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 Beitrag Verfasst: Freitag 19. Februar 2010, 16:42 
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Vorschau St. Gallen - YB

FC St. Gallen - BSC Young Boys, Sonntag, 21. Februar 2010, 16:00 Uhr, AFG-Arena, St. Gallen. - Die Situation beim BSC Young Boys präsentiert sich vor dem Auswärtsspiel wie folgt:

Verletzte Spieler:
Marco Schneuwly (Kreuzbandriss), Giuseppe Morello (Bänderverletzung am Fussgelenk), Youssouf Traore (Adduktorenprobleme).

Resultate laufende Saison:
18.07.2009, YB – St. Gallen 1:1, Tore: Doumbia, Costanzo
26.09.2009, St. Gallen – YB 2:3, Tore: Regazzoni, Doumbia (2); Ze Vitor, Abegglen.

Extrazug:
Der Extrazug für YB-Fans nach St. Gallen fährt in Bern um 12:15 Uhr ab. Rückkehr in Bern um 21:06 Uhr.

Radio:
Radio Gelb-Schwarz (RGS) überträgt das Spiel aus St. Gallen live unter http://www.radiogelbschwarz.ch.


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 Beitrag Verfasst: Freitag 19. Februar 2010, 17:39 
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Honka hat geschrieben:
Hallo zusammen, das Spiel könnt ihr übrigens hier im Liveticker mitverfolgen: http://www.weltfussball.com/spielbericht/super-league-2009-2010-fc-st-gallen-bsc-young-boys-spiel/liveticker/


Vielen Dank, aber diejenigen, welche nicht vor Ort sein werden, werden sich das Spiel wohl per YB-Radio zu Gemüte führen ;)


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 Beitrag Verfasst: Samstag 20. Februar 2010, 17:34 
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20min.ch, 19.02.2010

YB vor schwerer Aufgabe

Leader YB reist in der 21. Runde der Axpo Super League nach St. Gallen. Die Berner setzten dabei womöglich erstmals auf Mauro Lustrinelli. Mit 20 Minuten Online sind Sie ab 16 Uhr live dabei.

Durch die Konstellation, dass Basel bereits einen Tag vor den Young Boys spielte, könnte der Druck auf die Berner ungleich grösser sein als letztes Wochenende, als der Leader vorlegen durfte. Womöglich kommt Mauro Lustrinelli zu seinem ersten Einsatz. Mit dem Trainingsfleiss des Tessiners zeigte sich Vladimir Petkovic sehr zufrieden.

In St. Gallen fürchtet man weniger Lustrinelli als Liga- Topskorer Seydou Doumbia. Der Ivorer hatte Ende September in der Nachspielzeit für die erste Meisterschafts-Niederlage der Ostschweizer in der AFG-Arena gesorgt. «Doumbia war im 1:1-Duell nicht zu halten», erinnert sich der für St. Gallen spielende Berner Lukas Schenkel und fordert: «Wir müssen ihn kollektiv in den Griff bekommen.» Trainer Uli Forte betont, dass sich das Spiel zwischen den beiden statistisch besten Abwehrreihen in der Defensive entscheiden wird.

St. Gallen - Young Boys
Bemerkungen: Bisherige Spiele: 3:2, 1:1. - Absenzen: Muntwiler, Knöpfel, Bolli (alle verletzt), Haas, Caceres (beide rekonvaleszent); Marco Schneuwly, Morello, Traoré (alle verletzt), Degen (krank). - Statistik: YB hat die letzten zwei Auswärtsspiele verloren, bleibt aber das Team mit der besten Punkte- und Tor-Ausbeute in fremden Stadien. St. Gallen verwöhnt seine Zuschauer derweil nicht mit vielen Toren. In den zehn Heimspielen gelang den Ostschweizer nur zweimal mehr als ein Treffer: gegen Basel (2:0) und gegen die Young Boys (2:3).

http://www.20min.ch/sport/fussball/story/YB-vor-schwerer-Aufgabe-21282520

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 21. Februar 2010, 19:08 
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:auswaertssieg:


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 Beitrag Verfasst: Montag 22. Februar 2010, 09:53 
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Bieler Tagblatt, 22.02.2010

YB kontert erfolgreich

Die Young Boys haben die Vorgabe des FC Basel gekontert, der Vorsprung auf den zweitklassierten FCB beträgt wieder vier Punkte.

(sda) Zwei starke Starts in beide Halbzeiten genügten dem FC St. Gallen nicht, die Young Boys in der AFG-Arena nachhaltig zu gefährden. Nach drei Heimspielen ohne Niederlage resultierte eine 1:2-Niederlage, dem Anschlusstor durch den eingewechselten Moreno Merenda elf Minuten vor Schluss folgte keine zweite St. Galler Reaktion mehr.

Die Young Boys "stahlen" den Sieg nicht, hatten aber das Glück doch auf ihrer Seite. Dem 1:0 (37.) ging eine klare Abseitsposition, und zwar nicht nur von Torschütze Alberto Regazzoni, voraus. Der Tessiner liess sich die Offerte nicht nehmen und traf per Flachschuss. Nach 65 Minuten doppelte "Rega" nach, als ihm ein abgeblockter Schuss sprichwörtlich vor die Füsse fiel. Was folgte, war Regazzonis fünfter Saisontreffer.

St. Gallen - Young Boys 1:2 (0:1).

AFG-Arena. - 13 373 Zuschauer. - SR Circhetta. - Tore: 37. Regazzoni 0:1. 65. Regazzoni 0:2. 79. Merenda 1:2.

St. Gallen: Vailati; Zellweger (70. Winter), Koubsky, Schenkel, Fernando; Nushi, Costanzo, Imhof, Pa Modou; Frick (46. Abegglen), Fabian Frei (70. Merenda).

Young Boys: Wölfli; Lingani (39. Mardassi), Dudar, Affolter; Sutter, Hochstrasser, Doubaï, Raimondi; Christian Schneuwly, Lustrinelli (66. Coly), Regazzoni (85. Schneider).

Bemerkungen: St. Gallen ohne Bolli, Caceres, Haas, Muntwiler, und Knöpfel (alle verletzt), Young Boys ohne Degen, Doumbia, Yapi (alle krank), Morello, Marco Schneuwly und Traoré (alle verletzt). 200. ASL-Spiel von Mario Frick. Verwarnungen: 29. Regazzoni (Reklamieren). 36. Christian Schneuwly (Foul). 52. Nushi (Foul). 64. Koubsky (Reklamieren). 78. Mardassi (Reklamieren).

http://www.bielertagblatt.ch/News/Sport/168005

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 Beitrag Verfasst: Montag 22. Februar 2010, 09:54 
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NZZ, 22.02.2010

Regazzoni-Doublette bei YB-Sieg

Die Young Boys haben die Vorgabe des FC Basel gekontert, der Vorsprung auf den zweitklassierten FCB beträgt wieder vier Punkte.

Zwei starke Starts in beide Halbzeiten genügten dem FC St. Gallen nicht, die Young Boys in der AFG-Arena nachhaltig zu gefährden. Nach drei Heimspielen ohne Niederlage resultierte eine 1:2-Niederlage, dem Anschlusstor durch den eingewechselten Moreno Merenda elf Minuten vor Schluss folgte keine zweite St. Galler Reaktion mehr.

Die Young Boys "stahlen" den Sieg nicht, hatten aber das Glück doch auf ihrer Seite. Dem 1:0 (37.) ging eine klare Abseitsposition, und zwar nicht nur von Torschütze Alberto Regazzoni, voraus. Der Tessiner liess sich die Offerte nicht nehmen und traf per Flachschuss. Nach 65 Minuten doppelte "Rega" nach, als ihm ein abgeblockter Schuss sprichwörtlich vor die Füsse fiel. Was folgte, war Regazzonis fünfter Saisontreffer.

St. Gallen - Young Boys 1:2 (0:1).

AFG-Arena. - 13 373 Zuschauer. - SR Circhetta. - Tore: 37. Regazzoni 0:1. 65. Regazzoni 0:2. 79. Merenda 1:2.

St. Gallen: Vailati; Zellweger (70. Winter), Koubsky, Schenkel, Fernando; Nushi, Costanzo, Imhof, Pa Modou; Frick (46. Abegglen), Fabian Frei (70. Merenda).

Young Boys: Wölfli; Lingani (39. Mardassi), Dudar, Affolter; Sutter, Hochstrasser, Doubaï, Raimondi; Christian Schneuwly, Lustrinelli (66. Coly), Regazzoni (85. Schneider).

Bemerkungen: St. Gallen ohne Bolli, Caceres, Haas, Muntwiler, und Knöpfel (alle verletzt), Young Boys ohne Degen, Doumbia, Yapi (alle krank), Morello, Marco Schneuwly und Traoré (alle verletzt). 200. ASL-Spiel von Mario Frick. Verwarnungen: 29. Regazzoni (Reklamieren). 36. Christian Schneuwly (Foul). 52. Nushi (Foul). 64. Koubsky (Reklamieren). 78. Mardassi (Reklamieren).

http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/fussball/sporttickerdepartment/urnnewsmlwwwsda-atsch20100221brz035_1.5044895.html

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 Beitrag Verfasst: Montag 22. Februar 2010, 09:56 
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Tagesanzeiger, 22.02.2010

YB siegt auch ohne Doumbia und Yapi

Die erkrankten Doumbia und Yapi fielen in St.Gallen aus. Doch Leader YB steckte das Pech weg und reagierte auf den Sieg von Verfolger Basel mit einem 2:1-Erfolg.

YB-Trainer Vladimir Petkovic musste für das Spiel in St. Gallen seine Wunschelf kurzfristig ändern: Topskorer Seydou Doumbia und Spielmacher Gilles Yapi, der in der nächsten Saison für den FC Basel spielt, mussten Forfait erklären. Beide laborieren an einer schweren Magen-, Darminfektion. Deshalb kam Neuverpflichtung Mauro Lustrinell von Begin weg zum Zug. In der vergangen Woche hatte es schon Mittelfeldspieler David Degen mit dem Pfeifferschen Drüsenfieber erwischt. «Bei Doumbia und Yapi handelt es sich aber nicht um das Pfeiffersche Drüsenfieber», versichert YB-Sportchef Alain Baumann kurz vor der Partie in der Ostschweiz.

Offsidetreffer von Regazzoni

Die Berner hatten denn auch Mühe, sich auf die neue Situation einzustellen. Die aggressiven St.Galler übernahmen sofort die Initiative und praktizierten ein Pressing, so wie es Trainer Uli Forte vor der Partie gefordert hatte.

Es sind aber die Gäste, die entgegen dem Spielverlauf überraschend in Führung gingen. Allerdings hatte Alberto Regazzoni das Tor aus einer klaren Abseitsposition erzielt.

Nach einem Konter bauten die Gäste nach der Pause die Führung sogar auf 2:0 aus. Wieder hiess der Torschütze Regazzoni.

Das Anschlusstor durch Merenda brachte YB noch einmal in Not. Für die Gäste wurde es zum Schluss eine Zitterpartie. Doch Nationalkeeper Marco Wölfli hielt den Berner Sieg in der turbulenten Schlussphase mit Glanzparaden fest.

Von einem schweren Spiel sprach YBs neuer Torjäger Mauro Lustrinelli. «Trotz der Ausfälle von Doumbia und Yapi hat unser Spiel immer noch sehr viel Qualität gehabt», freute sich der Tessiner, der nicht mehr mit Bellinzona gegen den Abstieg, sondern jetzt mit YB um den Meistertitel spielen kann.

St.Gallens Coach Forte sprach von einem glücklichen YB-Sieg

Von einem äusserst glücklichen YB-Sieg sprach St.Gallens Trainer Uli Forte. «Trotz der Niederlage bin ich stolz auf meine Mannschaft, sie hat hervorragend, aufopfernd gekämpft und den Leader gefordert»,lobte der Chef.


St. Gallen - Young Boys 1:2 (0:1)

AFG-Arena. - 13 373 Zuschauer. - SR Circhetta. - Tore: 37. Regazzoni 0:1. 65. Regazzoni 0:2. 79. Merenda 1:2.
St. Gallen: Vailati; Zellweger (70. Winter), Koubsky, Schenkel, Fernando; Nushi, Costanzo, Imhof, Pa Modou; Frick (46. Abegglen), Fabian Frei (70. Merenda).
Young Boys: Wölfli; Lingani (39. Mardassi), Dudar, Affolter; Sutter, Hochstrasser, Doubaï, Raimondi; Christian Schneuwly, Lustrinelli (66. Coly), Regazzoni (85. Schneider).
Bemerkungen: St. Gallen ohne Bolli, Caceres, Haas, Muntwiler, und Knöpfel (alle verletzt), Young Boys ohne Degen, Doumbia, Yapi (alle krank), Morello, Marco Schneuwly und Traoré (alle verletzt). 200. ASL-Spiel von Mario Frick. Verwarnungen: 29. Regazzoni (Reklamieren). 36. Christian Schneuwly (Foul). 52. Nushi (Foul). 64. Koubsky (Reklamieren). 78. Mardassi (Reklamieren).

http://www.tagesanzeiger.ch/sport/fussball/Schock-fuer-YB-Doumbia-und-Yapi-fallen-in-StGallen-aus/story/28507339

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 Beitrag Verfasst: Montag 22. Februar 2010, 09:58 
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NZZ, 22.02.2010

YB in der Denkfabrik

Der Super-League-Leader gewinnt in St. Gallen 2:1

Der YB-Trainer Vladimir Petkovic arbeitet seit 1998 als Fussballtrainer, aber erst seit anderthalb Jahren auf höchster Stufe. Aus dem Unterhaus brachte er eine für einen Coach essenzielle Qualität mit: Er macht jede Equipe besser. Doch nachdem er YB an die Super-League-Spitze geführt hat, ist er neu gefordert.

bsn. St. Gallen

Petkovics Team darf nicht schlechter werden. Der Leichtigkeit, mit der YB nach oben stürmte, folgt die Schwierigkeit, sich als Leader zu behaupten. Am Sonntag bestand YB die Reifeprüfung beim FC St. Gallen, einem daheim meist unbequemen Gegner. Die Mannschaft gewann 2:1, mit Käse, Brot und Glück – doch sie gewann. «Vielleicht war die Qualität nicht so hoch», sagte Petkovic, «aber das Gewicht des Resultats wird wohl erst später erkennbar.» Er weiss: Sobald es nur noch schlechter werden kann, zählen andere Werte.

Denn die Unwiderstehlichkeit der Young Boys, das war einmal. Etwa Ende August und Ende Oktober, als die Reserve auf den Zweiten neun Punkte betrug und YB siegte und siegte, als ginge es nicht anders. Doch die Dominanz des Herbsts scheint mit einer Silvester-Tischbombe verpufft zu sein, was auch mit Personalien zu erklären ist.

Am Sonntag fehlte ausser Ghezal, der in der Winterpause in die Wüste verschwand, auch das Quartett der bis dato besten YB-Schützen. Nach Schneuwly (Kreuzbandriss / 5 Tore) und Degen (Pfeiffersches Drüsenfieber / 6) wurden kurzfristig auch Yapi (Magen-Darm-Grippe/4) und Doumbia (auch Grippe / 19) als Absenzen gemeldet. So kam es, dass der erst montags von Bellinzona übernommene Lustrinelli vor Anpfiff mehr Saisontore aufwies als die restlichen YB-Feldspieler zusammen (8:7).

Nach der Partie war der Solist wieder im Hintertreffen, weil zwar ein Tessiner zweimal getroffen hatte – aber nicht Lustrinelli, sondern Regazzoni. Die Kaltblütigkeit des kleinen Angreifers erstaunte, weil er primär mit Schimpfen gegen Freund und Feind beschäftigt schien. Doch als er einmal von Sutter (37., offsideverdächtig), einmal von Kollege Zufall (65.) bedient wurde, traf er ins Tor und brachte YB in Führung. Nach dem Anschlusstor durch Merenda (79.) wurde Regazzoni ausgewechselt – wobei er weiterschimpfte, weil der Schiedsrichter kurz zuvor nicht in seinem Sinn entschieden hatte.

Es liegt in der Natur der Sport-Sache, dass nicht alle immer einer Meinung sind. So klagte der St. Galler Verteidiger Schenkel, YB habe aus bloss zwei Chancen zwei Tore erzielt; Petkovic indes vertrat die Ansicht, sein Team habe vier hundertprozentige Chancen vergeben. Aus neutraler Warte waren die Berner nicht derart schlecht gewesen, wie Schenkel behauptete – aber auch nicht so stark und gefährlich, dass sechs Tore hätten resultieren sollen. Nicht die Spielweise der Young Boys war wie im Herbst meisterhaft einschüchternd, sondern der Fakt, dass der Sieg auch ohne Doumbia, Yapi und Degen gelang.

Jene starken Individualisten dürfte YB benötigen, um sich bis zuletzt als Leader zu behaupten, denn inzwischen haben einige Gegner Schwachstellen des 3:4:3-Systems geortet. Vor einem Jahr hatte Petkovic gesagt, er werde immer wieder Überraschungen auf Lager haben. Ist das nicht auf dem Feld zu sehen, verblüfft der Coach wenigstens daneben.

Als ein Journalist von Petkovic wissen wollte, was für ihn der Ausfall des Basel-Stürmers Frei bedeute, fragte der YB-Trainer nach kurzer Pause angeblich vollen Ernstes: «Hat er sich verletzt?» Petkovic gab vor, von den Ereignissen vom Samstag (vgl. untenstehenden Text) null und nichts mitbekommen zu haben. Als habe er die letzten 24 Stunden in gelb-schwarzer Isolation verbracht, verschanzt in einer Denkfabrik, wo er fieberhaft nach Rezepten sucht, wie YB nicht schlechter wird.

http://www.nzz.ch/nachrichten/zuerich/yb_in_der_denkfabrik_1.5046766.html

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 Beitrag Verfasst: Montag 22. Februar 2010, 10:00 
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20min.ch, 22.02.2010

YB zittert sich zu glücklichem Auswärtssieg

Der BSC Young Boys verteidigte in der 21. ASL-Runde seinen Vier-Punkte-Vorsprung auf den FC Basel. Der Tabellenleader siegte beim FC St. Gallen 2:1. Alberto Regazzoni erzielte beide Tore für die Berner.

Auch Davide Chiumiento durfte sich beim 2:1-Erfolg der Luzerner gegen Bellinzona als Doppeltorschütze feiern lassen. Im dritten Spiel vom Sonntag trennten sich Sion und Xamax 1:1. Sion ging früh durch Mpenza in Führung, den Ausgleichstreffer erzielte der eingewechselte Dampha. Rund eine Viertelstunde vor Spielende sah Sion Serey Die die gelb-rote Karte.

Bereits am Samstag bezwang der FC Basel Schlusslicht Aarau mit 2:1.

Regazzoni-Doublette bei YB-Sieg

Die Young Boys haben die Vorgabe des FC Basel gekontert, der Vorsprung auf den zweitklassierten FCB beträgt wieder vier Punkte.

Zwei starke Starts in beide Halbzeiten genügten dem FC St. Gallen nicht, die Young Boys in der AFG-Arena nachhaltig zu gefährden. Nach drei Heimspielen ohne Niederlage resultierte eine 1:2-Niederlage, dem Anschlusstor durch den eingewechselten Moreno Merenda elf Minuten vor Schluss folgte keine zweite St. Galler Reaktion mehr.

Die Young Boys stahlen den Sieg nicht, hatten aber das Glück doch auf ihrer Seite. Dem 1:0 (37.) ging eine klare Abseitsposition, und zwar nicht nur von Torschütze Alber Regazzoni, voraus. Der Tessiner liess sich die Offerte nicht nehmen und traf per Flachschuss. Nach 65 Minuten doppelte «Rega» nach, als ihm ein abgeblockter Schuss sprichwörtlich vor die Füsse fiel. Was folgte, war Regazzonis fünfter Saisontreffer.

St. Gallen - Young Boys 1:2 (0:1)

AFG-Arena. - 13 373 Zuschauer. - SR Circhetta.
Tore: 37. Regazzoni 0:1. 65. Regazzoni 0:2. 79. Merenda 1:2.
St. Gallen: Vailati; Zellweger (70. Winter), Koubsky, Schenkel, Fernando; Nushi, Costanzo, Imhof, Pa Modou; Frick (46. Abegglen), Fabian Frei (70. Merenda).
Young Boys: Wölfli; Lingani (39. Mardassi), Dudar, Affolter; Sutter, Hochstrasser, Doubaï, Raimondi; Christian Schneuwly, Lustrinelli (66. Coly), Regazzoni (85. Schneider).
Bemerkungen: St. Gallen ohne Bolli, Caceres, Haas, Muntwiler, und Knöpfel (alle verletzt), Young Boys ohne Degen, Doumbia, Yapi (alle krank), Morello, Marco Schneuwly und Traoré (alle verletzt). 200. ASL-Spiel von Mario Frick. Verwarnungen: 29. Regazzoni (Reklamieren). 36. Christian Schneuwly (Foul). 52. Nushi (Foul). 64. Koubsky (Reklamieren). 78. Mardassi (Reklamieren).

http://www.20min.ch/sport/fussball/story/YB-zittert-sich-zu-gluecklichem-Auswaertssieg-21282520

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 Beitrag Verfasst: Montag 22. Februar 2010, 10:02 
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Berner Zeitung, 22.02.2010

Solidarisch und leidenschaftlich

Ohne die drei kranken Individualisten Seydou Doumbia, Gilles Yapi und David Degen hat YB mit grosser Solidarität überzeugt.

Scott Sutter stand im Kabinengang der AFG-Arena und war: entkräftet, ausgepumpt, erschöpft. Er sagte lächelnd: «Ich bin müde.» Wenige Meter daneben gab Mario Raimondi Auskunft über sein Befinden: «Ja, ich bin schon kaputt. Das war ein grosser Kampf.» Nach seiner Verletzungspause stand Raimondi erstmals wieder in einem Ligaspiel in der YB-Startformation, und er war in St.Gallen ein Sinnbild für den Berner Auftritt. Nicht spektakulär und schon gar nicht glanzvoll hatten die Young Boys agiert, aber sie waren grundsolide und solidarisch, sie waren jederzeit eine Einheit, und vielleicht hing das auch mit den gewichtigen Absenzen (Seydou Doumbia, Gilles Yapi, David Degen) zusammen, welche die YB-Spieler näher zusammenrücken liessen. «Wir haben mehr als elf gute Fussballer», sagte Raimondi, und Marco Wölfli, der Torhüter, ergänzte: «Das war ein sehr wertvoller Erfolg für uns.»

Wölflis Fussschmerzen

Marco Wölfli stand am Sonntag oft im Brennpunkt. Die St.Galler kreierten selten herausragende Chancen, aber sie bestürmten regelmässig den YB-Strafraum. Und Wölfli fiel auf, weil er eine der Haupttätigkeiten eines Keepers gar nicht ausführen konnte. Eine Verletzung am rechten Fuss, erlitten beim 2:1-Sieg gegen Luzern vor Wochenfrist, hinderte ihn daran, die Abkicks auszuführen, sodass entweder Emiliano Dudar oder François Affolter diese Aufgabe übernahm. «Ich habe die ganze Woche nur Therapie absolviert», sagte Wölfli, «und ich bin wirklich froh, habe ich trotz Schmerzen spielen können.»

Auch Wölfli stand also für diesen leidenschaftlichen YB-Auftritt in der Ostschweiz. Die Berner rappelten sich nach durchzogenen Leistungen und Rückschlägen zuletzt – und trotz heftiger Personalsorgen – wieder auf. Und sie sendeten ein kräftiges Zeichen an die von hinten drängelnde Konkurrenz aus Basel. «Es ist nie einfach, in St.Gallen zu gewinnen. Ich denke, wir haben bewiesen, dem Druck standhalten zu können», sagte Wölfli. Er sei stolz auf den Kampfgeist des Teams und freue sich für den «überragenden Regazzoni» über dessen Leistung.

Tessiner Zusammenspiel

Alberto Regazzoni, der Dribbler, bewies am Sonntag seinen Wert für die Young Boys, doch er mochte die eigene Leistung nicht überbewerten. «Wenn man Tore erzielt, ist das immer schön. Doch mir ist es egal, ob der Torschütze Doumbia, Degen oder Regazzoni heisst», sagte der Stürmer. «Wichtig ist, dass wir Tore schiessen, als Team funktionieren und siegen.» Und er sei froh, erklärte Regazzoni weiter, dass jetzt mit Lustrinelli ein erfahrener Stürmer dabei sei. «Lustrinelli spielt sehr intelligent und schafft dadurch Freiräume für die anderen.» So war es in St. Gallen zum Beispiel beim 0:2, als der eine Tessiner, Lustrinelli, zwei Gegenspieler auf sich zog, und der andere Tessiner, Regazzoni, nach Lustrinellis abgeblocktem Schuss frei stehend aus wenigen Metern einschieben konnte.

Die Young Boys waren nach dem fast schon obligatorischen Erfolg in St.Gallen glücklich, aber sie waren nicht euphorisch. «Das haben wir letzte Saison auch oft gedacht, zum Beispiel nach den Siegen in Zürich oder Sion», antwortete beispielsweise Mario Raimondi auf die Frage, ob man mit solchen Siegen Meister werde. Und Captain Wölfli meinte: «Das waren drei wichtige Punkte. Aber auch nicht mehr.» Der Zweikampf mit dem FCB dauert noch lange.

Regazzonis Tore als Wegbereiter

Vladimir Petkovic gestikulierte wild an der Seitenlinie, beinahe die gesamte Berner Belegschaft auf der Bank deutete mit hektischen Zeichen an, dass die Nachspielzeit längst abgelaufen sei, doch Schiedsrichter Claudio Circhetta pfiff immer noch nicht ab. Es kam zu einem weiteren Eckball für St.Gallen und zum nächsten und schliesslich tatsächlich zum letzten. Und dann, endlich aus YB-Sicht, war die Veranstaltung zu Ende – und der 2:1-Sieg der Young Boys Realität. «Das war ein ganz wichtiger Erfolg für uns», sagte Petkovic. Bei den Young Boys ärgert man sich ja ein bisschen über die Spielplangestalter, und denen hat man mit dem hart erkämpften Erfolg in der AFG-Arena ein Schnippchen geschlagen. Noch immer beträgt der Vorsprung auf den Titelrivalen aus Basel jedenfalls vier Punkte, und psychologisch gesehen gehen die Berner sogar als Sieger aus dieser Runde hervor.

Zwar hatte sich der FCB am Samstag gegen Aarau ebenfalls 2:1 durchgesetzt, doch ein Sieg in St.Gallen ist zweifellos höher zu gewichten, zumal YB nachlegen musste. Und die Basler müssen jetzt mindestens zwei Monate auf den verletzten Torjäger Alex Frei verzichten, der mit einem Armbruch ausfällt (Seite 16). Darauf angesprochen witzelte Petkovic am Sonntagabend: «Was, Frei ist verletzt? Das habe ich gar nicht gewusst.» Und dann sagte der YB-Trainer: «Das ist natürlich schade für das Schweizer Nationalteam, aber es interessiert mich nicht. Wir müssen auf uns schauen.»

Lustrinellis Wert fürs Team

Auch den Young Boys fehlten in St.Gallen zahlreiche Stammspieler, das Lazarett nahm beinahe Mannschaftsstärke an. Neben David Degen (Pfeiffer’sches Drüsenfieber) fehlten mit den kurzfristig an einer Magen-Darm-Grippe erkrankten Ivorern Gilles Yapi und Seydou Doumbia zwei weitere Leistungsträger, wobei Doumbia Ende Woche möglicherweise sogar an einer leichten Lebensmittelvergiftung gelitten hatte. Das Spital hat der Torschütze vom Dienst wieder verlassen, und in St.Gallen wurde Doumbia vom letzten der zahlreichen neu verpflichteten Angreifer, Mauro Lustrinelli, ersetzt. Lustrinelli hatte in der Vorrunde acht Treffer für Bellinzona erzielt – und damit ein Tor mehr als alle anderen YB-Akteure, die gestern in der Startformation standen, zusammen.

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Solidarisch-und-leidenschaftlich/story/19017334

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