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«Ich bin ein sehr sensibler Mensch» Fussball: YB-Captain Hakan Yakin Mit einem Heimsieg heute gegen Luzern will YB die Tabellenspitze übernehmen. Spielmacher Hakan Yakin spricht über das letzte Saisonspiel in Basel, seine Hochform, ein Gespräch mit Köbi Kuhn und über die Meisterfeier in Bern.
«BUND»: Was machen Sie am 10.Mai? HAKAN YAKIN: (überlegt lange und lacht dann) Am 10.Mai? Was soll dann genau sein?
Die möglicherweise entscheidende Partie Basel - YB
stimmt, ja, genau. Ich werde also auf dem Feld stehen.
Es könnte aber gut sein, dass Sie in Basel gesperrt sein werden. Es wäre ja nicht das erste Mal.
Ich war jetzt zweimal im St.-Jakob-Park gesperrt, das reicht. Ich habe zehn gelbe Karten, bei zwei weiteren fehle ich. Mein Ziel ist es, bis zum zweitletzten Spiel gegen GC keine Verwarnung mehr zu erhalten. Und dann spielt es auch keine Rolle mehr, wenn ich gegen GC und in Basel noch zweimal verwarnt werde.
Sie sind ein Basler, wohnen wieder in Basel und könnten in Basel am letzten Spieltag der Super League gegen Basel Meister werden. Was bedeutet das für Sie?
Natürlich ist es für mich immer speziell, gegen den FCB zu spielen, ich habe wunderbare Jahre in diesem Verein erlebt. Aber ehrlich gesagt beschäftigen wir uns im Moment noch nicht mit dieser Partie. Wir nehmen Spiel für Spiel, das tönt langweilig, aber es ist so. Damit sind wir gut gefahren. Warum sollten wir jetzt plötzlich etwas ändern?
Man hört regelmässig, Ihr Fussballerherz schlage für den FCB.
Ich werde diesen Verein immer in toller Erinnerung haben. Allerdings hat es in meinem Herzen Platz für mehr als einen Verein. Im Moment sage ich, dass ich die schönste Zeit meiner Karriere beim FC Basel verbracht habe, damals, als wir in der Champions League gespielt haben. Aber fragen Sie mich Ende Mai noch einmal. Vielleicht sage ich dann, dass es zwei schönste Zeiten in meiner Karriere gab.
Haben Sie noch oft Kontakt mit Spielern des FC Basel?
Mit Streller rede ich oft, er hat ja die gleiche Verletzung wie ich gehabt. Mit Huggel bin ich in Münchenstein quasi aufgewachsen, das verbindet. Und der Kontakt mit Trainer Christian Gross ist nie abgerissen, wir verstehen uns gut, auch mein Bruder Murat tauscht sich oft mit Gross aus. Er ist ein guter Trainer.
Die «Basler Zeitung» fordert immer wieder Ihre Rückkehr zum FCB und möchte, dass Präsidentin Gigi Oeri über ihren Schatten springt und Sie zurückholt.
Das ist schön, wenn das die «Basler Zeitung» so schreibt. Für mich ist das aber kein Thema, es gefällt mir ausgezeichnet in Bern. Und wer sagt, dass es in Basel noch einmal so schön wäre? Beim Länderspiel Schweiz - Deutschland habe ich mir zusammen mit Zuberbühler in der FCB-Kabine Bilder von damals angeschaut. Wir waren beide sehr fasziniert und erinnerten uns mit glänzenden Augen an die schöne Zeit.
Wo steht YB heute im Vergleich zu jener Mannschaft des FC Basel, die vor sechs Jahren so erfolgreich und dominant war?
Wir sind auf einem sehr guten Weg, die Entwicklung ist positiv. Allerdings war die Qualität des FCB damals sensationell. Wir hatten Leaderfiguren wie Zuberbühler, Cantaluppi, meinen Bruder Murat, in der Offensive waren Rossi, Gimenez und ich, auf den Seiten spielten junge, hungrige Spieler. Die Mischung war perfekt, das Niveau toll, der Siegeswille enorm hoch. Und wir wurden getragen von den Fans. Es gab Anhänger, die vor der FCB-Geschäftsstelle sogar in einem Zelt schliefen, um tags darauf im Vorverkauf ein Champions-League-Ticket zu kaufen. Dieses Bild werde ich nie vergessen.
Auch in Bern ist derzeit eine grosse Euphorie zu spüren – und Sie stehen im Zentrum.
Beim Heimspiel am Sonntag hatte ich beim Einlaufen zum ersten Mal in Bern Hühnerhaut. 24000 Zuschauer gegen Aarau, das ist doch unglaublich. Auf solch einen Moment habe ich drei Jahre gewartet.
Sie sagen immer, der FCB sei im Titelrennen Favorit. Warum?
Uns liegt die Rolle des Aussenseiters, wir können unbelastet antreten. Der FCB ist der FCB, er steht immer unter Druck und muss gewinnen. Basel kann es sich nicht leisten, den Titel ein drittes Mal in Serie zu verspielen. Ich glaube, die Nerven der Basler würden am letzten Spieltag flattern, wenn es um alles ginge. Doch vielleicht ist die Saison ja vorher entschieden. Wir spielen noch dreimal zu Hause und sind in Form. Ich bin sicher: Wir verlieren kein Heimspiel.
Was macht Sie so sicher?
Man spürt in unserer Kabine das Selbstvertrauen und die Überzeugung. Es gibt bei uns keine Zweifel, wenn wir in Bern spielen. Früher sassen wir in der Pause bei einem 0:1-Rückstand in der Kabine, liessen die Köpfe hängen und verloren dann 0:3. Heute wissen wir, dass wir uns auch nicht verunsichern lassen, wenn es einmal nicht optimal läuft. Das ist eine Qualität von uns. Wir werden nicht nervös, weil wir genau wissen, dass wir irgendwann ein Tor und dann noch eines erzielen werden. Das gibt uns grosse Sicherheit.
Nach der Niederlage in St.Gallen sagten Sie, Sie seien nicht sicher, ob jeder Spieler wirklich wisse, worum es gehe.
Das war direkt nach dem Spiel, ich war enttäuscht, weil es uns nicht gelungen war, derart dominant zu agieren wie in den Wochen zuvor. Wir hatten in der Startphase viele Chancen. Wäre uns das 1:0 gelungen, hätten wir hoch gewonnen. Aber es gibt solche Spiele, in denen keiner seine Leistung abrufen kann. Das muss man abhaken und im nächsten Spiel besser machen.
Das gelang YB. Sie waren mit zwei Toren in Zürich und gegen Aarau wieder die grosse Figur. Sind Sie in der Form Ihres Lebens?
Das ist schwierig zu beantworten. Eines ist aber klar: So fit wie heute war ich noch nie.
Woran liegt das?
Ich lebe sehr bewusst. Ich habe schon vor einigen Jahren die Ernährung umgestellt und einige Kilogramme verloren. Ich werde nie ein Ausdauerspezialist sein, aber ich mache alles, um für mich das Optimum zu erreichen. Es gab für mich in dieser Beziehung ein Schlüsselerlebnis.
Wann war das?
Wir haben im letzten Sommer Fitnesstests mit dem Nationalteam gemacht. Meine Werte im konditionellen Bereich waren miserabel. Da habe ich mir gesagt: Du musst etwas ändern, wenn du an der Euro eine Rolle spielen willst. Und heute sind die Werte sehr gut. Ich absolviere diszipliniert mein Spezialtraining, in Absprache mit YB-Konditionstrainer Harry Körner, ich gehe freiwillig zweimal in der Woche joggen, ich gehe regelmässig in den Wald
Hakan Yakin, der Jogger?
Ja, ich wohne in Basel direkt neben einem wunderschönen Wald. Es ist erstaunlich, aber ich mache solche Sachen gern. Es ist für mich eine Notwendigkeit, denn eine Europameisterschaft im eigenen Land ist für einen Fussballer mit Abstand das Grösste, was es gibt.
Man kann also sagen: Ohne Euro wären Sie nicht so fit.
Das ist ein gutes Thema. Wahrscheinlich ist das schon so, ja, so ehrlich bin ich. Aber es ist ja auch für YB eine gute Sache, der Verein profitiert ja auch davon, das denke ich zumindest.
Glauben Sie, der Aufwand lohnt sich im Hinblick auf Ihre persönlichen Aussichten für die EM? Zuletzt, beim 0:4 in Basel gegen Deutschland, setzte Nationaltrainer Köbi Kuhn nicht auf Sie.
Ich rechnete vor dem Spiel nicht damit, eingesetzt zu werden. Kuhn sagte ja, er wolle mit zwei Stürmern spielen. So gesehen war ich nicht überrascht, sass ich auf der Bank.
Aber enttäuscht waren Sie schon?
Sicher will ich immer spielen, das ist ja logisch.
Köbi Kuhn bot Sie für die WM 2006 erst auf, als sich Vonlanthen kurz vor dem Turnier verletzte. Wie hat sich Ihr Verhältnis zu Kuhn, der Ihnen charakterliche Mängel vorwarf, entwickelt?
Er kennt mich seit vielen Jahren. Das war unfair, diese Geschichte hat mir sehr, sehr wehgetan, aber sie ist vergessen. Und ich weiss jetzt, dass der Trainer an der Euro auf mich setzt.
Warum wissen Sie das?
Kuhn hat mich vor zwei, drei Wochen in Bern besucht. Wir führten ein langes und sehr gutes Gespräch. Er sieht mich als Führungsspieler, ich soll mit meiner grossen Erfahrung den vielen Jungen im Team helfen.
Gehen Sie nun davon aus, an der Euro gesetzt zu sein?
Das hat mir Kuhn natürlich nicht versprochen. Er gibt die Aufstellung ja immer erst am Spieltag bekannt
Aber er besucht selten Spieler und spricht eigentlich nur mit absoluten Leaderfiguren länger.
Ja, es hat mich auch sehr gefreut, was er mir gesagt hat. Das war beste Motivation für mich. Ich will ihm in den letzten Spielen mit YB weitere Argumente liefern, damit er definitiv nicht auf mich verzichten kann.
Vor einigen Jahren waren Sie der wichtigste Spieler in Kuhns System. Wie sehen Sie heute Ihre Rolle im Nationalteam?
Mein Stellenwert ist nicht mehr so hoch wie früher, aber ich bin überzeugt, dem Team an der EM helfen zu können. Für mich ist es interessant, zu sehen, wie wichtig ich für die Öffentlichkeit offenbar immer noch bin. Nach der Niederlage im Februar in England, wo ich gespielt habe, hiess es, der Yakin genüge auf diesem Niveau einfach nicht mehr. Und nach dem Spiel gegen Deutschland sagten dann auf einmal viele, ohne Yakin gehe es halt doch nicht.
Haben Sie eine Erklärung, warum Sie immer noch so polarisieren?
Ich habe mich daran gewöhnt, von vielen falsch eingeschätzt zu werden. Man hält mich für eine Diva, ich werde als arrogant und überheblich beschrieben. Aber das bin ich gar nicht. Ich bin ein ganz normaler Mensch, der diesen Rummel eigentlich nicht braucht. Stehen eine Menge Leute vor mir, ziehe ich nicht den Gang durch die Mitte vor, sondern suche einen Weg am Rand der Gruppe entlang. Die Aufregung um mich hängt wohl einerseits damit zu haben, dass mein Bruder und ich beim FCB und im Nationalteam für die Schweiz einiges bewegt haben und wir uns mit unserer Spielweise oder dem Auftreten nicht nur Freunde gemacht haben. Aber ich denke, ich polarisiere vor allem, weil ich geradeaus sage, was ich denke. Ich bin einigen wohl zu offen und zu direkt. Ich kann deshalb verstehen, dass es Leute gibt, die meine Art nicht mögen.
Stört es Sie, wenn Sie täglich irgendwo angesprochen werden?
Ich habe gerne meine Ruhe, zum Beispiel wenn ich mit Freunden unterwegs bin oder essen gehe. Die Leute sind aber in der Regel zurückhaltend, wenn sie sehen, dass ich nicht angesprochen werden möchte. Es ist doch so, dass jeder Mensch es mag, wenn er gelobt oder umschwärmt wird, das trifft auch auf mich zu. Mir ist es aber wichtiger, wenn ich zehn Kinder spielen sehe und zwei davon tragen ein Yakin-Shirt. Dann weiss ich: Ich habe in meinem Leben etwas erreicht und Kindern eine Freude bereitet. Ich bin gerne ein Vorbild.
Sie sind nicht nur eine Medienstar, sondern auch eine Glamourfigur. Ständig erscheinen Fotostrecken von Ihnen in Hochglanzmagazinen, Sie sind ein begehrter Werbepartner. Wie gehen Sie damit um?
Wie gesagt, es ist schön, begehrt zu sein. Im Moment ist es aber sehr extrem, jeden Tag rufen viele Journalisten an. Ich habe noch eine geheime Handynummer, die nur Familie und Freunde kennen. Es sind zwei Welten, in denen ich mich bewege. Es gibt die private Seite, und da habe ich es gerne gemütlich. Ich bin ein sehr sensibler Mensch. Ich sehe meine Tochter oft, auch wenn wir voneinander getrennt leben. Für sie da zu sein ist wichtig für mich. Ich bin froh, ist auch das Verhältnis zu ihrer Mutter gut.
In Bern war die Skepsis gross, als Sie vor bald drei Jahren bei YB unterschrieben. Nach einer gewissen Anlaufzeit haben Sie die Herzen der Fans erobert
es ist nicht immer einfach gewesen in Bern, ja, und es gab eine Zeit, da wäre ich am liebsten noch am gleichen Tag transferiert worden.
Wie sehen Sie diese Zeit unter Trainer Gernot Rohr im Rückblick?
Er setzte einfach nicht auf mich, ich war nicht sein Typ. Das schmerzte, vor allem weil ich dann auch auf Positionen eingesetzt wurde, auf denen ich einer Mannschaft nicht helfen kann. Ich bin kein linker Mittelfeldspieler. Ich muss aber auch sagen, dass ich zu jener Zeit ständig verletzt war. Das war enorm frustrierend. Ich kehrte zurück, spielte einmal und musste gleich wieder eine Verletzung auskurieren. Der Trainer musste dann gehen, wäre er noch da, hätte ich die Konsequenzen ziehen und gehen müssen. So ist das im Fussball, wenn zwei sich nicht verstehen. Auch ich wurde bei einigen Vereinen geopfert. Bei YB fehlte mir in dieser Zeit der Rückhalt. Da habe ich mich oft gefragt: Warum tue ich mir das alles eigentlich noch an?
Warum?
Weil der Fussball mein Leben ist. Und weil es für einen Fussballer drei Dinge gibt, die alles in den Schatten stellen: WM, EM, Champions League.
Sie haben alles bereits erlebt.
Wie beurteilen Sie die Chancen auf eine Champions-League-Teilnahme mit den Young
Boys?
Es ist viel zu früh, um darüber zu sprechen. Wir nehmen Schritt für Schritt. Und dann schauen wir, was möglich ist. Wir haben glänzende Aussichten, die Stimmung ist ausgezeichnet, die Mannschaft bleibt zusammen.
Sie erhalten bei YB viele Freiheiten, alles dreht sich um Sie. Spüren Sie manchmal innerhalb des Teams auch Neid oder Kritik?
Trainer Andermatt hat mich sofort zum Captain gemacht, das war eine grosse Ehre für mich. Ich hatte zwar auch schon vorher Verantwortung übernommen, aber Captain war ich noch nie gewesen. Eine Fussballmannschaft kann aber nie aus 22 Freunden bestehen, das ist eine Illusion. Man muss einander jeden Tag mit Respekt begegnen, das ist das Wichtigste. Ich respektiere jeden meiner Mitspieler. Und ich denke, ich kann jüngeren Spielern mit weniger Erfahrung in einer Drucksituation wie jetzt helfen. Die französischsprachigen Spieler suchen vielleicht eher Rat bei Varela, die anderen bei Häberli und mir.
Sie sprachen die gute Stimmung im Team an. Erscheinen auch Spieler wie Regazzoni oder Tiago, die keine Hauptrolle besetzen, gut gelaunt in der Kabine?
Regazzoni lässt sich nicht hängen, er ist voll dabei. Und Tiago will zum Abschied auch Meister werden, er wünscht uns immer viel Glück. Er hat ja auch mit keinem Spieler ein Problem. Unser Zusammenhalt ist wirklich sensationell. Am Sonntag zum Beispiel sprintete Doubai nach seinem Tor zu Yapi und liess sich von ihm auf die Schultern nehmen, obwohl die beiden Konkurrenten um die gleiche Position im zentralen Mittelfeld sind.
Und warum verschwinden Sie immer sofort in der Kabine, wenn Sie ausgewechselt werden?
Das habe ich schon früher so gemacht. Ich kann mich in der Kabine sofort pflegen lassen, Eis auf das manchmal geschwollene Knie legen und mich erholen. Den Rest des Spiels verfolge ich dann in der Kabine am TV.
Kürzlich erklärten Sie, nach der YB-Zeit werden Sie nur noch in Dubai oder Katar spielen.
Das ist ein Traum von mir, die Lebensweise dort gefällt mir, es ist immer sonnig, das passt zu mir, ich bin ja ein Sunnyboy (lacht). Aber auch Spanien reizt mich. Es ist heikel, wenn ich etwas zu meiner Zukunft sage. Ich wurde früher oft kritisiert, weil ich etwas gesagt hatte, und dann traf das Gegenteil ein. Deshalb sage ich lieber nicht zu viel. Wenn ein interessantes Angebot kommt, muss man darüber diskutieren. Aber wie gesagt: Mir gefällt es bei YB sehr gut.
Nervt es Sie, haben Sie sich im Ausland nie durchgesetzt?
Nein, daran denke ich nicht. In Paris waren die Umstände unglücklich. In Stuttgart erlebte ich trotz allem eine gute Zeit, ich habe Freunde fürs Leben gewonnen. Und die Zeit in Istanbul war schon aus diesem Grund sehr wichtig für mich, weil ich Land und Kultur meiner Mutter kennen lernte. Es muss für jeden Schweizer Fussballer das Ziel sein, ins Ausland zu wechseln.
Sie können nicht garantieren, nächstes Jahr bei YB zu spielen?
Eigentlich schon, doch, mein Vertrag dauert ja noch zwei Jahre. Aber was ist, wenn mich plötzlich ein europäischer Spitzenklub unbedingt will? Es gibt immer viele Anfragen, aber zu einem Klub wie Sochaux, der in Frankreich gegen den Abstieg spielt, wechsle ich sicher nicht. Und die Super League wird immer attraktiver mit den vielen neuen Stadien. Ich hoffe zudem, dass der Strich und die Finalrunde zurückkommen, das sorgt für Spannung. Ich gehe schon davon aus, dass ich bei YB bleibe.
Und dann ziehen Sie im Sommer auch nach Bern um?
Ich habe lange eine Wohnung hier gesucht, aber nichts Passendes gefunden. Mir gefällt es in Basel, ich habe mir dort eine Wohnung gekauft, seit kurzem ist sogar endlich der Briefkasten mit meinem Namen angeschrieben. Das ist witzig, denn vor einigen Tagen klopfte ein älterer Herr an die Türe und sagte, er sei zwar FCB-Fan, aber er hätte gerne ein Autogramm für seinen Sohn, der Yakin-Fan sei. Meine Post geht aber in der Regel immer noch zu meinem Bruder Murat oder zum Treuhänder.
Falls YB am 10.Mai Meister wird, feiern Sie den Titel aber schon in Bern und nicht in Basel?
(lacht) Wenn wir am letzten Spieltag Meister werden, dann ist in Bern die Hölle los, dann feiern wir eine Woche durch und stellen die Stadt auf den Kopf. Und ich rücke dann mit vier Kilo Übergewicht ins Trainingslager der Nationalmannschaft ein
Interview: Fabian Ruch undAlbert Staudenmann BZ
_________________ SO SIND WIR, DAS IST UNSER LEBEN, WAS KANN ES SCHÖNERS GEBEN, ALS EIN BK ZU SEIN???? 
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