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 Beitrag Verfasst: Montag 28. Oktober 2013, 09:13 
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Die Noten zum Spiel YB gegen Aarau

Beim 3:0 gegen Aarau überzeugte Doppeltorschütze Michael Frey – und das Berner Kollektiv.

Marco Wölfli: Note 4,5
War zwei-, dreimal gefordert und verteidigte gerade in der Schlussphase mit zwei starken Paraden seine weisse Weste.

Florent Hadergjonaj: Note 4,5
Der 19-jährige Langnauer verblüfft mit grosser Konstanz. Zum vierten Mal nacheinander spielte er durch, und wieder überzeugte er in Stellungsspiel und Zweikampf, spielte beinahe fehlerlos.

Steve von Bergen: Note 4,5
Mit gewohnter Ruhe am Ball. Verlor die Übersicht einzig für einen kurzen Moment, als die Partie bereits entschieden war: Senger gelangte neben ihm in der Nachspielzeit zum Abschluss, Wölfli parierte.

Dusan Veskovac: Note 4
Von Bergens Nebenmann zeigte eine unauffällige, aber solide Darbietung.

Christoph Sypcher: Note 4,5
Trainer Uli Forte entschied sich diesmal, den Routinier auf die linke Aussenposition zu beordern. Spychers Erfahrung zeigte dort Wirkung, etwa, als er im letzten Moment vor Callà klärte.

Leonardo Bertone: Note 4,5
Übernahm Spychers Part im 4-2-3-1-System neben Costanzo und vermochte zu überzeugen. Tückisch sein Schuss kurz vor der Pause, den Mall entschärfte.

Moreno Costanzo: Note 4
Kontrollierte das Geschehen im Mittelfeld, löste viele Angriffe aus. Sein Wirkungsradius blieb aber beschränkt, Costanzo fehlten die gefährlichen Aktionen.

Raphael Nuzzolo: Note 4,5
Nuzzolo begann am rechten Flügel für den gesperrten Zarate. Tat sich schwer, ins Spiel zu finden, und war dann in der zweiten Halbzeit gefährlicher. Elegant sein Heber im Strafraum, der aber keinen Abnehmer fand (52.).

Michael Frey: Note 5,5
Knüpfte nahtlos an seine starke Darbietung gegen Luzern an. Holte sich die Bälle zuweilen weit hinten, überzeugte spielerisch und wie gewohnt kämpferisch – und machte sich mit zwei Treffern zum neuen YB-Topskorer.

Samuel Afum: Note 3
Der Ghanaer kommt seit Wochen nicht auf Touren. Agierte zögerlich, verlor zu viele Bälle, war defensiv anfällig. Ein Dribbling gefolgt von einem Schuss übers Tor blieb seine einzige gute Aktion.

Alexander Gerndt: Note 5 Von Beginn weg hellwach. In der Offensive der Mann mit den meisten Ballkontakten. Hätte nach starkem Dribbling ein Tor erzielen müssen (28.).

Renato Steffen: Note 4,5
Kam in der 60.Minute für Steffen und war auf Anhieb ein Aktivposten. Massflanke vor dem 2:0.

Yuya Kubo: Note 4,5
Versuchte sich oft im Dribbling, einmal gelang das ideal, als er Affolter zum 3:0 bedienen konnte.

François Affolter: Note 4,5
Erzielte nach seiner Einwechslung für Frey (75.) auf der für ihn ungewohnten rechten Aussenbahn sogar noch ein Tor.

6=herausragend; 5=gut; 4=solid; 3=ungenügend; 2=schlecht; 1=sehr schlecht.

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/25369103

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 Beitrag Verfasst: Montag 28. Oktober 2013, 09:14 
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Costanzo begrüsst die Wachablösung

Bei YB ist die schwarze Serie zu Ende. Moreno Costanzo lacht als entthronter Topskorer, Trainer Uli Forte verschmäht den Blick auf die Tabelle.

Luxusprobleme hatten die Young Boys in letzter Zeit doch ziemlich wenig zu beklagen. Viel mehr mussten sie sich mit echten Ärgernissen herumschlagen, mit Verletzungen, Sperren, Niederlagen. Seit Samstag könnte zumindest YB-Mittelfeldmotor Moreno Costanzo wieder über eines dieser zweit- bis drittrangigen Probleme jammern. Mit dem Tor vor einer Woche, beim 1:1 in Luzern, und dem Doppelschlag beim 3:0 gegen Aarau am Samstag ist Michael Frey in der mannschaftsinternen Skorerliste an Costanzo vorbei an die Spitze gezogen. Fünf Treffer stehen bei Frey zu Buche, vier sind es bei Costanzo, der Ostschweizer begrüsst aber die Wachablösung und mag seinem Teamkollegen den Lauf von Herzen gönnen. «Das ist doch genial, er steht ein bisschen für das Selbstvertrauen, das uns zuletzt gefehlt hat.» Eigentlich spielt Frey ja hinter der Sturmspitze die Rolle, die bei YB während Jahren Moreno Costanzo zugedacht war.

Längst hat sich der 25-Jährige aber an seinem neuen Arbeitsort zurechtgefunden, den sein Trainer und Frühförderer beim FC St.Gallen, Uli Forte, für ihn hergerichtet hat. Ein paar Meter weiter hinten hält Costanzo vor der Abwehr die Fäden zusammen. «Torgefährlich bin ich jetzt halt mehr aus der Distanz», sagt er. Tatsächlich war er bislang zweimal mit Weitschüssen erfolgreich, gegen Thun (3:2) und Aarau (4:0) sowie zweimal vom Elfmeterpunkt. Den langersehnten Sieg kommentiert Costanzo nüchtern: «Natürlich sind wir alle erleichtert. Aber das war ein erster Schritt. Die nächste Partie bei GC wird bereits wieder eine riesige Herausforderung.»

Erleichterung war auch beim Trainer zu spüren, er, der im Sturm der Ergebniskrise immer um Ruhe bemüht war. «Das war im Grossen und Ganzen eine klare Sache», meinte Forte nach der Partie, in der YB dem frühen 1:0 lange Zeit nicht viel folgen liess. «Das 2:0 kam zu einem idealen Zeitpunkt, denn Aarau hatte uns nach der Pause kurzzeitig überrascht.» Forte betrachtet den Prozess seines Teams noch nicht als abgeschlossen, «wir wissen jetzt fürs Erste wieder, wie sich ein Sieg anfühlt, das ist das Wichtigste».

Nur drei Zähler waren in den letzten Wochen zu den 15 Punkten aus dem magistralen Saisonstart hinzugekommen, mit dem jüngsten Erfolg können sich die Young Boys aber vorerst in der Spitzengruppe um Basel, GC, Luzern und St.Gallen halten. Und die Runde vom Wochenende verlief durchaus für die Berner: GC verlor in Sitten 0:2, St.Gallen und Basel spielten beide 0:0. «Es ist alles nah beieinander, man kann dort oben auch schnell wieder weg sein», meint Forte zurückhaltend.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/23918205

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 Beitrag Verfasst: Montag 28. Oktober 2013, 09:16 
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YB kann noch siegen

Nach sieben Spielen ohne Erfolg erarbeiten sich die Berner drei Punkte gegen Aarau. Für die Erlösung sorgte der 19-jährige Michael Frey.

Es war das Bild voller Symbolik. Michael Frey schraubt sich nach einer Flanke von Renato Steffen hoch und lenkt den Ball mit dem Kopf zum 2:0 ins Netz, läuft danach direkt in die Arme von Raphael Nuzzolo; die beiden springen sich an und drehen ein Tänzchen. «Nein, das war keine eingeplante Jubelgeste, das war spontan, das war Freude», erzählte der zweifache Torschütze am Sonntagmorgen.

Erleichterung herrschte im Stade de Suisse in der Samstagnacht überall: bei den Spielern und dem Trainerstaff, bei den Fans auf den Rampen und den Cüpli-Schlürfern oben in den Logen. Tristesse herrschte nur bei den Aarauern.

Freys Freiheiten dank Gerndt

Die Young Boys können also doch noch gewinnen. Und wie beim 1:1 eine Woche zuvor in Luzern zählte der 19-jährige Michael Frey wieder zu den Protagonisten. Auf der Allmend hatte er mit seinem Tor YB einen Punkt gerettet. Und am Samstagabend sorgte Frey mit seinen zwei Treffern gegen Aarau für die Erlösung. Seine Position hinter der einzigen Sturmspitze Alexander Gerndt behagt ihm offensichtlich. Frey nennt es die Position «zwischen den Linien» und er lobt seinen schwedischen Sturmpartner. «Alex arbeitet viel für die Mannschaft, er ist für die gegnerische Abwehr eine stete Gefahr und so habe ich ein bisschen mehr Freiheiten.»

Mit fünf Toren führt Frey nun die interne Skorerliste an. Das freut auch Trainer Uli Forte, der Frey nicht nur wegen seiner Tore, sondern immer wieder für dessen kämpferische Einstellung lobt, für seine Laufarbeit, wenn der Gegner in Ballbesitz ist. Diese Aufopferung hatte schon Fortes Vorgänger Martin Rueda beeindruckt. «Michi läuft bis zur Erschöpfung, manchmal muss man ihn auswechseln, um ihn vor sich selbst zu schützen», hatte Rueda einst gesagt.

Am Samstag wurde Frey eine Viertelstunde vor Spielschluss von Forte aus dem Spiel geholt. Nicht wegen Erschöpfung – sondern um den verdienten Sonderapplaus des Publikums abzuholen und auch – um beim Spielstand von 2:0 Abwehrspieler François Affolter wieder einmal Spielgelegenheit zu bieten. Es war der erste Einsatz des Bielers in der Super League seit seiner schweren Schulterverletzung, die er sich im vergangenen Februar zugezogen hatte. Er spielte rechts im Mittelfeld und Affolter stand gegen die desorientierte Aarauer Abwehr in der 82. Minute genau richtig, um den Ball auf ein Zuspiel von Kubo zum 3:0 zu versenken.

Hadergjonaj: Solide und konstant

Es war also wieder einmal ein Abend, bei dem für YB alles stimmte. Es war aber auch an der Zeit, nach sieben Spielen mit lediglich drei Unentschieden und nach drei Heimniederlagen in Serie. Forte bekannte erleichtert: «Die Sehnsucht nach dem Sieg war riesengross.» Er hatte sich entschieden, Routinier Christoph Spycher nach dessen Spielsperre auf der linken Abwehrseite einzusetzen. Das Risiko, den 18-jährigen Thomas Fekete nach seinem Debüt gegen Luzern gleich nochmals laufen zu lassen, schien ihm zu gross. Dafür blieb der 19-jährige Leonardo Bertone im zentralen Mittelfeld im Team. Und der gleichaltrige Florent Hadergjonaj zeigte als rechter Aussenverteidiger auch in seinem vierten Spiel mit YB eine solide, tadellose Leistung.

Kam dazu, dass sich alle drei Einwechselspieler – Steffen und Kubo mit Assists, Affolter als Torschütze – in die Skorerliste eintrugen. Fortes Rechnung, die Aarauer erst einmal ein bisschen spielen zu lassen, ging auf. Aarau kam so nicht zu seinem bevorzugten Konterspiel. «Das war das falsche Konzept. Wir hätten besser ein unattraktives Spiel akzeptiert und den Young Boys die Initiative überlassen müssen», zog Aaraus Trainer selbstkritisch Bilanz. Michael Frey sieht dies genau so, aber aus anderer Optik. Er sagt unbeschwert: «Wir haben taktisch sehr clever gespielt, die Aarauer haben doch erwartet, dass wir voll pressen werden, stattdessen liessen wir sie das Spiel und ihre Fehler machen.»

Forte gibt seinen Spielern nun zwei Tage frei. Am nächsten Sonntag geht es in den Letzigrund zu GC. Das wird nicht nur für den einstigen GC-Trainer ein besonderes Spiel. YB hat dann seinen Aufwärtstrend zu bestätigen. Und Forte muss einmal mehr umstellen. Diesmal ist Costanzo nach vier Verwarnungen gesperrt.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/YB ... y/31059382

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 Beitrag Verfasst: Montag 28. Oktober 2013, 09:21 
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Aaraus Olivier Jäckle: «Es stimmte hinten und vorne nicht»

Olivier Jäckle vom FC Aarau spricht nach dem 0:3 gegen YB über Hochs, Tiefs und seine Super-League-Tauglichkeit. Bei der Niederlage in Bern wurde er von Trainer René Weiler in der Halbzeitpause ausgewechselt.

Olivier Jäckle, der FC Aarau gewinnt gegen den FCZ sensationell 5:1 und verliert sechs Tage später gegen YB sang- und klanglos 0:3. Was sind die Gründe für den Leistungsabfall?

Olivier Jäckle: Gegen den FCZ ist alles für uns, gegen YB ist alles gegen uns gelaufen. Die Berner haben viel Druck gemacht. Wir fanden nicht das richtige Rezept, um dagegen zu halten.

Der FC Aarau war in der ersten Halbzeit von allen guten Geistern verlassen. Das Team war in der Defensive überfordert. Wie ist das Schwimmfest der FCA-Verteidigung zu erklären?

Wir wurden zu Beginn des Spiels fast überrollt. YB spielte aggressiv und kombinierte gut. Wir konnten uns kaum befreien. Es wäre allerdings falsch, den Verteidigern die alleinige Schuld in die Schuhe zu schieben. In der ersten Halbzeit stimmte es hinten und vorne nicht.

Sie lenkten beim ersten Gegentreffer von Frey einen Flankenball von Spycher unglücklich ab: Nehmen Sie die Schuld beim 0:1 auf sich?

Ich kam nach der Flanke von Spycher tatsächlich einen Schritt zu spät und konnte den Ball nur noch leicht ablenken. Ich bin sicherlich nicht optimal gestanden.

Sie wurden zur Pause ausgewechselt: Ihr Kommentar dazu?

Natürlich war ich enttäuscht. Weil der Trainer auf eine Dreierabwehr umgestellt hat, kann ich den Wechsel aber nachvollziehen. Schliesslich musste er etwas riskieren.

Der FC Aarau hat in zwölf Spielen 13 Punkte geholt. Sind Sie mit dieser Ausbeute zufrieden?

Ja. Die Niederlagen in den Heimspielen gegen Sion und Lausanne waren allerdings nicht zwingend. Mit etwas mehr Glück hätten wir sechs Punkte mehr auf dem Konto.

Wie sieht Ihre persönliche Bilanz aus?

Beim 1:3 gegen Basel zum Saisonauftakt musste ich Lehrgeld bezahlen. Der Höhepunkt war der 4:2-Sieg im Brügglifeld gegen Luzern. Gegen GC und Thun lief es nicht optimal. Weil mir einige Patzer unterliefen, musste ich auf die Ersatzbank. In der Super League werden Fehler schneller bestraft als in der Challenge League. Daraus muss ich die Lehren ziehen.

Zweifeln Sie manchmal an Ihrer Super-League-Tauglichkeit?

Nein. Warum auch? Ich bin noch jung, brauche Zeit und muss Geduld haben. Dann kommt es gut.

Am Mittwoch und Samstag bestreitet der FC Aarau die Heimspiele gegen St. Gallen und Basel: Was ist gegen die Spitzenteams möglich?

Im Brügglifeld sind wir stark. Gegen St. Gallen und den FC Basel wird es schwer, aber mit der Unterstützung unserer treuen Fans ist für uns vieles möglich.


http://www.aargauerzeitung.ch/sport/aar ... -127319568

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 Beitrag Verfasst: Montag 28. Oktober 2013, 09:23 
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FC Aarau geht bei YB 0:3 unter: «Wir hatten keinen Stich»

Der FC Aarau unterliegt dem BSC Young Boys auswärts vor 17'215 Zuschauern mit 0:3 (0:1). Die Aarauer steigerten sich zwar nach einer enttäuschenden ersten Halbzeit, dennoch kehrt der FCA ohne Punkte aus Bern zurück.

Frust statt Lust: Sechs Tage nach dem glanzvollen 5:1-Sieg gegen den FCZ lässt der FC Aarau beim 0:3 gegen YB viele Wünsche offen.

Joël Mall wollte nichts beschönigen. Der Torhüter des FC Aarau war sichtlich konsterniert, sprach nach dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Nikolaj Hänni Klartext und sagte:

«In der ersten Halbzeit hatten wir keinen Stich. Es war schlimm. Wir sind vor der Pause nicht einmal in die Nähe einer Torchance gekommen.»

Und wie ist der Leistungsabfall jener Mannschaft zu erklären, die beim 5:1-Sieg vor sechs Tagen gegen den FC Zürich noch so stark gespielt hat?

Mall zuckte mit den Schultern, zögerte mit der Antwort und hielt dann fest: «Das ist eine schwierige Frage. Im Fussball kann man nicht immer alles erklären. Manchmal läuft es, manchmal läuft es nicht.»

Für René Weiler war die schlechte Leistung in der ersten Halbzeit wegweisend für die Pleite. «Wir haben von Beginn an versucht mit zu spielen», sagte der Trainer des FC Aarau.

«Das war wohl schlicht und einfach das falsche Rezept. Wir hätten wohl besser ein unattraktives Spiel akzeptieren und den Bernern die Initiative überlassen müssen.»

Positiv wertete Weiler die Leistungssteigerung nach der Pause: «In der zweiten Hälfte spielten wir offensiv stark und kamen deshalb zu mehreren klaren Chancen», fügte der FCA-Trainer hinzu. «Dabei liessen wir es aber an der nötigen Effizienz vermissen.»

Dass sich unter den Aarauer Spielern nach der 0:3-Pleite gegen die Berner Frust breit machte, ist nachvollziehbar. Völlig bedient war Alain Schultz. Der zuletzt aufstrebende Mittelfeldspieler wurde schon zur Pause ausgewechselt, wollte sich zu seinem frühen Abgang aber nicht äussern.

Und was ist der Hauptgrund für die klare Niederlage? «YB kam zu Beginn des Spiels wie die Feuer», suchte Schultz nach einer Erklärung.

«Wir fanden einfach kein Mittel um dagegen zu halten. Die erste Halbzeit war schlecht. Sehr schlecht sogar.»

Enttäuscht war natürlich auch Remo Staubli. Der Flügelstürmer spielte trotz den Nachwehen einer Fussverletzung von Beginn an, kam aber trotz der Einnahme eines Schmerzmittels überhaupt nicht auf Touren.

«Diesmal hat es hinten und vorne nicht gestimmt», sagte der 25-Jährige. Das ist so. Der FC Aarau verpasste es vor den Heimspielen gegen St. Gallen und den FC Basel Werbung in eigener Sache zu betreiben. Und hat einiges gut zu machen.


Young Boys - Aarau 3:0 (1:0)

Stade de Suisse. - 17'215 Zuschauer. - SR Hänni. - Tore: 21. Frey (Gerndt) 1:0. 63. Frey (Steffen) 2:0. 81. Affolter (Kubo) 3:0.

Young Boys. Wölfli; Hadergjonaj, Veskovac, Von Bergen, Spycher; Costanzo, Bertone; Nuzzolo (67. Kubo), Frey (75. Affolter), Afum (60. Steffen); Gerndt.

Aarau: Mall; Nganga, Jäckle (46. Lüscher), Jaggy, Martignoni; Burki, Ionita; Staubli (67. Hallenius), Schultz (46. Alexander Gonzalez), Callà; Senger.

Bemerkungen: YB ohne Zarate (gesperrt), Bürki, Simpson, Rochat, Doubai und Sutter (alle verletzt) und Gajic (rekonvaleszent). Aarau ohne Garat (verletzt) und Mouange (U21). Aarau in der 2. Halbzeit mit Dreierabwehr. Verwarnungen: 38. Costanzo (Foul), 83. Senger (Foul). 93. Gerndt (Foul).


http://www.aargauerzeitung.ch/sport/aar ... -127317649

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 29. Oktober 2013, 19:08 
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27.10.2013

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Endlich die ersehnte Oase für YB

Bisweilen nahm die öffentliche Auseinandersetzung um die Krise des BSC Young Boys irritierende Züge an. Nach sieben Spielen ohne Sieg und nur drei Punkten war wenig Selbstkritisches zu vernehmen. Es waren aber offensichtliche Schwachpunkte im Spiel der magistral in die Meisterschaft Gestarteten (5 Spiele, 15 Punkte) auszumachen, vornehmlich liess die offensive Dynamik auf den Positionen der Aussenverteidiger zu wünschen übrig – teilweise aus verletzungsbedingten Gründen.

Dieses Manko schien am Ursprung des Verlustes an Drive. Und es war wohl mehr psychologische Strategie des Trainers Uli Forte als wahre Genugtuung, die Remis jeweils als «Erfolg» zu verkaufen. Und wie wenn es eines Beweises bedurft hätte für die These der eingedämmten lateralen Offensivkraft, sprintete der Captain und linke Aussenverteidiger Christoph Spycher nach 21 Minuten in die Offensive – und siehe da, seine Flanke führte im Nachschuss durch Frey zum 1:0.

Der FC Aarau entschied sich erst nach der Pause, den Druck auf die Selbstvertrauen suchenden Berner zu erhöhen. Der Trainer René Weiler stellte auf eine 3er-Abwehrkette um und versuchte auf den Seiten im Mittelfeld mit den eingewechselten Lüscher und Gonzalez offensive Impulse zu setzen. Er spielte «die Karte Risiko», wie er sich an der Pressekonferenz ausdrückte.

YB hatte einen Moment Mühe, sich auf die taktischen Umstellungen des Kontrahenten einzustellen, schoss dann aber nach 63 Minuten das 2:0. Wieder traf der junge Frey, dieses Mal mit dem Kopf. Die Nachwuchshoffnung war in den letzten Wochen neben dem Nationalverteidiger von Bergen vielleicht der zweite Spieler, der sich am wenigsten von der allgemeinen Labilität anstecken liess. Fünf Saisontore stehen für seinen Willen, aber auch für seine erfreuliche technische Entwicklung.

YB brauchte nach Wochen in der Talsohle mit viel Leiden unbedingt wieder ein Erfolgserlebnis, sonst wäre eine vertiefte und vor allem kritischere Auseinandersetzung nicht mehr zu verhindern und wegzureden gewesen. Kann sein, dass sich jetzt vieles in Minne auflöst. Sogar der ins Mittelfeld eingewechselte gelernte zentrale Verteidiger François Affolter durfte sich als Torschütze feiern lassen (3:0, 82.). Das dürfte ihm ein Stück weit helfen, aus der vorübergehenden Versenkung aufzutauchen.

Der Trainer Forte sprach davon, dass «die Sehnsucht nach einem Sieg riesig» gewesen sei. So fühlte sich das auch an, und Forte hofft, dass die Talsohle durchschritten ist. Er weiss aber wohl selbst auch, dass YB noch nicht dort ist, wo er YB haben möchte.


http://www.nzz.ch/aktuell/sport/uebersi ... 1.18174392

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