorne mitfahren kann – wenn der launenhafte Yakin und der rasch reizbare Varela in Form und bei guter Laune sind. Gegen Luzern überraschte die Lauffreude Yakins. Begünstigt durch die hervorragende Abschirmung der defensiven Mittelfeldspieler Yapi und Hochstrasser, kurbelte er das Spiel an und betrieb mitunter als vorderster Spieler Forechecking. Dem im zentralen Mittelfeld postierten YB-Trio kam gegen Luzern entscheidende Bedeutung zu, weil es dem Luzerner Duo Cantaluppi/Wiss nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ überlegen war.

Erstaunen riefen auch die Geduld und die Reife hervor, mit denen die Young Boys auftraten und dem 0:1-Pausenrückstand begegneten. In der ersten Halbzeit war die Partie zwar arm an spielerischem Gehalt, aber nicht an Torchancen. Yakin (4.), Raimondi (5.) und Hochstrasser (7.) scheiterten früh, später auch Regazzoni (23.) und Varela (27.). Besser machte es erst Tchouga, indes auf der Gegenseite, indem er spektakulär zum 1:0 für den FCL traf.

Dank dem Führungstor wiegten sich die Luzerner in seltsamer Sicherheit. «Das bringen wir schon irgendwie nach Hause», hätten sich die Spieler gedacht, meinte der Trainer Ciriaco Sforza nach der Partie. Darin täuschten sie sich arg – und verloren nach dem unvermittelten 1:3-Rückstand derart gravierend an Übersicht und Zusammenhalt, dass sie drei weitere Gegentore durch João Paulo (84.), Schneuwly (87.) und Häberli (89.) zuliessen.

Dem Berner Fazit blieb zweierlei anzufügen. Erstens – eine weitere Rarität: Fünf der sechs der Tore wurden durch Schweizer erzielt. Zweitens – ein Merksatz: Kopf ist nicht gleich Köpfchen. Yakin traf zwar schon zum dritten Mal in dieser Saison per Kopf, war aber nicht mit Köpfchen dabei, als er in der 86. Minute beim Stand von 4:1 im Mittelfeld ein Foul beging und zum vierten Mal 2007/08 verwarnt wurde. Am 28. Oktober fehlt er just im Spitzenkampf gegen Basel. Ja, «alle Mann an Bord» ist für YB eine Seltenheit.

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 Beitrag Verfasst: Montag 8. Oktober 2007, 08:49 
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Berner Zeitung; 08.10.2007; Seite 16

Gelbe Stifte und braune Stiefel

An der «Ladies Night» sorgte YB gegen Luzern mit sechs Toren für beste Unterhaltung. YB-Regisseur Hakan Yakin gefiel mit Kopfballstärke und Laufbereitschaft, Luzern-Trainer Ciriaco Sforza mit modischen Schuhen.

Für das Bonmot des Tages sorgte der Speaker im Wankdorfstadion nach dem 6:1 der Young Boys in der 89.Minute gegen Luzern. «Wär het no nid, wär wot no mau?», fragte der gute Mann bei der Bekanntgabe des Torschützen euphorisiert, nachdem Thomas Häberli mit einem platzierten Schuss das letzte Tor des vergnüglichen Samstagabends erzielt hatte. Nach vollbrachter Arbeit gegen den bedauernswerten FCL verteilten die galanten YB-Fussballer gelbe Lippenpflegestifte an die weiblichen Besucher, schliesslich firmierte die Veranstaltung als «Ladies Night». Nicht nur die Frauen, die verbilligten Eintritt genossen hatten, fanden Gefallen an der spektakulären Vorstellung der Berner.

Yakins tolle Bilanz

Ein halbes Dutzend Tore erzielte YB in einer Halbzeit. Das ist ein Wert, den der Berner Fussballverein einmal pro Jahrzehnt erreicht. Von einer «sehr starken Leistung» sprach Martin Andermatt, doch der YB-Trainer bewertete die erste Halbzeit beim 5:1 gegen den FC Basel im August als «noch dynamischer, noch dominanter, noch besser». Es ist ein gutes Zeichen, wenn sich ein Fussballtrainer solche Gedanken machen darf. Die Achterbahnfahrt der Young Boys in dieser Saison jedenfalls, sie geht munter weiter und hat die Berner rasant nach oben katapultiert. «Wir sind auf einem sehr, sehr guten Weg», sagte Hakan Yakin, «aber jetzt geht es für uns darum, nach drei, vier guten Leistungen nicht wieder zu stagnieren, sondern das hohe Niveau zu halten.»

Seit zwei Jahren und drei Monaten ist Hakan Yakin bei den Young Boys engagiert, fulminante Auftritte hat er einige miterlebt, aber mit unschöner Regelmässigkeit eben auch die raschen Abstürze. «Jetzt habe ich aber ein gutes Gefühl», sagte Yakin nach dem Kantersieg gegen Luzern. «Die Mischung zwischen jungen und routinierten Spielern stimmt bei uns, dazu haben wir ein breites Kader und können bedenkenlos Spieler einwechseln, ohne dass wir schwächer werden. Das war in der Vergangenheit nicht immer so», lobte Yakin. Zudem könne YB nicht nur ein Spiel bestimmen, wie gegen Luzern bis zum 3:1, sondern sei auch mit Kontern enorm gefährlich, wie gegen Luzern nach dem 3:1. «Und», sprach Yakin, «und wir haben unser System gefunden.»

Diese Aufstellung ist – und das ist das Erstaunliche – eigentlich nicht nach dem Geschmack Yakins, der ja ganz gerne zwei Stürmer vor sich hat, in diesen erfolgreichen Wochen aber als Spielmacher neben Alberto Regazzoni und Carlos Varela und hinter Thomas Häberli wunderbar Regie führt. Auch gegen Luzern liess sich Yakin drei Skorerpunkte (ein Tor, zwei Assists) notieren, er ist trotz schwieriger Wochen und zwischenzeitlicher Probleme mit Trainer Andermatt nach elf Einsätzen in dieser Saison bereits bei 13 Punkten (sechs Tore, sieben Assists) angelangt. Bemerkenswert gegen den – nach der Pause allerdings inferioren – FC Luzern waren auch Yakins Fleiss, seine Laufbereitschaft und seine aussergewöhnlich gute Zweikampfbilanz. «Ich fühle mich gut und wohl bei YB», sagte Yakin.

Sforzas modischer Auftritt

Es ist also – wieder einmal – eine ziemlich ansprechende Momentaufnahme für YB und den Kopfballspezialisten Hakan Yakin.

Kopfballspezialist Hakan Yakin? Durchaus, ja. Er habe für YB in der Super League mindestens sieben Kopftore erzielt, sagte Yakin, und wenn er nicht die Hälfte aller Eckbälle und Freistösse treten würde, wären es vermutlich noch einige mehr. «Ich werde halt älter und cleverer und stehe jetzt öfter am richtigen Ort», erklärte Yakin schmunzelnd.

Und während bei YB nach der Galavorstellung Feierstimmung herrschte, verordnete Ciriaco Sforza unmittelbar nach Schlusspfiff ein Spielersitzung in der Kabine. Als «Hochverrat am Trainerstab» bezeichnete der Luzern-Trainer die nach der Pause debakulöse Darbietung der Seinen. In der ersten Halbzeit hatte Sforza gestikulierend gecoacht, im Untergang der Luzerner verzog sich der Jungtrainer aber unter das schützende Dach der Ersatzbank. Seltener zu sehen (und zu bestaunen) waren damit die futuristischen Schuhe des stets modisch gekleideten Sforzas, der wohl nicht nur über einen eigenen Schneider, sondern auch über einen persönlichen Schuhmacher verfügt. Sforzas rostbraune Treter verwandelten die zweckmässige Coachingzone in einen eleganten Laufsteg – hätten die Besucherinnen den bestgekleideten Mann im Wankdorf wählen dürfen, Sforza wäre mit seinen Stiefeln kaum zu schlagen gewesen.

Fabian Ruch

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 Beitrag Verfasst: Montag 8. Oktober 2007, 08:50 
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Berner Zeitung; 08.10.2007

Mit Kopf und Köpfchen zum Kantersieg

Vom 0:1 zum 6:1 in nur 40 Minuten: Ein starkes YB überzeugt gegen Luzern mit sechs Toren in der zweiten Halbzeit.

Der Samstag war perfekt, der Sonntag weniger, und als Fazit des Wochenendes darf YB feststellen, nach einem Drittel der Saison zur (erweiterten) Spitzengruppe der Super League zu gehören – und das spektakulärste Team der Liga zu stellen. 52 Tore (4,33 pro Spiel) sind in den 12 YB-Partien gefallen (das ist Ligarekord); 31 Treffer haben die Berner erzielt (zusammen mit dem FCZ ist das Ligarekord); bereits 13 Tore erzielte YB nach Standardsituationen (auch das ist Ligarekord); und beachtliche elf Kopftore haben die Young Boys realisiert (selbstredend ist auch das ein Ligarekord).

Und da passt es ganz hübsch ins Bild, hat YB am Samstag gegen den FC Luzern sechs Tore in einer Halbzeit erzielt. «Ich habe der Mannschaft in der Pause keine Vorwürfe gemacht, denn wir hatten schon in der ersten Halbzeit viele Chancen gehabt, aber einfach die Tore nicht erzielt», sagte YB-Trainer Martin Andermatt. Mit Geduld und Reife drehten die Young Boys den 0:1-Rückstand (Torschütze Jean-Michel Tchouga) nach dem Seitenwechsel – und wie in den Heimspielen zuletzt gegen St. Gallen und Aarau erzielten die Berner dabei drei Tore innerhalb von 15 Minuten. Die legendäre «YB-Viertelstunde» wird von den Fussballern frei interpretiert. Diesmal waren es drei Kopftore von Mario Raimondi (49. Minute), Hakan Yakin (56.) und Thomas Häberli (64.) nach zwei Freistössen und einem Eckball, die YB den Weg zum erneuten Heimsieg ebneten.

Tore der Einwechselspieler

Mit Kopf, aber auch mit Köpfchen also reagierten die überlegenen Young Boys auf den Rückstand. Bei den Gästen sorgte einzig der ehemalige YB-Spieler Davide Chiumiento, der von den Berner Anhängern konsequent ausgepfiffen wurde, für Betrieb. Doch nach der Pause hatte auch der wuselige Dribbler seinen Dienst eingestellt. Die YB-Gala nahm ihren Lauf, und als ob es eine Bestätigung für Andermatts Aussage («wir können den Druck bei Bedarf mit Spielerwechseln erhöhen») bedurft hätte, erzielten die eingewechselten Angreifer João Paulo (mit viel Willen) sowie Marco Schneuwly (mit dem ersten Ballkontakt und gewohnt kaltblütig) in der Schlussphase zwei Tore, ehe Häberli mit dem 6:1 den Schlusspunkt unter eine denkwürdige Halbzeit setzte.

Vielleicht steht YB in der Tat vor einer erfolgreichen Saison, so genau weiss man das bei der launischen Diva der Liga nie. Auffallend war gegen Luzern die Balance sowie die Offensivkraft mit den überragenden Yakin, Varela und Häberli, die von Xavier Hochstrasser und Gilles Yapi glänzend unterstützt wurden.

Yakin in Basel gesperrt

So gesehen kommt die dreiwöchige Länderspiel- und Cuppause für das formstarke YB zum falschen Zeitpunkt. «Das spielt keine Rolle», sagte Andermatt. «Wir geniessen den Augenblick und arbeiten konzentriert weiter.» Sieben Punkte beträgt der Vorsprung auf Xamax und Rang vier bereits, doch den Abstand zum am Sonntag siegreichen Spitzenduo Basel (3:0 in Aarau) und Zürich (1:0 in letzter Minute gegen Xamax) vermochten die Young Boys nicht zu verringern.

Vier Zähler liegt der Leader FCB weiter vor den Young Boys, am 28. Oktober kommt es im St.-Jakob-Park zum Spitzenkampf Basel - YB. Gesperrt fehlen werden bei den Bernern nach der vierten gelben Karten der Saison Christian Schwegler und Yakin. «Das war unnötig», sagte Yakin zu seinem Foul in der 86. Minute auf Höhe der Mittellinie. «Aber ich war letzte Saison in Basel bereits einmal gesperrt, und da haben wir gut gespielt und erst kurz vor Spielende das 2:2 erhalten.» Immerhin einmal konnte YB gegen den FCL mit personellem Vollbestand spielen. In Basel gilt es den Nachweis zu erbringen, auch gewichtige Absenzen verkraften zu können.

Fabian Ruch

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 Beitrag Verfasst: Montag 8. Oktober 2007, 08:51 
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Neue Zürcher Zeitung; 08.10.2007

Sforza stinkt's

Luzern unterliegt den Young Boys 1:6

bsn. Bern, 6. Oktober

Wenn Ciriaco Sforza, der Trainer des FC Luzern, die Leistungen seiner Equipe analysiert, hat er fast immer etwas zu bemängeln. Das mag durchaus verständlich sein für einen Mann, der durch die weite Fussballwelt gereist ist und in der engen Schweiz hohen Ansprüchen folgt. Die Hauptkritikpunkte nach den beiden letzten Partien waren besonders pointiert, aber entweder nur mit Einschränkungen druckreif oder für die Spieler wenig schmeichelhaft: Vor Wochenfrist, nach dem 2:2 gegen den damaligen Leader FC Zürich, sprach Sforza dem Team die «Geilheit» (auf den Sieg) ab, am Samstag den «Charakter». Letzteres scheint per se diskutabel, weil jedermann, ja, auch jeder Fussballspieler einen Charakter hat. Über dessen Vorzüge und Schwächen hingegen darf weidlich diskutiert werden. Als Fallbeispiel kann etwa verwendet werden, dass das Bayern-Vorstandsmitglied Karl-Heinz Rummenigge einst überzeugt war, der Spieler Sforza sei ein «Stinkstiefel» - doch belassen wir dies als kalten Münchner Kaffee der 90er Jahre.

Von grösserer Aktualität ist, wie sehr Sforza die Leistung seiner Equipe am Samstagabend in Bern gestunken hat. Nach der 1:0-Pausenführung (Tor Tchouga) wähnten sich die Luzerner in unerklärbarer Sicherheit - und steuerten dergestalt auf die höchste Saisonniederlage zu. Zwischen den Minuten 49 und 64 liessen sie drei Berner Kopftore nach stehenden Bällen zu, im Endspurt innert nur fünf Minuten drei weitere Treffer zur 1:6-Blamage. Nach der Partie nahm Sforza ebenso gelassen wie dezidiert Stellung und schob die Schuld einzig und allein der Mannschaft zu. Für die Geschehnisse der zweiten Halbzeit halte er als Trainer nicht den Kopf hin, schliesslich habe er genau gleich gearbeitet wie in den letzten, erfolgreicher verlaufenen Wochen zuvor; deshalb forderte er die Equipe zu einer Sitzung im Spielerkreis - ohne Trainer - auf. Wer die Verantwortung auf dem Feld gescheut hat (wie die Führungsspieler Zibung, Cantaluppi, Tchouga, Lustrinelli), soll sie also daneben übernehmen und über Charaktere et cetera diskutieren. Hierbei sei doch noch erwähnt, dass Sforza für allerlei Vor- und Nachteile seines Teams nicht ganz unverantwortlich ist - gegen YB standen acht Spieler in der Startaufstellung, die seit seinem Amtsantritt integriert worden sind. Es scheint, mit dem einen oder anderen verhalte es sich ähnlich wie mit Sforzas Kritik hinsichtlich «Geilheit». Einige Luzerner wirken nur eingeschränkt «Druck-reif».

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 Beitrag Verfasst: Montag 8. Oktober 2007, 08:53 
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SonntagsZeitung; 07.10.2007

YB zur Party eingeladen

Sechs Tore nach Rückstand, YB unterstreicht seine Heimstärke


Von Bernhard Brunner
BERN In der Luzerner Kabine dauerte das Spiel nach dem Spiel noch ein wenig an. Trainer Ciriaco Sforza erweiterte die Coachingzeit und teilte dem Team mit, dass sie unter sich eine Sitzung veranstalten sollen. Inhalt des gewünschten Zusammentreffens: die desaströse zweite Halbzeit, das begleitende Stehen bei stehenen Bällen der Berner, die von der 49. bis zur 64. Minute mit drei Kopftoren auf den Rückstand zu reagieren wussten. Unter der Schirmherrschaft der Luzerner allerdings, ohne Frage.

Raimondi, Hakan Yakin und Häberli machten aus dem 0:1 in der 44. Minute durch Tchouga einen komfortablen 3:1-Vorsprung und ein Erlebnis, das dem Gästetrainer sauer aufstiess. «Unkonzentriert, disziplinlos», nannte er das Abwehrverhalten seiner Spieler, ein Verhalten, für das er sich nicht schützend vor seine Spieler stellen möge. Er sei normalerweise gerne bereit, Mitschuld zu tragen, «aber heute, wenn man so spielt, muss das Team selbst hinstehen und Verantwortung übernehmen.» Das Toreschiessen der heimstarken Berner - 21:6 Tore in sechs Spielen, keine Niederlage - ging nachher noch munter weiter, es war der Vorlauf für das Discofest danach zum Abschluss der Ladies-Night (verbilliger Eintritt).

In den letzten zehn Minuten fielen nochmals drei Tore. João Paulo, nach einer Stunde eingewechselt, profitierte von einem Missverständnis zwischen Maric und Goalie Zibung an der Grundlinie und schob zum 4:1 ein, Schneuwly und nochmals Häberli schraubten auf 6:1, den höchsten Berner Heimsieg seit dem Herbst 2001, als Lausanne, damals noch im Stadion Neufeld am Waldrand, mit 7:0 besiegt in die Romandie geschickt wurde. Trainer Martin Andermatt gefiel, dass gleich fünf Spieler sich unter die Torschützen reihten, und dass «die gesteigerte Entschlossenheit nach der Pause» zur Wende geführt habe. Selbst die erste Halbzeit sei nicht schlecht gewesen, ausser der letzten Aktionen vor dem Tor.

Kleiner Dämpfer: Yakin und Schwegler gegen FCB gesperrt

Es war eine Art Galaabend für die Berner, vom Gast grosszügig eingeladen. Einzig Hakan Yakin und Schwegler sorgten mit Verwarnungen für einen kleinen Dämpfer: Es waren ihre jeweils vierten in dieser Saison, beide Stammkräfte werden beim Spitzenspiel am 28. Oktober im St.-Jakob-Park in Basel fehlen. Andermatt nahms gelassen. Man habe in den letzten schwierigen Wochen mit vielen Ausfällen diverser Art lernen können, dass «nur das Team zählt». Yakin hofft, dass YB nun endlich auf den Weg der Stabilität eingebogen sei, nicht nach drei oder vier guten Spielen der traditionelle Einbruch folge.

Anzeichen dafür gibt es auf Berner Seite. Erstmals hatte Trainer Andermatt alle 23 Kaderspieler zur Verfügung, weder verletzte noch gesperrte Spieler, und die breit abgestützte Qualität war auch auf dem Kunstrasen sichtbar, die Selbstverständlichkeit des Aufholens beeindruckte. In der Länderspielpause dürfte bei den Bernern gute Laune herrschen, am Vierwaldstättersee findet vorerst eine Teamsitzung ohne die Trainer statt. Eigendynamik als Heilmittel.

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 Beitrag Verfasst: Montag 8. Oktober 2007, 16:56 
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schad het dr yakin no di gäubi abhgout churz vor schluss. hät nid müessi si. :?


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 Beitrag Verfasst: Montag 8. Oktober 2007, 16:58 
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Zitat:
Negative Spieler:

- Hochstrasser, machte viele Fehlpässe und bewirkte wenig


chunnt aber scho guet mit däm, isch viu muetiger worde u suecht jetzt ou vermert dr abschluss. nume witer so xavier!


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 Beitrag Verfasst: Montag 8. Oktober 2007, 19:55 
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Wohnort: Breitsch / Ostkurve Bern
Haribo hat geschrieben:
schad het dr yakin no di gäubi abhgout churz vor schluss. hät nid müessi si. :?

Mir kommt es so vor als wäre Yakin immer verletzt oder gesperrt, wenn YB im Joggeli spielen muss.

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YOU'LL NEVER WALK ALONE


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 Beitrag Verfasst: Montag 8. Oktober 2007, 21:06 
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Beiträge: 158
Gratulation zum Sieg!

Kurzes Fazit:

Spiel:

1 Halbzeit: Gut mitgehalten,auch 1-0 geführt!

2 Halbzeit: Katastrophal!!! :roll:

Stimmung:

1 Halbzeit: Ok bei uns,was war bei euch los?

2 Halbzeit: Schlechter,aber kein Wunder
:roll:

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Wir sind nicht von der Aare,wir sind nicht von dem Rhein,wir sind Von der Reus,dem Schläger-Verein..!^^


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 Beitrag Verfasst: Dienstag 9. Oktober 2007, 18:13 
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Wohnort: Bern City
Aufsteigerjunge hat geschrieben:
Seit euch da nicht zu sicher,wir sind das 2 beste Auswärtsteam! :wink:


Wie sieht es eigentlich jetz aus mit der Auswärtsbilanz von Luzern? :wink:

Tut mir leid, aber.... das isch haut würklech ä schöni Vorlag gsi vo dir.... :lol:

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„Ich habe viel von meinem Geld für Alkohol, Weiber und schnelle Autos ausgegeben... Den Rest habe ich einfach verpraßt“ George Best (†)


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