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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Montag 4. Mai 2009, 22:01 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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20min.ch, 22.04.2009 «Ohne Zäune gehen die Fans aufeinander los»Gitterzäune statt Polizeigrenadiere: Die Stadt Bern stellt beim Stade de Suisse einen 300 Meter langen Zaun auf, um die Fangruppen auseinander zu halten. Doch Bilder aus Basel zeigen, dass selbst Drahtgitter Chaoten nicht daran hindern können, sich die Köpfe einzuschlagen. Zaun bei HochrisikospielRuhig ging es hingegen vergangenen Sonntag am Spiel YB-GC zu und her. Gut zehn Kastenwagen der Kantonspolizei Bern standen hinter dem Gästesektor, wie ein Augenschein vor Ort zeigte. Die GC-Fans füllten den Gästesektor des Stade de Suisse nur zu etwa einem Drittel. Trotzdem galt die Partie als Hochrisikospiel. Deshalb standen über 100 Polizeigrenadiere mehr oder weniger gelangweilt vor dem Stadion herum. Ein Routineeinsatz, der Kosten von über 200 000 Franken verursacht. Damit soll nun Schluss sein. Die Stadt Bern errichtet einen mobilen Zaun, der bei Bedarf vom Bahnhof Wankdorf bis zum Gästesektor (mit wenigen Lücken) gezogen werden kann. Und zwar einen massiven, im Boden verankerten, über zwei Meter hohe Stahlzaun – über eine Distanz von gut 300 Meter (siehe Karten-Ausschnitt unten). Kostenpunkt: 170 000 Franken. «Ob das Gitter auch über die Winkelriedstrasse gezogen wird, ist noch unklar», sagt Markus Gisin, Chef Polzeihauptwachen Bern-Nord. Dank dem Zaun sollen massiv weniger Polizisten aufgeboten werden müssen, was die Kosten für die Einsätze verringert. Chaoten reissen Zaun herunterAuch vor dem Basler Joggeli kam es immer wieder zu schweren Ausschreitungen: «Wenn es keine Gitter hat, gehen die Fans aufeinander los», sagt Klaus Mannhart, Sprecher der Stadtpolizei Basel. «Wir setzen aber vor allem menschliche Barrieren und Gitterfahrzeuge ein, um für Ordnung zu Sorgen.» Die Basler Polizei hat es einfacher als ihre Berner Kollegen: Um die Fans aus dem Stadtzentrum fernzuhalten, wurde beim Bau des «Joggelis» extra ein Fan-Bahnhof direkt beim Fan-Sektor erstellt. Doch dies reicht nicht immer aus, um die Chaoten auseinander zu halten. «Wir stellen beim Eingang des Gästesektors B1 zusätzliche, in den Boden verankerte Zäune auf», sagt die Sprecherin des Stadionbetreibers «Basel United», Monika Hauser. So könne man den Platz räumlich besser abtrennen: «Wir haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht und viele Einsatzkräfte sparen können.» Doch die Bildstrecke (oben) zeigt: In kritischen Situationen können auch diese Zäunde die Fans nicht davon abhalten, sich gegenseitig die Köpfe einzuschlagen. Für den Berner Polizeiinspektor Jean-Claude Hess ist trotzdem klar, dass sich die Investition in die Zäune rasch auszahlen wird. Niedrigere Sicherheitskosten senken auch den Druck auf den BSC YB, ihren Beitrag an die Polizeikosten zu erhöhen. «Wir begrüssen den Entscheid»; mehr dazu könne er derzeit nicht sagen, erklärt YB-Sprecher Charles Beuret. Der rote Strich zeigt, wo beim Stade de Suisse künftig ein Zaun die Fans auseinander hält. 
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 28. Mai 2009, 09:54 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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Berner Zeitung, 28.05.2009 YB soll Polizeikosten bezahlenWer bezahlt die Sicherheitskosten an Sportanlässen? Berner Stadträte von links bis rechts fordern: YB und SCB sollen tiefer in die Tasche greifen.  Acht Tage nach dem Cupfinal YB - Sion, der von Ausschreitungen begleitet wurde, schaltet sich das Berner Stadtparlament in die Debatte um die Sicherheitskosten ein. YB und SCB sollen die Hälfte der Sicherheitskosten übernehmen, fordert die BDP/ CVP-Fraktion in einer Motion, die sie heute Abend einreicht. Lediglich bei «Null-Risiko-Spielen» soll die Kantonspolizei ein Basis-Dispositiv kostenlos zur Verfügung stellen. Der Geldbetrag könne auf 30 Prozent herabgesetzt werden, falls die Klubs eigene Massnahmen zur Verhinderung von Ausschreitungen treffen. Zehn Mal mehr Aufwand Bisher bezahlten die beiden grossen Berner Sportklubs keinen Rappen an die Polizeikosten. Dies, obschon sich der Polizeiaufwand rund um ihre Spiele laut des kantonalen Polizeidirektors Hans-Jürg Käser (FDP) in den letzten acht Jahren verzehnfacht hat. Ab Juli dieses Jahres müssen sich die Vereine mit je 60'000 Franken an den Sicherheitskosten beteiligen. Als Vergleich: Der FC Basel beteiligt sich mit 1,8 Franken pro Zuschauer und Spiel an den Sicherheitskosten – das ist zehn Mal mehr, als die Young Boys oder der SC Bern bezahlen. Der Beitrag sei zu niedrigDieser Beitrag sei zu niedrig, argumentieren die Motionsverfasser. Er entspreche knapp 10 Prozent der Gesamtkosten (bis zu 250'000 pro Spiel). «90 Prozent der Sicherheitskosten werden auf die Bürger überwälzt.» Stadtpräsident Alexander Tschäppät (SP) hatte sich in dieser Debatte stets hinter die Sportklubs gestellt. «Es ist berechtigt, Steuergelder für die Sicherheit an Sportanlässen zu verwenden», sagte Tschäppät im vergangenen Dezember in dieser Zeitung. «YB und SCB prägen das Image der Stadt, sie sorgen für Medienpräsenz und bringen Leute nach Bern, die etwas konsumieren.» Druck von links bis rechtsNach den Ausschreitungen rund um dem Cupfinal kommt die Debatte erneut aufs Parkett. Stadträte von links bis rechts fordern mehr Geld von YB und SCB. «Die vereinbarten 60'000 Franken pro Saison und Klub reichen bei weitem nicht», sagt Peter Künzler, der GFL/EVP-Fraktionspräsident. SP-Fraktionspräsidentin Giovanna Battagliero spricht von einem «symbolischen Betrag». Und GB-Stadtrat sowie Fan-Experte Urs Frieden sagt: «Die Verhandlungen mit den Sportklubs müssen neu aufgenommen werden.» Es sei an der Zeit, den nächsten Schritt zu nehmen, betont FDP-Co-Fraktionspräsident Philippe Müller. «Die Klubs sollen ihren Beitrag substanziell erhöhen.» Anders sieht es Erich Hess, der Präsident der SVP-Plus-Fraktion. «Eigentlich sollten die Vereine ja nichts bezahlen, für die Sicherheit ausserhalb der Stadien», sagt er. «Wenn sich jemand in der Stadt volllaufen lässt und randaliert, muss auch nicht der Beizer den Schaden bezahlen.» «Problem tiefer angehen»Berns Polizeidirektor Reto Nause (CVP) dagegen betont: «Der zunehmende politische Druck ist gut. Die Klubs müssen mehr Geld in die Sicherheit investieren.» Allerdings will Nause das Gewaltproblem tiefer angehen. «Wenn wir die Polizeirechnungen einfach den Vereinen überweisen, geht die Gewalt kaum zurück.» Ihm wäre es lieber, die Vereine sowie der Fussballverband würden mehr Geld in bessere Eingangskontrollen und eine lückenlose Durchsetzung der Stadionverbote stecken. Seitens der Young Boys wollte sich gestern niemand zu den Forderungen äussern. Debatte läuft seit 20022002 hat der Grosse Rat des Kantons Bern die Billettsteuer abgeschafft. Der Stadt Bern entgingen Einnahmen von jährlich sechs Millionen Franken. «Damit begannen die Probleme», sagt GB-Stadtrat Urs Frieden. Seither läuft die Debatte, wie stark sich YB und SCB an den Sicherheitskosten beteiligen müssen. Im März 2009 hat das Bundesgericht entschieden, dass die Behörden 80 Prozent der Polizeikosten auf die Sportklubs überwälzen dürfen.
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shalako
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Verfasst: Freitag 29. Mai 2009, 09:09 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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Bund, 28.05.2009 «Die Kurve ist kein Ponyhof»Wer im Stadion Pyro zünde, sei deswegen noch kein Krawallbruder, sagt Mark Ammann, Präsident von Gäubschwarzsüchtig, einem Fanclub-Dachverband von YB. Mehr Repression hält er für kontraproduktiv.  Sie stehen am Pranger: YB-Anhänger in der Fankurve, in der regelmässig Pyro gezündet wird. Der Moderator hiess beide Male Beni Thurnheer. Es war Mitte der Neunzigerjahre. Zusammenfassung eines Spiel des FC Basel. Thurnherr spricht von einer «in unserem Land leider so selten gewordenen Stimmungskulisse». Die Fernsehbilder zeigen Basler Fans mit Fackeln. Eine zweite Einspielung, rund 15 Jahre später: wieder Fans, die Pyro zünden. Thurnheer: «Bei einigen Fans ist da, wo der gesunde Menschenverstand sein sollte, tiefe Nacht.» Es ist dieser Gesinnungswandel, den die Bilder in einem Youtube-Clip belegen, der Mark Ammann wütend macht. Der Fanvertreter ist doppelt frustriert nach dem verlorenen Cupfinal. Seit dem Spiel hat der 28-jährige Präsident des Dachverbands der YB-Fanclubs, Gäubschwarzsüchtig, keine Zeitung mehr gelesen, ist untergetaucht – so sehr hat die Niederlage geschmerzt. Noch mehr geärgert hat er sich, als er nun die Aussagen liest, die Vereinsvertreter, Politiker und Funktionäre im Nachgang zum Cupfinal von sich gegeben haben. Alles in einen Topf«Es wird überhaupt nicht differenziert», sagt Ammann, der in der Kurve als einer der leidenschaftlichsten Fans gilt. Nach dem Cupfinal seien wieder einmal alle in einen Topf geworfen worden: «Pyromanen», Ultras, Hooligans. «Einer, der Pyro zündet, wird auf dieselbe Stufe gestellt wie ein Schläger, der jemandem eins in die Fresse haut», mokiert sich der Fanvertreter. Dies stehe in keinem Verhältnis. Pyro werde meist im eigenen Sektor abgebrannt, Unbeteiligte seien dabei nicht gefährdet. Was oft vergessen werde: Die Fans, die Feuerwerk abliessen, seien auch die Matchbesucher, die im Stadion für Stimmung sorgten, die Choreografien organisierten. Was es bedeutet, wenn die Kurve still ist, hat das letzte Heimspiel gezeigt. Aus Protest, dass die Vereinsleitung die Pyro-Zündenden als «Vollidioten» bezeichnete und ihnen eine Mitschuld an der Niederlage vorwarf, schwieg die Kurve 40 Minuten – die Atmosphäre war trist. Ammann hat früher auch Fackeln gezündet. Vermummt habe sich dabei niemand, Konsequenzen gab es keine. Im St.-Jakob-Park etwa habe man dem Sicherheitschef vor dem Spiel angegeben, wie viel Material man dabei habe. Bei schönen Aktionen habe es von Medien und Klub Lob gegeben. Dass Fackeln gefährlich sein können, bestreitet Ammann nicht. So flogen auch schon Fackeln aus YB-Kreisen in den gegnerischen Fansektor. «Solche Aktionen verurteilen wir scharf», sagt Ammann, der seinen Zivildienst bei der YB-Fanarbeit geleistet hat. Man versuche in solchen Fällen, die Täter zu finden und zurechtzuweisen. Vereinbarungen mit den KlubsDie soziale Kontrolle in der Kurve funktioniere, sagt Ammann. Aktive Fans und Fanarbeiter hielten Querulanten immer wieder davon ab, zu randalieren, zu pöbeln, zu prügeln. «Ohne uns gäbe es viel mehr Zwischenfälle», so Ammann. Das Problem sei, dass immer öfter «Krawalltouristen» für Ausschreitungen sorgten: «An der Schlägerei nach dem Cupfinal im Bahnhof waren Leute beteiligt, die uns unbekannt sind», sagt Ammann. Diese Leute seien schwer zu erreichen: «Ich muss selber aufpassen, dass ich nichts abbekomme.» Motivation im KellerUmso wütender mache ihn die Aussage, dass die Fanclubs ihre Verantwortung nicht wahrnehmen würden, die Polizeidirektor Hans-Jürg Käser (fdp) in einem Zeitungsinterview gemacht hat. «Käser war bei runden Tischen nie dabei.» Seit zehn Jahren engagiere er sich im Fanverband, sagt Ammann – unentgeltlich. Solche Vorwürfe nagten doch sehr an der Motivation, auch bei anderen aktiven Fans. Der Fanvertreter bestreitet nicht, dass es unter den Fans «Problemfälle» gibt: «Die Kurve ist kein Ponyhof.» Doch ist er überzeugt, dass mit mehr Repression, wie es neben Käser auch der Stadtberner Gemeinderat Reto Nause (cvp) fordert, das Problem nicht verschwinde. «Seit Einführung des Hooligan-Gesetzes ist die Situation ja offenbar schlimmer geworden», sagt Ammann. Das Verbot von Pyro habe gerade den Reiz erhöht. Unter den Ultras, die eine wachsende Jugendbewegung darstellten, herrsche ein eigentlicher Wettbewerb, wer es schaffe, Pyro ins Stadion zu schmuggeln: «Wer zündet, gilt als aktiv», so Ammann. Dass sich die Fans vermummten, wie Nause es kritisierte, sei lediglich Folge der Repression. Härtere Strafen, hohe Bussen, Internetpranger und andere repressive Massnahmen könnten das Problem nicht aus der Welt schaffen, nur verlagern, ist Ammann überzeugt – auf die Strasse oder in untere Ligen. So werde häufig die Bundesliga als Beispiel herbeigezogen, wo mehr Repression zu einer Beruhigung geführt habe. Derweil habe sich die Situation in unteren Ligen verschärft. Fraglich sei zudem, ob die Gesellschaft ein Interesse habe, dass junge Menschen kriminalisiert würden – und dadurch erst recht auf die schiefe Bahn gerieten. http://www.derbund.ch/bern/Die-Kurve-ist-kein-Ponyhof/story/16079212
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shalako
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Verfasst: Dienstag 2. Juni 2009, 10:19 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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Berner Zeitung, 02.06.2009 Vizedouble» und TrauerEs war in vielerlei Hinsicht eine Saison der Superlative für YB. Aber weil das Warten auf einen Titel weitergeht, bleibt auch Ärger.  Gute Saison ohne Titel: YB stellte viele Rekorde auf – und mit Seydou Doumbia (ganz links) den Torschützenkönig. (Keystone) Eigentlich wäre gestern ja der Cupfinal gewesen, am traditionellen Austragungszeitpunkt Pfingstmontag, aber weil einige Verbandsherren derzeit auf den Bahamas an einem Fifa-Kongress weilen, wurde das Endspiel bekanntlich auf den 20.Mai vorverschoben. Die Wunden der erneuten Niederlage im Final gegen den FC Sion sind bei den Young Boys also bereits ein bisschen verheilt, heute blicken die Berner auf eine durchaus erfolgreiche Saison zurück: Rang zwei und Cupfinalist – das tönt nach einer guten Bilanz, das ist die Ausbeute eines Spitzenteams, dem wenig zu einem Siegerteam fehlt. Diese Erkenntnis wird mit einem Blick auf die letzten Jahre noch verstärkt. Zuletzt belegte YB in der Super League die Ränge 2, 2, 4, 3, 4, 2, 4. Letztmals 1994 vor FCBErster aber ist YB seit 1986 nicht mehr geworden, Cupsieger seit 1987 nicht mehr. Und doch schauen die Berner in vielerlei Hinsicht auf eine Saison der Superlative zurück. Noch nie holten die Berner seit dem Wiederaufstieg vor acht Jahren mehr Punkte als diesmal (73). Vor einer Saison, als YB ebenfalls Zweiter wurde, waren es 70 – und vor sechs Jahren, bei der Vizemeisterschaft (hinter Basel), 72. Nie erzielten die Berner, das offensivstärkste Team, mehr Tore (85). In der letzten Saison, als YB mit Hakan Yakin auch den Torschützenkönig stellte, waren es 82 Treffer. Seydou Doumbia, der Edeljoker, dürfte nächstes Jahr kaum mehr den Edeljoker geben – sein Ziel wird es sein, die fantastischen 33 Skorerpunkte (20 Tore/13 Assists) mit mehr Spielzeit zu verbessern. Am Ende bleibt YB das «Vizedouble», man kann das bitter finden, aber auf jeden Fall ist es ein Signal, dass die Berner nahe an einem Titelgewinn sind. Der FC Zürich hat seinen dritten Meistergewinn in vier Saisons geholt und den nationalen Branchenprimus Basel als erfolgreichste Mannschaft der Gegenwart abgelöst. Und YB, auch das ist eine erfreuliche Nachricht, war letztmals 1994 vor dem FCB klassiert, als die Basler in die damalige NLA aufstiegen. «Echter» Schweizer Meister Im Vergleich zum jeweiligen Meister erhalten die Young Boys seit Jahren mindestens sieben Gegentore mehr – diesmal waren es zehn (46 gegenüber 36 beim FC Zürich). Zuletzt hing das bestimmt auch mit der attraktiven und riskanten Spielweise von Coach Vladimir Petkovic zusammen. Der Trainer stieg ja nach krassem Fehlstart (ein Punkt aus vier Partien) im letzten August erst verspätet als YB-Übungsleiter ein – und holte bis Ende Saison mehr Punkte als Basel und Zürich! Nach der schwachen Vorstellung im Cupfinal gegen Sion schwebt aber trotz all dieser positiven Aspekte ein grosser Schatten über dieser YB-Saison. Die titellose Zeit nervt Spieler, Fans und Umfeld. YB geniesst in der Fussballschweiz den Ruf des sympathischen Verlierers, der regelmässig knapp scheitert. Eine weitere Statistik zeigt aber, wie nahe die Young Boys am 12.Meistertitel waren: Zieht man die vier Partien gegen den ausländischen Verein FC Vaduz aus dem Fürstentum Liechtenstein ab, liegt YB (68 Punkte) vor Zürich (67) und Basel (60). So gesehen ist YB eigentlich der «echte» Schweizer Meister der Saison 2008/09... http://www.derbund.ch/sport/fussball/Vizedouble-und-Trauer/story/17966882
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