 |
 |
Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
|
| Autor |
Nachricht |
|
shalako
|
Verfasst: Donnerstag 5. Februar 2009, 12:34 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
|
Berner Zeitung, 05.02.2009
YB vor Saisonstart - Interview mit allen Spielern
20 Spieler, 20 Kurzinterviews: Die YB-Profis bieten vor dem Wiederbeginn am Samstag zu Hause gegen Basel (17.45 Uhr) spezielle Einblicke. Im Team scheint der Hunger gross, für YB den ersten Titel nach über 20 Jahren zu gewinnen.
Im Trainingslager im südspanischen Estepona standen die YB-Spieler in der letzten Woche Rede und Antwort.
Torhüter
Marco Wölfli (Alter: 26)
Wie lange bleiben Sie YB noch erhalten?
Es gab Kontakte mit Vereinen im Ausland. Wenn ich gewollt hätte, hätte ich gehen oder bis Sommer pokern können. Aber mit der Vertragsverlängerung wollte ich auch Dankbarkeit zum Ausdruck bringen. Ich habe YB viel zu verdanken. Der Verein gab mir als jungem Goalie die Chance, dass ich spielen konnte.
Das Risiko hat sich gelohnt. Mittlerweile sind Sie Nationalgoalie.
Mir ist wichtig, dass ich mich stets weiterentwickle. Ich weiss, dass es nicht immer nur aufwärts geht. Aber man wird älter und mit jedem Spiel reifer.
Der Tipp scheint nicht gewagt zu sein, dass Sie trotz Vertragsverlängerung in absehbarer Zeit im Ausland landen werden.
Das Ausland ist ein Ziel von mir, so wie es auch die Nationalmannschaft war. Deshalb habe ich eine Ausstiegsklausel im Vertrag. Träume sind wichtig im Leben. Aber wenn ich YB verlasse, dann muss der Wechsel einen klaren Schritt nach vorn bedeuten.
Wie lebt es sich eigentlich in der Wohngemeinschaft mit Teamkollege Christian Schwegler?
Sehr gut. Aber Christian wird im März ausziehen. Wir hatten vereinbart, dass unsere WG in dieser Besetzung zeitlich begrenzt sein wird. Nach Schwegler zieht mein bester Kollege ein.
Paolo Collaviti (31)
Marco Wölfli ist bei YB der Mann der Gegenwart, Roman Bürki der Mann der Zukunft. Wie sehen Sie Ihre Rolle im Team?
Ich will die Mannschaft gut spüren und im Training Gas geben, damit Wölfli nicht nachlässt. Bei den Jungen will ich auch erzieherisch tätig sein und meine positive Art einfliessen lassen. Heutzutage werden Talente manchmal zu sehr verwöhnt. Ab und zu wäre eine härtere Hand hilfreich. Von dieser Einschätzung muss ich unsere Jungen ausklammern. Sie haben eine tadellose Einstellung, agieren auf dem Rasen frech und daneben anständig.
Was halten Sie von Wölfli?
«Wolf» hat im letzten Jahr gezeigt, dass er grosse Fortschritte erzielt hat. Er wirkt ruhig, ist aber gleichzeitig sehr präsent. Er ist auf dem direkten Weg, einer der besten Goalies des Landes zu sein.
Und Roman Bürki?
Ich habe noch nie einen Goalie aus nächster Nähe gesehen, der in seinem Alter so weit war wie Roman. Für mich steht fest: Er verkörpert nicht nur die Zukunft von YB, sondern auch jene der Schweizer Nationalmannschaft.
Man darf Sie getrost als gute Seele des Teams bezeichnen.
Das freut mich. Ich habe in meiner Karriere einiges erlebt und weiss, dass wir als Fussballer privilegiert sind. Ich schätze es sehr, dass wir unser Hobby zum Beruf machen konnten.
Roman Bürki (18)
Ihr Vater Martin war jahrelang ein herausragender Erstliga-Torhüter bei Münsingen. Nun betreut er bei YB die jüngsten Juniorengoalies. Waren Sie früher sein Kritiker, und ist er nun Ihr Förderer?
Ja. Als kleiner Junge stand ich jeweils mit der Mutter hinter dem Tor. Und zu Hause habe ich zwischendurch schon einmal gesagt, «Papi, den hättest Du aber halten müssen.» Nun gibt mir mein Vater wertvolle Tipps. In den Ferien führen wir gemeinsame Trainings durch.
Sie gelten bei YB als Goalie der Zukunft. Und einige Experten sehen Sie als künftigen Nationaltorhüter.
Das freut mich. Es wäre schön, wenn ich nach Marco Wölfli den Posten im YB-Tor übernehmen könnte. Aber das ist noch ein weiter Weg.
Wie erleben Sie Marco Wölfli?
Er ist ein ganz toller Mensch und Goalie. Es ist bei weitem nicht immer so, dass sich Stammgoalie und Ersatz gut verstehen. Bei YB gibt es diesbezüglich nicht die geringsten Probleme, weil sich Wölfli und Paolo Collaviti sehr fair verhalten. Wie Casillas und Buffon ist auch Wölfli als Nationalgoalie ein Vorbild von mir. Im Training staune ich oft und frage mich nach Paraden von ihm: Wie hat er diesen Ball bloss wieder gehalten?
Verteidiger
Christian Schwegler (24)
Die WG Schwegler/Wölfli wird es bald nicht mehr geben. Weshalb?
Der Vorgang ist völlig normal. Ich beginne mit der Berufsmatura und brauche deshalb meine eigenen vier Wände und gelegentlich meine Ruhe. Aber selbstverständlich bleibt Marco mein Freund.
Sie sind der Spieler in der Axpo Super League, der den Ball am weitesten einzuwerfen vermag. Trainieren Sie diese Spezialität?
Nein. Es ist fast wie beim Auto fahren: Wenn man es einmal im Griff hat, kann man es (lacht). In der Schweiz wissen es mittlerweile alle Teams, dass ich weit einwerfe. Dennoch entsteht immer wieder Torgefahr. Treffen wir auf europäische Gegner, muss ich manchmal schmunzeln, wenn es gelingt, einen gegnerischen Verteidiger mit einem weiten Einwurf zu überraschen.
Bei einigen Teamkollegen werden Sie bezüglich Schnelligkeit im gleichen Atemzug wie Doumbia und Varela genannt.
Ich weiss seit den Sprinttests in den letzten Jahren, dass ich zu den Schnellsten gehöre.
Saif Ghezal (27)
Welche Zwischenbilanz ziehen Sie nach einem Jahr bei YB?
Bern gefällt mir, auch wenn es für meinen Geschmack ein bisschen gar kalt ist (lacht). Aber die Leute sind sehr angenehm – so wie meine Teamkollegen.
Ihre bisherigen Leistungen dürften nicht immer Ihren Vorstellungen entsprochen haben…
Das ist richtig. Ich kam voller guter Gefühle zu YB. Aber die letzten Monate verliefen nicht nach Wunsch. Das hing auch mit familiären Problemen, auf die ich nicht näher eingehen möchte, zusammen. Bei der Problembewältigung haben mir auch die Teamkollegen sehr geholfen. Ich glaube, wir sind eine Mannschaft, bei der sich viele Freunde gefunden haben.
Sie haben mit Etoile Sportive du Sahel die afrikanische Champions League gewonnen.
Ob in Afrika oder in Europa: Wer einmal in der Champions League dabei sein durfte, ist auf den Geschmack gekommen. Es ist ein Traum von mir, mit YB die Champions-League-Qualifikation zu schaffen. Wir haben alles, um in der Schweiz Titel zu holen.
François Affolter (17)
Was sagen Ihnen die Namen Senderos und Djourou?
Als Junior habe ich mich vor allem für die Champions League und die Spiele von Arsenal interessiert. Da bekam ich natürlich mit, auf welchem Weg Senderos und Djourou bei Arsenal gelandet sind.
Nicht nur Nationalcoach Ottmar Hitzfeld scheint Ihnen eine grosse Karriere zuzutrauen.
Das freut mich. Aber ich muss Schritt für Schritt gehen. Zuerst möchte ich mit YB so viel Erfolg wie möglich, dann schaue ich weiter.
Sie wohnen in Nidau und werden im März 18-jährig. Fahren Sie bald mit dem eigenen Auto zum Training?
Ja. Ich denke, im September, Oktober sollte ich den Fahrausweis haben.
Sie schafften es bei YB innert kurzer Zeit zum Stammspieler. Waren Sie selbst überrascht, wie schnell alles ging?
Ja, damit konnte niemand rechnen. Vor den ersten zwei, drei Spielen war ich sehr nervös. Mittlerweile hat sich das aber ziemlich gelegt. Es geht von Spiel zu Spiel besser.
Miguel Portillo (26)
Als Junior spielten Sie bei den Boca Juniors in Argentinien. Man sagt, bei diesem Klub sei Diego Maradona allgegenwärtig.
Das ist so. Er spielte für die Boca Juniors, als ich im Nachwuchs war. Natürlich gehörte auch ich zu jenen, die ihn vergötterten. Maradona ist einzigartig. Er war der beste Spieler.
Nun ist er Nationalcoach.
Das hat sich abgezeichnet. Dennoch kam seine Wahl zu diesem Zeitpunkt überraschend. Die Meinungen im argentinischen Volk sind gespalten. 50 Prozent finden alles gut, was Maradona macht, 50 Prozent haben Mühe damit, dass er nun bereits Nationaltrainer ist, weil er als Coach kaum Erfahrung hat. Aber ich finde, er macht das gut. Er reist sehr viel herum und beobachtet Spiele und Spieler. Er war Weltmeister, nun hoffe ich, dass er 2010 auch als Trainer den Titel holt. Argentinien Weltmeister und YB Schweizermeister – das wäre doch etwas!
Wo spielen Sie eigentlich lieber: In der Innenabwehr oder auf der Seite?
Das ist mir egal. Der Trainer kann ruhig wünschen.
Marc Schneider (28)
Welche Vorsätze haben Sie für 2009 gefasst?
Ich möchte so viel wie möglich spielen. Aber das hängt nicht nur von mir ab.
Trifft es zu, dass Sie sich im System mit der Dreierabwehr nicht allzu wohl fühlen?
Der Trainer hat diese Philosophie. Mit der Dreierabwehr geht es schon viel besser als zu Beginn. Weil nicht viele Teams auf diese Art spielen, fehlen die Vergleichsmöglichkeiten.
Was halten Sie davon, dass zum Auftakt der zweiten Saisonhälfte wieder YB - Basel auf dem Programm steht?
Es ist nicht zu ändern. Aber wir haben uns schon Gedanken gemacht, dass Basel zum Saisonende wieder ein Heimspiel bekommen hat.
Mittelfeldspieler
Gilles Yapi (27)
Teilen Sie die Einschätzung, dass Sie bei YB auf dem Feld der Chef sind?
Ich weiss nicht. Es ist nicht wichtig, den Chef zu spielen. Zu siegen ist viel wichtiger. Wir liegen zehn Punkte hinter Zürich. Es ist noch nichts verloren. Aber wir müssen gut starten, zuerst den Rückstand auf Basel aufholen und dann Zürich angreifen.
Sie haben in der ersten Saisonhälfte 17 Meisterschaftseinsätze gehabt und damit mehr als jeder andere YB-Feldspieler.
Der Trainer ist besser geeignet als ich, die Statistik zu interpretieren. Ich habe das Glück, viel Vertrauen zu spüren und von Verletzungen verschont geblieben zu sein. Wenn man fast das Maximum der Partien bestreitet, gibt das ein gutes Gefühl. Aber das Wichtigste sind Siege, Siege und nochmals Siege.
Sie spielten bei Nantes und auch in der Nationalmannschaft. Man hört immer wieder, dass englische, deutsche und französische Klubs an Ihnen interessiert seien.
Im Moment läuft nichts in diese Richtung. Aber jeder Profi will das Beste aus seinen Möglichkeiten herausholen. Es gibt immer noch bessere Klubs und noch bessere Ligen. Aber grundsätzlich gefällt es mir bei YB sehr gut.
Xavier Hochstrasser (20)
Sie sind am gleichen Tag wie Thierry Doubai geboren. Doubai hat sich jüngst zum zweiten Mal das Kreuzband gerissen. Stehen Sie mit ihm in regelmässigem Kontakt?
Ja. Seine neuerliche Verletzung war für uns alle ein Schock. Wir haben nach der Diagnose zusammen ein Glas getrunken. Ich habe versucht, ihm zur Seite zu stehen. Dennoch ist man mit solch einer Verletzung im Prinzip ganz allein. Aber die Spieler haben versucht, seine Schmerzen ein bisschen zu lindern. Wir haben Thierry eine Playstation 3 gekauft.
Sie sind in Genf aufgewachsen. Orientierten Sie sich im Fussball eher Richtung Frankreich oder Deutschschweiz?
Ich war ein grosser Fan von Paris St-Germain, mein Bruder Steve fieberte stets mit Marseille mit. Da entstand schon ein bisschen Rivalität.
Welche Ziele haben Sie für die Rückrunde?
Ich will in jeder Woche hart arbeiten. Und als Mannschaft müssen wir versuchen, dass die Teams vor uns nervös werden. Zehn Punkte Rückstand sind aufzuholen. Das haben die letzten Jahre gezeigt.
Mario Raimondi (28)
Bisher waren Oberdiessbach, Dürrenast, Thun und YB sowie zwischendurch kurz Zürich Ihre Stationen als Fussballer. Bleiben Sie dem Bernbiet die ganze Karriere lang treu?
Irgendwann werde ich wahrscheinlich schon gehen. Aber ich schätze sehr, was ich habe. Viele Spieler sind ins Ausland gegangen, damit sie gegangen sind – und kehrten nach wenigen Monaten zurück. Das ist nicht mein Weg.
Hertha-Berlin-Trainer Lucien Favre soll auch über Sie nachgedacht haben, als er sich im Winter auf der Suche nach einem Mann fürs linke Mittelfeld befand. Das habe ich von einem Journalisten auch gehört. Das Ausland ist schon reizvoll, aber es muss alles passen.
Derzeit dürfte ein Titelgewinn mit YB im Vordergrund stehen.
Ja, unbedingt. Es war unglaublich, was nach der Finalissima und der Rückkehr aus Basel auf dem Wankdorfplatz los war. Bereits ein paar Runden vorher, als wir in Zürich gewonnen hatten, warteten viele Fans vor dem Stade de Suisse und feierten uns euphorisch. Ich glaube, wenn YB einen Titel holt, platzt die Stadt aus den Nähten.
Felix Bastians (20)
Welches war für Sie der schönste Moment der Vorrunde?
Darf ich zwei schönste Momente auswählen?
Gerne.
Das war mein Debüt gegen Xamax, bei dem ich ein Tor erzielte. Und das war der Sieg in Basel, als ich ebenfalls traf. Kulisse und Erlebnis des Sieges im St.-Jakob-Park waren ganz speziell.
Danach haben Sie allerdings nur noch sporadisch gespielt. Weshalb?
Da wäre der Trainer der richtige Ansprechpartner. Aus meiner Sicht habe ich auf der linken Seite ganz ordentlich gespielt. Die Position behagt mir halt viel besser als jene auf der rechten Seite.
Sie bringen ein kämpferisches Element in die Mannschaft, das dem Team gut zu tun scheint. Sind Sie ein englisch spielender Deutscher?
Ich bin ein emotionaler Typ und versuche, diese Eigenschaft in die Gruppe einzubringen. Das war in meiner Zeit in England so, das ist auch in der Schweiz der Fall. Die Schweizer sind gemütliche Leute, YB ist ein gemütliches Team – im positiven Sinn, natürlich.
Baykal (25)
Wo spielen Sie lieber, in der Abwehr oder im Mittelfeld?
Eigentlich sehe ich mich als Mittelfeldspieler. Aber in unserem System mit Dreierabwehr spiele ich noch lieber hinten. Dort kann man viel zur Organisation des Teams beitragen.
Ihr Vertrag läuft im Sommer aus. Wo sehen Sie Ihre berufliche Zukunft?
Ich bin in Bern aufgewachsen und würde sehr gern bei YB bleiben. Im Trainingslager wurden Gespräche geführt. Die Situation ist aber offen. Ich will jetzt nicht links oder rechts schauen, sondern für die Mannschaft Vollgas geben.
Sie waren einst im Schach Berner Juniorenmeister und wurden an den nationalen Junioren-Titelkämpfen Siebenter. Spielen Sie immer noch Schach?
Ja, sehr gern. Ab und zu schaue ich beim Schachklub Bümpliz vorbei. Als ehemaliger Klubmeister muss ich mich schon zeigen (lacht).
Stürmer
Seydou Doumbia (21)
Wer ist der schnellste YB-Spieler?
Carlos Varela ist auch schnell…
Sind Sie noch schneller?
Ich glaube schon (lacht).
Sie kamen aus Japan zu YB. Wo lebt es sich leichter?
Eindeutig in Bern. In Japan war ich auf mich allein gestellt und hatte keine Freunde. Bei YB ist das anders; es gibt zum Beispiel meine Landsleute Yapi und Doubai. Die französische Sprache ist hier weit verbreitet.
Sie haben bisher als Joker überzeugt. Jeder möchte aber mehr spielen, oder?
Natürlich. Ich erhoffe mir schon, öfter in der Startformation zu stehen. Aber der Trainer entscheidet, welche Rolle er mir geben will.
Sie haben einmal gesagt, Schlafen sei Ihr Hobby.
Erholung gehört zu unserem Beruf. Ich komme der Pflicht gern nach, oft zu schlafen.
Carlos Varela (31)
Seydou Doumbia sagt, Sie seien auch schnell. Wer ist aus Ihrer Sicht schneller?
Ich, natürlich (lacht). Zumindest sagen das die Tests so aus. Es macht mich stolz, dass ich in all den Jahren meine Schnelligkeit bewahren konnte. Ich arbeite hart an diesem Vorteil, der mir extrem hilft.
Es gibt Stimmen im YB-Umfeld, die sagen, Varela sei seit der Hochzeit am 20. Dezember nicht mehr der Gleiche.
Ich glaube, ich habe mein Temperament seit einem Jahr besser im Griff. Natürlich hat mir meine Frau geholfen, aber auch die Freunde trugen einen Teil zur Veränderung bei.
Wie oft mussten Sie bei YB Bussen bezahlen?
Sie werden staunen: nur zweimal. Und in beiden Fällen war ich hundertprozentig einverstanden mit der Strafe, weil es Aktionen waren, die dem Team geschadet hatten.
Wie viel mussten Sie bezahlen?
Nicht mehr als die anderen im Team bei einem gleichen Vergehen. Eine direkte rote Karte kostet 1000 bis 2000 Franken. Das muss teuer sein, weil man dem Team schadet.
Es gibt immer wieder Gerüchte, Sie würden den Abgang planen.
Bei Varela ist alles immer gleich ein grosses Thema. Es stimmt, dass ich nie so viele Anrufe anderer Klubs erhalten habe wie in den letzten Monaten. Ich sage dann nicht zum Voraus «nein». Ich bin 31-jährig, da ist es doch normal, dass ich mir Gedanken mache. Aber ich war einst fünf Jahre bei Servette, unterschrieb in Basel für fünf Jahre und bin nun bei YB seit 2005. Ich habe mich immer mit meinem Verein identifiziert. Daran hat sich auch bei YB nichts geändert.
Thomas Häberli (34)
Häberli hier, Häberli da, Häberli überall: Das war die letzte Saison. Wie denken Sie mit Distanz darüber?
Es war sensationell. Aber es lief nicht nur mir nach Wunsch, sondern auch der Mannschaft. Wir hatten bis zum letzten Spiel die Chance, Meister zu werden.
Züri West alias «The Häberlis» spielten zum 110. YB-Geburtstag im Stade de Suisse.
Das werde ich natürlich nie vergessen. Es war unbeschreiblich, auch wenn die Bühne nicht meine Aufgabe ist. Auf dem Rasen fühle ich mich besser.
Wie interpretieren Sie als Captain Ihre Rolle im Team?
Ich musste mich nicht gross verändern. Ich ordne fast alles dem Erfolg unter. Und ich bemühe mich, manchmal vorzugreifen, damit nichts passiert. In einem Team ist vieles eine Frage der Kommunikation. Als Captain versuche ich, Dinge abzuklären.
Sie sind seit 2000 bei YB und damit «treuester» Spieler der Liga. Wie stufen Sie das Team im Vergleich zu den Vorjahren ein?
Es ist die beste Mannschaft, seit ich bei YB bin. Dass wir jeden Gegner schlagen können, haben wir bewiesen – zum Beispiel mit dem Sieg in Basel. Aber auf Grund der Rangliste können wir uns nichts mehr erlauben.
Marco Schneuwly (23)
Sie sind in der bisherigen Saison mit sechs Toren der YB-Topskorer. Haben Sie sich eine bestimmte Marke vorgenommen?
Nein, da gibt es keine Limite. Entscheidend ist, dass ich so viel wie möglich spielen kann. Diesbezüglich war ich in der Vorrunde sehr zufrieden.
Oft lautet die Frage: Schneuwly oder Häberli.
Ja, die Situation ist speziell. «Häbi» blickt auf eine Riesensaison zurück – mit 19 Toren. Wir sind zwar Konkurrenten, aber auch gute Teamkollegen.
Sie pflegen Ihren Torjubel mit zwei ausgestreckten Fingern. Weshalb?
Das war nach dem ersten Tor ein spontaner Entscheid. Nun hat es sich so eingependelt. Meine Teamkameraden, die deswegen gelegentlich Sprüche klopfen, sollen sich nur daran gewöhnen (lacht).
Eudis (25)
Sie kamen im Sommer, durften unter Trainer Martin Andermatt spielen, fielen danach aber unter Vladimir Petkovic aus den Traktanden. Weshalb?
Im Fussball ist es so: Es gibt Leute, die Dich lieben, andere stehen nicht unbedingt auf Dich. Bei mir ist es so, dass ich nun noch härter an mir arbeiten muss, um dem Trainer zu zeigen, was ich kann.
Ihr Name taucht immer wieder unter den möglichen YB-Abgängen auf.
Es ist eine schwierige Situation. Ich weiss, dass meine Qualitäten ausreichen, um in die Mannschaft zu gehören. Aber so, wie es zuletzt gelaufen ist, kann es für mich nicht weitergehen. Ich bin bei YB, um zu spielen. Andernfalls muss man sich überlegen, was das Beste für die Zukunft ist.
Alberto Regazzoni (25)
Trainer Vladimir Petkovic schätzt Sie seit gemeinsamen Zeiten in Agno. Wie lief es damals im Tessin?
Es war eine schöne Zeit. Wir holten in Agno das Maximum aus den Möglichkeiten heraus und wurden in der Challenge League Dritter oder Vierter.
Sie spüren das Vertrauen des Trainers. Das war nicht immer der Fall…
Ich bin stolz, die schwierigen Phasen gemeistert zu haben. Im Fussball muss man sich immer wieder beweisen. Ich war Cupsieger mit Sion und stieg auf. Ich wurde Nationalspieler. Aber plötzlich war ich nur noch Ersatz. Da darf man nicht locker lassen, sondern muss weiter an sich arbeiten.
Was ist für YB in dieser Saison möglich?
Das Startspiel gegen Basel ist sehr wichtig. Aber die Meisterschaft dauert noch lange. Im Cup brauchen wir drei Siege, um für YB endlich wieder einen Titel zu holen. Die Stadt Bern, die Fans, die Spieler – alle warten auf den ersten Titel seit über 20 Jahren. Der Cup-Viertelfinal gegen GC wird ungemein wichtig.
David Degen (25)
Das letzte Jahr war nicht die Saison der Degen-Zwillinge.
Das kann man sagen. Die Saison 2007/08 kann man den Füchsen geben. Philipp und ich waren fast ständig verletzt; auch in dieser Hinsicht waren wir eineigene Zwillinge. Es kann für ihn in Liverpool und für mich in Bern nur besser werden.
Bisher sind Sie bei YB noch nicht auf Touren gekommen. Der Trainer hat gesagt, von Ihnen müsse nun mehr kommen.
Ich stelle selber hohe Ansprüche an mich, sie sind noch höher als jene des Trainers. Ich will Spiele entscheiden und mit meinen Leistungen wieder dorthin kommen, wo ich vor dem Transfer nach Mönchengladbach war. (Berner Zeitung)
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
Hauptstadt
|
Verfasst: Mittwoch 11. Februar 2009, 11:23 |
|
Registriert: Donnerstag 6. Mai 2004, 14:28 Beiträge: 6742
|
|
Stade de Suisse der Berner Young Boys
Das grösste Sitzungszimmer der Schweiz, das war gestern Abend das Stade de Suisse der Berner Young Boys. Weil neu alle 10'000 Saisonkartenbesitzer auch YB-Mitglied sind, wurde die GV draussen veranstaltet. Die Verantwortlichen konnten nicht wissen, wie viele Mitglieder tatsächlich kommen würden. Rolf Dietrich berichtet
[sfdrs]<object width="378" height="274"><param name="movie" value="http://www.sf.tv/videoplayer/embed/9751d172-c011-4901-97d3-7e9254f1f96b&live=false"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="scale" value="noscale" /><embed src="http://www.sf.tv/videoplayer/embed/9751d172-c011-4901-97d3-7e9254f1f96b&live=false" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="378" height="274" scale="noscale" allowFullScreen="true" salign="lt"></embed></object>[/sfdrs]
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Samstag 14. Februar 2009, 09:59 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
|
Berner Zeitung, 13.02.2009
Zwei Nachwuchsspieler für das erweiterte Kader
Von der YB-Partnerakademie in Abidjan hat der BSC Young Boys zwei talentierte Nachwuchsfussballer in sein erweitertes Kader berufen. Es handelt sich um Pascal Doubaï (den jüngeren Bruder von Thierry) und Youssouf "Maestro" Traoré (Elfenbeinküste), die beide im Herbst bereits eine Testphase bei YB absolviert haben. Sowohl Doubaï II als auch Traoré sollen als Perspektivspieler an die erste Mannschaft herangeführt werden. Für die definitive Abwicklung des Doubaï-Transfers sind noch administrative Details zu klären.
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Dienstag 17. Februar 2009, 10:03 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
|
Tagesanzeiger, 17.02.2009
Kann YB gar Meister werden?
Innerhalb von zwei Spieltagen haben die Young Boys vier Punkte auf Leader FC Zürich und fünf auf Meister FC Basel aufgeholt. Die Berner im Meister-Check.
Lange ist es her, seit YB den Meistertitel feiern konnte. Alexander Manziara hiess damals der Trainer, als sich die Berner mit einem 4:1 gegen Xamax am 25. Mai 1986 vorzeitig zum Champion machten.
23 Jahre später lässt YB seine Fans nun wieder vom Titelgewinn träumen. Mit den Siegen gegen Basel (3:2) und Luzern (3:2) und dank dem Schwächeln der Konkurrenz hat die Mannschaft den Rückstand auf die Spitze drastisch reduziert. Der Rückstand auf Tabellenführer FC Zürich schmolz von zehn auf sechs Punkte und Meister Basel hat nur noch einen Zähler Vorsprung auf die Young Boys.
Die Frage ist nun: Kann YB Meister werden. Tagesanzeiger.ch/Newsnetz macht den Meister-Check, überprüft die zehn wichtigsten Faktoren.
Torhüter
Marco Wölfli hat in den letzten Monaten grosse Fortschritte gemacht. Der 26-Jährige macht kaum mehr Fehler. Seine Strafraumbeherrschung ist bemerkenswert. Es ist nur verständlich, dass ihn Ottmar Hitzfeld zur Nummer 2 in der Nationalmannschaft gemacht hat. Defensive
In den beiden Spielen in diesem Jahr kassierten die Berner bereits vier Treffer. Die Dreierkette mit Miguel Portillo, Saif Ghezal und dem erst 17-jährigen François Affolter sah dabei nicht sattelfest aus. In 20 Spielen kassierte YB 25 Tore. Das ist sogar noch ein Gegentreffer mehr als der FCB, der auch mit Abwehrproblemen kämpft. Für ein Team das Meister werden will, ist das eigentlich zu viel. Offensive
YB hat nur einen Treffer weniger geschossen als der FC Zürich. Dank seinem überragenden Angriff konnte sich das Team der Stunde zuletzt zweimal zwei Gegentore leisten. Im Angriff kann Vladimir Petkovic aus dem Vollen schöpfen. Weil er ausreichend Alternativen hat, kann er auf Formschwankungen reagieren. Trifft Marco Schneuwly nicht, schiesst Thomas Häberli die Tore. Können Carlos Varela oder Alberto Regazzoni die gegnerischen Verteidiger nicht ausspielen, stehen Seydou Doumbia oder David Degen bereit. Trainer
Als Vladimir Petkovic die Mannschaft nach der Entlassung von Martin Andermatt übernahm, hatte YB bereits neun Punkte Rückstand auf die Tabellenspitze. Unter dem kroatisch-schweizerischen Doppelbürger, der letzte Saison Bellinzona in die Super League und in den Cupfinal geführt hatte, eroberten die Young Boys in 15 Spielen 34 Punkte. Das macht im Schnitt 2,27 Zähler pro Match. Somit hat der 45-Jährige die bessere Bilanz als seine Konkurrenten, FCZ-Trainer Bernard Challandes (2,2 Punkte pro Spiel) und Basels Christian Gross (1,95). Kader
Wie bereits erwähnt hat Petkovic im Angriff eine grosse Auswahl. Jede Position ist doppelt besetzt. Ausserdem haben bereits 14 verschiedenen Spieler Tore für YB geschossen. In der Defensive wurde nun letzte Woche mit der Verpflichtung des Brasilianers Augusto und des Argentiniers Guillermo Pereyra das Kader zumindest quantitativ ausgebaut. Heimstärke
Trotz Kunstrasen-Vorteil hinkt YB im Stade de Suisse der Konkurrenz hinterher. In zehn Heimspielen holten die Gelb-Schwarzen nur 18 Punkte. Damit belegt YB in der Heim-Rangliste nur den vierten Platz. Zum Vergleich: Der FCZ sicherte sich daheim 25 Punkte, Basel 23. Auswärtsstärke
Mit ihren schnellen Leuten sind die Berner auswärts, wo sie das Spiel meistens nicht selbst bestimmen müssen, besonders gefährlich. Auf fremden Plätzen holte das Petkovic-Team gar mehr Punkte (20) als vor den eigenen Fans. Auswärts sind die Young Boys vor dem FCZ (19 Punkte) die Nummer 1 der Super League. Big Games
Das Auftaktspiel zur Rückrunde hat es bewiesen: YB kann auch die Partien gegen direkte Konkurrenten gewinnen – mit 3:2 wurde Meister FC Basel geschlagen. Unter Petkovic ist YB in den grossen Spielen gegen den FCB und den FCZ noch ungeschlagen. In der letzten Saison hatten die Berner im entscheidenden Moment noch versagt und die «Finalissima» in Basel verloren. Schiedsrichter
In einem Kampf um den Meistertitel können Schiedsrichter-Entscheide und die Fähigkeit mit ihnen umzugehen eine entscheidende Rolle spielen. In den ersten beiden Spielen konnte sich YB zumindest nicht über die Unparteiischen beklagen. Gegen Basel blieb ein Zupfer im Strafraum von Miguel Portillo an Marco Streller ungeahndet. Und in Luzern durften sich die Gäste nach einem Duell zwischen Roland Schwegler und Xavier Hochstrasser über einen grosszügigen Penalty, der die Wende einleitete, freuen. Management
Im Sommer hat die YB-Führung den Mut für eine unpopuläre, frühe Trainer-Entlassung aufgebracht. Damals brachte das viel Kritik ein, heute nicht mehr. Auch, dass man den Abgang von Hakan Yakin nicht kompensierte, stellte es sich im Nachhinein nicht als Fehler heraus. Im Winter hat das Management seinen Job gemacht und mit Augusto und Pereyra Verstärkungen verpflichtet. Ob Präsident Thomas Grimm, Stadion-Boss Stefan Niedermaier und Sportchef Alain Baumann ihrer Aufgabe gewachsen sind, wenn es hart auf hart geht, wird sich erst weisen. Bei der Andermatt-Entlassung und den Entgleisungen von Carlos Varela (Angriff auf David Degen) fehlte eine überzeugende Kommunikation. Verdikt
Acht von zehn Kategorien hat YB im Meister-Check erfüllt. Die Berner Fans dürfen vom Titel träumen. Die Gegner in Zürich und Basel müssen sich warm anziehen.
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Dienstag 17. Februar 2009, 10:18 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
|
Blick, 17.02.2009
Kubi: «YB wird dem FCZ nicht gefährlich»
«Dass Vladimir Petkovic mit den Young Boys solchen Erfolg hat, erstaunt mich überhaupt nicht», schreibt BLICK-Kolumnist Kubilay Türkyilmaz.
«Bereits bei Malcantone Agno und Bellinzona hat Petkovic unglaubliche Arbeit abgeliefert. So gibt es für die YB-Bosse um Stefan Niedermaier nur eines: Sie müssen Petkovic und seinen Ideen bedingungslos folgen. Ich nenne die Gründe dafür.
Erstens: Es gibt keinen zweiten Trainer, der das Spiel so gut lesen kann. In den letzten zwei Spielen – sowohl beim 3:2 gegen Basel wie auch beim 3:2-Sieg in Luzern – hat er mit Häberli respektive Doumbia den Sieg eingewechselt. Das ist kein Zufall. Er sieht solche Dinge einfach. Eine Gabe, die nicht viele haben.
Zweitens: Es ist unfassbar, wie er aus jungen Spielern hundert Prozent oder sogar noch ein bisschen mehr rauskitzeln kann. Zum Beispiel Cristian Ianu, den er bei Bellinzona zu einem Top-Stürmer gemacht hat, wovon Aarau heute profitiert. Oder Christian Pouga, den Bellinzona vor einem Jahr für eine Million Franken zum FC Sevilla verkaufen konnte.
Nur hat Bellinzonas Manager Gianluca Di Gennaro den Fehler gemacht, nicht auf Petkovic hören zu wollen. Die beiden waren selten einer Meinung. Dann ist es mit Petkovic schwierig, die Trennung war unausweichlich. Darum auch der Rat an die YB-Bosse, Petkovic zu vertrauen und seine Wünsche möglichst zu erfüllen.
Bei YB merkt man zudem, dass Feuer in der Truppe ist. Der Vorfall zwischen Degen und Varela zeigte das. Wenn eine Truppe intakt ist, steckst du so etwas weg. Man sieht, dass Leben in der Gruppe ist.
Obwohl YB nur noch fünf Punkte hinter Zürich liegt, glaube ich nicht, dass die Berner dem FCZ gefährlich werden können.
Dafür haben die FCZ-Spieler trotz der ersten zwei Unentschieden gegen GC und Bellinzona zu viel Hunger. Einen Hunger, den die Spieler des FC Basel nicht mehr verspüren. Deswegen hoffe ich, dass Petkovic mit YB Zweiter wird.»
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Samstag 21. Februar 2009, 14:22 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
|
BAZ, 21.02.2009
Kann YB gar Meister werden?
Innerhalb von zwei Spieltagen haben die Young Boys vier Punkte auf Leader FC Zürich und fünf auf Meister FC Basel aufgeholt. Die Berner im Meister-Check.
Lange ist es her, seit YB den Meistertitel feiern konnte. Alexander Manziara hiess damals der Trainer, als sich die Berner mit einem 4:1 gegen Xamax am 25. Mai 1986 vorzeitig zum Champion machten.
23 Jahre später lässt YB seine Fans nun wieder vom Titelgewinn träumen. Mit den Siegen gegen Basel (3:2) und Luzern (3:2) und dank dem Schwächeln der Konkurrenz hat die Mannschaft den Rückstand auf die Spitze drastisch reduziert. Der Rückstand auf Tabellenführer FC Zürich schmolz von zehn auf sechs Punkte und Meister Basel hat nur noch einen Zähler Vorsprung auf die Young Boys.
Die Frage ist nun: Kann YB Meister werden. bazonline.ch/Newsnetz macht den Meister-Check, überprüft die zehn wichtigsten Faktoren.
Torhüter
Marco Wölfli hat in den letzten Monaten grosse Fortschritte gemacht. Der 26-Jährige macht kaum mehr Fehler. Seine Strafraumbeherrschung ist bemerkenswert. Es ist nur verständlich, dass ihn Ottmar Hitzfeld zur Nummer 2 in der Nationalmannschaft gemacht hat. Defensive
In den beiden Spielen in diesem Jahr kassierten die Berner bereits vier Treffer. Die Dreierkette mit Miguel Portillo, Saif Ghezal und dem erst 17-jährigen François Affolter sah dabei nicht sattelfest aus. In 20 Spielen kassierte YB 25 Tore. Das ist sogar noch ein Gegentreffer mehr als der FCB, der auch mit Abwehrproblemen kämpft. Für ein Team das Meister werden will, ist das eigentlich zu viel. Offensive
YB hat nur einen Treffer weniger geschossen als der FC Zürich. Dank seinem überragenden Angriff konnte sich das Team der Stunde zuletzt zweimal zwei Gegentore leisten. Im Angriff kann Vladimir Petkovic aus dem Vollen schöpfen. Weil er ausreichend Alternativen hat, kann er auf Formschwankungen reagieren. Trifft Marco Schneuwly nicht, schiesst Thomas Häberli die Tore. Können Carlos Varela oder Alberto Regazzoni die gegnerischen Verteidiger nicht ausspielen, stehen Seydou Doumbia oder David Degen bereit. Trainer
Als Vladimir Petkovic die Mannschaft nach der Entlassung von Martin Andermatt übernahm, hatte YB bereits neun Punkte Rückstand auf die Tabellenspitze. Unter dem kroatisch-schweizerischen Doppelbürger, der letzte Saison Bellinzona in die Super League und in den Cupfinal geführt hatte, eroberten die Young Boys in 15 Spielen 34 Punkte. Das macht im Schnitt 2,27 Zähler pro Match. Somit hat der 45-Jährige die bessere Bilanz als seine Konkurrenten, FCZ-Trainer Bernard Challandes (2,2 Punkte pro Spiel) und Basels Christian Gross (1,95). Kader
Wie bereits erwähnt hat Petkovic im Angriff eine grosse Auswahl. Jede Position ist doppelt besetzt. Ausserdem haben bereits 14 verschiedenen Spieler Tore für YB geschossen. In der Defensive wurde nun letzte Woche mit der Verpflichtung des Brasilianers Augusto und des Argentiniers Guillermo Pereyra das Kader zumindest quantitativ ausgebaut. Heimstärke
Trotz Kunstrasen-Vorteil hinkt YB im Stade de Suisse der Konkurrenz hinterher. In zehn Heimspielen holten die Gelb-Schwarzen nur 18 Punkte. Damit belegt YB in der Heim-Rangliste nur den vierten Platz. Zum Vergleich: Der FCZ sicherte sich daheim 25 Punkte, Basel 23. Auswärtsstärke
Mit ihren schnellen Leuten sind die Berner auswärts, wo sie das Spiel meistens nicht selbst bestimmen müssen, besonders gefährlich. Auf fremden Plätzen holte das Petkovic-Team gar mehr Punkte (20) als vor den eigenen Fans. Auswärts sind die Young Boys vor dem FCZ (19 Punkte) die Nummer 1 der Super League. Big Games
Das Auftaktspiel zur Rückrunde hat es bewiesen: YB kann auch die Partien gegen direkte Konkurrenten gewinnen – mit 3:2 wurde Meister FC Basel geschlagen. Unter Petkovic ist YB in den grossen Spielen gegen den FCB und den FCZ noch ungeschlagen. In der letzten Saison hatten die Berner im entscheidenden Moment noch versagt und die «Finalissima» in Basel verloren. Schiedsrichter
In einem Kampf um den Meistertitel können Schiedsrichter-Entscheide und die Fähigkeit mit ihnen umzugehen eine entscheidende Rolle spielen. In den ersten beiden Spielen konnte sich YB zumindest nicht über die Unparteiischen beklagen. Gegen Basel blieb ein Zupfer im Strafraum von Miguel Portillo an Marco Streller ungeahndet. Und in Luzern durften sich die Gäste nach einem Duell zwischen Roland Schwegler und Xavier Hochstrasser über einen grosszügigen Penalty, der die Wende einleitete, freuen. Management
Im Sommer hat die YB-Führung den Mut für eine unpopuläre, frühe Trainer-Entlassung aufgebracht. Damals brachte das viel Kritik ein, heute nicht mehr. Auch, dass man den Abgang von Hakan Yakin nicht kompensierte, stellte es sich im Nachhinein nicht als Fehler heraus. Im Winter hat das Management seinen Job gemacht und mit Augusto und Pereyra Verstärkungen verpflichtet. Ob Präsident Thomas Grimm, Stadion-Boss Stefan Niedermaier und Sportchef Alain Baumann ihrer Aufgabe gewachsen sind, wenn es hart auf hart geht, wird sich erst weisen. Bei der Andermatt-Entlassung und den Entgleisungen von Carlos Varela (Angriff auf David Degen) fehlte eine überzeugende Kommunikation. Verdikt
Acht von zehn Kategorien hat YB im Meister-Check erfüllt. Die Berner Fans dürfen vom Titel träumen. Die Gegner in Zürich und Basel müssen sich warm anziehen. (bazonline.ch/Newsnetz)
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Dienstag 24. Februar 2009, 14:15 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
|
sfdrs.ch, 24.02.2009
YB mausert sich zum Meisterschaftsfavoriten
Wer hätte vor dem Rückrundenstart gedacht, dass die Young Boys in drei Runden sieben Punkte auf die Tabellenspitze gutmachen würden? Mittlerweile sind die Berner in den Augen der sport.sf.tv-Nutzer Meisterkandidat Nummer 1.
Seit Wladimir Petkovic die Fäden in Bern in der Hand hält, geht es mit Gelb-Schwarz aufwärts. Nach einem schwachen Saisonstart mit acht Punkten aus den ersten acht Runden haben die Hauptstädter mächtig aufgedreht.
Seitdem haben die Young Boys 33 Punkte erobert, dahinter folgt der FC Zürich mit 28 und Basel mit 21 Punkten.
Doumbia/Schneuwly treffen am Laufmeter
Verantwortlich für den jüngsten Höhenflug sind vor allem die beiden jungen Stürmer Marco Schneuwly und Seydou Doumbia. Mit je acht Toren sind sie hinter dem FCZ-Trio Hassli/Alphonse/Abdi die treffsichersten Stürmer in der Super League. Im Fall von Doumbia beeindruckt die Tor-Quote besonders, da der 21-Jährige Ivorer meist nur als Einwechselspieler zum Einsatz kommt.
Das Glück eines Meisteranwärters
Neben dem unbeschwerten, erfolgreichen Offensivspiel, ereilte YB in den ersten beiden Rückrundenspielen gegen Basel und Luzern auch das Glück bei Schiedsrichterentscheidungen, das eines Meisterkandidaten würdig ist. Nachdem Thomas Häberli in Basel in der 88. Minute zum 3:2 getroffen hatte, übersah Schiedsrichter Bertolini grosszügig ein penaltywürdiges Foul im YB-Strafraum.
Gegen Luzern lag der letztjährige Meisterschaftszweite gar bis zur 77. Minute zurück, ehe ihm ein fragwürdiger Elfmeter und ein darauffolgender Ausraster beim Gegner das Comeback ermöglichte. Raimondi und Edeljoker Doumbia (notabene in der 90. Minute) sorgten doch noch für den erwarteten YB-Sieg.
User glauben an YB
Die Berner haben trotz oder gerade dank der knappen Siege eine Menge Selbstvertrauen getankt. Dass sie nicht (mehr) auf Schiedsrichterentscheide angewiesen sind, haben sie zuletzt beim überzeugenden 4:0-Sieg gegen Aarau bewiesen. Das widerspiegelt sich nun auch in der Meinung der sport.sf.tv-User. Obwohl YB (noch) auf Rang drei in der Tabelle liegt, glauben satte 42% der Abstimmenden an einen Meistertitel in der Hauptstadt.
Dank dem Sieg im Spitzenspiel am Sonntag glauben immerhin 33% der Fussball-Fans an den amtierenden Meister Basel. Tabellenleader FC Zürich räumt nur jeder Vierte noch Titelchancen ein. (koem)
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Dienstag 24. Februar 2009, 15:27 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
|
Blick, 24.02.2009
Black & White: YB-Dynamite!
Marco Schneuwly und Seydou Doumbia sind bei YB die Spieler der Stunde. Beim 4:0 gegen Aarau haben die beiden je ein Doppelpack gemacht. Jetzt setzen die Berner mit ihrem Supersturm Zürich und Basel unter Druck.
Im Training verwandeln sich Marco Schneuwly (23) und Seydou Doumbia (21) in Klischees aus Fleisch und Blut. Der Schweizer Schneuwly kämpft ehrgeizig und bissig um jeden Ball. Er sagt nicht viel, setzt sich ein und ist konzentriert. Sein Sturmpartner Doumbia von der Elfenbeinküste trickst hier, trickst da, lacht, schreit, regt sich theatralisch über einen Fehler auf.
So unterschiedlich Schneuwly und Doumbia auf dem Platz sein mögen – eine Gemeinsamkeit haben die beiden: Sie machen Tor um Tor, ballerten YB in die Spitzengruppe der Super League.
Damit machen sie Druck auf die Titelfavoriten Zürich und Basel. Mit je acht Treffern liegen die beiden auch in der Torschützenliste direkt hinter den drei führenden FCZ-Angreifern Hassli, Alphonse und Abdi.
Schneuwly kam vor sechs Jahren über Düdingen und Fribourg zu YB. Marco ist der Mittlere der drei Schneuwly-Brüder, die alle Fussball spielen. Lukas bei Düdingen in der 1. Liga und Christian, der jüngste, ist von YB an den FC Biel ausgeliehen. Marcos bisheriger Karrierehöhepunkt war der EM-Titel mit der Schweizer U17-Nationalmannschaft 2002 in Dänemark.
Der einmalige ivorische Internationale Doumbia hat im Moment die undankbare Rolle des Jokers gefasst, ist aber die perfekte Ergänzung zu Schneuwly.
Trainer Vladimir Petkovic: «Er braucht halt nicht lange, um ins Spiel zu kommen. Aber vielleicht spielt Doumbia bald von Anfang an. Ich entscheide von Spiel zu Spiel.» Doumbia akzeptiert und kämpft weiter – neben dem Platz sind sowohl Schneuwly als auch Doumbia «einfache» Spieler, zurückhaltend und höflich. Aber auf dem Platz explodiert das YB-Powerduo.
Der lebenslustige Doumbia stammt aus der Fussball-Akademie von AS Athletic Adjamé in der Hauptstadt Abidjan, mit der YB eine Partnerschaft abgeschlossen hat. Doch im Gegensatz zum im Moment verletzten Supertalent Thierry Doubai kam Seydou Doumbia nicht direkt von Adjamé zu YB. Vor seinem Engagement in Bern spielte Doumbia zwei Jahre in Japan.
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Donnerstag 26. Februar 2009, 16:09 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
|
sport1.ch, 26.02.2009
YB erneut der Jäger
Der BSC Young Boys befindet sich in der laufenden Meisterschaft auf einem Höhenflug. In nur drei Runden der Rückrunde verkürzten die Berner den Abstand auf Leader Zürich, es trennen sie nur noch drei Punkte voneinander.
Drei Spiele, drei Siege, 10:4 Tore: Das die gelungene Rückrundenausbeute der Berner Young Boys im neuen Jahr. Nach zwei Zittersiegen gegen Basel und Luzern (jeweils 3:2) meistern die Stadtberner die Aufgabe im Heimspiel gegen den FC Aarau (4:0) mit Bravour. Mit grosser Dominanz und ohne jegliches Zittern brachten die Berner die drei Punkte in trockene Tücher.
Doumbia der Joker
Es scheint, als die Gegner grosse Probleme hätten mit dem Tempospiel der Young Boys. Allen voran der FC Aarau war mit dem offensive Powerspiel von YB völlig überfordert. Mit nur einer Torchance hatten die Aarauer keinen Stich gegen den Titelkandidaten. Wenn YB-Coach Vladimir Petkovic zusätzlich die richtige Wahl bei seinen Einwechslungen trifft, dann kriegt wohl jeder Kontrahent der Young Boys weiche Knie. Mit Seydou Doumbia haben die Berner den besten Joker der Liga. In 17 Meisterschaftspartien erzielte der Mann aus der Elfenbeinküste acht Tore und fünf Assists. Eine bemerkenswerte Ausbeute für einen Spieler der zu Spielbeginn meistens auf der Ersatzbank sitzt. In den Partien gegen Luzern und Aarau markierte Doumbia drei Treffer in der Schlussviertelstunde. Trotz der unglaublichen Trefferquote als Einwechselspieler, hofft Doumbia auf einen Stammplatz. Doch Coach Vladimir Petkovic kann keine Stammplatzgarantie geben, denn für ihn gibt es sowieso keine Ersatzspieler: "Alle Spieler im Kader sind wichtig".
Vom letzten Platz auf Rang drei
Dass sich die Young Boys so kurz nach dem Rückrundenstart im Titelkampf befinden, hätte nach dem Fehlstart in die Saison (nur ein Sieg aus fünf Spielen) und dem Absturz auf den letzten Tabellenrang zu beginn der Saison kaum mehr jemand erwartet. Als Konsequenz für den schlechten Saisonstart wurde Trainer Martin Andermatt, der letzte Saison immerhin Vizemeister mit den Gelbschwarzen wurde, entlassen. Er wurde ersetzt durch den Schweiz-Kroatischen Doppelbürger Vladimir Petkovic. Mit ihm wurde der Mannschaft ein neues Gesicht verliehen. Die Ausrichtung wurde offensiver und aggressiver. Mit 47 erzielten Treffern aus 21 Spielen hat YB die beste Offensive. Grund für die Offensivstärke ist die taktische Umstellung. Seit dem Amtsantritt von Petkovic agieren die Young Boys (fast) immer mit drei Stürmern. Dies zahlt sich auch in den Resultaten aus. Unter Petkovic verloren die Young Boys nur ein Meisterschaftsspiel, nämlich das Heimspiel datiert vom 31. August 2008 gegen die Grasshoppers (1:3). Dank fünf Siegen in Folge konnten die Gelbschwarzen auch wieder zur Tabellenspitze aufschliessen. Noch vor der Rückrunde betrug der Rückstand auf die Spitze (FC Zürich) noch zehn Punkte. Da aufgrund des immer öfteren Patzens des Leaders FCZ und des Verfolger Basel, kommen die Berner der Tabellenspitze immer näher. Nach drei gespielten Partien in der Rückrunde ist der Rückstand auf Tabellenführer Zürich auf drei Punkte geschmolzen. Geht es so weiter, kann ganz Bern vom ersten Titel seit dem Cupsieg 1987 träumen.
Benjamin Bienz
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Freitag 27. Februar 2009, 16:41 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
|
punkt.ch, 27.02.2009
YB-Power mit Six Pack
YB stürmt die Liga. In der Ära Petkovic haben die Berner annähernd 3 Tore pro Spiel erzielt. In den ersten fünf Saisonspielen unter Martin Andermatt und Erminio Piserchia reichte es hingegen nur zu einem einzigen Tor pro Spiel.
Die Offensivstärke von YB liegt nicht alleine an den Stürmern. Niemand versinnbildlicht dies besser als Mittelfeldspieler Mario Raimondi, der die YB-interne Skorerliste mit 13 Punkten (7 Tore und 6 Assists) weiterhin anführt. Trotzdem: Mit drei Stürmern in Petkovic' 3-4-3 fing YB zu zaubern an, und konnte so in vielen Spielen trotz Gegentoren gewinnen. Wie stark ist der YB-Sturm wirklich? Sechs Spieler stehen für drei Positionen zur Verfügung. sport.ch nimmt das YB-Six Pack unter die Lupe.
Das Zentrum - Mr. Hackentrick und die YB-Legende
In der Mitte ist der 23-jährige Marco Schneuwly im Moment die Nummer eins. Der Fribourger beweist, dass ambitionierte Super League Vereine mit jungen Schweizer Stürmern Erfolg haben können. Sofern man ihnen die Chance gibt, sich zu entwickeln. Schneuwly ist torgefährlich dank seinem präzisen Schuss, guten Laufwegen und einem aussergewöhnlichen Timing. Der U17-Europameister ist aber auch ein ausgeprägter Kombinationsspieler, der sich seinen Mitspielern immer wieder als Anspielstation zum Doppelpass anbietet.
Ausserdem ist Schneuwly „Mr. Hackentrick" der Liga. Bevorzugterweise lockt er mit dem Ball am Fuss die gegnerischen Verteidiger auf die Seite und lanciert per Hacke einen Flügelspieler, der dadurch freie Bahn in die Mitte hat. In 18 Einsätzen hat Schneuwly bisher 10 Skorerpunkte erzielt (davon 8 Tore). Seine internationale Tauglichkeit hat er zudem mit 3 Toren in 2 UEFA-Cup Spielen unter Beweis gestellt. Verbesserungsfähig ist sein Dribbling.
Nur Backup hinter Schneuwly im Zentrum des YB-Sturms ist der Luzerner Thomas Häberli in seiner 9. YB-Saison - und dies, nachdem er in der vergangenen Spielzeit mit 18 Toren eine persönliche Bestleistung aufgestellt hatte. Sein Pech war es, sich just in dem Moment zu verletzen, als der neue Trainer Petkovic sein Amt antrat.
Häbi-Goal
Die anderen Stürmer machten ihre Sache gut. So wurde Häberli nach seiner Rückkehr ins Team zuerst als Joker eingesetzt. Ab Mitte November war es dann soweit: Häbi-Goal stand in vier aufeinanderfolgenden Partien in der Startaufstellung, erzielte in dieser Zeit aber nur ein Tor - und verlor nach der Winterpause seinen Platz wieder an Schneuwly.
So kommt Häberli auf bisher 16 Einsätze mit 8 Skorerpunkten (davon 4 Tore). Zu seinen Stärken zählt der Torriecher, das Kopfballspiel und die Torvorbereitung. Die Schnelligkeit ist im Vergleich mit den anderen YB-Stürmern hingegen kein Pluspunkt Häberlis.
Die rechte Seite - der YB-Motor und der Neuling
Der aktuelle Hype um die jungen Schneuwly und Doumbia lässt etwas vergessen, dass der beste YB-Stürmer nach wie vor Carlos Varela heisst. Der Genfer ist mehr denn je einer der besten Offensiv-Spieler der Liga. Es gibt in der Schweiz keinen Spieler, der gleichzeitig sowohl als Absender wie auch als Empfänger von „tödlichen Pässen" eine solche Qualität mitbringt. Mit seiner Schnelligkeit, seinen präzisen Flanken und blitzsauberen Pässen in die Tiefe ist Varela ein Team-Mitglied, das den Unterschied ausmachen kann.
Dazu kommt sein Feuer und sein Siegeswille. In vielen Spielen liefert Varela spielerisch und emotional die Initialzündung, um den YB-Motor in Gang zu bringen. In der Hinrunde hat er zudem ab dem Luzern-Heimspiel in vier Spielen hintereinander das wichtige erste Tor erzielt. Zum kompletten Offensivspieler fehlt Varela die Kopfballstärke und manchmal etwas die Selbstbeherrschung.
Varela gegen Degen
Carlos Varelas Konkurrent auf der rechten Seite ist David Degen. In der Meisterschaft wurde Degen von Petkovic sechs mal im Sturm eingesetzt - dreimal kam er als rechter Mittelfeldspieler auf der Position von Christian Schwegler zum Zug. Degen ist schnell, konterstark und durchsetzungsfähig im Abschluss. Man merkt ihm an, dass er in den Schweizer Junioren-Nationalmannschaften auch schon als zentraler Stürmer gespielt hat. In der kurzen Zeit unter Petkovic hat sich Degen aber vor allem im Defensivverhalten enorm verbessert. Wenn Not am Mann ist, sprintet er immer häufiger zurück an den eigenen Strafraum und gewinnt dort praktisch jeden Zweikampf. Was bei ihm als Neuling noch etwas fehlt, ist die richtige Einbindung im Team.
Die linke Seite - der Beidfüssige und die Rakete
Alberto Regazzoni ist wohl der Spieler, der persönlich am meisten vom Trainerwechsel profitiert hat. Der mit der Schweizer Formel 1-Legende Clay Regazzoni entfernt verwandte Tessiner war unter Andermatt und Piserchia zuletzt nicht mehr im Aufgebot gewesen. Bei Petkovic wurde er schnell zum Stammspieler. Er profitierte dabei auch von der Systemumstellung. Denn diese brachte es mit sich, dass neben Raimondi noch ein weiterer offensiver Spieler mit einem starken linken Fuss gebraucht wird. Da kommt Regazzoni seine Beidfüssigkeit zugute.
Der Tessiner ist trickreich, zielgerichtet und stark im Kombinationsspiel. Vor allem mit Schneuwly versteht er sich ausgezeichnet. Mit vier direkten Assist und einem Tor in 15 Super League Einsätzen ist seine Torausbeute mit Sicherheit noch verbesserungswürdig. Zu oft lässt er sich im letzten Moment noch abdrängen und trifft dann nur das Aussennetz.
Seydou Doumbia
Ganz anders sieht es mit den Skorerqualitäten von Seydou Doumbia von der Elfenbeinküste aus. Mit 8 Toren und 4 Assists erzielt der Westafrikaner alle 45 Minuten einen Skorerpunkt. Über seine grösste Stärke weiss jeder Bescheid, der ihn auch nur einmal spielen gesehen hat: die Schnelligkeit und Explosivität im Antritt. In dieser Hinsicht kann Doumbia in der Super League kein Spieler das Wasser reichen.
Der Landsmann von Gilles Yapi zieht als Rechtsfüsser von links meist in die Mitte. Doumbia ist der ideale Joker, der einer bereits müde gespielten Verteidigung grösste Probleme bereiten kann. Manchmal fehlt ihm noch etwas die Konzentration und auch seine Defensivarbeit ist noch ausbaufähig.
Blick in die Zukunft
Hat YB ein Überangebot an Stürmern? Keineswegs! Denn im Sturm werden am meisten Einwechslungen vorgenommen. Vom Six Pack ist meist einer verletzt oder gesperrt, und die anderen fünf kommen alle zum Einsatz. Einzig der als Stammspieler in die Saison gestartete Brasilianer Eudis ist als siebter Stürmer mittlerweile etwas aussen vor. Seine Zukunftsaussichten bei YB sehen nicht rosig aus, denn als Flügelspieler ist er nicht schnell genug, und im Zentrum stehen ihm mit Schneuwly und Häberli zwei Spieler vor der Nase, von denen man nicht erwartet, dass sie in nächster Zeit den Verein wechseln werden.
Vorteile für Regazzoni und Degen
Regazzoni und David Degen würde es sicher gut tun, längerfristig bei YB zu bleiben. Auch Carlos Varela hat in Bern seine fussballerische Heimat gefunden. Dass er woanders glücklicher würde, ist zweifelhaft. Angebote aus dem In- und Ausland erhält er immer wieder. So wollte ihn beispielsweise Servette in der Winterpause unbedingt nach Genf holen. Doumbias Vertrag läuft bis 2012. Ende der Saison 09/10 könnte nach einer weiteren Lehrzeit in der Super League für den heute 21-jährigen der richtige Zeitpunkt für einen Wechsel in eine Top-Liga gekommen sein.
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 29 Gäste |
| |
|
|
Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen. Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen. Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern. Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.
|
|
 |