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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Sonntag 27. Mai 2018, 07:37 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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27.05.2018  Zitat: Ein Leben lang im Dienste der Young Boys – YB-Kultfigur Heinz Minder über die letzten 31 Jahre des Cupfinalisten
31 Jahre warteten die Young Boys auf einen Titelgewinn – einer, der diese Leidenszeit vom ersten bis zum letzten Tag durchlebt hat, ist Heinz «Hene» Minder (75)
«Hopp YB!» Wo Heinz Minder in der Stadt auftaucht, folgt ihm der Schlachtruf. Manchmal halten die Menschen für einen kurzen Schwatz. Was er nicht als störend empfindet. Im Gegenteil. «Hene» freut sich am Interesse der Berner an seinen Young Boys. Das war nicht immer so. Es gab Zeiten, da hat seine Frau, die den Fanshop leitete, im Jahr 25 Trikots verkauft. Meistens aber rufen die Menschen dem «Hene» bloss «Hopp YB!» hinterher. Minder ist YB. Kultfigur, allein weil er sich seit mehr als 30 Jahren in den Dienst des Klubs stellt.
Vielleicht hatte er gar keine Wahl. Aufgewachsen nur wenige hundert Meter vom Wankdorf entfernt. Der Vater, ein Heizungsmonteur und Young Boy. 52 Jahre lang. Erst als Spieler, später als Platzorganisator. Das Wankdorf wird zum zweiten Lebensmittelpunkt der Familie. Im Blick liegen Enthusiasmus und Melancholie, wenn Minder die alten Zeiten Revue passieren lässt.
Als Anfang der 50er-Jahre das Wankdorf dem WM-Stadion weichen muss, stehen die Minders in der ersten Reihe. Mit einem Dutzend anderer Kinder hämmert Heinz wochenlang jeden Abend zwei Stunden lang Nägel aus dem beseitigten Holz, das für andere Stadion-Bauten wiederverwendet wird. Am Ende der Woche gibt es jeweils Lohn: «Schoggi-Milch, Brötli und einen Zweifränkler.»
Balljunge an der WM 54
Dann die WM 1954. Minders Vater ist für die Betreuung der Schiedsrichter eingeteilt. Und Heinz kommt in allen fünf Spielen, die im Wankdorf stattfinden, als Balljunge zum Einsatz. Entzückt erzählt er: «Weil es zu wenige Garderoben gab, mussten wir uns im Heizungsraum umziehen. Als Ungarn im Viertelfinal Brasilien eliminierte, wurden die Sieger auf dem Weg in die Garderobe mit Gegenständen beworfen. Wir kriegten dermassen Schiss, dass wir uns für mehr als eine Stunde im Heizungsraum verbarrikadierten. Sicherheitsaspekte wurden damals kaum berücksichtigt.
Es gab 25 Sicherheitsleute im Stadion, zwei mit Hund, das wars. Und die Tribünen waren so nahe am Spielfeld, dass wir uns jeweils hinsetzen mussten, damit wir den Zuschauern nicht die Sicht nahmen. Dann der Final. Es goss wie aus Kübeln, innert weniger Minuten war ich seichnass. Und als Jules Rimet dem deutschen Captain den Pokal überreichte, musste der grösste von uns Balljungs den Schirm halten, damit der Fifa-Präsident nicht nass wurde. Ich habe noch ein Büchlein zu Hause mit fast allen Unterschriften jener Akteure, die in Bern gespielt haben. Einzig jene von Helmut Rahn, der im Final den Siegtreffer erzielte, fehlt mir – leider. Aber ich bin nach dem Final einfach nicht mehr bis zu ihm vorgedrungen.»
Die Schufterei im Nebenamt
Fortan träumt Minder davon, auch einmalim Wankdorf vor 62 000 Zuschauernzu spielen. Talent hat er. Aber: «Wäre ich nicht so ein fauler Siech gewesen, hätte es vielleicht für die erste Mannschaft gereicht.» Hene macht das KV und verkauft am Wochenende Schoggi-Milch im Wankdorf. 1974, mit 31, wechselt er zum Amt für Jugend und Sport, wo er bis zu seiner Pensionierung arbeitet.
Als YB Mitte der 80er-Jahre für lange Zeit ein letztes Mal blüht, reift in Minder der Wunsch, mehr als nur Fan zu sein. Er darf bei Physiotherapeut Fredi Häner über die Schultern gucken, wie er sagt. Das bedeutet auch, den Boden wischen und das Lavabo putzen. Und es bedeutet,fortan um 6 Uhr im Büro zu sein, damit erauf genügend Arbeitsstunden kommt, um nachmittags im Wankdorf zu schuften. Später, nach dem Cupsieg 1987, wird er Teambetreuer und Materialwart. Aber stets im Nebenamt.
Minder bleibt
Acht Jahre später ist bei YB der Lack ab. Der Geist der Tristesse hält den Klub als Geisel. Kein Geld, Abstieg in die NLB, Beinahe-Konkurs. Wer kann, der geht. Aber Minder bleibt, wird zu einem Pfeiler des Klubs. Für nichts ist er sich zu schade, um dem Klub in irgendeiner Form zu helfen. Mit seiner Frau, die den Fanshop führt, stellt er sich an Wochenenden an irgendeinen Weihnachtsmarkt, um YB-Utensilien zu verkaufen. Wenn am Abend 50 Franken in der Kasse sind, war es ein guter Tag. «Nichts gegen das Klee-Museum», sagt Minder. «Aber YB schien wie von der Aussenwelt abgeschnitten. Da war viele Jahre lang keine Hilfe in Sicht.»
Perspektivlosigkeit macht sich breit. Es kommt vor, dass YB-Spieler im Winterzu Hause im Mantel auf dem Sofa sitzen, weil ihnen das Geld zur Begleichung der Heizkosten fehlt. Es kommt vor, dass Spieler den Trainer um 100 Franken anpumpen. Und es kommt vor, dass vor Auswärtsspielen nicht mal mehr genügend Geld im Tresor ist, um Sandwiches für die Spieler zu kaufen. Häufig ist es Minder, der Vorschuss leistet. Da verwundert es nicht, wenn auch er mal die Zuversicht verliert. Das Mantra seiner Frau lautet: «Wir müssen YB helfen, es kommt schon gut.» In dieser Zeit ruft ihm in der Stadt keiner «Hopp YB» hinterher.
Der Marsch an die Spitze
Erst mit dem Umzug ins Neufeld 2001 und der Aussicht auf den Einzug ins neue Stadion vier Jahre später gewinnt YB wieder an Goodwill. Und mit der Übernahme durch die Rihs-Brüder sind auch die existenziellen Nöte passé. YB lässt kaum etwas unversucht, um den FCB vom Thron zu stossen. Es wird Geld in die Mannschaft, in die Organisation, in den Nachwuchs, in die Infrastruktur gepumpt. Der aufstrebende Vladimir Petkovic soll es richten. Später der Titelsammler Christian Gross. Aber Basels Position auf dem Thron ist unantastbar wie die Mumie Tutanchamuns – bis vor kurzem.
Natürlich war Heinz Minder, der unterdessen die Einlaufkids betreut, am 28. April mit seiner Frau im Stadion, als YB nach dem 2:1 gegen Luzern den ersten Meistertitel nach 32 Jahren gewann. Als sich die Möglichkeit bietet, allein und in Ruhe vom Balkon aus über den Rasen zu blicken, nutzt er diesen. Was er für YB in über 30 Jahren geleistet hat, ist in diesem Moment weit weg. Hingegen empfindet er eine tiefe Dankbarkeit für das, was ihm YB gegeben hat – die Möglichkeit, zu helfen.
Die Chancen stehen 50 zu 50
«YB war immer gut zu uns», sagt Minder. «Egal ob Spieler, Trainer oder Funktionär: Keiner hat sich je quergestellt, wenn ich ihn um Hilfe bat, Geld für den Arche-Fonds zu sammeln, der krebskranke Kinder unterstützt». Eine Stiftung, die den Minders ebenso viel bedeutet wie YB. Weshalb seine Frau, die heute auf den Rollstuhl angewiesen ist, den Reinerlös ihrer Kinderbücher dem Arche-Fond spendet.
Minder schaut auf die Uhr. Er müsse langsam los, meint er. Die beiden Enkelkinder kämen bald von der Schule und er müsse das Mittagessen zubereiten. Sicher, mit dem Sieg im Cupfinal würde für Minder ein Kreis geschlossen. «Aber», warnt Minder, «auch wenn der Final in Bern ist und wir Meister sind: Die Chancen stehen 50 zu 50.» Minder weiss, wovon er spricht. Nach 1987 hat er mit YB dreimal den Cupfinal verloren. https://www.aargauerzeitung.ch/sport/fu ... -132609957
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shalako
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Verfasst: Sonntag 27. Mai 2018, 07:38 |
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27.05.2018  Zitat: Der YB-Chefscout hat Cup nie gewonnen
Heute will Chappi endlich seinen letzten Makel tilgen
Stéphane Chapuisat hat im Welt-Klubfussball so ziemlich alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Nur den Schweizer Cup nicht…
Champions League mit Dortmund. Weltpokal mit Dortmund. Deutscher Meister mit Dortmund. Supercupsieger mit Dortmund. Meister mit Dortmund und GC. Da fehlt wirklich nur ein Cupsieg in diesem grössten Palmarès eines Schweizer Fussballers aller Zeiten.
Chappi (48), heute Chefscout bei YB, zuckt mit dem Schultern: «Ich und der Cup – das wollte halt nicht.» Immerhin stand er einmal im Final, mit GC. 2002 gabs im Basler St.-Jakob-Park ein 1:2 nach Verlängerung gegen die Lokalmatadoren. Wobei Chappi erst in der 95. Minute aufs Feld kam. Und mit dem BVB? «Da habe ich es nie übers Halbfinale hinausgeschafft.»
Chappis Papi holte Cup 1981
Aber, sagt der fünffache Schweizer Fussballer des Jahres, «mein Vater hat den Cup gewonnen. Familie, das zählt doch auch – oder?» In der Tat. 1981 wars, mit Lausanne.
«Und dann noch gegen den FCZ, wie jetzt wieder», wirft der Junior ein. 1981 gewannen die Waadtländer mit Abwehrchef Gabet Chapuisat 4:3 nach Verlängerung in einem hoch dramatischen Fight.
Höchste Zeit also für den ersten Sieg von Chappi. «Ja, aber den würde ich anders gewichten als als Spieler», sagt er. «Ich bin nur ein Teil des ganzen Teams hinter der Mannschaft.»
Mindestens bei der Pokalübergabe sahen das die Fans ein bisschen anders. Da haben sie den Chefscout zelebriert wie einen immer noch aktiven Crack. «Das war cool, Schön die Freude in den Augen der Leute zu sehen», so Chappi. https://www.blick.ch/sport/fussball/cup ... 24473.html
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shalako
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Verfasst: Sonntag 27. Mai 2018, 07:44 |
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27.05.2018  Zitat: «Wir sind schon wieder in einer Angst-Stimmung, merkst du es?»
Sie sind Fans, Kabarettisten und heute beim Cupfinal im Stadion: Bänz Friedli sorgt sich bereits wieder um sein YB, Beat Schlatter dagegen würde auch nicht alles auf ein 5:0 des FCZ setzen.
Beat Schlatter hat ein Heimspiel, als er sich am Dienstag mit Bänz Friedli im Henrici im Zürcher Niederdorf trifft. Heute ist Friedli im Vorteil, wenn seine Young Boys gegen Schlatters FCZ den Cupfinal bestreiten. Beide sind live dabei: Friedli als Co-Kommentator von Lokalgrösse Albi Saner auf Radio Bern1, zusammen mit Stadtpräsident Alec von Graffenried. 1987, beim letzten Cupsieg von YB, waren sie alle zusammen auf der Tribüne mit dabei. Schlatter schaut auf dem Smartphone nach, wo er sitzt: «Ah, Balkon, da gibt es sicher etwas zu essen.»
Was beschäftigt Sie vor dem Cupfinal?
Bänz Friedli: Michi Frey.
Beat Schlatter: Wieso?
Friedli: Er wird dermassen übermotiviert sein. Wenn er Pech hat, sieht er nach vier Minuten die Rote Karte. Wenn wir Pech haben, schiesst er uns ab. Er macht mir ein wenig Sorgen wie Alain Nef, der gegen uns auch immer speziell motiviert ist.
Schlatter: Aber du bist doch YB-Fan …
Friedli: … eben, wir sind schon wieder in einer Angst-Stimmung, merkst du es?
Schlatter: (lacht) Für mich wäre es beunruhigend gewesen, wenn der FCZ sein letztes Spiel vor dem Cupfinal 4:1 gegen den FC Basel gewonnen hätte. Das 1:1 in Lugano lässt die Spieler hoffentlich merken, dass es nicht so einfach geht.
Friedli: Die Berner hatten nach dem Meistertitel viele Festivitäten, und deswegen habe ich leise Bedenken. Ich befürchte, der Pfupf wird bei Zürich grösser sein. YB ist gesättigt.
Wie? Der Hunger ist schon wieder gestillt?
Friedli: Die Stadt stand nach diesem ersten Meistertitel seit 32 Jahren tagelang kopf. Als Spieler erlebst du Champagner-Sausen, und das wirkt sich doch auf die Leistungsfähigkeit aus.
Schlatter: Ich rechne mit dem Gegenteil. Die Aussicht auf den zweitwichtigsten Pokal in der Schweiz ist doch Antrieb genug.
Friedli: Ich ärgere mich, dass ich schon wieder Zweckpessimist bin. Ja nicht zu sehr emotional engagieren im Voraus! Weil es wieder auf den Deckel geben könnte. Dabei sollten wir mit Stolz geschwellter Brust ins Stadion gehen.
Bei den Feierlichkeiten hätte man meinen können, YB habe die Champions League geholt.
Friedli: Das ist für die Stadt ja auch etwas Wahnsinniges!
Schlatter: Wir Schweizer denken tendenziell: Wenn wir Erfolg haben, dürfen wir die Freude nicht so zeigen. Das ist eine total schlechte Haltung. YB gewinnt den Titel im eigenen Stadion, bei schönem Wetter, an einem Samstag, da ist es völlig in Ordnung, dass zünftig gefestet wird.
Friedli: Der 28. April, dieses Spiel gegen Luzern, das war ja nicht normal. Wölfli! Hält den Penalty! Das Drehbuch war ja so kitschig. Es stimmte einfach alles. Und irgendwie gibt es eine Parallele zur Eishockey-Nationalmannschaft. Wir stehen endlich hin und sagen: Ja, wir wollen gewinnen. Das hat zwar etwas Grosskotziges, das man sonst von den Zürchern kennt. Meine Berner Verwandten denken jedenfalls so: «Du lebst in diesem grosskotzigen Zürich.» Ich hab es hier gelernt und sehe es als Riesenqualität: dazu stehen, dass man gut sein will. Jetzt ist das auch bei YB angekommen, vor allem dank Guillaume Hoarau, er hat diese Mentalität importiert.
Schlatter: Ich finde, ihr habt uns gezeigt, wie Festen geht.
Friedli: Dabei war es an Pfingsten auf dem Bundesplatz ja ein Teenie-Fest, da hatte es Elfjährige, die seit ein paar Wochen YB-Fans sind, für die ist Wölfli etwas Neues. Aber das hat ja auch etwas Erfrischendes, weil wir Alten viel mit dem Club mitgemacht haben, die Nati B, das elende Chênois, Chiasso, Wettingen … Jetzt kommen die Teenies und feiern. Wir Alten wussten gar nicht mehr, wie das geht. Schlatter: Das sind doch Trittbrettfahrer.
Friedli: Mir doch egal. Die transportieren eine Freude, die mir gefällt.
Schlatter: Mir kommen die vor wie die Leute, die an Heiligabend in die Kirche gehen, sonst aber nie. Trittbrettfahrer zeigten sich auch beim FCZ, sobald es wieder etwas besser lief.
Friedli: Who cares?
Schlatter: Okay, die füllen das Stadion, und mir ist es auch lieber, wenn viel Publikum da ist.
Sie zeigen Sympathien für YB. Liegt das am früheren Sportchef Fredy Bickel, mit dem Sie befreundet sind?
Schlatter: Ja. Vor seiner Zeit in Bern hatte ich keinen direkten Bezug zu YB. Aber dann bekam ich einen Einblick in den Verein, auch in den Job eines Sportchefs. Ich sah in Fredys Büro meterhohe Stapel mit grünen und roten Mäppli. Die grünen waren Dossiers von Spielern, die für YB interessant waren und die Fredy noch anschauen musste; die roten waren jene, die er bereits abgearbeitet hatte. Und ich lernte dank ihm Spieler kennen, die setzten sich nach einem Match zu uns an den Tisch, und wir plauderten.
Der 28. April, dieses Spiel gegen Luzern. Wölfli! Hält den Penalty! So kitschig Bänz Friedli
Friedli: Für Fredy ist es eigentlich sehr brutal. Er sagte einst: «Ich will in den nächsten drei Jahren einen Titel in Bern gewinnen.» Er durfte die Arbeit nicht fertig machen …
Schlatter: … dabei war er es, der Trainer Adi Hütter geholt hat, Hoarau … Ich rief Fredy nach dem Meistertitel an und fragte ihn: Ist es nicht schlimm für dich, wenn in der Berichterstattung über YB nirgends dein Name zu lesen ist?
Friedli: Was sagte er?
Schlatter: Dass Hans-Ueli Rihs (Investor bei YB) ihn angerufen und sich bedankt habe. Das habe ihn enorm gefreut, und es zeige ihm, dass er nicht ganz in Vergessenheit geraten sei. Durch Fredy habe ich YB richtig gern bekommen. Darum freute ich mich für den Verein, als er den Titel holte.
Sehen Sie, Bänz Friedli: Zürcher sind grosszügig.
Friedli: Ich weiss. Ich lebe nun seit 20 Jahren in Zürich. Da galten wir Berner immer als die Herzigen, die Bemitleidenswerten. In meinem Team der Alternativliga gab es nur FCZ-Fans, mich duldeten sie einfach. Nun führten wir die Ökumene ein und haben deshalb auch GC-Fans bei uns. In der Vergangenheit war es stets so, dass sowohl FCZler als auch GCler uns unterstützten, wenn ihre Mannschaften aus dem Rennen waren. «Hauptsache nicht der FC Basel!», sagten sie. Auch jetzt spüre ich überall Sympathien, in St. Gallen, sogar in Basel. Einzig in Zürich ist die Freundlichkeit derzeit weg – wegen des Cupfinals. Aber fast das Schönste an diesem Titel ist ja, dass wir es schafften, in einem idiotenfreien Umfeld Meister zu werden.
Das müssen Sie erklären.
Friedli: Wir haben mühsame Trainer erduldet und arrogante CEOs, es gab Verwaltungsräte, die allen Ernstes das Stadion in Ifolor-Arena umbenennen wollten! Jetzt haben wir Christoph Spycher als Sportchef, Wuschu, einen Berner. Und wir haben Hütter, der nie anbiedernd ist. Beide sind die Demut in Person, beide muss man einfach gern haben. Der Erfolg mit diesen beiden – etwas Schöneres kann man sich als Berner nicht wünschen. Als der Kübel überreicht wird, bleibt Wuschu auf der Tribüne. Diese Zurückhaltung! Er hat einfach Stil. Nach dem Wochenende mit dem Titel gehen die Spieler gemeinsam nach Barcelona, der Trainer verbringt mit seinen Mitarbeitern drei Tage in Berlin. Und was macht Wuschu? Sitzt am Montag um 8 Uhr in seinem Büro, um zu arbeiten. Und gibt zwei Tage später die Vertragsverlängerung mit Sulejmani bekannt.
Woher kommt die Verbundenheit mit einem Club?
Schlatter: Man erbt halt gewisse Sachen. Ich war ein kleiner Bub, als der Vater mich in den Letzi-grund mitnahm. Er ging völlig euphorisch hin und mit schlechter Laune wieder nach Hause. Und ich musste ihn auf dem Heimweg trösten. So fing das an. Da wünschte ich mir irgendwann zu Weihnachten ein FCZ-Leibchen. Meine Mutter musste das Wappen auf das Leibchen nähen. Mein Zimmer hatte ich vollgekleistert mit Postern des FCZ.
Friedli: Fussballfan zu sein, das ist irgendwie auch etwas Kindliches. Ich merke das jetzt wieder: Ich habe eine kindliche Freude am Titel. Der ausgewachsene Bänz steht daneben, weil das Fussballbusiness für ihn zu gruusig geworden ist. Der kindliche Bänz funktioniert da anders.
Schlatter: Und ich hatte das Glück, dass in meinem Wohnort Rüschlikon auch Daniel Jeandupeux lebte, als er Spieler bei Zürich war.
Wieso Glück?
Schlatter: Ich war damals in einem Alter, in dem es nicht mehr nur Fussball, sondern auch das andere Geschlecht gab. Wir wussten, wo Jeandupeux wohnte, wir wussten aber vor allem auch, dass er eine unglaublich schöne Freundin hatte. Wir warteten, bis er weg war – gingen zur Haustür, klingelten, und manchmal erschien sie im schwarzen Négligé an der Tür. Wir waren hin und weg. Jedes Mal gab sie uns eine Autogrammkarte von Daniel. Vermutlich hatte ich 27 Stück davon, bis er wegzog.
Friedli: Mir wuchs einst Frau Christensen sehr ans Herz, die Frau von YB-Spieler Bent. Damals war ich Lokalradioreporter, und sie plauderte immer alles aus. Ich hatte alle Primeurs aus dem YB-Lager.
Ist es denkbar, den Club einmal zu wechseln?
Friedli: Nein!
Aber Sie haben einmal die Saisonkarte zurückgegeben.
Schlatter: Wahrscheinlich konntest du sie nicht mehr bezahlen!
Friedli: Wegen meiner Auftritte reduzierte sich die Möglichkeit, an die Spiele zu gehen. Und ich war auch hässig auf den Verein, weil seine Politik unsympathisch war. Man jammerte ständig über den FC Basel als Krösus, dabei war es nicht so, dass YB kein Geld hatte und Basel alles. Basel ging nur gescheiter damit um. Vor drei Jahren gab ich die Karte zurück. Ich hatte genug vom Fussball. Ab Sommer habe ich wieder ein Saison-Abo.
Das Leiden gehört doch zum YB-Fan.
Friedli: Der Berner hat sich das Leiden wirklich verinnerlicht, es ist Teil von uns. Darum liebt die ganze Schweiz unseren melancholischen Mundartrock, der nur vom Scheitern handelt. Und jetzt kommt Hoarau, ein Franzose von einer Insel im Indischen Ozean, und singt: «C’est la nuit de triomphe.» Er zeigt uns: Man kann auch in Bern fröhliche Lieder singen.
Schlatter: Wir sollten nicht nur von YB reden, sondern auch vom FCZ.
Nur zu.
Schlatter: Einmal wurde ich von ihm nach Celerina ins Trainingslager eingeladen, und ich durfte während einer halben Stunde eine Einheit leiten, als Rolf Fringer der Coach war.
Friedli: Was hast du mit den Spielern gemacht?
Schlatter: Ich probierte, mit ihnen zu rennen, aber das kannst du vergessen. Am Ende machten wir Sackgumpen.
Friedli: Sind euch FCZ-Fans die Canepas nie peinlich?
Schlatter: Mir nie. Ich habe Ancillo und Heliane ins Herz geschlossen. Ich weiss nicht, wie es in ihrem Schlafzimmer aussieht, ich kann mir aber vorstellen, dass sie in FCZ-Bettwäsche schlafen. Man sollte nicht vergessen, was sie für Zürich machen und wie wenig Unterstützung sie von der Stadt erhalten. Zum Beispiel?
Schlatter: Fussball ist Unterhaltung, die Canepas ermöglichen sie vielen Leuten. Und als Cillo eine kleine Rolle in meinem Film «Flitzer» spielen durfte, fuhr er dafür extra für einen ganzen Tag nach Bern. Ich dachte, das sei für einen Topmanager sicher zu viel. Als er dann da war, gab es eine lustige Situation abseits der Kameras. In einer Rauchpause ging ein junger Mitarbeiter aus der Filmcrew, der Canepa nicht kannte, auf ihn zu und fragte: «Sorry, häsch du Füür?» Canepa zog ein goldenes Feuerzeug aus der Hosentasche, auf dem «FCZ» steht. Sagte der Junge: «Läck, du bist aber ein rechter Fan!» Darauf Canepa: «Ich bin der Präsident!» Der Mitarbeiter: «Ah, du spielst im Film den Präsidenten.»
Friedli: So ist es doch! Er ist Fan und spielt den Präsidenten! Schlatter: Cillo und seine Frau stecken viel Herzblut und Geld in den FCZ. Wenn im Stadion eine Fackel abgebrannt wird, stehen sie auch dafür gerade und bezahlen die Busse. Trotzdem werden sie oft und von vielen Seiten kritisiert.
Friedli: Das werden wir Künstler ja auch, aber ich würde keinen Kritiker anrufen, um mich zu beschweren. Ich habe früher auch kritisiert, zum Beispiel Georges Bregy. Es gab damals drei Radios in Bern: ExtraBern, Förderband und DRS1. Georges war auf dem Feld, er konnte darum nicht hören, was auf diesen Sendern berichtet wurde. Aber er hatte seine Leute, die Radio hörten. Am Montagmorgen rief er an: «Was hesch dü da wieder für än hüärä Schiisdräck verzellt?» Ich brauchte während der Übertragung nur zu sagen: «Bregy hat nicht seinen besten Tag.» Dann wusste ich, was mich erwartet.
Sehen Sie in der Super League noch Typen wie Bregy?
Friedli: Kaum mehr. Seit den Rücktritten von Christoph Spycher und Marco Streller fehlen die Persönlichkeiten. Zum Glück gibt es neben den vielen Stromlinienförmigen noch Spieler wie eben Hoarau. Und Nef.
Schlatter: Und Ludovic Magnin ist ein Trainer, der sagt, was er denkt.
Was gefällt Ihnen besonders am heutigen FCZ?
Schlatter: Dass so viele junge Spieler eingesetzt werden.
Ich kann mir vorstellen, dass Cillo und Heliane in Bettwäsche des FCZ schlafen Beat Schlatter
Gibt es auch einen Spieler, dem Sie besonders gern zuschauen?
Schlatter: Alain Nef, der auf der gleichen Seite des Zürichsees aufgewachsen ist wie ich.
Denken Sie: Wenn Nef auf dem Platz steht, kommt es gut?
Schlatter: Das ist jetzt vielleicht nicht die richtige Aussage … (lacht schallend). Ihr Lieblingsspieler heisst sicher Hoarau.
Friedli: Bis auf 1977 zurück kann ich meine Lieblingsspieler aufzählen: Kurt Feuz, Erich Hänzi, Martin Weber, Thomas Häberli, Bent Christensen, Mini Jakobsen… …Georges Bregy…
Friedli:… aber jetzt? Marco Wölfli irgendwie, Steve von Bergen, der eine so tolle Saison spielt, Kevin Mbabu, der so herzig ist, Christian Fassnacht auch, Hoarau natürlich, Moumi Ngamaleu … Am Schluss habe ich die ganze Mannschaft aufgezählt. Das ist die Qualität. Das ist so eine Einheit! Damit können wir uns identifizieren.
Was es noch zu klären gilt: Wie geht dieser Cupfinal aus?
Schlatter: Als Zürcher sage ich sicher nicht, dass YB gewinnt, aber ich würde auch nicht meine 3. Säule auf ein 5:0 des FCZ setzen.
Friedli: Ich würde es dem FCZ gönnen, ehrlich. Aber es geht so: 7. Minute, 0:1 durch Nef…
Schlatter:… was? Das kannst du so genau sagen?
Friedli: 71. Minute: 1:1, Nsame. 89. Minute: 2:1 durch Hoarau. 93.: wieder Hoarau zum 3:1. Ich will einfach keine Verlängerung.
Schlatter: Wahnsinnig, kannst du auch am Rotwein riechen und so den Jahrgang feststellen? Ich sehe auf meiner inneren Leinwand zwar nicht, wer die Tore erzielt. Ich sage aber: Es gibt ein 2:2, dann kommt die Verlängerung, und im Penaltyschiessen gewinnt der FCZ.
Friedli: Und danach trinken wir zusammen ein Bier, oder?
Schlatter: Abgemacht!
Friedli und Schlatter
Bänz Friedli, 1965 geboren, ist vielseitig tätig. Er war Gemeinderat in Wohlen BE, Sport- und Lokalradioreporter in Bern, er arbeitete für das Nachrichtenmagazin «Facts» und schreibt Kolumnen, wie früher «Der Hausmann». Heute ist er als Kabarettist mit einem Soloprogramm unterwegs, dazu ist er Buchautor. Beat Schlatter, 1961 geboren, spielte als Schlagzeuger in Punkbands, bevor er mit dem Kabarett Götterspass bekannt wurde. Er spielte in der TV-Seifenoper «Lüthi und Blanc» und in Komödien wie «Katzendiebe» und «Flitzer», bei denen er auch am Drehbuch mitschrieb. Beide leben in Zürich, Friedli hat es trotzdem geschafft, YB treu zu bleiben. https://www.tagesanzeiger.ch/sport/fuss ... y/24251092
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Marc
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Verfasst: Sonntag 27. Mai 2018, 07:52 |
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Registriert: Samstag 24. April 2004, 02:01 Beiträge: 489
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-------------------wölfli----------------------
lotomba---nuhu-----von bergen-----benito
fassnacht--sanogo----bertone---sulejmani
------------assalé--------hoarau-------------
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shalako
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Verfasst: Sonntag 27. Mai 2018, 19:55 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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27.05.2018  Zitat: FCZ holt Cupsieg gegen YB
Die Bilder aus dem Stade de Suisse
Im Stade de Suisse steigt mit dem Schweizer Cupfinal das letzte Highlight der Klub-Saison zwischen dem FC Zürich und dem BSC Young Boys. Klicken Sie sich durch die Bilder von BLICK-Fotograf Benjamin Soland! https://www.blick.ch/sport/fussball/cup ... 26063.html
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shalako
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Verfasst: Sonntag 27. Mai 2018, 19:58 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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27.05.2018  Zitat: 2:1-Triumph im Cupfinal
Der FCZ vermiest YB den Double-Jubel!
Der FC Zürich gewinnt einen mitreissenden Cupfinal im Berner Stade de Suisse gegen YB mit 2:1. Es ist der zehnte Cup-Triumph im elften Final für den FCZ.
Dieser Cupfinal ist ein Riesenspektakel! Hitzig, aggressiv, tolle Tore, bissige Zweikämpfe, viel Leidenschaft und einer Gelb-Roten Karte. Und mit einer Pleite von YB. Zürich erkämpft sich in Unterzahl den Cupsieg und verhindert das Berner Double.
Zürich und YB werfen im letzten Spiel der Saison nochmals alles rein. Eine Atempause gibts in diesem Mega-Spiel nie. Zürich verteidigt gegen den Meister am Schluss mit Mann und Maus und in Unterzahl die frühe Führung. Aber der Sieg ist verdient: Zürich zeigt von Beginn weg einen Wahnsinnsbiss. Michael Frey belohnt den forschen Start mit dem frühen 1:0. Danach sündigen beide Teams bis weit in die zweite Halbzeit.
Nach dem Platzverweis gegen FCZ-Joker Sangone Sarr scheint der YB-Ausgleich nur eine Frage der Zeit. Aber Marchesano erhöht mit einem Riesensolo auf 2:0. Die Berner schaffen durch Sulejmani nur noch den Anschluss zum 1:2. Was für ein Spektakelspiel!
Die sonstigen Aufreger:
- Frey und Sanogo geraten aneinander. Der YB-Aggressivleader will sich von Freys Arm befreien und trifft ihn im Gesicht. Hier wäre Rot wegen Tätlichkeit nicht undenkbar gewesen! Jaccottet belässt es mit einer Verwarnung an beide Streithähne – und beruhigt so die Gemüter (24.)
- Die FCZ-Fans werfen eine Knallpetarde ins Tor von Wölfli. Nach dem brutalen Knall unterbricht Schiri Jaccottet das Spiel kurz. Wölfli zeigt an, dass er den Zwischenfall ohne bleibendes Ohrensausen überstanden hat.
- Erst zur Pause eingewechselt, fliegt FCZ-Sarr mit Gelb-Rot vom Platz. Zu Recht.
- Kryeziu trifft Sanogo in der Schlussphase im Strafraum mit dem Fuss am Kopf, der allerdings weit unten ist. Aber auch hier wäre ein Penalty wohl zu hart gewesen.
Der Beste: Michael Frey. Der Berner explodiert beinahe vor Aggressivität gegen seinen Ex-Klub. Läuft enorm viel, hilft oft hinten mit seiner Kopfballstärke aus. Und macht das 1:0.
Der Schlechteste: Sangone Sarr. Zur Pause eingewechselt – und 22 Minuten danach mit Gelb-Rot in der Kabine! Warum Magnin den zuletzt kaum noch eingesetzten Senegalesen bringt, bleibt ein Rätsel. Sarr ist überfordert, das zweite Foul ist eines der Sorte brutalo.
Zürich – YB 2:1 (1:0) Stade de Suisse, Bern; 30000 Fans
SR: Jaccottet
Tore: 11. Frey (Brunner) 1:0. 74. Marchesano 2:0. 80. Sulejmani (Ngamaleu) 2:1.
Bemerkungen: Zürich ohne Dwamena (gesperrt), Nef, Bangura, Maouche, Kempter, Schättin (alle verletzt). YB ohne Mbabu (gesperrt), von Ballmoos (verletzt). 24. Offsidetor Sanogo aberkannt.
Zürich: Brecher; Thelander, Brunner, Kryeziu; Palsson; Rüegg, Marchesano, Domgjoni, Pa Modou; Winter, Frey.
YB: Wölfli; Lotomba, von Bergen, Nuhu, Lotomba; Sulejmani, Bertone, Sanogo, Fassnacht; Hoarau, Assalé.
Einwechslungen: Zürich: Sarr (46. für Domgjoni). Schönbächler (78. für Marchesano). Rodriguez (92. für Frey). YB: Schick (46. für Lotomba). Nsame (59. für Assalé). Ngamaleu (76. für Benito).
Gelbe Karten: 23. Frey. 23. Sanogo (beide Unsportlichkeit). 59. Sarr (Foul). 83. Thelander (Foul). 89. Brecher (Zeitspiel). 91. Kryeziu (Zeitspiel). 92. Schick (Foul).
Gelb-Rot: 67. Sarr (Foul). https://www.blick.ch/sport/fussball/cup ... 26081.html
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shalako
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Verfasst: Sonntag 27. Mai 2018, 19:59 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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27.05.2018  Zitat: YB verpasst das Double
FCZ vermiest dem Meister das Happy-End
- Der FC Zürich schlägt YB im Final mit 2:1 und ist zum 10. Mal Cupsieger. - Michael Frey (11.), Antonio Marchesano (74.) und Miralem Sulejmani (80.) sorgen für die Tore. - Trotz Überzahl in der Schlussphase verpasst YB den Sieg.
Der Meister drückte, der Meister wollte – doch Zürich wehrte sich in der Schlussphase in Unterzahl nach Kräften und rettete den Sieg über die Zeit. Miese YB-Statistik
So verpasste es YB, seinem scheidenden Trainer Adi Hütter in einem packenden Spiel ein Abschiedsgeschenk zu machen. Mit einem Sieg hätte der zu Eintracht Frankfurt weiterziehende Österreicher die Young Boys zum ersten Double seit 60 Jahren geführt.
Und die Berner verpassten es gleichzeitig, ihre Statistik aufzupolieren:
- YB kassierte die 4. Cupfinal-Niederlage in Serie. - Für den Meister war es erst die 2. Niederlage im Jahr 2018. - Gelb-Schwarz verlor gegen den FCZ erstmals seit dem 29.10.15 wieder - einem 1:3 im Cup-Achtelfinal.
Den Bernern war in der Anfangsphase anzumerken, dass zuletzt mehr gefeiert als trainiert wurde. Der FCZ war in den ersten 20 Minuten spielbestimmend und ging in der 11. Minute in Führung. Ausgerechnet der ehemalige Berner Michael Frey traf in die Maschen.
Trotz Chancen hüben wie drüben dauerte es danach bis Mitte der 2. Halbzeit, bis das nächste Kapitel geschrieben wurde.
- Zunächst flog der eingewechselte Zürcher Sangoné Sarr in der 67. Minute vom Platz. - 7 Minuten später erhöhte Antonio Marchesano für den FCZ zum 2:0. - Mit dem Anschlusstreffer zum 1:2 in der 80. Minute brachte Miralem Sulejmani noch einmal Spannung zurück.
Für mehr reichte es YB aber nicht mehr. Und dies, obwohl sich am Ende auch Goalie Marco Wölfli in die Angriffe einschaltete. Während YB die Saison mit einer Niederlage beendet, feiert der FCZ in Bern seinen 10. Cupsieg. Der Aufsteiger wird damit in der kommenden Saison fix in der Europa-League-Gruppenphase vertreten sein. https://www.srf.ch/sport/fussball/schwe ... -happy-end
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shalako
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Verfasst: Sonntag 27. Mai 2018, 20:01 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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27.05.2018  Zitat: Der FC Zürich ist Cup-Sieger
Der FC Zürich gewinnt den Cup-Final in Bern gegen Meister YB 2:1. Die Zürcher feiern in ihrem elften Cup-Final den bereits zehnten Titel.
Für die Szenen mit Raffinesse und Emotionen war in den entscheidenden Phasen ausnahmslos der FC Zürich besorgt - mehrfach mittendrin, der frühere YB-Junior Michael Frey. Mit seinem 1:0 (11.) gab der bullige Angreifer früh den Tarif bekannt und die Richtung vor. Im Sog Freys legte der Aufsteiger von Minute zu Minute an Selbstvertrauen zu. Und selbst in Unterzahl liess er sich nicht mehr abdrängen - im Gegenteil: Antonio Marchesano schloss ein wunderbares Solo mit dem wegweisenden 2:0 (74.) ab.
Nach Sulejmanis Kopfballtor hatten die personell dezimierten Zürcher im Finish zwar noch ein paar heikle Situationen zu überstehen, mehr liessen sie nicht zu. Deshalb war der letzte Sprint eines unterhaltsamen Nachmittags Ludovic Magnin vorbehalten: In seiner ersten (halben) Saison als Chef stürmte er im Anzug euphorisiert vor die Kurve der FCZ-Anhänger und mit seinem Verein zum Triumph.
Während Wochen hatten die Young Boys ihren ersten Meistertitel seit 1986 zelebriert. Der Festmarathon hinterliess Spuren, anders ist der überaus laue Auftakt zum Endspiel im eigenen Stadion nicht zu interpretieren. Derweil der Aussenseiter sich sofort energisch Zutritt verschaffte, fehlte beim Champion die Spannung. In verschiedenen Rencontres hinterliess der FCZ einen kompromissloseren Eindruck.
Der Meister hielt nicht Wort. «In unserer letzten gemeinsamen Woche werden wir noch intensiver arbeiten und alles abrufen», hatte Adi Hütter im Vorfeld betont. Seine Botschaft verflüchtigte sich. Nach 101 teilweise hochklassigen Liga-Spielen mit 223 Treffern endete die Ära Hütters enttäuschend. YB blieb auf dem Weg zur vierten Cup-Final-Niederlage in Folge weitgehend emotionslos.
Zum Winner avancierte gleichwohl ein gebürtiger Berner: Michael Frey. Der Stürmer ist während seiner Karriere selten einer Konfrontation ausgewichen - Mit- und Gegenspieler inklusive. Der 23-Jährige mit langer YB-Vergangenheit versteht sein Engagement als neuen Anlauf. In einem Klub, «der einen Namen hat, der etwas auslöst», wie er im letzten Sommer immer wieder betonte.
Beim FCZ löste er selber einiges aus. Er markierte in der Liga überdurchschnittlich viele Tore und sorgte auch neben dem Platz für Schlagzeilen. Mitte April wurde er wegen Meinungsverschiedenheiten vorübergehend suspendiert. Frey, an manchen Tagen der introvertierte Kunstmaler, dann aber wieder impulsiv und egozentrisch, reagierte im Stil des Champions auf die vorübergehende Verbannung: mit sechs Treffern in den letzten fünf Meisterschaftsrunden.
Und wie er das bisherige Highlight seiner Karriere prägte, war eindrücklich. Frey versorgte das Spiel der Zürcher mit Energie. Seine Kraft, sein Enthusiasmus, seine unangenehme Art setzte YB zu.
Ludovic Magnin fand einen Weg und Konsens mit Frey. Und der junge Coach löste auch andere Probleme ziemlich souverän. Trotz einer teilweise schwierigen, mehrheitlich unkonstanten Rückrunde erreichte er in der Liga Position 4 und führte Zürich im Knock-out-Wettbewerb zu zwei Siegen mit Strahlkraft: zuerst im Derby gegen GC, dann auf dem Terrain des Super-League-Dominators YB.
Der Romand mit engem Kontakt zum früheren Zürcher Meistercoach Lucien Favre ist keiner, der sich öffentlich zurückhält. Er träumt und denkt gross. «Ich habe höchstens Zweifel, wie lange es dauert, bis ich das Ergebnis der Arbeit sehe, bis die Spieler umsetzen, was ich verlange», sagte er vor wenigen Tagen in einem Interview mit dem «Tages-Anzeiger».
Zürich - Young Boys 2:1 (1:0)
Stade de Suisse, Bern. - 30'000 Zuschauer (ausverkauft). - SR Jaccottet. - Tor: 11. Frey (Brunner) 1:0. 74. Marchesano (Pa Modou) 2:0. 80. Sulejmani (Ngamaleu) 2:1.
Zürich: Brecher; Thelander, Brunner, Kryeziu; Rüegg, Palsson, Marchesano (78. Schönbächler), Domgjoni (46. Sarr), Pa Modou; Frey (92. Rodriguez), Winter.
Young Boys: Wölfli; Lotomba (46. Schick), Nuhu, Von Bergen, Benito (76. Ngamaleu); Fassnacht, Sanogo, Bertone, Sulejmani; Assalé (59. Nsame), Hoarau.
Bemerkungen: Zürich ohne Dwamena (gesperrt), Nef, Alesevic, Kempter, Maouche, Bangura und Schättin (alle verletzt), Young Boys ohne Mbabu (gesperrt) und Von Ballmoos (verletzt). 67. Gelb-Rote Karte Sarr (Foul). Verwarnungen: 15. Nuhu (Foul). 24. Sanogo (Unsportlichkeit). 24. Frey (Unsportlichkeit). 59. Sarr (Foul). 83. Thelander (Foul). 89. Brecher (Zeitspiel). 93. Schick (Foul).
https://www.nzz.ch/sport/der-fc-zuerich ... ld.1389103
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shalako
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Verfasst: Sonntag 27. Mai 2018, 20:02 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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shalako
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Verfasst: Sonntag 27. Mai 2018, 20:03 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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27.05.2018  Zitat: Seitenhieb gegen Gelb-Schwarz
Frey: «Mit mir hätte YB vielleicht das Double geholt»
Michael Frey träumte in seiner Jugend von einem Titel in Bern. Nun hat er diesen geholt. Mit dem FC Zürich.
4 Jahre lang trug Michael Frey die Farben von YB. Und als Münsinger «Giu» war er auch einer, der YB im Herzen trug. Dann versuchte er sein Glück bei Lille in der Ligue 1, verletzte sich und kam wieder zurück. Doch im letzten Sommer trennten sich die Wege endgültig. Der FC Zürich schlug zu.
Stich ins YB-Herz
Nun zeigte Frey im Cupfinal seine Klasse. Mit dem 1:0 für den FCZ sorgte er für ein missratenes Ende einer starken YB-Saison – und er konnte sich einen Seitenhieb nicht verkneifen.
Beim Torjubel rannte er nahe an YB-Trainer Adi Hütter vorbei und provozierte diesen. Nach dem Spiel erklärte er seinen Gefühlsausbruch so: «Vielleicht hätte YB in diesem Jahr das Double geholt, wenn ich noch in Bern wäre.»
Zürich statt Bern
Er habe in seiner Jugend immer davon geträumt, in diesem Stadion einen Titel zu holen. «Jetzt ist es halt in anderen Farben passiert. Aber das Gefühl ist genau dasselbe», so der Stürmer.
Auch gefeiert werden muss der Cupsieg natürlich. Statt in Bern nun jetzt einfach in Zürich. https://www.srf.ch/sport/fussball/schwe ... ble-geholt
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