 |
 |
Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
|
| Autor |
Nachricht |
|
shalako
|
Verfasst: Sonntag 23. Oktober 2022, 01:22 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
22.10.2022  Zitat: 2 Penalty-Tore im Wankdorf
Nsame kontert abgeklärten Balotelli: 1:1 zwischen YB und Sion
- In der 13. Runde der Super League trennen sich die Berner Young Boys und der FC Sion mit 1:1. - Beide Treffer im Wankdorf fallen vom Punkt aus: Zuerst bringt Mario Balotelli die Gäste in Führung, Jean-Pierre Nsame gleicht kurz darauf wieder aus. - Damit feiern die Walliser erstmals seit knapp sieben Jahren wieder einen Punktgewinn in der Hauptstadt. - Im anderen Samstagsspiel feierte Luzern einen langersehnten 3:1-Heimsieg über Lugano.
Viel sprach nicht für den FC Sion vor dem Gastspiel in der Hauptstadt. Keines seiner 32 Auswärtsspiele bei YB in der Super League vermochten die Walliser zu gewinnen. Von der Statistik liessen sich die Gäste in Bern aber nicht beirren und boten dem Leader in allen Bereichen Paroli.
Balotelli trifft erneut
Den kämpferischen Auftritt der vermeintlichen Aussenseiter belohnte in der 52. Minute mit Loris Benito ausgerechnet ein Berner: Der YB-Verteidiger hatte einen weiten Ball unterschätzt und agierte auch im anschliessenden Zweikampf gegen Itaitinga stümperhaft. Der anschliessende Penalty war Chefsache – Mario Balotelli verwandelte souverän zur Walliser Führung.
Die Antwort von YB folgte kurz darauf. In der 63. Minute holte Jean-Pierre Nsame im Strafraum einen Elfmeter heraus, den der Rückkehrer gleich selbst verwandelte. Im Gegensatz zu jenem von Balotelli fehlte hier aber nicht viel, und Heinz Lindner im Tor der Sittener hätte den Ball entscheidend ablenken können.
Diese Phase des Spiels entschädigte für ein lange chancenarmes Duell, das in der 1. Halbzeit gar nur einen Aufreger bereitgehalten hatte. In der 25. Minute war ein Abschluss Itaitingas unhaltbar für David von Ballmoos an den Pfosten geknallt.
Sion beendet Durststrecke
In der Schlussphase hatten beide Teams Chancen auf den Lucky Punch. Gleich zwei Möglichkeiten besass Sion-Stürmer Filip Stojilkovic, der aber sowohl in der 74. Minute als auch acht Zeigerumdrehungen später aus aussichtsreicher Position in Von Ballmoos seinen Meister fand.
Weil kurz vor dem Ende auf der anderen Seite auch Donat Rrudhani aus nächster Distanz über das Tor schoss, beendeten die Walliser eine lange Durststrecke: Dank des 1:1-Remis kommt die Mannschaft von Paolo Tramezzani zum ersten Punktgewinn in Bern seit dem November 2015.
So geht's weiter
Für die Young Boys steht am nächsten Wochenende wiederum ein Heimspiel an: Am Sonntagnachmittag empfangen die Berner den FC Basel im Wankdorf. Der FC Sion misst sich – ebenfalls am Sonntag und vor heimischen Anhang – mit dem FC Zürich. https://www.srf.ch/sport/fussball/super ... b-und-sion
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Sonntag 23. Oktober 2022, 11:05 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
22.10.2022  Zitat: Sion-Keeper glücklich in Bern
Lindner: «Wir nehmen den Punkt gerne mit»
Sion-Goalie Heinz Linder erklärt, warum sein Trikot half, um die YB-Stürmer beim 1:1 in Bern abzulenken. https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 85652.html
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Sonntag 23. Oktober 2022, 20:52 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
22.10.2022  Zitat: YB – Sion 1:1
Viele Chancen, aber für die Tore brauchte es Penaltys
Mit ein wenig Glück, aber dank einer aufopferungsvollen Leistung ringt der FC Sion den Young Boys im Wankdorf einen Punkt ab.
Beide Tore zum 1:1 fielen auf Foulpenalty. Mario Balotelli traf zu Sions Führung nach 53 Minuten, Jean-Pierre Nsame glich elf Minuten später aus.
Der Punktgewinn hat für den FC Sion auch einen historischen Wert. Die Walliser sind zwar in Bern – in der Meisterschaft, nicht im Cup – gegen die Young Boys weiterhin seit dem August 1996, als längst noch im alten Wankdorf gespielt wurde, sieglos. Aber mit dem jetzigen Unentschieden beenden sie immerhin eine seit dem März 2016 anhaltende Durststrecke: Sie verloren in Bern zuletzt 13 Meisterschaftsspiele am Stück.
Zweimal Sittener Führung möglich
Das Gros der guten Torchancen aus dem Spiel heraus hatten die Berner. Dennoch kamen die Sittener zweimal weiteren Toren sehr nahe. Beim Stand von 0:0 in der ersten Halbzeit schloss Itaitinga einen Konterangriff mit einem Pfostenschuss ab. Und als es 1:1 stand, musste YBs Goalie David von Ballmoos gegen den eingewechselten Filip Stojilkovic mit einer unorthodoxen Kopfball-Abwehr klären.
Den Matchball schlechthin vergab jedoch in der 93. Minute Donat Rrudhani für YB. Der Ex-Aarauer schoss aus einer sehr günstigen Position über das Tor.
Die Berner hatten vor diesem Match in 12 Spielen 28 Tore erzielt (2,33 im Durchschnitt). Ihr Offensivpotential bringen sie jedoch auf unterschiedliche Weise zur Geltung. In vielen Fällen dominieren sie und erzielen zahlreiche Tore. In vereinzelten Fällen – wie beim 2:1 gegen St. Gallen oder beim enttäuschenden 0:0 beim FCZ – bringen sie in der Offensive wenig zustande. Im Match gegen Sion zeigten sie eine Mischform: Sie erspielten sich Chancen für etliche Tore, aber im Abschluss haperte es.
Telegramm und Rangliste
Young Boys – Sion 1:1 (0:0)
27'767 Zuschauer. – SR Schnyder. – Tore: 53. Balotelli (Penalty) 0:1. 64. Nsame (Penalty) 1:1.
Young Boys: Von Ballmoos; Blum, Lustenberger, Zesiger, Benito (62. Benito); Fassnacht, Sierro (86. Lauper), Rieder, Imeri; Itten (62. Itten) (62. Rrudhani), Nsame (86. Monteiro).
Sion: Lindner; Lavanchy, Schmied, Saintini, Baltazar; Grgic; Itaitinga (78. Halabaku), Poha, Cyprien, Chouaref (92. Bua); Balotelli (71. Stojilkovic).
Bemerkungen: Young Boys ohne Niasse (gesperrt) und Camara (verletzt). Sion ohne Cavaré, Moubandje und Araz (alle verletzt). 25. Pfostenschuss Itaitinga. Verwarnungen: 23. Saintini, 48. Itten, 64. Schmied, 91. Cyprien.
Rangliste: 1. Young Boys 13/28 (29:8). 2. Servette 12/22 (15:11). 3. Sion 13/19 (20:20). 4. St. Gallen 12/17 (23:19). 5. Lugano 12/16 (18:20). 6. Basel 11/14 (15:12). 7. Grasshoppers 12/14 (21:24). 8. Luzern 11/13 (17:16). 9. Winterthur 12/12 (9:24). 10. Zürich 12/6 (7:20). https://www.bluewin.ch/de/index/viele-c ... 29875.html
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Dienstag 25. Oktober 2022, 18:52 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
23.10.2022  Zitat: Gleichstand gegen FC Sion
Mit ein wenig Glück, aber dank einer aufopferungsvollen Leistung ringt der FC Sion den Young Boys im Wankdorf einen Punkt ab. Beide Tore zum 1:1 fielen auf Foulpenalty. Mario Balotelli traf zu Sions Führung nach 53 Minuten, Jean-Pierre Nsame glich elf Minuten später aus.
Der Punktgewinn hat für den FC Sion auch einen historischen Wert. Die Walliser sind zwar in Bern – in der Meisterschaft, nicht im Cup – gegen die Young Boys weiterhin seit dem August 1996, als längst noch im alten Wankdorf gespielt wurde, sieglos. Aber mit dem jetzigen Unentschieden beenden sie immerhin eine seit dem März 2016 anhaltende Durststrecke: Sie verloren in Bern zuletzt 13 Meisterschaftsspiele am Stück.
Zweimal Sittener Führung möglich
Das Gros der guten Torchancen aus dem Spiel heraus hatten die Berner. Dennoch kamen die Sittener zweimal weiteren Toren sehr nahe. Beim Stand von 0:0 in der ersten Halbzeit schloss Itaitinga einen Konterangriff mit einem Pfostenschuss ab. Und als es 1:1 stand, musste YBs Goalie David von Ballmoos gegen den eingewechselten Filip Stojilkovic mit einer unorthodoxen Kopfball-Abwehr klären.
Den Matchball schlechthin vergab jedoch in der 93. Minute Donat Rrudhani für YB. Der Ex-Aarauer schoss aus einer sehr günstigen Position über das Tor.
Die Berner hatten vor diesem Match in 12 Spielen 28 Tore erzielt (2,33 im Durchschnitt). Ihr Offensivpotential bringen sie jedoch auf unterschiedliche Weise zur Geltung. In vielen Fällen dominieren sie und erzielen zahlreiche Tore. In vereinzelten Fällen – wie beim 2:1 gegen St. Gallen oder beim enttäuschenden 0:0 beim FCZ – bringen sie in der Offensive wenig zustande. Im Match gegen Sion zeigten sie eine Mischform: Sie erspielten sich Chancen für etliche Tore, aber im Abschluss haperte es.
Matchtelegramm BSC Young Boys – FC Sion
BSC Young Boys – FC Sion: 1:1 (0:0)
Ort: Wankdorf Stadion, Bern – 27'767 Zuschauer. – SR: Schnyder.
Tore: 53. Balotelli (Penalty) 0:1. 64. Nsame (Penalty) 1:1.
BSC Young Boys: Von Ballmoos; Blum, Lustenberger, Zesiger, Benito (62. Garcia); Fassnacht (62. Rrudhani), Sierro (86. Lauper), Rieder, Imeri; Itten (62. Elia) , Nsame (86. Monteiro).
FC Sion: Lindner; Lavanchy, Schmied, Saintini, Baltazar; Grgic; Itaitinga (78. Halabaku), Poha, Cyprien, Chouaref (92. Bua); Balotelli (71. Stojilkovic).
Verwarnungen: 23. Saintini, 48. Itten, 64. Schmied, 91. Cyprien.
Bemerkungen: Young Boys ohne Niasse (gesperrt) und Camara (verletzt). Sion ohne Cavaré, Moubandje und Araz (alle verletzt). 25. Pfostenschuss Itaitinga. https://www.jungfrauzeitung.ch/artikel/204228/
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Dienstag 25. Oktober 2022, 18:54 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
23.10.2022  Zitat: Aufgefallen bei YB
SionTrotz Schönheitsfehlern sexy
Die Berner demonstrieren beim 1:1 gegen die Walliser altbekannte Mängel. Und können sich dennoch grossen Zuspruchs sicher sein.
Garcia zeigt Benito, wie es geht
Der Impuls kommt von einem, der von seiner Position her in erster Linie nicht dazu prädestiniert ist, die Offensive zu beleben. Ulisses Garcia ist Linksverteidiger, seine Hauptaufgabe ist es also, Tore zu verhindern. Nach der englischen Woche mit dem 4:1 in Lugano und dem 1:1 daheim gegen Sion lässt sich aber festhalten: Garcia ist fürs Berner Angriffsspiel ungemein wertvoll. Das ist umso erstaunlicher, da er zuvor wegen seines rüden Fouls an St. Gallens Fabian Schubert wochenlang gesperrt war.
Am Mittwoch erzielte der 26-Jährige das wegweisende 2:1. Am Samstag steht es 0:1, als Garcia in der 62. Minute gemeinsam mit Meschack Elia und Donat Rrudhani eingewechselt wird. Hinter YB liegt da die schwächste Phase. Seit dem Wiederanpfiff sind die Gäste besser und führen nach dem Penaltytor von Mario Balotelli. Der Vorsprung hält bis zur 64. Minute, dann kann Jean-Pierre Nsame – ebenfalls per Elfmeter – mit seinem 8. Saisontor ausgleichen.
Fortan tritt das Heimteam schwungvoller auf. Auch dank Garcia, der zum Antreiber avanciert. Der Romand setzt mit seiner Wucht und seinem Tempo auf links immer wieder Akzente, er kommt zu zwei Abschlüssen, wobei er beide Male das Tor knapp verfehlt. Er ist mit der gefährlichste YB-Spieler.
Im Rautesystem von Raphael Wicky, in dem die Flügel oft verwaist sind, ist es umso wichtiger, dass die Aussenverteidiger die Fähigkeiten haben, aus Eigenantrieb Räume zu öffnen und Offensivszenen zu kreieren. In dieser Hinsicht ragt Garcia auf dieser Position im YB-Kader heraus. Das hat er in den zwei Einsätzen seit seiner Rückkehr bewiesen.
Womöglich nimmt Nationaltrainer Murat Yakin Notiz davon, Garcia jedenfalls hat den Traum von der WM nicht aufgegeben. Zumindest gegen einen Konkurrenten dürfte er die Nase vorn haben: seinen YB-Teamkollegen Loris Benito. Dieser zieht keinen guten Abend ein. In der Offensive ist er harmlos, vor allem verschuldet er gegen Itaitinga ungeschickt den Penalty, der zu Balotellis 1:0 führt.
Lauper feiert nach 202 Tagen sein Comeback
202 Tage lang musste er sich auf diesen Moment gedulden. Aus Wochen wurden Monate, schliesslich fiel Sandro Lauper wegen einer Entzündung im Knie über ein halbes Jahr aus. Gegen Sion gibt er sein Comeback, er wird kurz vor Schluss eingewechselt. Er bleibt zwar eine Randnotiz, weil sich am Resultat nichts mehr ändert. Aber bleibt der Konolfinger gesund, könnte das für YB eine grössere Geschichte sein.
Lauper hat die Übersicht und Passsicherheit, um das Berner Spiel aus dem defensiven Mittelfeld anzukurbeln und so Cheikh Niasse zu bedrängen, der bis jetzt gesetzt war. Niasse, der gegen Sion gesperrt fehlte, mag robuster als sein Konkurrent sein, er hat aber nicht beweisen können, über die spielerische Klasse Laupers zu verfügen.
YB und der wandelnde Widerspruch
24 Schüsse feuern die Berner ab – und doch wirkt ihr Spiel zuweilen statisch und uninspiriert. Es ist bezeichnend, fällt das einzige YB-Tor nach einem Penalty.
Vincent Sierro beginnt im defensiven Mittelfeld, vor ihm nominiert Wicky Christian Fassnacht, Fabian Rieder und Kastriot Imeri. Fassnacht hat nach zweimonatiger Verletzungspause noch nicht zur alten Stärke gefunden, er bleibt wie schon in Lugano blass. Imeri erhält zwar wieder einmal eine Chance von Beginn an, er kann aber nicht an die Leistung unter der Woche anknüpfen, als er nach seiner Einwechslung das 3:1 erzielte. Rieder ist im offensiven Mittelfeld noch der Aktivste, ihm hat die Pause gegen Lugano sichtlich gutgetan. Seinen Abschlüssen fehlt es aber an Präzision.
Und so bleiben die Young Boys ein wandelnder Widerspruch: Sie sind seit sechs Ligapartien ungeschlagen und führen die Tabelle komfortabel an, da ist oft aber das Gefühl, dass spielerisch mehr drinliegen müsste. Wicky stört sich an dieser Haltung. Der YB-Trainer sagt: «Wir können nicht in jedem Spiel 3:0 vorn sein.» Bis auf die Phase nach der Pause, als Sion in Führung ging, ist er mit der Leistung seines Teams zufrieden. Nur das Resultat gefällt ihm nicht. Wobei der Walliser Punktgewinn nicht gestohlen ist. Sion traf den Pfosten und kam in der Schlussphase durch den eingewechselten Filip Stojilkovic zu zwei guten Chancen.
Auch St. Gallen kippt: Playoffs als Papiertiger?
Am Samstag liegen auf den Sitzen im Wankdorf Flyer auf. Sie verweisen auf die Onlinepetition gegen die Einführung der Playoffs. Diese haben seit Donnerstag über 25’000 Personen unterschrieben. Der Protest hat in den letzten Tagen enorm Fahrt aufgenommen, er ist auch an diesem Wochenende in allen Stadien hör- und sichtbar.
Was lange eine Utopie schien, ist plötzlich nicht mehr unwahrscheinlich: Der ungeliebte Modus könnte als Papiertiger in die Geschichte eingehen. Nach Zürich, YB und Luzern hat sich übers Wochenende auch der FC St. Gallen gegen die Playoffs ausgesprochen – weitere Befürworter dürften bis zur Liga-GV am 11. November kippen.
Erneut eine schöne Kulisse
27’767 Zuschauer sind im Wankdorf zugegen, und dies bei wunderbarem Herbstwetter und fast gleichzeitigem Heimspiel des SC Bern. Nach sechs Ligapartien in Bern kommt YB auf einen Schnitt von über 28’000 – es ist ein beachtlicher Wert. Auf die Frage, ob es beim Ticketverkauf einen Balotelli-Effekt gegeben habe, sagte YB-CEO Wanja Greuel vor dem Match: «höchstens einen minimalen». YB zieht, ist sexy – trotz Mängeln im Spiel.
YB - Sion 1:1 Wankdorf. – 27’767 Zuschauer. Tore: 53. Balotelli (Penalty) 0:1. 64. Nsame (Penalty) 1:1. YB: von Ballmoos; Blum, Lustenberger, Zesiger, Benito (62. Garcia); Sierro (86. Lauper); Fassnacht (62. Rrudhani), Rieder, Imeri; Itten (62. Elia), Nsame (86. Monteiro). – Ohne: Niasse (gesperrt), Camara (verletzt), Maceiras (nicht im Aufgebot), Chaiwa (U-21). Bemerkungen: 25. Pfostenschuss Itaitinga. https://www.bernerzeitung.ch/trotz-scho ... 3849303551
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Dienstag 25. Oktober 2022, 19:01 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
23.10.2022  Zitat: Balotelli stellt YB auf die Probe – und so geistert eine Widersprüchlichkeit durch Bern
Der Leader YB mag auch beim 1:1 im Heimspiel gegen Sitten nicht vollends zu überzeugen. Den Bernern wird gern hinterhergeworfen, dass mit diesem Team eine spektakulärere Spielweise möglich sein müsste. Daran stört sich der Trainer Raphael Wicky.
Als Mario Balotelli zum Penalty schritt, erscholl ein Pfeifkonzert durchs Berner Wankdorfstadion. Es hatte etwas Widersprüchliches, dass sich so viel Ablehnung gegen einen Spieler des FC Sion richtete, der erst seit wenigen Wochen in der Liga spielt – und der allgemein als Attraktion begrüsst worden war. Seinetwegen gingen sie an dieses Spiel, hatten zuvor sogar Menschen in YB-Trikots gesagt. Und Balotelli zeigte, warum sie seinetwegen ans Spiel gekommen waren: Er verwandelte den Elfmeter ungerührt.
Ausgerechnet Balotelli belebte die Partie, nachdem er zuvor einfach auch da gewesen war. So gesehen hat er zum Match gepasst. Es ist in der ersten Hälfte lange ein gemächliches Fussballspiel gewesen. YB war zwar überlegen und gelangte zu Chancen; es kam aber auch vor, dass sich alle YB-Feldspieler in der gegnerischen Platzhälfte befanden – doch ausser dem ballführenden Spieler war kein Kollege schneller als im Schritttempo unterwegs.
Bald schlug der YB-Spieler Vincent Sierro einen weiten Pass ins Niemandsland, bald auch Balotelli – was für alle anderen vielleicht mildernde Umstände brachte, wenn das weitgereiste Spektakel-Versprechen ebenfalls versagte. In Bern hielt Balotelli dieses Versprechen insofern, als es wahrhaft attraktiv war, wie betulich er sich über den Kunstrasen bewegte, als lauernder Löwe freilich, der den Ball aufs YB-Tor zu dreschen versuchte, sobald dieser seine Wege kreuzte.
Balotelli brachte dem FC Sion Glamour, Gossip und auch Goals, nach sechs Spielen verbucht er vier Tore, was den Klub insgesamt befeuert hat. Die Walliser lagen vor dem Spiel in Bern im dritten Rang, vor dem Anpfiff schien sich fast der halbe Klub im Kreis zu versammeln und wohnte der Ansprache des Trainers Paolo Tramezzani bei. Der launische FC Sion präsentiert sich derzeit als stabil genug, um den Leader herauszufordern. Balotellis 1:0 weckte YB. Die Berner stemmten sich gegen die zweite Niederlage, alsbald bekamen auch sie einen Penalty zugesprochen, Jean-Pierre Nsame traf zum 1:1. Im Allgemeinen schaffte es das Team aber nicht, eine weitere Widersprüchlichkeit zu vertreiben, die derzeit durch Bern geistert: Die Young Boys liegen souverän an der Spitze – und doch wird ihnen hinterhergeworfen, dass mit diesem Team eine spektakulärere Spielweise möglich sein müsste. Daran stört sich Trainer Raphael Wicky. Er war nicht zufrieden mit dem 1:1, aber er sagte auch: «Meine Erwartungshaltung ist nicht, dass wir nach einer Halbzeit 3:0 vorne liegen.» Und Balotellis Besuch zeigte ohnehin: Spektakel kennt mehrere Definitionen. https://www.nzz.ch/sport/super-league-s ... duced=true
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Dienstag 25. Oktober 2022, 19:03 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
23.10.2022  Zitat: YB - Sion 1:1
Balotelli bewegt sich kaum und tut YB dennoch weh
Der Starstürmer bringt die Walliser in Bern in Führung. Der Tabellenführer findet zwar noch eine Antwort – und ist gleichwohl nicht zufrieden.
Das Entsetzen steht Donat Rrudhani ins Gesicht geschrieben. Hinter ihm werfen sich zwei seiner YB-Teamkollegen zu Boden – fassen sich ungläubig an den Kopf. Im Wankdorf läuft die 93. Minute, und Rrudhani hat soeben aus kurzer Distanz den Matchball vergeben.
Anders als in Luzern und gegen St. Gallen kommen die Young Boys nicht spät zum 2:1. Es wäre des Guten auch zu viel gewesen. Das Heimteam ist vor knapp 28’000 Zuschauern überlegen, seinem Spiel fehlt es aber wie oft in diesen Wochen an der zündenden Idee, den kompakt und tief stehenden Gegner zu überwinden. YB hat zwar deutlich mehr Abschlüsse, jedoch nicht die besseren Chancen. In der ersten Halbzeit trifft Itaitinga für die Walliser den Pfosten. Sions Punktgewinn ist nicht gestohlen.
Nach dem 4:1 unter der Woche in Lugano reagierte Wicky genervt auf die Bemerkung eines Reporters, dass YB nicht geglänzt habe. Der Trainer stört sich an der hohen Erwartungshaltung. Am Samstag sagt er: «Wir können nicht in jedem Spiel 3:0 vorn sein.» Und: «Sion ist eine gute Mannschaft mit guten Spielern, die auf Rang 3 steht.» Er findet, bis auf die Startphase nach der Pause habe sein Team genügend gemacht, um als Sieger vom Platz zu gehen.
Just in dieser Phase fällt das 1:0. Mario Balotelli erzielt es mit seinem 4. Saisontor per Penalty. Dass er beim Jubel auf dem Punkt stehen bleibt, passt zu seinem Spiel. Der italienische Starstürmer bewegt sich fast nur im Mittelkorridor zwischen Strafraum und Mittellinie. Wobei bewegen ein irreführendes Wort sein kann: Er schlendert vielmehr ein paar Meter, um sich dann wieder eine ausgiebige Pause zu gönnen.
Nsame macht es wie Balotelli
Dass der 32-Jährige in den letzten Wochen ein Spezialprogramm absolviert haben soll, um den Trainingsrückstand aufzuholen, und unter der Woche in Winterthur geschont wurde, ist nicht ersichtlich. Dennoch blitzt seine Extraklasse manchmal auf, etwa, wenn er mehrere Berner aus dem Stand vernascht oder einen langen Ball zentimetergenau aus dem Fussgelenk schnippelt. Als Balotelli nach gut einer Stunde ausgewechselt werden soll, bestürmt Sportchef Barthélémy Constantin den vierten Schiedsrichter, um die Rochade zu verhindern. Trainer Paolo Tramezzani wirkt überrascht. Ein paar Minuten später hat Balotelli dann trotzdem Feierabend. Er mag noch lange nicht in Topform sein, für Unterhaltung ist er aber allemal gut.
Es steht da 1:1. Weil Jean-Pierre Nsame in der 64. Minute für YB mit seinem 8. Saisontor ebenfalls vom Elfmeterpunkt erfolgreich war. Beide Entscheidungen von Schiedsrichter Urs Schnyder sind zwar streng, aber korrekt. Sowohl YB-Linksverteidiger Loris Benito als auch Sions Joël Schmied stellten sich ungeschickt an. Während Tramezzani sein Team lobt, sagt Wicky: «Mit dem Resultat bin ich nicht zufrieden.» https://www.bernerzeitung.ch/balotelli- ... 9296107601
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Dienstag 25. Oktober 2022, 19:16 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
24.10.2022  Zitat: Gelungene Reaktion: Der FC Sion punktet bei Angstgegner YB
Ein 1:1 als gutes Resultat und Beweis, dass man den Grossen der Super League Probleme bereiten kann. Der Punktgewinn ging in Ordnung, auch wenn YB mehr Offensivszenen besass.
Manchmal gibt es im Fussball ein Unentschieden, wo die Protagonisten nicht so recht wissen, ob sie damit nun zufrieden sein wollen, können oder nicht. Im Falle des FC Sion und seinem Auftritt am Samstag beim Tabellenführer und Angstgegner YB gibt es keine zwei Antworten: Es ist ein guter Punkt für die Walliser, punkt.
Nur eines hat der FC Sion nicht geschafft, die desaströse Bilanz der seit 26 Jahren andauernden Sieglosigkeit in einem Meisterschaftsspiel in Bern bleibt bestehen. Trotzdem durfte die rotweisse Delegation inklusive ihres Anhangs das Wankdorf-Stadion mit einem guten Gefühl gen Wallis verlassen.
Dieses positive Empfinden war auch Trainer Paolo Tramezzani abzulesen. In seinen Augen, in seinen Worten. «Mit Persönlichkeit und Charakter einem starken Gegner entgegengehalten. Unter anderem mit Balotelli oder Cyprien hatten wir viel Qualität auf dem Platz. Ich bin wirklich zufrieden, wie wir reagiert haben.» Und damit sind wir beim uralten Problem des FC Sion mit seinem italienischen Trainer und nicht nur mit ihm. Wann endlich tritt Sitten mit breiter Brust und Überzeugung auch gegen die sogenannten «Kleinen» wie den FC Winterthur, in der Vergangenheit Vaduz oder wieder andere an? Ohne jetzt vom FC Sion den Meistertitel zu erwarten, aber diese wiederholten Betriebsunfälle müssen minimiert werden. Tramezzani: «Dazu stehe ich, dieses Problem haben wir. Zu viele Punkte gehen dabei verloren. Absolute Topteams leisten sich in einer Saison drei, vier wirkliche Fehltritte. Wenn es bei uns deren sieben oder acht sind, aber wir danach jedes Mal so reagieren wie diesmal gegen YB, dann immerhin.» Der 52-Jährige schmunzelt, streift sich mehrmals über die Backen, er macht in diesem Thema die gute Miene zur ernsten und latenten Baustelle.
Mario Balotellis Fortschritte sind sichtbar
Zurück zum verdientermassen halb vollen Glas. Der FC Sion spielte am Samstag so, dass Raphael Wickys Young Boys ihr Glück quasi ausschliesslich in Distanzschüssen suchten. Oder suchen mussten. Das Tramezzani-Dispositiv funktionierte gut, phasenweise sehr gut anhand der Qualitäten des Gegners. So richtig kritisch wurde es im Strafraum selten, Torhüter Heinz Lindner hatte von den insgesamt 24 YB-Torschüssen – laut offizieller Statistik – nur deren vier zu halten. Alle übrigen wurden geblockt (4) oder verfehlten (15) das Ziel teilweise deutlich. In dieser Hinsicht war Sitten effizienter als der Leader. Balotelli (3), Itaitinga (1, toller Schuss an den Pfosten) und Stojilkovic (2) nach seiner Einwechslung waren die gefährlichsten Spieler in den Reihen der Gäste. Filip Stojilkovic, seit Aufkommen eines kolportierten Interesses von Bundesliga-Klub Schalke 04 leistungsmässig ungenügend geworden, war in der Schlussphase einem zweiten Tor des FC Sion nahegekommen. Den eigentlichen Matchball aber vergaben die Berner nach 92 Minuten, als Rrudhani aus Penaltydistanz über das Tor schoss. Dieses Glück hatten die Walliser in den letzten 26 Jahren in Bern nicht so oft.
Besonders im Fokus standen am Samstag – wieder einmal – Mario Balotelli und zusätzlich auch Wylan Cyprien. Der Italiener wurde in Winterthur trotz Teilnahme an jedem Training noch geschont, wie der Klub offiziell verlauten liess. Gegen YB schoss Balotelli nach 35 Sekunden ein erstes Mal gefährlich auf das Berner Tor, machte physisch einen guten Eindruck. Den Penalty verwandelte er souverän, nach 70 Minuten war, wie von Tramezzani geplant, Dienstschluss. «Für 90 Minuten reicht es ihm noch nicht, er macht jeden Tag Fortschritte und wird physisch besser und besser. Balotelli wusste um den Kunstrasen in Bern. Beim Einwärmen ist er einmal ausgerutscht, mehr aber auch nicht. Anhand seiner Fertigkeiten wie Ballannahme, Ballabschirmung, ja generell seiner technischen Klasse war das kein Problem.» Manche Medienvertreter wollten bei Mario Balotellis erstem Auftritt zum Aufwärmen schon die Unlust des Starstürmers erkannt haben. So schlimm wird es wohl nicht gewesen sein.
Wylan Cyprien zum ersten Mal über 90 Minuten
Die Premiere in der Startelf gehörte dem Franzosen Wylan Cyprien, einst Balotellis hoch dotierter Teamkollege in Nizza. Kaum war Cyprien beim FC Sion, hatte er mit muskulären Problemen zu kämpfen. Für 54 Minuten im Cup in Rapperswil (2:0) und 45 Minuten im Heimspiel gegen Winterthur (1:3) reichte es. Gegen YB agierte Cyprien als echter Spielmacher hinter Balotelli und zeigte mehrmals, was er kann. Doch Cyprien braucht Praxis, Rhythmus und Konstanz. Tramezzani sagt, für die Position als «Nummer 10» sei der Spieler noch nicht so weit und bekomme ohnehin weniger Platz im Spiel. Er sehe den Franzosen für den Moment eher auf der «Acht», also zwischen dem zentral-defensiven Anto Grgic und der potenziellen Rolle als offensiver Mittelfeldspieler direkt hinter der Sturmspitze.
Kein Zweifel, wenn die vermeintlichen Stammkräfte des FC Sion, sowohl die auf der Achse als auch rund um das Gerüst, in guter Verfassung sind, ist das eine sehr gute Mannschaft für die Schweizer Super League. Spieler wie Heinz Lindner oder Numa Lavanchy waren sofort bereit, Anto Grgic war in Bern wieder in einer Steigerung begriffen, Cyprien und Balotelli können sich mit jedem weiteren Einsatz in Richtung Super-LeagueExtraklasse bewegen.
Das wird sich der YB-Trainer Raphael Wicky auch schon mehrmals gedacht haben, in erster Linie aber zeigte sich der Steger enttäuscht, dass seine Mannschaft ein Heimspiel nicht gewinnen konnte. «Der FC Sion hat sehr gute Spieler und ist sehr gut klassiert in der Tabelle. Dass das für uns schwer würde gegen ein kompaktes und tief stehendes Team, war mir klar. Trotzdem finde ich, dass wir über das ganze Spiel gesehen genug Möglichkeiten hatten für Torschüsse. Es fehlte einfach der Dosenöffner. Wir hätten auf jeden Fall mehr als ein Tor erzielen können.» Da lag Wicky in seiner Einschätzung grundsätzlich richtig, für weitere Treffer hätte YB in der Gefahrenzone aber um einiges zwingender sein müssen. Darüber hinaus hatte Wicky einen FC Sion erwartet, der nicht vergleichbar sein würde mit dem Auftritt in Winterthur.
So war es auch. Der FC Sion hat sich gesteigert und im Wankdorf zum wiederholten Mal einen guten Auftritt hingelegt. Mit dem grossen Unterschied, sich diesmal wenigstens einen Punkt und sicher ein gutes Gefühl gesichert zu haben.
Und nun die Fragen aller Fragen? Ist der FC Zürich ein «Grosser» oder ein «Kleiner»? Der glanzlose Meister und Tabellenletzte wird kommenden Sonntag in Sitten aufspielen. Mal sehen, welche Performance dem FC Sion dann gelingen wird. .
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 27 Gäste |
| |
|
|
Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen. Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen. Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern. Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.
|
|
 |