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 Beitrag Verfasst: Sonntag 20. Februar 2011, 22:09 
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danke marco für ä assist! ganz geil gsi!

:marco_woelfli:


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 Beitrag Verfasst: Montag 21. Februar 2011, 00:11 
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Meisterschaft, Thun - YB 1:1 (1:0)

Die «Schlacht von Thun» endet mit einem Unentschieden. Auf praktisch unbespielbarem Terrain brachte Taljevic die Thuner in Führung, Jemal erzielte in der Nachspielzeit mit einem Fallrückzieher den Ausgleich.

Bereits nach wenigen Sekunden ging ein Raunen durch die Zuschauerränge, als in einem der ersten Zweikämpfe im Berner Derby wortwörtlich «die Fetzen flogen». Der Platz im Lachenstadion war aufgeweicht, so dass bei jedem Duell Rasenstücke durch die Luft gewirbelt wurden. Bereits nach zehn Minuten war der ganze Platz «umgestochen».

Das Derby wurde zu einem reinen Kampfspiel, in welchem die Einheimischen mit den Verhältnissen vorerst besser zurecht kamen. Entgegen kam dem FC Thun sicherlich das frühe Führungstor durch Taljevic, der nach einem Angriff über die linke Seite von Wittwer bedient wurde (10.). YB tat sich in dieser Phase schwer. Die beste Gelegenheit in der ersten Halbzeit hatte Mayuka, der seinen Kopfball nach einer Flanke Lulics neben das Tor setzte. Noch vor der Pause bewahrte Wölfli mit einer starken Intervention gegen Wittwer sein Team vor einem weiteren Gegentor.

YB strebte nach dem Seitenwechsel den Ausgleich an und hatte viel Ballbesitz. Thun verlegte sich auf Konterangriffe. Diese Gegenangriffe hatten es allerdings in sich. Nef und Wölfli mussten je einmal in extremis klären. Bei den Young Boys hatten Mayuka mit einem Kopfball und Farnerud mit einem Weitschuss die besten Gelegenheiten.

Gegen Ende der Partie riskierten die Young Boys immer mehr und kamen auf dem praktisch unbespielbaren Terrain zu etlichen Freistössen. Nefs Kopfball nach einem Farnerud-Freistoss flog knapp über das Tor, zu Beginn der Nachspielzeit wurde ein Schuss von Spycher von einem Thuner abgelenkt. So kam es zu einer letzten Chance für YB: Farnerud schlug den Eckball zur Mitte, der aufgerückte Goalie Wölfli verlängerte mit dem Kopf und Jemal vollendete mit einem Fallrückzieher zum späten Ausgleich (93).

So endete auch das dritte Berner Derby der laufenden Saison mit einem Unentschieden.

Stadion: Lachen
Zuschauer: 5600
Schiedsrichter: Busacca

Tore:
10. Taljevic 1:0.
93. Jemal (Linksschuss; Wölfli) 1:1.

Auswechslungen:
46. M. Schneuwly für Raimondi.
59. Neumayr für Taljevic.
66. C. Schneuwly für Dudar.
75. Bienvenu für Degen.
77. Siegfried für Lezcano.
87. Proschwitz für Wittwer.

Ersatz:
YB: Benito, Costanzo, Affolter, Tosetti.
Thun: Moser, Andrist, Volina.

Bemerkungen:
YB ohne Dussin (verletzt) und Sutter (geschohnt). Thun ohne Hediger, Rama, Reinmann, Schneider, Klose (alle verletzt) und Sanogo (gesperrt).

Verwarnungen:
28. Jemal (Unsportlichkeit), 37. Dudar (Foul), 84. Neumayr (Foul), 85. Wittwer (Hands).


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 Beitrag Verfasst: Montag 21. Februar 2011, 11:26 
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sf.tv, 20.02.2011

Last-Minute-Ausgleich für YB in Thun

In einem lange Zeit ereignislosen Spiel haben sich Thun und YB zum dritten Mal in dieser Saison mit 1:1 getrennt. Der Ausgleich für die Stadtberner fiel erst in den Schlusssekunden.

Im Kampf um die vorderen Tabellenränge ist YB trotz des späten Ausgleichs weiter zurückgebunden worden. Der Rückstand auf Leader Basel beträgt nun satte 9 Punkte.

Thun etwas «besser» als YB

In einer traurigen ersten Halbzeit waren es die Platzherren, die den besseren Start auf dem Acker des Lachenstadions hinlegten. Folgerichtig brachte Ifet Taljevic die Thuner nach 11 Minuten und einem schnell vorgetragenem Konter in Führung. YB-Keeper Marco Wölfli wehrte den Ball hinter der Linie ab.

Die Antwort der Gäste liess auf sich warten. Einzig Emmanuel Mayuka kam nach 29 Minuten zu einer halbwegs gefährlichen Chance, sein Kopfball strich aber knapp am Pfosten vorbei. Ansonsten brachten die Stadtberner in der ersten Halbzeit nichts zustande.

Der Kampf mit dem Platz

Daran änderte sich auch in Halbzeit zwei lange Zeit wenig. Zwar übernahm YB vermehrt das Spieldiktat, zwingende Chancen schauten aber nicht heraus. Die Berner fanden offensichtlich kein Mittel gegen die gut gestaffelte Thuner Abwehr und kämpften auch mit den immer schwerer werdenden Platzverhältnissen.

Eine Viertelstunde vor Schluss war es Thun, der dem 2:0 näher stand. Stefan Glarner scheiterte aber aus kurzer Distanz an Marco Wölfli - dem einzigen YB-Akteur mit einer genügenden Leistung an diesem Nachmittag.

Wölfli und Jemal produzieren den Ausgleich

Wölfli war es auch, der letztlich am Punktgewinn der Gäste direkt Einfluss nahm. In der 93. Minute stürmte der YB-Keeper bei einem Eckball in den gegnerischen Strafraum und lenkte den Ball auch prompt zu Ammar Jemal weiter. Der Verteidiger besorgte per Fallrückzieher den nicht mehr erwarteten Ausgleich.

In der überwiegend tristen Partie bedeutete diese Aktion in der Nachspielzeit den einsamen, aber spektakulären Höhepunkt.

http://www.sport.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2011/02/20/Fussball/Last-Minute-Ausgleich-fuer-YB-in-Thun

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 Beitrag Verfasst: Montag 21. Februar 2011, 11:29 
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Berner Zeitung, 21.02.2011

Jemal gewinnt den Kampf gegen Thuns Terrain

Auch das dritte Berner Derby in dieser Saison hat Unentschieden geendet. Wie in der Vorrunde trennten sich Thun und YB im Lachenstadion 1:1. Wie in der Vorrunde gelang YB der Ausgleich in der Nachspielzeit. Torschütze war Ammar Jemal.

Ausser sich vor Freude rannte YB-Verteidiger Ammar Jemal, Torschütze zum späten 1:1, über das Spielfeld im Thuner Lachenstadion. Irgendeinmal blieb der Tunesier stehen, riss ein Stück Rasen aus dem Boden und warf den Grasziegel in einer Mischung aus Ausgelassenheit, Genugtuung und Trotz gleich wieder zu Boden. Jemal hatte den Kampf gegen das Thuner Terrain doch noch gewonnen – und sein Team mit einem Fallrückziehertor weit in der Nachspielzeit einen Punktgewinn beschert. In den 93 Minuten zuvor war der Abwehrspieler wie seine Teamkollegen oft gestolpert, ausgerutscht und hatte sich schwergetan, Ball und Gegenspieler zu kontrollieren. Durch Jemals Tor endete auch das dritte Berner Derby in dieser Saison unentschieden, zum zweiten Mal kam es im Lachen zum 1:1. Im Juli war es Henri Bienvenu gewesen, der in der Nachspielzeit getroffen hatte.

Wie damals liessen die Thuner nach dem Spiel die Köpfe hängen. Enttäuscht standen sie noch einige Minuten auf dem Platz. Ratlos und auch ein wenig wütend auf Schiedsrichter Massimo Busacca, der YB nach ihrem Geschmack viel zu viel Nachspielzeit eingeräumt hatte. Trainer Murat Yakin war sauer über die Leistung der eingewechselten Markus Neumayr, Michael Siegfried und Nick Proschwitz: «Ich habe erwartet, dass sie für Entlastung sorgen. Keiner aber hat sich weiter aufgedrängt», sagte Yakin, der Oscar Scarione, dessen sofortiger Wechsel nach St.Gallen sich abzeichnet, aus dem Aufgebot gestrichen hatte. Zum sage und schreibe 13.Mal endete ein Spiel des FC Thun in dieser Saison Unentschieden. Bei 25 Punkten ist der Tabellensechste mittlerweile angekommen. «40 brauchen wir mindestens, um nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben», sagte Yakin.

Marco Wölflis Assist per Kopf

Weil Jemal aus Prinzip um alle Kameras, Mikrofone und Notizblöcke einen weiten Bogen macht, war es Marco Wölfli, der nach dem Abpfiff zum Interviewmarathon antrat. Der YB-Torhüter hatte den Ausgleichstreffer vorbereitet. Er war in der Schlussphase bei den Standardsituationen der Stadtberner nach vorne gerannt. Mit dem Kopf lenkte er den letzten Eckball Alexander Farneruds Richtung Thuner Tor. Für Jemal war es bereits das dritte Saisontor. Auch im Cupachtelfinal in Kriens war ihm der Siegtreffer gelungen. Auf ähnlich miserablem Terrain übrigens. Der Treffer entschädigte die Stadtberner für alle Mühsal, gegen die sie an diesem Sonntagnachmittag angekämpft hatten. Die Umstellung vom Europa-League-Sechzehntelfinalspiel am Donnerstag auf dem Kunstrasen im Stade de Suisse auf den löchrigen, holprigen und sumpfigen Untergrund im Lachenstadion war ihnen schwergefallen. Ein Fussballspiel sei das nicht gewesen, sagte YB-Trainer Vladimir Petkovic. «Das war alles Zufall, nichts anderes.»

In der ersten Halbzeit zeigten die Thuner aber zumindest phasenweise ansehnlichen Fussball. Vor allem in der 11.Minute, als Scarione-Ersatz Ifet Taljevic auf Vorarbeit von Andreas Wittwer der Führungstreffer gelang. Der Aufsteiger hielt dieses Niveau nicht bis zum Schluss und musste sich danach mit der Enttäuschung abfinden. Nachdem die erste Freude über den späten Ausgleichstreffer verflogen ist, wird sich aber auch bei YB leiser Ärger einstellen. Denn Basel und Zürich, die Konkurrenten an der Spitze, siegten am Wochenende. Der Rückstand der viertplatzierten Young Boys auf Leader FCB beträgt nun schon neun Punkte.


«Bier trinken und schlafen»

Die Thuner Enttäuschung nach dem 1:1 gegen YB war riesig. Trainer Murat Yakin hatte entschieden, ohne Oscar Scarione anzutreten. Fassungs- und beinahe sprachlos reagierten die Spieler des FC Thun gestern auf den Ausgleichstreffer der Young Boys in der Nachspielzeit. 13-mal haben sie in dieser Saison nun schon unentschieden gespielt. Zum 4.Mal haben sie die Führung nach Ablauf der regulären Spielzeit preisgegeben. «Wir müssen einfach weitermachen. Was bleibt uns sonst auch übrig?», sagte Abwehrchef Stipe Matic. «Heute hat nur ganz, ganz wenig zum Sieg gefehlt.» Matics Teamkollege, Aussenverteidiger Benjamin Lüthi, kam gleich auch ein Rezept gegen den Frust in den Sinn: «Ein Bier trinken und dann eine Nacht darüber schlafen», schlug er vor.

Die Enttäuschung über den entgangenen Sieg sass tief. Seit dem 13.November letzten Jahres und dem 3:1 im Basler St.-Jakob-Park haben die Thuner nicht mehr gewonnen. «Leider haben wir nach dem Führungstor zwei, drei Möglichkeiten vergeben. Sonst wäre uns die Aufgabe viel leichter gefallen», sagte Trainer Murat Yakin. Einige Minuten nach dem Spiel liess er sich seine Enttäuschung oder gar Verärgerung aber nicht mehr anmerken. «Die Mannschaft hat sich eingesetzt und grossen Aufwand betrieben. Das ist positiv.» Yakin hatte für das Spiel gegen den Kantonsrivalen den Topskorer seiner Mannschaft, Oscar Scarione, aus dem Kader gestrichen. Stattdessen lief Ifet Taljevic als Spielmacher auf und traf mit seinem zweiten Saisontor prompt zum 1:0.

Scarione diese Woche weg?

Anfang letzter Woche war bekannt geworden, dass Scarione nach Ablauf seines Vertrags im Sommer nach St.Gallen wechselt. Die Ostschweizer, als Tabellenletzte in argen Nöten, möchten den Argentinier am liebsten gleich verpflichten. Thun und St.Gallen verhandeln. «Solange Scariones Situation nicht geklärt ist, denken wir, es ist das Klügste, wenn er nicht spielt», sagte Sportchef Andres Gerber. Scarione sah sich die Partie neben den verletzten Thun-Spielern von der Tribüne aus an, klagte nach dem Spiel über die Kälte und lobte das Team: «Sie haben eine tolle Leistung gezeigt.» Gefragt, ob er Yakins Massnahme nachvollziehen könne, sagte der wie immer höfliche Scarione: «Natürlich. Im Moment ist halt alles etwas kompliziert.» Nichts sagen konnte oder wollte er dazu, ob er schon bald in St.Gallen spielt. In Thun war gestern zu vernehmen, Scariones Transfer nach St.Gallen (am Sonntag Thuns nächster Gegner) werde noch diese Woche vollzogen.

[url]
http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/22360791[/url]

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 Beitrag Verfasst: Montag 21. Februar 2011, 11:31 
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Berner Zeitung, 21.02.2011

Die Noten zum Spiel FC Thun gegen YB (20. Februar 2011)

Die Bewertung der Young Boys fällt nach dem Punktgewinn in Thun durchzogen aus. Eine ordentliche Leistung reichte Thun nicht zum Sieg gegen YB.

Marco Wölfli: Note 5
Der Captain war bei Ifet Taljevics Führungstreffer machtlos. Bewahrte die Young Boys wenig später gegen Wittwer vor einem höheren Rückstand, zuvor hatte er einen guten Freistoss Taljevics entschärft.

Alain Nef: Note 4,5
Hatte in der ersten Halbzeit Mühe mit Andreas Wittwer. Rückte nach der Auswechslung Dudars ins Abwehrzentrum, von wo er in den Schlussminuten immer wieder nach vorne stürmte.

Emiliano Dudar: Note 4
Dudar liess sich zweimal von Ifet Taljevic umdribbeln, beide Male vermochte der Thuner kein Tor zu erzielen. Vladimir Petkovic wechselte ihn nach kampfbetontem Spiel in der 66. Minute aus – nicht zuletzt, um den verwarnten Argentinier vor einer roten Karte zu schützen.

Ammar Jemal: Note 4,5
Dem Tunesier gelang in der allerletzten Spielszene auf spektakuläre Weise der Ausgleich. Lieferte sich packende Zweikämpfe mit Taljevic, wobei er nicht immer als Sieger hervorging.

Christoph Spycher: Note 4
Spycher liess sich auf dem glitschigen Terrain auf die Zweikämpfe ein und arbeitete viel in der Defensive. Im Spielaufbau gelang ihm wenig.

Thierry Doubai: Note 3,5
Vermochte die ansprechenden Darbietungen der letzten Spiele nicht ganz zu bestätigen.

Alexander Farnerud: Note 4,5
Der Techniker hatte grosse Mühe mit der Spielunterlage. Sein Einsatz war vorbildlich, er war viel anspielbar. Trat vor dem späten Ausgleichstor einen guten Eckball und zuvor einen gefährlichen Freistoss.

Mario Raimondi: Note 3,5
Musste nach einer blassen Vorstellung bereits in der Pause Marco Schneuwly Platz machen.

Emmanuel Mayuka: Note 4
Vor vier Tagen war der Sambier mit seinem späten Siegtor gegen St. Petersburg die grosse Figur gewesen. Gestern hatte er gegen Stipe Matic einen schweren Stand und wurde hart angegangen. Scheiterte in der 88. Minute am gut reagierenden Thun-Goalie Da Costa.

Senad Lulic: Note 4
Auch er blieb nach seiner starken Vorstellung in der Europa League ohne grosse Wirkung. Wechselte in der zweiten Halbzeit auf die linke Angriffsseite.

Marco Schneuwly: Note 3,5
Ersetzte zur Halbzeit Raimondi. Der Kämpfer blieb auf der rechten Angriffsseite aber ohne Einfluss aufs Spiel.

Christian Schneuwly: Note 4
Kam in der 66. Minute für Dudar – und spielte den Part des Rechtsverteidigers solid.

Henri Bienvenu war zu kurz im Spiel, um benotet zu werden.


[url]
http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/30312533[/url]

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 Beitrag Verfasst: Montag 21. Februar 2011, 11:32 
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Der Bund, 21.02.2011

Berner «Sumpfderby» ohne Sieger

Verteidiger Ammar Jemal rettete YB im «Sumpfderby» gegen Thun einen Punkt. Mit einem Fallrückzieher beförderte der Tunesier den Ball in der 93. Minute ins Tor. Grossen Anteil an diesem glücklichen 1:1 hat aber auch Marco Wölfli. Der in den Thuner Strafraum geeilte YB-Goalie lenkte nach dem Corner von Farnerud den Ball mit dem Kopf zu Jemal, der akrobatisch traf.

«Ich stürzte mich ins Getümmel und bin froh, dass ich den Ball entscheidend ablenken konnte. Dieses 1:1 ist enorm wichtig für die Moral vor dem Spiel in St. Petersburg am Donnerstag», sagte der YB-Goalie. Es ist bereits das zweite Assist von Wölfli in der Rückrunde, nachdem er in Bellinzona mit einem weiten Abkick ein Tor von Bienvenu vorbereitet hatte. In Thun rettete Wölfli seine Mannschaft zudem mehrmals vor dem zweiten Gegentor, das wohl die Vorentscheidung bedeutet hätte; so beispielsweise in der 75. Minute, als Wölfli gegen Glarners Flachschuss stark reagierte. Fünf Minuten später vereitelte er die Möglichkeit von Lüthi.

Last-Minute-Tore als YB-Spezialität

Im vierten Spiel in diesem Jahr skorte YB zum vierten Mal in der Nachspielzeit. Vor zwei Wochen in Bellinzona besorgte ACB-Verteidiger Thiesson in der 92. Minute mit einem Eigentor das 5:1 für YB. Vor einer Woche traf Raimondi in der 94. Minute zum 4:2 gegen den FC Zürich; am letzten Donnerstag erzielte Mayuka in der 93. Minute das Siegestor beim 2:1 gegen Zenit St. Petersburg und in Thun schliesslich schaffte Jemal das Last-Minute-Tor.

Vladimir Petkovic, der Sutter eine Ruhepause gönnte und Affolter und Costanzo auf der Ersatzbank liess, lobte denn auch seine Mannschaft. «Sie glaubte bis am Schluss daran, noch den Ausgleich erzielen zu können», sagte der YB-Trainer. Das Spiel am Donnerstag gegen Zenit St. Petersburg hatte viel Energie gekostet, und es spricht für YB, dass es in der Schlussphase nochmals die Kraft und den Willen aufbrachte, sich gegen die drohende Niederlage in Thun zu stemmen.

Doch insgesamt bekundete YB, das in der 11. Minute durch Taljevic in Rückstand geraten war, enorme Mühe, sich auf diesem Morast überhaupt Tormöglichkeiten zu erarbeiten. Lange Zeit spielten die Young Boys zu kompliziert, versuchten immer wieder, sich mit Passkombinationen durchzusetzen. Doch im Nahkampf waren die Thuner unerbittlich, sie rieben die Young Boys in Zweikämpfen auf und waren auf die sogenannten zweiten Bälle meist um den entscheidenden Schritt schneller. Zudem vermochten auf den Seiten Lulic und Degen ihre Schnelligkeit nicht auszuspielen, auf dem Sumpf war ein Antritt schlicht nicht möglich. Offensichtlich war auch, dass die gross gewachsenen Nef, der übrigens nach seiner Verwarnung am Donnerstag für das Rückspiel in St. Petersburg gesperrt ist, und Dudar auf diesem Boden Probleme mit der Standfestigkeit hatten und sich mehr als einmal überspielen lassen mussten.

Auffälligster Spieler bei YB war auch in Thun Alexander Farnerud. Auch der Schwede tat sich mit den Bedingungen schwer, doch mit seiner Kampfkraft und der guten Übersicht hatte er viel Einfluss auf das YB-Spiel. Und auch Freistösse wie Corners sind bereits Chefsache der Berner Neuverpflichtung.

Petkovic: «Kein Fussballspiel»

Dass die Thuner hinterher mit dem 1:1 nicht glücklich waren und erneut über das späte Gegentor haderten, ist logisch. Sie waren über weite Strecken der Partie die bessere Mannschaft gewesen. Für die Zuschauer bot das Derby nur Spannung – aber kaum Unterhaltungswert. Auf diesem Terrain ging es nur darum zu fighten, die Bälle irgendwie auf die Sturmspitzen zu kicken um danach nachzusetzen. «Ich sah kein Fussballspiel, das war nur Zufall», sagte Petkovic.

Ab Sommer wird dann aber alles anders. Mit dem Einzug ins Stadion Thun-Süd werden alle Berner Derbys exklusiv auf Plastik-Rasen gespielt – zumindest solange man im Stade de Suisse weiter lediglich über den Naturrasen nachdenkt.

YB-Erlösung in der 93. Minute (von rechts): Wölfli verlängert die Cornerflanke, Jemal trifft spektakulär mit einem Fallrückzieher und lässt sich danach feiern.Fotos:

http://www.derbund.ch/sport/fussball/Berner-Sumpfderby-ohne-Sieger-/story/24694183

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 Beitrag Verfasst: Montag 21. Februar 2011, 14:40 
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Berner Zeitung, 21.02.2011

Wenn alle vom Rasen reden

Nach dem 1:1 in Thun waren bei den Stadtbernern die Platzverhältnisse das grosse Thema.

Erschöpft und dreckig trotteten die Spieler nach dem Abpfiff des Berner Derbys Richtung Kabine. Mit ihrem späten Ausgleichstor sorgten die Stadtberner für einen versöhnlichen Abschluss eines durchzogenen Spiels und waren entsprechend zufrieden, die Mienen der Thun-Spieler indes blieben finster. Zum zweiten Mal innert vier Tagen gelang YB im allerletzten Moment ein Tor – das späte Erfolgserlebnis am Donnerstag gegen Zenit St.Petersburg brachte einen Sieg ein, gestern führte das Tor von Ammar Jemal gegen Thun zu einem Punktgewinn. Diesem versuchten die YB-Akteure vor allem die positiven Seiten abzugewinnen. Das dominierende Thema waren jedoch die Platzverhältnisse. Die Unterlage, welche die Spieler am Sonntag im Lachenstadion vorfanden, war an der Grenze zur Bespielbarkeit. Mittelfeldspieler Christoph Spycher, der mit seinem abgelenkten Schuss für den entscheidenden Eckball vor dem späten Torerfolg sorgte, gab etwas zerknirscht zu: «Thun ist mit diesem Platz besser umgegangen.» Schlimmer als im Cupachtelfinal gegen Kriens sei der Zustand des Spielfelds gewesen, sagte Spycher. «Kurze, schnelle Pässe waren unmöglich, lange Bälle auch nicht einfach.» Trotz dem verkorksten Spiel, den Humor verloren die Young Boys nicht. «Farnerud hat den Eckball vor dem Tor wohl wegen meines orangen Dresses auf mich gespielt», witzelte Marco Wölfli.

Aufpassen beim Abschlag

Dem Captain gelang mit der Kopfballvorlage auf Jemal bereits der zweite Saisonassist, nachdem er im Spiel gegen Bellinzona Henri Bienvenu per Abschlag lanciert hatte. Das Vorrücken in der Skorerliste ist für Wölfli nur ein schwacher Trost: «Der Assist ist für mich Nebensache. Wir wollten heute gewinnen, dafür aber haben wir zu wenig getan.» Zum Zustand des Rasens sagte der Goalie nur, dass er mit seinen Abschlägen bereits zufrieden gewesen sei, «wenn sie mir hoch gelangen und ich dabei nicht ausrutschte».

Auch Alexander Farnerud, der den Eckball vor dem Ausgleich trat, blickte noch einmal ratlos zum arg in Mitleidenschaft gezogenen Spielfeld und sagte seufzend: «In der höchsten Schweizer Spielklasse sollte man nicht auf solchen Plätzen spielen müssen.» Bessere Verhältnisse wird YB am Donnerstag beim Rückspiel des Europa-League-Sechzehntelfinals in St.Petersburg vorfinden. Heute reist das Team nach Zürich, bevor es am Dienstag frühmorgens nach Russland fliegt.

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Wenn-alle-vom-Rasen-reden/story/17924402

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 Beitrag Verfasst: Montag 21. Februar 2011, 14:48 
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Auch Alexander Farnerud, der den Eckball vor dem Ausgleich trat, blickte noch einmal ratlos zum arg in Mitleidenschaft gezogenen Spielfeld und sagte seufzend: «In der höchsten Schweizer Spielklasse sollte man nicht auf solchen Plätzen spielen müssen.»


:opinion:


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Blick, 21.02.2011

93. Minute – Wölfli-Assist verhindert YB-Schlamassel

Dräck-Derby!

YB-Coach Petkovic will die Spielanalyse erst verweigern: «Wofür? Ich habe kein Spiel gesehen!»

Vladimir Petkovics anfängliches Bocken hat einen Grund: Den «Rasen» im Lachen. Ein grünlichbraunes Etwas, durchsetzt mit Löchern wie Mondkrater. Darauf kann man vieles veranstalten. Stierenmärkte. Hammerwerfen. Motocross. Aber definitiv kein Fussballspiel.

«Gehen sie mal auf den Platz», antwortet Petkovic auf die Frage, warum sein Team so lange Mühe hatte, ins Spiel zu finden. «Da ist alles nur Zufall.»

Schon im Spiel gegen Basel am 6. Februar war der Platz eine Zumutung. Damals war der Untergrund aber leicht gefroren, weshalb die Löcher kleiner waren. Gestern aber ging gar nichts mehr. Die Platzwarte geben deshalb die Empfehlung ab, das Spiel zu verschieben. «Wir wussten, wie der Rasen schon nach kurzer Zeit aussehen würde», präzisiert Werner Gehrig, einer von ihnen.

Die Empfehlung stösst auf taube Ohren. «Der Platz war nicht gefroren und der Ball sprang normal auf», begründet Schiri Massimo Busacca.

Am Ende teilen die Berner im Derby zum dritten Mal in dieser Saison die Punkte. Thun – ohne den gestern intern suspendierten Bald-St.-Galler Scarione – geht durch Taljevic früh in Führung, verpasst es aber, den Sack zuzumachen. YB nimmt die Herausforderung des Krater-Geläufs in der ersten Halbzeit nicht an. Nachher wirds besser. Und zehn Sekunden vor Schluss, in der 93. Minute, zirkelt Farnerud einen Corner auf Marco Wölfli. Der Goalie bringt den Ball im gegnerischen Strafraum per Kopf Richtung Tor, wo Jemal per Fallrückzieher vollendet.

Eine unglaubliche Szene und wieder ein YB-Ausgleich in der Nachspielzeit, wie schon im ersten Saisonspiel im Lachen. Doch das Hauptgesprächsthema bleibt der Platz.

Thun-Trainer Murat Yakin: «Ich freue mich schon jetzt auf den Platz in St. Gallen. Dann werden wir wieder Fussball spielen können.» Alexander Farnerud war fast sprachlos: «So etwas habe ich nicht mal in Dänemark erlebt.» Und die Gesundheit? Christoph Spycher: «Man musste immer aufpassen, dass das Standbein nicht wegrutscht.»

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