 |
 |
Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
|
| Autor |
Nachricht |
|
shalako
|
Verfasst: Montag 11. November 2013, 09:47 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
11.11.2013  Zitat: Cup-Debakel wirft YB ins Loch zurück
Das 1:4 im Achtelfinal gegen Le Mont lässt die Sieger Ringelreihen tanzen und macht die Verlierer ratlos.
Abwehrchef Steve von Bergen stürmte mit finsterer Miene an den Journalisten vorbei, auch Alain Rochat hatte es die Sprache verschlagen. Die YB-Spieler versuchten nach dem 1:4-Debakel beim Erstligisten FC Le Mont-sur-Lausanne, so schnell wie möglich in den Teambus zu kommen. Michael Frey hatte auch keine Lust zu sprechen, doch irgendwie blieb er im Gedränge stecken. «Auf einem normalen Platz hätten wir Le Mont geschlagen. Das war eine Kuhwiese. Der Gegner hat auf Konter gespielt, und wir haben verloren», so das lapidare Fazit des Youngsters. Der Frust sass tief. Auf die Anmerkung, Le Mont habe doch auf dem gleichen Terrain spielen müssen, brummte Frey: «Ja, aber die trainieren das ganze Jahr darauf.» Und er entschwand.
Moreno Costanzo machte gar keine Anstalten, unerkannt zu entrinnen. «Das geht auf meine Kappe», sagte er und bemühte danach den Konjunktiv. «Hätte ich den Penalty verwandelt und es hätte zur Pause 2:2 gestanden, wäre das Spiel anders verlaufen.» Auf die Frage, ob er bereits vor dem Spiel als Elfmeterschütze bestimmt war, sagte er. «Ja, das war so abgemacht.»
Drinnen, im Kabinengang des Centre sportif du Châtaignier, standen Trainer Uli Forte, Sportchef Fredy Bickel, Chefscout Stéphane Chapuisat und Präsident Werner Müller zum ersten Ad-hoc-Krisengipfel zusammen. Es galt, das alles zuerst einmal zu verdauen. Mit sage und schreibe 1:4 war YB gegen den Leader der 1. Liga Promotion untergegangen. Durch einen fulminanten Schuss in die hohe Torecke hatte der Franzose Sid Ahmed Bouziane in der 14. Minute die Unterklassigen in Führung gebracht. Nach dem Ausgleich von Gerndt vergab YB seine Möglichkeiten, Le Mont aber skorte unter der Regie von Bouziane noch dreimal. Zuerst bereitete er mit einem Eckball das 2:1 von Domo vor, in der zweiten Halbzeit leistete er die Vorarbeit zum 3:1 von Nsilu. Das 4:1 erzielte dann Ridge Mobulu, nach Vorarbeit seines zehn Jahre älteren Bruders M’Futi Mobulu.
Erklärungsnotstand bei Bickel
Fredy Bickel äugte durch seine Nerd-Brille, eine Dokumentenmappe in der Hand, und sagte. «Der Sieg von Le Mont ist völlig verdient. Da gibt es nichts zu deuteln.» Diese Tatsache macht die Niederlage noch schlimmer. Auf die Frage, welche Erkenntnis diese Vorstellung ihm für die weitere Bildung des Teams bringe, antwortete Bickel. «Es hat sich gezeigt, dass zwei, drei Spieler nicht bereit waren.»
Die Mannschaft habe sich doch nach einer Krise mit den beiden Siegen gegen Aarau und GC, auch wenn diese glückhaft gewesen seien, selbst wieder aus dem Loch gezogen und ein Zeichen gesetzt, meinte der Sportchef. «Jetzt werfen sie sich selbst wieder hinein in das Loch. Ich finde keine Erklärung.»
Präsident Werner Müller sagte in etwa das, was er schon nach den Niederlagen in St. Gallen gegen Wil im vergangenen Herbst und vor zwei Jahren gegen Winterthur geäussert hatte. «Es passiert jetzt gar nichts. In der Enttäuschung muss man einen kühlen Kopf bewahren.»
Der Präsident mit feuchten Augen
Derweil feierten die Spieler von Le Mont mit ihren Fans, tanzten Ringelreihen. «Zu Hause, auf diesem Platz schlägt uns keiner», rief Torschütze Ridge Mobulu. Und Goalie Claude Gentiles Gedanken führen in psychologische Gefilde. «Der YB-Trainer hat uns dreimal beobachtet. Wir sagten uns: ‹Uh, der nimmt uns ernst.› Aber wir haben den Aspekt umgekehrt und uns damit Mut gemacht: Wenn er uns dreimal beobachtet, hat YB Angst vor uns», sinnierte er.
Mitten drin im Trubel stand Serge Duperret, der Präsident des Cup-Viertelfinalisten Le Mont. Vor dem Spiel hatte er in der Samstag-Ausgabe des «Bund» prophezeit: «Wenn YB nicht ganz konzentriert auftritt und uns nur ein bisschen unterschätzt, packen wir es.» Jetzt sagte er mit feuchten Augen und einem grossen Schmunzeln: «Das ist der schönste Tag in meinem Leben.» Und am Sonntagabend wurde er bei der Cup-Auslosung mit einem weiteren Heimspiel gegen den FC Basel beschert. http://www.derbund.ch/sport/fussball/Cu ... y/19521325
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Montag 11. November 2013, 09:48 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
11.11.2013  Zitat: Kommentar: YB – das Losglück der Kleinen
YB schied einmal mehr gegen einen unterklassigen Gegner aus. Selbst Trainer Uli Forte wirkte nach der Cup-Blamage leer und angeschlagen.
Der Cupwettbewerb lebt davon, dass vermeintlich «Grosse» immer wieder mal gegen Aussenseiter scheitern oder sich gar blamieren. Ohne diese Ungewissheit, ohne diesen Reiz gäbe es keine Geschichten – «Cupdramen», wie es überspitzt in der Welt des Fussballs heisst.
Wenn aber eine Mannschaft wie die Young Boys viermal in den letzten fünf Cupwettbewerben gegen einen unterklassigen Gegner ausscheidet, dann ist das nicht Zufall, Pech oder schlechter Boden. Seit 2009 ist YB mit vier verschiedenen Trainern an Aussenseitern gescheitert. Am Samstag war nach Petkovic, Gross und Rueda nun Uli Forte an der Reihe. Der Trainer, der rhetorisch stets Gas gibt, auch in der Niederlage immer versucht, zuerst das Positive zu finden, der seine Spieler verteidigt und starkredet, fast in jeder Lebenslage blumige Worte findet, und für YB sowieso, wirkte nach dem 1:4 in Le Mont leer und angeschlagen, auch wenn seine Worte weitersprudelten. Seine Young Boys zeigten sich immun gegen seine Ratschläge und taktischen Anweisungen. Er wurde von seinen Spielern im Stich gelassen.
Die zweitteuerste Mannschaft, diese Saison ohne Mehrbelastung, da sie sich nicht für einen europäischen Club-Wettbewerb qualifizieren konnte, scheidet sang- und klanglos im Cup gegen ein Team aus, das zwei Ligen tiefer spielt. Dank den Gebrüdern Rihs als Geldgeber gilt YB bei Spielern, Spielervermittlern und Trainern als der attraktivste Club in der Schweiz hinter dem FC Basel. Und für die kleineren Vereine bedeutet YB im Cup das grosse Los zum Glück. http://www.derbund.ch/sport/fussball/Ko ... y/30367468
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Montag 11. November 2013, 09:49 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
11.11.2013  Zitat: YB blamiert sich im Cup
Die Berner Young Boys blamieren sich gegen den Erstligisten Le Mont bis auf die Knochen – und gehen mit 1:4 unter.
Torhüter Claude Gentile spielte einst bei Xamax und Yverdon. Am Samstag wehrte er gegen YB einen Penalty ab, und sorgte mit dem FC Le Mont für die Überraschung. Erstmals in der Clubgeschichte stand der Erstligist im Achtelfinal und warf die Young Boys 4:1 aus dem Schweizer Cup. «Wir hatten die richtige Einstellung für dieses Spiel. Denn der Platz war für beide Mannschaften schlecht», sagte Gentile.
Erst eine halbe Stunde vor Spielbeginn hatte Schiedsrichter San entschieden, die Partie überhaupt stattfinden zu lassen. Denn das Terrain war durch die Regenfälle aufgeweicht und verwandelte sich während der Partie immer mehr in einen Morast. Die Berner waren nicht in der Lage, sich auf diese Bedingungen einzustellen. Dabei hatte YB-Trainer Uli Forte sein Team beim Abschlusstraining auf dem schlechtesten Platz der Allmend trainieren lassen und versucht, die Bedingungen auf dem Châtaignier zu simulieren.
Mit 32 Punkten aus 14 Spielen ist Le Mont klarer Leader der 1. Liga Promotion. Im Kader stehen 14 Spieler mit Erfahrungen in der Super League oder Challenge League. Einer ist der 30-jährige Sid Ahmed Bouziane, der einst für Thun und Delsberg spielte. Mit einem fulminanten Kunstschuss traf der überragende Franzose in der 14. Minute zum 1:0 und brachte die Mehrzahl der 2000 Zuschauer in Stimmung. Fünf Minuten später herrschte wieder Alarm bei den Bernern; N’Silu stand allein vor Wölfli, der den Ball ablenkte, worauf von Bergen in Not retten musste.
Nicht in der Lage, die Unterklassigen unter Druck zu setzen
Gerndt glich nach einer halben Stunde nach Vorarbeit von Frey aus. Doch die Young Boys waren auch danach nicht in der Lage, die Unterklassigen unter Druck zu setzen. Im Gegenteil: Die Waadtländer schufen sich mit klugen, einfachen Spielzügen immer wieder Möglichkeiten und steckten den Ausgleichstreffer ohne Reaktion weg. Nur sechs Minuten später bugsierte der aufgerückte Verteidiger Domo nach einem Corner von Bouziane den Ball zum 2:1 ins Netz. Danach verpassten Gajic und zweimal Steffen den Ausgleich für YB. Doch der «Knackpunkt» für die Berner folgte in der 43. Minute. Schiedsrichter Sam zeigte nach einer Intervention von Reis Rocha gegen Zarate auf den Elfmeterpunkt. Gentile wehrte den flach geschossenen Ball von Costanzo ab. «Wenn ich das 2:2 erziele, läuft das Spiel anders. Ich nehme das auf meine Kappe», sagte Costanzo, der wie Zarate und Gajic eine schwache Vorstellung zeigte.
Le Mont liess die Young Boys nach der Pause im Morast anrennen und verzweifeln. Nach dem 3:1 durch N’Silu traf Ridge Mobulu, der Bruder des einstigen Xamax-Topskorers Mobulu M’Futi, gar noch zum 4:1. Riesenjubel – und ein Debakel für YB. Sportchef Fredy Bickel rang sichtlich um Fassung: «Le Mont hat verdient gewonnen. Bei uns waren zwei, drei Spieler nicht bereit. Ich bin masslos enttäuscht.» http://www.derbund.ch/sport/fussball/YB ... y/16886129
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Montag 11. November 2013, 09:55 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
11.11.2013  Zitat: YB-Sportchef Fredy Bickel nach dem Cup-Out
«Das ist nicht nachvollziehbar»
Nach dem 1:4 im Achtelfinal gegen den Erstligaklub Le Mont kritisiert der YB-Sportchef Bickel im Interview die Einstellung einiger YB-Spieler. Er sagt, die Mannschaft werde das Ausscheiden finanziell zu spüren bekommen.
Fredy Bickel, YB ist im Cup gegen einen Klub aus der 1. Liga Promotion klar gescheitert. Wie gross ist Ihr Ärger?
Ärger ist das falsche Wort, ich bin einfach sehr enttäuscht. Ich versuche das 1:4 zu verstehen – und schaffe es nicht.
Warum nicht?
Nach dem guten Saisonstart mit fünf Erfolgen blieben wir siebenmal hintereinander ohne Sieg. Die Mannschaft liess sich dadurch verunsichern, doch zuletzt bekam ich das Gefühl, sie kämpfe sich selber wieder zurück. Wir holten zwei Auswärtsunentschieden, besiegten Aarau und mit Glück auch GC und konnten uns so auffangen. Doch prompt werfen wir mit solch einer Cup-Leistung das Positive mit beiden Händen wieder zum Fenster hinaus. Das ist für mich nicht nachvollziehbar.
Der Trainer Uli Forte sprach seit Tagen von den Stärken des Gegners.
Es war reine Kopfsache, wir verloren zu Recht. Uli Forte bereitete das Team eine Woche lang darauf vor, wies auf die vielen guten Spieler von Le Mont hin und auf deren Stärke bei Standardsituationen. Er beobachtete den Gegner dreimal und schickte den Spielern sogar SMS mit Fotos von den schlechten Platzverhältnissen.
Und YB stolperte doch.
Es geht halt nicht, wenn Spieler dabei sind, die meinen, sie könnten es einfach fussballerisch biegen. Spiele bei solchen Verhältnissen gewinnt man nur mit bedingungslosem Kampf.
Welche Spieler meinen Sie?
Jene, die es betrifft, wissen es selber.
Schon in den letzten beiden Jahren scheiterte YB im Achtelfinal an Unterklassigen: 2012 gegen den FC Wil, 2011 gegen den FC Winterthur.
Dazu kann ich nichts sagen. Damals arbeitete ich noch beim FC Zürich. Vielleicht täusche ich mich: Aber ich kann mich nicht erinnern, mit Zürich einmal gegen einen Unterklassigen verloren zu haben.
Denken Sie an Konsequenzen?
Wir haben ein Malussystem.
Wie ist das zu verstehen?
Jeder wird die Niederlage auch im Portemonnaie schmerzhaft spüren.
YB scheint nicht vom Fleck zu kommen.
Nochmals: In den letzten Wochen verspürte ich Zuversicht – nicht explizit für das Cup-Spiel, sondern für das Gesamtbild. Mich beeindruckte, wie die Spieler zusammenarbeiteten, zusammen wieder den Erfolg suchten. Doch kaum gefunden, wird er wieder weggeschmissen. Ich kann es nicht verstehen – aber wir werden der Sache auf den Grund gehen. http://www.nzz.ch/aktuell/sport/fussbal ... 1.18182886
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Montag 11. November 2013, 10:01 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
11.11.2013  Zitat: YB-Versager am Pranger
Bickel: «Das wird schmerzhaft fürs Portemonnaie!»
Die YB-Blamage im Cup gegen Erstligist Le Mont hat Konsequenzen. Für die Versager gibts Straftraining und Einzelgespräche – und es geht ihnen ans Portemonnaie.
So haben sich die Young Boys den Sonntag bestimmt nicht vorgestellt. Statt sich über den Einzug in die Cup-Viertelfinals zu freuen, müssen die Versager nach einer der grössten Blamagen der Vereinsgeschichte in Le Mont zum Straftraining antraben. Von Bällen keine Spur. Laufen ist angesagt.
Zeit also für die Spieler, sich bei der körperlichen Ertüchtigung Gedanken über ihre Einstellung zu machen. Denn da liegt offenbar eines der Haupt-Probleme.
Sportchef Fredy Bickel – noch immer stinksauer – in der «Berner Zeitung»: «Auf einen solchen Gegner auf einem solchen Untergrund muss man sich als Fussballprofi einfach einstellen können. Und das schafften am Samstag einige Spieler nicht.»
Doch die Blamage hat weitere Konsequenzen. Bickel in der «NZZ»: «Wir haben ein Malussystem. Jeder wird die Niederlage auch im Portemonnaie schmerzhaft spüren!»
Beim Namen werden die YB-Versager nicht genannt. Aber Bickel eine interne Aufarbeitung an: «Um zur Tagesordnung überzugehen ist es jetzt sicher noch zu früh. Ich habe bereits mit Uli Forte gesprochen, er hat mit den Spielern geredet - und in den nächsten Tagen stehen Einzelgespräche an.»
Den YB-Spielern stehen also ungemütliche Tage bevor. http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 28949.html
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Montag 11. November 2013, 22:53 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
11.11.2013  Zitat: Forte in der Galerie der Verlierer
Das 1:4 im Achtelfinal des Cups gegen den Erstligisten Le Mont ist ein neuer Tiefpunkt für die Young Boys.
Es ist noch kein halbes Jahr her. Da zeigte sich Uli Forte mit seinen damaligen Spielern von GC in Jubelpose. Am 20. Mai wurden die Grasshoppers im Penaltyschiessen gegen den FC Basel im Stade de Suisse zum 19. Mal Cupsieger. Es war der erste Titel für den Trainer Uli Forte.
Am Samstagabend fanden im Morast von Le Mont die Cuphoffnungen des BSC Young Boys wieder einmal ein abruptes Ende. Das 1:4 gegen den zwei Ligen tiefer spielenden FC Le Mont-sur-Lausanne ist für Forte ein Schlag ins Gesicht. Dreimal hatte er in den vergangenen Wochen den Leader der 1. Liga Promotion beobachtet; er hatte dessen Kader durchleuchtet, in dem 14 Spieler mit Erfahrungen in der Super League und Challenge League figurieren. Er hatte seinen Young Boys über Whatsapp auch Bilder über den prekären Platz im Centre Sportif du Châtaignier zukommen lassen und vor dem Spiel gesagt: «Gegen diesen Gegner müssen wir alles aufbieten, was wir haben, wir dürfen uns nicht die kleinste Nachlässigkeit leisten.»
Ohnmächtige Predigt
Seine Spieler aber sprachen darauf nicht an. Einige waren nicht in der Lage, wie Costanzo oder Zárate, sich auf die Bedingungen einzustellen; auf einen Gegner, der fighten, aber auch Fussball spielen kann, auf den Morast, auf das schale Scheinwerferlicht. «Man kann predigen, predigen, predigen, aber die Spieler müssen das auch annehmen und willens sein, es umzusetzen.» In den Worten von Forte klang Frust, aber auch Ohnmacht. Selbst den grosszügig gepfiffenen Penalty kurz vor der Pause vermochte YB nicht zu nutzen. Beim Stande von 1:2 scheiterte Costanzo am glänzend reagierenden Goalie Gentile.
Forte sprach von einer bitteren Niederlage für YB. Es ist aber auch für ihn ein schwerer Rückschlag. Dieses 1:4 bedeutet nicht nur das Ausscheiden aus dem Cup, es ist ein Debakel. Und er erlebt nun als Trainer von YB das, was seine Vorgänger bereits erlitten haben.
Lausanne, Winterthur, Wil
Im Dezember 2009 schied YB im Cup mit Vladimir Petkovic als Trainer gegen den damaligen Challenge-League-Verein Lausanne ebenfalls mit 1:4 aus. Dabei war das Spiel von der Pontaise auf den Kunstrasen des Stade de Suisse verlegt worden. Ein Platzabtausch, den die Regeln nun nicht mehr gestatten.
Vor zwei Jahren erlebte Christian Gross mit YB auf der Winterthurer Schützenwiese sein «Waterloo», als die YB-Spieler im Penaltyschiessen gegen den FCW aus der Challenge League kläglich versagten.
Vor einem Jahr lag YB in St. Gallen unter Martin Rueda gegen Wil im Schneetreiben 0:3 zurück, glich zum 3:3 aus – und verlor in der Verlängerung 3:4.
Das, was sich aber am Samstagabend in Le Mont zugetragen hat, ist der Tiefpunkt des Versagens. Für dieses Kapitel zeichnen die Spieler von YB – aber auch Cupsieger Uli Forte. http://www.derbund.ch/sport/fussball/Fo ... y/21631842
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Montag 11. November 2013, 22:59 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
11.11.2013  Zitat: Le-Mont-Präsi spottet
«Wenn ich YB trainiere, siegen sie!»
Trotz des 4:1-Siegs – Le-Mont-Boss Serge Duperret ist masslos enttäuscht: «Es war keine Freude, YB zu Gast zu haben.»
Er ist kein Verfechter leiser Worte. Duperret sieht sich als Mischung zwischen Christian Constantin und Gilbert Facchinetti. «Mit familiärem Touch allerdings», fügt er hinzu. Was die markigen Worte anbelangt, ist er viel näher bei CC ...
Als Trainer hat der Gemüse-Grossimporteur den Klub vom Berg über Lausanne von der 3. Liga in die Challenge League gebracht. «Weil sich kein Präsident finden liess, machte ich den Job», erklärt er die Vorgeschichte des Wunders von Le Mont. Dann legt er los!
«Wenn ich YB trainieren würde, hätte Le Mont verloren», sagt er. Warum? «Weil YB ohne Herz gespielt hat. Das ist ein kalter Klub.» Als Beispiele zählt Duperret auf: «Wir haben uns viel Mühe gegeben, YB mit lokalen Spezialitäten zu beschenken. Doch die Körbe haben die Berner achtlos zurückgelassen.»
Trainer Uli Forte dazu: «Das passt ins Bild dieser Katastrophe. Auch ich habe sie im Schock vergessen.» Duperret weiter: «Ausser Chappi hat niemand gratuliert. So etwas verstehe ich nicht.» Seine Schlussfolgerung: «Man hat am Samstag ein grosses Le Mont und ein kleines YB gesehen. In jeder Hinsicht.»
Die Berner Ausrede mit der Kuhweide lässt Duperret nicht mal im Ansatz gelten: «Da hat mir Forte doch vor dem Spiel vorgeschlagen, den Match auf Sonntag zu verschieben und in Bern zu spielen. Gehts noch? Das ist doch lächerlich!»
Seine Spieler hätten sogar gezaubert – selbst auf dieser Kuhweide. «Bouzianes 1:0 war fantastisch! Auch das 3:1 war toll. Niemand hat YB verboten zu kämpfen. Doch der Kampfgeist ging den Bernern völlig ab.» Forte pflichtet bei: «Wir haben nicht bis zum Gehtnichtmehr gefightet, obwohl wir genau wussten, was auf uns zukommt. Das ist das Schlimmste!»
Zurück zu Le Mont. Unglaublich, was Bouziane, Mejri und Co zeigten. Duperret: «Dass sie so stark sind, ist einzig durch den Gruppeneffekt und die Familiarität möglich, die ich in den Klub bringe. Die Spieler essen oft bei mir.» Das wäre dann der Facchi-Teil in Duperret. Wohl der einzige. http://www.blick.ch/sport/fussball/cup/ ... 29325.html
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
Mitglieder in diesem Forum: Bing [Bot] und 42 Gäste |
| |
|
|
Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen. Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen. Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern. Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.
|
|
 |