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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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Hotzenplotz
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Verfasst: Dienstag 19. April 2005, 19:39 |
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Registriert: Donnerstag 13. Mai 2004, 21:46 Beiträge: 216
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fcz.ch
Vorschau FCZ - Young Boys
Ohne Ilie und Cesar ins Cuphalbfinal
TV-Übertragung, Funpark der Sponsoren des Swisscom Cups, über 30 akkreditierte Journalisten aus der gesamten Schweiz- der FC Zürich und der BSC Young Boys stehen am Mittwochabend im Rampenlicht der Fussball-Schweiz. Für beide Teams könnte das Erreichen des Finals am 16. Mai eine von wenigen letzten Chancen sein, sich für das internationale Geschäft zu qualifizieren.
Beim Stadtclub muss Trainer Lucien Favre neben den Langzeitverletzten Diego Capria, Michael Hohl, Artur Petrosyan und Kresimir Stanic auch weiterhin auf Lado Akhalaia (Adduktoren) verzichten. Weitaus schwerer wiegen die Ausfälle der zuletzten starken Adrian Ilie und Cesar. Ilie sah bei der AC Bellinzona die 2. Gelbe Karte und Cesar wurde wegen seiner Tätlichkeit am Sonntag bei GC für 2 Spiele gesperrt. Somit wird Favre wieder umstellen müssen. Sehr wahrscheinlich ist, dass Marc Scneider vom Abwehrzentrum auf die linke Seite rückt und der junge Florian Stahel wird neben Iulian Filipescu spielen. Ebenfalls neu besetzt werden muss die linke Mittelfeldseite, wo Franco Di Jorio die besten Karten auf einen Einsatz von Beginn an hat.
Der FC Zürich hat gegen den Gast aus Bern noch etwas gutzumachen. Das 0:5 vom 13. März ist immer noch in den FCZ-Köpfen und die Spieler werden mit einen anderen speziellen Motivation ins Spiel gehen.
Auch neben dem Spielfeld wird den Besuchern im Letzigrund einiges geboten. Auf dem Kunstrasenplatz wird der Hauptsponsor des Swisscom Cups einen Funpark aufbauen und Radio 24 wird ab 18 Uhr live vor Ort sein. Sportchef Peter Schnyder wird die Stimmung rund ums Spiel einfangen und Interviews in Windeseile in die Stuben bringen.
Der FC Zürich teilt nochmals mit, dass es an allen Ticketcorner-Vorverkaufsstellen noch Tickets gibt und die Abendkassen ab 18:30 Uhr geöffnet sind.
Allen Besuchern, die sich nicht im Vorverkauf ein Ticket besorgt haben, wird empfohlen frühzeitig in den Letzigrund zu kommen, um längere Wartezeiten an den Kassen zu vermeiden.
Übrigens: Einen Sieger hat es jetzt schon. Eine der beiden Fangruppen wird im St.Jakob-Park nicht in der ungeliebten Muttenzer Kurve stehen, sondern in Block B (Gegenseite). Das wurde jetzt schon bekannt gegeben.
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mex0r
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Verfasst: Dienstag 19. April 2005, 20:55 |
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Registriert: Sonntag 16. Mai 2004, 14:39 Beiträge: 801 Wohnort: Bernensis
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i wirde geng wie närvöser...... dumdidum
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Haribo
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Verfasst: Dienstag 19. April 2005, 22:45 |
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Registriert: Mittwoch 5. Mai 2004, 15:29 Beiträge: 1036
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zum glück spiele mir morn uswärts.

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shalako
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Verfasst: Mittwoch 20. April 2005, 07:57 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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BZ, 20.4.2005
Auswärtsvorteil für die Young Boys im Halbfinal
Der FC Zürich und die Young Boys machen heute im zweiten Halbfinal des Swisscom Cup im Letzigrund (20.15 Uhr/live auf SF 2) nicht nur den Finalgegner Luzerns aus. Für beide Teams ist der Cup die erste Hoffnung, in der nächsten Saison im UEFA-Cup zu spielen.
Sowohl der FC Zürich als auch die Young Boys wollen in der nächsten Saison auf jeden Fall im Europacup spielen, und dafür ist der Swisscom Cup in diesem Jahr der scheinbar einfachste Weg. Basel und Thun sind der Konkurrenz im Championat mit mindestens 14 Verlustpunkten Vorsprung enteilt, und um den letzten UEFA-Cup-Platz kämpfen neben dem FCZ und YB auch noch die Grasshoppers. Mit zwei Siegen im Cup ist für Zürcher oder Berner die Teilnahme am UEFA-Cup gesichert.
In dieser Saison war in den Vergleichen der beiden Teams jeweils die Gastmannschaft erfolgreich. In der Vorrunde gewannen die Berner auf dem Letzigrund 3:2 nach frühem 0:2-Rückstand, und in diesem Frühjahr setzte sich das Team von Hans-Peter Zaugg gar 5:0 durch. Überhaupt überzeugte der FCZ, der in Bern 4:2 gesiegt hatte, in der Rückrunde vor dem eigenen, zumeist sehr zahlreich erschienen Anhang noch nicht. In sechs Heimspielen gewannen die Stadtzürcher einzig die Auftaktpartie gegen Schaffhausen und holten nur sechs Punkte.
Zaugg zieht aus dieser Statistik auch seine Zuversicht. «Es ist nicht schlecht, auswärts antreten zu können», so der Berner. Seinem Team laufe es derzeit auswärts besser, auch verspüre es weniger Druck. Im Hinblick auf die heutige Partie und nach dem schwachen Heimauftritt gegen Basel (2:5) sei der im St.-Jakob-Park gewonnene Punkt «viel wert», so Zaugg. Die wenig berauschenden Darbietungen seiner Mannschaft im Letzigrund erklärt Lucien Favre mit der Mühe, das Spiel zu machen. «Es ist für uns zuhause schwieriger, weil die Gegner häufig nur abwarten», sagt der FCZ-Trainer.
0:5-Niederlage kein Thema im FCZ
Vom 0:5 am 13. März hätten sie nicht mehr gesprochen, erklärte Favre. Er habe den Spielern ein Video von FCZ und YB «mit positiven Sachen» gezeigt. Favres Taktik und die FCZ-Aufstellung werden allerdings weniger aus Rückschlüssen aus dem Videostudium begründet, sondern von der langen Liste der Abwesenden diktiert. In der Abwehr rückt Marc Schneider auf die Position des gesperrten Cesar links aussen, in der Innenverteidigung übernimmt der junge Florian Stahel den Platz von Schneider.
Dem FCZ fehlen nach dem Ausfall des heute seinen 31. Geburtstag feiernden Adrian Ilies, der nach Gelben Karten im laufenden Wettbewerb gegen Kickers Luzern und Bellinzona gesperrt ist, vor allem in der Offensive Alternativen. Alhassane Keita, mit zehn Saisontoren bisher erfolgreichster Torschütze des FCZ, ist der einzige Favre zur Verfügung stehende Stürmer. Der 21-jährige aus Guinea kreiert dank seiner Schnelligkeit immer wieder gute Abschlussmöglichkeiten, lässt diese aber (zu) häufig auch aus.
Chapuisat erneut nur Ersatz
Entspannter präsentiert sich die Situation für Zaugg, der abermals auf Alt-Star Stéphane Chapuisat (13 Saisontore) verzichten und auf das Sturmduo Neri/De Napoli setzen wird. Auch in der Abwehr wird Zaugg wohl auf das gleiche Personal setzen, das in Basel (1:1) einen Punkt geholt hat. Dass Captain Mark Disler in die Startformation zurückkehrt, ist nur zu erwarten, falls Fernando Carreño ausfallen sollte. Weil mit Alain Rochat und dem Isländer Gretar Steinsson schon zwei Linksfüsser aufgestellt sind, bleibt dem Zürcher Oberländer wohl nur die Reservebank.
Weil die Young Boys nach Thun das zweitbeste Auswärtsteam der Saison stellen, sieht Favre «keinen Vorteil» im Letzigrund spielen zu können. Dabei ist es das erste Heimspiel der Zürcher im Cup seit 1126 Tagen und der Niederlage im Viertelfinal am 21. März 2002 gegen den späteren Cupsieger Basel (1:4). Bessere Erinnerungen haben die FCZ-Fans ans vorletzte Heimspiel und den 7:2-Erfolg nach Verlängerung gegen Luzern im Halbfinal 2000. Im gleichen Jahr gewann Zürich auch letztmals den Cup im Penaltyschiessen gegen Lausanne.
Aus jener Equipe steht heute kein Spieler mehr im Kader. Überhaupt standen nur Mihai Tararache und Lucien Favre als Aktive in einem Cupfinal. Der Rumäne und der Romand gingen jedoch in allen drei Teilnahmen als Verlierer vom Platz; Tararache zuletzt vor Jahresfrist gegen Wil vorzeitig nach der zweiten Gelben Karte. Die Young Boys, wie der FCZ sechsfacher Cupsieger, feierten ihren letzten Erfolg 1987 gegen Servette mit dem heutigen FCZ-Trainer Lucien Favre (4:2 n.V).
Historischer Vorteil für YB
Das letzte Duell (von bisher vier) der beiden Teams im Cup fand 1991 ebenfalls im Halbfinal statt, und die Berner setzten sich zuhause unter anderem dank zwei Treffern des Norwegers Mini Jakobsen sowie einem verwandelten Foulpenalty des späteren FCZ-Trainers Georges Bergy 5:1 durch. Den Final jedoch verlor YB gegen Sion trotz einer 2:0-Führung zur Pause noch 2:3. Die Berner hatten sich auch 1953 im Halbfinal dank einem Hattrick von Geni Meier 3:0 im Wiederholungsspiel durchgesetzt.
Auf dem Weg zum fünften Cupsieg schalteten die Young Boys 1977 den FCZ im Viertelfinal aus (2:1). Den bislang einzigen Erfolg im Cup feierte der Stadtklub ein Jahr zuvor ebenfalls im Viertelfinal, als er YB zuhause 3:1 und auswärts 2:0 bezwang. In der gleichen Saison gewann Zürich den Cup das vorletzte Mal. Im überaus enttäuschenden Final gewann die Equipe um Köbi Kuhn dank des frühen Tors von Iljia Katic gegen Servette 1:0 und wurde wegen des bescheidenen Auftritts bei der Pokalübergabe sogar ausgepfiffen. Für den heutigen Nationaltrainer war es der fünfte Cupsieg mit dem FCZ.
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 20. April 2005, 08:00 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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BZ, 20.4.2005
Chapuisat erneut Ersatz
Vor dem Cuphalbfinal gegen Zürich ist bei YB der Einsatz von Fernando Carreño, Roman Friedli und Adrian Eugster fraglich. Alle sind leicht angeschlagen. Im Mittelfeld erhält Urdaneta den Vorzug vor Häberli. Im Sturm setzt Hans-Peter Zaugg auf De Napoli und Neri.aww
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 20. April 2005, 08:02 |
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Bund, 20.4.2005
. . . und wieder lockt der Cupfinal
Heute der Halbfinal im Letzigrund gegen den FC Zürich: Wie vor drei Jahren fehlt den Young Boys zum Finaleinzug noch ein Sieg
Es wartet wieder einmal ein «wichtigstes Spiel des Jahres»: Der Cup-Halbfinal, den YB heute in Zürich beim FCZ zu bestreiten hat (20.15 Uhr), könnte den Young Boys das Türchen zum Endspiel und möglicherweise zur Europacup-Qualifikation öffnen.
Wenn möglich im neuen Stadion auf europäischer Ebene vertreten sein – so lautete ein Ziel der Young Boys vor dieser Saison. Mit einem Sieg gegen den FC Zürich hätten die Berner dieses Ziel zwar noch nicht erreicht, aber sie stünden immerhin erstmals seit 1991 wieder in einem Cupfinal. Dabei träfen sie am Pfingstmontag in Basel auf den unterklassigen FC Luzern, der vor einer Woche die kriselnden Aarauer aus dem Wettbewerb geworfen hat. Klar, im Endspiel wären die Gelb-Schwarzen dannzumal Favorit – aber so weit ist es noch nicht. Denn Gegner FCZ ist heute bestimmt ein harter Brocken.
Es ist aber auf jeden Fall ein Schlüsselspiel, das YB heute im Letzigrund bestreitet. So war es im Cup letztmals auch vor zwei und vor drei Jahren: Am 26. März 2003 verloren die Berner den Viertelfinal daheim gegen Basel nach Verlängerung mit 2:3 (Hakan Yakin schoss nach einem verrückten Spiel den FCB-Siegestreffer), und ein Jahr zuvor (11. April 2002) schied YB gegen den gleichen Gegner auswärts im begeisternden Halbfinal aus. Der FC Basel setzte sich erst mit 5:4 im Penaltyschiessen gegen zehn Berner durch, nachdem Torhüter Collaviti (74.) für eine Notbremse die rote Karte gesehen hatte. Wie schnell doch die Zeit vergeht, dokumentiert übrigens die Formation der damaligen Schällibaum-Mannschaft: Collaviti; Eugster, Mitreski, Vardanjan, Rochat; Sermeter (119. Burri), Petrosjan, Descloux, Tikva; Häberli (74. Lingenhag), Berisha.
Zweimal verlor YB in jüngerer Vergangenheit, als eine Cupfinal-Qualifikation in Griffweite schien, die entscheidenden Spiele also nur ganz knapp und sicherlich auch mit viel Pech. In der letzten Saison hingegen schieden die Berner bereits vorzeitig aus: Malcantone Agno bedeutete im Achtelfinal überraschend Endstation.
Das 5:0 als Fragezeichen
Vor fünfeinhalb Wochen gewannen die Young Boys das Meisterschaftsspiel gegen den FC Zürich auf dem Letzigrund gleich mit 5:0 Toren. Das war eine handfeste Überraschung, vom Resultat her gar eine Sensation. Nun stellt sich natürlich die Frage, ob dieses 0:5 den heutigen Cup-Halbfinal (ab 20 Uhr live auf SF 2) irgendwie beeinflussen wird. Ob es in den Köpfen der Spieler herumgeistert. Für die YB-Verantwortlichen ist klar, dass «die Vergangenheit vergessen» werden muss: «Der FCZ», zeigt sich Trainer Hans-Peter Zaugg überzeugt, «wird dieses Mal ganz anders und konzentrierter zur Sache gehen als in der Meisterschaft.»
Andererseits dürfte das letzte Resultat dafür sorgen, dass die Young Boys vor dem Gegner nicht gerade in Ehrfurcht erstarren, sondern mit intaktem Selbstvertrauen die eigene Chance wahrnehmen wollen. So wie ihnen dies am Sonntag in Basel gelang, als die Berner den klar überlegenen FCB bis zuletzt forderten und ein 1:1 nach Hause brachten.
Auswärts noch ungeschlagen
Der YB-Trainer ist nicht unglücklich darüber, dass seine Mannschaft auswärts antreten muss. «Daheim», sagt er, «sind wir gegenwärtig nicht imstande, spielerische Akzente zu setzen. Das hat man am deutlichsten bei unserem missglückten Match gegen St. Gallen gesehen.» Auswärts hingegen sind die Young Boys von anderem Kaliber: In diesem Jahr gab es Siege beim FCZ und in Schaffhausen sowie je ein Remis bei GC und Basel – noch ist die Mannschaft auf fremdem Terrain ungeschlagen, und sie möchte es auch heute bleiben.
In der Berner Formation sind nach dem 1:1 gegen Basel kaum grosse Änderungen in Sicht – allenfalls kehrt Häberli (zuletzt gesperrt) ins Team zurück. Im Prinzip aber will Zaugg an jener Equipe festhalten: «Wir haben in Basel umgestellt, und die Umstellungen waren von Erfolg, weil jeder wirklich alles gegeben hat. Also gibts keinen Grund, jetzt alles wieder in Frage zu stellen.»
Über die immense Bedeutung der Partie ist man sich bei YB im Übrigen durchaus bewusst: «Wir wollen nach unseren schwachen Heimspielen heute nicht die Saison retten», sagt Zaugg, «sondern in erster Linie einfach den Cupfinal erreichen.»
Das ist in der Tat etwas anderes, obschon es das gleiche ist. Der neue Sportchef Marcel Hottiger drückt es so aus: «Der grosse Druck in der Mannschaft ist nach der guten Leistung jüngst in Basel eben wieder der Freude gewichen.»
Zwei Chancen für ein Ziel
Am Pfingstmontag könnte es einen «blau-weissen» Cupfinal geben – sowohl bezüglich Klub- als auch Kantonsfarben. Die erste Bedingung dazu erfüllte vor Wochenfrist der FC Luzern mit dem 2:1-Sieg in Aarau. Heute versucht es ihm der FC Zürich mit einem Erfolg gegen YB gleichzutun. Doch die Aussicht, erstmals seit dem Cupsieg 2000 wieder das Endspiel des nationalen Cups zu erreichen und somit die Hand nach dem neuen (Swisscom-)Pokal auszustrecken, scheint in Zürich (noch) keine grosse Begeisterung auszulösen. Die Vorverkaufszahlen für das erste Cup-Heimspiel dieser Saison blieben jedenfalls unter der fünfstelligen Marke. Vereinsverantwortliche meinten gestern, diese Zahlen seien mitunter ein schlechter Indikator für die effektiven Zuschauerzahl. Schon häufig sei es anders gekommen, als aufgrund des Vorverkaufs geglaubt – im positiven wie im negativen Sinn. Dennoch wird bezweifelt, dass letztlich die erhofften 16 000 Tickets abgesetzt werden können. Von einem ausverkauften Letzigrund (23 000 Zuschauer) wagt niemand zu träumen.
Saisonbilanz FCZ - YB 1:2
Einer möglichen Euphorie nicht gerade zuträglich waren die zuletzt in Heimspielen gezeigten Leistungen des FC Zürich – ähnlich dem heutigen Gegner YB war das Team von Trainer Lucien Favre in diesem Jahr auswärts erfolgreicher als zuhause. Da war wohl das 1:1 im Derby gegen GC vor zehn Tagen, als der Drittklassierte der Super League im Letzigrund dem Stadtrivalen während mehr als 80 Minuten mit nur zehn Mann Paroli bot; da waren aber vor allem auch die Niederlagen gegen St. Gallen (0:2) und YB (0:5). Darauf angesprochen, meint Trainer Lucien Favre, im heutigen Fussball hätten es die Heimteams oftmals schwerer als die Gastteams, die meist sehr kompakt aufträten und nur auf Konter lauerten. «In diesen Phasen die Geduld zu bewahren ist nicht einfach», sagt Favre, der meint, es sei weder Vor- noch Nachteil, heute im Letzigrund zu spielen. Auch der Gedanke an das 0:5 gegen die Young Boys vom 13. März und der Umstand, «dass YB zu den stärksten Auswärtsteams der Schweiz gehört», scheint den Romand nicht zu beunruhigen, wenngleich er zur Floskel greift, jedes Spiel schreibe seine eigene Geschichte. Er verweist auch darauf, sein Team habe gegen YB in dieser Saison schon 4:2 gewonnen – am 5. Dezember im Neufeld. Im Letzigrund setzte sich hingegen zweimal YB durch (3:2 und 5:0).
FCZ-Sportchef Fredy Bickel gibt durchaus zu bedenken, dass unter der gegebenen Konstellation «der Heimvorteil eine Hypothek sein könnte – was im umgekehrten Fall aber genauso gegolten hätte». Der ehemalige YB-Sportchef zieht eine weitere Parallele zwischen den beiden Teams: die Ausgangslage. «Unser erklärtes Saisonziel lautete Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb», sagt Bickel. «Und genau wie YB können wir dieses Ziel noch immer auf zwei Wegen erreichen. Es liegt an uns, eine dieser beiden Chancen zu nutzen.»
Bickel sieht sich dieser Tage wieder einmal mit der (abgeschlossen geglaubten) Zeit bei den Bernern konfrontiert. Zumindest war Stillschweigen vereinbart worden. Peter Jauch, CEO der Stade de Suisse Wankdorf Nationalstadion AG, hatte letzte Woche in einem Interview mit Tele Bärn jene Phase als Zeit der «Geldvernichtung» bezeichnet. Bickel zeigt sich betroffen. «Zahlreiche Leute sprachen mich darauf an oder sendeten mir ein SMS – gesehen habe ich die Sendung nicht. Ich will endlich Ruhe und lasse mich nicht provozieren», sagt Bickel. Er fügt aber an, den TV-Sender gebeten zu haben, eine Aufzeichnung an seinen Anwalt zu schicken. «Er sammelt das Material und prüft, ob es einzuschreiten gilt.» (gui)
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 20. April 2005, 08:07 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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NZZ, 20.4.2005
Berner Wellenreiten
Die Young Boys vor dem Cup-Duell mit dem FC Zürich
YB-Präsident Peter Mast
(Bild key)
bsn. Bern, 19. April
Es gebe viele Floskeln im Leben, sagt Peter Mast und führt ein Beispiel an: «Mit dem Appell an die Ehre und solchen Sprüchen müssen wir aufhören.» Der YB-Präsident möchte die Berner Fussballer vor dem Cup-Halbfinal gegen den FC Zürich (Mittwoch, 20.15 Uhr) nicht an Stolz und Charakter erinnern müssen, sondern gibt sich der schlichten Hoffnung hin, jedermann wisse, welch grosse Chance sich dem Verein mit dem Einzug ins Endspiel biete. Und auch für Mast persönlich hätte ein YB-Sieg vermutlich eine angenehme Nebenwirkung - den Effekt einer ruhigen zweiten Wochenhälfte, die ihm zuletzt verwehrt geblieben ist. Nach der 2:4-Niederlage gegen den FC Thun am letzten Donnerstag habe er von Journalisten nur noch Krisenszenarien gehört. Und darob den Kopf schütteln müssen. «Wir bleiben ruhig», sagt Mast, «das ändert sich erst, wenn wir zehnmal hintereinander verloren haben.» Wie viel Schalk hinter dieser Aussage steckt, ist schwer zu erahnen. Jedenfalls soll sie Gelassenheit zeigen.
Raimondi als Ausnahme von der Regel
Ist Mast in der Tat derart ruhevoll, fehlten zuletzt sieben YB-Niederlagen, um ihn aus der Contenance zu bringen. Im Neufeld unterlag die Mannschaft hintereinander St. Gallen (2:3), Basel (2:5) und Thun. In der Tabelle zeitigte diese Negativserie keine gravierenden Folgen, doch wurde in der Hauptstadt offenbar, welch grosse Energien das Schicksal der Young Boys vor dem Einzug ins neue Stadion in sich birgt: Am Spielfeldrand und in Internet-Foren ärgerten sich Fans über den Trainer Hans-Peter Zaugg; selbiges geschah in Zeitungsspalten, wo überdies Team- Interna ausgeplaudert, ehedem gelobte Spieler verunglimpft und wiederholt Deumi (Thun) und Spycher (GC) als Verstärkungen gefordert wurden. Weder Deumi noch Spycher dürften nach Bern wechseln. Die 300 000 Franken teure Verpflichtung des Mittelfeldspielers Raimondi (gehört dem FCZ und spielt in Thun) soll die Ausnahme von der Regel gewesen sein, keine Spieler aus Verträgen freizukaufen. Der kamerunische Nationalspieler Deumi dürfte derzeit annähernd eine Million Franken kosten - die Losung von Präsident Mast, YB müsse Schritt für Schritt nehmen, würde damit verletzt. Mast: «Mit einer so grossen Investition nähmen wir zu viele Stufen auf einmal.»
Die Suche nach Verstärkungen, die YB im angemessenen Berner Tempo nach oben führen, obliegt dem neuen Sportchef Marcel Hottiger. Er ortet die Mannschaft in einem Wellental - anders könne er sich die Diskrepanz zwischen dem 5:0 gegen den FCZ (13. März) und dem 2:4 gegen Thun (14. April) nicht erklären. Mit dem jüngsten 1:1 gegen Basel erhielt YB wieder etwas Oberwasser, doch an Hottigers Analyse ändert dies nichts. Er habe das Gefühl, das Team bestehe aus zu vielen älteren Spielern zwischen 28 und 32 Jahren - einige seien vom strengen Programm, das es dieser Tage zu bewältigen gelte, überfordert. Aus genannter Alterskategorie stammen elf Kadermitglieder - Hottiger hat sich zum Ziel gesetzt, das Team zu verjüngen. Damit soll eine Qualitätssteigerung einhergehen, die Rechnung muss ebenfalls stimmen - sind das nicht gar viele Ansprüche auf einmal? Interessante Spieler seien durchaus verfügbar, sagt Hottiger; nun gelte es, «marktkonform» einzukaufen.
Mit Varela «eine gewisse Verrücktheit»
Der Basler in Berner Diensten erstaunt und überzeugt mit seinem Aktionismus in gleichem Masse. Er verblüfft mit der ehrgeizigen Parole, in anderthalb Jahren wolle YB mit dem FCB «auf Augenhöhe» sein. Und er argumentiert nachvollziehbar, wenn er sagt, in der neuen Arena «Stade de Suisse» müsse YB zuerst das Publikum gewinnen - zu diesem Zweck benötige die Mannschaft auch «eine gewisse Verrücktheit»; deshalb, sagt Hottiger, sei beispielsweise Varela von Aarau verpflichtet worden. Doch der Sportchef irritiert auch, wenn er grösste Mühe hat, die Namen jener YB-Spieler aufzuzählen, deren Verträge im Sommer auslaufen. Er kümmere sich halt nicht mehr so stark um das heutige Team, sagt Hottiger, er blicke in die Zukunft. Ob diese Haltung Vertrauen schafft? Ob sie sensible Spieler, die mit YB während dieser Saison unentwegt Wellen reiten, nicht verunsichert? Hottiger sagt einerseits, das Gros des Teams bleibe zusammen - anderseits kündigt er an, die Mannschaft werde ein anderes Gesicht kriegen. Ist beides vereinbar?
Wie das YB-Gesicht auch aussehen mag - früher oder später muss Trainer Zaugg es zum Strahlen bringen. Zum letzten Mal herzhaft gelacht hat die Mannschaft im Letzigrund, als sie 5:0 siegte. Seither schien Zaugg mit der Welle wacker mitzugehen, ritt auf und ab, bastelte mal hier, mal da, fand aber erst am vergangenen Wochenende - vor dem Gastspiel gegen den FCB - den Mut zum grossen Umbau. Den Lohn erhielt er in Form eines Punktes. Und seither darf Zaugg - theoretisch - zehnmal verlieren, ehe seine Vorgesetzten unruhig werden. Sofern dies keine der vielen Floskeln war, die es im Leben gibt.
Der FC Zürich mit Personalproblemen
rwe. Wen wundert es, dass dieser Tage im Letzigrund nicht nur vom Cup-Halbfinal gegen die Young Boys gesprochen wird, sondern auch von jenem schicksalshaften Match vor rund einem Jahr im Hardturm, als der Grasshopper-Club sowie der FC Zürich um den Einzug ins Endspiel kämpften (vgl. «Apropos»). Am Mittwochabend nimmt der Stadtklub - diesmal gegen YB - erneut Anlauf für den Vorstoss in den Cup-Final, der am Pfingstmontag in Basel stattfindet.
Für die Zürcher zeichnet sich ein schwieriger Match ab. Auf die Stimmung drücken vor allem Personalprobleme. Wegen der Sperre von Ilie, der Verletzungen von Stanic und Petrosjan bleibt im Angriff (nebst dem gesetzten Keita) Guerrero die einzige Alternative. Der Argentinier hat jedoch seit Jahren in dieser Umgebung keine Stricke zerrissen und wartet nur noch auf das Ende des Vertrages. Zur Entspannung der Situation im Angriff hätte der im Winter verpflichtete Akhalaia beitragen sollen, doch die Leidensgeschichte des Georgiers nimmt kein Ende. Denn statt kürzlich mit dem Team zum Auswärtsmatch nach Aarau zu reisen, zog er es vor, im Kraftraum etwas für die Form zu tun. Dabei übertrieb er die Bemühungen - und verletzte sich erneut.
Ein zusätzliches Ärgernis war Cesar, der letzten Sonntag im Derby infolge Unbeherrschtheit die rote Karte sah. Er ist deshalb gegen die Young Boys gesperrt, was den FCZ zusätzlich schwächt. Es ist zu vermuten, dass Schneider vom Zentrum der Abwehr nach aussen, an die Stelle des Brasilianers, rückt und der junge Stahel neben Filipescu verteidigt. Als Variante bietet sich im defensiven Zentrum auch das Duo Filipescu/Tararache an, das im Derby während einiger Zeit hervorragend harmoniert hatte. Favre sieht das Tandem ohnehin als Variante für die Zukunft. Aufgrund der sich zurzeit rasch folgenden Spiele ist an ein geordnetes Training nicht zu denken. Im Mittelpunkt stehen ganz kurze Sessionen auf dem Rasen, viel Erholung sowie das Studium von Videoaufnahmen - mit vielen positiven FCZ-Szenen, wie der Trainer Favre schmunzelnd durchblicken lässt.
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 20. April 2005, 08:07 |
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NZZ, 20.4.2005
Halbfinal
Alles ist bereit für das grosse Cup-Fest des FCZ in Zürich Aussersihl
Ein Halbfinal ist - per Definition - ein halber Final. Gelegentlich führt er auch zum Totalschaden. Zum Beispiel am 3. März 2004 aus Sicht des FC Zürich. Gegen die Grasshoppers, den nicht sonderlich geschätzten Stadtrivalen, ging das Team von Lucien Favre in der 63. Minute 5:2 in Führung und stand mit ungefähr anderthalb Beinen im Cup-Final. Doch im Moment des vermeintlich vollkommenen Glücks holte das Schicksal zum vernichtenden Gegenschlag aus. Zuerst machte der Schiedsrichter Meier dem FCZ-Brasilianer Cesar klar, dass südländische Lebensfreude in der Zwinglistadt nicht gefragt ist, und schickte den Mittelfeldspieler wegen übertriebenen Torjubels unter die Dusche; dann ging der Rest der Mannschaft auf Tauchstation und verspielte in den letzten sieben Minuten den Dreitorevorsprung. Torhüter Taini schien auf dem Rasen angewachsen - auch noch als Nuñez die Grasshoppers in der Verlängerung zum Sieg schoss: 6:5.
Die Erfindung des Fussballs geht auf die Chinesen und die Zeit um 2700 v. Chr. zurück. Doch was die FCZ-Sympathisanten an jenem Abend im Hardturm erleben mussten, war quasi die Mutter aller Niederlagen. Erbarmungsloser hatten die Fussball-Götter noch nie zugeschlagen. Weder der Champions-League-K.-o. des FC Bayern im Final von Barcelona gegen Manchester United noch Sepp Blatters Blitz-Scheidung hatten mehr Dramatik zu bieten.
Im Umfeld des Stadtklubs waren Selbsthilfegruppen und Therapeuten damals hoch im Kurs. Ein beliebtes Rezept gegen das Cup-Trauma war auch die Vogelstrausspolitik: Kopf in den Sand und vergessen - als hätte es den 3. 3. 2004 nie gegeben. So stösst im Letzigrund noch heute auf bares Unverständnis, wer das Gespräch auf jenes Ereignis lenkt. Für die «Hardcore-Mitglieder» der FCZ-Gemeinde fand am letzten Wochenende erst das 199. Derby statt. Am Mittwochabend werden aber alle nochmals mit der Vergangenheit konfrontiert. Denn exakt 412 Tage nach dem sportlichen GAU steht der FC Zürich wieder am gleichen Ort - im Cup-Halbfinal. Als letztes Hindernis auf dem Weg nach Basel wartet YB oder, wie es die Nachrichtensprecherin eines Lokalradios (phonetisch richtig, aber politisch nicht ganz korrekt) sagte: Ypsilon Bee.
Auf dem Letzigrund könnte die Vorfreude grösser kaum sein. Das 0:5 gegen die Berner im Meisterschaftsspiel vor fünf Wochen ist Schnee von gestern. Und der schmilzt bekanntlich auch bei tiefen Temperaturen. Im Vorverkauf gingen rund 10 000 Tickets weg, die Flachpass-Bar hat ihre Getränkereserven aufgestockt, Taini übte am Dienstag nochmals das Fangen von Flankenbällen, und Meier wird sicher nicht zum Partykiller. Der Aargauer Schiedsrichter ist 1. zurückgetreten und leidet 2. an den Folgen eines Achillessehnenrisses. Es wäre also alles bereit fürs grosse Fest in Zürich Aussersihl. Doch wer den FCZ kennt, ahnt: Die Sache muss einen Haken haben. Wo der ist, weiss man am Mittwochabend um 23.00 Uhr - spätestens.
Thomas Renggli
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 20. April 2005, 08:09 |
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nachrichten.ch, 20.4.2005
Auswärtsvorteil für die Young Boys
Der FC Zürich und die Young Boys machen heute im zweiten Halbfinal des Swisscom Cup im Letzigrund (20.15 Uhr/live auf SF 2) nicht nur den Finalgegner Luzerns aus.
Für beide Teams ist der Cup die erste Hoffnung, in der nächsten Saison im UEFA-Cup zu spielen. Sowohl der FC Zürich als auch die Young Boys wollen in der nächsten Saison auf jeden Fall im Europacup spielen, und dafür ist der Swisscom Cup in diesem Jahr der scheinbar einfachste Weg. Basel und Thun sind der Konkurrenz im Championat mit mindestens 14 Verlustpunkten Vorsprung enteilt, und um den letzten UEFA-Cup-Platz kämpfen neben dem FCZ und YB auch noch die Grasshoppers. Mit zwei Siegen im Cup ist für Zürcher oder Berner die Teilnahme am UEFA-Cup gesichert. In dieser Saison war in den Vergleichen der beiden Teams jeweils die Gastmannschaft erfolgreich. In der Vorrunde gewannen die Berner auf dem Letzigrund 3:2 nach frühem 0:2-Rückstand, und in diesem Frühjahr setzte sich das Team von Hans-Peter Zaugg gar 5:0 durch. Überhaupt überzeugte der FCZ, der in Bern 4:2 gesiegt hatte, in der Rückrunde vor dem eigenen, zumeist sehr zahlreich erschienen Anhang noch nicht. In sechs Heimspielen gewannen die Stadtzürcher einzig die Auftaktpartie gegen Schaffhausen und holten nur sechs Punkte. Zaugg zieht aus dieser Statistik auch seine Zuversicht. "Es ist nicht schlecht, auswärts antreten zu können", so der Berner. Seinem Team laufe es derzeit auswärts besser, auch verspüre es weniger Druck. Im Hinblick auf die heutige Partie und nach dem schwachen Heimauftritt gegen Basel (2:5) sei der im St.-Jakob-Park gewonnene Punkt "viel wert", so Zaugg. Die wenig berauschenden Darbietungen seiner Mannschaft im Letzigrund erklärt Lucien Favre mit der Mühe, das Spiel zu machen. "Es ist für uns zuhause schwieriger, weil die Gegner häufig nur abwarten", sagt der FCZ-Trainer.
0:5-Niederlage kein Thema im FCZ
Vom 0:5 am 13. März hätten sie nicht mehr gesprochen, erklärte Favre. Er habe den Spielern ein Video von FCZ und YB "mit positiven Sachen" gezeigt. Favres Taktik und die FCZ-Aufstellung werden allerdings weniger aus Rückschlüssen aus dem Videostudium begründet, sondern von der langen Liste der Abwesenden diktiert. In der Abwehr rückt Marc Schneider auf die Position des gesperrten Cesar links aussen, in der Innenverteidigung übernimmt der junge Florian Stahel den Platz von Schneider. Dem FCZ fehlen nach dem Ausfall des heute seinen 31. Geburtstag feiernden Adrian Ilies, der nach Gelben Karten im laufenden Wettbewerb gegen Kickers Luzern und Bellinzona gesperrt ist, vor allem in der Offensive Alternativen. Alhassane Keita, mit zehn Saisontoren bisher erfolgreichster Torschütze des FCZ, ist der einzige Favre zur Verfügung stehende Stürmer.
Der 21-jährige aus Guinea kreiert dank seiner Schnelligkeit immer wieder gute Abschlussmöglichkeiten, lässt diese aber (zu) häufig auch aus.
Chapuisat erneut nur Ersatz
Entspannter präsentiert sich die Situation für Zaugg, der abermals auf Alt-Star Stéphane Chapuisat (13 Saisontore) verzichten und auf das Sturmduo Neri/De Napoli setzen wird. Auch in der Abwehr wird Zaugg wohl auf das gleiche Personal setzen, das in Basel (1:1) einen Punkt geholt hat. Dass Captain Mark Disler in die Startformation zurückkehrt, ist nur zu erwarten, falls Fernando Carreño ausfallen sollte. Weil mit Alain Rochat und dem Isländer Gretar Steinsson schon zwei Linksfüsser aufgestellt sind, bleibt dem Zürcher Oberländer wohl nur die Reservebank. Weil die Young Boys nach Thun das zweitbeste Auswärtsteam der Saison stellen, sieht Favre "keinen Vorteil" im Letzigrund spielen zu können. Dabei ist es das erste Heimspiel der Zürcher im Cup seit 1126 Tagen und der Niederlage im Viertelfinal am 21. März 2002 gegen den späteren Cupsieger Basel (1:4). Bessere Erinnerungen haben die FCZ-Fans ans vorletzte Heimspiel und den 7:2-Erfolg nach Verlängerung gegen Luzern im Halbfinal 2000. Im gleichen Jahr gewann Zürich auch letztmals den Cup im Penaltyschiessen gegen Lausanne. Aus jener Equipe steht heute kein Spieler mehr im Kader. Überhaupt standen nur Mihai Tararache und Lucien Favre als Aktive in einem Cupfinal. Der Rumäne und der Romand gingen jedoch in allen drei Teilnahmen als Verlierer vom Platz; Tararache zuletzt vor Jahresfrist gegen Wil vorzeitig nach der zweiten Gelben Karte. Die Young Boys, wie der FCZ sechsfacher Cupsieger, feierten ihren letzten Erfolg 1987 gegen Servette mit dem heutigen FCZ-Trainer Lucien Favre (4:2 n.V).
Historischer Vorteil für YB
Das letzte Duell (von bisher vier) der beiden Teams im Cup fand 1991 ebenfalls im Halbfinal statt, und die Berner setzten sich zuhause unter anderem dank zwei Treffern des Norwegers Mini Jakobsen sowie einem verwandelten Foulpenalty des späteren FCZ-Trainers Georges Bergy 5:1 durch. Den Final jedoch verlor YB gegen Sion trotz einer 2:0-Führung zur Pause noch 2:3. Die Berner hatten sich auch 1953 im Halbfinal dank einem Hattrick von Geni Meier 3:0 im Wiederholungsspiel durchgesetzt. Auf dem Weg zum fünften Cupsieg schalteten die Young Boys 1977 den FCZ im Viertelfinal aus (2:1). Den bislang einzigen Erfolg im Cup feierte der Stadtklub ein Jahr zuvor ebenfalls im Viertelfinal, als er YB zuhause 3:1 und auswärts 2:0 bezwang. In der gleichen Saison gewann Zürich den Cup das vorletzte Mal. Im überaus enttäuschenden Final gewann die Equipe um Köbi Kuhn dank des frühen Tors von Iljia Katic gegen Servette 1:0 und wurde wegen des bescheidenen Auftritts bei der Pokalübergabe sogar ausgepfiffen. Für den heutigen Nationaltrainer war es der fünfte Cupsieg mit dem FCZ.
Zürich - Young Boys
Anspielzeit: Letzigrund, Mittwoch, 20. April, 20.15 Uhr (live auf SF 2).
Abwesend: Ilie, Cesar (beide gesperrt), Capria, Stanic, Petrosjan, Hohl, Akhalaia; Berisha (alle verletzt).
Fraglich: keiner; Carreño, Friedli, Eugster.
_________________ For Ever
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Hauptstadt
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Verfasst: Mittwoch 20. April 2005, 11:06 |
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Registriert: Donnerstag 6. Mai 2004, 14:28 Beiträge: 6742
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Wird Chappi wohl heute wieder auf der Ersatzbank sitzen?
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