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 Beitrag Verfasst: Sonntag 21. März 2010, 12:04 
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NZZ, 21.03.2010

YB trifft, GC nicht

Die Zürcher verlieren trotz ihrer Stabilität in Bern gegen YB 0:4

Jetzt ist die Siegesserie der Grasshoppers gerissen. Sie lassen jene Effizienz vermissen, die Doumbia unter Beweis stellt.

Manchmal ist Fussball einfach. Manchmal beginnt die Geschichte in der 3. Minute, manchmal in der 5. Minute. Einmal fliegt der erste Ball ins Tor wie beim GC-Sieg unlängst in Basel. Das andere Mal hält der gegnerische Torhüter wie nun im Stade de Suisse, als der GC-Stürmer Zarate zum Abschluss kam. In Basel war der GC früh 1:0 in Führung gegangen, in Bern geriet er stattdessen rasch 0:1 in Rückstand. Wenngleich er letztlich in Bern überdeutlich 0:4 unterlag, war seine Leistung nicht viel schlechter als in Basel. Das hat nichts mit verschobener Wahrnehmung, aber viel mit der Einfachheit des Fussballs zu tun.

Auf der Medientribüne hatte eine kleine Zürcher Delegation Platz genommen. Es kam vor, dass einer auf den Tisch klopfte, weil der GC zwar vibrierte, aber nicht jubelte. Irgendwann flog ein Schreibstift, zwischendurch waren Flüche zu hören. Das alles gehörte zur Beweisführung, dass die Zürcher nach ihrer respektablen Erfolgsserie (4 Spiele, 4 Siege) mit geschwellter Brust in die Hauptstadt gereist und nicht dem Untergang geweiht waren, wie dies das Resultat nun vorgaukelt.

Als die Berner nach der Pause arg zu wanken begannen und man sich fragte, wie die Geschichte mit dem durchaus möglichen 1:2-Anschlusstor der Gäste weitergeschrieben worden wäre, scheiterte Ben Khalifa am YB-Goalie Wölfli, sprang einem Zürcher im Strafraum der Ball vom Fuss, schoss Menezes daneben, brachte auch Zuber den Ball nicht ins Tor und fiel Zarate im Strafraum ohne Penaltyentscheidung. Die Antwort auf die Frage gaben Minuten später die renommierten YB-Ersatzspieler Degen und Regazzoni sowie der YB-Darling Doumbia. Degen rannte über den halben Plastic-Rasen allen davon, Regazzoni passte, und wie trocken, ansatzlos und ohne Firlefanz Doumbia das 3:0 erzielte – daran wird sich die YB-Gemeinde noch lange erinnern. Degens und Regazzonis hat der GC nicht auf der Bank, aber mit Ben Khalifa einen, der sich bis jetzt Juniorenweltmeister, aber noch nicht viel mehr nennen kann.

Der GC-Trainer Ciriaco Sforza wies auf die Bürde der 5 Spiele in 15 Tagen der Seinen hin und hätte gerade dieser Tage einem in den Play-offs engagierten Eishockeytrainer ein müdes Lächeln abgerungen. Smiljanic, den vor dem Spiel nichts zu erschüttern schien, vermisste in den eigenen Reihen «die Schärfe», Cabanas «die Effizienz». Viel gab es nicht zu grübeln, weil die Ursachenforschung simpel war. Zarate traf nicht, Doumbia und Bienvenu trafen. 2:0 für YB nach 12 Minuten. Das erleichterte die zuletzt etwas paralysierte Berner Seele. In der zweiten Halbzeit folgte nach dem GC-Drang das 3:0 Doumbias. Weil der Ivoirer noch nicht genug hatte, traf er am Schluss auf Pass Degens zum 4:0. Aufs und Abs geben im Fussball keine Seminararbeiten her.

http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/aktuell/yb_trifft_gc_nicht_1.5259938.html

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 21. März 2010, 15:26 
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Deutlicher YB-Heimsieg gegen GC

Mit dem Grasshopper Club gastierte heute eine zuletzt sehr erfolgreich spielende Equipe in Bern. GC gewann die letzten vier Spiele. Bei YB nahm Regazzoni auf der Bank Platz (war während der Woche krank) und nach auskuriertem pfeiffer’schem Drüsenfieber figurierte Degen erstmals wieder im Aufgebot.

YB-Goalie Marco Wölfli musste nach wenigen Minuten bereits ein erstes Mal eingreifen, nachdem Zarate aus guter Position zum Schuss kam (4.). Im Gegenzug holte Doubaï nach einem energischen Vorstoss den ersten YB-Corner heraus. Den von Raimondi weit geschlagenen Eckball brachte Bienvenu vors Tor, dort vollendete Doumbia mit dem Kopf zur Führung (7.). YB gelang ein Start nach Mass. Fünf Minuten später überlistete Bienvenu GC-Verteidiger Smiljanic und schoss das Leder in die linke Torecke – 2:0 (12.).

Anders als die letzten Gegner der Young Boys, versuchte GC auch in der Offensive Akzente zu setzen. So wurden die Zuschauer gut unterhalten und vor den beiden Toren gab es immer wieder gute Szenen sehen. Die besseren Chancen hatten vor der Pause aber die Young Boys. Dudar und Mardassi konnten sich je einmal mit ihren Kopfbällen in Szene setzen, Doubaïs Distanzschuss strich knapp am Tor vorbei (29.).

GC-Trainer Sforza brachte nach der Pause Ben Khalifa für Feltscher ins Spiel. Dieser konnte sich sogleich zwei Möglichkeiten erarbeiten. Der erste Schuss des jungen Stürmers flog übers Tor, beim zweiten Versuch hielt Marco Wölfli glänzend (52./53.). Die Gäste hatten nun ihre beste Phase. Später besass auch Menezes eine Gelegenheit, doch sein Schuss verfehlte das Tor (58.).

Nach rund einer Stunde kamen mit Regazzoni und Degen ins Spiel. Die beiden Offensivkräfte wussten sogleich zu gefallen: Nach einem Solo von Degen gelangte der Ball über Regazzoni zu Doumbia, dieser traf ganz genau und es stand 3:0 für YB (69.). David Degen sprühte nach seiner längeren Abwesenheit sichtlich vor Spielfreude. In der Schlussphase stand er am Ursprung des vierten YB-Treffers. Degens Hereingabe verwertete Doumbia mit einem Schuss via Innenpfosten (82.).

YB setzte heute gegen einen zuletzt stark aufspielenden Gegner ein deutliches Zeichen und feierte einen verdienten Heimsieg.

Stadion: Stade de Suisse
Zuschauer: 20215
Schiedsrichter: Circhetta

Tore:
7. Doumbia (Kopfball; Bienvenu) 1:0.
12. Bienvenu (Rechtsschuss; Doubaï) 2:0.
69. Doumbia (Rechtsschuss; Regazzoni) 3:0.
82. Doumbia (Rechtsschuss; Degen) 4:0.

Auswechslungen:
46. Feltscher für Ben Khalifa.
59. Regazzoni für Pasche.
66. Degen für Bienvenu.
86. Lustrinelli für Doumbia.

Ersatz:
YB: Collaviti, Lingani, C. Schneuwly, Schneider.
GC: Spiegel, Vallori, Ruiz, Strasser, Afonso, D'Angelo.


Bemerkungen:
YB ohne Hochstrasser (gesperrt), M. Schneuwly, Traore (beide verletzt), Liechti, De Pierro, Morello und Coly (alle U21). GC ohne Sommer, Schultz, Lulic, Callà, Rennella und Basha (alle verletzt).

Verwarnungen:
18. Pasche (Foul), 19. Feltscher (Foul), 38. Affolter (Foul), 63. Zarate (Schwalbe).

Best Player Voting (SMS-Zuschauerwahl):
1. Doumbia, 2. Wölfli, 3. Bienvenu.


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 Beitrag Verfasst: Montag 22. März 2010, 10:47 
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Der Bund, 22.03.2010

YB: Aus der Winterstarre erwacht

Nach einer schwächeren Phase gibt YB gegen GC ein deutliches Lebenszeichen von sich. Der dreifache Torschütze Seydou Doumbia, Gilles Yapi und Thierry Doubai waren beim 4:0-Sieg die auffälligsten Berner.

Der Fussball ist ein schnelllebiges Geschäft. Zwischen tiefer Depression und Hochgefühl liegen oft nur wenige Tage. Exemplarisches Beispiel: Die Stimmungslage rund um den BSC Young Boys im Monat März. Vor Wochenfrist herrschte im Wankdorfstadion trotz einem 1:0-Sieg gegen Sion Katerstimmung. Manch einer der Anwesenden ging mit einem unguten Gefühl im Bauch nach Hause, weil Spitzenreiter YB wie in den Begegnungen zuvor gegen Xamax und den FC Zürich alles andere als stilsicher und überzeugend aufgetreten war. Ganz anders war die Gemütslage bei den über 20 000 Zuschauern vorgestern Abend, als GC seine Aufwartung machte. Vier herrlich herausgespielte Tore, ein paar schöne Ballstafetten, der starke Auftritt des zwischenzeitlich in Ungnade gefallenen Gilles Yapi und ein weiteres Feuerwerk von Ausnahmestürmer Seydou Doumbia genügten, um den Berner Anhang in Feststimmung zu versetzen.

Smiljanics Aussetzer

4:0 fertigten die Young Boys einen Gegner ab, der 7 seiner letzten 8 Pflichtpartien gewonnen hatte und dem es nicht an Selbstvertrauen mangelte. «Ich habe im Moment nicht das Gefühl, das wir ein Spiel verlieren könnten», verkündete Captain Boris Smiljanic zwei Tage vor dem Match («Bund» vom 19. März). Der routinierte Mittelverteidiger trug seinen Teil dazu bei, dass sich GC bereits früh in arger Rücklage befand. Er war Zuschauer, als Doumbia aus wenigen Metern eine Kopfballvorlage von Bienvenu ins Tor köpfelte (7.). Noch schlechter sah er beim 2:0 aus, als er sich vom robusten Bienvenu zur Seite drängen liess (12.).

Mit einem 2:0-Vorsprung im Rücken und einem Gegner, der mitspielte und nicht nur verteidigte, fiel YB vieles leichter. Das schnelle und präzise Passspiel, das man in diesem Frühjahr bisher nur in homöopathischen Dosen zu Gesicht bekam, funktionierte plötzlich wieder. Im zentralen Mittelfeld sorgten Yapi und Doubai für die Musik; ganz vorne rochierte das Trio Doumbia/Bienvenu/Page fleissig. «Wenn man die Berner spielen lässt, dann sind sie gefährlich», konstatierte GC-Trainer Ciriaco Sforza nach der Begegnung.

Der torgefährlichste YB-Spieler war Seydou Doumbia, dem der dritte Hattrick in der laufenden Saison gelang. Eine Augenweide war, wie er beim 3:0 den Ball aus dem Lauf in die hohe Ecke schoss. Der 22-Jährige vollendete, was andere (Regazzoni, Degen) kaum weniger sehenswert vorbereitet hatten. «Ich habe mir gesagt: Heute will ich unbedingt treffen», sagte der Ivorer, der zuletzt einige schwächere Auftritte gehabt hatte.

«Yapi hat sich bemüht»

YB-Trainer Vladimir Petkovic blickte nach dem klaren Erfolg zufrieden in die Journalistenrunde. Er sprach von einem «souveränen Sieg, auch wenn dieser vielleicht ein bisschen zu hoch ausgefallen ist». Gefallen hatte dem Übungsleiter, wie sein Team das Tempo bis weit in die zweite Halbzeit hinein hoch hielt: «Es suchte das dritte Tor.» Auf die Frage, wie er die Leistung von Yapi beurteile, sagte er: «Er ist noch nicht ganz auf seinem Top-Level. Doch er hat sich bemüht.» Lob gab es von Petkovic nicht nur für die eigene Equipe, sondern auch für den Gegner: «Heute haben zwei Mannschaften Fussball gespielt.» Der Seitenhieb galt dem FC Sion und Xamax, die sich gegen Leader YB eingebunkert hatten.

http://www.derbund.ch/bern/dossier/alles-zu-den-berner-young-boys/YB-Aus-der-Winterstarre-erwacht/story/18215738

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 Beitrag Verfasst: Montag 22. März 2010, 10:50 
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Berner Zeitung, 22.03.2010

YB und der FC Basel im Gleichschritt

Die Young Boys überzeugen am Samstag beim 4:0-Sieg gegen GC vor über 20'000 Zuschauern im Stade de Suisse mit einer Galavorstellung – Verfolger Basel kontert am Sonntag mit einem 4:2-Erfolg in St.Gallen.

YB und der FC Basel laufen seit dem 7.Februar anscheinend gleichgeschaltet durch die Rückrunde. 15 Punkte haben die Titelrivalen seither aus sechs Begegnungen geholt, und als Berner und Basler patzten, taten sie dies am selben Spieltag: Basel unterlag GC am 6. März zu Hause überraschend 1:2, YB stolperte am nächsten Tag in Neuenburg bei der 0:1-Niederlage gegen Xamax. Und am Wochenende nun kontert ein stürmischer FCB in einer spektakulären Partie in St.Gallen mit einem 4:2-Erfolg den YB-Galaauftritt beim 4:0 gegen die Grasshoppers vom Samstag. Wie die Young Boys am Vortag erzielen auch die Basler teilweise fantastische Treffer.

YB und Basel siegen und verlieren, brillieren und zelebrieren wunderbare Treffer also synchron. Und so spitzt sich der Titelkampf immer weiter zu. Beim FCB wird der verletzte Captain und Torjäger Alex Frei derzeit gerade nicht vermisst – Scott Chipperfield schiesst fleissig Tore, Valentin Stocker und Marco Streller zaubern in der Offensive. Der FCB löst deshalb in St. Gallen eine Woche nach dem 1:0-Sieg in Luzern erneut eine heikle Aufgabe ohne Prellungen.

Dennoch kehrt in Bern nach eher mühsamen Zeiten der Optimismus zurück. «Wir wollen Meister werden», sagt Klub-CEO Stefan Niedermaier. Noble Zurückhaltung ist nach einer der besten Saisonleistung ja auch nicht angebracht. Gegen GC sind die Young Boys am Samstag spielstark und dominant, sie treten aggressiv und leidenschaftlich auf, sie agieren schwungvoll und attraktiv. «Es war wie in der Vorrunde», sagt Niedermaier.

Seydou Doumbia, Gilles Yapi und David Degen sind das sehr willkommene Trio bei den Bernern, während der in der Winterpause verpflichtete Stürmer Bienvenu mit feiner Einzelleistung das 2:0 erzielt. «Dieser Sieg ist sehr wichtig für uns», sagt Stefan Niedermaier. «Und die nächsten Wochen könnten entscheidend werden.» YB hat ja vorerst weiterhin das einfachere Programm als Basel – in den nächsten drei Wochen treffen die Berner je zweimal auf die abgeschlagenen Abstiegskandidaten Bellinzona und Aarau, während es der FCB mit Zürich und Sion zu tun bekommt.

Der Titelkampf wird verbissen und emotional geführt, Basels Valentin Stocker leistet sich in St.Gallen einen üblen Fehltritt, als er dem am Boden liegenden Marc Zellweger mit voller Wucht auf die Beine tritt (und nicht einmal verwarnt wird). Bei YB dagegen putzt man sich lieber die Schuhe gegenseitig, wie es Thierry Doubai nach dem Tor zum 3:0 gegen GC mit Doumbias Schuhwerk liebevoll und gestenreich imitiert. David Degens extravagant lila glänzende Treter erhalten keine Sonderbehandlung. Bei Spielweise (und Schuhauswahl) beweisen die YB-Akteure am Samstag grosse Kreativität.

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/YB-und-der-FC-Basel-im-Gleichschritt/story/19126426

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 Beitrag Verfasst: Montag 22. März 2010, 10:53 
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Berner Zeitung, 22.03.2010

Young Boys: Berner Trio ist wieder im Hoch

Die Young Boys haben allen Grund zur Freude: Gegen GC gewannen sie überzeugend mit 4:0. Seydou Doumbia trifft wieder wie am Laufmeter. Philipp Degen kam zum Comeback – und Gilles Yapi gab ein Bekenntnis zu YB ab.

Seydou Doumbia hatte nach dem 4:0 gegen die Grasshoppers zu einer Extraschicht anzutreten. Der YB-Stürmer musste am Samstagabend eine halbe Stunde nach Spielende einem russischen Journalisten Red und Antwort stehen. Thema: Doumbias Wechsel zu ZSKA Moskau am Ende der Saison. Der Mann aus Russland hatte den richtigen Zeitpunkt für seine weite Anreise gewählt: Der Ivorer – nach den letzten Spielen auf Grund wenig inspirierter Leistungen in die Kritik geraten –glänzte gegen GC und erzielte drei Tore. «Ich wollte, ja ich musste Tore schiessen», sagte er. Und: «Das Team hat die Antwort auf die Kritik gegeben, mit der sie zuletzt konfrontiert war.» Dann sorgte der 22-jährige Angreifer für Gelächter im Kabinengang, als er darum bat, rasch die Toilette aufsuchen zu dürfen. Glänzend gelaunt kehrte Doumbia bald zurück und fuhr mit seinen Ausführungen fort.

Einige Fragen beantwortet

Gute Laune war nicht nur beim Topskorer der Super League (22 Tore) angesagt. Gelöst wie selten in den letzten Wochen wirkten Trainer Vladimir Petkovic und seine Spieler nach dem Erfolg gegen die Zürcher. Kein Wunder: Es war ein Abend, an dem alles passte und an dem einige Fragen beantwortet wurden. Von Doumbia, der nach ein paar schwächeren Spielen wieder wie am Laufmeter trifft und von den Fans entsprechend gefeiert wurde, war bereits die Rede. YB hat gegen die Grasshoppers fürs Erste aber auch zu der Leichtigkeit zurückgefunden, die das Team seit Beginn der Rückrunde vermissen liess. Zwar betrieb GC einen grossen Aufwand, die Young Boys hatten den Gegner aber stets unter Kontrolle und liessen kaum Torchancen zu. Gleichzeitig waren sie vor dem gegnerischen Tor effizient. Doumbia erzielte den ersten Treffer nach sieben Minuten, einem Eckball von Mario Raimondi und einer Kopfballvorlage von Sturmpartner Henri Bienvenu. Bienvenu traf fünf Minuten später zum 2:0, nach einem groben Fehler von GC-Captain Boris Smiljanic.

Für Zuversicht bei den Bernern sorgte im Hinblick auf die Schlussphase der Meisterschaft aber auch der erste Auftritt von Philipp Degen nach wochenlanger Abwesenheit wegen Pfeifferschem Drüsenfieber. Der Flügelspieler leitete bei seinem 24 Minuten langen Comeback das dritte Tor ein und gab zum 4:0 die herrliche Vorlage.

Yapi: «Zu 100 Prozent YB»

Auch eine Art gelungener Rückkehr feierte Gilles Yapi. Seit er kurz nach dem Ende der Winterpause den Wechsel zum FC Basel bekannt gegeben hat ist über den Ivorer viel geredet und geschrieben worden. Seinen Stammplatz bei YB hat Yapi seit der Unterschrift beim Erzrivalen verloren. Er war verletzt und krank – und beim 0:1 auswärts gegen Xamax vermochte er seine Chance in der Startformation nicht zu nutzen. Zuletzt wurde sogar über die Verbannung auf die Tribüne für den neben Landsmann Doumbia wertvollsten YB-Spieler der Vorrunde spekuliert. Yapi, der sich wochenlang nicht öffentlich äussern mochte, gab gegen GC die Antwort auf dem Platz. «Er zeigte eine ordentliche Leistung», sagte Trainer Petkovic zurückhaltend. Am liebsten wäre Yapi weiter stumm geblieben. Erst auf Drängen der YB-Verantwortlichen erschien der Mittelfeldspieler nach dem Spiel zum Interview: «Ich habe nicht gelesen, was über mich geschrieben wurde, und ich hatte keine Lust zu reden», sagte er. «Dass ich YB verlasse, das steht fest. Doch ich spiele erst nächste Saison für den FCB. Vorher bin ich zu 100 Prozent bei YB und will Meister werden.»

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Young-Boys-Berner-Trio-ist-wieder-im-Hoch/story/16566204

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 Beitrag Verfasst: Montag 22. März 2010, 10:56 
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NZZ, 22.03.2010

So schnell kippt das

Die Grasshoppers hätten in Bern gegen den Leader YB mehr verdient als eine 0:4-Niederlage.

bir. Bern ⋅ Der GC-Trainer Ciriaco Sforza ist kein grosser Kommunikator. Ob er, der ein grosser Spieler war, auch ein grosser Trainer wird, wird sich weisen. Am letzten Freitag war Sforza in einem kleinen Zimmer im GC-Campus die personifizierte Vorsicht, warnender Prophet auch. Das Thema: YB. Sforza sprach von einem «schwierigen Match», der in Bern bevorstehe, YB sei Leader, dominant, und vor allem: «YB gewinnt die Spiele.»

Anwesende Medienvertreter mäkelten am zuletzt sichtbar verstockten YB, woraus sich ungefähr folgender Dialog entwickelte. Bemerkung aus der Runde: «YB hatte zuletzt Mühe im eigenen Stadion.» Die Antwort Sforzas: «Das mag sein, hat aber nichts mit dem Samstag zu tun.» Frage: «Was sagen die GC-Beobachter über YB?» Sforza: «YB ist unberechenbar.» Die nächste Frage: «Haben die Beobachter nichts von Lähmungserscheinungen berichtet?» Sforza: «Das kann ich mir nicht vorstellen. Ich wiederhole: YB gewinnt seine Spiele.»

Es kam der Samstagabend im Stade de Suisse. Paralysierte Berner? Verunsichert? Verstockt? Verstimmt? Nein. Der YB-CEO und YB-Chefverkäufer Stefan Niedermaier hatte auf der Medientribüne die obligate Begrüssungstour, zu der sonst kein Chef in keinem Schweizer Stadion aus der Cüpli-VIP-Zone aufbricht, noch nicht abgeschlossen, als er bereits jubelnd die Arme hochriss. Der Ivoirer Doumbia traf früh zum 1:0, in der 12. Minute legte der Kameruner Bienvenu nach – 2:0.

Die Berner, die nervös begonnen hatten und gegen die Selbstsicherheit ausstrahlenden Grasshoppers nach der Chance Zarates (5.) knapp um den Rückstand herumgekommen waren, befreiten sich. Weil der GC in der zweiten Halbzeit im Abschluss sündigte und der zu allem fähige Doumbia auf der anderen Seite noch zweimal traf, gewann YB zu hoch 4:0. Im Stadion, wo sich zuletzt manche nur noch gefragt hatten, wann YB «fällig» sei, waren die Bedenken weggespült. Nach einem 4:0 kommen oft auch Relativierungen unter die Räder. So schnell kippt das.

Der Hobby-Prophet Sforza behielt jedenfalls recht. Er sass nach dem Spiel auf dem Podium und nahm den Abbruch der über vier Spiele dauernden Erfolgsserie zum Anlass, der Meinung Nachdruck zu verleihen, dass «wir gestärkt daraus hervorgehen werden». So etwas kann man immer sagen. Nach einem 0:4 ist es für einen Trainer schwierig, zu behaupten, es hätte alles anders kommen können. Ganz anders hätte es kaum werden können am Samstag, aber etwas anders. Interessant wäre etwa die Feldforschung geworden, was mit der YB-Psyche passiert wäre, hätte der GC Zählbares zustande gebracht.

Dem GC fehlt im Vergleich zum Gegner Geld und damit Erfahrung, Hubraum und Klasse, was sich auch in Spielern auf der Ersatzbank spiegelt. Hier sassen etwa Ben Khalifa, Afonso, D'Angelo, dort Degen, Regazzoni, Lustrinelli – das sind in der Summe 50 Super-League-Einsätze gegen 480. Nicht vergessen ist, welch stürmischen Gewässern die GC-Finanzen zu trotzen haben.

Vor diesem Hintergrund erstaunt die Stabilität im Team, die trotz allem auch in Bern zu erkennen war. Während sich der FC Sion in Bern verschanzt hatte, wagte sich der GC nach vorn. Das ging aus Zürcher Optik zwar letztlich schief. Aber kundige Beobachter zeigten sich schon in der Pause angetan ob dem flexiblen, gepflegten GC-Spiel, dem in der Bewegung gegen vorne einzig die individuelle Klasse des Gegners zu fehlen scheint. Im Kreis seines Teams scheint Sforza ein guter Kommunikator zu sein und mit seinen Gedanken durchzudringen.

http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/aktuell/so_schnell_kippt_das_1.5266295.html

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 Beitrag Verfasst: Montag 22. März 2010, 10:57 
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20min.ch, 22.03.2010

Mit Doumbias Triplette ist die Leichtigkeit zurück

von Peter Berger - Rechtzeitig zum Frühlingsbeginn ist YB wieder erwacht: Erstmals im neuen Jahr lieferte der Leader beim 4:0 über GC ein Spektakel – vor allem dank Seydou Doumbia.

Fünf Wochen hatte Seydou Doumbia nicht getroffen. Am Samstag beendete er das Gerede, dass er gedanklich bereits in Moskau – bei seinem neuen Arbeitgeber ab Sommer – sei. «Wir haben gezeigt, dass wir sehr motiviert sind, Lust auf Fussball haben und alles für die Mannschaft geben», sagte der dreifache Torschütze und mit 22 Treffern beste Goalgetter der Liga.

Wie Doumbia bot auch der zuvor kritisierte Gilles Yapi – auch er verlässt die Berner im Sommer (Basel) – wieder eine starke Leistung. Die erste in diesem Jahr. Pünktlich zum astronomischen Frühlingsbeginn blühten damit die afrikanischen Pflänzchen bei YB wieder auf, dazu gehört auch der neuverpflichtete Henri Bien­venu. «Ich glaube nicht, dass das an den steigenden Temperaturen liegt», widerspricht Alain Baumann. Der Sportchef betont vielmehr: «Doumbia stand nach dem Vertrag mit Moskau gewaltig unter Druck. Als auch noch die Tore ausblieben, geriet er ins Grübeln. Alle im Verein haben mit ihm diskutiert und ihm Mut zugesprochen.» Baumann hat das Vertrauen in Doumbia nie verloren. «Er war nicht in Form, das kann es geben. Aber ich war sicher, dass er sein Können wieder zeigen würde.» Dasselbe gelte für Yapi.

Mit dem Befreiungsschlag nach dem Geknorze in letzter Zeit ist bei YB das Selbstbewusstsein wieder gestiegen. «Im Meisterrennen ändert das jedoch nichts. Ob wir nun 1, 4 oder 7 Punkte vorne liegen, der Zweikampf mit Basel dauert bis am Schluss», so Baumann.

http://www.20min.ch/sport/fussball/story/Mit-Doumbias-Triplette-ist-die-Leichtigkeit-zurueck-28295890

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