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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 20. Mai 2009, 10:27 
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20min.ch, 20.05.2009

YB - Sion zum Vierten

Holen die Young Boys ihren ersten Titel seit 22 Jahren oder wahrt der FC Sion seine unheimliche Ungeschlagenheit in Cupfinals? Diese Frage wird am Abend im Stade de Suisse beantwortet. Mit 20 Minuten Online sind Sie live dabei.

Um 20.30 Uhr wird Schiedsrichter Claudio Circhetta den 84. Cupfinal anpfeifen. Es ist nach 1980, 1991 und 2006 das vierte Mal, dass YB und Sion in der Endausmarchung des prestigeträchtigen K.o.-Wettbewerbs aufeinandertreffen. Die Walliser haben in den drei bisherigen Duellen wie auch in ihren anderen sieben Cupfinals die Oberhand behalten. Bei einem erneuten Triumph dürfte allerdings der Jubel verhaltener als auch schon ausfallen, kämpft doch Sion in der Meisterschaft gegen den Fall in die Challenge League. Cupsieg und Abstieg - dies hatte 1992 der FC Luzern «geschafft».

Für die Young Boys ist die Situation in der Axpo Super League komfortabler. Die Berner haben zumindest den 3. Rang auf sicher, was ihnen im Hinblick auf die nächste Saison die Garantie für einen Europacup-Startplatz gibt. Sollte YB Cupsieger werden, kämen auch die Grasshoppers und Bellinzona für die Teilnahme am internationalen Geschäft in Frage

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 20. Mai 2009, 10:29 
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NZZ, 20.05.2009

Der Grossbauer vom Stade de Suisse

Ein Festtag für CEO Stefan Niedermaier, im Cup-Final spielen die Young Boys in seinem Stadion

Früher, als Teenager, war er Skiakrobat und gar Mitglied des Nachwuchs-Nationalteams. Stefan Niedermaier lacht, als diese Passage aus seinem Lebenslauf hervorgekramt wird. Das sei in den Anfängen der Sportart gewesen und lange her. Heute, rund drei Jahrzehnte später, bekleidet der Berner Oberländer eine Hauptrolle in einem viel bedeutenderen Sportstück. Seine Mannschaft tritt in seinem prallgefüllten Stadion zum Cup-Final an. Der 46-Jährige ist seit 2005 CEO der Stade de Suisse Wankdorf Nationalstadion AG.

In Bern sind Stadionbetrieb und Fussballklub eng verwoben wie nirgends sonst in der Schweiz. Deshalb hat kein anderer Stadion-CEO derart viel Einfluss auf den Sport wie der Fussball-Quereinsteiger Niedermaier – was gefundenes Fressen ist für Kritiker, die ihm zu viel Mitsprache im Tagesgeschäft vorwerfen. Eine Boulevard-Feder bezeichnete Niedermaier einst sinngemäss als «Anfang vom Ende für YB als Spitzenteam». Fritz Bösch indes, ein langjähriger Stadion-Verwaltungsrat, ist des Lobes voll. Niedermaier sei ein «absoluter Glücksfall» – für das Stadion und für YB. Kurz: Niedermaier polarisiert.

Niedermaier sagt: «Am Anfang dachte ich, ich könne das Unternehmen <Stadion> führen, aber nicht den Klub <YB>. Deshalb musste ich zuerst die Mechanismen des Geschäfts begreifen. Was sind die treibenden Faktoren des Fussballs? Das verstand ich schnell. Sicher nicht schlechter als manch anderer, der auch in irgendeiner Form in diesem Geschäft tätig ist. Und ich lernte vieles von Peter Jauch.»

Ein «guter Verkäufer»

Jauch war Niedermaiers Vorgänger als Stadion-Chef; mit dem Verwaltungsratspräsidenten Benno Oertig forcierte Jauch die Verpflichtung Niedermaiers als CEO. Später sagte Jauch, Niedermaier sei der schwerste Fehler unterlaufen: Er habe sich in den Fussball verliebt. Heute sagt Jauch nur noch, er sei kein Fan von Niedermaier. YB bewegt in Bern wie nie zuvor in den letzten zwei Jahrzehnten. Dies gründet auch in forschen Werbekampagnen («Glaube an YB», «Wahre Leidenschaft»), die der initiative, aber nicht besonders detailversessene Niedermaier lanciert hat. Der Zürcher Jauch war Fussball-erfahrener, unzimperlicher in der Wortwahl, weniger kumpelhaft, unbeliebter bei den Fans. Der joviale, kommunikative Niedermaier erreicht Menschen aus jedem Berufs- und Gesellschaftssegment. Für bierselige Hardcore-Fans trifft er den Ton ebenso wie für Medien, Sponsoren und Cüpli-glückliche Gutbürgerliche, denen er in der Champions Lounge eine Plattform zum Sehen und Gesehenwerden bietet.
Der Verwaltungsrat Bösch lobt Niedermaier als «guten Verkäufer» – das gehöre sich so, «denn in einem Unternehmen sollte der CEO auch der beste Verkäufer sein». Beim Verwaltungsrat mit Oertig, Bösch und den Brüdern Andy und Hans-Ueli Rihs steht der zweifache Familienvater in entsprechend hoher Gunst. Das Vertrauen in ihn ist gross. Der Rückhalt spiegelt sich darin, dass die Aktionäre zwei millionenschwere Gerichtsfälle guthiessen. Niedermaier kann schalten und walten.
Niedermaier sagt: «Ich habe nicht alle Macht, das ist völlig falsch. Aber im Rahmen des Budgets habe ich viele Freiheiten. Daran werde ich gemessen, und ich bin der, der auf die Nuss bekommt. Aber das ist nicht eine Frage der Macht, sondern eine Frage der Art, wie die Aktionäre meinen, es müsse geführt werden. Für einen schlechten Spieler bin ich nicht verantwortlich – aber für ein schlechtes Geschäft mit einem Spieler.»

Menschen, die Niedermaier nicht besonders mögen, nennen ihn Napoleon, weil er eher kleingewachsen und dominant sei wie einst Kaiser Bonaparte. Der YB-Apparat wirkt weniger komplementär als die Führungsriege des FC Basel, was darin gründen könnte, dass Niedermaier neben sich nicht zu viele starke Personen duldet. Dafür steht die Freistellung des Finanzchefs Thomas Perroulaz, der Anfang 2008 in einem Machtkampf unterlag. Für Perroulaz ist Niedermaier «PR-mässig sehr gut und rhetorisch hervorragend. Doch er ist ein Machtmensch, der jeden Faden seiner Marionette in der Hand haben will. Und er ist sehr statusbewusst, egoistisch und rücksichtslos.»
Niedermaier sagt: «Eigentlich bin ich scheu. Aber das wird einem in meiner Funktion gar nicht zugestanden. Und ich bin kein Diktator. Ich kann einfach Entscheide fällen.»

«Ich habe keinen Dreck am Stecken»

Fallen die Entscheide zu oft zum Missfallen der Trainer? Martin Andermatt, im August 2008 als YB-Coach Knall auf Fall entlassen, gibt keine Auskunft. Von anderen Seiten wird Niedermaier vorgeworfen, er nehme als Branchen-Unerfahrener zu wenig mit den Trainern Rücksprache und stütze sich zu sehr auf die Beziehungen eines einzigen, bis anhin aber erfolgreich zuliefernden Agenten (Jean-Bernard Beytrison). Der «Sonntags-Blick» schrieb, der 2007 getätigte Transfer Kader Manganes von Xamax via YB zu Lens sei ein abgekartetes Spiel gewesen, weil YB 250 000 Franken bezahlt und kurz danach 5 Millionen kassiert hatte. In einem Berner Fussball-Blog findet sich die Frage, was mit den Mangane-Millionen geschehen sei – was YB indirekt unlauteres Gebaren unterstellt.
Niedermaier sagt: «Ich habe keinen Dreck am Stecken, wie einige gern hätten. Wo sind die Mangane-Millionen? Bei der Bank, Gopfriedstutz.»
Das Vokabular macht Niedermaier zum zugänglichen, bodenständigen Berner. Er weckt Erinnerungen an eine der ersten Begegnungen mit ihm, nachdem der Journalist tags zuvor mit einem Spieler ein Interview geführt hat. Niedermaier sagte zur Begrüssung: «Ich habe gehört, Sie waren schon gestern auf dem Hof.» Vielleicht beschreibt ihn diese Anekdote besser als der Spitzname Napoleon. Vielleicht ähnelt er einfach einem Grossbauer, der alles unter Kontrolle haben will. Akrobat muss er dazu immer noch sein – mit Freunden, Feinden, Worten, Zahlen.

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 20. Mai 2009, 10:31 
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Tagesanzeiger, 20.05.2009

Ein helvetisches Fussballfest, verbannt in den Alltag

So etwas können nur Schweizer Fussball-Funktionäre: Weshalb der heutige Cupfinal ein eigentliches Verbrechen gegen die Tradition ist.

Heute ist Mittwoch, ein Tag mitten in der Woche. Sonnenschein, aber kein Sonntag. Ein hundsgewöhnlicher Arbeitstag. Kein Festtag. Und was steht auf dem Programm?

Bild
Ist wieder im Einsatz: Nachdem die Swisscom das Sponsoring zurückgezogen hat, ist der alte Pokal wieder aktuell.
Bild: Keystone

Der Schweizer Cupfinal. Ein Festtag. Ostermontag oder Pfingstmontag. Später auch an einem gewöhnlichen Sonntag. Aber immer ein Feiertag.

Der Cupfinal war ein spezieller Tag.

Die Schweizer Prominenz gab sich ein Stelldichein. Die Anhänger zweier Klubs zogen in Extra- und anderen Zügen an die Stätte der Entscheidung. Manchmal wurden ganze Landesteile leer gefegt. Die Fussball-Schweiz verfolgte den Match gebannt am Fernsehschirm.
Der Cupfinal war ein spezieller Tag.

Auch in England ein spezieller Tag

In England wird der Cup noch mehr zelebriert, gewiss. Begrüssung durch die Königsfamilie unmittelbar vor dem Anpfiff in Wembley. Der beste Rasen. Der beste (?) Fussball. Die beste Stimmung. Ungeheurer Stolz. It’s Cup Final day.

Doch dann kommt bald die Schweiz. Auch hier Tradition an allen Ecken und Enden. Der restliche Spielbetrieb ruhte wegen, nein, zu Ehren des Finals.
Der Cupfinal war ein spezieller Tag.

Dieses Spiel, dieses Ereignis löst auch bei mir Erinnerungen und Emotionen aus. Rund 30-mal - auf nach Bern, ab ins Wankdorf. An der Hand meines Vaters, später mit Kollegen, dann als Journalist. Doch immer irgendwie als Zuschauer. Beim Sitzstreik-Final 1967. Bei den epochalen Matches FCZ - FCB in den frühen 70er-Jahren, aber auch in jüngster Vergangenheit bei allen Endspielen in Basel.

Einmal im Leben dort unten stehen, die Landeshymne hören, Teil des Spiels, nicht nur nah dabei, sondern mitten drin zu sein. Der Traum eines jeden Fussballpampers.

Die Erinnerungen an einen speziellen Tag

Das Leben geht manchmal seltsame Wege. 1998 führte mich mein Weg am 1. Juni kurz vor 15 Uhr nach Bern in den Wankdorfer Anspielkreis - als Schiedsrichter des 73. Cupfinals. Bei der Landeshymne rechts und links von mir die beiden Assistenten, meine Frau Vroni (kitschig? - aber wahr) und Leo Martina. Lausanne-Sports gegen St. Gallen. Nach 90 Minuten 2:1 für die Ostschweizer. Das 2:2 in der Nachspielzeit. Die Verlängerung ohne Tore. Penaltyschiessen. Lausanne-Goalie Martin Brunner wehrt den letzten Penalty ab. Cupsieg für die Waadtländer. Vollprogramm mit Supplement. Welch ein Tag! Welche Erinnerungen.
Der Cupfinal war ein spezieller Tag.

Und jetzt das - der Schweizer Cupfinal an einem Mittwoch. Zuerst perplexes Kopfschütteln. Ein Scherz? Das wär, wie wenn die Basler Fasnacht nicht an einem Montag um vier Uhr mit dem Morgestraich, sondern an einem Donnerstag kurz nach dem Mittagessen beginnen würde. Oder wenn das Sechseläuten an einem Donnerstagmorgen stattfinden und der Böögg nicht um 18 Uhr verbrannt werden würde. Doch die Gerüchte verdichteten sich, das Unglaubliche wurde bestätigt.

Und warum die Abwertung? Die Abschiebung des traditionsreichsten Schweizer Fussballfestes auf heute Abend? Wenn notabene gleichzeitig in Istanbul der Uefa-Cupfinal gespielt wird, wenn in Zürich der Blue Start/Fifa Youth Cup mit Weltklasse-Nachwuchsspielern stattfindet?

Cupfinal musste Bahamas-Reise weichen

Die Antwort stand am 18. April in einem Interview mit SFV-Zentralpräsident Ralph Zloczower in dieser Zeitung:

«Weil der Cupfinal am Pfingstmontag mit dem Fifa-Kongress (auf den Bahamas, die Redaktion) kollidieren würde. Ich und auch der Generalsekretär (Peter Gilliéron, die Redaktion) sowie einer der Vizepräsidenten des SFV könnten am Cupfinal nicht dabei sein.»

Es bleiben mir ein Wunsch und eine Bitte: Speziell dem Schiedsrichter-Quartett mit Final-Referee Claudio Circhetta wünsche ich für dieses einmalige Spiel viel Wettkampfglück. Und der dann neuen Führung des Schweizerischen Fussballverbands sei für 2010 die Bitte anheimgestellt, diesem Fussballfest auch terminlich wieder den gebührenden Stellenwert einzuräumen.

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 20. Mai 2009, 10:32 
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Berner Zeitung, 20.05.2009

Berns grosse Sehnsucht

Jetzt oder (vielleicht) nie: 22 Jahre nach dem letzten Titel will YB heute (20.30 Uhr/SF 2) im Final gegen Sion den Cup gewinnen.

Bild
Der Pokal in Berner Besitz: Captain Jean-Marie Conz (links) und Martin Weber führen die Young Boys nach deren vorderhand letztem Cupsieg 1987 auf der Ehrenrunde im Wankdorfstadion an.

Urs Zurbuchen war der Goalie, Martin Weber der Abräumer, Robert Prytz der Regisseur, Dario Zuffi der flinke Stürmer, Joachim Siwek die Wühlmaus und Reto Gertschen nach Siwek der zweite Joker, der ins Tor traf: Die Young Boys besiegten Servette am 8. Juni 1987 im Cupfinal vor 28000 Zuschauern im Wankdorfstadion 4:2 (2:2) nach Verlängerung und holten ihren bisher letzten Titel. Lang, lang ists her.

Der Hunger nach Erfolg ist bei den Bernern gross und dürfte am Mittwoch auch unter den Lauben spürbar sein. Spektakuläre Spiele sind das eine, Titelgewinne etwas ganz anderes. Heute ist so ein Tag, an dem die Young Boys Geschichte schreiben können. Aus Marco Wölfli, dem tüchtigen Goalie, kann ein Matchwinner für die sportliche Ewigkeit werden, aus Seydou Doumbia, dem Teilzeitarbeiter, ein Stürmer, der auch im wichtigsten Moment das Tor trifft. Aus Thomas Häberli der erste YB-Captain seit Jean-Marie Conz, der aus dem Pokal trinken darf. Aus Vladimir Petkovic ein Trainer, der das lange Warten in Bern beendet.

Betrachtet man den Weg der Young Boys in den letzten Jahren, wäre der Titelgewinn die logische Folge. Allerdings: Der letzte Schritt ist der schwierigste, heute wird der Unterschied zwischen guten und sehr guten Spielern deutlich.

Ein Jahr nach der verlorenen «Finalissima» in Basel, als YB beim grossen Rendezvous nicht bereit war und das entscheidende Spiel um die Meisterschaft 0:2 verlor, traut man dem Petkovic-Team zu, die Lehren gezogen und an Reife zugelegt zu haben. Ab 20.30 Uhr muss die Mannschaft zeigen, dass sie nicht nur nach Papierform der Favorit des Tages ist – Kopf, Herz und Beine sind gefragt.

Auf der Gegenseite stehen die Schweizer Cupspezialisten schlechthin, ein Stimmungsteam mit Individualisten, die über sich hinauswachsen könnten. Wer von Sion erwartet, dass es sich im Meisterschaftskleid präsentiert, könnte sein rotweisses Wunder erleben. Zehn Finalteilnahmen, zehn Siege – die Bilanz sagt über die Walliser Begehrlichkeiten alles aus. Dass Präsident Christian Constantin im Vorfeld alle Register zieht, beschert ihm Medienpräsenz – und sorgt für Kopfschütteln. Die Wahrheit liegt aber ohnehin auf dem Platz.

Bleibt zu hoffen, dass das Fussballfest in geordneten Bahnen verläuft und damit anders als der Sonntag, der für den Schweizer Fussball einmal mehr zu einem Trauertag wurde: Die Bilder, auf denen sich Zürcher und Basler «Fans» Strassenschlachten lieferten, sorgen für dunkle Wolken über dem hiesigen Fussball. Der Cupfinal wäre ein guter Anlass, um zu zeigen, dass es bei aller Rivalität auch ein friedliches Gegeneinander gibt – so, wie es die holländischen, italienischen, französischen und rumänischen Anhänger in Bern an der Euro 2008 eindrucksvoll vorgelebt hatten.

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 20. Mai 2009, 10:34 
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Berner Zeitung, 20.05.2009

«...weil wir die bessere Mannschaft sind»

Der 45-jährige Vladimir Petkovic spricht über den Cupfinal und den Druck, über den FC Sion und über seine Zukunft in Bern.

Bild
Zuversichtlich: Vladimir Petkovic

Warum gewinnt YB den Cupfinal?
Vladimir Petkovic: Weil wir zuletzt gut gearbeitet haben. Wir sind bereit und glauben an uns. Und wir wollen eine gute Saison mit dem Cupsieg krönen.

Ist der Cupfinal das bisher grösste und wichtigste Spiel für Sie?
(überlegt lange): Ja. Ja und nein. Es ist von der Wichtigkeit her mit Sicherheit das bedeutendste Spiel, das ist keine Frage. Aber ich bestritt auch bei Agno und Bellinzona und bereits bei YB Partien, in denen es um viel ging.

Mit Bellinzona verloren Sie vor einem Jahr den Cupfinal in Basel gegen den FC Basel 1:4.
Damals war alles viel kleiner für uns, viel lockerer auch und gemütlicher. Der Medienrummel ist diesmal mit YB viel grösser, der Druck, die Erwartungen, alles ist in Bern viel, viel höher. Und damals hatten wir ja noch zwei Strassen offen, wir kämpften auch um den Aufstieg

...YB kann ja auch noch Meister werden...
(lacht)ja, ja, okay, stimmt, rein theoretisch ist das noch möglich. Doch damit befassen wir uns ab Donnerstag wieder. Was ich sagen wollte: In Bellinzona war der Cupfinal eine schöne Zugabe, mehr nicht. Wichtig war für uns der Aufstieg, den wir dann auch realisierten. Diesmal ist der Cupfinal mit YB vermutlich der Höhepunkt der Saison.

Ist der Druck auf YB ein Problem für Ihre Arbeit?
Auch diese Frage möchte ich differenziert beantworten. Mit Bellinzona waren wir gegen Basel der krasse Aussenseiter, jetzt sind wir mit YB Favorit. Ist das besser oder schlechter? Ich bin eigentlich lieber Favorit, denn so sind die Chancen sicher höher, zu gewinnen. Der Druck kann jedoch zu einem Problem werden. Vor allem wenn man immer wieder hört, wie wichtig ein Titel für YB und die Stadt Bern ist.

Glauben Sie, auch die ausländischen Spieler bei den Young Boys lassen sich davon beeinflussen?
Selbstverständlich bekommen alle bei uns mit, dass YB seit 22 Jahren keinen Titel gewonnen hat. Es gibt ja in dieser Stadt derzeit fast nur dieses Thema. Der Cupfinal ist überall. Das war bis am Wochenende ein Problem, vor allem für mich, weil wir in der Liga viele Partien austrugen und die Spannung hochhalten mussten. Deshalb bin ich froh, siegten wir am Samstag in Aarau 1:0. Seit Montag gilt die Konzentration nur dem Cupfinal.

Und was sind Ihre Erkenntnisse über den FC Sion?
Der FC Sion ist eine gute Truppe mit vielen talentierten Spielern. Das Team ist vielleicht nicht optimal zusammengestellt, aber das spielt in einem Cupfinal keine Rolle. Es sind am Mittwoch nur 90, vielleicht 120 Minuten plus eventuell ein Penaltyschiessen. Da kann man Defizite viel besser kaschieren. Und Sion hat herausragende Einzelspieler wie Monterrubio und Obradovic, die den Unterschied ausmachen können. Insbesondere in einer einzelnen Partie.

YB hat in der Super League in 34 Spielen 34 Punkte mehr geholt als Sion.
Und was bringt uns das am Mittwoch? Wir sind sicher das stärkere Team, doch wir müssen aufpassen und dürfen Sion nicht in?Fahrt kommen lassen. Das ist eine Stimmungsmannschaft und ein echtes Cupteam. Uns ist aufgefallen, dass der FC Sion im Cup ganz anders auftritt, viel konzentrierter und aggressiver. Wir müssen vorbereitet sein auf eine harte Gangart des Gegners. Sion spielte auch am letzten Mittwoch bei der 1:2-Niederlage in Bern gegen uns enorm physisch. Da muss jeder von uns dagegenhalten. Und zwar von der ersten Minute an.

Sion ist seit Montag im Trainingslager in Oberhofen, YB ging erst gestern ins Hotel Bern in die Innenstadt. Warum haben Sie wenig an den Abläufen in der Vorbereitung geändert?
Es ist für die Spieler so oder so bereits eine extreme Situation. Der Cup ist wie bereits besprochen überall das Thema Nummer eins. Es war mir ein Anliegen, den Rummel so stark wie möglich von den Akteuren fernzuhalten. Sie sollen sich wohl und gut und sicher fühlen, wenig soll für sie anders sein als sonst. Wir bereiten uns jetzt wie auf ein Auswärtsspiel vor, mit einer Nacht im Hotel. Der einzige Unterschied ist, dass wir halt im Hotel Bern und nicht in einer fremden Stadt übernachten.

Wie fit ist das Team denn nach zehn Spielen in knapp sechs Wochen?
Wir sind bereit. Aber dieses Programm ging natürlich an die Substanz. Ich finde es schade und ziemlich daneben, wie der Terminplan in der Schweiz erstellt worden ist. Es kann doch nicht sein, dass in den entscheidenden Wochen alle drei, vier Tage eine Begegnung absolviert werden muss. Das ist verrückt! Man arbeitet zehn Monate seriös und wird dann während acht Wochen derart unter Druck gesetzt und gestresst. Das ist in meinen Augen unprofessionell. Aber es ist ja für den FC?Sion nicht anders. Auch er hatte zuletzt einige Mühe in der Meisterschaft. Das ist sicher kein Zufall.

Der Cupfinal findet unter der Woche an einem Abend statt...
...das ist nicht schlimm, auch wenn es in der Schweiz Tradition hat, den Cupfinal am Pfingstmontag oder am Ostermontag auszutragen. YB - Sion gibt mit den vielen Fans und der besonderen Affiche so oder so ein besonderes Fussballfest.

Halten Sie im Final am spektakulären, teilweise aber auch fehleranfälligen 3-4-3-System fest?
Wir werden sehen (schmunzelt). Man muss als Trainer immer Überraschungen bereithalten. Die Mannschaft beherrscht das System aber mittlerweile gut, wir sind flexibel und schwierig auszurechnen. Das ist gut so. Sion wird vermutlich sein Glück auch in der Offensive suchen, es könnte sich ein attraktiver Match entwickeln. Wir sind aber daran, ein zweites System bald ähnlich gut einsetzen zu können. Das kann in Zukunft nur von Vorteil sein.

Seydou Doumbia ist Torschützenleader in der Super League und der vermutlich auffälligste YB-Einzelspieler. Aber er dürfte gegen Sion nur auf der Bank sitzen. Können Sie sich diesen Luxus überhaupt leisten?
Man kann auch diese Sache von zwei Seiten betrachten. Doumbia ist ein exzellenter Spieler, der seinen Weg macht und weiter machen wird. Aber wir haben viele gute Stürmer. Und Doumbia ist einer, den man bedenkenlos jederzeit einwechseln kann. Er benötigt kaum Zeit, um Entscheidendes zu leisten und ein Tor zu schiessen. Das kann für uns ein Vorteil sein. Es ist doch schön, haben wir so viele personelle Möglichkeiten.

YB hat in der Vergangenheit oft wichtige Partien verloren...
...das hört und liest man immer wieder. Aber wenn man Vizemeister wird, wie YB letzte Saison, oder einen Cupfinal erreicht, dann hat man auch entscheidende Spiele gewonnen. Manchmal fehlt die absolute Siegermentalität, das hat man in diesem Frühling gesehen. Ein Fussballteam zu führen ist ja immer auch ein Prozess, und im Sommer werden neue Spieler kommen, die uns hoffentlich weiterhelfen. Wir müssen dabei geschickt vorgehen. Denn unser Team besitzt eine gute Zukunft, es ist relativ jung, die Altersstruktur stimmt. Wir werden weiter Fortschritte erzielen.

In Ihrem ersten Interview mit dieser Zeitung sagten Sie im August 2008, Ihr Ziel sei es, mit YB Meister zu werden.
Daran hat sich nichts geändert. Immerhin besitzen wir in dieser Saison auch zwei Runden vor Schluss noch kleine Titelchancen (lacht). Das ist nach dem Fehlstart gar nicht so schlecht. Und: Wir haben 20 Punkte mehr als GC auf Rang vier. Das spricht für eine gewisse Klasse.

Denken Sie oft an verlorene Zähler, zum Beispiel gegen Vaduz? YB hat sieben Punkte gegen den Absteiger verspielt.
Ja, das schmerzt. Ich war beim ersten 0:0 gegen Vaduz noch nicht YB-Trainer. Aber wenn man möchte, könnte man schon sagen, dass wir gegen Vaduz viel verspielt haben. Es wäre mehr möglich gewesen in der Meisterschaft, keine Frage. Doch Dritter und Cupsieger ist besser, als Zweiter zu werden.

Und Ihre Zukunft sehen Sie langfristig in Bern?
Ich bin ein Trainer, der immer das Optimum will. Das war in Agno so, das war in Bellinzona so, das war und ist in Bern so, das wird später irgendwo anders auch so sein. Derzeit zählt für mich nur YB, ich habe einen Vertrag ohne Ausstiegsklausel bis 2010 mit einer Option auf eine weitere Saison. Die Aussichten sind spannend. Ich nehme stets Tag für Tag und versuche, das Team in jedem Training zu fördern und zu unterstützen. Wir sind auf einem guten Weg. Und: Der Cupfinal ist sehr entscheidend. Die Fans stehen hinter uns, ein Sieg würde die Euphorie noch steigern. Verlieren wir aber, beginnt das grosse Zweifeln an YB wieder von vorne. Das werden wir verhindern, weil wir die bessere Mannschaft sind.

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 20. Mai 2009, 10:49 
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YB - Sion

-------------------Wölfli-------------------

Portillo------------Ghezal-----------Affolter

Schwegler---Yapi---Hochstrasser---Raimondi

Varela-----------Häberli----------Reegazzoni

YB - Sion 3 : 1

YB: Häberli, Rega, Doumbia
Sion: Monterrubio

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 20. Mai 2009, 12:55 
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20min.ch, 20.05.2009

«Lasst YB doch mit 2:0-Vorsprung beginnen»

Sion-Boss Christian Constantin kann es nicht lassen. Weil seine Schimpftirade gegen Cupfinal-Schiedsrichter Circhetta beim Verband kein Gehör fand, fährt der Zampano nun schärferes Geschütz auf. Er lehnt den Schiedsrichter ab und hat noch einen weiteren Vorschlag.

In der vergangenen Woche holte Sion- Präsident Christian Constantin zum allgemeinen Rundumschlag aus und wetterte scharf gegen den Verband und seine Entscheidungen. Der Ball in YB-Farben sei eine Provokation, die Ansetzung an einem Mittwoch sei feindlich gegenüber den Fans aus dem Wallis - und vor allem Schiedsrichter Claudio Circhetta geriet in die Schusslinie, denn die Statistik des Basler Unparteiischen gegen Sion (20 Minuten Online berichtete) macht dem Walliser Boss sorgen.

Schiedsrichter Circhetta abgelehnt

Weil seitens Verband nicht die gewünschte Reaktion kam, lehnt Constantin nun die Schiedsrichteransetzung komplett ab. «Ich muss doch die Interessen meines Vereines wahren. Die unvorstellbare Statistik gegen uns ist doch keine Interpretation, sondern ein klarer Fakt. Wenn wir nun eine Erklärung einfordern und diese abgelehnt wird, bleibt mir doch keine andere Wahl, als diesen Schiedsrichter abzulehnen.»

Ein entsprechendes Dokument wurde am späten Dienstag beim Fussballverband eingereicht. Und CC erklärt auch seine weiteren Schritte: «Wir halten uns die Option offen, einen Protest zu deponieren. Die andere Lösung wäre einfacher: Warum nicht einfach den Young Boys schon beim Anstoss einen Zwei-Tore-Vorsprung geben?»

«Keine Zeitungen lesen»

Auf solche Spielereien lässt sich der Schweizer Fussball Verband nicht ein. Schiedsrichter-Boss Urs Meier sagt zu 20 Minuten Online: «In der Schweiz ist der Cupfinal das Spiel des Jahres. Und hier steht der Schiedsrichter sowieso schon unter enormem Druck. Was Christian Constantin unternimmt, erhöht den Druck auf den Schiedsrichter nur weiter.»

Und Meier hat seinen Schützling hierauf schon vorbereitet. «Wir haben Claudio empfohlen, dass er keine Zeitungen liest und sich komplett andere Gedanken macht. Dies ist eine ähnliche Massnahme wie vor wichtigen internationalen Spielen. So jedenfalls wird er auch für dieses Spiel frisch und unvoreingenommen ans Werk gehen.»

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 20. Mai 2009, 12:58 
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YB: Geheimtraining vor Cupfinal

Nur noch wenige Stunden bis zum Cupfinal. Die Young Boys trainierten am Morgen unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

YB absolviert heute morgen im Stade de Suisse Wankdorf ein letztes Training vor dem Cupfinal gegen Sion (Spielbeginn 20.30 Uhr).

Trainer Vladimir Petkovic lässt unter Ausschluss der Öffentlichkeit trainieren. Klar, dass die definitive Mannschaftsaufstellung erst am Abend bekannt sein wird. Gut möglich aber, dass in der Offensive Varela, Schneuwly und Regazzoni auflaufen werden.

Sion absolvierte in Lerchenfeld noch ein einstündiges Training auf Kunstrasen. Auch hier sind die Fans unerwünscht. Offen ist auch bei den Wallisern, welche 18 Spieler am Abend aufs Matchblatt kommen.

Nicht dabei sein werden Dominquez, Brellier und Stürmer Saborio (im BLICK) – und auch der dritte Torhüter Basile Couchepin wird es nur auf die Tribüne schaffen.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen gibt es eine Siesta auf den Hotelzimmern. Um 16.30 ist Kaffee und Kuchen angesagt. Anschliessend bittet Trainer Didier Tholot zum Theorieunterricht. Abfahrt ins Stadion ist um 18.45 Uhr. (Micha Zbinden/Alain Kunz)

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 20. Mai 2009, 13:06 
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Sion-Monterrubio: Krach mit Constantin

SION - Ob ehemaliger Weltstar oder eigener Junior - beim FC Sion muss jeder mal untendurch. Auch Olivier Monterrubio. Er reagierte mit Kritik an CC. Ein Frevel?

Bild
Olivier Monterrubio zeigt stolz seine Tattoos.

BLICK: Olivier, was haben Sie vor dem Einrücken ins Trainingslager vom Cup-Mythos des FC Sion mitbekommen?

Olivier Monterrubio: Seit dem Halbfinal in Luzern sprechen die Leute nur noch vom Final. Ich frage mich, ob die überhaupt wissen, dass noch Meisterschaft gespielt wird.

Und Sie?
Nun, ich ziehe es vor, YB den Pokal wegzuschnappen statt in der Meisterschaft in deren Stadion zu gewinnen. Denn die Saison können wir mit den letzten beiden Spielen noch retten. Aber dieser Pokal, dieser unglaublich emotionale Moment des Schlusspfiffs, wenn du vorne liegst, der ist einmalig. Wir haben in gut einer Woche die Chance, eine katastrophale Saison zu einer wunderbaren zu machen.

Und Sie würden als Captain den Pokal als Erster in die Höhe halten dürfen. Haben Sie das schon erlebt?

Nein. Ich war noch nie Captain. Aber zuerst muss mich der Trainer aufstellen. Das war ja auch nicht immer der Fall in Sion. Und dann muss ich noch die Binde umgehängt bekommen.

Sie haben den Cup mit Nantes zweimal gewonnen. Was sind die Unterschiede?

Sie sind klein. Frankreich ist halt grösser, die Medienpräsenz auch. Aber in den Zeitungen stand nicht mehr drin als hier.

Haben Sie in Ihrer Karriere so etwas Verrücktes wie in Sion jemals erlebt?

Letzte Saison hatte ich in Lens auch drei Trainer: Guy Roux, Jean-Pierre Papin und Daniel Leclercq. Und auch in dieser Saison gabs am Jahresende einen Final. Es war also in etwa dasselbe.

Aber doch nur in etwa. Einen Präsidenten, der sich so aktiv einmischt, das muss auch für Sie Neuland sein.

Er ist halt so, wie er ist. Ich habe einmal gesagt, was ich davon halte. Ich werde nicht darauf zurückkommen. Nicht, weil ich bereue, was ich gesagt habe, sondern weil das abgeschlossen ist für mich. (vgl. Textbox unten)

Haben Sie nie die Lust an Ihrem Job verloren?

Nein. Fussball ist nicht nur mein Job, sondern auch meine Leidenschaft.

Unlängst haben Sie aber von enttäuschten Erwartungen gesprochen.

Das stimmt. Aber das bezog sich rein aufs Sportliche. Ich war davon ausgegangen, um den Uefacup zu spielen und nicht um den Abstieg.

Bereuen Sie es, nach Sion gekommen zu sein?

Absolut nicht. Ich bereue keinen meiner Schritte. Ich habe hier eine andere Mentalität kennen gelernt, andere Leute. Mir gefällt es im Wallis, meiner Familie auch.

Ihr Vertrag läuft noch eine Saison. Werden Sie ihn respektieren?

On verra. Damit beschäftige ich mich unmittelbar vor solch einem wichtigen Spiel nicht.

Ist das eigentlich ein Playoff-Bart?

Nein. Ich habe einfach beschlossen, mich bis Ende Saison nicht mehr zu rasieren. Nicht aus Aberglaube, einfach so.

Sind Sie ein Tattoo-Fetischist?

Nein, aber Tattoos waren immer eine Art Passion für mich. Aber keines meiner Tattoos ist nur einfach so auf meine Haut gekommen. Sie haben alle ihre Bedeutung. Auf den Armen stehen die Namen meiner Kinder Paolo und Paloma. Meine Grosseltern habe ich in einem Stern verewigt. Der Löwe auf meinem Rücken ist mein Sternzeichen, und die Achtzehn meine Rückennummer, die ich als Profi immer trug. Bis ich nach Sion kam. Da hatte sie schon der Goalie.


Monterrubios Krach mit mit CC

Im «Le Matin» hat Monterrubio auf die Frage, ob er jemals einen Präsidenten wie Christian Constantin erlebt habe, geantwortet: «Das habe ich noch nie erlebt. Ich hatte in Lens einen grossen Präsidenten namens Gervais Martel. Er respektierte die Menschen. Das ist wie Tag und Nacht. Man lehrt die Leute weder schwimmen noch atmen, indem man ihnen den Kopf unter Wasser drückt. Auch Martel hat uns manchmal eingeteilt – aber mit einer gewissen Eleganz. Nein, hier sind die Grenzen bisweilen überschritten worden.» Dicker Tobak!

Und wie reagierte CC? Statt seinen Captain abzumahnen, zu büssen oder zu suspendieren, sagte er: «Olivier hat mir nur einen Gefallen erwiesen; denn mit diesen Aussagen hat er sich selbst in die Ecke gedrängt, sich selbst einen gewaltigen Druck auferlegt. Und er hat reagiert, wieder Tore geschossen und besser gespielt als vor dem Interview.»

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 20. Mai 2009, 13:26 
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