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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 15. Juli 2009, 09:24 
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Der Bund, 15.07.2009

Degen an allen Toren beteiligt

Seydou Doumbia und Gilles Yapi spielten überragend, aber auch andere YB-Akteure überzeugten beim 3:2-Sieg in Zürich.

Marco Wölfli: Note 5,5 Rettete mehrmals spektakulär und war bei den Gegentoren chancenlos. Der starke Nationalgoalie hielt YB in den schwächeren Phasen im Spiel.

Emiliano Dudar: Note 3,5 Der Zugang aus Bellinzona hatte Mühe, seine Position zu finden und leistete sich krasse Fehler. Er deutete aber mit klugen Seitenverlagerungen und Kopfballstärke an, eine Verstärkung sein zu können – wenn er sich an das System angepasst hat und (wie Ghezal) keinen Trainingsrückstand mehr aufweist.

Saif Ghezal: Note 4 Auch Ghezal war nicht fehlerfrei, auch er hatte oft Mühe, aber er war ingesamt solid. Doch der FCZ erspielte sich deutlich zu viele Torchancen – die YB-Defensive muss sich steigern.

François Affolter: Note 4,5 Der 18-Jährige war der beste YB-Verteidiger, aber bei den langen Bällen des FCZ stand auch er einige Male falsch im Raum.

Scott Sutter: Note 4,5 Startete stark in die Partie, baute danach aber ab und konzentrierte sich engagiert auf seine defensiven Aufgaben.

Xavier Hochstrasser: Note 4,5 Hochstrasser lief und lief, er war ein guter Balljäger und agierte relativ unauffällig und defensiv.

Gilles Yapi: Note 6Yapi war der Chef auf dem Platz. Grosses Laufpensum, kaum ein Fehlpass, geniale Zuspiele – und er schoss ein fantastisches Tor.

David Degen: Note 5,5 Wirkte zu Beginn zurückhaltend, aber er steigerte sich gewaltig. Vor dem 0:1 und dem 0:2 trieb Degen den Ball Richtung FCZ-Strafraum. Und den Penalty vor dem Siegtor holte Degen mit einem Rush heraus, und im Duell mit FCZ-Goalie Guatelli verhielt er sich clever und provozierte den Elfmeter.

Seydou Doumbia: Note 6 Schnell, dribbelstark, spektakulär, torgefährlich, kaum vom Ball zu trennen – so einen starken Auftritt sieht man selten in der Super League.

Marco Schneuwly: Note 3,5 Kämpfte vorne viel, musste oft in Kopfballduelle gegen Hannu Tihinen steigen, insgesamt aber war Schneuwly der schwächste YB-Offensivspieler mit unglücklichen Aktionen. Die Kombinationen der Mitspieler waren oft zu schnell für ihn.

Alberto Regazzoni: Note 5 Der Nationalstürmer war vor der Pause stark, danach tauchte er ab, war aber immer unterwegs.

Joetex Frimpong: Note 4,5 Gab nach seiner Einwechslung neue Impulse und den Pass auf Degen vor der Szene, die zum Penalty für YB führte. (fdr)

Noten: 6 = herausragend; 5 = gut; 4 = solid; 3 = ungenügend; 2 = schlecht; 1 = sehr schlecht (Der Bund)

http://www.derbund.ch/zeitungen/sport/Degen-an-allen-Toren-beteiligt/story/25966394

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 15. Juli 2009, 09:28 
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NZZ, 15.07.2009

Der Meister der Ineffizienz

Die Young Boys besiegen den FC Zürich in einer qualitativ guten Partie 3:2

Die Young Boys haben beim FC Zürich 3:2 gewonnen. Die vielen Absenzen waren für den Meister eine zu grosse Hypothek. Zürich startete stark in die Partie und erarbeitete sich schon in den ersten Minuten mehrere sehr gute Tormöglichkeiten. Es waren jedoch die Berner, die für die ersten Tore besorgt waren.
Von Flurin Clalüna

Über dem Letzigrundstadion zuckten kurz nach zehn Uhr abends die Blitze durch die schwüle Nacht, aber das war nichts im Vergleich mit dem Donnern des FCZ-Trainers. Bernard Challandes hatte sich nach dem Schlusspfiff und der 2:3-Niederlage gegen die Young Boys im Tunnel versteckt, der in die Katakomben führt; er sprach ungehalten, wie man es von ihm kennt, auf den Schiedsrichterassistenten ein.

Es gab einige Entscheide des Referees, die Challandes anzweifelte, er dachte an die Penaltyszenen, aber an der Pressekonferenz sprach er nicht darüber, wie er es früher so oft getan hatte. Er sagte diesmal nur: «Wir sind selber schuld.» Die Leistung sei «in Ordnung» gewesen, aber es habe dem FCZ an Effizienz gemangelt. Angesichts der vielen Torchancen der Zürcher zeigte er sich «frustriert».

Sogar Tihinen als Akrobat

0:2 lagen die Zürcher nach weniger als einer halben Stunde zurück. Sie waren im Rückstand, obwohl sie zu Beginn besser gewesen waren und hätten führen müssen. Und sie fanden ironischerweise mit dem 2:2 durch Rochat nach einem Freistoss von Gajic ins Spiel zurück, obwohl sie schwächer geworden waren. Der FC Zürich hatte mit Guatelli einen Goalie, der in dieser Partie wiederholt bewies, dass er keine Nr. 2 ist. Aber in der 75. Minute brachte er Degen im Strafraum zu Fall. Doumbia erzielte mittels Penalty den 3:2-Siegestreffer.
YB und Zürich haben sich zuletzt den Ruf erworben, die spielstärksten Teams der Liga zu sein. Am Dienstag bewiesen sie dies erneut. Die Trainer gratulierten beiden Equipen. Beide spielten einen qualitativ guten Fussball, vertikal, temporeich. Bei beiden waren allerdings auch Fehler in der Abwehr nicht zu verkennen. YB hat zwar mit dem Argentinier Dudar einen neuen Innenverteidiger verpflichtet, aber die Belastungsprobe bestand die Berner Abwehr nicht immer, obwohl der YB-Trainer Petkovic mit ihr «zufrieden» war. Aber auch die Abwehr des FCZ wankte. So wie beim 2:0 durch Regazzoni, als sie die Orientierung verlor und den Tessiner gewähren liess.

Es war fast wie immer, als hätte es gar keine Sommerpause gegeben. Challandes stand mit feuchtem Hemd an der Seitenlinie und schrie. Irgendwann tropfte der Angstschweiss, es könnte dem FCZ gleich ergehen wie dem FCB oder GC, die einen Fehlstart zu beklagen hatten. Challandes sah, wie der Verteidiger Tihinen in der Nachspielzeit etwas tat, wofür er eigentlich gar nicht bezahlt wird – der Finne versuchte wie ein Akrobat, mit einem Fallrückzieher das 3:3 zu erzwingen. Vieles kam einem bekannt vor:
Der YB-Stürmer Doumbia spielte wieder einmal wie ein Chirurg, der eine ganze Abwehr alleine «zerlegen» kann, so wie beim 1:0, als der Afrikaner wie ein Sommerwind durch die Zürcher Abwehr wehte und dann Yapi den Torerfolg überliess. Oder es gab den FCZ-Stürmer Hassli, der nicht weiss, was Selbstzweifel sind: Wer kein Vertrauen in seine Fähigkeiten hat, würde es nie wagen, aus 35 Metern so zu schiessen wie der Franzose. Sein Treffer zum 1:2 war mehr als sehenswert. Allerdings liess Hassli in der 66. Minute die grosse Chance zum 3:2 alleine vor dem YB-Goalie aus.

Die Zukunft von Abdi

Der Spielmacher Almen Abdi hatte sich diesen Abend anders vorstellt. Aber nicht jeder Abschied ist so romantisch wie ein letztes Winken am Perron, wenn der Zug langsam anfährt. Aber vielleicht war dieses 2:3 gegen YB gar nicht das letzte Spiel des 22-Jährigen für den FCZ. Abdi kennt seit fünfzehn Jahren nichts anderes als den FCZ, und es kann sein, dass er jetzt bald nach Udine aufbricht, um seinen Horizont zu erweitern. Am Dienstagabend aber sprach er noch wie ein Zürcher – durch und durch. Der FCZ müsse sich wohl erst daran gewöhnen, als Meister immer den Part des Favoriten zu spielen. Genügend Qualität hat er.


Zürich - Young Boys 2:3 (1:2)Letzigrund. - 10'500 Zuschauer. - Schiedsrichter: Studer. - Tore: 19. Yapi 0:1. 24. Regazzoni 0:2. 35. Hassli 1:2. 63. Rochat 2:2. 76. Doumbia (Foulpenalty) 2:3.
FC Zürich: Guatelli; Philippe Koch (72. Schönbächler), Tihinen, Rochat, Lampi; Gajic; Nikci (86. Mehmedi), Tico, Abdi, Djuric (85. Vasquez); Hassli.
Young Boys: Wölfli; Dudar, Ghezal, Affolter; Sutter, Hochstrasser, Yapi, Degen; Doumbia (94. Pasche), Marco Schneuwly (68. Frimpong), Regazzoni (83. Schneider).
Bemerkungen: Zürich ohne Aegerter, Barmettler, Chikhaoui, Leoni, Margairaz, Stahel, Stucki, Tarchini (alle verletzt), Alphonse (Gold Cup) und Vonlanthen (noch nicht spielberechtigt), Young Boys ohne Raimondi (verletzt), Doubaï (rekonvaleszent), Coly, Mardassi, Liechti und Frey (alle noch nicht spielberechtigt). Verwarnungen: 38. Yapi. 42. Hassli. 54. Abdi. 62. Dudar. 75. Guatelli (alle Foul). 86. Schneider (Reklamieren).

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 15. Juli 2009, 09:37 
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toller sieg gegen den fcz gestern abend, ich bin gespant auf die fortsetzung am samstag.

hoffe nur doumbia hat sich nicht ernsthaft verletzt, denke aber er blieb länger liegen, weil er doch noch ein paar sekunden beim spielunterbruch rausholen wollte.


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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 15. Juli 2009, 09:39 
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sf.tv, 15.07.2009

YB gewinnt offenen Schlagabtausch

Die Young Boys haben das Schlagerspiel gegen Meister Zürich auswärts spektakulär gewinnen können. Die Berner behielten in einem Duell mit offenem Visier mit 3:2 das bessere Ende für sich.
Traumtore, kuriose Treffer, Emotionen, umstrittene Entscheide - das «Spitzenspiel» zwischen den beiden besten Mannschaften der letzten Saison hielt in jeder Beziehung, was es versprach.

Das Heimteam erwischte den besseren Start. Bereits nach wenigen Minuten tauchte Adrian Nikci alleine vor dem Berner Tor auf - wurde aber im letzten Moment umgestossen. Schiedsrichter Sandro Studer entschied auf Weiterspielen. Als wenig später auch Eric Hassli und nochmals Nikci zu besten Chancen kamen, schien ein Zürcher Treffer nur noch eine Frage der Zeit zu sein.

YBs Effizienz in der ersten Hälfte

Der Treffer fiel zwar, aber auf der anderen Seite. Seydou Doumbia, letztjähriger Super-League-Topskorer bei YB, beschäftigte in der 19. Minute die gesamte FCZ-Abwehr und leitete den Ball via Abpraller zu Gilles Yapi weiter, der aus 20 Metern trocken zum 1:0 traf. Nur fünf Minuten später brachte die durch Verletzungen arg geschwächte FCZ-Abwehr den Ball erneut nicht weg - diesmal bedankte sich Alberto Regazzoni für das Zürcher Geschenk.

Hassli trifft aus dem Nichts

Nach dem Doppelschlag dominierten die Gäste den nun verunsicherten FCZ klar. Just in dieser Phase schnappte sich Hassli 35 Meter vor dem gegnerischen Tor den Ball und hämmerte ihn ansatzlos aufs Tor. Marco Wölfli war gegen den präzisen Schuss in der 35. Minute machtlos.

Chancen auf beiden Seiten

Nach dem Pausentee brachte Alain Rochat mit einem kuriosen «Schienbein-Tor» (63. Minute) die Spannung endgültig zurück. In der Folge hätten beide Teams Chancen gehabt, das Spiel frühzeitig zu entscheiden. Doumbia scheiterte mit seinem Kopfball ebenso an FCZ-Ersatzgoalie Andrea Guatelli, wie Sekunden später Hassli alleine vor Wölfli.

So sorgte schliesslich ein streng, aber wohl zurecht gepfiffener Penalty für die Entscheidung in diesem Spiel. Guatelli hatte den heranbrausenden David Degen leicht berührt, Doumbia verwertete den Elfmeter in der 76. Minute. In den Schlussminuten drückte der Meister vehement auf den Ausgleich. Die beste Chance vergab Captain Tihinen in der Nachspielzeit mit einem Fallrückzieher aus 14 Metern.

Challandes: «Dieses Spiel dürfen wie nie verlieren»

FCZ-Trainer Bernard Challandes war nach dem Spiel hin und hergerissen: «Es war ein super Spiel, mit viel Tempo. Und ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft zufrieden. Aber mit dem Resultat bin ich frustriert. Wir hatten so viele Chancen. Das Spiel dürfen wir nie verlieren.» Auch YB-Coach Vladimir Petkovic war nach dem Spiel nicht ganz glücklich: «Wir haben mit einigen Spielern gespielt, die noch nicht ganz fit sind. Das hat man gesehen. Aber die Moral der Mannschaft gibt mir Zuversicht.»

http://sport.sf.tv/nachrichten/archiv/2009/07/14/fussball/yb_gewinnt_offenen_schlagabtausch

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 15. Juli 2009, 09:43 
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Blick, 15.07.2009

YB schlägt FCZ 3:2!

ZÜRICH - Die Berner Young Boys bescheren Meister FCZ im ersten Saisonspiel bereits die erste Niederlage. Die Partie bietet Tore und Hochspannung.

Trotz den schwülen Temperaturen erleben die 10 500 Zuschauer im Letzigrund ein spektakuläres Spiel zwischen dem Meister und dem Vize-Meister. Zwei prominente Gäste fiebern auf der Tribüne mit. NHL-Star Mark Streit ist zu Gast. Der Berner sieht ein passives YB in der Startphase. FCZ-Neuzugang Johan Vonlanthen hingegen wird Zeuge von einer tollen Chance seines neuen Teamkollegen Eric Hassli. Der Franzose schiesst aber aus kurzer Distanz volley über das Tor.

Doppelschlag in der ersten Halbzeit

Wie aus heiterem Himmel bringt Yapi mit einem sehenswerten Schuss YB in der 16. Minute in Führung. Nur einige Minuten später profitiert Alberto Regazzoni von einer weiteren Unkonzentriertheit in der FCZ-Abwehr und doppelt nach. FCZ-Goalie Andrea Guatelli ist bei beiden Toren machtlos.

Die Berner sind in der Folge das bessere Team. Dann fasst sich Hassli ein Herz – Traumtor aus 30 m! Sein Schuss landet in der rechten hohen Torecke, Wölfli ist geschlagen.

Nach der Pause hat Yapi nach einem Doumbia-Dribbling die erneute Zwei-Tore-Führung auf dem Fuss,doch Guatelli rettet den Meister mit einem starken Reflex. In der 63. Minute gelingt Rochat der glückliche Ausgleich. Der Ball springt ihm nach einem Freistoss ans Bein und kuller an Wölfli vorbei ins Netz.

Guatelli als tragischer Held

YB gibt nicht auf. In der 75. Minute zeigt Schiedsrichter Stephan Studer auf den Penalty-Punkt. Guatelli soll Degen von den Beinen geholt haben. Eine umstrittene Entscheidung. Seydou Doumbia trifft, Guatelli ist in der richtigen Ecke aber dennoch geschlagen. Der Leoni-Vertreter verschuldet den dritten Treffer, ist aber bei allen drei Gegentreffern machtlos.

Als Ref Studer die Partie nach vier turbulenten Nachspielminuten abpfeift, bleibt vor allem eines: die Lust auf mehr solche Super League-Spieler.

(Toto Marti)Zürich - Young Boys 2:3 (1:2)
Letzigrund. -- 10 500 Zuschauer. -- SR Studer.
Tore: 19. Yapi 0:1. 24. Regazzoni 0:2. 35. Hassli 1:2. 63. Rochat 2:2. 76. Doumbia (Foulpenalty) 2:3.
Zürich: Guatelli; Philippe Koch (72. Schönbächler), Tihinen, Rochat, Lampi; Gajic; Nikci (86. Mehmedi), Tico, Abdi, Djuric (85. Vasquez); Hassli.
Young Boys: Wölfli; Dudar, Ghezal, Affolter; Sutter, Hochstrasser, Yapi, Degen; Doumbia (94. Pasche), Marco Schneuwly (68. Frimpong), Regazzoni (83. Schneider).
Bemerkungen: Zürich ohne Aegerter, Barmettler, Chikhaoui, Leoni, Margairaz, Stahel, Stucki, Tarchini (alle verletzt), Alphonse (Gold Cup) und Vonlanthen (noch nicht spielberechtigt), Young Boys ohne Raimondi (verletzt), Doubaï (rekonvaleszent), Coly, Mardassi, Liechti und Frey (alle noch nicht spielberechtigt). Verwarnungen: 38. Yapi. 42. Hassli. 54. Abdi. 62. Dudar. 75. Guatelli (alle Foul). 86. Schneider (Reklamieren).

http://www.blick.ch/sport/fussball/superleague/fcz-yb-123614

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 15. Juli 2009, 09:45 
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NZZ, 15.07.2009

Die erste Runde geht an Bern

Fussball-Saisonstarts und ihre Tücken

bir. Nach der nicht erzwungenen, sondern freiwillig gewählten Zäsur ist der FC Basel dazu übergegangen, dem FC Zürich die Favoritenrolle zuzuhalten. Vieles ist neu in Basel. Dass auch die sich übertragene Rolle des Herausforderers Tücken hat, bewies der Basler Start am letzten Sonntag in St. Gallen – 0:2 nach einer Leistung, die Fragezeichen an die Wand malte. Der FCB ist halt immer noch der FCB, der Reize freisetzt. Zum Beispiel in St. Gallen. Noch immer bleiben 35 Runden zu spielen und für jedes Team maximal 105 Punkte zu gewinnen. Vielleicht wirkt der FCB-Trainer Thorsten Fink schon nach dem Spiel am Donnerstag gegen Santa Coloma (Andorra, Qualifikation zur Europa League) und am Sonntag nach der Partie gegen Aarau nicht mehr so aufgescheucht wie im Fernsehinterview nach der Niederlage in der Ostschweiz.

Saisonstarts, das Eintauchen ins Ungewisse, können es oft in sich haben. Das weiss seit der Niederlage am letzten Samstag in Aarau auch der neue GC-Trainer Ciriaco Sforza. Das hat am Dienstag auch der personell geschwächte Meister FC Zürich erfahren, der im eigenen Stadion gegen die Young Boys nach 24 Minuten 0:2 zurücklag, schliesslich 2:3 verlor und in der Premiere hart auf dem Boden der Realität aufprallte. Die erste Runde geht nach Bern.

Nicht nur in Basel, auch in Bern haben sie das Team verändert, obschon die letzte Saison gut war (Cup-Final, 2. Rang). Die YB-Chefs fordern jetzt einen Titel und Lokalmedien einmal mehr den Reifeprozess zum Meisterteam. Der bitter verlorene Cup-Final gegen den FC Sion hat tiefe Furchen hinterlassen und die Transferpolitik massgeblich gesteuert, auch wenn der YB-Trainer Vladimir Petkovic in der Öffentlichkeit seelenruhig etwas anderes behauptet. Wie weit sind die Young Boys? Der FCZ und der FCB sind in den letzten Jahren weitergekommen. Die Zürcher hatten mit dem Cup-Sieg 2005 jene Schubkraft, Sicherheit und Zündung der nächsten Stufe erreicht, die YB vor zwei Monaten gegen Sitten verpasste. Der FCZ wurde 2006, 2007 und 2009 dreimal Meister und schielt nun nach der Champions League. Am Freitag wird in Nyon der Gegner der ersten Qualifikationshürde zugelost.

Der FCZ-Sportchef Fredy Bickel nennt den Weg, auf dem sich der Klub befindet, «abgesichert» und «stabil». Noch immer ist nichts auseinandergefallen, 2010 laufen nur die Verträge Aegerters, Stahels, Stuckis, Lampis und Abdis aus. Vielleicht geht Almen Abdi demnächst für ein paar Millionen nach Udine. Die Rechte an Abdi teilen sich ein paar Personen aus dem FCZ-Umkreis. Darunter ist auch der frühere Präsident Sven Hotz, dem «weit weniger als die Hälfte» zukomme, wie ein Insider sagt. Dafür ist Margairaz zurückgekommen, und dafür lanciert auch Johan Vonlanthen einmal mehr seine Karriere neu. Beide Spieler sind nicht unverschämt teuer, aber sie steigern die FCZ-Kosten wie der Führungsapparat, der stetig vergrössert wird.

Vereinfacht ausgedrückt nähert sich die Breite der FCZ-Organisation derjenigen des FCB, dahinter lauert irgendwo YB. Am Schluss wird gemäss Prognosen einer von ihnen Erster, einer Zweiter und einer Dritter. Nach 2005 durchbrach nur der FC Sion mit dem dritten Platz 2007 die Phalanx FCZ/FCB/YB. Vielleicht kommt aber auch alles ganz anders.

http://www.nzz.ch/nachrichten/zuerich/saisonstarts_und_ihre_tuecken__die_erste_runde_geht_nach_bern_1.3047492.html

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 15. Juli 2009, 22:54 
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Es war so ein aufregendes Spiel! Meiner Meinung nach trotz einiger sehr unsicherer Szenen ein sehr gelungener Auftritt von YB und YB war mehr oder weniger die bessere Mannschaft (auch wenn man einsehen muss, dass dem FCZ viele Spieler fehlten)
Frage mich ob die erste Aktion von Dudar gegen Nikci nicht ein Foul also Penalty war und die Aktion von Guatelli gegen Doumbia naja... er hatte schon den Ball gespielt, aber wie er da rein ging... das war trotzdem meiner Meinung nach "Rot"-würdig^^


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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 16. Juli 2009, 08:55 
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Zitat:
Guatelli gegen Doumbia naja... er hatte schon den Ball gespielt, aber wie er da rein ging... das war trotzdem meiner Meinung nach "Rot"-würdig


wenn er den penalty für degen gibt müsste er auch beim foul an doumbia pfeifen und eine Karte ziehen.

meine meinung!


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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 16. Juli 2009, 19:53 
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absolut.. so wie dä vo hinge drigeit hätt jede anger spiler ä charte becho..

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 Beitrag Verfasst: Freitag 17. Juli 2009, 09:29 
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YB-Sieg beim Meister

YB gewinnt zum Saisonstart beim amtierenden Schweizer Meister FC Zürich. Die 10'500 Zuschauer im Letzigrund sahen ein ungemein attraktives Spiel mit vielen Torchancen und fünf Treffern (Yapi, Regazzoni, Doumbia, sowie Hassli und Rochat).

Der FC Zürich drückte dem Spiel in den Startminuten den Stempel auf und erspielte sich in kurzer Zeit zwei Grosschancen. Hassli und Nikci vermochten den Führungstreffer in der Startphase aber nicht zu erzielen. Beide verfehlten das Tor von Marco Wölfli (6./11.). Danach liessen die Einheimischen den Young Boys mehr Platz im Spielaufbau. Nach einer Einzelaktion von Doumbia gelangte der Ball zu Gilles Yapi. Dieser zog sofort ab und traf mit einem fulminanten Schuss aus 20 Metern zur YB-Führung (19.). Die Young Boys zeigten sich sehr effizient: Vier Minuten später fabrizierte der FC Zürich gleich mehrere Abwehrfehler und der auffällige Alberto Regazzoni liess Goalie Guatelli erneut keine Chance (24.). Der Schweizer Meister war in der Folge einige Minuten geschockt, vermochte aber dann zu regieren. Und wie: Eric Hassli zog aus rund 30 Metern ansatzlos ab und hämmerte den Ball ins hohe Eck – es stand 1:2 (35.). Mit diesem Resultat gingen die Teams nach einer attraktiven ersten Halbzeit in die Pause.

Die Partie wurde auch nach dem Seitenwechsel nicht langweilig. Im Gegenteil: Die beiden Teams setzten der starken ersten Halbzeit noch einen drauf. YB hatte nach dem Wechsel mehr vom Spiel. Yapi verpasste nach einem Flügellauf von Doumbia den dritten YB-Treffer, als er an Guatelli scheiterte (50.). Der zu diesem Zeitpunkt eher überraschende Ausgleich für den FCZ fiel dann nach einem Gajic-Freistoss. Der Ball gelangte zu Alain Rochat, der in den Ball «hineinlief» und den Ausgleich zum 2:2 markierte (63.).

Und im gleichen Stil ging es weiter. Im Gegenzug scheiterte Doumbia nach einem weiten Einwurf von Sutter mit einem Kopfball am starken Guatelli (64.). Gleich danach lief Hassli nachdem Dudar einen Ball falsch einschätzte alleine auf Marco Wölfli, wurde jedoch vom glänzend reagierenden YB-Captain gestoppt (66.). Mit Beginn der YB-Viertelstunde setzte David Degen zu einem langen, unwiderstehlichen Sololauf an. Nach einem Doppelpass mit Frimpong drang Degen in den Strafraum und wurde von Guatelli zu Fall gebracht ? Penalty für YB. Seydou Doumbia verwertete den Elfmeter und schoss die Young Boys so zum Sieg (76.). In den Schlussminuten verteidigten die Gelbschwarzen mit vereinigten Kräften den Vorsprung. Zürich hatte durch Djuric (Frimpong rettete stark) und einen Fallrückzieher Tihinens (Wölfli-Parade) zwei gute Ausgleichsmöglichkeiten. Es blieb aber beim erfreulichen Startsieg für YB.

Stadion: Letzigrund
Zuschauer: 10500
Schiedsrichter: Studer

Tore:
19. Yapi (Rechtsschuss; Doumbia) 0:1.
24. Regazzoni (Rechtsschuss) 0:2.
35. Hassli 1:2.
63. Rochat 2:2.
76. Doumbia (Penalty, Foul an Degen) 2:3.

Auswechslungen:
69. Frimpong für Schneuwly.
73. Schönbächler für Koch.
83. Schneider für Regazzoni.
85. Vasquez für Djuric.
86. Mehmedi für Nikci.
94. Pasche für Doumbia.

Ersatz:
YB: Collaviti, De Pierro, C. Schneuwly, Traore.
Zürich: Lattmann, Rodriguez, Büchel.

Bemerkungen:
YB ohne Raimondi (verletzt), Doubaï (rekonvaleszent), Mardassi, Coly, Frey und Liechti (Trainingsrückstand/nicht spielberechtigt). Zürich ohne Barmettler, Chikhaoui, Leoni, Margairaz, Stahel, Stucki, Aegerter (alle verletzt) und Alphonse (Nationalteam).

Verwarnungen:
38. Yapi (Foul), 42. Hassli (Foul), 54. Abdi (Foul), 62. Dudar (Foul), 75. Guatelli (Foul), 86. Schneider (Reklamieren).


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