Registriert: Montag 24. Mai 2004, 18:21 Beiträge: 3440 Wohnort: In der Brauerei
Medienkonferenz vor der zweiten Saisonhälfte
Sportchef Steve von Bergen und Trainer Giorgio Contini stellten sich zwei Tage vor dem Auftakt zur zweiten Saisonhälfte den Fragen der versammelten Presse.
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16.01.2025
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Goalie-Knall in der Hauptstadt
Keller ist die neue Nummer eins von YB
Der neue Coach Giorgio Contini setzt ein erstes grosses Ausrufezeichen und degradiert Klublegende David von Ballmoos zur Nummer zwei. In der Rückrunde steht Marvin Keller bei YB zwischen den Pfosten. Die Gründe.
Es war eine der Kader-Baustellen, die der neue YB-Trainer Giorgio Contini zu beheben hatte: die Goalie-Position. Mit David von Ballmoos (30) hatte man eine Identifikationsfigur im Tor, ja eine Klublegende. Mit Marvin Keller (22) eines der grössten Torhüter-Talente des Landes auf der Bank. Patrick Rahmen versuchte es mit einer Mix-Lösung, Joël Magnin gab Von Ballmoos das Vertrauen und setzte Keller sporadisch ein. So kam Keller zu Einsätzen in der Champions League, im Cup, aber auch in der Meisterschaft. Contini hingegen setzt nun voll auf den in London geborenen Zürcher.
Die Person, die Art fussballzuspielen und die Entwicklung
Contini führt aus, er habe sich die Zeit genommen, alle Positionen zu durchleuchten. «Ich habe dann mit den Goalies geredet und mich für Marvin Hitz entschieden, ääh Keller» beginnt der Winterthurer den Kernteil der Vor-Rückrunden-Medienkonferenz mit einem kleinen Stolperer. «Als Trainer setzt man verschiedene Parameter. Punkt eins ist die Person. Dann die Art und Weise, Fussball zu spielen. Und die Entwicklung. Da sprach ganz viel für Marvin.» Am Ende sei ein Gesamtpaket aller Parameter gestanden, das Basis war für den Entscheid.
Ein analytischer Entscheid
Ganz klar machte Contini, dass es sich erstens nicht um einen Bauchentscheid, sondern um einen überlegten, analytischen Entscheid gehandelt hatte. «Es war ein Entscheid von mir als Trainer, der in der Verantwortung steht, aber keine One-Man-Show, sondern der Staff wurde natürlich mit einbezogen.»
Sportliche Führung hatte nichts zu sagen
Zweitens betonte Contini, dass es keine Entscheidung der sportlichen Führung gewesen sei. «Die Führung entscheidet nicht, wer spielt und wer auf der Bank sitzt. Das war ein rein technischer Entscheid.» Immer wieder hatte man gemunkelt, dass die Sportchefs bei YB dreinreden würden und sich für Keller starkmachten, weil dessen Transferwert weit höher sei. «Das zu beurteilen, ist der Job des Sportchefs. Aber wie gesagt: Die Chefs haben nicht mitentschieden.»
Von Ballmoos startete die Saison in Abwesenheit von Loris Benito als Captain. Schwache Leistungen zeigte er nicht – dennoch wird er nun degradiert. Für den 30-Jährigen, dessen Vertrag erst im September bis 2027 verlängert wurde, muss es ein Déjà-vu sein. Bereits in der letzten Saison wurde er zwischenzeitlich auf die Ersatzbank verbannt. Nach einer Knie-OP verlor er den Stammplatz zwischen den Pfosten an Anthony Racioppi (26). Bis sich dieser zu viele Patzer leistete, was schliesslich dazu führte, dass Von Ballmoos wieder im Tor stand.
Von Ballmoos sei enttäuscht, aber professionell
Der Emmentaler habe den Entscheid enttäuscht aufgenommen, aber professionell, sagt Contini. «Aber er wird seinen Job machen, indem er Marvin Konkurrenz macht, bereit ist, wenn es ihn braucht, sowie ihn unterstützt.»
Der Keller-Knall. Das erste Zeichen von Contini ist schon mal stark!
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16.01.2025
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«Kein Bauch-Entscheid»:
Goalie-Knall in Bern: Keller löst von Ballmoos im YB-Tor ab
Marvin Keller ist ab sofort die neue Nummer 1 im YB-Tor. Dies bestätigt Trainer Giorgio Contini am Donnerstag offiziell.
Darum gehts
- Marvin Keller ist die neue Nummer 1 im Tor der Young Boys. - Trainer Giorgio Contini entschied sich nach gründlicher Analyse für Keller. - David von Ballmoos wird von Keller als Stammtorhüter abgelöst. - Keller überzeugte bereits zu Beginn der Saison.
YB startet nicht nur mit einem neuen Trainer in die Rückrunde, sondern auch mit einer neuen Nummer 1 im Tor. Was zu Beginn der Saison schon öfters spekuliert wurde, ist nun Tatsache. Marvin Keller löst David von Ballmoos als Stammgoalie im Berner Kasten ab.
«Ich habe heute Morgen mit den Goalies geredet. Es ist definitiv so, dass Marvin Keller die Nummer 1 sein wird», bestätigte der neue Berner Trainer Giorgio Contini an der Pressekonferenz zum Start in die zweite Saisonhälfte.
Giorgio Contini: «War mein persönlicher Entscheid»
Der Entscheid sei durchdacht. «Ich nahm mir die Zeit, alle Positionen zu durchleuchten», so Contini. Es habe verschiedene Parameter gegeben, die bei diesem Thema zu berücksichtigen waren. «Die Person, aber auch die Entwicklung. Es sprach vieles für Marvin.» Es sei kein Bauch-Entscheid, sondern ein analytischer.
«Es war ein Entscheid von mir persönlich und vom technischen Staff, unterstrich Contini, als ihn 20 Minuten dazu befragte. Ein allfälliger Wiederverkaufswert von Keller sei nicht im Fokus gestanden, die sportliche Führung von YB habe Contini beim Goaliewechsel nicht reingeredet.
David von Ballmoos: So nahm es die YB-Legende auf
«Wer Dävu kennt, weiss, dass ihn so etwas enttäuscht. Er hat aber ein grosses Herzblut für den Verein und weiss, was YB bedeutet», antwortete der neue YB-Trainer auf die Frage, wie von Ballmoos die Degradierung aufgefasst habe. Nun gelte es für die Club-Legende seine Rolle als Ersatzmann für Keller zu akzeptieren und Gas im Training zu geben.
Keller kehrte nach einer starken Saison bei Winterthur im Sommer zurück zu den Young Boys. Schon dort wurden Diskussionen um die Nummer 1 laut. Der 22-Jährige kam unter Patrick Rahmen immer mal wieder zum Einsatz und zeigte gute Leistungen. So auch im entscheidenden Champions-League-Playoffspiel gegen Galatasaray Istanbul.
Dank mehreren guten Spielen erhob der Zürcher definitiv Anspruch auf die Nummer 1. Interimscoach Joël Magnin hielt an Clublegende von Ballmoos fest. Mit Giorgio Contini weht nun ein neuer Wind beim aktuellen Schweizer Meister – auch auf der Goalie-Position.
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16.01.2025
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Von Ballmoos degradiert
Contini macht Keller zur Nummer 1 bei YB: «Kein Bauchentscheid»
Marvin Keller wird bei YB die Nummer 1 im Tor. Trainer Giorgio Contini zieht den 22-Jährigen dem langjährigen Goalie David von Ballmoos vor.
Die Young Boys kommen mit einer neuen Nummer 1 im Tor aus der Winterpause. Wie der neue Trainer Giorgio Contini während einer Medienkonferenz in Bern verriet, wird der Meister künftig mit Marvin Keller anstelle von David von Ballmoos im Tor spielen.
Bei so einem Entscheid flössen sowohl fussballerische, als auch menschliche Faktoren ein, sagte Contini. Zusätzlich sei auch die Entwicklungsfähigkeit eine wichtige Komponente, die ebenfalls für den 22-jährigen Zürcher und gegen den 30-jährigen Emmentaler gesprochen habe. «Es war kein Bauchentscheid, sondern einer, der in einem analytischen Prozess über längere Zeit gereift ist und den wir im Staff mit voller Überzeugung gefällt haben.»
Die Young Boys starten am Samstag mit einem Heimspiel gegen Schlusslicht Winterthur in die zweite Saisonhälfte der Super League. Sie liegen mit acht Punkten Rückstand auf Leader Lugano im 9. Rang.
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16.01.2025
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Sportchef kündigt Transfers an
Von Bergen: «Es werden noch ein paar Sachen passieren»
YB-Sportchef Steve von Bergen kündigt im Blick-Interview neue Transfers an. Ausserdem spricht er über den Transfer-Coup von Rückkehrer Christian Fassnacht.
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16.01.2025
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Die wichtigsten Punkte bei YB
Das hat für Keller den Ausschlag gegeben – und so plant YB auf dem Transfermarkt
Wie Giorgio Contini seinen Goalie-Entscheid erklärt. Welcher Spieler nach Bern wechseln dürfte. Und wo es noch zu Abgängen kommen könnte.
In Kürze:
- Marvin Keller ist fortan erstmals YB-Stammgoalie. - Die Young Boys dürften einen Mittelfeldspieler aus Frankreich verpflichten. Was Sportchef Steve von Bergen dazu sagt. - Christian Fassnacht erzählt, wie genau es zu seiner Rückkehr gekommen ist. - Bei YB dürfte es noch Abgänge geben.
Das sagt Contini zu seiner neuen Nummer 1
Noch am Mittwoch kommunizieren die Berner, es sei offen, wer Stammgoalie von YB sei. Der Entscheid fällt am Donnerstagvormittag, da teilt der neue Trainer Giorgio Contini seinen Torhütern mit, dass er auf Marvin Keller setzen werde. Der 22-Jährige hat sich bei seinen sieben Einsätzen in der Vorrunde für die Beförderung aufgedrängt. Zwei Jahre nach seinem Wechsel von Wil zu den Young Boys ist Keller nun erstmals die Berner Nummer 1.
Sehr professionell habe David von Ballmoos die Nachricht aufgenommen, sagt Contini. Der Goalie wird in den letzten Wochen gespürt haben, dass es für ihn schwierig werden könnte, nicht nur, weil er es im Herbst verpasst hatte, seine Position zu festigen. Keller ist schlicht zu gut, um bei YB auf der Bank zu versauern. Dass er das selbst so sieht, liess der Zürcher in der Vorrunde durchblicken.
Das Gesamtpaket habe für Keller gesprochen, meint der Trainer weiter und spricht von «Parametern» wie der Persönlichkeit und der Art und Weise, wie YB spielen wolle, die er in seine Entscheidung habe einfliessen lassen. «Vieles hat für Marvin gesprochen, einiges für Dävu», sagt der 51-Jährige noch.
Die Goaliefrage haben die Young Boys also geklärt. Und damit zu weiteren Baustellen in ihrem Kader.
Das plant YB auf dem Transfermarkt
Seit geraumer Zeit suchen die Young Boys einen erfahrenen zentralen, eher defensiv ausgerichteten Spieler. Die Suche könnte nun beendet sein, die «L’Équipe» vermeldet aus Frankreich, dass Rayan Raveloson von Auxerre nach Bern wechseln werde. Darauf angesprochen, nennt YB-Sportchef Steve von Bergen Raveloson eine interessante Personalie. «Aber er ist noch kein Spieler von YB.»
Raveloson passt jedenfalls ins erwähnte Profil. Der 28-Jährige aus Madagaskar war etwa Stammspieler in der MLS bei Los Angeles Galaxy sowie in der Ligue 1 für Auxerre. Bei den Franzosen war er zuletzt aber nicht unumstritten. Womöglich strebt er deshalb den Schritt nach Bern an.
Raveloson wäre nach Christian Fassnacht der zweite Zugang in diesem Winter.
So lief der Fassnacht-Transfer ab
Ende November wollen Chefstratege Christoph Spycher und Sportchef von Bergen den Mittelfeldspieler in Norwich besuchen. Fassnacht sagt ihnen: «Ihr könnt kommen, und wir können quatschen, aber eine Zusage kann ich euch nicht geben.»
Fassnacht wartet noch das Gespräch mit dem Sportchef der Engländer ab. Für ihn steht in diesem Moment fest: Plant Norwich in der Rückrunde mit ihm, will er bleiben. Weil er es sich und «den Leuten», wie er sagt, beweisen will.
Aber gegen Ende Dezember teilt ihm der Club aus der Championship mit, dass man keine Verwendung mehr für ihn habe. Die Engländer wollen auf junge Spieler setzen, zumal Fassnachts Vertrag Ende Saison auslaufen würde. Von da an geht es schnell: Am 31. Dezember kommunizieren die Young Boys die Rückkehr ihres langjährigen Leistungsträgers.
Wann mit Fassnachts Comeback zu rechnen ist
Zu Beginn plagt Fassnacht noch eine Muskelverletzung, erst unter der Woche kehrt er ins Mannschaftstraining zurück. Der Rückrundenauftakt am Samstag im Wankdorf gegen Winterthur kommt für ihn zu früh, er wird auch nicht die Reise nach Glasgow antreten, weil er für die verbleibenden zwei Spiele in der Champions League nicht spielberechtigt ist. Stattdessen könnte er nächste Woche eine Partie im YB-Nachwuchs absolvieren. Fällt der Test positiv aus, dürfte es bis zu seinem ersehnten Comeback nicht mehr lange dauern.
Diese Spieler fehlen YB weiterhin
Während der Vorrunde war die YB-Absenzenliste zuweilen derart lang, dass die Aufstellung fast schon absurde Züge annahm. Nie war das so ausgeprägt der Fall wie beim Spiel gegen Schachtar, als in der Schlussphase Zachary Athekame, Lewin Blum, Cheikh Niasse und Rhodri Smith die Abwehr bildeten.
Mittlerweile sind alle Innenverteidiger fit. Nun fehlen bloss noch Rechtsverteidiger Saidy Janko sowie Stürmer Facinet Conte. Jankos Rückkehr verzögert sich seit Monaten, in den nächsten Tagen muss er sich einer weiteren Untersuchung unterziehen. «Dann sehen wir, wie es weitergeht», sagt von Bergen. Welche Verletzung Janko genau plagt, will YB nicht mitteilen. Aber es klingt nicht so, als sei mit einer baldigen Rückkehr des Routiniers zu rechnen.
Conte erlitt im Sommer in einem seiner ersten Trainings bei YB einen Kreuzbandriss, noch ist er nicht ins Mannschaftstraining eingestiegen.
Wer YB verlassen könnte
30 Spieler stehen im YB-Kader, der 18-jährigen Nachwuchsstürmer Felix Emmanuel Tsimba, der in der Vorbereitung einen guten Eindruck hinterlassen hat, nicht mit eingerechnet. Von Bergen sagt, es werde noch zu Abgängen kommen, «es gibt verschiedene Anfragen». Sollte Raveloson kommen, würde im defensiven Mittelfeld ein Überangebot bestehen. Miguel Chaiwa könnte dann ein weiteres Mal ausgeliehen werden. Oder die Young Boys finden einen Abnehmer für Cheikh Niasse. Im Sommer lehnten die Berner zwei Angebote für den Senegalesen ab.
Wahrscheinlich sucht YB auch eine Lösung für Anel Husic. In der Hierarchie der Innenverteidiger ist er nur die Nummer 5, in der Vorbereitung musste er als Aussenverteidiger und im Mittelfeld aushelfen.
Wer der Gewinner der Vorbereitung ist
In erster Linie ist das natürlich Keller. Namen will Contini sonst keine nennen. Das tut hingegen Loris Benito. Er erwähnt Rechtsverteidiger Lewin Blum, der auf eine durchzogene Vorrunde blickt. «Nun hat er wieder die nötige physische Präsenz und vermag sich auch offensiv in Szene zu setzen», sagt der Captain. Mit Darian Males bilde Blum ein Duo, das sich in der Vorbereitung in den Vordergrund gespielt habe, fügt Benito an.
Er erwähnt auch Innenverteidiger Tanguy Zoukrou. «Wir sind froh, ist er nach seiner Verletzung zurück. Er hat sehr viel Potenzial.» Der 21-jährige Franzose könnte gegen Winterthur mit Benito die Abwehr bilden, Mohamed Camara fehlt gesperrt.
Das M-Wort ist tabu
Es gab Zeiten, da war es bei den Young Boys tabu, über den Meistertitel zu sprechen. Weil sie es Jahr für Jahr zuverlässig verpassten, dieses Ziel zu erreichen. Nun vermeiden die Berner aus einem anderen Grund das grosse Wort. Nach ihrer schlechtesten Vorrunde seit der Einführung der Super League 2003 und Rang 9 sehen sie sich schlicht nicht in der Lage, darüber zu sprechen. Vielmehr sagen sie unisono, man wolle erst in die Top 6 kommen und dann weiterschauen.
Nur einer macht eine Ausnahme: Als Fassnacht gefragt wird, ob er das Angebot annehmen würde, wenn man ihm Rang 2 am Saisonende offerieren würde, sagt er: «Aus früheren Zeiten bin ich es zwar gewohnt, mit YB um den Titel zu spielen. Aber wir müssen realistisch sein: In unserer Position wäre der zweite Platz ganz gut.»
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16.01.2025
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Aufholjagd der Young Boys?
«Weihnachtsgeschenk» Fassnacht: «Schicksal hat etwas vor mit uns»
Rückkehrer, Trainer, Goalie-Hierarchie: Bei YB ist 2025 einiges neu. Was wird vom «verlorenen Sohn» Christian Fassnacht erwartet?
Am Samstag nimmt die Super League nach genau 34 Tagen Winterpause wieder den Spielbetrieb auf. Unter genauer Beobachtung wird dann um 18 Uhr YB im Heimspiel gegen Winterthur stehen. Der amtierende Meister hat nach ernüchternder erster «Saisonhälfte» – genau genommen nach 18 von 38 Partien – und Rang 9 an zentralen Stellschrauben gedreht. Der neu verpflichtete Trainer Giorgio Contini soll die Young Boys zurück zu altem Glanz führen.
Ebenso dominantes Gesprächsthema rund um Bern ist Christian Fassnacht. Der 31-jährige Zürcher ist nach eineinhalb Jahren in Englands zweithöchster Liga in Norwich wieder bei YB. Gegenüber SRF schwärmt er: «Es war ein Heimkommen, ich hätte mir keine schönere Rückkehr wünschen können. Ich bin beschwerdefrei, kann voll trainieren. YB kann mich brauchen und für mich hat es bei Norwich nicht geklappt.» Insofern sei es der «perfekte Zeitpunkt. Das Schicksal hat etwas vor mit uns.»
"Ich bin nicht zurückgekommen zum ‹Umeküechle›."
Fassnachts Auslandsabenteuer – es war nicht von Erfolg gekrönt. Wechsel im Staff, Verletzungen, zuletzt war der 19-fache Nationalspieler ein halbes Jahr ohne Ernstkampf. Und doch bereut er diese Zeit nicht: «Das alles hat mich geformt und gestärkt. Die Zeit hat mich besser gemacht.»
11 Tore sind zu wenig
In Bern soll er seine Stärken wieder einbringen. Einerseits natürlich auf dem Feld: «Ich kann etwas bewegen. Am Ende ist man aber einer von elf Spielern. Ich bin nicht zurückgekommen zum ‹Umeküechle›.» Sein Ziel lässt sich quantifizieren: Er habe nie mehr als 11 Tore pro Saison erreicht, diesen Wert müsse er knacken. Andererseits kann Fassnacht auch in der Kabine wichtig sein: «Ich habe ein gutes Gespür, wie es den Mitspielern geht, wer was braucht. Und ich weiss jetzt auch, wie es sich anfühlt, wenn man in einer Liga nicht heimisch ist.»
Bei all der Vorfreude dürfe die Geduld nicht zu kurz kommen. In den nächsten Tagen soll ein Zeitplan erstellt werden, das Winterthur-Spiel komme aber noch deutlich zu früh. Dann ist da noch die Frage, wie er mit dem immensen Druck umgeht, den hohen Erwartungen, die seine Vergangenheit mit sich bringt: «Natürlich gibt es Druck, aber für mich ist es ein positiver.»
«Geschenk» für Benito
Viel Freude über den «Neuzugang» verspürt Verteidiger Loris Benito, der den Fassnacht-Transfer als «kleines Weihnachtsgeschenk» titulierte. Vorab aus persönlichen Gründen freue er sich auf die Zusammenarbeit. Auf dem Platz sei «Fasi» ein sehr belastbarer Spieler, bringe Winnermentalität mit und brauche kaum Angewöhnungszeit.
Neu ist, wie gesagt, auch der Mann an der Seitenlinie. Contini verliess die Nati als Assistent zugunsten der Berner. «Jeder will sich neu beweisen», ist sich der Zürcher bewusst. Anstand und Respekt seien ihm sehr wichtig. Nach enttäuschendem Saisonstart sieht er im mentalen Bereich Baustellen. An der typischen YB-DNA im spielerischen Bereich («dominant und aktiv») wolle er indes nicht grundlegend rütteln.
Zum «verlorenen Sohn» Fassnacht erklärt Contini, dieser bringe viel Engagement mit. Aber auch: «Ihm ist bewusst, dass so eine Rückkehr viel Vergleichspotenzial bietet. Nun ist die Situation eine andere als damals. Wir werden ihn nicht zusätzlich unter Druck setzen.»
SRF-Experte Fabian Lustenberger spielte 2019 bis 2023 mit Fassnacht zusammen. Er mahnt zur Geduld: «Christian wird ein wichtiger Baustein sein. Zu meiner Zeit kam er auf unglaubliche Skorerzahlen. Mit so einem Spieler hast du Tore garantiert.»
Contini gibt Keller die Nummer 1
YB kommt mit einer neuen Nummer 1 aus der Winterpause. Wie der neue Trainer Giorgio Contini verriet, wird der Meister künftig mit Marvin Keller anstelle von David von Ballmoos im Tor spielen. Das habe sowohl fussballerische als auch menschliche Gründe, sagte Contini. Zusätzlich sei auch die Entwicklungsfähigkeit eine wichtige Komponente, die ebenfalls für den 22-jährigen Zürcher und gegen den 30-jährigen Emmentaler gesprochen habe.
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16.01.2025
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Goalie von Ballmoos für die Rückrunde nur noch Nummer 2
Marvin Keller wird bei YB die Nummer 1 im Tor. Trainer Giorgio Contini zieht den 22-Jährigen dem langjährigen Goalie David von Ballmoos vor.
Die Young Boys kommen mit einer neuen Nummer eins im Tor aus der Winterpause. Wie der neue Trainer Giorgio Contini während einer Medienkonferenz in Bern verriet, wird der Meister künftig mit Marvin Keller anstelle von David von Ballmoos im Tor spielen.
Bei so einem Entscheid flössen sowohl fussballerische als auch menschliche Faktoren ein, sagte Contini. Zusätzlich sei auch die Entwicklungsfähigkeit eine wichtige Komponente, die ebenfalls für den 22-jährigen Zürcher und gegen den 30-jährigen Emmentaler gesprochen habe. «Es war kein Bauchentscheid, sondern einer, der in einem analytischen Prozess über längere Zeit gereift ist und den wir im Staff mit voller Überzeugung gefällt haben.»
Die Young Boys starten am Samstag mit einem Heimspiel gegen Schlusslicht Winterthur in die zweite Saisonhälfte der Super League. Sie liegen mit acht Punkten Rückstand auf Leader Lugano im neunten Rang.
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16.01.2025
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Marvin Keller wieder Goalie Nummer 1 bei YB
Auf die Rückrunde hin erhält Marvin Keller von Chefcoach Giorgio Contini das Vertrauen zwischen den Pfosten. Damit herrscht unter Contini frischer Wind in den Reihen von YB, um in der zweiten Saisonhälfte wieder auf Kurs zu kommen.
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
16.01.2025
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Mit wem Benito und Itten in eine WG ziehen würden
Sie ist wieder da, die Zeit der wöchentlichen Fussballerfloskeln. Vor YBs Start in die zweite Saisonhälfte wollte die Plattform J aber nichts von Aussagen wie «wir müssen von Spiel zu Spiel schauen» wissen. Nein, es geht um Sommer oder Winter, Morgenmuffel oder Frühaufsteher und wer als geeigneter Mitbewohner infrage käme.
Wie heisst es so schön: neues Jahr, neues Glück. Ein Motto, das man sich sicher auch beim BSC YB zu Herzen genommen hat. Nach wenigen Tagen Weihnachtspause – acht waren es – bringen sich die Spieler rund um Neutrainer Giorgio Contini seit Jahresbeginn bereits wieder in Form für die zweite Saisonhälfte. Erst im kalten Bern, dann eine Woche im Trainingslager in der Türkei. Und nun steht bereits dieses Wochenende mit der Partie gegen Winterthur (Samstag 18.00 Uhr) der Auftakt ins neue Jahr an.
Die Ausgangslage für die YB-Akteure, an deren Seite nun neu Ex-Nati-Assistenztrainer Giorgio Contini weilt (die Plattform J berichtete), ist dabei recht schnell zusammengefasst: Es war eine herausfordernde Hinrunde, mit schwierigem Start und solidem Finish. Als Tabellensechster steht der amtierende Meister dennoch so schlecht da wie schon lange nicht mehr. (Hier ein ausführlicher Bericht zur YB-Hinrunde)
Die Marschrichtung für das neue Jahr ist demnach klar: Es soll nach vorne gehen. Oder wie Stürmer Cedric Itten sagt: «Ich wünsche mir so viele Siege wie möglich!»
Keine Lust auf Fussball-Floskeln
Gut so, aber schon oft gehört, wird sich manch einer ob dieser Aussage denken. Und ja, mit der Rückkehr auf das Grün halten auch die Fussball-Floskeln wieder Einzug in den Medien. Doch statt den Akteuren, die anlässlich des traditionellen Medientreffs im Wankdorf den Journalisten zur Verfügung standen, die gängigen Fragen wie «wie lief die Vorbereitung?» oder «was habt ihr euch für die Rückrunde vorgenommen?» zu stellen, blickt die Plattform J mit Kapitän Loris Benito und Stürmer Cedric Itten etwas über den Tellerrand hinaus …
Doch keine Angst, was die sportlichen Ziele angeht, äusserte sich Cheftrainer Giorgio Contini an der Medienkonferenz ausführlich. Hier gehts zum ausführlichen Bericht und hier zur Mitteilung, dass YB eine neue Torhüter-Nummer-1 hat.
"Ich darf ja nicht mehr Ski fahren und mag deshalb das Meer schon sehr, daher ganz klar Sommer" Loris Benito YB-Kapitän
Sommer Boys
Nicht nur die Fans am Samstag in Stadion, sondern auch die YB-Spieler müssen sich dieser Tage bei Minustemperaturen im Training warm anziehen – ob das auch für den Gegner aus Winterthur gilt? Loris Benito und Cedric Itten hoffen es natürlich. Sie selbst freuen sich hingegen schon wieder darauf, auf dem Feld etwas weniger anzuhaben. «Ich hab zwar im Winter Geburtstag, mag mittlerweile den Sommer aber lieber», so Itten.
Und auch Benito würde sich eher als «Sommer Boy» beschreiben. «Ich darf ja nicht mehr Ski fahren und mag deshalb das Meer schon sehr, daher ganz klar Sommer.» Gut also, dass die Winterpause für die Spieler eh relativ kurz ist. Doch vermisst man in diesen wenigen Tagen bereits etwas? «Den Ball und ein klein wenig die Mitspieler», witzelt der YB-Stürmer, während der Kapitän froh war, einfach mal acht Tage nichts zu hören, wie er sagt.
Die Vorfreude auf die bald startende Rückrunde war den beiden dabei anzumerken – endlich wieder um Punkte, Siege oder eben gegen drohende Niederlagen zu kämpfen. Ein Highlight strichen dabei beide hervor: «Die Partie gegen Celtic Glasgow wird sicherlich cool», meint Benito. Gilt auch für Kollege Itten, der ja eine Vergangenheit in Schottland hat und beim Stadtrivalen Glasgow Rangers spielte. «Ich hab auch noch Kontakt mit einigen Spielern, das wird sicher speziell werden.»
Aufgepasst am Morgen …
Doch kommen wir nun zu den wirklich wichtigen Fragen (Augenzwinker). Dass die Akteure während der Saison viel Kontakt miteinander haben, steht ausser Frage. Noch etwas intensiver wird dieser Kontakt beispielsweise während einer Woche im Trainingslager. Man ist fast 24 Stunden mit den gleichen Leuten unterwegs. Das kann fürs Teamgefüge positiv sein, klar. Es kann bei manchen aber auch ungeahnte No-Gos aufdecken.
"Ich bin schon auch eher in den Abendstunden aktiver" Cedric Itten YB-Stürmer
Vor allem bei der morgendlichen Trainingseinheit ist es daher nicht schlecht zu wissen, wer denn nun zu den Frühaufstehern und wer eher zu den Morgenmuffeln gehört. «Ich selbst würde mich eher als Nachteule bezeichnen – ich habe einfach mehr Energie am Abend», sagt Benito. Kollege Itten habe sich derweil zwar vorgenommen, früh aufzustehen, doch noch sei seine Laune nicht immer gut. «Aber ich arbeite daran. Ansonsten bin ich schon auch eher in den Abendstunden aktiver», fügt er an.
Als grössten «Morgenmuffel» bezeichnet das Duo derweil Filip Ugrinic. «Er und Monteiro sind morgens meistens eher knapp dran», so Itten.
"Ich denke, mit Rückkehrer Christian Fassnacht würde das schon ziemlich Spass machen" Cedric Itten YB-Stürmer
Alter neuer Liebling?
Man lernt also die positiven Eigenschaften oder eben die Marotten der Mitspieler noch etwas genauer kennen, was uns zur nächsten Frage führt: Mit wem aus dem Team könnten sich Benito und Itten vorstellen, eine Wohngemeinschaft zu gründen?
«Phu, wir haben sehr viele gute Typen. Aber ich denke, mit Rückkehrer Christian Fassnacht würde das schon ziemlich Spass machen», so Itten. Und auch Benito scheint seinen «Liebling» bereits gefunden zu haben: «Ganz klar Fasi», so die klare Antwort. Etwas ins Grübeln kommt der Verteidiger dann aber, gefragt danach, mit wem er es sich gar nicht vorstellen könne.«Das ist ja schon mal ein gutes Zeichen, dass mir da nicht sofort jemand einfällt», meint er mit einem Schmunzeln. «Vermutlich wäre es Darian Males, der hat nämlich immer viele Leute bei sich.»
"Ich wünsche mir, dass alle Spieler die Rückrunde verletzungsfrei überstehen" Loris Benito YB-Kapitän
Ein letzter Wunsch
Jetzt, wo die Morgenmuffel und WG-Mitbewohner Fragen geklärt sind, hoffen die YB-Spieler und auch Neutrainer Giorgio Contini natürlich darauf, am Samstag gegen Winterthur (18.00 Uhr) vor einer vollen Hütte in die zweite Saisonhälfte starten zu können.
Apropos Neutrainer: Welche tolle Eigenschaft besitzt der 51-jährige Coach Giorgio Contini eigentlich so? «Ich mag seine positive Art und die Energie, die er mitbringt», meint Stürmer Itten. Benito entgegnet derweil: «Seine klaren und direkten Ansprachen» – ja, da haben die beiden definitiv etwas gemeinsam.
Erfüllen wir zum Abschluss, nachdem sich Itten für die Rückrunde ja so viele Siege wie möglich wünscht, auch dem Berner Kapitän noch einen Wunsch – und der wäre? «Ich wünsche mir, dass alle Spieler die Rückrunde verletzungsfrei überstehen.» – dem ist nichts mehr hinzuzufügen!
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