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 Beitrag Verfasst: Montag 7. Mai 2007, 11:10 
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Berner Zeitung; 07.05.2007

YB-Einzelkritik

Gute Leistung wurde nicht belohnt

Marco Wölfli Note 6
Wie immer in den letzten Wochen eine sehr starke Vorstellung des Torhüters. Wölfli zeigte zahlreiche spektakuläre Paraden, er hielt die Young Boys lange auf Siegkurs, doch gegen den Gewaltschuss Garats war er chancenlos.

Kamil Zayatte Note 4,5
Gute Leistung als Rechtsverteidiger. Solid, zweikampfstark, gute Übersicht. Seine Kopfballbefreiung fiel in der 84.Minute vor die Füsse Garats, der das späte 1:1 erzielte.

Tiago Note 5
Der Brasilianer überzeugte erneut mit einer guten Partie. Sehr ruhig und abgeklärt, liess er sich auch von den Unsicherheiten seines Nebenmanns Kallio nicht anstecken.

Toni Kallio Note 3
Der Finne war wieder einmal der schwächste YB-Spieler. Kallio liess sich in der Startphase einige Male vom schnellen Alex überlaufen. Kallio wirkte überfordert und unsicher – der auf der Tribüne weilende finnische Nationaltrainer Roy Hodgson dürfte am Auftritt seines Internationalen kaum Gefallen gefunden haben.

Ronny Hodel Note 4
Blieb hinten links unauffällig. Einige Fehlpässe, nicht immer souverän, aber letztlich solid.

Gilles Yapi Note 5
Yapi schoss ein herrliches Tor. Es ist selten genug, dass der defensive Mittelfeldspieler trifft. Wie er den Angriff über Yakin und Varela abschloss, verdiente das Prädikat «Weltklasse». Kurz zuvor hatte er aus wenigen Metern das leere Tor verpasst. Yapi spielte stark, leistete sich aber auch einige ungewohnte Fehlpässe.

Davide Chiumiento Note 4
Der Wirbelwind gefiel mit einigen technischen Einlagen, aber insgesamt setzte er sich zu wenig in Szene, und er war an den gefährlichen Aktionen der Young Boys nicht beteiligt.

Hakan Yakin Note 5
Der Spielmacher war kampfstark, er gewann viele Kopfballduelle. Imposant war, wie er vor dem 1:0 mit letzten Einsatz den Ball im Spiel hielt und Varela lancierte. In der Schlussphase hing er zu sehr in der Luft, da er beinahe als Stürmer operierte und nur wenig Bälle sah.

Mario Raimondi Note 4,5
Der linke Mittelfeldspieler war – wie immer – fleissig, er schoss einige Male aufs Tor, auch ihm fehlte aber das Schussglück. In der Defensive ein wertvoller Arbeiter.

Carlos Varela Note 5,5
Es war ein Nachmittag nach dem Geschmack des Offensivspielers. Bereits in der Startphase aggressiv und spielfreudig, steigerte sich Varela. Er wurde oft gefoult, und der Schiedsrichter pfiff oft gegen ihn, das scheint das Los Varelas zu sein, der keinen guten Ruf geniesst. Wunderbar war Varelas Vorbereitung vor dem 1:0, später servierte er Shi Jun den Matchball ähnlich grandios. Varela sah aber auch die achte gelbe Karte, er fehlt wie Yakin in den nächsten beiden Spielen gegen Luzern und in Sion.

Thomas Häberli Note 4,5
Häberli rackerte und ackerte, er schaffte Räume für die Mitspieler, zu grossen Gelegenheiten kam er bis auf einen Kopfball kurz nach der Pause indes nicht.

Shi Jun Note 3,5
Der Chinese kam für Chiumiento, und er vergab die riesige Chance zum 2:0 nach feiner Vorarbeit Varelas in der 76.Minute kläglich.

Xavier Hochstrasser

Kam in der 80.Minute für Häberli und war zu kurz im Einsatz, um benotet zu werden.

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 Beitrag Verfasst: Montag 7. Mai 2007, 11:10 
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Basellandschaftliche Zeitung / MLZ; 07.05.2007

Inspiriert durch viele Frauenaugen

Fussball YB und St. Gallen spielten remis

Dank des 1:1 Unentschiedens zwischen den Young Boys und St. Gallen fand im Kampf um den Uefa-Cup der grosse Zusammenschluss statt.

Etienne wuillemin
Der harte Kern der Fans hatte gerade erst die YB-Viertelstunde eingeläutet, als Shi Jun nach mustergültiger Vorarbeit von Varela plötzlich alleine vor Stefano Razzetti auftauchte. Der Chinese verpasste das 2:0, scheiterte am glänzend reagierenden Torhüter St. Gallens.

Kurz nach dem Spiel liess Shi seinen Emotionen freien Lauf. Er trauerte seinen verpassten Chancen im wahrsten Sinn des Wortes nach, weinte hemmungslos. Fünf Minuten vor Schluss mussten der Chinese und seine Berner Teamkollegen doch noch den Ausgleich der Ostschweizer hinnehmen. Garat bezwang Wölfli mit einem satten Schuss nach einer ungenügenden Kopfabwehr Zayattes. Der schon sicher geglaubte Sieg hätte YB im Kampf um den Uefa-Cup wohl zum entscheidenden Vorteil gereicht.

So ist die Ausgangslage fünf Runden vor Schluss dank den Siegen von Sion (gegen Schaffhausen) und der Grasshoppers (in Luzern) ausgeglichener denn je. Dies sieht auch YB-Trainer Martin Andermatt so: «Wir nehmen dieses Resultat mit einem lachenden und einem weinenden Auge hin. Zum einen haben wir den Vorsprung auf St. Gallen konsolidieren können, haben es aber andererseits vor allem in der ersten Halbzeit verpasst, uns eine grössere Reserve zu verschaffen.» St. Gallens Trainer Rolf Fringer erachtete das Unentschieden als «gerecht» und sprach von einem «interessanten, packenden Spiel, das auch hätte 3:3 oder 4:4 ausgehen können.»

Die beiden Teams legten zu Beginn des Spiels ein horrendes Tempo an den Tag. Chancen hüben wie drüben waren die Folge und der eine oder andere Zuschauer dürfte sich gefragt haben, ob die Akteure solchen Tatendrang besessen hatten, weil besonders viele Ladys im Stade de Suisse zu Gast waren. Immerhin etwas über 5000 Frauen nutzten das Angebot der Berner und besuchten das Spiel für nur zehn Franken, wobei für viele sicherlich die von den YB-Spielern persönlich überreichte Rose nach Spielende das Highlight darstellten.

Die Young Boys konnten sich bei ihrem Torhüter Marco Wölfli bedanken, dass sie zu Beginn nicht in Rückstand geraten waren. Dieser erfreut sich zurzeit einer glänzenden Verfassung und vereitelte mehre hochkarätige Chancen der Espen. Schon nach vier Minuten zielte Alex ganz genau › zu genau: Der Ball sprang vom Lattenkreuz zurück.

Fringer ärgerte sich im Anschluss an das Spiel zu Recht über die vergebenen Chancen seines Teams in den ersten 15 Minuten, vergass aber auch nicht die Entwicklung seiner Mannschaft zu würdigen: «Ich stelle die Art und Weise, wie wir spielen über die Anzahl gewonnene Punkte.» Er meint damit die Stabilität und Kampfkraft im Spiel der Ostschweizer. Bestes Beispiel dafür war Marcos Gelabert, der sich das Prädikat «Weltklasse» verdiente. Unglaublich wie viel der Argentinier lief, Räume stopfte und das Spiel der St. Galler ankurbelte. «Nur schade hat er bereits elf gelbe Karten, bei der nächsten fehlt er uns für drei Spiele», fügt Fringer an. Auch er weiss die Qualitäten Gelaberts zu schätzen.

Einen kleinen Wermutstropfen gab es an diesem animierten Fussball-Nachmittag für beide Teams dann doch noch: Schiedsrichter Claudio Circhetta (Muttenz) hatte die gelben Karten sehr locker in der Tasche. Er würzte ein im Grossen und Ganzen faires Spiel unnötigerweise mit sieben Verwarnungen › mit Folgen: Yakin und Varela fehlen YB je zweimal. Gjasula, Garat und Mendez St. Gallen am nächsten Mittwoch ebenfalls.

Nichtsdestotrotz: Der Kampf um den Uefa-Cup ist so richtig lanciert. So bleibt zu hoffen, dass auch in den letzten Runden möglichst viele Damen die Herren auf dem Rasen inspirieren.


Claudio Circhetta hatte die gelben Karten sehr locker in der Tasche

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 Beitrag Verfasst: Montag 7. Mai 2007, 11:11 
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Der Bund; 07.05.2007

YB-ReakTionen

Shis Tränen, Varelas Ärger

Die Gemütslage präsentierte sich bei YB nach Spielschluss unterschiedlich. Shi Jun weinte, Varela und Yakin ärgerten sich.

Aufgelöst und mit tränenden Augen stürmte Shi Jun direkt nach Abpfiff in die Kabine. Grund für das schlechte Befinden des eingewechselten Chinesen war seine vergebene Grosschance in der Nachspielzeit. Der glücklose Angreifer war danach untröstlich. Es bedurfte schon aufmunternder Worte von Teamkollege Igor Nganga und Coach Martin Andermatt, um Jun dazu zu bewegen, wie der Rest der Equipe gelbe Rosen an die Besucherinnen zu verteilen.

Auch Hakan Yakin und Carlos Varela betätigten sich als Kavaliere und firmierten als Kolporteure der edlen Blumen. Die ehemaligen WG-Partner sahen zuvor jeweils die achte gelbe Karte und fehlen in den kommenden zwei Partien gesperrt. Die Möglichkeit, einen Akteur absichtlich eine gelb-rote Karte provozieren zu lassen (was nur eine Spielsperre zur Folge gehabt hätte), wurde auf YB-Seite zwar durchgespielt, aber schnell wieder verworfen. Varela ist bereits mit roten Karten vorbelastet und wäre automatisch für zwei Runden gesperrt worden. Bei Yakin wollte Coach Andermatt nicht das Risiko eines direkten Platzverweises eingehen. «Zudem wäre ein solches Handeln gegen jeglichen Fairplaygedanken gewesen», sagte Andermatt.

Varela ärgerte sich später – einmal mehr – fürchterlich über den Referee. «Ich wurde ständig gefoult – und dafür noch bestraft.» Während sich der Heisssporn auch nach Spielschluss noch in Unkenntnis über den Grund seiner Verwarnung befand («Es kann höchstens wegen einer Schwalbe gewesen sein»), gestaltete sich die Faktenlage bei Hakan Yakins Vergehen klarer. Der Regisseur hätte sich für seine Tätlichkeit, als er Juan Pablo Garat ins Gesicht griff, über einen Platzverweis nicht beschweren können. «Garat hat mich nach meiner fairen Grätsche auf Spanisch beschimpft», rechtfertigte er sich.

«Das Team hat beim 2:2 im November in Basel bewiesen, dass es auch ohne uns punkten kann», sagte Yakin. Das Fehlen des Captains könnte die Chance für Davide Chiumiento sein. Der Italoschweizer dürfte auf seiner bevorzugten Position als Spielmacher zum Einsatz kommen. Für den Dribbler ist es wohl die letzte Gelegenheit, zu beweisen, dass der Entscheid, seinen Vertrag nicht zu verlängern, falsch war.

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 Beitrag Verfasst: Montag 7. Mai 2007, 11:13 
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Der Bund; 07.05.2007

Ein Spektakel ohne Happy-End

YB hat im Heimspiel gegen St.Gallen vor 17882 Zuschauern, darunter 5123 Frauen, gute Werbung betrieben. Am Ende resultierte nach einem späten Gegentor gleichwohl nur ein 1:1. Damit bleibt der Uefa-Cup-Kampf spannend.

In Italien trägt Inter Mailand den Übernamen «Pazza Inter», was sinngemäss übersetzt «irres, wahnsinniges Inter» bedeutet. Der Mailänder Verein investierte in den letzten zwanzig Jahren beinahe eine Milliarde Franken, beschäftigte eine Legion von Trainern, Spielern und Sportchefs, erfolgreich war der Verein aber selten, die Leidensfähigkeit der Inter-Anhänger dafür grenzenlos. Denn meistens waren die grössten Gegenspieler der Fussballer sie selber.

Auch die Young Boys verpassen regelmässig ihr Rendez-vous mit dem Erfolg. So gesehen passt der gestrige Heimauftritt gegen den FC St.Gallen in die Reihe unglücklicher Partien. Erst in der 84.Minute erzielten die Gäste das 1:1, die Young Boys bettelten in der letzten Viertelstunde beinahe um den Ausgleich und haben durch Juan Pablo Garats Tor kurz vor Spielende erneut zwei Punkte verschenkt. Wie im Hinspiel in St.Gallen (1:1), als Hakan Yakin einen Elfmeter verschossen hatte. Und wie gegen Aarau, als den Gästen in der 89.Minute das 1:1 gelungen war. Oder wie in Aarau (1:1), als Tiago in der Nachspielzeit einen Penalty nicht hatte verwerten können. Allein in den letzten zehn Spieltagen hätte YB – gemessen an dieser Aufzählung – acht Punkte mehr erzielen und das Titelrennen in einen Dreikampf verwandeln können. Im Konjunktiv kennen sich auch die Inter-Sympathisanten gut aus. So aber gelang es den Bernern gestern nicht, einen direkten Konkurrenten im Kampf um einen Uefa-Cup-Platz zu distanzieren, sie liegen jetzt fünf Runden vor Saisonende drei Zähler vor Sion und vier vor St.Gallen.

Zwei überragende Torhüter

Dabei war es eine lebendige, spannende, intensive, chanchenreiche, phasenweise hochklassige Begegnung zweier Mannschaften gewesen, die beide offensiv auf- und eingestellt waren. «Es hätte auch ein 3:3 oder 4:4 geben können», sagte St.Gallens Trainer Rolf Fringer, und YB-Coach Martin Andermatt fand: «Wir haben uns auch sehr viele Torchancen erspielt.» Die kecken Gäste aus der Ostschweiz versteckten sich nicht, Alex traf bereits in der 4.Minute den Pfosten, David Marazzi, Jürgen Gjasula und Alex zwangen YB-Torhüter Marco Wölfli zu sensationellen Paraden, doch auch St.Gallens Goalie Stefano Razzetti bot eine fabelhafte Leistung. Den 17882 Besuchern wurde beste Unterhaltung geboten: Rasante Tempoläufe, verwirrende Dribblings, packende Zweikämpfe, tolle Pässe, starke Einzelkönner wie YB-Captain Yakin, überragende Torhüter und so viele Eckbälle wie normalerweise in vier Partien bildeten den prächtigen Rahmen einer kurzweiligen Veranstaltung.

Die Spieler schienen speziell inspiriert zu sein, da im Wankdorf gestern «Ladies Day» war. Die 5123 anwesenden Frauen kamen nach dem Schlusspfiff in den Genuss gelber Rosen, welche die YB-Spieler verteilten. Zuvor hatten sie sich auf dem Kunstrasen als galante Gastgeber erwiesen, die sich einen internen Wettbewerb im Auslassen von Grosschancen lieferten. Shi Jun schoss in der 76.Minute aus acht Metern ungefähr neun Meter neben dem Tor vorbei, doch sein Unvermögen war in der ersten Halbzeit von Gilles Yapi noch übertroffen worden, der sogar das leere Tor nicht getroffen hatte. Kurz vor der Pause entschädigte der Ivorer die Zuschauer nach Vorarbeit Yakins und Carlos Varelas mit einem fantastischen Treffer, als er sich wie ein filigraner Slalomläufer ins Tor dribbelte und seine Gegenspieler derart durchgeschüttelt wurden, als wären sie in einen Schüttelbecher geraten.

Nicht unvorhersehbar wie die Würfelpunkte im Yatzy, sondern berechenbar sind die Resultate der Ostschweizer, die gestern ihr achtes Unentschieden in Serie dank dem späten Tor Garats gleichwohl wie einen Sieg feierten. Die Young Boys wiederum sind mittlerweile elf Partien ohne Niederlage, aber auch Andermatt trauerte gestern den vergebenen Möglichkeiten nach. Immerhin erzielten die Berner ein Tor wie ein Kunstgemälde, und die Hoffnung aufgeben müssen sie und ihre leidgeprüfte Fangemeinde ebenfalls nicht. Inter Mailand ist soeben zum zweiten Mal in Serie italienischer Meister geworden.

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 Beitrag Verfasst: Montag 7. Mai 2007, 11:14 
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St. Galler Tagblatt; 07.05.2007

Erfrischender St. Galler Auftritt

Der FC St. Gallen und sein 1:1 gegen die Berner Young Boys im Stade de Suisse

Fussball. Der FC St. Gallen bleibt seiner Linie treu. Das 1:1 gegen die Young Boys war das achte Unentschieden in Folge. In Bern zeigten die Ostschweizer eine gute, solide Leistung und vor allem zu Beginn 20 starke Minuten.

Markus Scherrer/Bern
Vor dem gestrigen Spiel hatte der FC St. Gallen im neuen Stade de Suisse auf Kunstrasen in drei Anläufen weder einen Punkt geholt, noch ein Tor erzielt. Als die Ostschweizer gestern ihren vierten Auftritt auf der künstlichen Unterlage hinter sich gebracht hatten, durfte Trainer Rolf Fringer feststellen: «Wir haben den Fluch Kunstrasen besiegt.» 1:1 hiess es am Ende zwischen den Young Boys und dem FC St. Gallen. Und den Punkt, den die Gäste mit nach Hause nehmen durften, hatten sie sich mit einer soliden, guten Leistung verdient. Ja hinterher musste gar gesagt werden, dass für die Mannschaft von Rolf Fringer gestern Nachmittag mehr möglich gewesen wäre als dieses Unentschieden, das bereits das achte in Folge war.

Doch irgendwie war das 1:1 – zumindest moralisch gesehen – für die St. Galler wie ein Sieg zu werten. Denn es war ihnen gelungen, die Berner, welche das stärkste Heimteam der Liga stellen, unter Druck zu setzen. Vor allem in den ersten 20 Minuten hatten die Ostschweizer einen starken Auftritt. Alex traf nach vier Minuten die Latte, David Marazzi prüfte 60 Sekunden später YB-Torhüter Marco Wölfli mit einem satten Schuss, und in der neunten Minute vergab erneut Alex eine weitere erstklassige Möglichkeit. Und Fringer sagte später: «Wir hätten unbedingt in Führung gehen müssen.»

Nie den Mut verloren

Doch als die erste Halbzeit absolviert war, führte nicht etwa der FC St. Gallen, der die Partie über weite Strecken dominiert hatte, sondern die Young Boys. Gilles Yapi profitierte in der 38. Minute von einem zu wenig energisch eingreifenden Marcos Gelabert und traf zum 1:0. Und einmal mehr mussten die Ostschweizer zur Pause feststellen, dass sie zwar die bessere Mannschaft waren, dass sie die zwingenderen Chancen besassen, aber dennoch im Rückstand lagen. Doch deswegen, und das war gestern eine weitere Qualität des FC St. Gallen, die es hervorzuheben galt, liessen sie sich nicht entmutigen. Auch wenn die Young Boys nach ihrem Führungstor an Sicherheit gewannen, sie sich markant steigerten, kam den Gästen nie der Glaube an den Ausgleich abhanden. Sie gaben nicht auf, sie setzten – was auch für eine hervorragende konditionelle Verfassung spricht – in der Schlussphase nochmals zu. Und die St. Galler wurden am Ende dafür belohnt, dass sie nie nachliessen. Juan Pablo Garat traf sechs Minuten vor Schluss zum hochverdienten 1:1.

Drei Spieler gegen Thun gesperrt

Dass der FC St. Gallen allerdings nach 80 Minuten nach wie vor nur mit 0:1 im Hintertreffen lag, hatte er vor allem seinem starken Torhüter Stefano Razzetti zu verdanken. Er wehrte einen Kopfball von Thomas Häberli (53.) ab, er parierte einen Distanzschuss von Mario Raimondi (56.), er machte eine Chance von Häberli (66.) zunichte und hielt einen Freistoss von Hakan Yakin (72.). Und wenn Razzetti mal bezwungen gewesen wäre, vergab zum Beispiel der Chinese Shi Jun eine erstklassige Möglichkeit auf klägliche Art. Und Rolf Fringer sagte später: «Wir hatten sicher auch Glück.»

Auch wenn sich die St. Galler zu Recht über den Punktgewinn freuten, hatte das Spiel auch «einen Wermutstropfen», wie Fringer anfügte. Denn am nächsten Mittwoch, wenn der FC St. Gallen zu Hause den FC Thun empfängt, stehen ihm mit Juan Pablo Garat, Jürgen Gjasula und Jesus Méndez gleich drei Spieler nicht zur Verfügung, weil sie gesperrt sind.

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 Beitrag Verfasst: Montag 7. Mai 2007, 11:14 
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Neue Zürcher Zeitung; 07.05.2007;

Spektakel-Wellen im Stade de Suisse

1:1 zwischen den Young Boys und St. Gallen - der Zutritt zum Uefa-Cup hart umkämpft

Das Duell um den dritten Tabellenplatz hat sich nach dem 1:1 zwischen YB und St. Gallen akzentuiert. Auch Sitten (3:0 gegen Schaffhausen) und GC (6:1 in Luzern) melden Ansprüche an. Im Meisterrennen tastet sich Basel (2:0 gegen Aarau) immer näher an den FCZ heran.

fcl. Bern, 6. Mai

Manchmal waren die Augen zu langsam für dieses Spiel der verpassten Chancen; für diese Spektakel-Wellen, die hin und her wogten und die beiden Mannschaften wie zwei Gummiboote von der einen wieder auf die andere Seite trugen. War es ein Dutzend guter Tormöglichkeiten? 1:1 stand es am Ende zwischen YB und St. Gallen, doch ein 4:4 hätte besser zu diesem Vergleich gepasst, der unterhaltsam, manchmal sogar hochklassig gewesen war. Kompaktheit, Systemtreue und Disziplin streichen die Trainer jeweils gerne heraus, doch an diesem Nachmittag konnten sie sich in Sicherheitsfragen nur auf die Torhüter Wölfli und Razzetti verlassen. Einzig die beiden Goalies verhinderten, dass es ein Klamauk-Resultat gab.

«Wir haben mittlerweile eine spielstarke Mannschaft», sagte der St. Galler Trainer Rolf Fringer, dessen Team im Stade de Suisse bis zu diesem Sonntag noch nie einen Punkt gewonnen, ja noch nicht einmal einen Treffer geschossen hatte. Der FCSG befindet sich in einem auffälligen Entwicklungsprozess; er stellt bei weitem nicht nur tumbe Grätscher oder Kämpfer. Er weiss Spieler vom Format von Mendez oder Gjasula in seinen Reihen - und vor allem Gelabert. Der Argentinier war an diesem Nachmittag der auffälligste Spieler auf dem Platz. Vor dem schnellen, technisch anspruchsvollen Plastic- Rasen im Wankdorf brauchen er und die Kollegen sich nicht zu fürchten.

Zum achten Mal in Serie hat der FC St. Gallen jetzt remisiert - und zwar immer gegen reputierte Gegner wie den FCB, den FCZ, GC und YB. Zum letzten Mal gewannen die Ostschweizer Ende Februar in Schaffhausen. Und auch die Berner führten ihre eigene Statistik fort: Sie sind seit elf Spielen in der Meisterschaft ungeschlagen und gewannen in dieser Phase 23 Punkte. Die Rivalität um den dritten Schlussrang, der zur Teilnahme am Uefa-Cup berechtigt, hat sich fünf Runden vor Schluss weiter verschärft. Eine Viererbande mit den Young Boys (53), Sitten (50), St. Gallen (49) und GC (48) streitet sich hinter Zürich und Basel um den Zutritt zum europäischen Geschäft, und nur wenn sich der FCB Ende Saison im zweiten Rang klassiert und Cup-Sieger wird, ist auch der vierte Rang für den Uefa-Cup-Zutritt gut.

Am Schluss habe er sich über das Unentschieden gefreut, sagte Fringer, denn die Young Boys hatten 1:0 geführt und in der zweiten Halbzeit das Spiel klar bestimmt. Erst in der 84. Minute gelang dem Argentinier Garat nach einer unübersichtlichen Situation der 1:1-Ausgleich. Für den Trainerkollegen Martin Andermatt galt die entgegengesetzte Gefühlslage. Der YB-Coach hatte mit Schaudern zur Kenntnis nehmen müssen, dass St. Gallen nach 20 Minuten hätte in Führung liegen müssen - und doch im Rückstand lag. Hakan Yakin, der sich als einsatzfreudiger und kampfbereiter Captain präsentierte, hatte sich den Ball an der Seitenlinie in extremis erkämpft und ihn Varela zugespielt. Dessen Pass fand in der Mitte Yapi, der Gelabert ausdribbelte und auch Goalie Razzetti keine Chance liess - 1:0.

Die zügellose Partie im Stade de Suisse zieht noch weitere Kreise. Am Mittwoch sind sowohl für YB als auch für St. Gallen diverse Schlüsselspieler gesperrt. Den Bernern fehlen Varela und Yakin, die St. Galler müssen auf Garat, Gjasula und Mendez verzichten. Die Konkurrenz wird's mit einem Schmunzeln vernehmen.

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 Beitrag Verfasst: Montag 7. Mai 2007, 12:09 
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Zitat:
Seit dem Feuerzeugwurf gegen Basels Caicedo im Heimspiel gegen den FCB (0:3) ist es im Wankdorf ruhig geblieben, aber das angekündigte Fangnetz vor dem YB-Fanblock soll dennoch im letzten Saisonheimspiel gegen den FC Zürich am 19.Mai stehen.


Hoffen wir mal NUR für dieses Spiel!

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 Beitrag Verfasst: Montag 7. Mai 2007, 12:51 
 
black_panther hat geschrieben:
Zitat:
Seit dem Feuerzeugwurf gegen Basels Caicedo im Heimspiel gegen den FCB (0:3) ist es im Wankdorf ruhig geblieben, aber das angekündigte Fangnetz vor dem YB-Fanblock soll dennoch im letzten Saisonheimspiel gegen den FC Zürich am 19.Mai stehen.


Hoffen wir mal NUR für dieses Spiel!


Wohl kaum


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 Beitrag Verfasst: Dienstag 8. Mai 2007, 21:35 
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shalako hat geschrieben:
Blick; 07.05.2007

Gelb mit Folgen YB fehlt Spektakel-Duo

BERN. 7 gelbe Karten zückte Ref Circhetta. 5-mal mit Folgen für YB und St. Gallen.

Für Yakin und Varela setzte es jeweils die 8. Verwarnung ab - die beiden Kumpels sind jetzt gegen Luzern und in Sion gesperrt. Espen-Trainer Fringer muss gegen Thun auf Mendez, Gjasula und Garat verzichten (je 4. Gelbe).

Je nach Klubfarben war die Sicht der Dinge, was Yakin und Garat anbelangte. Der YB-Captain und der Gaucho waren heftig aneinander geraten (62.).

Fringer: «Yakin ging mit gestrecktem Bein auf Garat los und langte ihm ins Gesicht. Für mich unverständlich, dass da mit gleichen Ellen gemessen wurde.»

Haki sah seinen Fauxpas ein, wehrte sich aber: «Garat ist auf mich gesprungen. Und was er mir da auf spanisch anhängte, ging unter die Gürtellinie.»

YB-Trainer Andermatt bleibt trotz Ausfall seines Spektakel-Duos Yakin/Varela zuversichtlich. «Wir haben Einige, die in die Bresche springen können.» Ueli Zoss




willst du wirklich glauben , hakan verstehe spanisch ? :roll:

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Aguirre Zorn Gottes


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