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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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Grizzly
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Verfasst: Sonntag 13. Februar 2005, 17:29 |
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Registriert: Samstag 26. Juni 2004, 00:48 Beiträge: 566 Wohnort: Bern
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yessss! 2:0 sieg gegen die thuner. es war ein hart erkämpfter sieg. nun gehts gegen den fcz.
ps. gut gezogen fcz-köbi! 
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disizlapeste
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Verfasst: Sonntag 13. Februar 2005, 17:37 |
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Registriert: Sonntag 13. Juni 2004, 12:18 Beiträge: 209 Wohnort: 3006
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yeeeeeesssssss!
schlecht gemacht köbi huhn, aber von ihm hab ich gar nichts anderes erwartet!
mann, ich friere immer noch... 
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shalako
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Verfasst: Sonntag 13. Februar 2005, 17:51 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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news.ch, 13.2.2005
YB gewinnt Berner Derby
Die Young Boys stehen im Halbfinal des Swisscom Cups und können weiter auf den ersten Titelgewinn seit 1987 hoffen. Im Berner Derby schlugen sie Thun glücklich 2:0. Francisco Neri traf zweimal.
Thun konnte YB nicht bremsen.
In der 55. Minute profitierte Neri von einer Unachtsamkeit der Thuner Abwehr. Nach einem Eckball von Gürkan Sermeter bekam der brasilianische Stürmer den Ball vor die Füsse gespielt und konnte unbedrängt einschieben.
Das 1:0 war reichlich viel Lohn für die Gastgeber, die im ersten Spiel nach der Winterpause chaotische und fehlerhaft agierten. Erst kurz vor der Halbzeit erarbeiteten sich die Berner die erste nennenswerte Torchance durch Neri, dessen Tor wegen eines vorangegangenen Foulspiels aberkannt wurde.
Die Thuner machten in ihrer ersten Partie unter dem neuen Trainer Urs Schönenberger den bissigeren und abgeklärten Eindruck. Sie wussten aber aus ihrem Übergewicht im Mittelfeld, zu wenig Nutzen zu ziehen.
In der Schlussphase als Thun alles nach vorne warf, kam auch noch der ansonsten unauffällige Stéphane Chapuisat zu seinem Auftritt. Er legte nach einem Konter ideal auf Doppeltorschütze Neri auf.
Young Boys - Thun 2:0 (0:0)
Neufeld. -- 8415 Zuschauer. -- SR Leuba. -- Tor: 50. Neri 1:0. 90. Neri 2:0.
Young Boys: Bettoni; Eugster, Carreño, Disler, Rochat; Knez; Sermeter, Häberli (75. Magnin), Melunovic (73. Urdaneta); Chapuisat, Neri (90. De Napoli).
Thun: Coltorti; Pallas (85. Dos Santos), Deumi, Milicevic, Cerrone; Baykal; Gerber, Renggli (67. Ferreira), Aegerter (77. Moser); Lustrinelli, Raimondi.
Bemerkungen: YB ohne Friedli, Berisha und Aziawonou (alle verletzt). Thun ohne Sinani und Schenkel (beide verletzt). 44. Tor von Neri wegen Foul aberkannt. Verwarnungen: 2. Baykal. 70. Ferreira (beide Foul).
_________________ For Ever
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mex0r
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Verfasst: Sonntag 13. Februar 2005, 17:52 |
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Registriert: Sonntag 16. Mai 2004, 14:39 Beiträge: 801 Wohnort: Bernensis
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disizlapeste hat geschrieben: mann, ich friere immer noch...
wie 8414 andere auch...
war wie erwartet ein hart umkämpfter mätsch, aber wir haben gewonnen und das ist die hauptsache!!!
nun ab in den Letzi, dort party machen, gewinnen und "fiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiinale".....es chunnt guet! 
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Rino
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Verfasst: Sonntag 13. Februar 2005, 23:54 |
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Registriert: Samstag 8. Mai 2004, 12:12 Beiträge: 3258 Wohnort: Bern
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Leise rieselt der Schnee: Garstige Witterungsverhältnisse auf dem Berner Neufeld.
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Rino
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Verfasst: Sonntag 13. Februar 2005, 23:57 |
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Registriert: Samstag 8. Mai 2004, 12:12 Beiträge: 3258 Wohnort: Bern
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Noch was zu der Stimmung.
Als fast alle auf der Gegengerade in der zweiten Halbzeit bei "Wär nid gumpet ......" mitmachten, hat man das erste Mal im Neufeld sehen können, welch geile Stimmung eigentlich möglich wäre.
Weiter so ..... pro Schneesturm bei allen Heimspielen in der Rückrunde! 
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mex0r
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Verfasst: Montag 14. Februar 2005, 00:45 |
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Registriert: Sonntag 16. Mai 2004, 14:39 Beiträge: 801 Wohnort: Bernensis
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Rino hat geschrieben: Noch was zu der Stimmung. Weiter so ..... pro Schneesturm bei allen Heimspielen in der Rückrunde! 
eher pro "bei jedem Wetter solche Stimmung auf der ganzen Gegengerade"......
aber das sah wirklich hammer aus, wie 'ne wellle plötzlich alle zusammen! stimmt mich positiv auf die rückrunde ein.... 
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shalako
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Verfasst: Montag 14. Februar 2005, 11:15 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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BZ, 14.2.2005
Schnee gut. Südamerikaner auch
YB steht nach dem 2:0 vor 8415 Zuschauern gegen Thun im Cuphalbfinal. Dort treffen die Stadtberner auswärts auf den FC Zürich. Zwei Südamerikaner legten im Schneetreiben die Basis zum glückhaften Sieg.
Trotz schlechter Witterung lieferten sich die Teams packende Zweikämpfe / Keystone
Langläufer hätten in der zweiten Halbzeit mehr Freude an den Bedingungen und am Untergrund im Neufeld gehabt als Fussballer. Wind, Schnee, Kälte statt Sonne und Wärme – und trotzdem waren ein Uruguayer und ein Brasilianer die stärksten YB-Akteure im Cupviertelfinal gegen Thun. Fernando Carreño, der nur dank der Verletzung Roman Friedlis ins Team gerückt war, überzeugte als Patron in der Abwehr mit einer rustikalen und fehlerfreien Vorstellung. «Er hat stark gespielt», sagte sein Trainer Hans-Peter Zaugg, «aber das habe ich auch erwartet, denn seiner Spielweise kommt ein derartiges Kampfspiel entgegen.» Und der Brasilianer Francisco Neri war mit zwei Toren wieder einmal der Matchwinner für die Stadtberner.
Thuns viele Chancen
Es war sämtlichen Angestellten der Young Boys nach dem Spiel anzumerken, wie stark der Druck für sie in dieser wegweisenden Begegnung gewesen war. Lautstark feierten Spieler, Betreuer und Trainer den 2:0-Derbysieg. «YB lebt wieder», jubelte Gürkan Sermeter, der eine durchzogene Leistung geboten und als Techniker wie erwartet Mühe mit den Terrainverhältnissen bekundet hatte. Andere spielten deutlich stärker. Goalie Patrick Bettoni, der gegenüber Marco Wölfli den Vorzug erhalten hatte, zeigte in der ersten Halbzeit mehrere gute Paraden und verhinderte einen wohl entscheidenden Rückstand. Allein Mauro Lustrinelli vergab dreimal das 0:1, auch Michel Renggli und Baykal verpassten das Führungstor für die in der ersten Halbzeit deutlich stärkeren Thuner. «Ich bin trotzdem stolz auf mein Team», sagte Thuns neuer Coach Urs Schönenberger, «wir haben ein sehr gutes Spiel gezeigt.»
Sieger aber waren die Young Boys – weil sie sich nach einer schwachen ersten Halbzeit (Chancenverhältnis 1:6!) eklatant steigerten. «Wir haben zu viel Angst gehabt, einen Fehler zu machen», erklärte Zaugg, «doch der Start in die zweite Hälfte war optimal.» Nach einem Eckball Sermeters köpfte Carreño in der 50. Minute Richtung Tor, wo Neri den Ball ins Netz lenkte. Eine südamerikanische Produktion entschied den Match bei Minustemperaturen …
Ausgerechnet Neri
Denn der FC Thun war nach dem Rückstand nicht mehr in der Lage, effektiv gegen den Defensivriegel der Gastgeber vorzugehen. Es fehlten die Ideen, und es fehlte die Kraft, um im immer dichteren Schneetreiben eine Wende zu realisieren. «Wir standen nach der Pause sicher», sagte Zaugg, der erneut betonte, dass es sehr schade sei, einen Cupviertelfinal mitten im Winter auszutragen. «Das ist wirklich unglücklich», sagte auch Urs Schönenberger, «denn es ist enorm schwierig, auf diesem Terrain Torchancen zu kreieren.» Am Ende habe eine Standardsituation für die Entscheidung gesorgt, analysierte der Thun-Coach. Die Oberländer riskierten in der Schlussphase alles und kassierten nach einem YB-Konter durch Neri sogar noch das zweite Gegentor.
Ausgerechnet Neri also, der YB-Torjäger, vermieste den Einstand von Schönenberger als Nachfolger Hanspeter Latours. «Das ist bitter, denn ich war bei Kriens sein Trainer und bin mit Neri freundschaftlich verbunden», sagte Schönenberger.
Kuhn zog FCZ – YB
Direkt nach dem Spiel nahm der Schweizer Nationaltrainer Köbi Kuhn im Neufeld die Auslosung der Cuphalbfinals vor. Reto Gertschen wünschte sich ein Heimspiel gegen den FC Luzern. Die Miene des YB-Sportchefs verfinsterte sich, als das Auswärtsspiel beim FC Zürich feststand. Wahrscheinlich war es die Rache der FCZ-Legende Kuhn an YB für das miserable Wetter gestern in Bern …Fabian Ruch
_________________ For Ever
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tocqueville
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Verfasst: Montag 14. Februar 2005, 11:16 |
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Registriert: Montag 7. Februar 2005, 13:20 Beiträge: 15 Wohnort: wankdorf
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Der Bund, 14.Februar:
Glücksspiel im Schneesturm
Cup-Viertelfinal bei schwierigsten Bedingungen – die Young Boys besiegten Thun mit 2:0 (0:0)
Das war weder Fussballwetter noch Fussballpropaganda: Der Cup-Viertelfinal YB - Thun musste bei misslichsten Terrain- und Wetterverhält-nissen ausgetragen werden – damit mutierte er zu einem eigentlichen Glücksspiel, das die keineswegs besseren Stadtberner 2:0 gewannen.
Das erste Kompliment verdienen die Verlierer aus Thun: Sie spielten auf dem Neufeld-Morast eindeutig den besseren Fussball als die nur kämpferisch starken Young Boys. Die Thuner verstanden es unter schwierigsten Bedingungen sogar immer wieder, sich bis in den YB-Strafraum zu kombinieren. Solches gelang den Gelb-Schwarzen gestern höchst selten – erst als Thun in den Schlussminuten alles auf eine Karte setzte und mit Mann und Maus angriff, vermochte es einen einzigen sehenswerten Konter über mehrere Stationen zu setzen. Die Aktion über Magnin und Chapuisat führte in der Nachspielzeit durch Neri zum 2:0 – der Match war erst jetzt für die glücklicheren Young Boys entschieden.
Der Brasilianer Neri war somit der gefeierte Mann bei den Stadtbernern. Bereits zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte er die Begegnung mit dem auf diesem Terrain so wichtigen 1:0 entscheidend beeinflusst. Er verwertete nach einem Sermeter-Eckball eine Kopfballvorlage des stark spielenden Carreño zur YB-Führung. Dies war notabene erst die zweite einigermassen gefährliche Aktion, die die Gelb-Schwarzen bis zu diesem Zeitpunkt zustande gebracht hatten, und es sollte bis zum 2:0 in der Nachspielzeit auch die letzte gewesen sein.
Thuner Chancen – und Bettoni
Nun, wer 2:0 gewinnt, hat sicherlich nicht alles falsch gemacht. So gesehen war nach 90 hart umkämpften Spielminuten festzustellen, dass sich die Young Boys defensiv recht clever verhalten hatten. Dennoch besassen aber die Thuner eine Handvoll guter Chancen (meist herausgespielt!), die ihnen bereits in der ersten Halbzeit eigentlich den Führungstreffer hätten einbringen müssen. Dass es nicht so weit kam, war einerseits der mangelnden Kaltblütigkeit der Lustrinelli (14. Minute), Baykal (30.), Raimondi (39.) oder Renggli (45.) im Abschluss und anderseits den hervorragenden Reflexen von YB-Torhüter Bettoni zuzuschreiben. Bettoni hielt die Young Boys in den schwierigsten Momenten im Spiel – zusammen mit dem zweifachen Torschützen Neri (der übrigens die meisten Zweikämpfe mit seinem Gegenspieler Deumi verlor) war er letztendlich der Matchwinner für die Stadtberner.
Das wichtige erste Tor
Das YB-Führungstor kurz nach der Pause entsprach dem Spielverlauf in keiner Weise – aber zuletzt kümmerte das im Lager des Siegers niemanden mehr: «Wir haben aus unseren Fehlern der ersten Halbzeit die Konsequenzen gezogen», sagte YB-Trainer Hans-Peter Zaugg zum 1:0. Damit meinte er die aggressivere Spielweise seines Teams insbesondere im Mittelfeld, wo man den Gegner (mit dem überragenden Baykal) weniger schalten und walten liess. Durch diese offensivere Gangart entstanden prompt Standartsituationen, die die Young Boys in einem Fall zum Führungstor ausnützten.
Nun war es an den Thunern, anzurennen. Das war bei immer schlechter werdenden Terrainverhältnissen ein schwieriges Unterfangen: YB konnte den Gegner kommen lassen und sich nur noch aufs Verteidigen konzentrieren. Die Rechnung ging allerdings nur mit einigem Glück auf.
Schönenbergers Bedauern
So mussten die Thunern nach 90 Minuten das Terrain als Verlierer verlassen. Für sie war es ein schwacher Trost, dass ihre Niederlage im Grunde genommen unverdient war. So krass mochte es ihr neuer Trainer Urs Schönenberger allerdings nicht ausdrücken: Er sei stolz auf die Leistung seiner Mannschaft, sagte er, sie habe alles gegeben und alles riskiert, das mögliche Führungstor aber nicht geschossen und zuletzt dafür büssen müssen, dass YB bei stehenden Bällen gefährlicher gewesen sei.
Und etwas anderes sagte Schönenberger auch noch: Es sei höchst bedauerlich, dass ein derart wichtiges Spiel wie ein Cup-Viertelfinal so früh in der Saison und bei solch schlechten Bedingungen habe ausgetragen werden müssen: «Mir tun die vielen Zuschauer leid, die für diesen Match viel Geld ausgeben mussten. Es war schlicht nicht möglich, auf diesem Boden Fussball zu spielen.»
Auch in dieser Beziehung mochte ihm sein YB-Kollege Zaugg nicht zu widersprechen – er doppelte sogar noch nach: «Bei diesen Bedingungen waren beide Mannschaften, die eigentlich Fussball spielen wollten, benachteiligt.»
Verloren hat dennoch jenes Team, das weniger schlecht spielte.
YOUNG BOYS - THUN 2:0 (0:0)
Neufeld. – 8415 Zuschauer. – SR Leuba. – Tor: 50. Neri 1:0. 90. Neri 2:0.
Bemerkungen: YB ohne Friedli, Berisha und Aziawonou (alle verletzt), Thun ohne Sinani und Schenkel (beide verletzt). – 44. Tor von Neri wegen Foul an Coltorti aberkannt. – Verwarnungen: 2. Baykal. 70. Ferreira (beide Foul).
Young Boys: Bettoni; Eugster, Carreño, Disler, Rochat; Sermeter, Knez, Häberli (75. Magnin), Melunovic (73. Urdaneta); Chapuisat, Neri (90. De Napoli).
Thun: Coltorti; Pallas (85. Dos Santos), Deumi, Milicevic, Cerrone; Baykal; Gerber, Renggli (67. Ferreira), Aegerter (77. Moser); Lustrinelli, Raimondi.
Zwei Matchwinner und ein Spion
In der Pause des Cup-Viertelfinals zwischen YB und Thun kam es auf der Holztribüne des Neufeldstadions zum Wiedersehen zweier Protagonisten des Thuner Aufstiegs: Milaim Rama und Hanspeter Latour. Ersterer verliess die Berner Oberländer im Sommer Richtung Deutschland, wo er beim Regionalligisten Augsburg bisher vergeblich sein sportliches Glück suchte und sich derzeit mit einer langwierigen Muskelzerrung herumschlägt; Letzterer ist seit einigen Wochen GC-Trainer. Latours Augenmerk galt primär YB. Denn in der Super League trifft er in zwei Wochen mit seinem neuen Team in Zürich auf die Stadtberner. Während ihm die Young Boys vor dem Seitenwechsel nicht allzu viele Stärken offenbarten, notierte sich Latour kurz nach der Pause mit Bestimmtheit die Entstehung des Führungstreffers. Fernando Carreño und Torschütze Francisco Neri werden im Hardturm bei ruhenden Bällen sicherlich grössere gegnerische Aufmerksamkeit geniessen als gestern in der 50. Minute.
Doch der GC-Trainer muss sich generell Gedanken machen, wie er Neri stoppen will. Der Brasilianer löste zwei Tage vor seinem 29. Geburtstag in der internen Skorerliste dank seinen Saisontoren 8 und 9 den bisherigen Leader Stéphane Chapuisat ab; bemerkenswert ist vor allem, dass er auf nationaler Ebene erst acht Partien für YB bestritt. Mit seinen zwei Treffern war er der offensichtliche, aber nicht der einzige Matchwinner in den Reihen des Gastgebers. Denn Patrick Bettoni sorgte während der ganzen Partie mit einigen glänzenden Interventionen dafür, dass Neri der einzige Torschütze der Partie blieb und YB im Gegensatz zu Bellinzona (0:2 gegen Zürich), St. Gallen (nach Penaltyschiessen gegen Aarau) und Chiasso (0:4 gegen Luzern) als einziges Team im Viertelfinal den Heimvorteil zu nutzen wusste. Der Torhüter verwies vor allem auf die misslichen Verhältnisse. «Es war sehr schwierig, die Flugbahn der Bälle zu berechnen, und weil die Linien kaum sichtbar waren, fehlten wichtige Anhaltspunkte.» Dass es dem Team nicht von Anfang an wie erhofft lief, führte Bettoni darauf zurück, dass «wir wohl etwas zu vorsichtig agierten. Angesichts des Terrains wollten wir nicht zu viel Risiko eingehen. Aber letztlich zählt im Cup nur der Sieg, und das haben wir geschafft.» Das Los (im Halbfinal auswärts gegen den FC Zürich) bezeichnete er als attraktiv, aber auch sehr schwierig.
Während YB nach dem Spiel mit den Gedanken bei den Halbfinals war, die Mitte April gespielt werden, dachte man bei Thun primär an den nächsten Sonntag und die Möglichkeit zur Revanche gegen YB. «Wir waren heute das bessere Team und dürfen stolz auf unsere Leistung sein», sagte Andres Gerber. «Wiederholen wir diese und verwerten dazu noch unsere Torchancen, können wir am nächsten Sonntag im Neufeld gewinnen.» (gui)
_________________ Die Mehrheit unterdrückt die Freiheit der Minderheit!
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shalako
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Verfasst: Montag 14. Februar 2005, 11:20 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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NZZ, 14.2.2005
Neri und die Freude im Schnee
YB bezwingt Thun dank Toren des Brasilianers 2:0
Als der Platzspeaker die 8415 Besucher des Berner Derbys zwischen YB und Thun in der 85. Minute darum bat, das Feld nach dem Schlusspfiff nicht zu betreten, beging er eigentlich einen (inhaltlichen) Fehler. Das Terrain, auf welchem sich 22 Spieler um einen roten Ball und den Einzug in den Cup-Halbfinal stritten, glich eher einer Skipiste als einem Fussballfeld. Die Frage, wann die letzte Gondel fahre, schien angesichts des steten Schneefalls passender, als sich zu überlegen, wie lange der Schiedsrichter Leuba nachspielen lassen würde. «Drei Minuten», signalisierte dieser, obwohl er die Partie wohl lieber früher als später abgepfiffen hätte - und ihm die Mannschaften dafür vermutlich dankbar gewesen wären. Doch just ein Spieler mit Wurzeln in der südamerikanischen Wärme schien vom Spiel in Schnee und Kälte nicht genug zu kriegen: Der Brasilianer Neri traf in der Nachspielzeit zum 2:0 und sicherte den Young Boys damit den Sieg.
Neri war einer von lediglich zwei YB-Spielern, der während der 90 plus 3 Minuten zu Torchancen gelangte. Der 28-Jährige, im Herbst in sieben nationalen Wettbewerbsspielen ebenso oft als Torschütze erfolgreich, kam zweimal in gute Abschlussposition und reüssierte in beiden Versuchen. Die erste Möglichkeit hatte sich ihm in der 50. Minute geboten, nachdem ein Corner Sermeters von Carreño per Kopf zum kaltblütigen Teamkollegen verlängert worden war. Der zweite Spieler, der neben Neri vor dem Thuner Tor Unruhe hervorrief, war der acht Jahre ältere Chapuisat, der in der 58. Minute eine hervorragende Chance vergab, sein letztes Semester als Fussball- Profi mit einem Tor zu lancieren.
Auf Thuner Seite indes begann Urs Schönenberger sein erstes Halbjahr als Super-League- Trainer vor den Augen seines Vorgängers Hanspeter Latour mit einem Negativerlebnis, weil Neri vor- und nachholte, was Chapuisat vergab. Schönenberger zeigte sich nach der Partie dennoch «stolz» auf seine Mannschaft, die dem Kantonsrivalen in einem Derby einmal mehr überlegen gewesen war. In der ersten Halbzeit kam im Thuner Strafraum nur kurz vor der Pause Hektik auf, als Goalie Coltorti nach einem unabsichtlichen Foul Häberlis vorübergehend ohnmächtig wurde. Die Gäste ihrerseits verzeichneten mehrere gute Gelegenheiten, die Lustrinelli (dreimal), Baykal und Renggli jedoch allesamt vergaben, teilweise wegen hervorragender Interventionen von YB- Torhüter Bettoni, der seine Nomination anstelle Wölflis eindrucksvoll rechtfertigte.
Das Thuner Chancenplus war die logische Folge des dominanten Auftretens, das massgeblich von den zentralen Mittelfeldspielern Renggli und Baykal gesteuert wurde. Die Ouverture ins neue Jahr machte glauben, namentlich Baykal sei bereit, unter der Ägide Schönenbergers einen weiteren Entwicklungsschritt zu machen - der einstige Hang zum Leichtsinn scheint sich endgültig in die Bereitschaft zu «verwandeln», Verantwortung zu übernehmen. In den Genuss dieser Qualitäten dürfte Schönenberger aber nicht mehr lange kommen: Baykal, von Vereinen aus Deutschland, Holland und Italien umworben, steht vor einem Wechsel zum FC Basel.
_________________ For Ever
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