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 Beitrag Verfasst: Sonntag 30. September 2007, 10:47 
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Sonntagszeitung, 30.09.2007

Jakupovics unglaubliches 3:3

» Der GC-Goalie rettete in der 94. Minute per Kopf das Remis gegen YB

VON UELI KÄGI

ZÜRICH - Es sind die Wochen, in denen die Grasshoppers durch Tiefen gehen. Und gestern Abend sind sie auf dem Weg in die fünfte Niederlage in Folge. 2:3 liegen sie gegen YB zurück, eigentlich wäre der Match vorbei, weil die drei Nachspielminuten abgelaufen sind. Die Zürcher aber haben den letzten Freistoss und die letzte Hoffnung. Goalie Eldin Jakupovic stürmt nach vorne in den Berner Strafraum. Er, 23-jährig und Symbolfigur für den jüngsten Absturz des Teams. 12 Gegentore hat er zugelassen in den drei Partien seit der Rückkehr von Lok Moskau.


Jakupovic ist sichtlich verunsichert, wenn er auf der eigenen Linie steht. Jetzt aber tänzelt er auf der anderen Seite des Rasens. Dos Santos dreht den Freistoss vor das YB-Tor, Jakupovic hat sich an den hinteren Pfosten gestellt, weil er für sich denkt: «Vorher kamen die Freistösse alle auf den ersten Pfosten, irgendwann muss es wechseln.» Es wechselt nicht in diesem Moment, aber der Ball wird abgelenkt, dort steht eben er, Jakupovic, und köpfelt ihn über die Linie. Die Grasshoppers haben ihr 3:3 und Jakupovic sein zweites Tor. Einmal hat er für Thun im Cup gegen Servette einen Penalty verwandelt.

GC-Trainer Hanspeter Latour hatte vor dem Match gesagt, er habe in diesen ersten Meisterschaftsrunden so viele Dinge erlebt wie sonst in drei, vier Saisons. Jakupovics Tor ist die Fortsetzung dieser Geschichte. Es verhindert den noch tieferen Fall in die Krise, die fünfte Niederlage hätte die Einstellung der historischen Negativserie aus dem Herbst 2003 bedeutet. Damals musste Marcel Koller ein paar Monate nach dem bis heute letzten GC-Meistertitel den Klub verlassen.

Die aktuelle Klubführung mit Präsident Berbig, Finanzchef Spross und vor allem Sportchef Vogel als starke Figuren hat in den vergangenen Tagen die Ruhe bewahrt, trotz dem zwischenzeitlichen Absturz auf den letzten Platz, der heute Sonntag nach den Heimspielen von Thun und Aarau wieder Realität sein könnte. Das 3:3 gibt den Glauben zurück, bessere Zeiten zu finden. «Ein paar Sekunden vor Schluss hatte ich dieses Gefühl zwar noch nicht», sagt Erich Vogel, «aber das 3:3 lässt uns hoffen, dass die Talsohle durchschritten ist. Das Tor war unheimlich wichtig für uns.» Latour spricht von einer «Signalwirkung», die dieser Treffer haben könnte. Eine weitere Niederlage wäre für den Berner Oberländer «schlimm» gewesen. Auch wenn sie ihn nicht den Job gekostet hätte, dürfte sich Latour in den vergangenen Tagen die Frage gestellt haben, wie lange die Ruhe anhält, weil sich bei Negativserien irgendwann einfach eine Eigendynamik gegen den Trainer entwickelt. Ob er nun für die mangelnde Qualität einzelner Spieler und das dürre Kader etwas kann oder nicht.

Die Grasshoppers hatten gestern das Glück, das ihnen beim 2:2 in Aarau, beim 3:3 in Luzern und zuletzt beim 3:5 in St. Gallen gefehlt hatte. Aber wie sie sich immer wieder in Schwierigkeiten bringen, zeigt nur, dass die Klasse der Mannschaft nicht stimmt. Sie führte gestern wie schon am Mittwoch in St. Gallen 1:0. Aber sie verteidigte danach so schwach, dass ihre Arbeit zum stimmungslosen Rahmen mit den 5800 Zuschauern passte und 1:3 in Rückstand geriet - was auf Grund der guten GC-Chancen nicht den Spielverlauf widergab.

Zu passiv seien sie bei den Gegentoren gewesen, sagt Jakupovic. Er selbst hatte beim 1:2 nicht gut ausgesehen. Und er selbst kann nicht verstehen, wie ein Hakan Yakin beim dritten YB-Treffer das Kopfballduell gegen Vallori gewinnen kann. Jakupovic spricht von den «verschlafenen» Minuten nach der Halbzeit. Er findet aber auch: «Zuletzt waren wir vom Pech verfolgt. Jetzt hoffe ich, dass es anders wird.»

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 30. September 2007, 10:57 
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NZZ, 30.09.2007

Ein Punkt für die Hoffnung

Goalie Jakupovic erzielt für den GC den 3:3-Ausgleich gegen die Young Boys

Es liefen die letzten Sekunden der Nachspielzeit, irgendwie holten die Grasshoppers einen letzten Corner heraus. Seit der 50. Minute war der GC dem 1:3 hinterhergehechelt, Valori hatte zwar in der 63. Minute den Anschlusstreffer zum 2:3 erzielt, doch keiner der ...


Von Stephan Ramming

Es liefen die letzten Sekunden der Nachspielzeit, irgendwie holten die Grasshoppers einen letzten Corner heraus. Seit der 50. Minute war der GC dem 1:3 hinterhergehechelt, Valori hatte zwar in der 63. Minute den Anschlusstreffer zum 2:3 erzielt, doch keiner der 5800 im Stadion glaubte in diesen letzten Sekunden, dass noch das 3:3 fallen könnte – ausser GC-Goalie Eldin Jakupovic. Er schlich sich in die Nähe des entfernten Torpfostens, und nachdem Smiljanics Kopfball von einem Gegner abgeblockt worden war, nickte Jakupovic den Abpraller ein.

Neun Tore hatte der Nachfolger von Coltorti in seinen ersten zwei Spielen gegen den FCZ (0:4) und den FC St. Gallen (3:5) kassiert. Eine miserable Bilanz. Und nicht immer war der Rückkehrer aus Moskau ohne Schuld. «Ich habe mir das alles etwas anders vorgestellt», sagte er am Tag vor dem Spiel gegen YB. Gegen die Berner ging es im gleichen Stil weiter: Drei Mal musste er den Ball aus seinem Tor holen. Doch nach dem Spiel schickte der 23-Jährige Gesten der Erlösung in den Himmel über dem Letzigrund.

«Dass uns ausgerechnet Jakupovic nach seinem schwierigen Einstand diesen wichtigen Punkt gerettet hat, könnte Signalwirkung haben für die Zukunft», sagte Hanspeter Latour, der GC-Trainer, und er gestand im gleichen Atemzug ein, dass «eine weitere Niederlage ganz schlimm» gewesen wäre. So aber, mit dem einen, glücklich gewonnenen Punkt, ist die Serie von vier Niederlagen in Folge gestoppt. Mit neun Punkten aus elf Spielen sind die Grasshoppers aber noch immer weit davon entfernt, den selbst gestellten Ansprüchen – als Saisonziel wurde ein Rang unter den ersten fünf ausgegeben – zu genügen. Gewinnt am Sonntag Thun gegen Xamax, ist GC wieder Tabellenletzter.

Dass dem Schweizer Rekordmeister eine schwierige Saison bevorsteht, hatten die Verantwortlichen schon im Mai prognostiziert. Als damals die neue GC-Führung um Roger Berbig (Präsident), Erich Vogel (Sportchef und Vizepräsident) und Heinz Spross (Verwaltungsrat) den neuen Trainer Hanspeter Latour vorstellte, sprachen sie von einem Neuaufbau, der den Klub innerhalb von drei Jahren zurück an die Spitze bringen soll. Dieser Weg scheint weitaus steiniger zu werden als geplant. Denn dass sich der Neuaufbau als möglicher Kampf gegen den Abstieg entpuppen könnte – damit hat wohl niemand gerechnet.

Dennoch scheint in der GC-Führung Ruhe zu herrschen. «Die Situation ist in höchstem Mass unerfreulich», sagt etwa Vogel, betont aber gleichzeitig, dass der Trainer «keine Sekunde» in Frage gestellt worden sei. Auch Präsident Berbig spürt trotz der fehlenden Punkte keine Unruhe: «Das GC-Umfeld ist erstaunlich ruhig geblieben.» Das zu kleine Kader, die mangelnde Qualität einzelner Spieler, der Mangel an Erfahrung im Team – dies alles ist von der Führung der Grasshoppers erkannt. Im Winter will man Korrekturen vornehmen. Einige Spieler werden GC verlassen müssen, zwei oder drei Zuzüge aus dem Ausland sollen in Aussicht stehen.

Bis es so weit ist, muss sich Latour allerdings mit den Spielern begnügen, die ihm derzeit zur Verfügung stehen. Nur mit Engagement seien Spiele zu gewinnen, liess der Berner Oberländer vor dem Spiel verlauten. Und tatsächlich starteten die Grasshoppers denn auch ganz nach der Vorgabe des Coachs in das Spiel gegen die Young Boys. Als wollten sie sich für das 0:1 in der ersten Minute gegen den FC Zürich am letzten Sonntag rehabilitieren, setzte Zarate in seinem vierten Spiel für den GC ein frühes Zeichen: Der 23-jährige Argentinier übertölpelte nach 90 Sekunden in der Nähe der linken Cornerfahne YB-Verteidiger Schwegler und schoss beherzt – via Torgehäuse landete der Ball hinter Wölfli.

Dem frühen Tor folgte eine ähnlich gemächliche Gangart wie im Derby gegen den FCZ – die Grasshoppers hatten das Spiel zwar nicht im Griff, liessen sich aber von den trägen Bernern auch nicht das Spieldiktat aufzwingen. Bobadilla deutete sein Talent an und hatte mit einem Freistoss ans Lattenkreuz Pech, Zarate war willig, aber ohne Durchschlagskraft, und im Spielaufbau fehlten oft Präzision und Inspiration. Nach Häberlis Ausgleich (30.) liess sich Latours Team nach einem Eckball jedoch von einem YB-Konter überraschen – Varela bezwang Jakupovic nach einem Solo (45.). Fünf Minuten später gewann YB-Captain Yakin nach einem Einwurf Schweglers das Kopfballduell gegen Valori – 1:3.

«Wir haben exakt solche Situationen mit der Mannschaft am Video studiert», sagte Latour, sichtlich echauffiert. Seine Mannschaft habe mit der Aufholjagd jedoch gezeigt, dass sie «Charakter» habe. Jetzt fehlen nur noch die Punkte.


Grasshoppers - Young Boys 3:3 (1:1). - Letzigrund. - 5800 Zuschauer. - Schiedsrichter: Laperrière. - Tore: 2. Zarate 1:0. 30. Häberli 1:1. 47. Varela 1:2. 50. Yakin 1:3. 63. Vallori 2:3. 94. Jakupovic 3:3. - Grasshoppers: Jakupovic; Voser, Vallori, Smiljanic, Mikari; Rinaldo; Renggli, Salatic, Dos Santos; Bobadilla, Zarate. - Young Boys: Wölfli; Christian Schwegler, Tiago, Portillo, Raimondi; Yapi (93. Doubai), Hochstrasser; Varela (78. Kavak), Yakin (73. Marco Schneuwly), Regazzoni; Häberli. - Bemerkungen: Grasshoppers ohne Cabanas, Touré und Sutter (alle verletzt). Young Boys ohne Frimpong und Shi Jun (beide gesperrt), Zayate (krank). Madou (verletzt). 36. Pfostenschuss von Bobadilla. Verwarnungen: 31. Mikari (Foul), 65. Schwegler (Reklamieren), 83. Regazzoni, 87. Rinaldo (beide Foul).

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 30. September 2007, 11:11 
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Schade um die zwei Punkte.

Allerdings macht das nichts, den die Leistung hat gepasst. Dass man nicht immer gewinnen kann ist klar. Aber mann kann trotzdem Gas geben.

Ausserdem ist es auch sonst nicht so schlimm. Zürich hatt ja auch nur ein Punkt gemacht und die Bisler werden nun halt die Zürcher heute abend überholen. Aber Die Saison ist ja erst zu einem Viertel durch ;), da passiert noch viel.

Hopp YB mit einem Sieg gegen die Luzerner

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 30. September 2007, 12:11 
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Habe leider nur die Zusammenfassung auf SF gesehen. Anhand der Chancen geht das Unentschieden wohl in Ordnung. Die Entstehung ist jedoch wieder typisch.

Beim 1:0 schnizert Schwegler
Die 2 anderen Tore muss Wölfli auf seine Kappe nehmen.....

Jänu...eine grosse Chance zum Aufschliessen an die Spitze verpasst... :?

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STOLZ YB-FAN ZU SEIN!!!


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 Beitrag Verfasst: Dienstag 2. Oktober 2007, 09:26 
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Vom Verlierer zum Sieger der Woche

YB gerät gegen GC nach 95 Sekunden 0:1 in Rückstand, führt nach der Pause 3:1 – und erhält in der 94.Minute das kuriose 3:3.

Eldin Jakupovic läuft mit ausgebreiteten Armen übers ganze Feld, er lässt sich feiern, als ob er soeben das entscheidende Tor im WM-Final erzielt hätte. Das spärliche Grüppchen GC-Fans bejubelt die Zürcher Fussballer wenige Sekunden später – nach dem Schlusspfiff – euphorisch. Zum ersten Mal ist die Ambiance an diesem Samstagabend im Kühlschrank Letzigrund besser als an einem 2.-Liga-Spiel. Eldin Jakupovic ist GC-Torhüter. Das ist in diesen Tagen ein eher tristes, ernüchterndes Dasein.

Bild
Der Grasshopper Boris Smiljanic, mitte, gegen die Berner Eerhan Kavak, links, und Mario Raimondi, rechts

Doch weil die Super League gerade sehr verrückt spielt, wird aus dem Verlierer der Woche von der einen Sekunde auf die andere der Gewinner der Woche. Die Verzweiflung bei den Grasshoppers war in der Nachspielzeit gegen YB gross, 2:3 stand es, und Jakupovic stürmte beim letzten GC-Eckball nach vorne, der Ball landete (irgendwie) in seiner Nähe – und der Goalie, der morgen seinen 23.Geburtstag feiert, machte sich mit einem Kopfballtor das schönste Geschenk gleich selber.Der YB-Doppelschlag Und so endete eine Partie, die YB eigentlich gar nicht nicht gewinnen konnte, am Ende 3:3. Es war eine attraktive Begegnung gewesen, mit einem spektakulären Spielverlauf – doch das Geschehen war auch fehlerhaft, das war es vor allem, und es war vermutlich ein perfektes Spiegelbild der helvetischen Spitzenklasse, in der sich das spielerische Niveau diametral zum Unterhaltungswert verhält. «Wenn wir die erste und die letzte Minute weglassen, bin ich mit unserem Auftritt sehr zufrieden», sagte Martin Andermatt. Der YB-Trainer dachte an den Aussetzer seines Verteidigers Christian Schwegler, der mit einem fürchterlichen Ballverlust bereits nach 95 Sekunden Spielzeit das 1:0 für den kriselnden Grasshopper-Club ermöglicht hatte. Der Argentinier Gonzalo Zarate bestrafte Schweglers Patzer und traf mit einem wunderschönen Schuss in die entfernte, hohe Ecke. Die Young Boys stellten trotz missglücktem Start das reifere, bessere Team, sie waren ballsicherer und kompakter, doch sie ermöglichten mit krassen Leichtsinnsfehlern in der Defensive den Gastgebern einige gute Torchancen. Schwegler korrigierte immerhin nach einer halben Stunde seinen Fauxpas ein bisschen, indem er Thomas Häberli ideal lancierte. Und der Stürmer Häberli bezwang Jakupovic im zweiten Anlauf zum 1:1.Mit einem Doppelschlag erhöhte YB gleich nach der Pause – scheinbar vorentscheidend – auf 3:1. Zuerst schloss Carlos Varela in der 47.Minute einen Konter mit einem (nicht unhaltbaren) Flachschuss ab, kurz darauf setzte sich Hakan Yakin (1,80 m gross) in seiner besten Szene im Kopfballduell (und nach einem weiten Einwurf von

Schwegler) gegen den spanischen Kopfballspezialisten Guillermo Vallori (1,91 m) durch (51.). «Leider haben wir es danach verpasst, bei den Kontergelegenheiten das vierte Tor zu erzielen», sagte Andermatt. Die Young Boys erwiesen sich als überaus höfliche Gäste. Sie vermochten in der Schlussphase den Ball in der Offensive selten lange zu behaupten, und in der Defensive führten unzählige (unnötige) Foulspiele der Berner immer wieder zu Freistössen und Eckbällen für GC. Es war in der 63.Minute nicht Dos Santos, der Meister der stehenden Bälle, sondern Vallori, der mit einem Freistoss das 2:3 schoss. Und dann kam der Auftritt von Eldin Jakupovic.

Quelle: http://www.espace.ch

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Ska Timer (1012997)

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meetyourmeat


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