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 Beitrag Verfasst: Samstag 18. Juli 2009, 18:45 
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Hmm.. naja... 1:1... was soll man sagen, man hätte sich sicher mehr erhofft...


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 Beitrag Verfasst: Sonntag 19. Juli 2009, 12:22 
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Remis zwischen YB und St.Gallen

Der BSC Young Boys und der FC St. Gallen trennen sich im STADE DE SUISSE
1:1 unentschieden. YB agierte in der ersten Halbzeit überlegen und ging
durch Doumbia verdient in Führung (19.). Nach dem Seitenwechsel gelang
Costanzo mit einem Heber der Ausgleich (63.).

Die Berner versuchten im Heimspiel gegen den Aufsteiger aus St. Gallen
von Beginn weg Druck zu erzeugen. Dies gelang der Mannschaft von
Vladimir Petkovic. Mittelstürmer Marco Schneuwly wurde mehrmals
lanciert, im Abschluss hatte er aber kein Glück. Nach 19 Minuten
gelangte der Ball nach einem Duell zwischen Goalie Lopar und Emiliano
Dudar zu Doumbia. Dieser hatte keine Mühe das Leder ins leere Tor zu
schieben und YB in Führung zu schiessen (19.). Die St. Galler hatten in
der Phase nach dem YB-Führungstor zwei Möglichkeiten zum Ausgleich. Die
Gefahr vor Marco Wölfli hielt sich aber in Grenzen. Noch vor dem
Seitenwechsel verpasste Marco Schneuwly zweimal aus guter Position das
zweite Berner Tor (31./32.).

Nach der Pause jubelten die Anhänger der Gelbschwarzen, als Doumbia per
Kopf ins Netz traf. Der Schütze stand allerdings im Abseits, das Tor
zählte nicht (57.). Dafür konnte ein paar Minuten später die Gäste
feiern: Nach einer Faustabwehr von Wölfli beförderte Costanzo den Ball
mit einem feinen Heber zum 1:1 ins Tor (59.).

In der letzten halben Stunde besassen beide Teams ihre Chancen zum Sieg.
Ghezal und Frimpong scheiterten auf Seiten der Berner, Ze Vitor und
Frick für den FC St. Gallen. So blieb es bei einem Unentschieden, mit
welchem der Gast aus der Ostschweiz sicherlich besser leben kann, als
die Young Boys. Die Gelbschwarzen konnten vor allem in der zweiten
Halbzeit nicht mehr viele Chancen kreieren. St. Gallen agierte in der
Defensive sehr solid und war auch im Spiel nach vorne gefährlich.

Stadion: STADE DE SUISSE Wankdorf Bern
Zuschauer: 15216
Schiedsrichter: Circhetta

Tore:
19. Doumbia (Rechtsschuss; Dudar) 1:0.
63. Costanzo 1:1.

Auswechslungen:
65. Frimpong für M. Schneuwly.
73. C. Schneuwly für Regazzoni.
74. Caceres für Merenda.
79. Frei für Costanzo.
88. Hämmerli für Nushi.

Ersatz:
YB: Collaviti, De Pierro, Schneider, Traore, Mardassi.
St. Gallen: Bolli, Oehri, Ciccone, Abegglen.

Bemerkungen:
YB ohne Doubaï (rekonvaleszent), Raimondi (verletzt), Pasche (Nationalmannschaft), Frey, Coly, Liechti (nicht spielberechtigt). St.Gallen Haas, Knöpfel, Kollar, Winter (verletzt). 57. Tor von Doumbia wegen Offside aberkannt. Sektor D im STADE DE SUISSE gemäss Urteil SFL gesperrt.

Verwarnungen:
59. Fernando (Foul), 61. Dudar (Foul), 85. Zellweger (Foul).


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 Beitrag Verfasst: Sonntag 19. Juli 2009, 22:29 
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Beiträge: 29376
NZZ, 19.07.2009

Aufsteiger St. Gallen ringt YB Punkt ab

Aufsteiger St. Gallen scheint sich vom schwierigen Auftaktprogramm (Basel, YB, Zürich) nicht beeindrucken zu lassen.

Nach dem 2:0 im Startspiel gegen den FC Basel punktete der FCSG auch in Bern. Gegen die Young Boys lief das Team von Uli Forte bis zur 63. Minute einem Rückstand hinterher, schaffte dann aber mit einem sehenswerten Treffer den sprichwörtlich erarbeiteten Ausgleich.

Seydou Doumbia, der erneut von Beginn weg spielen durften, erzielte in der recht einseitigen Startphase mit einem Abstaubertor das 1:0. Vom Ivorer ging zumindest in der ersten Halbzeit die grösste Gefahr aus. St. Gallen witterte in der Berner Passivität seine Chance, der Ausgleich kam aber dennoch etwas überraschend.

Nach einer unglücklichen Intervention - er faustete den Ball unnötigerweise weg - wurde YB-Goalie Marco Wölfli von Moreno Costanzo mit einem gefühlvollen Innenrist-Lob aus über 20 Metern erwischt. YB, das am Dienstag in Zürich stark gespielt hatte, musste am Ende sogar mit dem Remis zufrieden sein. In der Nachspielzeit stellte sich der eingewechselte Chilene Mario Caceres nach einem Konter gleich zwei Mal sehr ungeschickt an, der St. Galler Matchball wurde nicht verwertet.

Young Boys - St. Gallen 1:1 (1:0).

Stade de Suisse. - 15 216 Zuschauer. - SR Circhetta. - Tore: 19. Doumbia 1:0. 63. Costanzo 1:1.

Young Boys: Wölfli; Ghezal, Dudar, Affolter; Sutter, Hochstrasser, Yapi, Degen; Doumbia, Marco Schneuwly (65. Frimpong), Regazzoni (73. Christian Schneuwly).

St. Gallen: Lopar; Zellweger, Koubsky, Schenkel, Fernando; ZL Vitor, Costanzo (79. Frei), Muntwiler, Nushi (89. Hämmerli); Frick, Merenda (74. Caceres).

Bemerkungen: Young Boys ohne Coly, Raimondi (beide verletzt), Doubaï (rekonvaleszent), Pasche (U19-EM), Frey und Liechti (nicht spielberechtigt), St. Gallen ohne Haas, Knöpfel, Kollar, Winter (alle verletzt), Pa Modou Jagne (nicht spielberechtigt) und Lang (U19-EM). Sektor D des Stade de Suisse gesperrt. 57. Tor von Doumbia aberkannt (Offside). Verwarnungen: 21. Muntwiler, 59. Fernando, 61. Dudar, 85. Zellweger (alle wegen Fouls).

http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/aktuell/sporttickerdepartment/urnnewsmlwwwsda-atsch20090718brz023_1.3100145.html

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 19. Juli 2009, 22:32 
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Tagblatt, 19.07.2009

St. Gallen bleibt seiner Linie treu

Dem FC St. Gallen ist der Saisonstart besser geglückt als erwartet. Dank einer disziplinierten Leistung und einem prächtigen Tor Moreno Costanzos sichert er sich bei den Young Boys ein 1:1. Am Mittwoch gastiert St. Gallen beim Meister.

Patricia Loher/Bern

Fussball. Als das Spiel auf dem Kunstrasen zu Ende war, als feststand, dass Moreno Costanzos zweites herrliches Tor in dieser noch jungen Saison dem Aufsteiger den vierten Punkt eingebracht hatte, machte sich auf der Tribüne, wo sich die St. Galler Anhänger befanden, Glückseligkeit breit. Die Spieler bedankten sich, aber ihr Trainer unterliess es, sich ebenfalls vor die Kurve zu begeben. Das gehe nicht gegen die Anhänger, sagte Uli Forte, im Gegenteil. Er schätze die nach wie vor enorm grosse Unterstützung sehr.


«Aber bis wir den Ligaerhalt geschafft haben, werde ich nicht mehr in die Kurve gehen. Als Trainer ist mein einziges Thema der Verbleib in der Super League.» Noch ist nichts gewonnen nach nur zwei Partien. «Und gegen die Young Boys stand uns ein-, zweimal auch das Glück zur Seite.»

«Unser Los»

Natürlich ist sich Forte bewusst, wie viel Wert ein guter Saisonstart sein kann. Dass vier Punkte aus zwei Spielen gegen Meisterkandidaten wie Basel und die Young Boys das Vertrauen des Aufsteigers in sich selbst, die Taktik und das System stärken werden. Aber er sagt auch: «Es ist nicht selbstverständlich, gegen Basel und die Young Boys zu punkten. Am Mittwoch gegen den FC Zürich ist es erneut das erste Ziel, nicht zu verlieren. Das ist als Aufsteiger unser Los. » Er ist um Bodenhaftung und eine realistische Sicht der Dinge bemüht – bei seinen Spielern und im Umfeld. Nur, fügte er an, sei sein Team immer in der Lage, sich gute Resultate zu sichern, «wenn jeder Spieler den richtigen Chip eingelegt hat».

Momentan funktioniert bei den Ostschweizern vieles gut. Sie führen ihre Linie aus der Challenge League weiter, agieren diszipliniert und jeder scheint sich seiner Aufgabe bewusst. Auch wenn, wie am Samstag, in der Offensive nicht alles rund läuft, bleiben sie geduldig. Gegen die Young Boys mussten sie vor allem in der ersten Halbzeit viel Druck über sich ergehen lassen. In Rückstand gerieten sie in der 19. Minute nach einem Freistoss und einem Abpraller, den Seydou Doumbia verwertete. Es hatte sich früh gezeigt, dass sich St. Gallen in der Vorwärtsbewegung keine Fehler erlauben durfte, weil die Young Boys in der Lage waren, das Mittelfeld im Gegenzug schnell zu überbrücken. Die Gastgeber erarbeiteten sich ein Chancenplus, trotzdem hinterliessen die Ostschweizer einen defensiv abgeklärten Eindruck und im Mittelfeld war Philipp Muntwiler ein sicherer, weil zweikampfstarker Wert.

Drei Chancen, ein Tor

Nur über die Flügel kam zu wenig und in Anbetracht der Schwierigkeit, sich Chancen herauszuspielen, wurden auch Standards zu wenig genutzt. Die Young Boys versuchten viel, aber am Ende schaute wenig heraus. Auf den Ausgleich folgte keine Reaktion. «Manchmal agierten wir zu überheblich. Es fehlte die Leidenschaft. Wir haben es nicht verdient, zu gewinnen», sagte Vladimir Petkovic, der Trainer der Berner. Höhepunkt aus Sicht der St. Galler war das 1:1. Nach 63 Minuten profitierte Costanzo von einer zu kurzen Faustabwehr von Torhüter Marco Wölfli. Costanzo hob den Ball mit dem Innenrist aus 25 Metern über Wölfli hinweg ins Tor. Insgesamt hatte sich St. Gallen drei gute Chancen herausgespielt. Nach 23 Minuten war Mario Frick aus 16 Metern freistehend zum Abschluss gekommen, scheiterte aber am Goalie, in der Nachspielzeit hatte der eingewechselte Mario Cáceres gar den Siegtreffer auf dem Fuss. «Wir haben diesen Punkt nicht gestohlen», sagte Forte. Schon am Mittwoch folgt für den Aufsteiger bei Meister FC Zürich Teil drei des happigen Startprogramms.

http://www.tagblatt.ch/sport/tb-sp/St-Gallen-bleibt-seiner-Linie-treu;art133,1353260

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 Beitrag Verfasst: Montag 20. Juli 2009, 06:21 
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Bund, 20.07.2009

Zu viel Doumbia – zu berechenbar

YB hat beim 1:1 gegen Aufsteiger St. Gallen einen ersten Dämpfer erlitten. Die Berner waren zu

statisch, sie spielten zu langsam und zu ideenlos.

Torschütze Seydou Doumbia war in der Offensive der Alleinunterhalter.

Vladimir Petkovic scheint ein schneller Analytiker zu sein. Rund zwanzig Minuten nach Spielende sass der YB-Trainer an der Pressekonferenz im Stade de Suisse und sezierte den Auftritt seines Teams mit direkten und passenden Worten. «Keine Leidenschaft» hätte YB gezeigt und «nie den Rhythmus» gefunden, «planlos» und «ohne Tempo» seien die Angriffe vorgetragen worden, darum hätte das Team «viel Mühe» mit einem gut organisierten Gegner gehabt. Petkovics schonungslose Rüge endete mit der ehrlichen Einschätzung: «Heute haben wir es nicht verdient gehabt, zu gewinnen.»

Einzelkämpfer Doumbia

Vladimir Petkovic kritisierte nicht nur («wir haben uns zu sehr auf Einzelaktionen verlassen»), er wusste auch bereits Massnahmen, um es in Zukunft wieder besser zu machen: «Wir müssen schneller spielen, aggressiver sein und wieder stärker das Zusammenspiel suchen.» YB verliess sich gegen einen tapferen und fleissigen, defensiven und stabilen FC St.Gallen zu sehr und zu lange auf Klasse und Talent, die zweifelsfrei erheblich grösser waren. Doch als der Gegner Mitte der zweiten Halbzeit zum Ausgleich kam, vermochten die Berner nicht mehr zu reagieren. Längst hatten sich die Gäste auf das ideenlose Ballgeschiebe der Young Boys eingestellt, zu zweit und zu dritt stellten sie sich Seydou Doumbia entgegen. Immer wieder suchten und fanden die Mitspieler – insbesondere Landsmann Gilles Yapi – den Torschützenkönig, der alles versuchte, sich auch oft durchsetzen konnte, aber keine Unterstützung der Kollegen aus der Offensivabteilung bekam.

Die Stürmer Marco Schneuwly, Alberto Regazzoni und Joker Joetex Frimpong enttäuschten, sie müssen sich steigern, um zumindest annährend auf Ballhöhe mit Doumbia kombinieren zu können. Selbstverständlich erzielte der Ivorer auch gegen St. Gallen ein Tor, er trifft ja beinahe in jeder Partie, doch so ein spielstarker, torgefährlicher Angreifer wie – zum Beispiel – Ideye Brown von Xamax würde YB gut zu Gesicht stehen. Während Basel im Meisterkampf auf Alex Frei setzt, warten die Young Boys auf Zugang Matar Coly, der nach Trainingsrückstand und leichter Verletzung bald einsatzbereit sein soll und als Kraftpaket eine Bereicherung darstellen könnte.

Wenig Alternativen

Das 1:1 gegen St.Gallen war ein erster Dämpfer für die ambitionierten Berner. Noch passt nicht alles im komplizierten 3-4-3-System, nach zwei Spieltagen ist das nicht überraschend. «Wir wussten, dass wir in den ersten Wochen ein wenig improvisieren müssen», sagte Petkovic. Zu denken gab dem Trainer die lethargische Vorstellung seines Teams, die er als «überheblich» taxierte. Mit halber Kraft reicht es für YB nicht, aber nach guter Leistung und 3:2-Sieg in Zürich dachten einige Spieler möglicherweise, kraftsparend zum zweiten Erfolg zu gelangen. So sah das auch Petkovic. «Und das frühe 1:0 hat nicht dazu beigetragen, die Einstellung zu verändern.»

In der 19.Minute hatte Doumbia einen Abpraller verwertet, YB blieb bis zum Gegentor überlegen, aber eben nicht zwingend genug – und hatte am Ende und nach schwacher Schlussphase sogar Glück, nicht verloren zu haben. Und während St.Gallens Trainer Uli Forte an der Seitenlinie sehr energisch und beinahe wie ein 12.Spieler coachte, waren Petkovic ein wenig die Hände gebunden – auf der Bank sassen mit Frimpong und dem jungen Christian Schneuwly bloss zwei Offensivkräfte. Auch in Zukunft jedenfalls werden die Berner stark von Seydou Doumbia abhängig sein. «Aber wir werden uns wieder steigern», sagte Petkovic. Es klang versöhnlich. Und vier Punkte aus den zwei Startspielen beim Meister und gegen den Aufsteiger wären ja vor Saisonbeginn als ordentlich eingestuft worden.

http://www.derbund.ch/zeitungen/sport/Zu-viel-Doumbia--zu-berechenbar-/story/11978786

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 Beitrag Verfasst: Montag 20. Juli 2009, 06:22 
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Der Bund, 20.07.2009

Unangenehmer Gegner und ein leerer Sektor

Vor einem leeren Fansektor haben die Young Boys gegen St.Gallen im ersten Heimspiel der neuen

Saison 1:1 gespielt.

Ein 1:1 gegen St.Gallen, das war es nicht, was sich die Young Boys vom Spiel gegen den Aufsteiger versprochen hatten. Nach dem 3:2 in einem begeisternden Spiel beim FC Zürich zum Saisonauftakt erlitt das Team am Samstag einen Rückschlag. Entsprechend düster waren die Mienen der YB-Spieler, als sie den Kabinengang betraten. «Wir wollten gewinnen, wir hätten gewinnen müssen», sagte Captain Marco Wölfli. Er sei aber davon ausgegangen, die Aufgabe gegen die Ostschweizer würde nicht einfach, «nach dem Sieg gegen Basel waren sie hoch motiviert». Dennoch wolle er in der Analyse erfahren, weshalb es in der zweiten Halbzeit kein Durchkommen für die Berner gegeben habe, am Willen habe es jedenfalls nicht gefehlt. «Möglicherweise haben wir uns von der defensiven, passiven Spielweise der St.Galler einschläfern lassen», stellte der Goalie gleich selber eine erste Vermutung auf.

Keine Fans im Rücken

Der Sektor D, vor dem Wölfli in der ersten Halbzeit jeweils im Tor steht, war gegen St.Gallen ohne Zuschauer. YB war von der Liga bestraft worden, nachdem im April Schiedsrichter Jérôme Laperrière von einem Gegenstand im Gesicht getroffen worden war. «Es war komisch, ohne die Fans in meinem Rücken. Wir sind uns ihre Unterstützung gewohnt und sind darauf angewiesen», sagte Wölfli.

Der Goalie beschäftigte sich nach dem Spiel aber auch mit dem Gegentreffer aus der 63.Minute. Der gefühlvolle Heber Moreno Costanzos fand nach einer zu kurzen Faustabwehr Wölflis aus 25 Metern den Weg ins Tor. Einen «Sonntagsschuss» nannte der Keeper den Abschlussversuch des St.Galler Mittelfeldspielers. Bereits im ersten Saisonspiel hatte FCZ-Stürmer Eric Hassli Wölfli mit einem Schuss aus grosser Distanz bezwungen. «Ich hoffe, damit hat es sich fürs Erste mit dieser Art von Gegentoren», meinte Wölfli.

Sein Teamkollege Scott Sutter führte das 1:1 auf die Passivität zurück, die sich nach dem 1:0 eingestellt habe: «Wir waren danach zu wenig entschlossen», sagte der Mittelfeldspieler. Dramatisieren wollte er die Punktverluste aber nicht, vier Zähler stünden nun auf dem Konto, «und nächsten Sonntag geht es gegen Aarau weiter».

Sutter war ziemlich erleichtert, führte sein Ballverlust kurz vor Schluss nicht noch zum zweiten Treffer für St.Gallen. Gemeinsam mit Wölfli gelang es ihm, den Fehler auszubügeln. Doch alles in allem zeigte sich der YB-Zuzug zufrieden mit seinem Heimdebüt. Er sieht bei sich aber auch noch Steigerungspotenzial. «In Trainer Vladimir Petkovics System erfordert meine Position auf der rechten Seite viel Kondition. Daran muss ich noch etwas arbeiten. Gegen St. Gallen musste ich meine Kräfte in der zweiten Halbzeit ein wenig einteilen.»

Auch Sutter bedauerte den leeren Sektor im Stade de Suisse. Der 23-Jährige freut sich nun aber darauf, dass sein nächster Auftritt in Bern vor einer grösseren Kulisse als 15 216 Zuschauer stattfinden wird. Am 2. August treffen die Young Boys auf seinen Exverein, die Grasshoppers: «Für mich wird das auf jeden Fall eine ganz spezielle Begegnung», wusste Sutter bereits am Samstag.

http://www.derbund.ch/zeitungen/sport/Unangenehmer-Gegner-und-ein-leerer-Sektor/story/23670843

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 Beitrag Verfasst: Montag 20. Juli 2009, 17:44 
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Berner Zeitung, 20.07.2009

Fans aus St. Gallen angegriffen

Berner Hooligans haben nach dem Fussballspiel YB – St.Gallen die Gästefans angegriffen. Diese wehrten sich, und es kam zu einer Strassenschlacht zwischen den Chaoten und der Polizei. Die Behörden ermitteln gegen YB-Fans.

Eine halbe Stunde lang mussten die Fans aus St.Gallen nach dem Fussballspiel am Samstagabend im Gästesektor warten, ehe sie das Stade de Suisse Richtung S-Bahn-Station Wankdorf verlassen durften. In dieser Zeit versammelten sich zirka 25 Berner Hooligans bei der Shell-Tankstelle an der Ecke Sempachstrasse/Winkelriedstrasse. Beobachtet von der Polizei und einer Gruppe Schaulustiger, die sich von Minute zu Minute vergrösserte – «da vorne braut sich was zusammen, lass uns zuschauen», war ein oft gehörter Satz.

Ungestört warteten die Berner Chaoten auf den Abmarsch der Gästefans. Als diese unter Polizeischutz die Tankstelle passierten, wurden sie von den Berner Hooligans mit allerlei Gegenständen beworfen.

Polizei zwischen Fronten

Vermummte aus den Reihen der Gästefans stiegen auf die Provokation ein und setzten sich – mehr als zum Selbstschutz nötig – zur Wehr. Die Polizei stand zwischen den Fronten und schoss Gummischrot und Tränengaspetarden ab. Die Winkelriedstrasse verwandelte sich kurzzeitig in ein Schlachtfeld, auf dem Steine, Absperrgitter und Mülleimer durch die Luft flogen.

Die Bilanz: ein paar beschädigte Autos und «gut ein Dutzend Anhaltungen», wie Polizeisprecherin Ursula Stauffer sagte. «Berner wurden zwar keine angehalten, doch Ermittlungen gegen beteiligte YB-Fans sind in Gang.»

Die Aufarbeitung der Geschehnisse am Tag danach: «Dort, wo wir zuständig waren, nämlich innerhalb des Stadions, gabs keine Zwischenfälle», sagt YB-Sprecher Charles Beuret. Sechs Personen, die Pyro-Fackeln gezündet haben, wurden vom Stadionsicherheitsdienst identifiziert. Zu den Ausschreitungen ausserhalb des Stadions sagt Ursula Stauffer: «Die Polizei hat die Personen, die bei der Shell-Tankstelle gewartet haben, mehrmals weggewiesen.» Allerdings mit wenig Erfolg. Stauffer spricht von «Optimierungspotenzial» seitens der Polizei. «Wir werden die Abläufe analysieren.»

«Hat sich bewährt»

Der Rückhalt der Gästefans wurde am Samstag erstmals praktiziert. Das Vorgehen habe sich bewährt, sagt Stauffer. «Die friedlichen Matchbesucher hatten genügend Zeit, das Stadion zu verlassen.»

http://www.bernerzeitung.ch/region/bern/Fans-aus-St-Gallen-angegriffen/story/13318867

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 Beitrag Verfasst: Montag 20. Juli 2009, 17:49 
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St. Galler Tagblatt, 20.07.2009

Ein Punkt bei YB, ohne Hosenflecken

Luisa Polloni dürfte sich gefreut haben, als der FC St.Gallen aus Bern zurückkehrte. Sie wäscht nämlich die Tenues der Spieler und auf dem Kunstrasen des Wankdorfs, auch Stade de Suisse genannt, dürften sie kaum beschmutzt worden sein. Mit dem Unentschieden blieb auch die Weste der Mannschaft fast sauber.

Ich hatte damit gerechnet, dass der FC St. Gallen bei den Young Boys einen schweren Stand haben würde. Wörtlich genommen. Denn auf dem Kunstrasen des Wankdorfs sind die St.Galler schon häufig ausgerutscht. Ein Unentschieden sonst nur Niederlagen – so lautete die Bilanz. Doch der Punktgewinn gegen einen überheblichen Gegner war am Schluss verdient.

Kunstrasen primär Trainingsfläche

Die Super League hat ja diverse Eigenarten. Eine davon ist, dass ein Fünftel der Vereine ihre Heimspiele auf Kunstrasen austrägt. Das ist für Europa rekordverdächtig. Denn die künstliche Rasenoberfläche hat sich für Meisterschaftsspiele nicht durchgesetzt. Der relativ hohe Anteil in der Schweiz liegt vielleicht daran, dass sich hierzulande Hersteller von synthetischen Spielflächen befinden.

Als Allwetterplätze für den Trainingsbetrieb haben sie sich bewährt. Doch auf Meisterschaftsebene zählen meines Wissens in höchsten Spielklassen nur noch wenige Vereine wie Red Bull Salzburg, Spartak und Torpedo Moskau sowie Young Boys und Xamax auf diese Form von Heimvorteil.

Ist es überhaupt ein Heimvorteil? Eine Studie aus England in den 90-er-Jahren besagt, dass bei einem Spiel zwischen zwei gleich starken Mannschaften die Chance für einen Heimsieg auf normalem Rasen bei 48,2 Prozent liege, auf einem Kunstrasen jedoch bei 56,3 Prozent. Die Studie geht zurück auf die Zeit zwischen 1982 und 1991, als in England verbreitet Tests mit Kunstrasen durchgeführt wurden. Luton Town zum Beispiel hielt sich lange in der höchsten Spielklasse, dank einer überragenden Heimbilanz. Als aber die Experimente in England wie später auch in Schottland abgebrochen wurden, sank der Verein ins Bodenlose. Er spielt heute in der fünfthöchsten Liga.

Vorteil nicht mehr eindeutig

Allerdings hat sich die Qualität der Kunstrasen seither verbessert. Und die Heimbilanzen von Young Boys und vor allem Xamax sind nicht mehr dergestalt, dass auf einen extremen Vorteil geschlossen werden könnte. Vielleicht haben sich die Gegner mittlerweile auch ein wenig daran gewöhnt. Der Kunstrasen nützte den Young Boys nicht einmal daheim im Cupfinal gegen Sion. Es existiert allerdings das Zitat von Ex-Xamax-Trainer Nestor Clausen, der vor gut zwei Jahren, vor dem wichtigen Spiel Xamax gegen St. Gallen, erklärte: «Unser grosses Plus ist der Kunstrasen». Xamax gewann mit dem letzten Angriff 1:0.

St. Gallen hat richtig entschieden

Es kann auch sein, dass auf Kunstrasen ein attraktiveres Spiel entsteht, aber entscheidend ist, dass die grosse Masse von Fans und Vereinen eine künstliche Spielfläche nicht will. Für Kunstrasen entscheidet sich nur noch, wer sich davon einen sportlichen Vorteil verspricht. Man will den Rasen riechen und man will Spieler, die sich auch mal den Hosenboden schmutzig machen. Fussball auf Kunstrasen das ist im Umkehrschluss so abwegig wie Eishockey auf Natureis, was vor vielen Jahren in romantischer Erinnerung mal üblich war.

Wäre ich Anhänger der Young Boys, käme ich mir wie ein Fan eines exotischen Vereins vor, einer ganz seltenen Ausnahme. Es war ein guter Entscheid der FC-St.Gallen-Führung, sich für eine Rasenfläche zu entscheiden, auf der sagen wir mal 99 Prozent der Erstdivisionsvereine weltweit ihre Meisterschaftsspiele austragen.

Am Mittwoch nach dem Auswärtsspiel gegen Zürich wird Luisa Polloni die Waschmaschine wohl auf einen stärkeren Verschmutzungsgrad einstellen müssen. Das Spiel auf dem Letzigrund gegen den FC Zürich findet auf sattgrünem Rasen statt. Die Aufgabe dürfte für die Mannschaft dennoch die bisher schwierigste sein, denn wann sonst will der Meister mit dem Punktesammeln beginnen.

http://www.tagblatt.ch/sport/fcsg_kolumne/Ein-Punkt-bei-YB-ohne-Hosenflecken;art2516,1353433

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