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 Beitrag Verfasst: Dienstag 27. März 2012, 15:51 
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YB deklassiert Thun - GC immer tiefer in der Krise

YB gewinnt das Berner Derby gegen Thun mit 4:0 und kann nach sechs sieglosen Wochen endlich aufatmen. GC kassiert in Luzern die nächste Pleite, Sion setzt sich gegen Lausanne mit 1:0 durch.

Nach sechs sieglosen Wochen kommen die Young Boys zu einem klaren Derby-Sieg gegen Thun. Die Young Boys haben die Schmach verhindern können, sich vom kleinen Kantonsrivalen in der Tabelle überholen lassen zu müssen. Die Stadtberner gewannen das Derby gegen Thun mit 4:0.

YB war zuvor sechs Wochen ohne Sieg geblieben. Rund um das Stade de Suisse herrschte Krisenstimmung. Trainer Christian Gross musste sich kritischen Fragen stellen. Die mit prominenten Namen besetzte Offensive versagte zuletzt. Der Reihe nach war sie in Luzern, Lausanne und bei GC ohne Torerfolg geblieben. Um eine Flaute von 315 Minuten ohne Treffer beenden zu können, benötigte YB einen Penaltypfiff. Nach einem Rencontre zwischen Thuns Innenverteidiger Nicolas Schindelholz und Raúl Bobadilla entschied Schiedsrichter Stephan Studer auf Strafstoss. Routinier Christoph Spycher verwertete souverän (31.). Da YB noch in der ersten Halbzeit nachdoppeln konnte, waren die Nerven ihrer Anhänger zur Pause beruhigt.

Für das 2:0 in der 43. Minute zeichnete der beste Mann auf dem Platz verantwortlich: Raúl Bobadilla. Der Argentinier traf im Anschluss an einen Corner, den er provoziert hatte, per Kopf - im Rückwärtslaufen nach einer Flanke seines jungen Sturmpartners Josef Martinez. Afrika-Cup-Gewinner Emmanuel Mayuka war zunächst bloss Ersatz gewesen. YB wurde immer dann gefährlich, wenn Bobadilla Tempo entwickelte.

Thun ist für seine Leistung im Derby schlecht belohnt worden. Die Pleite fiel zu hoch aus. Die Oberländer hielten gut mit, waren aber zu wenig zwingend im Abschluss. Auch den Gebrüder Schneuwly war für einmal in dieser Rückrunde kein Glück beschieden. Wäre die Penalty-Szene beim 0:1 nicht gewesen und hätte YB-Goalie Marco Wölfli nach einer Viertelstunde den Flatterball von Enrico Schirinzi passieren lassen, wäre durchaus ein anderer Ausgang der Partie möglich gewesen. Für Thun ist es seit Sommer 2010 und der Rückkehr in die Axpo Super League im siebten Duell mit YB die erste Niederlage.

Young Boys - Thun 4:0 (2:0)
Stade de Suisse Wankdorf. - 23'736 Zuschauer. - SR Studer.
Tore: 31. Spycher (Penalty/Foul Schindelholz an Bobadilla) 1:0. 43. Bobadilla (Martinez) 2:0. 82. Degen 3:0. 91. Mayuka 4:0.
Young Boys: Wölfli; Gonzalez, Nef, Ojala, Spycher; Vitkieviez (66. Mayuka), Doubaï, Costanzo, Degen; Bobadilla (79. Lecjaks), Martinez (84. Ben Khalifa).
Thun: Da Costa; Bigler, Matic, Schindelholz, Demiri; Schirinzi (83. Volina), Hediger, Bättig (57. Schneider), Witter; Christian Schneuwly; Marco Schneuwly.
Bemerkungen: Young Boys ohne Silberbauer, Simpson, Zverotic (alle gesperrt), Farnerud (krank) und Veskovac (verletzt). Thun ohne Ghezal, Lüthi, Reinmann, Siegfried (alle verletzt) und Rama (nicht im Aufgebot). 20. Lattenschuss Degen. 60. Pfostenschuss Wittwer. 88. Pfostenschuss Marco Schneuwly. - Verwarnungen: 33. Degen (Unsportlichkeit). 37. Schirinzi (Foul). 63. Schneider (Foul).


http://www.20min.ch/sport/fussball/stor ... h-15877509

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 27. März 2012, 15:53 
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YB bleibt Nummer 1 im Kanton Bern

Die Berner Young Boys haben ein unterhaltsames Kantons-Derby gegen den FC Thun mit 4:0 für sich entschieden. Damit festigte das Team von Christian Gross Rang 3 und baute den Vorsprung auf das viertplatzierte Thun auf 4 Punkte aus.

Das Aufatmen auf Seiten der YB-Verantwortlichen dürfte nach dem Sieg über Thun im Stade de Suisse gross gewesen sein. Aus den letzten 4 Super-League-Partien hatten die Young Boys nur zwei magere Pünktchen geholt. Zudem gelang den Gelb-Schwarzen in dieser Saison gegen den Kantonsrivalen Thun im 3. Anlauf erstmals ein Sieg. Die Trendwende war in der Hauptstadt also sehnlichst herbeigesehnt worden.

Schneuwlys wirkungslos

Christoph Spycher per Penalty (30. Minute) und Raul Bobadilla mit seinem 1. Treffer nach 5 torlosen Partien (44.) brachten YB auf die Siegerstrasse.

Thun nutzte zwar die Pause und kam gestärkt aus der Kabine. Doch trotz etlicher guter Chancen blieb auf der Anzeigetafel auf der Gästeseite die Null stehen. Andreas Wittwar traf nur den Pfosten (60.) und auch die Brüder und Ex-YB-Spieler Marco und Christian Schneuwly, die für alle 7 Thuner Tore nach der Winterpause verantwortlich zeichneten, blieben heute wirkungslos.

YB kontert Thun aus

YB konnte sich aufs Kontern konzentrieren und bestrafte den unkoordinierten Thuner Sturmlauf. David Degen mit seinem ersten YB-Tor seit Juli 2011 und Emmanuel Mayuka (91.) sorgten für den 4:0-Endstand. Die Thuner Niederlage hätte noch viel höher ausfallen können, doch Goalie David Da Costa, der beste Berner Oberländer auf dem Feld, verhinderte Schlimmeres.

Siegeswillen und Resultat-Frust

Thun blieb am Ende nur der Respekt des Gegners, nach dem 0:2 nicht aufgegeben zu haben. «Wir waren nach den 3 sieglosen Partien etwas verunsichert, aber wir wollten unbedingt gewinnen. Thun hat aber sehr stark gespielt und hatte selber gute Möglichkeiten», sagte Degen nach der Partie.

Ein sichtlich enttäuschter Marco Schneuwly blieb nur die Erkenntnis: «Dass wir kurz vor der Pause das 0:2 kassiert haben war schade. Unsere Chancen waren da, wenn wir die Tore machen, sieht es anders aus.»


http://www.sport.sf.tv/Nachrichten/Arch ... anton-Bern

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 27. März 2012, 16:01 
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Die Noten zum Spiel YB gegen Thun (25. März 2012)

Gegen YB kehrte Nicolas Schindelholz ins Thuner Team zurück. Der Verteidiger erlebte einen heiklen Nachmittag.

David Da Costa: Note 5
Der Goalie bewahrte sein Team mit vielen Paraden vor einer höheren Niederlage. Das 0:4 konnte Da Costa kaum verdauen. Fünf Minuten nach dem Spiel marschierte er geduscht und mit versteinerter Miene Richtung Bus.

Nicolas Schindelholz: Note 3
Auch Schindelholz verschwand rasch. Der Verteidiger war erstmals nach langer Pause (Knieverletzung) wieder im Team und trug an allen Gegentoren zumindest eine Mitschuld.

Stipe Matic: Note 3,5
Übernahm in der Dreier-Abwehrkette die zentrale Position und hatte ebenfalls zu wenige gute Aktionen.

Muhamed Demiri: Note 4
Begann das Spiel auf der linken Abwehrseite und rückte nach dem Systemwechsel in der zweiten Halbzeit ins Mittelfeld. Demiri agierte kämpferisch, aber glücklos.

Kevin Bigler: Note 4
Bigler spielte gegen YB weiter vorne als gewohnt und hatte Gegenspieler Degen meistens gut im Griff. Gegen Ende der Partie verliess ihn ein wenig die Kraft.

Roland Bättig: Note 4,5
Der Mittelfeldspieler war gut im Spiel. Trotzdem wurde er nach 57 Minuten zum eigenen Unverständnis ausgewechselt.

Dennis Hediger: Note 3,5
Der Mittelfeldspieler stand nach überstandener Knöchelverletzung wieder auf dem Platz. Er konnte aber nur selten Akzente setzen.

Andreas Wittwer: Note 4
Der 21-Jährige kam auf der linken Seite zu ein paar guten Offensivaktionen. So traf er in der 60.Minute den Pfosten. Näher kam Thun einem Tor nicht oft.

Enrico Schirinzi: Note 4,5
Mit einem Distanzschuss wäre er nach einer Viertelstunde beinahe erfolgreich gewesen. Schirinzi spielte lange mit viel Engagement (und wurde in der 37.Minute verwarnt), kurz vor Schluss wurde er durch Volina ersetzt.

Christian Schneuwly: Note 4,5
Nach harzigem Beginn lief es Christian Schneuwly mit der Zeit immer besser. Er war an vielen Aktionen beteiligt. Zum Torerfolg führte allerdings keine.

Marco Schneuwly: Note 5
In seinem fünften Einsatz für Thun kam er seinem vierten Tor mehrmals nahe. Schneuwly köpfte aber knapp daneben (65.Minute) oder traf nur den Pfosten (88.). Trotzdem war es ein guter Auftritt des Stürmers.

Marc Schneider: Note 4
Seine Einwechslung für Bättig in der 57.Minute hatte eine Systemänderung zur Folge, Thun spielte danach in der Abwehr mit Viererkette. Schneider agierte hinten links, verpasste nach einer schönen Kombination den Abschluss und wurde ebenfalls verwarnt.

Mirson Volina
Kam in der 83.Minute für Schirinzi.

6=herausragend; 5=gut; 4=solid; 3=ungenügend; 2=schlecht; 1=sehr schlecht.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/24860390

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 27. März 2012, 16:12 
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Kraft und Kunst bei YB, Frust und Fehler bei Thun

Wie die Young Boys eine «gross-oertige» Reaktion auf die Krise zeigen – und dem FC Thun vor fast 24 000 Zuschauern eine «challande Ohrfeige» verteilen.

Das Ende der Veranstaltung passt prächtig ins gelb-schwarze Drehbuch dieses Sonntagnachmittags. Es ist, um es in der YB-Sprache zu beschreiben, ein «gross-oertiger» Schlusspunkt unter eine Partie, die den Trainer der Young Boys, Christian Gross, ebenso beruhigte wie den Verwaltungsratspräsidenten Benno Oertig. Kurz vor 18 Uhr entschliesst sich Emmanuel Mayuka rechtzeitig zum Start der Sommerzeit, nach den Feierlichkeiten des Afrika-Cup-Triumphs fussballerisch doch wieder in der Super League anzukommen. Der eingewechselte Sambier tanzt, trickst und dribbelt, Thuns Verteidiger liegen ausgespielt am Boden, und Mayuka schliesst sein kleines Kunstwerk mit einem präzisen Flachschuss zum 4:0 ab. Ein weiteres Offensiv-Sorgenkind der Stadtberner benutzt das Derby zum Frustabbau.

Zuvor erzielten bereits Raúl Bobadilla vor und David Degen nach der Pause ein Tor. Es war die spektakuläre Auferstehung einer Abteilung, die zuvor über 300 Spielminuten und mehr als einen Monat lang keinen Treffer in der Super League erzielt hatte. Nach rund einer halben Stunde Spielzeit war es Linksverteidiger Christoph Spycher gewesen, der mit einem souverän verwandelten Foulpenalty die Nerven der YB-Gemeinde entspannt hatte.

«challande Ohrfeige»

Für den FC Thun dagegen gestaltete sich der Ausflug nach Bern frustrierend. Mit einem zweiten Saisonsieg im Stade de Suisse hätte er die kantonale Hierarchie auf den Kopf stellen und bei YB eine gröbere Krise auslösen können. Die Oberländer wurden gestern deutlich unter Wert geschlagen. Es war, um es in der FC-Thun-Sprache zu beschreiben, eine «challande Ohrfeige», die der Aussenseiter und Trainer Bernard Challandes nicht verdient hatten. Zwar liessen die wenig stilsicheren, fehlerhaften Thuner zu viele Chancen zu, aber sie besassen in der Vorwärtsbewegung ebenfalls gute Momente, sie spielten mit, schwungvoll und bisweilen zügig, ohne für ihren Aufwand belohnt zu werden. Am Ende blieb den Gästeanhängern einzig die Schadenfreude, dass der Gigant aus der Hauptstadt auch in dieser Saison seine Ziele krachend verpassen wird. Im Thun-Fansektor wurde Mitte der zweiten Halbzeit ein Transparent entrollt: «Saisonziel Meisterschaft. Schon damals haben wir gelacht». Meister wird YB 2012 bestimmt nicht, doch der überzeugende 4:0-Erfolg gegen den FC Thun vor 23736 Besuchern (darunter am «Kids Day» 4429 Kindern) hat die Abwärtsspirale gebremst. «Dieser Sieg war sehr, sehr wichtig», sagt YB-Captain Marco Wölfli. «Wir haben die Unruhe in den Tagen vor dem Derby mitbekommen. Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, eine starke Reaktion zu zeigen.»

Marco Wölfli erlebte einen beschäftigungsreichen Nachmittag. Das lag vor allem am feinen Fussballer Christian Schneuwly, der als YB-Leihgabe ein ansprechendes Casting im Stade de Suisse ablieferte – sowie am spritzigen, beweglichen, torgefährlichen Stürmer Marco Schneuwly, der bei den Young Boys nicht immer so spritzig, beweglich, torgefährlich agiert hatte. Die Schneuwlys waren die zwei besten Thuner Feldspieler, aber auch sie standen im Schatten einer homogenen, kampfstarken YB-Mannschaft mit Raúl Bobadilla als überragender Figur. Der argentinische Stürmer sorgte mit Wucht und Willen, Kraft und Können für die Differenz. Mayukas Kunst rundete einen gelungenen Auftritt der Young Boys ab.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/16151260

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 27. März 2012, 16:14 
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Bobadilla ist erleichtert, Schneuwly angenehm überrascht

Raúl Bobadilla traf für YB erstmals seit bald sieben Wochen. Und Marco Schneuwly wurde bei seiner Rückkehr nach Bern geehrt.

Eine Stunde nach dem Schlusspfiff ist der Druck gewichen. Das Berner Fussballderby war resultatmässig eine klare Angelegenheit, die Young Boys haben sich gleich mit 4:0 durchgesetzt und die Serie torloser Partien hinter sich gebracht. Und einer zeigt sich vor den Garderoben im Stade de Suisse gleich doppelt erleichtert. Raúl Bobadilla, als Gefoulter vor dem Penaltytor durch Christoph Spycher und Torschütze zum 2:0 so etwas wie der Matchwinner, kommt eben von der Dopingkontrolle und gibt entspannt Auskunft: «Vier Liter musste ich trinken, bis es klappte.» Bereits zuvor im Spiel fiel Bobadilla durch unermüdlichen Einsatz auf. Nach 48 Sekunden schoss er erstmals gefährlich aufs Tor, in der 30.Minute prallte er nach einem Dribbling im Strafraum mit Thuns Verteidiger Nicolas Schindelholz zusammen und provozierte so den vertretbaren Penaltyentscheid, der zur Stadtberner Führung führte. «Der Gegenspieler hat mich getroffen, ich habe reagiert», erklärt Bobadilla. Nur 13 Minuten später köpfelte der Argentinier nach einer Cornervariante, die mit einer Flanke von Josef Martinez endet, gefühlvoll zum 2:0. Mit dem Treffer und dem herausgeholten Penalty schrieb sich Bobadilla sozusagen zwei Skorerpunkte gut, doch eigentlich stand sein Arbeitstag unter einem schlechten Stern. «Ich war die letzten Tage krank und ziemlich stark erkältet», sagt der 24-Jährige. «Aber ich wollte unbedingt spielen.»

Chancen und Blumen

Aufseiten des FC Thun gab es keine eigenen Tore aufzuarbeiten. Chancen aber besassen auch die Oberländer, gerade die Schneuwly-Brüder, beide mit YB-Vergangenheit, wussten zu gefallen. Christian Schneuwly lief viel, war bemüht, und einige Zusammenspiele mit seinem Bruder Marco sorgten für Torgefahr. In der 60.Minute strich Christian Schneuwlys Schlenzer knapp am Tor vorbei, der Versuch seines Bruders prallte kurz vor Schluss gar vom Innenpfosten zurück. «Wir hätten ein Tor verdient gehabt», sagt Christian Schneuwly. «Wenn wir die Chancen in der ersten Halbzeit nutzen, kann das Spiel einen ganz anderen Lauf nehmen», präzisiert Bruder Marco. Für ihn gab es immerhin vor dem Spiel etwas zu feiern, für seine Verdienste im YB-Trikot erhielt er Blumen und einige nette Worte von YB-Präsident Werner Müller. «Diese schöne Geste hat mich angenehm überrascht», meint Schneuwly, während fast zehn Jahren bei YB, aufrichtig.

Es war ein Derby mit vielen Geschichten, und eine Erfolgsmeldung ging in der allgemeinen Freude über die wiederauferstandene YB-Offensivabteilung beinahe unter: Alexander Gonzalez feierte gestern seine Premiere im YB-Dress. Der Venezolaner ersetzte auf der rechten Abwehrseite den gesperrten Elsad Zverotic mit einer soliden Leistung. Seinen übermässigen Offensivdrang vermochte er nicht zu verbergen, nicht selten war er auf Höhe seines Vordermannes im Mittelfeld, Matias Vitkieviez, anzutreffen. «Ich suche den Weg zum Tor, auch als Verteidiger», meint Gonzalez, wie gewohnt etwas scheu und verschmitzt lächelnd. Trainer Christian Gross musste ihn gestern bisweilen wieder hinter die Mittellinie zurückbeordern, und auch Abwehrchef Alain Nef sagt schmunzelnd: «Es ist nicht einfach, offensiv orientierte Südamerikaner zu bremsen.»


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/11070817

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Gross lobt, Challandes tobt

Thun-Coach Bernard Challandes bemängelte die Effizienz des Teams und ärgerte sich über den Referee. Dann gratulierte er den Young Boys zum Derbysieg.

Thun-Trainer Bernard Challandes eilte einige Minuten nach der Partie gegen YB an die Pressekonferenz, als ihn ein Mitarbeiter des Westschweizer Fernsehens auf das 0:4 seiner Mannschaft ansprach. Der Romand hielt kurz inne, dann folgte wort- und gestenreich seine Replik. Zuvor schon hatte Challandes 90 Minuten lang an der Seitenlinie gelitten. Unter der Leistung seiner Spieler und jener des Referees, der seiner Meinung nach in einigen Situationen zu Ungunsten der Thuner entschieden hatte. «Beim Penaltypfiff vor dem 0:1 wurde die Schlauheit des YB-Stürmers mit einem Geschenk des Schiedsrichters belohnt.

Vor dem 0:2 machten wir dem Gegner ein Geschenk», sagte er wenig später. Wie rasch sich der 60-Jährige beruhigt hatte, grenzte angesichts der Emotionalität, die er in der Szene zuvor und überhaupt während des gesamten Spiels an den Tag gelegt hatte, an ein Wunder. In ruhigem Ton bemängelte Challandes die fehlende Effizienz seiner Mannschaft («wir schossen 21-mal aufs Tor, 11-mal gefährlich und erzielten trotzdem kein Tor») und gratulierte YB zum klaren Sieg. Das 3-4-2-1-System, das Thun in vorangegangenen Berner Derbys zum Erfolg verholfen hatte, verfehlte gestern seine Wirkung. «Die Niederlage ist nicht auf die Taktik, sondern auf individuelle Fehler zurückzuführen. Ich hoffe, wir machen es nächsten Samstag besser, wenn wir gegen Basel spielen», sagte Challandes.

Auf dem Weg zur Besserung

Die Young Boys treten am Sonntag im Letzigrund beim FC Zürich an. Die Trainings zuvor dürften in weit entspannterer Atmosphäre stattfinden als in den letzten Wochen. YB stand nach den Niederlagen gegen Luzern und GC und dem Unentschieden gegen Lausanne unter Druck, und der war auch Gross in den Tagen vor dem Derby anzumerken gewesen. Gestern gab es nach dem Spiel keine Journalistenschelte, der YB-Trainer war zufrieden mit dem Resultat, doch er warnte: «Es ist jetzt nicht plötzlich alles gut. Wir hätten das Spiel sauberer aus der Verteidigung aufbauen sollen und die Konter besser zu Ende spielen müssen.» Immerhin befinde sich sein Team auf dem Weg der Besserung, konstatierte der Coach. Ein Terminus, der passte, schliesslich schlagen oder schlugen sich gleich mehrere YB-Spieler in den Tagen rund ums Derby mit einer Grippe herum. Alexander Farnerud kostete die Infektion den Einsatz gegen Thun. Alain Nef, der letzte Woche gekränkelt hatte, stand hingegen in der Startformation, «und er verlieh der Abwehr viel Stabilität.»

Über weite Strecken stoisch hatte der YB-Coach die Begegnung verfolgt. Den grössten Gefühlsausbruch leistete er sich, als der eingewechselte Emmanuel Mayuka in der Nachspielzeit das 4:0 und damit sein erstes Tor seit seiner Rückkehr vom Afrika-Cup erzielte. «Der Treffer wird ihm gut tun», sagte Gross. Ob Mayuka gegen Zürich wieder von Beginn an neben Raúl Bobadilla stürmt, liess Gross offen. Klar war für den Trainer indes: «Sein Tor war eine Zugabe für die Fans, die uns im Derby toll unterstützt haben.»


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/24168891

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26.03.2012

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Die Schneuwly-Brüder ohne Abschlussglück

Die beiden ehemaligen YB-Spieler konnten bei ihrer Rückkehr die klare Niederlage Thuns nicht verhindern.

Den ersten gemeinsamen Auftritt gegen YB hatten sich die Brüder Schneuwly anders vorgestellt. Zumindest resultatmässig. Das 4:0 spiegelt die tatsächlichen Kräfteverhältnisse zwischen YB und Thun an diesem herrlichen Fussballnachmittag im Stade de Suisse ungenügend wider. «Es hat eigentlich gar nicht viel gefehlt», sagte Christian Schneuwly nach dem Spiel. «Die frühen Gegentore waren sehr unglücklich, und nach der Pause hatten wir ein paar gute Aktionen.» Und auch Bruder Marco, seit der Winterpause definitiv bei Thun, haderte: «Uns hat etwas das Glück gefehlt. Wir hatten durchaus Chancen, und wenn ein Schuss anhängt, dann sieht vielleicht alles anders aus.»

Marco und Christian Schneuwly waren zusammen mit Andreas Wittwer die auffälligsten Spieler – in einer offensiv recht harmlosen Thuner Mannschaft. Die beste Chance hatte Marco Schneuwly, der seinen Schuss kurz vor Schluss vom Innenpfosten zurückspringen sah. Doch zu diesem Zeitpunkt war das Spiel längst gelaufen.

Wo spielt Christian nächste Saison?

Das Zusammenspiel der Schneuwlys gehörte aus Thuner Sicht zu den Highlights des Nachmittags – die Brüder aus Wünnewil harmonieren sehr gut. Stürmer Marco und Mittelfeldspieler Christian sind bisher denn auch die einzigen Thuner, die im Jahr 2012 das Tor getroffen haben. Das macht die Oberländer in gewisser Hinsicht Schneuwly-abhängig.

Fast die ganze kreative Last liegt auf den Schultern von Christian Schneuwly. Nach dem Abschied von Dario Lezcano erst recht. Auch gestern liefen die meisten Aktionen über den 24-Jährigen. Diesbezüglich machen sich die Thuner zu Recht Sorgen. Denn der jüngere Schneuwly ist – im Gegensatz zum älteren Bruder – von YB nur ausgeliehen. Und es scheint nicht unmöglich, dass YB seinen Spieler in der kommenden Saison wieder zurückhaben möchte. Seine Formkurve zeigt in dieser Rückrunde steil nach oben. YB-Trainer Christian Gross adelte Schneuwly in der letzten Woche und bezeichnete ihn als «sehr guten Fussballer». Desinteresse sieht anders aus. Zudem würden die Gelb-Schwarzen gegenüber ihrem Anhang in Erklärungsnotstand geraten, wenn ein Spieler mit konstant guten Leistungen weiterhin ausgeliehen würde. Besonders, wenn die Leistungen schwanken wie in den letzten Wochen.

Rama vor dem Karriereende

Erneut nicht im Aufgebot der Oberländer stand Milaim Rama. Nach den Auseinandersetzung mit Trainer Challandes, die ihre Ursache in der Nichtberücksichtigung beim letzten Heimspiel hatte, fühlte sich Rama mental nicht bereit für das Derby. Unter der Woche hatte zwar ein klärendes Gespräch stattgefunden. «Der Spieler hat selbst entschieden, nicht nach Bern zu reisen und einem jungen Spieler den Vortritt zu lassen», sagte Challandes. Das wird Rama auch hinsichtlich der nächsten Saison machen (müssen). Der zweitälteste Spieler der Liga – nur Basels Chipperfield ist noch älter – wird wohl seine letzte Spielzeit im Dress des FC Thun absolvieren. Und so wie die Dinge stehen, wird es für ihn auch im Staff keinen Platz geben.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Di ... y/29712144

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