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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2008/2009
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 30. Juli 2008, 08:42 
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Visana, 30.07.2008

YB neu mit Visana

Der Kranken- und Unfallversicherer Visana ist mit dem Berner Traditionsfussballclub BSC Young Boys (YB) eine Partnerschaft eingegangen. In die mit YB abgeschlossene Vereinbarung sind neben allen U-Mannschaften auch die Super-League-Mannschaft eingeschlossen. Mit diesem Engagement will Visana einen Beitrag zur Förderung des Breitensports leisten.

Für das Zusammengehen von Visana mit YB war gemäss Peter Fischer, dem CEO von Visana,
auch ausschlaggebend, dass sich die beiden Marktleader im Kanton Bern getroffen haben:
Visana ist der mit Abstand grösste Krankenversicherer im Kanton Bern und YB der grösste
Fussballclub. Beide Partner haben zudem eine lange Tradition und sind in der
Öffentlichkeit weit über den Fussball bzw. die Krankenversicherung hinweg bekannt.

Gemäss Peter Fischer "will Visana primär einen Beitrag zur Förderung des Breitensports
leisten und die Marke Visana im Kanton noch stärker verankern". Zudem will er Visana als
sportlichen Krankenversicherer im Markt positionieren.

Für Fischer bietet die Partnerschaft mit YB "eine Vielzahl spannender Markenauftritte in
einem aktuellen Umfeld". Einerseits habe dank der Beteiligung der Schweizer
Fussballnationalmannschaft an der WM 2006 und an der EM 2008 der Schweizer Fussball in
der öffentlichen Wahrnehmung wieder einen höheren Stellenwert erfahren, auch wenn er
sich an beiden Anlässen ein besseres Resultat der Schweizer Nati gewünscht hätte. Zum
anderen habe YB mit dem Stade de Suisse nicht nur ein neues Stadion erhalten, sondern es
habe beim Traditionsverein auch ein neuer Wind Einzug gehalten, der sich bereits in den
Resultaten manifestiere.

Die Vereinbarung zwischen Visana und YB sieht vor, dass die Spieler der U-Mannschaften
sowie der Super-League-Mannschaft auf ihren Trikots an den Ärmeln das Visana-Logo
präsentieren. Dazu sind weitere Marketing- und Kommunikationsmassnahmen von Visana im
und rund um das Stade de Suisse in Vorbereitung.

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2008/2009
 Beitrag Verfasst: Samstag 2. August 2008, 16:29 
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esapce.ch, 02.08.2008

Mit Piserchia von Zürich bis Debrecen

Unter Interimstrainer Erminio Piserchia will YB in Zürich seine Aufholjagd lancieren. Im Europacup treffen die Berner auf den ungarischen Vertreter Debrecen. Und Martin Andermatt freut sich über viele aufmunternde SMS.

Fussballspieler sind sich einiges gewohnt, das Geschäft ist ja verrückt geworden in den letzten Jahren. Trainer kommen und gehen, Sportchefs und Vorstände auch, und manchmal kennen sie den Spieler, der da am Morgen in der Garderobe neben ihnen sitzt, gar nicht. Die Entlassung des letzte Saison sehr erfolgreichen Martin Andermatt als Trainer hat aber auch die YB-Spieler aufgewühlt und sehr erstaunt. Sie sprechen vorsichtig über die Geschichte, schliesslich wird ihr Gehalt vom Verein überwiesen. «Es hat leider keinen Platz für Sentimentalitäten», sagt Thomas Häberli. Der YB-Captain war einer der Profiteure von Andermatts kontinuerlicher Arbeit, welche die Young Boys aus dem Super-League-Mittelmass unter Vorgänger Gernot Rohr beinahe zum Meistertitel führte. Häberli selber klopfte im Alter von 34 Jahren im Frühling sogar noch an die Türe des Nationalteams. «Wir müssen uns auf das Spiel am Sonntag beim FCZ konzentrieren», sagt Häberli. «Wir wollen nicht bereits nach wenigen Runden abgeschlagen hinter den führenden Teams liegen.»

Eine lösbare Aufgabe

Und so wollen die Fussballer morgen auf den schwachen Saisonstart (ein Punkt aus drei Spielen) reagieren. Auch der zuletzt unzufriedene Alberto Regazzoni, der sich im Training eine Tätlichkeit gegen Aron Liechti leistete, macht sich wieder Hoffnungen auf mehr Einsatzminuten. Und die Polemik um den scheinbar unbelehrbaren Hitzkopf Carlos Varela ist durch die Andermatt-Entlassung in den Hintergrund gerückt. «Er bleibt bei uns», sagt Sportchef Alain Baumann zu den (erneuten) Plänen Varelas, YB ins Ausland verlassen zu wollen. Der 30-jährige Offensivspieler Carlos Varela besitzt in Bern einen Vertrag bis 2011 und soll auf dem Feld endlich wieder seine unbestrittene Klasse zeigen – und nicht sein Temperament.

Die Auslosung der 2.Uefa-Cup-Qualifikationsrunde bescherte YB gestern ein sportlich gutes Los. Gegen den ungarischen Vizemeister Debrecen liegt ein Weiterkommen trotz Minikrise drin. «Das Ziel wäre auch gegen Berlin oder andere mögliche Gegner, die stärker als Debrecen einzustufen sind, die Qualifikation für die 1.Hauptrunde gewesen», sagt Baumann. Das Heimspiel gegen den Meister Ungarns von 2005 bis 2007 tragen die Berner am 14.August aus, das Rückspiel in Debrecen findet zwei Wochen später statt.

Piserchias Forderung

Wahrscheinlich dürfte Interimstrainer Arminio Piserchia YB im ersten Duell mit Debrecen noch coachen. «Die Spieler sind jetzt gefordert. Sie müssen kämpfen und solidarisch sein, dann gewinnen wir auch wieder», sagt Piserchia, der nach der Entlassung von Gernot Rohr vor bald zwei Jahren bereits einmal während zwei Partien die Young Boys coachte. Damals siegte YB im Cup gegen Xamax sicher 3:0 und verlor in St.Gallen unglücklich 1:2. Piserchias Verhältnis zu Martin Andermatt war offenbar nicht sehr gut, auch wenn Piserchia erklärt: «Ich war immer offen und loyal zu Andermatt und zum Verein.» Er sei aber über die Trennung nicht überrascht, sagt der 44-Jährige, der sich seit dem Mittwoch und dem Abgang Andermatts noch nicht bei seinem einstigen Chef gemeldet hat.

Erminio Piserchia will taktisch kaum grosse Veränderung vornehmen («unsere Basis ist das 4-4-2-System»), und er hat bei den YB-Spielern grosse Professionalität festgestellt: «Sie spielen ja nicht für einen Trainer, sondern für einen Verein.» Mit einem Sieg oder mindestens einem Unentschieden in Zürich gegen den FCZ soll am Sonntag die Aufholjagd der Young Boys lanciert werden, sagt Piserchia.

Es geht ums Geld

Und Martin Andermatt? Der ehemalige YB-Trainer war auch gestern sehr enttäuscht. Die zahlreichen aufmunternden Anrufe, SMS und Mails, die er (auch von YB-Spielern) erhalten hat, seien aber ein schöner Trost gewesen. Verstehen kann er die Entlassung nicht, in der Öffentlichkeit reden aber will Andermatt noch nicht. Er verhält sich korrekt, es geht natürlich auch noch um das liebe Geld. Am Mittwoch hatte YB-Präsident Thomas Grimm erklärt, die Abfindung Andermatts sei in dessen Vertrag festgeschrieben. Andermatt aber ist bis Ende Juni 2009 in Bern angestellt und kann bis dahin den vollen Lohn inklusive (allfälliger

) Prämien einfordern. Vermutlich wird das Ende der so hoffnungsvoll gestarteten YB-Beziehung mit Andermatt von Juristen geregelt.Fabian Ruch

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2008/2009
 Beitrag Verfasst: Samstag 2. August 2008, 16:36 
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espace.ch, 02.08.2008

YB hat viel Glaubwürdigkeit verloren

Standpunkt
Fabian Ruchist Sportredaktor

Der überraschende Entscheid der Young Boys, Trainer Martin Andermatt nach nur drei Runden zu entlassen, sorgt in der Fussballbranche und in der Öffentlichkeit für grosses Unverständnis. YB hat durch die brutale Trennung zu einem nicht nachvollziehbaren Zeitpunkt einen erheblichen Imageverlust erlitten. Und die Young Boys haben mit dieser Aktion viel Glaubwürdigkeit verloren und den Goodwill, den sie sich in den letzten Monaten erarbeitet hatten, wieder verspielt.

Innerhalb von zwei Monaten vom Gipfelsturm in die tiefe Talsohle: Der Fall der Young Boys erstaunt, und der Aktionismus der Berner ist ein weiterer Beleg für die ungenügenden Strukturen im Verein. Wer zahlt, befiehlt, dieses Credo gilt auch im Fussball. Die YB-Investoren um die Brüder Rihs und Benno Oertig sind kühl kalkulierende Unternehmer. Sie unterschätzen aber die Emotionen in einem Fussballverein, der eben nicht mit einer normalen Firma vergleichbar ist.

Als erfolgreiche Manager in der Privatwirtschaft sollten die Geldgeber wissen, wie wichtig ein gut vernetzter Fachmann an der Spitze ist. Bei YB fehlt diese Führungsfigur im sportlichen Sektor immer noch. Von ihr hätte auch Sportchef Alain Baumann lernen und profitieren können – als Teammanager auf dem Weg zum Sportchef. Aber es ist der mächtige und tüchtige Stadion-CEO Stefan Niedermaier, im Fussballgeschäft unerfahren, der die Tochtergesellschaft YB dirigiert. Er führt die knallharten Befehle der Wirtschaftskapitäne aus. Diese waren überzeugt, Andermatt könne den Verein nicht zu Titeln führen. Doch warum hat man den Vertrag Andermatts nicht letzte Saison auslaufen lassen? Das hätte zwar für Erstaunen gesorgt – der Schritt wäre aber sauber gewesen. Ein neuer Trainer hätte das Team auf die Saison vorbereiten und bei den Transfers mitreden können. Jetzt steht der Verein – zur Unzeit – vor einem kostspieligen Umbruch. Geld jedoch scheint kaum eine Rolle zu spielen.

Neben Niedermaier können und dürfen sich keine starken Figuren entwickeln. Die Vertreter des Verwaltungsrats und des Beirats haben nichts zu bestellen. Und auch der Einfluss von Präsident Thomas Grimm und Sportchef Baumann ist gering – ihr Verhalten in den letzten Tagen war unglücklich. Grimm wurde von Niedermaier am Mittwoch vorgeschickt, um die Trainerentlassung zu kommunizieren. Der Präsident versuchte zu begründen, was nicht zu begründen ist. Grimm spielte seine undankbare Rolle als Märchenerzähler schlecht.

Die Young Boys biegen sich Halbwahrheiten zurecht, um ihre Tat zu rechtfertigen. Die Tendenz in den letzten Monaten sei schlecht gewesen, sagen die Verantwortlichen zum Beispiel. YB aber war dummerweise das beste Rückrundenteam. Die Leistungen in den letzten Partien hätten nicht gestimmt, heisst es. Allerdings könnte YB auch mit drei Siegen gestartet sein. Die schlechten Startresultate basierten auf Zufälligkeiten und Fehlern, die man nicht Andermatt anlasten kann.

YB wandelt auf einem schmalen, gefährlichen Pfad. Der hektische Verein präsentiert sich als BSC Hollywood – wie so oft in den letzten Jahren. Die Kommunikation ist verbesserungsfähig, die Transferausbeute ungenügend. Statt einen Nachfolger für Captain, Regisseur und Torschützenkönig Hakan Yakin zu finden, verpflichteten die Berner sechs Fussballer, die derzeit zwar Alternativen, aber noch keine Verstärkungen für einen ambitionierten Vizemeister darstellen. Die krasse Abhängigkeit vom französischen Spielervermittler Jean-Bernard Beytrison, der die Hälfte des Kaders berät, ist ausserdem sehr ungesund und ein weiteres Indiz für das fehlende Know-how.

Und so heisst es für YB: zurück an den Start. Planlos und rücksichtslos präsentiert sich der Klub im Sommer 2008. Die Verantwortlichen stehen – wenige Wochen nach den wunderbaren Frühlingsgefühlen – vor dem Scherbenhaufen ihrer Personalpolitik und bei der Trainersuche unter enormem Druck. Sympathieträger Hanspeter Latour, seit Jahren die Wunschlösung, könnte eine Aufbruchstimmung erzeugen. Der GC-Coach aber ist wieder nicht verfügbar, sein Engagement kaum zu realisieren. Wobei im Fussball ja nichts unmöglich ist. Das hat die Entlassung des erfolgreichsten YB-Trainers seit 21 Jahren gezeigt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2008/2009
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 6. August 2008, 08:21 
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espace.ch, 06.08.2008

Dank an Mangane – ohne Finke

Die YB-Trainersuche dürfte bald in die entscheidende Phase treten. Volker Finke kommt als Kandidat nicht mehr in Frage; der Deutsche orientiert sich anderweitig. Klar ist: Der Andermatt-Nachfolger darf neue Spieler

Die Faxgeräte auf der YB-Geschäftsstelle laufen weiter heiss; die Bewerbungsdossiers dürften sich stapeln. Der Trainerposten in Bern versprüht grosse Anziehungskraft, obwohl die Stelle keine Langzeitgarantie enthält, wie die letzten Jahre gezeigt haben. Hinter den Kulissen laufen Gespräche mit Kandidaten, zu denen sich die Verantwortlichen in der Öffentlichkeit nicht äussern wollen. Die Young Boys scheinen aber offen für neue Wege zu sein und den Trainerstab allenfalls zu erweitern. In diesem Zusammenhang gab es Gedankenspiele, den langjährigen SC-Freiburg-Coach Volker Finke als «übergeordneten Trainer» zu verpflichten. Doch diese Lösung wird nicht zu Stande kommen; der derzeit vertragslose Finke soll sich nach einem anderen Engagement orientieren. Laut Gerüchten könnte Finke bald ein Nationalteam übernehmen.

Der neue YB-Trainer wird auch nicht Hans Meyer heissen. Der frühere Nürnberg-Coach dürfte eine Herausforderung in China annehmen.

Zustupf dank Mangane

Die Berner Verantwortlichen sind mittlerweile überzeugt davon, dass die Mannschaft nicht nur neue Impulse von der Trainerbank aus benötigt. Auch in Sachen Spielertransfers wird noch etwas in Bewegung gebracht. Der Nachfolger Martin Andermatts darf seine Wünsche deponieren. Wobei die Young Boys mit einem Zustupf rechnen können, der nicht budgetiert war. Vergleichbar mit dem Fall Hakan Yakin, dessen früherer Arbeitgeber Stuttgart beim Wechsel des Nationalspielers von YB zu Al Gharafa entschädigt wird, erhalten die Berner noch einmal Geld für Kader Mangane. Der Senegalese verliess das Stade de Suisse vor einem Jahr Richtung Lens, stieg aber mit seinem neuen Team ab. Mangane hat nun bei Rennes unterschrieben, wobei die Ablösesumme deutlich über vier Millionen Franken betragen soll. YB, das mit 20 Prozent beteiligt ist, darf im besten Fall mit Einnahmen von nahezu einer Million Franken rechnen.

Neue Anschrift an der Uhr

Im Heimspiel vom Sonntag gegen Xamax (16 Uhr) sind zwei Änderungen geplant, welche YB-Nostalgiker freuen dürfte. In den nächsten Tagen wird auf vielseitigen Wunsch der Fangemeinde die Paarung auf der legendären Wankdorf-Uhr, die auf dem Stadionvorplatz steht, angepasst. Wo bis Ende Woche in Anlehnung an den WM-Final von 1954 «Ungarn - Deutschland 2:3» steht, wird künftig an das letzte YB-Spiel im alten Stadion (YB - Lugano 1:1) erinnert. Die neue Aufschrift: «YB - Gast 1:1».

Rückkehr des Fluscos

Ein Schritt zurück wird im Rahmen des Kids-Day am Sonntag (Kinder bezahlen 5 Franken Eintritt) auch im Verpflegungsbereich gemacht. Ab sofort gibt es bei YB-Heimspielen wieder die legendären Fluscos. Mit der Schoggimilch verbinden langjährige Besucher Erinnerungen an die Wankdorf-Zeiten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2008/2009
 Beitrag Verfasst: Sonntag 10. August 2008, 22:28 
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NZZ, 10.08.2008

Das YB-System unter Selbstkontrolle

Der neue Trainer begegnet in Bern einer ungewöhnlichen Machtkonstellation. Von Benjamin Steffen

Das waren noch Zeiten, vor dreieinhalb Monaten. Am 2. Mai traf YB auf Xamax – die Berner waren unter Martin Andermatt Leader, empfingen über 30 000 Zuschauer, verloren aber 1:3. Am Sonntag gastiert derselbe Gegner. Die Berner hausen im Keller, das Publikum wird weniger sein, der Trainer ein anderer (interimistisch Erminio Piserchia). Andermatt ist beurlaubt – das Mai-1:3 gegen Xamax wurde ihm am 30. Juli kaum nachvollziehbar flugs mit zum Verhängnis. Die Entlassung erfolgte, obwohl er im Januar eine Vertragsverlängerung erhalten und YB später auf Rang 2 geführt hatte.

Ja, das Vorgehen sei «nicht vertrauensbildend» gewesen, sagt Stefan Niedermaier, der bei YB dominierende Chef des Stade de Suisse. Nun wird ein neuer Coach gesucht, «doch das ist keine One-Man-Show», betont Niedermaier. Das ist ihm wichtig, obwohl er zuletzt keine Zeitungen gelesen haben will – wo meist dasselbe stand: YB sei die One-Man-Show Niedermaiers.

Unbestritten ist, dass er viel Macht vereint. Ungewiss scheint nur, ob das Stadion-Verwaltungsratsmitglied Benno Oertig noch mehr Macht besitzt – ob Oertig die Fäden zieht oder aber artig in den Verwaltungsrat (VR) einbringt, was Niedermaier wünscht. Den VR komplettieren die Brüder Andreas und Hans-Ueli Rihs sowie deren Freund Fritz Bösch, die anders als Oertig und Niedermaier Rendite dem Rampenlicht vorziehen. Es ist zu hören, dem Trio hätten die jüngsten harschen Kritiken nicht gefallen – lies: Der Rauswurfs Andermatts hätte professioneller kommuniziert werden müssen. Andreas Rihs äussert sich dazu nicht, «doch Sie werden nächstens einiges von YB hören». Bald soll ein VR-Treffen stattfinden. Es fragt sich, ob nicht nur mediale Prügel und Trainersuche thematisiert werden, sondern auch ein Dauerbrenner zur Sprache kommt: die Trennung von Sport und Stadion, die im VR bisher nie einheitlich getragen war. Die «Gewaltentrennung» gefährdete freilich die Quersubventionierung des Sports durch andere Stadionaktivitäten – und schränkte die fussballerische Mitsprache Niedermaiers ein, sofern im Segment «Sport» ein starker Sportdirektor installiert würde.

Doch will der YB-Machtzirkel überhaupt einen befugten Sportdirektor? Den einen verschlänge er zu viel Geld, den anderen raubte er Sonnenlicht und Einfluss auf die Transferpolitik. Letztere prägen weniger die Trainer und der Sportchef Alain Baumann, sondern Niedermaier und die französischen Agenten Beytrison/Payot/Boli, die ein knappes Dutzend YB-Spieler beraten. Das Trio kam 2005 ins Spiel, als YB einen frankophonen Coach suchte – und in Gernot Rohr bekam. Mit der Vertiefung der Liaison zu Jean-Bernard Beytrison kappte der 2005 als Branchenneuling eingestiegene Niedermaier sukzessive den Draht zur Agentur «4sports», die bei YB bis Ende 2006 Yakin, Varela, Gohouri, Chiumiento und Andermatt placiert hatte. Pikant ist die Causa Gohouri: Den fetten Transfer zu Mönchengladbach wickelte nicht mehr «4sports», sondern Beytrison ab – woraus sich ein Rechtsfall «4sports» vs. YB ergab, der hängig ist. Auch Varela wechselte zu Beytrison.

Zwischen Bern und Frankreich entspann sich ein Faden, der primär nach Lens führt. Nach dem Uefa-Cup-Duell 2007 habe sich «Sympathie entwickelt», sagt Niedermaier. Kein Wunder: Zwischen Hin- und Rückspiel verkauften die Berner dem RC Lens für 5 Millionen Franken Mangane, den sie erst kurz zuvor für einen Zwanzigstel (!) des Preises Xamax abgeworben hatten. Ob Beytrison Mangane nicht direkt von Xamax nach Lens hätte transferieren können, sei dahingestellt; jedenfalls entpuppte sich der Mangane-Verkauf für die Young Boys kürzlich erneut als guter Handel, weil sie am Transfer nach Rennes partizipieren. Hätten die Franzosen nach der Relegation aus der Ligue 1 nicht andere Sorgen, wären Lens und YB «vielleicht noch näher zusammengekommen» – diese Aussage Niedermaiers nährt zwar das Gerücht, der Lens-Chef Martel habe bei YB investieren wollen, doch wird dies in Bern verneint.

Trotz der Dominanz weniger Agenten sagt Niedermaier, YB habe «alles im Griff». Dennoch – welcher Trainer passt nach Bern? Es scheint kein Zufall, dass Volker Finke abgesagt hat – er ist sich Selbstbestimmung gewohnt. Es erstaunt ebenso wenig, dass YB offenbar auch Jeff Saibene (Assistent Aarau) und Carlos Bernegger (Nachwuchs Basel) kontaktiert hat – Trainertalente, die aber auf den ersten Blick noch keine grossen Ansprüche stellen dürfen.

Wer auch immer auf Andermatt folgt – er begegnet einer ungewöhnlichen Konstellation, die von nicht ungefährlichen Verstrickungen und eitlen Machthabern erzählt. Es sei denn, das momentane System erkenne eigene Schwächen und breche sich selber auf. Mitarbeit: Peter B. Birrer


Beytrison – guter Ruf trotz Verbindung zu Marc Roger

Die in Carouge domizilierte Agentur des Franzosen Jean-Bernard Beytrison füllt das sporttechnische YB-Vakuum – zumindest teilweise. So sparen sich die Berner etwa das Scouting, das Basel kostspielig betreibt. Überspitzt gesagt gliedert YB das sportliche Gewissen aus. Der Spielervermittler Beytrison geniesst einen guten Ruf. Er arbeitete früher mit dem Südfranzosen Marc Roger und kam in Kontakt mit dessen Klienten Vieira, Makelele und Anelka. Roger erlangte trotz mehreren Anläufen die Fifa-Lizenz nicht und habe deshalb Beytrison «gebraucht», heisst es in Genf. 2005 ritt Roger den Servette FC in Konkurs, wurde inhaftiert – und wartet nun auf den Prozess. Den (mutmasslich betrügerischen) Transfer-Zirkus wickelte er allerdings mit dem Spanier Santos Marquez ab. Im exzessiven Konkurs-Jahr war Beytrison nicht mehr an der Seite Rogers. (bir.)

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2008/2009
 Beitrag Verfasst: Dienstag 2. September 2008, 09:15 
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esapce.ch, 02.09.2008

Polizei will YB-Spiele ohne Alkohol

Die Kantonspolizei schlägt Alarm: Das Gewaltproblem rund um die YB-Spiele könne mit polizeilichen Mitteln nicht gelöst werden. Manuel Willi, Polizeichef Region Bern, wünscht sich ein Alkoholverbot im Stade de Suisse.

Am Sonntag nahm die Kantonspolizei nach Scharmützeln rund ums Spiel YB - GC zwölf Personen fest (wir berichteten). In der Vorwoche, anlässlich des Spiels YB - Aarau, griffen YB-Anhänger den Car der Aarau-Fans an.

Ausserhalb des Stadions ist die Polizei für die Sicherheit zuständig. «Der personelle Aufwand für Sportveranstaltungen hat sich in den letzten fünf Jahren vervierfacht», sagt Manuel Willi, der Polizeichef Region Bern, auf Anfrage. Die Kosten seien enorm (siehe Kasten). Das Gewaltproblem rund um YB-Spiele belaste die Polizei stark. «Wir stehen hier vor einem gesellschaftlichen Problem, das sich mit polizeilichen Mitteln alleine nicht lösen lässt.»


Kein Alkohol im Stadion

«Es kann doch nicht sein, dass bei jedem Fussballmatch Hundertschaften von Polizisten bereitstehen müssen, damit es zu keinen Auseinandersetzungen kommt», fährt Manuel Willi fort. Diese Entwicklung müsse gestoppt werden. «Ein erster Schritt wäre der Verzicht auf alkoholische Getränke im Stadion.» Damit nimmt Willi eine Forderung auf, die in der Schweiz immer öfter zu hören ist. Am «runden Tisch gegen Gewalt im Sport», geleitet von Bundesrat Samuel Schmid, wurden im Frühling Massnahmen für ein Alkoholverbot bei Hochrisikospielen erarbeitet. Dieses Verbot soll in den Stadien und im Umkreis von 500 Metern gelten. Allerdings müssen die Massnahmen von jedem Kanton und jeder Stadt genehmigt werden.

Die Stadt Zürich hat im Jahr 2007 bei mehreren Hochrisikospielen den Alkoholausschank in den Stadien verboten.

Ein Alkoholverbot galt auch bei der Finalissima zwischen Basel und YB im vergangenen Mai. «In der Regel wird im St.-Jakob-Park bei nationalen Spielen Alkohol verkauft. Doch die Kantonspolizei kann bei Hochrisikospielen Ausnahmen verordnen», sagt Stadionmanager Christian Kern.

YB verteidigt die Fans

YB-Pressesprecher Charles Beuret hält wenig von einem Alkoholverbot. Und er nimmt die YB-Fans in Schutz: «Unsere Fans sind keine Hooligans.» Die Young Boys seien glücklich, über vernünftige Zuschauer zu verfügen. «Wir haben viele Fortschritte erzielt im Dialog mit den Fanklubs – auch dank der neu gegründeten Fanarbeit Bern», sagt Charles Beuret. Innerhalb des Stade de Suisse gebe es kaum mehr Zwischenfälle. «Unsere Fans haben schon lange keine Feuerwerke mehr gezündet.»

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2008/2009
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 4. September 2008, 08:09 
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ebund.ch, 04.09.2008

YB soll Polizeieinsätze bezahlen

Berns Steuerzahler entrichten jährlich zwei Millionen Franken für Polizeieinsätze rund ums Stade de Suisse
Immer mehr Ausschreitungen bei Fussballspielen verursachen immer höhere Sicherheitskosten. Und diese werden in Bern aus der Stadtkasse bezahlt. Nun verlangt der Gemeinderat, dass sich YB an den Kosten beteiligt.

Die Super-League-Partie YB–GC von vergangenem Sonntag endete mit wüsten Szenen. Nach der 3:1 Niederlage machten einige Berner Fans ihrem Frust in der sogenannten «dritten Halbzeit» Luft: Sie randalierten vor dem Ausgang, pöbelten Passanten an und machten sogar gezielt Jagd auf GC-Anhänger. Zwar war eine Hundertschaft von Polizisten beim Stade de Suisse postiert. Doch auch sie konnte nicht verhindern, dass die rivalisierenden Fangruppen zuerst beim Wankdorf und später im Bahnhof aufeinander losgingen. Traurige Bilanz dieses Fussballnachmittags: zwölf verhaftete Personen und ein 125000 Franken teurer Polizeieinsatz – zulasten der Berner Steuerzahlerinnen und Steuerzahler.

Klubs zahlen ab nächstem Jahr

«Derartige Vorkommnisse nehmen in einem Ausmass zu, das zu denken gibt», sagt Sicherheitsdirektor Stephan Hügli (mitte). «Und ich verstehe, dass die Bürger nicht mehr bereit sind, für die Exzesse einiger weniger Fussballfans aufzukommen.» Hintergrund dieser Aussage: In der Bundesstadt sind Sportklubs und Musikveranstalter einzig für die Sicherheit innerhalb des Stadions zuständig. An den Polizeikosten müssen sie sich traditionsgemäss nicht beteiligen. Doch das soll sich nach dem Willen der Stadtregierung nun ändern. Ziel sei es, so Hügli, dass sich YB, SCB oder Good News ab 2009 an den Kosten für Sicherheit und Sauberkeit beteiligen. «Ich verhandle bereits seit Frühjahr mit den Verantwortlichen», sagt der Gemeinderat. Mit den Konzertveranstaltern seien die Gespräche denn auch schon fast abgeschlossen und die Einigung mit Fussball- und Hockeyvereinen erwarte er auf Ende Jahr. Details zur Höhe der Abgeltungen will Hügli mit Verweis auf die laufenden Verhandlungen keine bekannt geben.

Die Städte raufen sich zusammen

Wie so eine Lösung aussehen könnte, zeigt das Beispiel Basel: «Nach dem Wegfall der Billettsteuer im Jahr 2004 mussten wir eine neue Finanzierungsmöglichkeit für die Sicherheit von Grossanlässen finden», erzählt Sabine Horvath, Leiterin Standortmarketing Basel. Nach langer Diskussion habe man sich schliesslich vor rund drei Jahren auf «eine Pauschal-Abgeltung auf den Tickets» geeinigt. Seither bezahlt jeder Besucher eines Fussballspiels 1.20 Franken an den Service public, 2.40 muss berappen, wer ein Konzert besucht. Bei vollem Stadion kommt so ein erkleckliches Sümmchen zusammen. Dennoch ist der Obolus laut Horvath «nicht kostendeckend».

In Zürich strebt man ebenfalls keine vollständige Abgeltung an. Das Ziel ist – gleich wie in Bern – ab nächstem Jahr eine Kostenbeteiligung durch die Privaten, wie Polizeisprecher Reto Casanova erklärt.

Die gleichzeitige Einführung der Kostenüberwälzung in Bern und Zürich nimmt den Gegnern der Massnahme den Wind aus den Segeln. Die Stadionbetreiber hatten immer argumentiert, das Stade de Suisse würde für Veranstalter zu teuer und könne im Konkurrenzkampf mit den Stadien anderer Städte nicht mehr bestehen.

«Kosten seit 2003 vervierfacht»Der kantonale Polizeidirektor Hans-Jürg Käser (fdp) befürwortet grundsätzlich die geplante Überwälzung der Kosten gemäss Verursacherprinzip. Doch er mahnt, dass «die Sache damit für die Stadt noch nicht ausgestanden» sei. Im Rahmen der Fusionsverhandlungen zur Einheitspolizei habe die Stadtregierung den Aufwand für Polizeieinsätze gestützt auf die Erfahrungen der letzten Jahre angegeben. Dabei sei wohl zu wenig beachtet worden, dass die Aufwände bei Sportanlässen geradezu explodieren (siehe Grafik). «Innerhalb der letzten fünf Jahre hat sich der personelle Aufwand für solche Veranstaltungen vervierfacht.» Regierungsrat Käser geht darum davon aus, dass der Rahmenvertrag zwischen Stadt und Kanton neu verhandelt werden muss.

Käser fügt hinzu, dass es sich bei den Gewaltexzessen in Sportstadien um ein gesellschaftliches Problem handle, das nicht allein der Polizei überantwortet werden dürfe. Stadionbetreiber und Vereine seien ebenso in der Pflicht, dem Problem etwas entgegenzusetzen. Im Stadion keinen Alkohol mehr auszuschenken, ist in den Augen von Käser eine Möglichkeit, die zur Minderung des Problems beitragen könnte. YB und SCB lehnen den freiwilligen Verzicht auf Alkoholausschank gemäss «Berner Zeitung» aber kategorisch ab.

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2008/2009
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 2. Oktober 2008, 10:34 
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Es geht um viel Geld


Stefan Niedermaier, CEO der Stade de Suisse AG, spricht über die Bedeutung des Spiels in Brügge und über die YB-Fans.


Ist die Partie in Brügge für YB das «Spiel des Jahres»?

Stefan Niedermaier: Es ist eine sehr wichtige Partie, das steht ausser Frage. Wir haben unser Ziel, länger im Europacup zu sein als in den letzten Jahren, bereits erreicht. Aber wenn wir die Gruppenphase im Uefa-Cup erreichen würden, wäre das ein grosser Schritt für YB.

In welchen finanziellen Dimensionen rechnen Sie?

Es ist immer heikel, über etwas zu sprechen, das man noch nicht geschafft hat. Aber wir haben uns natürlich Gedanken gemacht, was wir in der Gruppenphase verdienen könnten. Vieles würde natürlich von den Gegnern abhängen und gegen wen wir die zwei Heimspiele austragen dürften. Wären es Gegner aus lukrativen TV-Märkten und würden zwei Spitzenteams im Stade de Suisse antreten, sähe die ganze Sache natürlich schon sehr interessant aus.

Konkret?

Rechnen wir konservativ, und das tun wir ja immer, dann dürfen wir von Einnahmen von rund 1,5 Millionen Franken ausgehen. Dabei gehen wir von Heimspielen mit je rund 20'000 Zuschauern und Eintrittspreisen von 30 Franken im Schnitt aus. Aber ein Weiterkommen hätte nicht nur wirtschaftliche Vorteile, es wäre auch sportlich und für das Image des Vereins eine grossartige Angelegenheit.

Haben Sie nach den Vorfällen im Hinspiel und dem Fackelwurf in Basel Bedenken wegen der mitgereisten Fans in Brügge?

Nein, absolut nicht. Ich vertraue unseren Fans und hoffe, dass sie keine Fackeln abbrennen werden. Wir haben rund 350 Tickets verkauft, und alle Fans mussten sich identifizieren. Wir kennen also die YB-Anhänger, die in Brügge dabei sind.

Je nach Verlauf des Spiels kann es dennoch zu Ausschreitungen mit Brügge-Fans kommen.

Das lässt sich nie ausschliessen, aber wir sind guter Dinge und haben alles unternommen, damit es zu keinen Problemen kommt. Die Fans werden vor dem Spiel mit einem Bus von der Innenstadt zum Gästesektor gefahren. Und es sind sechs Sicherheitsleute aus Bern zur Unterstützung der belgischen Polizei dabei.
(Berner Zeitung)

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„Ich habe viel von meinem Geld für Alkohol, Weiber und schnelle Autos ausgegeben... Den Rest habe ich einfach verpraßt“ George Best (†)


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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2008/2009
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 8. Oktober 2008, 11:40 
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Berner Zeitung, 08.10.2008

Doubais Rückkehr, Köln und Fackelwerfer

Am Donnerstag testet YB gegen den Bundesligisten Köln. Bis Ende Woche müssen die Berner eine Stellungnahme zum Fackelwurf abgeben.

Nach dem 5:0-Heimsieg gegen Sion am Sonntag ist die Stimmung bei YB prächtig. Alberto Regazzoni und Marco Wölfli weilen beim Nationalteam, Saif Ghezal ist mit Tunesiens Auswahl unterwegs und Xavier Hochstrasser mit der Schweizer U20-Mannschaft. Verletzt ist bei YB kein Spieler mehr: Mario Raimondi dürfte nach seiner Blinddarmoperation beim nächsten Ernstkampf am 26. Oktober in Vaduz wieder dabei sein – und der hoch begabte Thierry Doubai steht nach seinem Kreuzbandriss, den er im April erlitt, wieder im Training. Je nach Fortschritten könnte der 20-jährige Mittelfeldspieler noch vor der Winterpause in der Super League eingesetzt werden. Und Ende dieser Woche treffen in Bern zwei weitere Talente aus jener Fussballschule in der Elfenbeinküste ein, mit der YB eine enge Zusammenarbeit pflegt und die einst bereits Doubai besuchte. Morgen (19.30 Uhr) treffen die Young Boys in einem Testspiel im Stade de Suisse auf den Bundesligisten 1.FC Köln, den letzten Verein von YB-Winterpausezugang Baykal. Im Oktober 2007 lockte das internationale YB-Testspiel gegen Juventus immerhin 16300 Zuschauer ins Stade de Suisse. Auch gegen Köln profitieren die Zuschauer von attraktiven Eintrittspreisen zwischen 10 und 30 Franken.

Einige Werfer identifiziert Selbst wenn die Meisterschaft ruht, sind es für YB keine gemütlichen Tage. Bis Ende Woche muss der Verein seine Stellungnahme bei der Swiss Football League zu den Vorfällen in Basel abgeben. Nach dem Fackelwurf eines YB-Fans in den FCB-Zuschauersektor droht den Bernern ein «Geisterspiel» im Stade de Suisse. Die Verantwortlichen haben einige Fackelwerfer identifiziert, aber noch nicht jenen, der seine Fackel Richtung Basler Zuschauer warf. Zudem wird eine finanzielle Einigung mit Martin Andermatt (Vertrag bis Saisonende) angestrebt. Im Moment erhält der ehemalige Trainer jeden Monat seinen Lohn.

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2008/2009
 Beitrag Verfasst: Dienstag 21. Oktober 2008, 08:13 
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Berner Zeitung, 21.10.2008

Geld, Fackel, Cupfinal

Interessante News von den Young Boys: So dürfte der Verkauf Kamil Zayattes zu Hull rund fünf Millionen Franken einbringen.

Am Sonntag tritt YB nach drei Wochen Wettkampfpause in Vaduz an, drei Tage später im Cup-Sechzehntelfinal in Alle (2.Liga Inter). Trainer Vladimir Petkovic kann in der Pause ruhig arbeiten, die letzten Erfolge in der Liga (2:1-Siege in Bellinzona und Basel, 5:0-Gala gegen Sion) sollen den Startschuss zu einer Aufholjagd nach verpatztem Saisonbeginn gewesen sein. Und abseits des Rasens gibt es einige interessante Nachrichten. So ist Hull City, Überraschungsdritter in der Premier League, offenbar bereit, in der Winterpause die vertraglich fixierten rund fünf Millionen Franken zur definitiven Übernahme von Kamil Zayatte zu bezahlen. Der hünenhafte Verteidiger, von YB an Hull ausgeliehen, überzeugt in England seit Wochen mit starken Leistungen.

Streit im «Fall Gohouri»

In den nächsten Tagen müssen die Young Boys im «Fall Gohouri» vor das Handelsgericht des Kantons Bern. Die Vermarktungsagentur «4sports» möchte mehrere Hunderttausend Franken Anteil an der Transfersumme des Verteidigers Steve Gohouri, der im Januar 2007 für rund vier Millionen Franken von YB zu Gladbach wechselte. Eine erste Verhandlung vor dem Friedensrichter führte zu keiner Einigung, beide Partien sehen sich im Recht, wollen aber öffentlich keine Stellung zum Fall nehmen.

Mit Interesse verfolgt man bei YB auch, wie es bezüglich des Fackelwerfers weitergeht. Ein YB-Fan schmiss in Basel bekanntlich eine brennende Fackel in einen Sektor mit FCB-Anhängern. Bei YB rechnet man mit einem Urteil in der nächsten Woche und einer saftigen Busse, nicht aber mit einem «Geisterspiel» im Stade de Suisse. Dort (und nicht im St.-Jakob-Park), so hoffen die Verantwortlichen, soll im Frühling der Cupfinal stattfinden – auch, weil in Bern länger kein Länderspiel über die Bühne ging. Entschieden wird Anfang 2009.

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