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 Beitrag Verfasst: Freitag 18. Februar 2011, 12:45 
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Berner Zeitung, 18.02.2011

Lulics und Mayukas Treffer lassen YB träumen

YB hat beim 2:1 im Hinspiel des Europa-League-Sechzehntelfinals gegen Zenit St. Petersburg eine starke Leistung gezeigt. Dank dem späten Siegtreffer Emmanuel Mayukas sind die Chancen auf das Weiterkommen im Rückspiel nächste Woche intakt.

Als YB-Stürmer Emmanuel Mayuka in der Nachspielzeit des Spiels gegen Zenit St. Petersburg den Siegtreffer erzielte, da bebte das Stade de Suisse. Und es war wieder einmal wie schon so oft in dieser Europa-League-Saison: Die Young Boys sorgten mit einer tollen Leistung und einem guten Resultat gegen einen grossen Gegner für Begeisterung und Hoffnung bei ihren Fans. Mayuka, kurz vor Spielende eingewechselt, liess Zenit-Keeper Wjatscheslaw Malafeew mit seinem Abschlussversuch aus kurzer Distanz keine Abwehrchance. Nachdem ihr Konzept im Hinspiel des Europa-League-Sechzehntelfinals dank des trickreichen Führungstors von Verteidiger Nicolas Lombaerts (20. Minute) lange aufgegangen war, verliessen die St. Petersburger das Stade de Suisse mit hängenden Köpfen. Die Berner hingegen liessen sich feiern. Sie träumen vor dem Rückspiel am nächsten Donnerstag in Russland vom Einzug in den Achtelfinal.

Es war ein schnelles, intensives Spiel gewesen, das die beiden Teams gezeigt hatten. Die Russen, deren Saison erst im März beginnt, waren nach Bern gereist, ohne ein Pflichtspiel bestritten zu haben. Eine lange Anlaufzeit brauchten sie aber nicht. Schon in den ersten Spielminuten deuteten die Zenit-Spieler ihr Potenzial an. Spielmacher Danny kam in der 11. Minute zu einer ausgezeichneten Möglichkeit.

Die Partie war damit lanciert, die Anhänger beider Mannschaften sorgten für eine tolle Stimmung im Stadion und YB kam je länger, desto besser ins Spiel. Nach den beiden Siegen zum Auftakt der Rückrunde hatte Trainer Vladimir Petkovic die Young Boys wie erwartet auch gegen Zenit in einem 3-4-3-System aufgestellt. Für ein wenig Überraschung sorgte Petkovic allenfalls mit der Nomination von Ammar Jemal im linken Mittelfeld. Der Tunesier erhielt den Vorzug gegenüber Mario Raimondi, der in Bellinzona und gegen Zürich eine gute Leistung gezeigt hatte. Jemal fügte sich mit seiner kämpferischen Art aber gut ins Team ein und versuchte im Zusammenspiel mit Angreifer Senad Lulic das YB-Spiel auf der linken Seite anzukurbeln.

Lulics toller Treffer

Nur kurz zeigten sich die Gastgeber geschockt vom Gegentreffer, den die St. Petersburger so clever erzielt hatten. Nach einem Eckball war es Dudar, der gefährlich vor dem Tor von Malafeew auftauchte. Weil der Abwehrchef den Ball aber leicht mit der Hand touchiert hatte, pfiff der Schiedsrichter die Aktion ab. Wenig später kamen zunächst Moreno Costanzo und dann Lulic zu guten Möglichkeiten. In der 31. Minute parierte Malafeew einen Kopfball Alain Nefs.

Viele der 15 026 Zuschauer hatten sich nach Wiederanpfiff noch nicht wieder auf ihren Platz gesetzt, da erhielten die Young Boys zum ersten Mal an diesem Abend den Lohn für ihre grossen Bemühungen: Costanzo lancierte nach einem gegnerischen Ballverlust im Mittelfeld Lulic. Der bosnische Nationalspieler nahm seinen ganzen Mut zusammen, umdribbelte die Zenit-Verteidiger Lombaerts und Bruno Alves, lupfte den Ball elegant über Malafeew und erzielte so den Ausgleich. Nach dem 1:1 war der Glaube bei den Young Boys an den Sieg gegen den russischen Fussballgiganten zurück. Bis zur letzten Sekunde forcierten sie die Offensive. Mayuka sorgte mit seinem erfolgreichen Schuss aus der Drehung für den erfolgreichen Abschluss dieses tollen YB-Abends.


Auswärtstor einziger Trost

In St. Petersburg war es am Donnerstagabend minus 24 Grad kalt. Eine kalte Dusche erlebten zum gleichen Zeitpunkt in Bern die YB-Fans: Nach dem 0:1 von Nicolas Lombaerts in der 20. Minute sank ihre Stimmung kurze Zeit unter den Gefrierpunkt.

Schon am Vorabend hatte der Zenit-Coach Luciano Spalletti ein gesundes Selbstvertrauen an den Tag gelegt. Auf die Frage, ob der Kunstrasen für seine Spieler, die in St. Petersburg sowohl im Petrowski-Stadion als auch auf den Trainingsplätzen auf Naturrasen spielen, ein Nachteil sein könnte, antwortete der 51-jährige Italiener selbstbewusst: «Die Qualität einer guten Mannschaft macht die Anpassungsfähigkeit an Terrain und Gegner aus.» Sicher habe YB ein bisschen mehr Erfahrung, meinte der Ex-Roma-Kulttrainer, der vor gut einem Jahr in der nördlichsten Millionenstadt der Welt einen 3-Jahres-Vertrag unterschrieben hatte. Inklusive Prämien wird er 15 Millionen Franken verdienen. «Doch ganz ohne Erfahrung steigen wir nicht ins Spiel. In Russland spielen fünf Klubs ebenfalls auf Kunstrasen.»

In einem Land, wo zwei Städte (St. Petersburg und Wladiwostok) knapp 10'000 Kilometer auseinanderliegen, kann man – oder in diesem Fall Meistertrainer Spalletti – leicht den Überblick verlieren. Sergei Wladimirowitsch Alexejew, Pressesekretär der russischen Premier Liga, klärt auf: «Im vergangenen Championat spielte Zenit dreimal auf Kunstrasen – in Moskau, Perm und Grosny.» Die Bilanz ist ausgeglichen: Je ein Sieg (2:0 Amkar Perm) und ein Unentschieden (0:0 Terek Grosny) sowie eine Niederlage (0:1 bei Spartak Moskau). Gestern verpassten Zenit und Luciano Spalletti beim 1:2 in Bern ein Wunschresultat auf ungewohntem Untergrund. Als Trost vor dem Heimspiel kommende Woche bleibt Zenit immerhin ein Auswärtstor erzielt zu haben. tww

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Lulics-und-Mayukas-Treffer-lassen-YB-traeumen/story/21331013?dossier_id=841

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 Beitrag Verfasst: Freitag 18. Februar 2011, 12:49 
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Der Bund, 18.02.2011

Dank Lulic und Mayuka darf YB träumen

Weiterer Achtungserfolg für YB in der Europa League: Die Young Boys schlagen Zenit St. Petersburg dank einer sehr starken zweiten Halbzeit 2:1.

2:2 gegen Fenerbahçe Istanbul, 3:2 gegen Tottenham, 2:0 gegen Getafe, 4:2 gegen Odense und Stuttgart: YB hat in dieser Saison auf europäischem Parkett schon etliche Male für Heimspektakel gesorgt. Und doch lassen sich die Bernerinnen und Berner nur schwerlich aus der warmen Stube locken, wenn der Gegner zwar stark ist, aber nicht einen sehr attraktiven Namen trägt und der Match überdies im Staatsfernsehen gezeigt wird. Exemplarisches Beispiel dafür war das gestrige Hinspiel im Sechszehntelsfinal der Europa League. 15026 Zuschauer kamen ins Stade de Suisse, um zu sehen, wie sich die Gelbschwarzen gegen den aktuellen russischen Meister und Cupsieger Zenit St. Petersburg schlägt. Sie sahen ein Heimteam, das sich mit viel Leidenschaft und Einsatz gegen die schnellen und technisch starken Russen zu wehren versuchte. Das gelang manchmal besser, manchmal schlechter. Mühe bekam YB meistens, wenn Zenit schnell und direkt in die Spitze spielte. Zweimal enteilte Kerschakow, zweimal wehrte Wölfli mit gutem Reflex ab. Keine Chance hatte er beim Kopfball von Lombaerts (19.). Dem Tor vorausgegangen war ein Schelmenstück von Danny, der den Ball so antippte, dass etliche YB-Spieler meinten, er habe den Corner gar noch nicht ausgeführt. Lazovic nutzte die Unachtsamkeit und spazierte ungehindert bis an die Strafraumgrenze und zirkelte den Ball auf Lombaerts. Danny bewies nicht nur in dieser Szene, dass er nicht zufällig zum besten Ausländer der russischen Liga gewählt wurde in der letzten Saison. Der Portugiese, mit heruntergerollten Stulpen, Minischonern und Stirnband, verkörpert bei Zenit wie kein anderer den Typ schlampiges Genie.

Lulics Tor für Youtube

Die zweite Halbzeit begann mit einem Paukenschlag. Senad Lulic, auch er ein begnadeter Techniker, schnappte sich rund 30 Metern vor dem gegnerischen Tor den Ball, hob diesen in gekonnter Manier über Alves und Lombaerts, spurtete los und überlobte den hinauseilenden Zenit-Goalie. Das war die Initialzündung für das Heimteam, welches fortan mutiger und varianterreicher nach vorne spielte. Prompt verloren die Gäste an Stilsicherheit. Mehrmals waren die Young Boys nun recht nahe am zweiten Tor. Am meisten Gefahr entstand in der 71. Minute nach einem Missverständnis zwischen Hubocan und Malafeew. Der YB-Anhang, der längst spürte, dass an diesem Abend mehr als ein Unentschieden drinlag, trieb die wackeren Berner in den Schlussminuten lautstark nach vorne. Ihr Einsatz wurde belohnt. In der 93. Minute stürmte Nef nach vorne, umkurvte einen Russen, passte zu Degen, der sofort zu Mayuka weiterleitete. Und was machte der Sambier: Er drehte sich um die eigene Achse und schlenzte den Ball in die entfernte Ecke. 2:1. Es war zugleich der Schlusspunkt einer aufregenden Begegnung mit einem Happyend für die Berner, die sich nach der Pause mächtig steigerten.

Im gleichen Mass, wie YB zulegte, baute Zenit St. Petersburg ab. Bei den Russen machte sich der fehlende Wettkampfrhythmus bemerkbar. «Ein kleiner Vorteil für uns könnte sein, dass wir bereits im Rhythmus der Meisterschaft sind», hatte Trainer Vladimir Petkovic vor dem Hinspiel gemutmasst. In Russland nimmt die Liga ihr Monsterpensum erst Mitte März auf, wegen der Umstellung auf den zentraleuropäischen Kalender (an Stelle der Jahresmeisterschaft) wird die Saison 44 Spiele dauern und erst im Frühling 2012 zu Ende sein. «Zenit bestritt bislang nur Freundschaftsspiele, deshalb setze ich ein kleines Fragezeichen hinter die aktuelle Form», hatte Petkovic auch noch gesagt und von seinem Team gefordert, es müsse „mit seinen eigenen Stärken die sehr wenigen Schwächen des Gegners» ausnützen. Genau das taten die Berner und konnten deshalb einen weiteren grossen Achtungserfolg auf europäischer Ebene feiern.

http://www.derbund.ch/sport/fussball/Dank-Lulic-und-Mayuka-darf-YB-traeumen-/story/13990222

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 Beitrag Verfasst: Freitag 18. Februar 2011, 12:51 
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Blick, 18.02.2011

Petric und Rakitic machten es mit dem FCB vor

YB-Wölfli: «So ein Tor kriegst du selten!»

BERN - Was für eine freche Eckball-Variante von Zenit St. Petersburg. Doch der Trick zum 1:0 für die Russen ist nicht neu, wie sich zwei YB-Spieler erinnern!

Es läuft die 20. Minute im Stade de Suisse Wankdorf: Mit einem frechen Eckball-Trick überlisten die Russen von Zenit St. Petersburg die gesamte YB-Abwehr und treffen zum 1:0.

Die gesamte YB-Abwehr? Nicht ganz: Denn Goalie Marco Wölfli hat das Spiel durchschaut und versucht, seine Vorderleute lautstark zu warnen – zu spät.

Weil die Young Boys am Schluss mit 2:1 die Oberhand behalten, nimmts Wölfli mit Humor: «So ein Tor kriegst du selten. Sie habens natürlich auch sehr gut gemacht!»

Ex-Hopper Scott Sutter dagegen hat ein Déjà-vu! Im März 2007 wurde er nämlich mit genau diesem Trick im Hardturm vorgeführt. Die Akteure damals beim Spiel GC gegen den FC Basel: Mladen Petric und Ivan Rakitic!

http://www.blick.ch/sport/fussball/europaleague/yb-woelfli-so-ein-tor-kriegst-du-selten-166927

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 Beitrag Verfasst: Freitag 18. Februar 2011, 12:56 
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Berner Zeitung, 18.02.2011

Die Noten zum Spiel YB gegen den Zenit (17. Februar 2011

Senad Lulic zeigte gegen Zenit eine starke Leistung. Seine Teamkollegen standen ihm nur wenig nach.

Marco Wölfli: Note 5
Der YB-Goalie war beim Kopfball des freistehenden Lombaerts ohne Abwehrchance. Danach bewahrte er sein Team in der ersten Halbzeit mit vielen guten Aktionen vor einem weiteren Gegentor.

Alain Nef: Note 5
Der Verteidiger liess hinten wenig anbrennen und forcierte bis zum Schluss auch die Offensive. Gab die Vorlage zu Mayukas spätem Siegtor.

Emiliano Dudar: Note 4,5
Verlor Torschütze Lombaerts vor dem 0:1 aus den Augen. Organisierte die Abwehr danach aber immer geschickter. Kurz nach seiner Verwarnung wurde Dudar aus Vorsicht ausgewechselt – Trainer Petkovic braucht den Argentinier auch im Rückspiel.

François Affolter: Note 4,5
War im Aufbau und der Offensive weniger auffällig als Nef. Defensiv war der junge Abwehrspieler aber ähnlich solid.

Scott Sutter: Note 5
Bis zum Schluss rannte er auf der rechten Seite die Linie hoch und runter. Erhielt diesmal von Degen weniger Unterstützung als in anderen Europa-League-Spielen in dieser Saison. Erlitt später eine Verletzung an der Schulter und wird heute untersucht.

Moreno Costanzo: Note 5
Der junge Mittelfeldspieler, der seinen Platz in der Meisterschaft zuletzt Alexander Farnerud hatte überlassen müssen, meldete sich auf eindrückliche Art und Weise zurück.

Thierry Doubai: Note 5,5
Eroberte im Mittelfeld viele Bälle und verteilte sie danach geschickt.

Ammar Jemal: Note 5
Behielt seine kämpferische Spielweise auch nach der Verwarnung nach 35 Minuten bei. Erledigte seine Aufgaben im linken Mittelfeld ohne grössere Probleme.

David Degen: Note 4
Bei seinem ersten Pflichtspiel in diesem Jahr lief das Geschehen lange an Degen vorbei. Erst gegen Ende der Begegnung trat er stärker in Erscheinung und war am Siegtor beteiligt.

Henri Bienvenu: Note 4,5
Der Mittelstürmer hatte es schwer gegen die grossgewachsenen Zenit-Verteidiger. Eine reelle Torchance ergab sich für ihn nicht. Arbeitete aber viel.

Senad Lulic: Note 6
Unermüdlich war der Flügelspieler unterwegs. In der Offensive und in der Defensive. Mit seinem tollen Tor belohnte er sich gleich selber für seinen Effort.

Mario Raimondi: Note 4,5
Wurde in der 59. Minute für Emiliano Dudar eingewechselt. YB spielte danach mit einer Viererkette. Raimondi übernahm die Position im linken Mittelfeld von Jemal. Dieser rückte in die Verteidigung.

Emmanuel Mayuka war zu kurz im Spiel, um benotet zu werden. Verdiente sich mit seinem Siegtor kurz vor Schluss viel Lob von Trainer und Kollegen.

6 = herausragend; 5 = gut; 4 = solid; 3 = ungenügend; 2 = schlecht; 1 = sehr schlecht.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Die-Noten-zum-Spiel-YB-gegen-den-Zenit-17-Februar-2011/story/30821478

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 Beitrag Verfasst: Freitag 18. Februar 2011, 14:15 
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http://de.uefa.com/uefaeuropaleague/matches/season=2011/round=2000129/match=2003774/postmatch/quotes/


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 Beitrag Verfasst: Freitag 18. Februar 2011, 19:07 
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20min.ch, 18.02.2011

«Die Rote Karte hat sie verunsichert»

YB erwachte gegen Zenit erst, als dieses den wichtigen Auswärtstreffer schon erzielt hatte. Mario Raimondi erklärt, wie die Berner die Wende schafften.

Die Young Boys müssen sich nach der ersten Partie gegen Zenit St. Petersburg an der eigenen Nase nehmen. Bis auf die Startphase, als die Gäste die Berner mit einer frechen Eckball-Variante austricksten, hatte das Team von Vladimir Petkovic den russischen Double-Gewinner voll im Griff.

Ich versuchte noch zu reagieren», sagte Marco Wölfli zum ärgerlichen Gegentreffer. «Aber es war schon zu spät. Solche Tore gibt es selten, sie haben es aber auch sehr gut gemacht.» Scott Sutter erinnerte sich, dass er diesen Trick schon einmal gesehen hat. Als er noch bei GC spielte, wurde er 2007 von Mladen Petric und Ivan Rakitic auf ähnliche Weise erwischt.

Frühes Tor und Rote Karte

YB erholte sich schnell vom frühen Schock, doch der Ausgleich wollte trotz vieler Chancen nicht fallen. Erst unmittelbar nach der Pause traf Senad Lulic mit einem Traumheber zum 1:1. «Ich weiss auch nicht mehr, wie ich das gemacht habe», sagte der Bosnier nach dem Spiel. Egal, der Treffer hatte Signalwirkung. «Das Tor hat uns schon sehr geholfen», erklärte Mario Raimondi. «Es gab Selbstvertrauen und nach der Roten Karte waren sie ein bisschen verunsichert. Alles in allem haben wir verdient gewonnen.»

Scott Sutter hatte das Gefühl, dass er und seine Mannschaft zunächst zu viel Respekt hatten. «Der Trainer hat uns in der Pause aber gesagt, dass wir ohne Angst spielen sollen. Klar, wir würden Fehler machen, aber das spielt keine Rolle. Er sagte, wir sollen einfach etwas versuchen und das hat Senad Lulic mit seiner grossartigen Einzelleistung ja auch gemacht», erklärte der Verteidiger.

Lulic: «Wir nehmen den Kampf an»

Dank Mayukas 2:1-Siegtreffer in der Nachspielzeit hat YB den Schaden schliesslich noch stärker in Grenzen halten können und darf sich nun berechtigte Hoffnungen auf ein Weiterkommen machen. «Das Rückspiel wird ganz anders werden», sagte Senad Lulic im Hinblick auf die Kälte, welche die Berner in einer Woche in St. Petersburg erwartet. «Wir nehmen den Kampf aber an und versuchen eine Runde weiterzukommen.» Mario Raimondi wusste auch schon, wie YB spielen muss: «Dann müssen wir von Anfang an bereit sein und mutig an die Sache herangehen.»

http://www.20min.ch/sport/fussball/story/-Die-Rote-Karte-hat-sie-verunsichert--14777381

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 Beitrag Verfasst: Freitag 18. Februar 2011, 19:16 
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NZZ, 18.02.2011

Der Berner Bär brüllt weiter

YB verschafft sich in Europa weiter Respekt – 2:1 gegen Zenit St. Petersburg

Auf europäischer Ebene bleiben die Berner Young Boys 2010/11 zu Hause ungeschlagen. Gegen Zenit St. Petersburg erwachen die Spieler von Chefcoach Petkovic nach der Pause, Lulic und Mayuka treffen gegen den favorisierten Gast zum 2:1-Sieg.
Benjamin Steffen, Bern

Wer hatte nicht schon alles versucht, den Berner Bären in dessen Revier zu erlegen? Fenerbahçe, Tottenham, Getafe, Odense, Stuttgart – allen war es in dieser Saison nicht gelungen, YB im Stade de Suisse in einer Partie auf europäischer Ebene zu besiegen. Den Bann brach am Donnerstagabend erstaunlicherweise auch nicht die Equipe von Zenit St. Petersburg.

Zu Beginn des Europa-League-Hinspiels spielte der Titelhalter der russischen Liga die nominelle Überlegenheit aus, obschon er seit dem 28. November kein Meisterschaftsspiel mehr absolviert hat. Weder suchten die Russen wie andere Teams in vergleichbaren Situationen lange den Rhythmus, noch schienen sie YB zu unterschätzen. Zenit besass die erste grosse Chance, Zenit schoss das erste Tor. Nachdem der YB-Goalie Wölfli in der 19. Minute gegen Kerschakow bravourös gehalten hatte, führte der folgende, clever ausgeführte Corner durch Lombaerts zum 1:0 für die Gäste.

Engagement und Laufbereitschaft

YB wehrte sich in der ersten Hälfte mit den Mitteln, die Schweizern gegen eine überlegene ausländische Equipe zur Verfügung stehen: mit Engagement und Laufbereitschaft. Doch die Zenit-Verteidiger schienen physisch entscheidend überlegen und die Stärkeverhältnisse geklärt – ehe die Berner nach der Pause doch noch mit der Überraschung hereinplatzten, die sie etwa gegen Tottenham viel früher bereitgehalten hatten. Lulic, dem unermüdlichen linken Flügel, musste in der Kabine in der Tat Flügel verliehen worden sein – jedenfalls zog er in der 46. Minute unaufhaltsam los und traf brillant zum 1:1.

Das Tor nährte den Glauben von YB, mit weniger Mitteln erneut viel zu erreichen. Sie bewiesen, dass der starke Start in die zweite Super-League-Hälfte mit zwei Siegen und neun Toren kein Zufall gewesen war. Der Trainer Vladimir Petkovic hat das Team nach schwierigen Herbst-Phasen stabilisiert, was umso höher zu bewerten ist, als zuweilen auch er angeschlagen schien. Doch Petkovic liess sich offensichtlich nicht beirren, wovon auch die Rückkehr zum System mit drei Abwehrspielern zeugt; im Sommer 2010 war kolportiert worden, die Einführung der Viererkette habe er sich nach dem Verlust des Meistertitels vom Umfeld aufschwatzen lassen.

Entnervte russische Gäste

Der neue Mut trieb YB nach vorne und Zenit fast in die Verzweiflung – zumindest liessen sich die Russen soweit entnerven, dass der eingewechselte Bystrow in der 69. Minute des Feldes verwiesen wurde. Die Berner liessen zuweilen zwar die Präzision vermissen, aber nie den Willen. Der Lohn folgte in allerletzter Sekunde mit dem 2:1-Siegtor durch Mayuka, der schon gegen Stuttgart zwei wertvolle Goals erzielt hatte.

Dieses Resultat bedeute für das Rückspiel «gar nichts», sagte der Zenit-Trainer Luciano Spalletti. Dennoch: Der Berner Bär brüllt weiter – und die Russen sind bestraft worden, dass sie zur Pause gemeint hatten, sie könnten sein Fell verkaufen, bevor er erlegt war.


YB - Zenit St. Petersburg 2:1 (0:1)

Stade de Suisse. - 15'026 Zuschauer. - Schiedsrichter: Kakos (Griechenland). - Tore: 19. Lombaerts 0:1. 46. Lulic 1:1. 94. Mayuka 2:1.

Young Boys: Wölfli; Nef, Dudar (59. Raimondi), Affolter; Sutter, Thierry Doubaï, Costanzo (83. Mayuka), Jemal; Degen, Bienvenu, Lulic.

Zenit St. Petersburg: Malafejew; Anjukow, Bruno Alves, Lombaerts (54. Fernando Meira), Hubocan; Denissow, Schirokow (79. Semak); Lazovic (44. Bystrow), Danny, Jonow; Kerschakow.

Bemerkungen: Young Boys ohne Dussin (verletzt) und Spycher (gesperrt) sowie Benito und Farnerud (beide nicht spielberechtigt), Zenit ohne Bucharow (verletzt) und Lukovic (gesperrt). 69. Gelb-rote Karte gegen Bystrow wegen einer Unsportlichkeit. Verwarnungen: 35. Jemal (Foul). 45. Bystrow (Foul). 53. Danny (Foul). 55. Dudar (Foul). 63. Nef (Foul). 65. Hubocan (Foul). 72. Degen (Foul).

http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/fussball/fussball_europa_league_der_berner_baer_bruellt_weiter_1.9580782.html

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