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 Betreff des Beitrags: (Matchthread) BSC YB - FCZ
 Beitrag Verfasst: Dienstag 3. Mai 2005, 22:28 
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Datum: Sonntag 08.05.05
Spielbeginn: 16:15
Ort: Stadion Neufeld, Bern 8)

Europa bleibt unser Ziel!


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 Beitrag Verfasst: Samstag 7. Mai 2005, 12:19 
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BZ, 7.6.2005

Wegweiser wird im Mai gestellt

Morgen trifft YB im Heimspiel auf den FC Zürich (Neufeld, 16.15 Uhr). Die Berner planen eifrig die nächste Saison im neuen Wankdorf. YB-Trainer Hans-Peter Zaugg kämpft um einen Uefa-Cup-Platz – und um neue Spieler.
Morgen gegen den FC Zürich, am Mittwoch das Derby in Thun, und eine Woche später das Heimspiel gegen GC – die nächsten drei YB-Partien dürften den Wegweiser stellen. Uefa-Cup oder UI-Cup oder gar überhaupt kein kontinentaler Bewerb? Und: Es geht in diesen Partien auch um die Zukunft von Hans-Peter Zaugg – kaum vorstellbar, dass er YB-Trainer bleibt, wenn die Berner das europäische Geschäft verpassen.


Wieder Hoffnung nach Sieg

Derzeit liegen die Berner drei Zähler hinter GC, haben aber eine Partie weniger als die Zürcher ausgetragen. «Wir wollen den dritten Platz erreichen», sagt Zaugg, «und das späte Siegtor bei Xamax hat uns auch wieder Auftrieb verliehen.» Trotz einer missglückten Saison jedenfalls bleibts spannend für die Young Boys. Und das nicht nur sportlich. Auch im personellen Bereich wird fleissig gearbeitet. Zahlreiche Fussballer werden beobachtet, Videos gesichtet, Testspieler eingeladen und Vertragsverhandlungen geführt.

Neun Kontrakte laufen Ende Saison aus. Stéphane Chapuisat hört auf; Alain Rochat wechselt zu Rennes; Sadik Coubadja und Johan Berisha müssen gehen; der Vertrag von Roman Friedli hat sich automatisch verlängert, weil der defensive Mittelfeldspieler in dieser Saison genügend Partien absolviert hat; und Patrick De Napoli darf eine weitere Saison bei YB spielen. Somit bleiben drei Spieler, deren Zukunft noch ungewiss ist.


Der «Fall Melunovic»


Fernando Carreño ist ein «Mus-terprofi», wie es Zaugg sagt, doch fussballerisch hat der kopfballstarke und robuste Argentinier wenig überzeugt. Sein Verbleib in Bern ist fraglich. Mit Yao Aziawonou würden die YB-Strategen gerne verlängern, nach langer Verletzungspause hat der Togolese zuletzt bei Xamax ein sehr starkes Comeback gefeiert. «Er ist ein hervorragender Fussballer», sagt Zaugg.


Schliesslich ist da der komplizierte Fall von Elvir Melunovic. Zaugg ist nicht abgeneigt, den linken Mittelfeldspieler zu behalten. Nächste Saison soll jede Position doppelt besetzt sein, und als neuer Fixpunkt für die linke Offensive wurde Mario Raimondi von Thun verpflichtet. Der Vertrag von Gabriel Urdaneta läuft weiter –gelingt es YB nicht, den Uruguayer an einen Klub abzugeben, wird Melunovic wohl gehen müssen.


«Wunschspieler» Deumi

Nach Carlos Varela (Aarau), Ronny Hodel (Luzern) und Raimondi sollen bekanntlich noch drei Verstärkungen geholt werden. «Das passiert nicht von heute auf morgen», erklärt Zaugg. Der Trainer hat die Hoffnung immer noch nicht aufgegeben, dass «mein absoluter Wunschspieler» Armand Deumi doch von Thun zu YB wechselt. Dieser Transfer allerdings dürfte zu teuer werden. Wobei man die Frage stellen darf, warum YB das Geld für den überragenden Defensivkünstler Deumi nicht investiert. «Mit ihm hätten wir hinten Ruhe», sagt Zaugg.

Nebst einem Abwehrchef werden auch ein spielbestimmender Aufbauer und ein Ersatz für Chapuisat gesucht. Mit Mittelfeldspieler N’Diaye (Rennes) und Stürmer Luciano (Brasilien) trainieren derzeit zwei Testspieler mit. «Gute Akteure», sagt Zaugg. Aber kaum jene grossen Namen, die man dem Berner Publikum im Wankdorf präsentieren will. Das sind eher Spielmacher Hakan Yakin und Johan Vonlanthen. Die Young Boys haben sich bei Vonlanthens Stammklub PSV Eindhoven erkundigt und erfahren, dass der Stürmer noch einmal eine Saison ausgeliehen werden soll. «Es wäre ein Traum, wenn Vonlanthen bei uns spielen würde», sagt Zaugg.Fabian Ruch

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 Beitrag Verfasst: Samstag 7. Mai 2005, 12:22 
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Bund, 7.6.2005

Zaugg und die Heimspiele

Auswärts sind die Young Boys Spitze, daheim im Neufeld scheitern sie regelmässig an ihren spielerischen Limiten
Der Spielplan und die Inkon-stanz der Gegnerschaft bieten den Young Boys immer wieder wunderbare neue Chancen, trotz ihrer miserablen Heimserie den dritten Tabellenrang noch zu erreichen. Allerdings müssten die Berner daheim gehörig zulegen. Die grosse Frage vor dem morgigen Spiel gegen Zürich: Können sie das?

«Bisher haben wir noch nie extra verloren», versichert YB-Trainer Hans-Peter Zaugg. Er hat in den letzten Wochen in seinem Beruf nicht nur Freude erleben können, sondern er ist insbesondere nach den verlorenen oder nicht gewonnenen Heimspielen (St. Gallen 2:3, Basel 2:5, Thun 2:4, Aarau 1:1) mit den Schattenseiten seines Berufes konfrontiert worden: «Bidu raus!» tönte es zuletzt nach dem mageren 1:1 gegen den FC Aarau hundertfach von den Neufeldrängen. Waren es nach der YB-Heimschlappe gegen Thun erst einzelne Gruppen gewesen, die ihre Wut über die «Nicht-Leistung» der Young Boys am Trainer ausliessen, hatten sich die kritischen Stimmen nach dem Aarau-Spiel gefährlich gemehrt.

Auswärts freilich gabs für den YB-Trainer bisher meist Schulterklopfen – zuletzt beim 1:0-Sieg der Berner in La Chaux-de-Fonds gegen Xamax. Die Gelb-Schwarzen haben in diesem Jahr auf fremden Plätzen in der Meisterschaft in der Tat Bemerkenswertes geleistet (3 Siege, 3 Unentschieden, 0 Niederlagen), weshalb der dritte Platz für sie noch immer in Reichweite liegt.
Um diesen Rang und die Uefa-Cup-Qualifikation zu erlangen, bräuchte es nun aber zwingend im Spiel gegen den FC Zürich (Sonntag, 16.15 Uhr, Sat1) auch daheim drei Punkte. Der Cupfinalist, der sich im Halbfinal gegen YB 3:1 durchgesetzt und zuletzt eine zehntägige Pause ohne Wettbewerbsspiel hatte, erlitt im letzten Ernstkampf eine böse Schlappe (1:5 in Thun). Zudem muss das Team von Trainer Lucien Favre morgen auf die gesperrten Gygax und Nef verzichten.


Warum diese YB-Heimmisere?

Die zum Teil offenen Anfeindungen hätten ihn natürlich schon getroffen, sagt Hans-Peter Zaugg zu den Reaktionen vieler enttäuschter Zuschauer. Es sei nicht so, dass man da einfach abschalten könne, obschon nicht nur die Verarbeitung der positiven, sondern auch der negativen Kritik zu seinem Job gehöre.
Warum aber sind die Young Boys auswärts so erfolgreich, und warum versagen die gleichen Spieler in diesem Jahr regelmässig daheim? Zaugg ist sich über die Gründe im Klaren: «Auswärts haben wir uns bisher meist optimal auf den Gegner eingestellt, dabei vorab defensiv operiert und auf unsere Chance gewartet. Das gleiche Rezept lässt sich vor eigenem Publikum, dem man ja etwas bieten möchte, nicht anwenden – und das ist das grosse Problem.» Anders ausgedrückt: Weil sein Team im Neufeld das Spiel machen muss, wird es defensiv anfällig – und kassierte zuletzt gegen konternde Widersacher immer wieder «ärgerliche Gegentreffer», wie sich Zaugg ausdrückt. Dabei ist offensichtlich: Seinem Team fehlten in der Tat die grossen spielerischen Qualitäten. Das weiss auch der Trainer, der darauf hinweist, dass die Niederlagenserie im Neufeld die Beschwingtheit im eigenen Angriffsspiel auch nicht gerade gefördert habe. Im Gegenteil: Zuletzt sei trotz gutem Willen jegliches Selbstvertrauen verloren gegangen.
Was kann dagegen getan werden? Muss das Publikum am Sonntag mit einer erneuten Heimniederlage rechnen? Zaugg gibt sich realistisch: «Wie immer werden wir alles tun, um zu gewinnen. Inzwischen weiss jeder von uns, dass wir nur über den Kampf zum Spiel finden können. Allein spielerisch sind wir nicht stark genug besetzt, um die Entscheidung zu unseren Gunsten herbeizuführen.»
Das hat man zuletzt tatsächlich immer wieder gesehen, weshalb das Comeback etwa von Yao Aziawonou eine Verbesserung bringen würde. Doch gegen den FCZ ist der Spieler aus Togo (nach langer Verletzungspause noch nicht fit) höchstens auf der Ersatzbank. Sonst hat Trainer Zaugg kaum Personalprobleme: Weil auch die Innenverteidigung wieder komplett ist, wird Alain Rochat auf der linken Abwehrseite zum Einsatz kommen. Nicht nur aus defensiven Überlegungen heraus, sondern auch um über die Seiten Offensivdruck zu entwickeln.

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 8. Mai 2005, 21:09 
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news.ch, 8.5.2005

Remis im Neufeld

Die Tabellennachbarn Young Boys (4./41 Pkt.) und Zürich (5./39) trennten sich im einzigen Super-League-Spiel vom Sonntag 1:1. (kst/Si)

Die Partie Xamax gegen GC musste wegen unbespielbarem Terrain abgesagt werden.
Schiedsrichter Guido Wildhaber entscheid sich kurz nach 9.30 Uhr zur Absage der Super-League-Partie. Auf dem Terrain in La Chaux-de-Fonds lag wegen den starken Regenfälle der vergangenen Tage zu viel Wasser.

Ball rollte kaum

Der Ball rollte kaum und auch das Anbringen der Markierungen wäre kaum möglich gewesen. Die Nationalliga wird am Montag über die Neuansetzung befinden.

Beim Klassiker YB gegen FCZ fielen beide Tore bereits in der ersten Hälfte. Neri brachte mit seinem 11. Saisontor die Gastgeber nach einem herrlichen Pass von Sturmpartner Häberli in Führung.

Drei Minuten später verwandelte Cesar einen Foulpenalty zum 1:1-Ausgleich.

Young Boys - Zürich 1:1 (1:1)
Neufeld 5500 Zuschauer SR Kever
Tore:20. Neri 1:0. 23. Cesar (Foulpenalty) 1:1.

Young Boys: Wölfli; Steinsson, Knez, Disler, Rochat; Friedli; Sermeter (88. Geiser), Magnin (75. Aziawonou), Häberli, Melunovic (62. Chapuisat); Neri.

Zürich: Leoni; Stahel, Filipescu (61. Tarone), Schneider, Cesar; Margairaz, Dzemaili, Tararache, Di Jorio; Ilie (73. Akhalaia); Keita.

Bemerkungen:
Young Boys ohne Coubagéat, Urdaneta, De Napoli und Eugster (alle verletzt) sowie Berisha (nicht im Aufgebot), Zürich ohne Gygax, Nef (beide gesperrt), Taini, Capria, Stanic, Petrosjan und Hohl (alle verletzt). 58. Filipescu verletzt ausgeschieden (Schulterluxation). Verwarnungen: 16. Melunivoc (Foul/im nächsten Spiel gesperrt), 69. Ilie (Foul).

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 8. Mai 2005, 21:41 
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das spiel isch ja zum ischlafe gsi hüt nami. yb schlächt , züri schlächt. je wunder chöme immer weniger fans! fuesball zum abgwöhne!!! :evil:


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 Beitrag Verfasst: Sonntag 8. Mai 2005, 22:19 
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Gegen den FCZ zuhause mit einem Stürmer!!! Der Bidu ist verrückt , vor allem wenn er seine Aufstellung bei RAN SAT1 nach dem Spiel noch verteidigt hat. So nach dem Moto ein gewonnerer Punkt. Nein vergiss es Bidu, es waren zwei verlorene Punkte!

BIDU RAUS - JAUCH RAUS !!!


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 Beitrag Verfasst: Montag 9. Mai 2005, 07:53 
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BZ, 9.5.2005

Nur ein Stürmer – und nur ein Punkt

Und wieder enttäuscht YB in einem Heimspiel. Gegen einen wenig inspirierten FC Zürich spielten die offensiv harmlosen Berner nur 1:1. Dieses Unentschieden ist ein Rückschlag im Kampf um einen Uefa-Cup-Platz.

Die Bilder und Töne gleichen sich in diesem Frühling. Die Temperaturen sind zwar höher, das Wetter schöner, doch während der YB-Heimspiele hängen Transparente mit der Aufschrift «Bidu raus», und nach dem Schlusspfiff werden die Berner Fussballer mit einem gellenden Pfeifkonzert in die Kabine entlassen. So wars nach dem 2:3 gegen St. Gallen, nach dem 2:4 gegen Thun, nach dem 2:5 gegen Basel und nach dem 1:1 gegen Aarau. Und so wars auch gestern, nach dem enttäuschenden 1:1 gegen den FC Zürich.


Kein Druck über die Flügel

Wieder nur ein Punkt im Neufeld, und wieder keine überzeugende Vorstellung der Young Boys. Nicht mehr lange dauert diese mühsame Saison für YB, und unglaublicherweise liegt der dritte Rang noch immer im Bereich des Möglichen. Gestern verpassten die Berner eine grosse Gelegenheit, mit GC gleichzuziehen. Denn der FCZ machte während der gesamten Spielzeit nie den Anschein, in Bern überhaupt siegen zu wollen. Sehr defensiv agierten die Zürcher, mit einem überaus kompakten Mittelfeld und einer einsamen Sturmspitze Alhassane Keita, den die Young Boys gestern im Gegensatz zum Cuphalbfinal sehr gut im Griff hatten.

Damit allerdings enden die guten Nachrichten aus Berner Sicht. Denn wie der Gegner setzte auch YB-Trainer Hans-Peter Zaugg auf eine Formation, die man nicht zwingend als offensiv eingestellt bezeichnen sollte. Francisco Neri wurde – notabene in einem Heimspiel – als einziger Stürmer nominiert. Es war definitiv die falsche Massnahme, denn Neri sah sich vorne im Zentrum meistens zwei oder drei Kontrahenten gegenüber und musste sich oft mit komplizierten Dribblings versuchen. Weil die Spieler auf den Flügelpositionen der Young Boys in dieser Saison nicht überzeugen und auch gestern meistens inexistent waren, blieb der erhoffte Druck aus dem Mittelfeld fast gänzlich aus. Elvir Melunovic hielt sich links wenigstens defensiv schadlos, sein Pendant auf der rechten Seite, Gürkan Sermeter, war erneut sehr schwach und ermöglichte mit gefährlichen Ballverlusten auch noch zahlreiche FCZ-Konterchancen.


Neri im linken Mittelfeld

Einzig dem aggressiven und spielfreudigen Thomas Häberli gelang es ein wenig, den bedauernswerten Neri zu unterstützen. Die beiden waren es auch, die das wunderbar herausgespielte Führungstor nach 20 Minuten produzierten. Nur drei Minuten später erzielte Cesar mit einem Foulpenalty (YB-Goalie Marco Wölfli hatte Adrian Ilie gefoult) bereits den 1:1-Ausgleich. «Es war schade, dass wir den Vorsprung nicht länger halten konnten», sagte Zaugg.

Der FCZ stellte nach dem raschen Ausgleich seine Ausflüge Richtung gegnerisches Tor vollständig ein. Und während die Zürcher nicht mehr wollten, konnten die Berner nicht mehr. Diesen Eindruck jedenfalls hinterliessen die hilflosen und harmlosen Young Boys. Trainer Zaugg korrigierte seine falsche Aufstellung nach einer Stunde, beorderte Altmeister Stéphane Chapuisat in den Sturm … und Neri ins linke Mittelfeld, an Stelle des ausgewechselten Elvir Melunovic. Diese unverständliche Massnahme hatte zur Folge, dass der Brasilianer in der letzten halben Stunde noch drei Ballkontakte hatte und mehr am eigenen als im gegnerischen Strafraum anzutreffen war. Und vorne sah sich nun Chapuisat in Zweikämpfe mit mehreren FCZ-Verteidigern verwickelt.
Das Ende ist bekannt, und das Pfeifkonzert galt nicht nur den verunsicherten Akteuren, sondern sicher auch dem mutlosen Zaugg. Gestern wollten an einem herrlichen Sonntagnachmittag noch 5500 Zuschauer die Young Boys spielen sehen. Euphorie sieht zwei Monate vor dem Einzug ins neue Wankdorf anders aus. Es gab einmal eine Zeit, da hingen Plakate mit dem Slogan «YB macht glücklich» im Neufeld.



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Young Boys - Zürich 1:1 (1:1)

Neufeld. - 5500 Zuschauer. - SR Kever. - Tore: 20. Neri 1:0. 23. Cesar (Foulpenalty) 1:1.

Young Boys: Wölfli; Steinsson, Knez, Disler, Rochat; Friedli; Sermeter (88. Geiser), Magnin (75. Aziawonou), Häberli, Melunovic (62. Chapuisat); Neri.

Zürich: Leoni; Stahel, Filipescu (61. Tarone), Schneider, Cesar; Margairaz, Dzemaili, Tararache, Di Jorio; Ilie (73. Akhalaia); Keita.

Bemerkungen: Young Boys ohne Coubagéat, Urdaneta, De Napoli und Eugster (alle verletzt) sowie Berisha (nicht im Aufgebot), Zürich ohne Gygax, Nef (beide gesperrt), Taini, Capria, Stanic, Petrosjan und Hohl (alle verletzt). 58. Filipescu verletzt ausgeschieden (Schulterluxation). Verwarnungen: 16. Melunivoc (Foul/im nächsten Spiel gesperrt), 69. Ilie (Foul).

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 Beitrag Verfasst: Montag 9. Mai 2005, 07:54 
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Zaugg verteidigt das System

YB spielte zu Hause gegen Zürich mit nur einem Stürmer. Sowohl Trainer Hans-Peter Zaugg als auch Spieler Thomas Häberli glauben jedoch an das System. Man habe auf die zuletzt fehlende Stabilität reagieren müssen.
«Wenigstens ist es uns gelungen, den FC Zürich im Kampf um Rang 3 in Schach zu halten», sagte YB-Mittelfeldspieler Thomas Häberli nach der Partie. Den FCZ weiter zu distanzieren sei aber leider auch nicht geglückt. Dass die Young Boys zu Hause mit nur einem Stürmer antraten, wollte der 31-Jährige nicht zwangsläufig als Defensivkonzept verstanden wissen: «Es ist immer die Frage, wie man das System interpretiert. Zurzeit gibt es viele Teams im In- und Ausland, die ein 4-5-1 spielen.»


«Chelsea spielt ein 4-5-1»

Als prominentestes Beispiel erwähnte Häberli Chelsea London, das mit Didier Drogba meist auch nur einen «richtigen» Stürmer aufstelle. Allerdings wäre hier anzumerken, dass beim neuen englischen Meister entweder Arjen Robben, Joe Cole oder Damien Duff aussen für Druck sorgen. Bei den Young Boys hingegen kann am Flügel im Moment niemand diese Rolle übernehmen. Für Thomas Häberli ist indes unbestritten, dass YB durch die fünf Mittelfeldspieler stabiler auftritt als noch vor einigen Wochen. Dem pflichtet auch sein Trainer Hans-Peter Zaugg bei. Und er sagt: «Wir sind in den letzten Partien auch mit dieser so genannt defensiven Aufstellung zu zahlreichen Torchancen gekommen.»


Probleme in Heimspielen

Gegen den FCZ sah Zaugg deshalb keinen Grund, von diesem System abzukommen. «Gerade gegen Zürich, das im Mittelfeld sehr gut besetzt ist, wollte ich, dass wir kompakt stehen.» Das habe auch gut funktioniert. Unzufrieden zeigte sich Zaugg allerdings mit der Vorstellung seiner Flügelspieler Elvir Melunovic und Gürkan Sermeter: «Die Idee war, die Verteidigung des Gegners über die Seite auseinander zu reissen. Das hat heute aber nur vereinzelt geklappt.»

Für Zaugg ist klar, dass ein Sieg gegen Zürich viel Druck von seiner Mannschaft genommen hätte. Weil sich YB bereits seit längerem im Neufeld schwer tue, sei vor Heimspielen eine gewisse Anspannung vorhanden.

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 Beitrag Verfasst: Montag 9. Mai 2005, 07:55 
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Bund, 9.5.2005

YB verpasst eine weitere Chance

Wieder kein Sieg im Neufeld: Die ungefährlichen Young Boys gestanden dem noch ungefährlicheren FC Zürich ein 1:1 (1:1) zu
Nein, so reicht es nicht: Die Young Boys zeigten sich im Vergleich zu den letzten arg missglückten Heimspielen zwar leicht verbessert, aber ihre Leistung genügte höheren Ansprüchen auch gestern, im Spiel gegen den FC Zürich, nicht.

Die Ausgangslage im Kampf um den zweiten Schweizer Uefa-Cup-Platz ist für die Young Boys auch nach dem ungenügenden Heim-Remis gegen Zürich erstaunlicherweise noch immer nicht aussichtslos: Es bleiben vier Runden – und wenn Xamax nicht plötzlich enorm aufdreht und all seine Nachtragsspiele gewinnt, werden die Grasshoppers (43 Punkte), YB (41) und Zürich (40) Rang 3 unter sich ausmachen. Für die Young Boys spricht angesichts ihrer derzeitigen Verfassung nur sehr wenig – aber im Fussball weiss man ja bekanntlich nie: Thun (a), GC (h), Aarau (a) und Schaffhausen (h) heissen die restlichen Gegner.

Die Aufgabe wäre lösbar gewesen, denn Zürich beschränkte sich im Neufeld weitgehend darauf, nicht zu verlieren. Die Risikobereitschaft im Favre-Team war gleich null; aber auch bei YB war sie nicht viel höher. Das ergab fürs Publikum summa summarum ein langweiliges Spiel.


Sie gaben sich und hatten Mühe

Unermüdlich kämpfen, den Gegner unter Druck setzen und ihn zu Fehlern zwingen – das hatte sich YB fest vorgenommen. Nun, gekämpft haben die Berner wohl, aber «unermüdlich» ist eben nicht «unwiderstehlich». Und Letzteres waren die Gelb-Schwarzen bei bestem Willen nicht. Im Gegenteil: Die verstärkte FCZ-Hintermannschaft hatte keine Mühe, die Aktionen der keineswegs locker aufspielenden Young Boys vorauszuahnen und frühzeitig zu unterbinden. Nur höchst selten gelang es den Bernern, die Gäste-Abwehr mit einer Passfolge in Verlegenheit zu bringen – meist wurden die YB-Angriffsbälle schon weit vor dem gegnerischen Strafraum abgefangen, sofern sich die Young Boys mit Fehlpässen nicht selbst frühzeitig die Butter vom Brot nahmen.
Einmal freilich gabs ein Durchkommen – und prompt resultierte daraus ein Torerfolg: Nach einem Vorstoss über links (Rochat–Melunovic) kam der Ball zu Häberli, der Neri aus Kurzdistanz steil anspielte: Der Brasilianer verwertete diese Chance souverän zum 1:0.
Es passt irgendwie zu ihren Heimspielen in diesem Jahr (mit Ausnahme des 2:0 im Cup gegen Thun noch kein Sieg!), dass die Young Boys auch diesmal einen Vorsprung schlecht verwalteten. Keine zwei Minuten nach ihrem Führungstor leisteten mehrere Berner dem nach vorn stürmenden Filipescu keinen Widerstand – worauf in einer Überzahlsitation Ilie vor Wölfli auftauchte. Die Situation schien trotzdem nicht besonders gefährlich, und die darauf folgende ungestüme Reaktion des YB-Goalies war zumindest ungeschickt. Schiedsrichter Kever war fast gezwungen, Zürich einen Foulpenalty zuzugestehen, den Cesar zum Ausgleich nutzte.
Nun, die Young Boys hätten noch viel Zeit gehabt, nach dem 1:1 mit Schwung und Tempo erneut das Führungstor anzustreben. Ihre Bemühungen – ohne jegliches Tempo und Überraschungsmoment vorgetragen – blieben aber bis zuletzt fruchtlos. Bis zum Schlusspfiff gabs vielleicht noch drei Situationen (Sermeter-Freistoss auf der Linie abgewehrt, Rochat-Fehlschuss, Neri-Ablenker), die ein wenig Torgefahr vor FCZ-Goalie Leoni heraufbeschworen – das war auch schon alles. Weil auf der Gegenseite noch weniger los war, sank nach einer einigermassen akzeptablen ersten Halbzeit nach dem Seitenwechsel auch der Unterhaltungswert massiv.


Das 1–4–1–4–1 ohne Zukunft

Erstmals traten die Young Boys in einem Heimspiel mit je einem Mann vor der Viererabwehr (Friedli) und dem Vierermittelfeld (Neri) an. Auch wenn diese Anordnung in defensiver Hinsicht einige Vorteile bringt, so scheint das Spiel mit nur einer Spitze gerade bei Partien daheim nicht das richtige Rezept zu sein. Trainer Zaugg hatte sich allerdings über die Seiten von Sermeter (rechts) und Melunovic (links) einiges mehr an Unterstützung Stürmers erhofft. «Wenn von hinten so wenig kommt», stellte er fest, «können wir den Gegner nicht unter Druck setzen.»
Unzufrieden war Zaugg im Übrigen mit dem Verhalten seines Teams nach dem Führungstor: «Es ist ärgerlich, wie wir uns immer wieder selbst um die Früchte unserer Anstrengungen bringen.»


Young Boys - Zürich 1:1 (1:1)
Neufeld. – 5500 Zuschauer. – SR Kever. – Tore: 20. Neri 1:0. 23. Cesar (Foulpenalty) 1:1. – Verwarnungen: 16. Melunovic (Foul/im nächsten Spiel gesperrt), 69. Ilie (Foul). – Bemerkungen: YB ohne Coubageat, Urdaneta, De Napoli und Eugster (alle verletzt) sowie Berisha (nicht im Aufgebot); Zürich ohne Gygax, Nef (beide gesperrt), Taini, Capria, Stanic, Petrosjan und Hohl (alle verletzt). 58. Filipescu verletzt ausgeschieden (Schulterluxation).
Young Boys: Wölfli; Steinsson, Knez, Disler, Rochat; Friedli; Sermeter (88. Geiser), Magnin (75. Aziawonou), Häberli, Melunovic (62. Chapuisat); Neri.
Zürich: Leoni; Stahel, Filipescu (61. Tarone), Schneider, Cesar; Margairaz, Dzemaili, Tararache, Di Jorio; Ilie (73. Akhalaia); Keita.

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 Beitrag Verfasst: Montag 9. Mai 2005, 15:00 
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shalako hat geschrieben:

«Chelsea spielt ein 4-5-1»

Als prominentestes Beispiel erwähnte Häberli Chelsea London, das mit Didier Drogba meist auch nur einen «richtigen» Stürmer aufstelle.



guter vergleich herr häberli! fehlt ja nicht viel um auf dem gleichen niveau zu spielen...

die einzige gemeinsamkeit der beiden klubs sind wohl die 2 arschlöcher an der spitze :twisted:


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