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 Beitrag Verfasst: Dienstag 20. Oktober 2009, 11:26 
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Grasshopper Club Zürich - BSC Young Boys

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Stadion Letzigrund
Samstag, 24. Oktober 2009
Zeit: 17.45 Uhr

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 Beitrag Verfasst: Samstag 24. Oktober 2009, 12:15 
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Blick, 24.10.2009

Welches Gesicht zeigt er heute?

Sein verbotener Flirt mit YB wurde öffentlich. Wie begegnet GC-Star Senad Lulic heute Samstag seiner Angebeteten?

Seelenmassage ist bei GC angesagt. Sie beginnt schon letzten Sonntag nach dem blamablen Cup-Out gegen Challenge-League-Klub Lugano (0:1). Mit Einzelgesprächen im Bus. Mitten im acht Kilometer langen Stau am Gotthard-Südportal.

Trainer Ciri Sforza: «Ich musste reden, als das Bild noch frisch war. Die Spieler waren einsichtig, es hats ja keiner absichtlich gemacht.» Am Dienstagmorgen spricht auch Urs Linsi, der neue CEO, zur Mannschaft. Er fordert, dass sich jeder im GC-Leibchen bis zur letzten Sekunde zerreisst.

Lulic wollte unbedingt zu YB

Eine noch intensivere Spezialbehandlung braucht diese Woche Wundertüte Senad Lulic (23). Denn jeder bei GC fragt sich: Welches Gesicht zeigt Lulic heute beim Heimspiel gegen Leader YB? Der Hintergrund: Im Sommer liebäugelte der Bündner trotz Vertrag bei GC mit einem sofortigen Wechsel zu seinem Ziehvater Vladimir Petkovic.

Der YB-Trainer arbeitete bereits in Bellinzona mit Lulic zusammen. Beide lassen sich vom gleichen Manager beraten. GC stellte sich quer, Lulic schmollte und arbeitete an seinem Ruf als Wundertüte. Er holte unnötig Rot, liess zwischendurch auf dem Feld aber immer wieder seine grosse Klasse aufblitzen.

Lulic: «Spiel gegen Leader ist immer speziell»

«Senad, ist es klar?», rief GC-Trainer Ciri Sforza gestern im Abschlusstraining. Kurz darauf: «Senad, wenn er da kommt, musst du dort gehen. Senad, ja? Ist es klar?» Senad senkt den Kopf, tankt sich durch, schaufelt den Ball mit dem rechten Innenrist in die hintere Torecke. 1:0. Das einzige Tor im internen Testspiel. Sforza pfeift ab – und beendet das Training. 21 Minuten später ist Lulic mit zwei Kollegen immer noch am Jonglieren. Sforza ruft: «Senad, seid ihr fertig?» Lulic trottet im Nieselregen Richtung Garderobe.

Frage an Lulic: «YB muss ein spezielles Spiel für Sie sein, oder?» Der Mittelfeldspieler zieht sich geschickt aus der Affäre. «Ein Spiel gegen den Leader ist doch immer speziell.» Aber er träumte im Sommer doch von einem Wechsel nach Bern, oder? «Nein, ich habe nicht davon geträumt.»

Wechsel zu YB ist kein Thema mehr

Sind die Wechselabsichten endgültig vom Tisch? Lulic: «Für mich ist das Thema YB erledigt. Wenn ich die Saison bei einem Klub beginne, beende ich sie auch im selben Verein.» Weshalb schwankt er oft zwischen Welt- und Kreisklasse? Lulic: «Wir sind dran, eine Lösung zu finden. Was jetzt zählt, ist nur ein Sieg gegen YB.» Sforza sagt: «Senad hat ein Riesen-Potenzial. Er muss es nur abrufen.» Und Sforza über YB: «Sie spielen befreit, haben gute Einzelspieler – und auch Glück.»

http://www.blick.ch/sport/fussball/superleague/welches-gesicht-zeigt-er-heute-131655

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 Beitrag Verfasst: Samstag 24. Oktober 2009, 12:16 
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Berner Zeitung, 24.10.2009

«Das perfekte Team existiert nicht»

Emiliano Dudar hat sich bei YB sofort als Abwehrchef etabliert. Vor dem Spiel bei GC spricht der Argentinier über seine Ambitionen, die kurze Integrationszeit und die Vorteile einer Wohnung im Zentrum.

Die YB-Spieler wurden diese Woche vom Klub zum Fototermin aufgeboten. Sind da schon die Meisterporträts entstanden?

Emiliano Dudar (lacht): Nein, sicher nicht. Die Bilder werden, so viel ich weiss, am Jahresende verwendet, um Fans und Sponsoren für die Unterstützung zu danken. Für Meisterporträts ist es viel zu früh. Es sind ja noch zwei Drittel der Saison zu spielen. Es geht für uns zunächst darum, die Vorrunde mit so grossem Vorsprung wie möglich zu beenden.

Spielen die Young Boys bereits nahe am Optimum?

Die Zeichen sind gut, das perfekte Team existiert aber nicht. Auch wir müssen ständig dazulernen. Das Konterspiel etwa wollen wir weiter verbessern, und wir haben auch ein paar Gegentore zu viel zugelassen. Wollen wir eine grosse Mannschaft sein, müssen wir uns jede Woche beweisen und jede Partie gewinnen. Die Aufgabe heute gegen die Grasshoppers wird schwer. GC wird mit allen Mitteln versuchen, auf das Aus im Cup gegen Lugano zu reagieren.

Sportchef Alain Baumann sagte vor kurzem, neue Spieler bräuchten Zeit. In Ihrem Fall scheint das nicht zuzutreffen.

Es ist eine Frage des Vertrauens. Als ich von Bellinzona nach Bern wechselte, kam ich mit hohen Erwartungen. Partien gegen YB waren immer ein Ereignis. Als ich das Angebot erhielt, war das ein Zeichen des Vertrauens. Als ich hier ankam, übergab mir Trainer Vladimir Petkovic sofort Verantwortung. Und ich spürte auch gleich den Respekt der Teamkollegen.

Ist es für einen Verteidiger einfacher, sich in einem neuen Team zurechtzufinden, als für einen Offensivspieler?

(überlegt): Das mag sein. Die Position des Stürmers ist etwas komplexer. Der Angreifer ist stärker darauf angewiesen, dass das Zusammenspiel klappt. Das kann etwas dauern.

Stiessen Sie denn bei YB nie auf Schwierigkeiten?

Doch natürlich. Die Verständigung etwa ist für mich nicht einfach. Die meisten Mitspieler sprechen Deutsch oder Französisch. Ich hingegen spreche nur Spanisch und Italienisch. Aber wir arrangieren uns so gut es geht. Ich versuche mich anzupassen.

Anders als die meisten Teamkollegen wohnen Sie mitten in Bern. Weshalb haben Sie sich für eine Wohnung im Zentrum entschieden?

Ich mag das Stadtleben. Schon als ich für Klubs in Südamerika spielte, wohnte ich immer im Zentrum, oder in der Nähe. So sollte es auch in Bern sein. Der Verein bot mir Wohnungen in Schönbühl und Ittigen an, aber ich wollte, dass sie mir etwas im Zentrum zu suchen. Meine Frau und ich leben mit unserem kleinen Sohn jetzt in der unteren Altstadt. Wir geniessen die Möglichkeiten, die Bern uns bietet. Ausserdem brauche ich kein Auto, um ins Training zu fahren.

Sie haben in der Schweiz bereits für Chiasso in der 1.Liga gespielt, danach für Bellinzona und jetzt für YB. Wohin führt Sie Ihr Weg noch?

Zuerst will ich mit YB Titel gewinnen. Natürlich träume ich auch von einem Vertrag bei einem grossen Klub, in einer starken Liga. Welcher Fussballer tut das nicht? Mich interessiert vor allem die Premier League. Mein Lieblingsteam ist Arsenal London. Der Spielstil in England entspricht mir. Ich bin ein mannschaftsdienlicher Spieler, der alles gibt für den Klub, dessen Trikot er trägt. Der Weg führt aber über YB und die Leistung, die wir als Gruppe erbringen.

Wie beurteilen Sie als Argentinier die Leistungen des Nationalteams unter Trainer Maradona?

Die Mannschaft konnte ihr Potenzial zuletzt nicht abrufen. Ob das nur an Maradona liegt, kann ich nicht beurteilen. In der argentinischen Presse wird er jedenfalls stark kritisiert. Als Fussballer ist er für mich dennoch ein Idol. Mit seinen Eskapaden im Privatleben ist er aber kein Vorbild für die jungen Spieler.

In diesem Fall sind Sie froh, ist bei YB Vladimir Petkovic Ihr Trainer und nicht Maradona?

(lacht): Petkovic wird jedem gerecht, das ist in einer Mannschaftssportart wichtig. Er ist ein Trainer mit Persönlichkeit, der sich immer verbessern will. In diesem Punkt sind wir uns sehr ähnlich.

http://www.bernerzeitung.ch/region/bern/Das-perfekte-Team-existiert-nicht/story/25409949#

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 25. Oktober 2009, 03:55 
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Heee.... Giälä... itz föht nid so ah he ;) So öppis darf de nid au zu oft vorcho... Aber wie ou immer.. Mir si geng no 1. ir Tabäuä... me muesses geng e so gseh! =) Und när houe mr Xamax und Basu no vom Bitz und de chunnt ds scho mau guet! =)


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 Beitrag Verfasst: Montag 26. Oktober 2009, 00:55 
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(http://www.blick.ch/sport/fussball/superleagu...31745)

Hmm... das gseht Leid us... -.-
Hoffe mr mau, ds mr i dene 3 Spiu ou ohni Doumbia chöi reussiärä...
Wiu gemäss dene Biuder isch d'Bestrafig nur no e Frag vor Zyt..


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 Beitrag Verfasst: Montag 26. Oktober 2009, 14:08 
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Blick, 26.10.2009

YB-Doumbia zeigt Voser den Stinkefinger

ZÜRICH - Beim 1:2 gegen GC leistet sich Seydou Doumbia eine Unbeherrschtheit à la Massimo Busacca. Auch Ciriaco Sforza verliert die Kontrolle.

Leader YB ist gegen GC offensiv harmlos. Auch Topskorer Seydou Doumbia, der diese Saison immerhin schon über 60% der Berner Tore geschossen hat, wirkt ungewohnt gehemmt.

Doumbia zeigt Voser den Stinkefinger

Am Ende der ersten Halbzeit explodiert der Super-Stürmer von der Elfenbeinküste dann plätzlich: Seydou Doumbia zeigt GC-Verteidiger Kai Voser den Stinkefinger! Gut möglich, dass diese Entgleisung noch ein Nachspiel haben wird. Der österreichische Schiedsrichter Harald Lechner hat die Szene offenbar nicht gesehen, Doumbia spielt ganz normal weiter, hat auch in der Folge nicht seinen besten Tag.

Nach der Pause revanchiert sich GC-Trainer Ciriaco Sforza an Doumbia (siehe Box rechts). Immerhin bleibt Doumbia in dieser Situation cool, bedeutet Sforza mit einem Handzeichen, er solle sich vom Staub machen. Der vierte Offizielle, Cyrill Zimmermann, und YB-Assistenzcoach Erminio Piserchia trennen die beiden Streithähne.

Doumbia wirbt gegen Gewalt und Rassismus

Im Heimspiel gegen Luzern am 1. November werden die Young Boys in schwarzen Trikots auflaufen. Der Grund: Die Berner wollen ein Zeichen gegen Gewalt und Fremdenfeindlichkeit auf Schweizer Fussballplätzen setzen. Doumbia liess sich für die ehrenhafte Aktion ebenfalls fotografieren, nach seiner Stinkefinger-Aktion wird Doumbia das Spiel womöglich nur von der Tribüne aus verfolgen.

http://www.blick.ch/sport/fussball/superleague/doumbia-zeigt-voser-den-stinkefinger-131693

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 Beitrag Verfasst: Montag 26. Oktober 2009, 14:10 
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Blick, 26.10.2009

Doumbia zeigt Stinkefinger - Sforza rempelt

ZÜRICH - GC zeigt gegen Leader YB eine starke Leistung. Die Sforza-Truppe gewinnt dank Toren von Calla und Smiljanic (Penalty) 2:1.

Nach dem Champions League-Spiel am Mittwoch kehrt im Letzigrund-Stadion wieder der Super League-Alltag ein. Immerhin ist Leader YB zu Gast. Von den Bernern ist aber herzlich wenig zu sehen. Dafür spielt GC-Star Senad Lulic stark auf, der bekanntlich mit einem Wechsel zu YB liebäugelte.

Lulic ist der Mann der ersten Halbzeit

In der 13. Minute landet Dudars Fehlpass beim Bündner, Davide Calla muss Lulics perfekte Hereingabe nur einschieben und erzielt sein drittes Saison-Tor. Das Team von Trainer Ciriaco Sforza spielt die Berner an die Wand, gewinnt praktisch alle Zweikämpfe. YB erspielt sich in der ersten Halbzeit keine einzige Torchance. Die Berner wären mit 30 Toren in 12 Spielen ja das torgefährlichste Team der Liga. Stattdessen prüft Alain Schultz mit einem Freistoss-Hammer aus 35m YB-Goalie Marco Wölfli. In der 30. Minute patzt Wölfli nach einem Zarate-Schuss zunächst, dann pariert er aber glänzend gegen Schultz.

Doumbia zeigt Voser den Stinkefinger

Am Ende der ersten Halbzeit ereignet sich noch eine kuriose Szene: YB-Topskorer Seydou Doumbia zeigt GC-Verteidiger Kai Voser den Stinkefinger! Gut möglich, dass diese Entgleisung noch ein Nachspiel haben wird.

Nach der Pause zeigt YB eine Reaktion. Der eingewechselte Matar Coly spielt auf Regazzoni, der an die Grundlinie läuft, zurückspielt und Degen perfekt in Szene setzt. YBs Ausgleich ist nur möglich, weil GC trotz drückender Überlegenheit seine Torchancen nicht verwertet.

In der 75. Minute lanciert Jungtalent Gianluca D’Angelo Davide Calla, der von François Affolter im Strafraum zu Fall gebracht wird. Der österreichische Schiedsrichter Harald Lechner zeigt zurecht auf den Penalty-Punkt. Boris Smiljanic verwandelt mit einiger Mühe zum 2:1-Sieg.

Seydou Doumbia zeigte Kai Voser vor der Pause den Stinkefinger! (Keystone)Sforza rempelt Doumbia an!GC-Trainer Ciriaco Sforza wurde von Schiri Lechner völlig zurecht auf die Tribüne verbannt. Als YB-Stürmer Doumbia einen Ball, der ins Seiten-Aus rollt, aufheben will, stellt sich Sforza dem Ivorer elegant in den Weg. Weniger elegant: Sforza steht auf den Ball und rempelt Doumbia mit dem Ellbogen an! Der GC-Coach wollte sich wohl an Doumbias Stinkefinger-Aktion gegen Voser rächen.

Grasshoppers - Young Boys 2:1 (1:0)
Letzigrund. -- 8600 Zuschauer. -- SR Lechner (Ö).
Tore: 13. Callà 1:0. 70. Degen 1:1. 76. Smiljanic (Foulpenalty) 2:1.
Grasshoppers: Sommer; Menezes, Vallori, Smiljanic, Voser; Schultz, Salatic; Callà, Cabanas (72. D´Angelo), Lulic (89. Feltscher); Zarate (80. Afonso).
Young Boys: Wölfli; Ghezal, Dudar, Affolter (82. Liechti); Sutter (67. Christian Schneuwly), Yapi, Hochstrasser, Degen; Doumbia, Marco Schneuwly (67. Coly), Regazzoni.
Bemerkungen: GC ohne Basha (gesperrt), Colina, Rennella (beide verletzt) und Ben Khalifa (U17-WM). YB ohne Raimondi (rekonvaleszent). 66. GC-Trainer Sforza auf die Tribüne verbannt (Unsportlichkeit). Verwarnungen: 19. Ghezal (Foul), 48. Callà (Foul), 49. Menezes (Foul), 50. Smiljanic (Foul), 64. Lulic (Schwalbe), 72. Hochstrasser (Foul), 74. Affolter (Foul), 89. Dudar (Foul).

http://www.blick.ch/sport/fussball/superleague/gc-besiegt-leader-yb-131655

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 Beitrag Verfasst: Montag 26. Oktober 2009, 14:11 
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NZZ. 25.10.2009

Doppelte Freude des GC-Präsidenten

Die Grasshoppers besiegen den erstaunlich schwachen Leader YB 2:1

GC-Präsident Roger Berbig hielt einen Cheque über knapp 280 000 Franken in den Händen und sagte ins Stadion-Mikrofon: «Ich war noch nie so stolz, Präsident dieses Klubs mit diesen Fans zu sein.» Zu diesem Zeitpunkt wusste er noch nicht, dass ihm nicht nur die Fans mit ihrer Sammelaktion ans Herz gingen, sondern auch sein fussballspielendes Personal.
Flurin Clalüna, Zürich

Die Grasshoppers besiegten die Young Boys 2:1, sie spielten so gut und leidenschaftlich, wie man es ihnen nach dem Cup-Out gegen Lugano nicht zugetraut hätte. Aber noch erstaunlicher als der Leistungssprung der Zürcher war, wie wenig den Bernern gelang, wie sie nie mit dem Selbstverständnis eines Leaders auftraten, wie fehlerhaft und selbstzufrieden ihr Spiel aussah.

Es war erst die zweite Meisterschaftsniederlage der Young Boys in dieser Saison, und der Trainer Vladimir Petkovic sagte: «Die Grasshoppers waren heute besser und hungriger.» Und vielleicht passte es für die Berner zu diesem Abend, dass es Fernsehbilder gibt, die den YB-Stürmer Doumbia zeigen, wie er den Mittelfinger gegen den GC-Verteidiger Voser ausstreckt. Doumbia wird dafür vermutlich gesperrt werden.

Das ist die einzige Erinnerung, die ihm von dieser Partie bleiben wird, denn auch Doumbia spielte so, dass er am liebsten alles vergessen würde. Die Grasshoppers unterliegen in dieser Saison starken Schwankungen, aber in der Meisterschaft haben sie in den letzten vier Spielen zehn Punkte gewonnen. Der Trainer Ciriaco Sforza sagte: «Die Mannschaft beginnt zu reifen, sie verdient ein grosses Kompliment.»

Oft hatte Sforza in den letzten Wochen von «gewissen Herren» gesprochen, mit denen er sich ernsthaft unterhalten müsse. Cabanas war beispielsweise angesprochen, aber so, wie er sich an diesem Abend präsentierte, war er wieder als jener Cabanas zu erkennen, von dem sich die Grasshoppers immer noch viel versprechen.

Wie GC den Sieg mit dem glückhaften Penaltytor von Smiljanic erzwang (76.), musste sich Sforza von der Tribüne ansehen. Der Schiedsrichter hatte ihn zehn Minuten vorher weggewiesen. Sforza behauptete, er habe einen Kraftausdruck bloss an sich selber gerichtet, der Assistent an der Seitenlinie aber habe sich direkt angesprochen gefühlt. So die Version Sforzas, der Asche auf sein Haupt streute und schuldbewusst versprach, Geld in die Mannschaftskasse einzuzahlen.

Was Sforza missfallen musste, war bloss, dass die Grasshoppers nach dem Führungstreffer durch Callà (13.) nicht viel früher für klare Verhältnisse gesorgt hatten und dass sie vor dem 1:1-Ausgleich durch Degen (70.) wieder in Passivität verfallen waren. Aber das waren nur Schimmer alter Schwächen, gegen die GC noch immer nicht gefeit ist. Vielleicht aber war an diesem Abend etwas anderes viel wichtiger. Nachdem die Fans etwas in die Klubkasse gezahlt hatten, stand die Mannschaft in der Pflicht, etwas zurückzugeben. Leidenschaft und drei Punkte sind kein schlechter Anfang.

http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/aktuell/die_doppelte_freude_des_gc-praesidenten_1.3919227.html

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 Beitrag Verfasst: Montag 26. Oktober 2009, 14:14 
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NZZ, 26.10.2009

Verdienter GC-Sieg gegen den Leader

Der bisher so dominante Spitzenreiter der Axpo Super League bezog bei den Grasshoppers eine verdiente 1:2-Niederlage.

Nach einer über dreijährigen Durststrecke gelang den Grasshoppers wieder einmal ein Heimsieg über die Young Boys. Die Zürcher waren klar besser als der ASL-Spitzenreiter, der ideenlos aufspielte und sich kaum eine Torchance erarbeiten konnte. Nach 13 Minuten ging GC durch Davide Callà in Führung. Der Ex-St. Galler lenkte eine Flanke von Senad Lulic aus vier Metern ins Netz. Bis zur Pause besassen einzig die Zürcher weitere Möglichkeiten zum Führungsausbau.

Nach dem Wechsel steigerten sich die Berner und schafften in der 70. Minute durch David Degen, der eine schöne Vorarbeit von Alberto Regazzoni erfolgreich abschliessen konnte. Nur vier Minuten später aber leistete sich François Affolter ein dummes Foul an Callà, das zu Recht mit einem Foulpenalty geahndet wurde. Boris Smiljanic verwandelte den schwach getretenen Strafstoss mit viel Glück: Marco Wölfli lenkte den Schuss an die Lattenunterkante, von wo der Ball auf die Torlinie prallte und schliesslich doch noch im Netz landete.

Es war erst der zweite Sieg der Grasshoppers in den letzten 13 Duellen mit YB. Die Zürcher zeigten damit die richtige Reaktion auf die Cupniederlage vom letzten Wochenende gegen Lugano.

Grasshoppers - Young Boys 2:1 (1:0).

Letzigrund. - 8600 Zuschauer. - SR Lechner (Ö). - Tore: 13. Callà 1:0. 70. Degen 1:1. 76. Smiljanic (Foulpenalty) 2:1.

Grasshoppers: Sommer; Menezes, Vallori, Smiljanic, Voser; Schultz, Salatic; Callà, Cabanas (72. D'Angelo), Lulic (89. Feltscher); Zarate (80. Afonso).

Young Boys: Wölfli; Ghezal, Dudar, Affolter (82. Liechti); Sutter (67. Christian Schneuwly), Yapi, Hochstrasser, Degen; Doumbia, Marco Schneuwly (67. Coly), Regazzoni.

Bemerkungen: GC ohne Basha (gesperrt), Colina, Rennella (beide verletzt) und Ben Khalifa (U17-WM). YB ohne Raimondi (rekonvaleszent). 66. GC-Trainer Sforza auf die Tribüne verbannt (Unsportlichkeit). Verwarnungen: 19. Ghezal (Foul), 48. Callà (Foul), 49. Menezes (Foul), 50. Smiljanic (Foul), 64. Lulic (Schwalbe), 72. Hochstrasser (Foul), 74. Affolter (Foul), 89. Dudar (Foul).

http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/aktuell/sporttickerdepartment/urnnewsmlwwwsda-atsch20091024brz028_1.3918498.html

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 Beitrag Verfasst: Montag 26. Oktober 2009, 14:16 
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sf.tv, 25.10.2009

GC bezwingt Leader YB

Die Grasshoppers haben Tabellenführer YB die zweite Saisonniederlage zugefügt. Die Entscheidung fiel vom Elfmeterpunkt aus. Im Kellerduell musste sich Aarau zuhause Bellinzona geschlagen geben und bleibt Schlusslicht.

GC-Captain Boris Smiljanic entschied die zum Schluss emotionale Partie gegen YB mittels Foulelfmeter in der 76. Minute. Allerdings war beim Tor zum 2:1-Endstand auch eine Portion Glück nötig: YB-Torhüter Marco Wölfli lenkte den Elfmeter mit dem Fuss an die Latte, von wo der Ball ins Feld und dann in den Torhimmel sprang.

GC-Trainer Ciriaco Sforza sah den entscheidenden Treffer seiner Mannschaft von der Tribüne aus. Der österreichische Schiedsrichter Harald Lechner schickte Sforza nach einem Rencontre mit Seydou Doumbia in der Coaching-Zone auf die Zuschauerränge.

GC in der Liga im Aufwind

Die Berner Young Boys zeigten im Letzigrund eine schwache Leistung. Vom grossen Offensiv-Potenzial war kaum etwas zu sehen. Selten wirkte der Tabellenführer so uninspiriert und ideenlos im Spielaufbau. GC hingegen zeigte sich vom Cup-Aus in Lugano gut erholt und ist jetzt seit mittlerweile 4 Partien in der Super League ungeschlagen.

YB lange Zeit sehr schwach

Die beste Phase hatte YB nach dem Seitenwechsel, als sich GC mit der 1:0-Führung im Rücken immer weiter zurückzog. In der 70. Minute tanzte Alberto Regazzoni an der Grundlinie Davide Callà aus, passte in die Mitte, wo David Degen nur noch den Fuss hinhalten musste - 1:1.

In der ersten Halbzeit hatte GC die Gäste aus der Hauptstadt vollends unter Kontrolle. Das 1:0 erzielte Callà nach optimaler Hereingabe von Senad Lulic bereits nach 13 Minuten. Der 0:1-Rückstand zur Pause war für YB ein fürstlicher Lohn. GC hätte höher führen müssen. Wöfli rettete unter anderem nach einer halben Stunde gegen den allein vor ihm stehenden Alain Schultz grossartig.

http://sport.sf.tv/nachrichten/archiv/2009/10/24/fussball/gc_bezwingt_leader_yb

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